Abgefahren – wie man uns mit der Maut den Arsch rasieren will!

Und schon geht das Lamento los! Noch nicht eingeführt, streitet man sich schon um die, gleich nach der Erfassung der Kennzeichen für die Maut restlos und sofort gelöschten, Daten (für deren Erhebung natürlich und selbstverständlich die höchsten, nein, die allerhöchsten „Datenschutzstandards“ eingeführt und eingehalten werden!)! Das lässt uns doch sofort vertauensvoll an die Zukunft denken. Ganz genauso, wie man mit höchster Sorgfalt und unter strengstem Datenschutz die Handysignale von Demonstranten, wie Passanten, ungefragt und rücksichtslos nutzt, um schwerste Straftaten aufzuklären (Falschparken zum Beispiel, aber auch Schwarzfahren und die Teilnahme an einer genehmigten Demonstration) tausende und abertausende von Daten aus den Netzen fischt, möchte nun auch der Herr Ziercke zur Verbrechensbekämpfung auf die, noch nicht einmal gesetzlich beschlossenen, Daten der Bundesbürger zugreifen! Und wie man sieht, hat Dobrindt, der scheinbar doch nicht ganz so doof ist, wie er aussieht, mit Vorbedacht auf eine Mautficknette an der Windschutzscheibe eines jeden Fahrzeugs verzichtet und will die Grundlagen dafür schaffen, dass sich die Mautbrücken auf den Autobahnen nun auch richtig bezahlt machen – dadurch nämlich, dass man mit Einführung der sogenannten Maut endlich ein nahezu lückenloses Überwachungsintrument schafft, um Bewegungsprofile aller motorisierten Nutzer erfassen zu können! Und das Schönste daran, es ist auch noch nutzerfinanziert! Man bezahlt also als Autobahnnutzer die Regierung dafür, dass diese einen Konzern damit beauftragt, die Bewegungsdaten der Nutzer (also von einem selbst) zu erfassen und Interessenten (vermutlich hübsch bunt aufbereitet), gegen Entgeld versteht sich, und zeitnah, zur Verfügung stellt! Ich glaube, das nennt man Chuzpe?

Interessant wäre im Zusammenhang mit der Headline des unten zitierten Artikels allerdings zu erfahren, mit was Dobrindt dem Ziercke genau über den Mund gefahren ist! Mit seinem Dienstwagen? Mit einem Lkw in den Übermassen eines Gigaliners? Oder einfach nur mit einem handelsüblichen Kleinwagen? Wie schwer waren Zierckes Verletzungen und, wird er jemals wieder Schwachsinn von sich geben können?

weiterführende Links: 

Werbeanzeigen

1984? War gestern – heute gibt es Amazon und andere Datenkraken!

DAS habe ich mir schon immer gewünscht! Das mir einer Sachen liefert, die ich zwar nicht bestellt habe, aber dafür auch garnicht wollte. Das ist die nächste Stufe des Consumer-Profiling! Schöne neue Welt. Endlich kann ich mir den Arsch abwischen, bevor ich Scheißen war und den Abgang krieg ich auch, bevor ich mir die Mühe machen musste, den Geschlechtsverkehr durchzuführen! Halleluja, fehlt nur noch die Mauterfassungsbrücke des Verkehrsministers in meinem Schlafