…und dabei ist auch radioaktives Wasser ins Meer gelangt

So lautete die etwas lapidare Meldung zu den Folgen des verheerenden Taifuns Etau der sich über Japan austobt. Bislang sind wohl drei Tote zu beklagen, etliche Menschen werden noch vermisst. Bis zu 170.000 Menschen flohen vor dem Sturm. Die Behörden seien alarmiert, heisst es. Daneben, man kann es kaum glauben, ist der sind die Katastrophenmeiler von Fukushima durch die Wassermassen geflutet wurden und Tepco, die ja bekanntlich seit Jahren die Kernschmelze in den havarierten Reaktoren unter Kontrolle haben (wollen) mussten eingestehen, dass die Wasserpumpen überschwemmt wurden und nunmehr wieder (oder immer noch, wer weiss das schon so genau?) radioaktives Wasser ins Meer gelangt.

Nun sollte man sich nicht allzu viele Sorgen über die Verschmutzung mit strahlendem Wasser machen, oder den radioaktiven Fallout, der die Gegend in großem Umkreis verseucht hatte, denn schließlich will die fürsorgliche Regierung in Tokio in Kürze Teile der Sperrzone öffnen und wieder besiedeln!

Derweil schwimmen die Menschen in dem Katastrophengebiet die Häuser davon, auf deren Dächern sich teilweise noch Menschen befinden, die mit Hubschraubern gerettet werden müssen. Wenigstens der Schutz und die Hilfe bei Naturkatastrophen funktioniert eingiermaßen in Japan. Andererseits zeigen uns die unabsehbaren Folgen dieses Sturms, wie klein im Vergleich zur Gewalt der Natur doch der Mensch mit all seinen technischen Möglichkeiten ist. Die Naturgewalten kann er nicht kontrollieren. Er vermag vielleicht mit großem Aufwand die Folgen von Naturkatastrophen zu bewältigen und die Zerstörungen beseitigen, aber kontrollieren kann er die Natur nicht.

Er vermag ja nicht einmal die von ihm geschaffenen Technologien zu kontrollieren…

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Radioaktivität ist (h)armlos?

Na is das nich toll? Vögel können nich nur nich lesen, dass der Luftraum über Tschernobyl gesperrt is, sie sind (dank der Radioaktivität) auch noch größér und gesünder als ihre Artgenossen, die ohne die segensbringende radioaktive Strahlung auskommen müssen! Wir warten gespannt auf den ersten Siedlertreck schwerkranker Menschen die, gesponsort von der ukrainischen Regierung, zur Genesung und zum Wiederaufbau in die einstens viel zu vorschnell verlassene vermeintliche Todeszone turückkehren! Radioakivität ist harmlos! Atomenergie ist sauber und sicher! Weg mit dem Ausstieg aus dem Ausstieg, aus dem Ausstieg…

Dank der freien und unabhängigen Presse wissen wir ja auch schon, dass die atomare Katastrophe in Fokuhila/Japan keinen Anstieg der Krebserkrankungen zur Folge hat. Kein Grund also, die sowieso schon arg gebeutelten Kraftwerksbetreiber auch noch mit den horrenden und völlig überflüssigen Kosten für die Stilllegung, Sanierung und den Rückbau der Atomruinen zu belasten!

Und während man in Japan die übrigen stillgelegten Meiler wieder ans Netz nehmen will, sorgt man sich schon garnicht mehr über die radioaktive Verseuchung des Pazifik, des Grundwassers und der ständig woanders leckenden Sammelbecken für die strahlende Brühe in Fukushima! In Tschernobyl hingegen freut man sich über gesunde, wenn auch leicht überdimensionierte Vögel am Himmel! Wir sind ja so bescheiden geworden. Oder war das richtige Wort doch „bescheuert“?

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Versucht mal Euer Geld zu zählen, während Ihr die Luft anhaltet…

Jahrzehntelang hat man bei RWE jedes Jahr hunderte Millionen und Milliarden von DM, später Euro eingesackt und sie nachhaltig in die Vorstandsgehälter und Managerboni investiert und nun sollen die Zeiten des Überflusses ein für alle mal vorbei sein?

Auf Atomkraft gesetzt und Kohle verstromt, ohne Rücksicht auf die Umwelt und zu Lasten der Gesellschaft, den Ökostromboom verpennt und noch immer keinen Plan, wie man auch weiterhin den Energiemarkt beherrschen kann? Tja, ein fossiler Ideenträger (auch ich mag solche Wortspiele einfach) wie Peter Terium wird nie verstehen und akzeptieren, dass die sinnvollste und ökologischste Art der Energieerzeugung die dezentrale Energieerzeugung ist. Da muss er in Zukunft wohl kleinere Brötchen backen, denn irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass dieser Saftladen systemrelevant ist und deswegen von Staats wegen gerettet werden muss. Obwohl, was ist schon sicher in diesem Land? Die Vernunft wohl nicht!

Dennoch finde ich es immer wieder allerliebst, wenn Herr Terium mit feuchten Augen und tränenerstickter Stimme die „Planwirtschaft“ der Bundesregierungen geißelt und zugleich den Untergang des marktliberalen Abendlandes heraufbeschwört. Ein deutliches Zeichen dafür, dass er nicht einmal im Ansatz verstanden hat, um was es geht und nicht einsehen will, dass auch Marktwirtschaft planen muss. Aber das ist natürlich etwas gaaanz anderes als Planwirtschaft?

Nun ja, wir können nun darüber rätseln, wie wir uns zu diesem Gejammer stellen wollen. Sind es tatsächlich die armen, von welcher Planwirtschaft auch immer, in ihren Entfaltungs-, Innovations- und Profitmöglichkeiten geknebelten und brutal eingeschränkten, ausschließlich auf soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit in Gesellschaft und Umwelt fokussierten Kapitalisten, die unter so unglücklichen Umständen ihre Konzerne durch die rauhe See der Zeitläuften steuern müssen? Oder sind es einfach nur Versager, die mit den eigenen, als ultima ratio gepriesenen, kapitalistischen Regeln nicht klar kommen und ganz offensichtlich zu doof sind, sich auf verändernde Märkte und Bedingungen zu reagieren und lieber andere für ihre Dummheit und Unfähigkeit verantwortlich machen? Denn schließlich ist ja der Staat noch ihrer Lesart nicht der bessere Unternehmer. Sie aber schon? Meine Fresse, wenn das stimmt…ich sag nur:“Nieten in Nadelstreifen!“

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Milliardenverlust: RWE meldet schlechtestes Ergebnis der Nachkriegszeit (Artikel auf Spiegel Online vom 4.3.2014)

Eulenspiegeleien aus dem bayrischen Filzbad Kreuth

Tja, aus dem gar revolutionären Widerwort gegen den geliebeten Führer Drehhofer wurde ein Furz im Wasserglas – die GailtalerIn zog ihre Einwände nach gekonntem Salto rückwärts zurück und ging sofort auf Linie! Nun ist endlich wieder alles gleichgeschaltet im bayrischen Filzbad Kreuth!

Aus dem großartig angekündigten Zwergenaufstand der SuperministrantIn für Wirtschaft, Energie, Lobbyarbeit und anderen Krempel wurde eine Liebeserklärung an seine Einmaligkeit Horst, den Überflüssigen, Seehofer. Und zu allem Überfluss zeigt auch Dobrinth in Berlin Anstalten, den Amoklauf bayrischer CSU-Granden mit seinen unausgegorenen Vorschlägen zur allgemeinen Autobahnmaut für Ausländer, oder was auch immer das werden soll, zu seinen Gunsten zu entscheiden.

Man übertrifft sich in Bayern gegenseitig an dümmlichem Geschwätz und meint, sich so für die kommenden Kommunal- wie auch Europawahlen qualifizieren zu müssen! Und da ist Populismus eine durchaus nicht zu unterschätzende Allzweckwaffe.

Und dann kommt die AignerIn aus der Tiefe des Raums, wie einstens Uwe Seeler, und versucht sich als bayrisches Waschweiberl einen Namen als KronprinzessIn von Bayern zu machen! Klar, dass das der Vollhorst als Tritt in die Familienjuwelen empfinden musste und so trat er sofort zurück – nicht von seinem Posten als hirntoter Kini, sondern in Gestalt eines Revanchefouls, mit dem er die AgnerIn flott zur Strecke, und natürlich auf Linie brachte!

Nicht mehr als der Theaterdonner bayrischer Provinzpolitiker, die mal kurz Laut geben müssen, damit man weiss, dass sie noch da sind. Schließlich wurden sie bei den K(l)oalitionsverhandlungen arg gerupft und mussten wichtige Ministrantenposten zur Versorgung unnützen Politgezüchts an die Scheinsozialisten von der SPD abtreten!

Wir freuen uns auf weitere bahnbrechende Meldungen aus dem bayrischen Filz!

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Rettet das Sumpfdotterblümchen…

Kaum ist das bayrische Sumpfdotterblümchen aus einem nebligen Hochmoor irgendwo in den Bergen des Königreichs Bayerns von Berlin in ihre Heimat entschwunden und auf wundersame Weise, jedoch ohne jede Aignung, zur WirtschaftsministerIn mutiert, da schultert sie, was niemand in ihrer Zeit als BundesministerIn anzupacken wagte – die Energiewende! Natürlich ist sie als ehemalige landwirtschaftliche Geheimwaffe der Union bestens für Aufgaben gewappnet, die sie in etwa soviel angehen, wie beispielsweise eine Kuh das Schlittschuhlaufen und genau deshalb scheint sie jetzt erst so richtig loszulegen! „Wie, d`Energiewende is Eich z`teier? Nachad finanziern mas hoid mit a paar Kreditn, oda?“ So kann man es launig aus tiefstem bayrischen Tann röhren hören! „Un na zoi mas hoid schpäta ab!“
Man kann sich dabei wohl die Frage stellen, was der Unterschied ist, zwischen einer rein endverbraucherfinanzierten EEG-Umlage und einem späteren Abstottern der Kredite (von denen vermutlich niemals jemand genau wissen wird, wer was, wann und vor allem wieviel aufgenommen hat und erst recht nicht zu welchem Zweck), natürlich ebenfalls durch den Endverbraucher? Eine Antwort sollte man aber besser nicht erwarten, denn diese dürfte den flachen Horizont dieser geistigen TagelöhnerIn deutlich übersteigen!

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Dem Klima vor den Koffer geschissen…

…und wie! Ja sowas nennt man wahrlich konsequent! Der Atommeiler zu Fokuhila/Japan (nein, ihrer gleich vier Stück auf einmal) fliegt in die Luft, obwohl die Kernenergie  ja so sicher ist, nach Erdbeben mit angeschlossenem Tsunami (sowas passiert vielleicht alle 10.000, vielleicht sogar alle 100.000 Jahre einmal, daher kann man das als vernachlässigbares Risiko einstufen…) und weil die Atomenergie ja so sauber ist, und man jetzt Kohle verheizen muss, kann man auch die Klimaschutzziele nicht mehr einhalten! Tja, Klima, tut uns leid…

Uns tut das natürlich auch leid und zwar sehr! Nicht, dass man kein Verständnis für den Energiehunger der Welt, insbesondere der Industriestaaten aufbringen könnte. Aber man kann, wenn man schon zu den führenden Industrienationen des Planeten zählt und ein Vorreiter in Sachen Technologie ist, auch schon mal ein klein wenig mehr Enthusiasmus erwarten, wenn es um die Reinhaltung der Luft, den Schutz unseres Klimas und dergleichen mehr lästige Dinge geht.

Oder müssen wir uns endlich mit dem Gedanken anfreunden, dass da im Hintergrund Fäden gezogen werden, deren Richtung die Industrielobbyisten bestimmen und nicht die Politiker, oder gar die Wähler?

Man muss den Eindruck gewinnen, dass da Interessen vertreten werden, die allein am Profit orientiert sind und nicht den Interessen der Menschen, ja der gesamten Menschheit, dienen. Anders kann man sich dieses Kartell der Klimaverweigerer kaum erklären, zu dem nicht nur Japan gehört, sondern ein breites Bündnis mehr oder eher weniger hoch motivierter Staaten…

1. Polen -> Vorkämpfer in Europa für die zwar reichlich vorhandenen, aber auch reichlich zu den dreckigsten fossilen Energieträgern gehörenden Kohlevorkommen und die Unternehmen, die daraus Energie gewinnen, feine und fette Profite auf Kosten der Umwelt und des Klimas erzielen und dies nicht beendet wissen möchten…

2. Australien -> selber heftig unter dem Klimawandel leidend, ebenso wie unter dem Ozonloch, dass auch kein Naturereignis ist, sondern hausgemacht, findet, dass CO2 nun doch nicht mehr besteuert werden soll! Ist ja auch nicht notwendig, wenn man die Kohle nach Übersee verkauft und die Schiffe aus China, die die Kohle in Australien abholen, des kürzeren Transportwegs wegen quer durchs Great-Barrier-Reef rauschen und zwar die ein oder andere Koralle dabei abbrechen aber, aus der Sicht der Ökonomie durchaus folgerichtig und treibstoffsparend, den kürzesten Weg nimmt…

3. Kanada -> im Besitz riesiger Öl- und Teersandvorkommen mag auch nicht so recht an den Nutzen von Klimaschutzzielen glauben. Jedenfalls nicht, wenn man nur die Ökonomie betrachtet. Und Auflagen zum Umwelt- und Naturschutz sind nicht nur mehr als lästig, sie schmälern auch durchweg die sowieso schon mehr als kärglichen Gewinne der Energiekonzerne…

4. Ja, und in Deutschland ist es mit dem Klimaschutz auch nicht mehr so weit her wie zu Zeiten, als man Angela Merkel noch die „KlimakanzlerIn“ nannte. Erst stieg man mehrfach aus der Atomenergie aus. Dann Sprach man von der Energiewende und warf die Kosten dafür auf die schmalen Schultern der Verbraucher, anstatt diejenigen, die am meisten verbrauchen auch am meisten zu belasten (wie man es in der freien Marktwirtschaft erwarten könnte, schließlich bestimmt der Markt den Preis). aber dann zog man die Trumpfkarte des internationalen Wettbewerbs und begann gar bitterlich zu weinen und um Nachlass zu betteln. und weil die Bundesregierung so gütig ist, jedenfalls gegenüber denen, die es so dicke haben, dass sie staatlicher Hilfe eigentlich nicht bedürfen und flugs nahm die einstige KlimakanzlerIn die schwere Last von den Schultern der Industrie und lud auch diese auf den Verbrauchern ab…

Wir können wahrlich zufrieden sein mit unserer Politik. Die Wirtschaft brummt, der Verbraucher stöhnt und wenn er Glück hat, bekommt er sogar Arbeit, von der er leben und gleichzeitig die Wirtschaft und vor allem die Schwerindustrie zu subventionieren. Daneben soll er natürlich auch noch Eigenverantwortung zeigen und privat für das Alter und die Gesundheit, erst Recht für die Pflege im Alter vorsorgen und selbstredend soll man auch noch ein paar Scheinchen für schlechte zeiten zurück legen (von was auch immer), schießlich kann der Staat nicht für alles Sorge tragen.

Da wird man schnell abgehängt, wenn man als ganz normaler Mensch versucht irgendwie über die Runden zu kommen. Da kann man sich auch in Deutschland nicht auch noch um den Klimaschutz kümmern! Strom muss schließlich bezahlbar bleiben und für diejenigen, die auf Grund zu geringer Einkommen, weil sie von staatlichen Transferleistungen abhängig sind, oder einfach nicht genug verdienen, kam man auf die grandiose Idee, den Strom per Prepaid-Karte zu verscherbeln und zwar gegen Vorkasse, wie der Name schon sagt!

Wo der Vorteil liegt? Ganz einfach, man bekommt den Strom nicht mehr abgestellt, wenn das Guthaben auf der Karte aufgebraucht ist – der schaltet sich dann nämlich ganz von alleine ab!

Naja und nun hören wir aus berufenem Munde, dass man regierungseitig zu Tode erschrocken ist, als man erfuhr, dass bereits etwa 25% der deutschen Energieerzeugung auf regenerative Energien entfallen und das weit vor dem Tag „X“! Da muss man natürlich auf dei Bremse latschen, am besten mit Drehhofers Schlappen in der Größe eines Kindersarges, aus dem nun ein Sarg für die erneuerbaren Energien werden soll.

Anstatt seine eigenen Ziele einfach anzuheben und mit stolz die Flagge des Fortschritts voran zu tragen und ein leuchtendes Beispiel für andere zu sein, Macht man genau das Gengenteil davon und bremst die Regenerativen kurz und knapp aus!

Ach, wo waren diese Philippinen  nochmal? Keine Ahnung! Sind die nicht neulich weg geflogen? Wen interessiert schon das Schicksal von ein paar tausend philippinischen Opfern? Richtig, keine Sau, da kann der Vertreter der Philippinen auf der Klimakonferenz in Warschau noch so medienwirksam einen Hungerstreik ankündigen. Die Wirtschaftslobby und die von ihnen geschmierten Politiker lachen sich schlapp, während sie vor den Mikrofonen große Töne spucken, dass es einem schlecht wird!

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Mit der Kernenergie is so – besser es kracht anderswo!

Die Atomurine läuft mal wieder über und die radioaktive Brühe verschwindet, wie durch ein Wunder im Meer. Nun sind die Behälter wieder aufnahmebereit. Das ist doch toll. Und abgesehen von der Tatsache dass von Fokuhila/Japan auch mehr als zwei Jahre nach dem Super-GAU noch immer keine Gefahr ausgeht, weil man alles unter Kontrolle hat, sind diese kleinen, wirklich unbedeutenden Unannehmlichkeiten kaum der Rede wert! Unbestätigten Berichten unseres Japan-Korrespondenten zufolge, soll im Fall eines erneut drohenden Überlaufens der Auffangbecken eine Sondereinheit deutscher Hartz-IV-Empfänger, ausgestattet mit dreieinhalb Meter langen Spezialstrohhalmen, zum Abschlürfen der Brühe eingeflogen werden. Bereits jetzt würden mit ähm Nachdruck „Freiwillige“ gesucht, die mit einem Ein-Euro-Vertrag ihre Sozialhilfe aufstocken können wollen müssen!

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Die unendliche Geschichte von der sauberen Atomenergie!

Jetzt bin ich aber doch ein ganz klein wenig verunsichert. Man hat die Lage im havarierten Atomkraftwerk Fokuhila/Japan, auch nach mehr als 2 Jahren, noch immer nicht unter Kontrolle? Das lässt in mir schon die Frage aufkeimen, wie das bei einer so sicher beherrschbaren Form der Energiegewinnung nur passieren konnte? Sollte es vielleicht daran liegen, dass die Profite nicht groß genug, die Subventionen zu niedrig, oder einfach nur die undankbaren Bürger zu dumm sind?

Und dann geht man so in sich, überlegt, wie Menschen nur so dämlich sein können und Atomkraftwerke bauen und hört dann, dass wieder andere Menschen ihren Mitmenschen einfach Atomkraftwerke neben die Häuser stellen, weil diese Energie so unglaublich sauber ist, so umweltfreundlich und noch dazu so unbeschreiblich sicher. Schließlich passieren atomare Havarien, Super-GAU´s und „Zwischenfälle“, die Herstellung von waffenfähigem Plutonium, angereichertem Uran und dergleichen feiner Sachen nur anderen, unverantwortlichen Staaten und Konzernen.

Einem selber jedoch kann das gar nie nicht passieren, denn das Risiko ist ja kalkulierbar und die Systeme alle redundant ausgelegt, es sind hochkomplexe Sicherheitsvorkehrungen eingebaut, die „nach menschlichem Ermessen“ niemals versagen können!

Bemerkenswerterweise ist kein Versicherungskonzern bereit, dieses nicht vorhandene Risiko zu versichern. Jedenfalls nicht zu einem Preis, den man seinen Kunden gegenüber vertreten könnte. Es sei denn der Staat haftet für das Risiko (und damit der Bürger und Steuerzahler) und das tut er ja dann auch sehr zur Freude der Energiekonzerne. Jedenfalls ein bisschen, denn schließlich gibt es ja praktischer Weise das allgemeine Lebensrisiko und das, was man Eigenverantwortung zu nennen pflegt, wenn niemand für Schäden bezahlen will!

Nein, dann nutzt man die Meiler schon lieber als Gelddruckmaschinen, ohne Risiko, jendenfalls für die Betreiber und mit ebenso atemberaubenden wie astronomischen Gewinnen! Natürlich muss der Bau von Atommeilern subventioniert und bezuschusst werden, das ist der Hochtechnologie geschuldet, und die Industrie möchte lieber verdienen als investieren, das ist klar.

Andererseits haben ja alle Bürger einen „Nutzen“ von sauberer und sicherer Atomenergie, ob sie das nun wollen oder nicht, also müssen auch alle Bürger für die Entsorgung von Atommüll und dessen nicht ganz billige Endlagerung haften, und am Ende, wenn wirklich kein müdes Watt aus einem völlig ausgelutschten und maroden Reaktor mehr heraus gequetscht werden kann, dann muss der Staat für den Rückbau der überflüssig gewordenen Anlagen sorgen!

Also wenn das mal nich genau das ist, was der Kapitalismus unter freier Marktwirtschaft versteht, dann weiss ich auch nicht

Darüber muss ich wohl doch noch mal etwas nachdenken…

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Der Angriff auf den Sozialstaat und die Folgen für die Gesellschaft

 

Seit der Kanzlerschaft des Gerhard Schröder, die in seiner berüchtigten Agenda 2010 gipfelte und die der Beginn des Sturms auf die Grundfesten des Sozialstaates war, hat die Politik einen Weg eingeschlagen, der nur noch eine Richtung kennt – Umbau der Demokratie mit ihren bewährten Sozialsystemen hin zu einem neokapitalistischen Herrschaftssystem, in dem demokratische Wahlen nur noch deshalb existieren, weil man den vermeintlichen Mehrheitsentscheid des Wählers als Legitimation ansieht, als Bestätigung des eingeschlagenen Weges!

Dabei gibt es bei den Wahlen längst keinerlei Alternativen mehr, die der Wähler wählen könnte, wenn er mit der Regierungspolitik nicht, oder nicht mehr, einverstanden ist! Die Wahl, so traurig das klingt, alternativlos in ihrer Nutzlosigkeit. Aber es gibt keine Möglichkeit, die Regierung, bzw. deren Politik abzuwählen, weil die Opposition (mindestens genauso schlimm ist, wie die Regierung. Ein Wechsel ist selbst nach einem Wechsel nicht zu erwarten! Man wählt die Fortsetzung der neoliberalen und marktradikalen Regierungspolitik – mit anderen Mitteln.

 

Was also tun? Die Stimme einer Splitterpartei geben, in der Hoffnung, diese würde vielleicht die absolute Mehrheit erringen (entgegen jeder Erwartung) und dann alles besser machen? Extremistisch wählen vielleicht? Nazis, Yogiflieger, oder die Partei der bibeltreuen Christen? Vielleicht sogar die angeblich alternativlose Alternative für Deutschland, die wohl nicht viel mehr ist, als alt und naiv, dazu noch von rechten unterwandert, genau wie die Piraten? Ach nee. Dann also lieber die Kommunisten, die DKP? Naja, wer meint, von 0,1% sei es nur noch ein Katzensprung bis zur absoluten Mehrheit, der kann es ja versuchen…

 

Sehen wir uns an, was vom Sozialstaat noch übrig geblieben ist, kann es einen nur noch schaudern. Während es der Wirtschaft immer besser geht, während die Auftragsbücher überquellen und die Unternehmer immer mehr in die eigene Tasche stecken, erläutert man den Beschäftigten in larmoyantem Plauderton, ihre Arbeitsplätze seien nur dann halbwegs sicher, wenn auch weiterhin (wie übrigens seit mehr als 10 Jahren schon) Lohnzurückhaltung geübt werde. Und es soll Leute geben, die glauben das sogar!

 

Die Renten wurden derart rasiert, dass man nur noch über die Runden kommen dürfte, wenn man „privat und eigenverantwortlich“ (wie es so schön heißt, wenn man den einfachen Menschen die Verantwortung und die Kosten für die Risiken ihres Lebens auf´s Auge drücken will) vorsorgt – von was auch immer. Niedere Einkommen zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie niedrig, sehr niedrig sind und in sehr vielen Fällen bleibt am Ende des Geldes immer noch eine Menge Monat übrig!

 

Die Gesundheitsfürsorge wurde auf ein Maß reduziert, die an das heran reicht, was man im deutschen Kaiserreich noch als fortschrittlich hätte verkaufen können. Die Zuzahlungen steigen rasant, vieles wird überhaupt nicht mehr bezahlt und wie selbstverständlich geht man davon aus, dass sich jeder, der auch in Zukunft noch halbwegs feste Nahrung zu sich nehmen möchte, auch das Geld hat um sich ein Gebiss zu kaufen – leider ist dem nicht so. In Deutschland ist es auch schon so weit, dass man den sozialen Stand eines Menschen an seinem Gebiss ablesen kann!

 

Leiharbeit, Dumpinglöhne, befristete Arbeitsverträge, halbtags- und geringfügige Beschäftigungen sind von der Ausnahme zur Regel geworden – der Agenda 2010 sei dank. Irgendwie scheint man in der Politik vergessen zu haben, dass es trotz des angeblich so hohen Bedarfs an Facharbeitern und Hochqualifizierten, auch Menschen geben muss, die die Arbeit machen. Es ist nicht damit getan, in den Firmen nur noch Chefs und mittleres Management zu haben, auch in den Fabrikhallen muss jemand stehen, der die Produkte fertigt, jemand der hinterher den Dreck wegmacht und jemand, der die Erzeugnisse irgendwem verkauft! Ebenso scheint man konsequent zu ignorieren, dass auch diese Menschen, oder sogar Menschen, die nur einen Hauptschulabschluss geschafft haben, oder aber auch nicht, ein Recht auf ein menschenwürdiges Dasein haben. Und das schließt einen Lohn ein, von dem man leben kann ohne betteln zu gehen, oder seine Kleidung aus dem Altkleidercontainer zu holen!

 

Die Heiz- und Energiekosten erreichen monatlich neue Höchststände. Von den Benzinpreisen erst gar nicht zu reden. Man kann auch ohne Auto leben, wenn es sein muss, aber nicht ohne Licht und ohne Heizung, auch wenn der Herr Sarrazin da anderer Meinung sein mag!

 

Niemand hat sich gewundert, als die Energiewende höhere Preise für den Strom brachte. Immerhin war man erst mal froh, dass die Regierung unter Muddi es überhaupt geschafft hatte, nach mehrfachem Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg (ihr wisst schon, was ich meine…) die Energiewende auf die Reihe zu bekommen. Jedenfalls vordergründig. Denn kaum waren freudige Ergebnisse über den Einsatz regenerativer Energien zu verkünden, folgte schon der nächste herbe Tiefschlag, als die Finanzierung der Energiewende mit dynamischem Schwung auf die Schultern derer abgeladen wurde, die mit ihrem Lohn kaum über die Runden kommen – den einfachen Bürger! Die Umlage für die erneuerbaren Energien stieg ebenso rasant wie die Benzinpreise und im Gegenzug dafür wurden die Belastungen der energieintensiven Betriebe die „im internationalen Wettbewerb stehen“ ebenso rasant gesenkt, bzw. zur Gänze befreit. Und damit keinem zu wohl würde, kündigte man gleichzeitig an, dass das Ende der Preisfahnenstange noch lange nicht erreicht sei!

 

Und dann kam Herr Altmaier, sprach von der Energiepreisbremse, schwang kühne Reden und schmiedete Pläne, nur um bald darauf zu erklären, die Strompreisbremse käme nun doch nicht, sie sei im Parlament nicht durchzusetzen – die Arbeit der Lobbyisten hatte einmal mehr Erfolg gehabt! Herr Altmaier aber, der sich selbst und seine Bremse ausgebremst hatte, stürzte sich auf´s nächste Thema, die Endlagerung von atomarem Restmüll und wie man sich denken kann, wird auch hierbei nicht viel mehr heraus kommen, als gedankliche Flatulenzen!

 

Was die schwarzgelbe Bundesregierung bisher versiebt und in den Sand gesetzt hat, ist mit Worten kaum zu fassen. Zank und Streit, Hader und Neid, Missgunst und Hass prägen die Politik der Kloalition und als ob das noch nicht genug wäre, treibt die Lobby überall Keile dazwischen und setzt letztlich erfolgreich die Interessen der Wirtschaft überall durch.

 

Es ist einfach so, dass die Scheinargumente der Lobbyisten, der Verfechter einer der-Markt-regelt-alles-Ideologie bei offene Ohren bei den Abgeordneten stieß. Warum das so ist? Kann ich nicht sagen, aber ich vermute einfach mal, dass die zu erwartenden wirtschaftlichen Vorteile in jeder Beziehung die Dankbarkeit der Wähler übertreffen, die Entscheidungen der Parlamentarier also schlicht nach pekuniären persönlichen Gesichtspunkten getroffen werden – jedenfalls in den weitaus meisten Fällen, nicht in allen!

 

Für die Menschen, die einfachen Leute, die Arbeiter und kleinen und mittleren Angestellten wird also die Luft immer dünner, das Leben in jeder Beziehung immer teurer, ohne das dafür ein finanzieller Ausgleich in Form steigender Löhne und Gehälter zu erwarten ist! Aber jeder weiss nun, dass „wir einfach zu lange über unsere Verhältnisse gelebt haben“ und darum unsere Gürtel nun enger schnallen müssen. Da ist es doch überaus beruhigend zu wissen, dass dies nicht auf alle zutrifft. Politiker, Unternehmer, Manager, Bankster, Reiche und natürlich die Erben großer Vermögen, können sich beruhigt zurück lehnen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen! Für ihr Wohlergehen ist gesorgt. Die Vermögen sind in Steueroasen in Sicherheit gebracht! Herz, was willst Du mehr?

 

Eine echte Alternative zur derzeitigen Politik? zählen wir doch die Alternativen einfach mal auf, die wir in dieser Demokratie haben:

 

1. CDU/CSU

 

 

Schwarze, ursprünglich klerikal bestimmte und von Pfaffen gelenkte sog. Volkspartei, die sich längst von ihrem „C“ im Namen getrennt und sich unter Merkel in ohrenbetäubendem Schlingerkurs nach links entfernt und in Richtung SPD bewegt hat. Hier steht sie nun, gehüllt in leicht (scham-) gerötetes Schwarz und versucht sich als eine Partei der kleinen Leute zu profilieren, die ihnen dadurch hilft, dass sie die Reichen, die Wohlhabenden, die Unternehmer und Manager tatkräftig unterstützt. Wer will, kann versuchen das zu verstehen, ich weissage jedoch, er wird daran scheitern! Genauso konturlos wie Angela Merkel (die den zweifelhaften Beinamen Muddi trägt), die trotz ihrer nicht ganz leicht zu verbergenden, unvorteilhaften Körperformen, mit der Leichtfüßigkeit eines Puddings sowohl ihre Meinung, als auch die von ihr gezogenen roten Linien zu ändern und zu übertreten pflegt, ist die gesamt Partei. Wer versucht, irgendwelche Konturen in der Unionspolitik, oder auch nur ein paar unverrückbare Eckpunkte des Konservatismus zu entdecken, an denen man sich orientieren könnte, wenn man es denn wollte, wird bitter enttäuscht. Eher kann man ein rohes Ei an eine Wand nageln!

 

Ein Profil gibt es nicht in der CDU, eher schon eine Profilneurose. Das trifft genauso auf den faschistoiden Arm der CDU zu, die CSU, die Bayern zu ihrem Eigentum erklärt hat und den Staat also auch genauso ausplündert,

 

 

2. SPD

 

 

Die große alte Tante SPD, die echte Partei der kleinen Leute – bis sie die Partei des Genossen der Bosse wurde und mit elegantem Schwung die Verbindung zu ihren Wurzel kappte, um mit der Agenda 2010 und der Einführung von Hartz-IV (erfunden durch einen vorbestraften Wirtschaftskriminellen), um die Unternehmen mit einem großen Pool zwar unwilliger, dafür aber auch stark unterbezahlter Leiharbeiter und Arbeitssklaven zu versorgen, die Axt an den Sozialstaat zu legen, die die folgenden Regierungen freudig erregt sogleich übernahm und mit Wucht und Hurra in die Kerben zu hauen, die die SPD-Regierung (gemeinsam mit den Grünen) im Stamme des Sozialstaates hinterlassen hatte.

 

Mittlerweile habe man in der SPD gelernt – sagt man! Will man erkannt haben, dass man Fehler gemacht habe – sagt man! Will die auch ausbügeln – sagt man! Und bedient sich dabei derer, die die Agenda und Hertz IV mit verbrochen haben – nein sagt man nicht, aber tut man und stellt die Betreffenden als geläutert hin. Wie reuige Sünder und gar eifrig läuten sie das Arme-Sünder-Glöcklein in tiefer Demut und mit vollen Geldbeuteln.

 

Sigmar Gabriel, Franz-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück heißt das scheinheilige Kleeblatt an der SPD-Spitze, die erst dem Sozialstaat den Todesstoß versetzten um nun, vor allem Steinbrück tut sich dabei besonders hervor, mit dem Thema soziale Gerechtigkeit Wahlkampf zu machen – sofern zwischen den äußerst üppig dotierten Vortragsterminen noch ein wenig Zeit übrig bleibt. Denn so, wie der Wahlkampf bislang geführt wird, scheint er sich bereits damit abgefunden zu haben, dass er auch fürderhin sein Leben als fahrender Redenschwinger in Diensten von Maschmeyer und als Alleinunterhalter in drittklassigen Sparkassenfilialen auf dem Lande wird fristen müssen…

 

Ähnlich, wie die CDU sich nach links bewegt hat, begab sich die SPD auf die Reise nach rechts, was zur Folge hat, dass sich die beiden „Volks“parteien nun in der politischen „Mitte der Gesellschaft“ gegenseitig auf den Füßen herum trampeln…

 

 

3. die Grünen

 

 

Tja, was ist nur aus ihnen geworden? Einst eine Partei revolutionärer linker Klassenkämpfer, mit bisweilen recht kruden Ansichten, haben sie sich im Laufe der letzten beiden Jahrzehnte zu einer Partei gemausert, die sich manchmal als grüne CDU präsentiert, so pragmatisch und bräsig sind ihre angegrauten Mitglieder mit der Zeit geworden. Revolution? Nicht mit uns!

 

Die einstigen Aushängeschilder, wie zum Beispiel der forsche Joschka Fischer, der beinahe so oft seine Ehefrauen wechselt, wie andere Leute ihre Unterhosen, evolutionierte vom antikapitalistischen Straßenkämpfer zum obersten Lobbyisten und Berater des BMW-Konzerns, von Siemens und ist, auch nicht ganz unterbezahlt, als politischer Repräsentant eines Gas-Konsortiums der Konzerne RWE und OMV tätig! Wer könnte ihm deswegen böse sein? Niemand? Schließlich machen es doch alle Politiker so.

 

Nicht ausgelastet mit der täglichen Arbeit eines Mandatsträgers, völlig unterbezahlt und am Hungertuch nagend, muss jeder sehen wo er bleibt. Und er steht noch in vollem Saft und Kraft, nachdem man ihn als Politiker aussortiert hatte! Da bleibt dann auch mal die hohe Moral, die man von anderen immer einzufordern pflegt, bei sich selber auf der Strecke. Schließlich gehört man zu jenen, die sich durch exorbitante Nebenverdienste in keinerlei Interessenkonflikte treiben lassen!

 

Die linken Utopien, die man an den Grünen so sehr schätzte, und die einen glauben ließen, es gäbe so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit, wenn man nur die richtigen Leute ins Parlament wählte, sie haben sich als Schall und Rauch erwiesen, auch wenn der Rauch auch heute noch bisweilen aus einem Bong zu entströmen scheint. Aber die linken Visionäre, die Utopisten, sie haben schon lange nichts mehr zu sagen in der Partei der Oberlehrer und Besserwisser…

 

 

4. FDP

 

 

Der politische Arm der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten, die alles, was es gibt in den Industrieländern, privatisiert sehen wollen. Nach außen hin das Mäntelchen der Freiheit und ein uringelbes Fähnchen in den Wind zu hängen und hinter den Kulissen das Hohelied des Kapitals zu singen, das sind die beiden Seiten der FDP-Medaille. Unterwandert von Lobbyisten und wirtschaftlichen Interessengruppen, erdreisten sie sich dennoch zu behaupten, sie wahrten die Interessen der Bürger, ja, nicht nur der besserverdienenden Leistungsträger, sondern sogar (man höre und staune) der kleinen Leute. Und um das schwere Los der fleißigen Leiharbeitssklaven und Lohnarbeiter mit Dumpinglöhnen zu erleichtern, versprechen sie frohen Herzens und mit gekreuzten Fingern hinter dem Rücken „mehr Bretto vom Nutto“.

 

Dass dies nur durch „noch weniger Staat“, noch weniger Kontrolle der Wirtschaft und erst Recht durch Entfesselung des Finanzsektors zu erreichen sei, durch „Eigenverantwortung“ der Menschen in diesem Land, versteht sich dabei fast von selbst!

 

Das die FDP offen ist für nahezu jede Kloalition, selbst wenn sie immer wieder das Gegenteil behautet, wenn sie nur mit an den Fleischtöpfen der Macht sitzen darf und also einen für die Größe dieser Splitterpartei absolut ungerechtfertigten Einfluss ausüben möchte, versteht sich von selbst.

 

Derweil hoffen nahezu alle anderen Parteien, außer Muddi´s, dass die FDP mehr als deutlich unter der 5-%-Hürde bleiben möge, denn Muddi benutzt die liberalen gern als Prügelknäblein, um von eigenem Versagen und eigenen Unvermögen abzulenken…

 

 

„Was tun,“ sprach Zeus, (ist man geneigt zu fragen. Doch auch mir fällt derzeit nicht viel mehr ein, als zu antworten) „doch die Götter war´n besoffen!“

 

Willst Du eine Tüte, Alter?

Es ist schon erstaunlich, dass man alle umweltpolitischen Massnahmen (sofern man die Einführung einer Bezahlpflicht für Plastiktüten überhaupt als umweltpolitische Massnahme bezeichnen kann) über den Geldbeutel der Bürger zu steuern versucht.

Ich meine, es wäre sicherlich furchtbar, wenn man die Herstellung, den Handel mit und den Verkauf von Plastiktüten einfach verbieten würde! Die Konzerne allüberall in Europa würden (natürlich völlig zu Unrecht) notleidend, denn die Gewinne aus dem Verkauf der Plastiktüten an die Einzelhändler und von denen an die Kundschaft (ja, sowas gibt es schon) sind märchenhaft! Wo sonst gibt es schon so dämliche Kunden, die dafür, dass sie mit den bunt bedruckten Plastiktüten auch noch Werbung für den Laden machen, in dem sie gerade eingekauft haben, auch noch Geld bezahlen? Außer bei Apple vielleicht?

Die Forderung, Plastiktüten müssten Geld kosten, damit weniger davon auf dem Müll landeten, ist abstrus! Plastiktüten kosten in aller Regel heute schon Geld, das weiss derjenige, der selber einkaufen gehen muss, weil er sich keinen Einkaufsknecht leisten kann, am allerbesten! Aber nichts ist so einfach, als so zu tun, dass man die Umwelt und die Natur schützen möchte und dafür einfach in die Tasche eines anderen zu greifen, wie es die Regierung tut?

Ihr wollt saubere, regenerative Energien, um das Klima zu schützen? Sorry, aber das wird teuer (denn die Energiekonzerne wollen zwar auch weiterhin richtig gut Geld verdienen, aber bitte sehr keinerlei Risiko tragen, oder gar in Netze und anderen Firlefanz investieren!)!

Ihr wollt auch weiterhin Auto fahren? Dann aber bitte schön müsst ihr auch bereit sein, mehr dafür zu bezahlen (Katalysatoren, schwefelarme Spritsorten, effektivere Motoren, die Ksten nehmen kein Ende und wer sich die neueste Technik nicht leisten kann, sorry, der hat eben Pech und muss noch mehr bezahlen, wie z. B. mehr Kraftfahrzeugsteuern, Fahrverbote in Innenstädten und die daraus resultierenden Kosten für die Öffis)!

Ihr wollt keine saubere und sichere Atomenergie? Ja, dann habt ihr ein Problem, denn die Energiekonzerne, die damit jahrzehntelang die dicke Kohle geschaufelt haben, wollen sich nicht an den Kosten für Stilllegung der alten Meiler, den Rückbau und die ebenso sichere Endlagerung der radioaktiven Abfälle beteiligen (das ist schließlich Sache der Kunden, die genauso lange von dieser wunderbaren und unerschöpflichen Energiequelle – jedenfalls was die Einnahmen aus Sicht der Konzerne betrifft – „profitiert“ haben und vor allem des Steuerzahlers!)!

Früher und gelegentlich auch noch heute (allerdings bedeutend seltener, als uns suggeriert wird) pflegte sich „Unternehmertum“ durch eine gewisse Risikobereitschaft auszuzeichnen, die auch ein gewissen Mass an Einkommen rechtfertigte. Wer das Risiko trägt, kann im Zweifelsfall auch alles oder einen großen Teil seines Vermögens verlieren. War er also bereit, dieses Risiko einzugehen, so rechnete er sich eine Erfolgschance aus und wenn er dieses als akzeptabel einschätze, dann konnte er im Falle eines Erfolgs die Früchte sowohl seiner Arbeit, als auch seiner Risikobereitschaft ernten.

Damit ist es allerdings heute vorbei. Man ist zwar bereit Risiken einzugehen und zwar JEDES Risiko, aber keinesfalls die Folgen, falls die Erwartungen sich nicht erfüllen. Dagegen nimmt man (aus garnicht so unerfindlichen Gründen) die Gewinne gerne mit, wie es so schön heisst!

Man hat schließlich noch ein gewichtiges Pfund, mit dem man wuchern kann, wenn man es versteht. Große Banken beispielsweise sind „systemrelevant“, d. h. wenn sie pleite gehen, dann reissen sie ganze Volkswirtschaften, ganze Staaten mit in den Abgrund…sagen sie und jedermann in der Regierung glaubet es gerne! Also rettet man die Banken, hebt drohend den Zeigefinger der Moral und lässt sie weiter machen wie bisher!

Große Konzerne verweisen gerne auf die Zahl ihrer Beschäftigten, die man doch nicht in die Arbeitslosigkeit schicken wolle, egal wie bescheuert sich die Geschäftsführung auch verhalten, wie sehr sie aich auch verkalkuliert haben mag! Denn auch Arbeitslose sind Wähler und wer möcht schon gern tausende von Wählerstimmen riskieren, wenn man doch zumindest nach außen hin den Anschein erwecken kann, man hätte alles nur menschenmögliche getan? Ein Politiker jedenfalls nicht!

Und man darf ja auch nicht vergessen, dass eine politische Karriere nicht ewig dauert. Einmal das Maul zu früh und/oder am falschen Ort aufgerissen und schon kann es vorbei sein. Vielleicht hat man aber auch nur auf´s falsche Pferd gesetzt und plötzlich lässt einen die eigene Seilschaft fallen, wie die sprichwörtliche heisse Kartoffel, dann ist man froh um jeden Konzern, bei dem man es sich zu zeiten von Amt und Würden nicht verdorben hat. Denn wer möchte schon, wenn er erst einmal daran gewpöhnt ist, auf all die vielen kleinen, wenn auch recht unbedeutenden und die eigene unabhängige Meinung keinesfalls beeinflussenden Annehmlichkeiten verzichten, die einem die verschwiegenen Lobbyisten jedweder Couleur zu gewähren pflegen, angefangen von üppigen Buffets mit exostischen Kostbarkeiten, über allerlei elektronischen Schnickschnack, kostengünstig bis kostenfrei für Testzwecke zur Verfügung gestellt, bis hin zum exzessiven Besuch im Puff?

Im vorliegenden Fall dürfen wir einmal mehr davon ausgehen, dass die Bundesregierung, in Form des Bundesumweltamtes und unter der weisen Führung des Jockel Flasbarth, vermutlich mit „massiver Unterstützung“ durch die übergewichtige Gestalt ihres Bundesumweltministers Altmaier, nach dem bewäührten Prinzip des allen Wohl und keinem Wehe (außer dem Steuerzahler vielleicht, nein, sogar ganz sicher!)und unter maßgebendem Einfluss der entsprechenden Lobbyverbände, zwar den Anschein umweltpolitischer Aktivität erwecken möchte, aber dennoch nicht zu viel des Guten will. So werden also auch weiterhin Plastiktüten in ungeheuren Mengen und gegen gute Bezahlung an den Einzelhandel geliefert und von diesen dann (gegen Bares, versteht sich) an den Kunden weiter gegeben werden. Was daran nun wirklich neu sein soll, mag jeder für sich entscheiden. Für mich zeigt dieser Plan jedoch eines ganz klar: Die Bundesregierung hat keine Ahnung von Umweltpolitik (und wie man sich weiter denken kann, auch keinerlei spürbares Interesse), aber davon jede Menge!

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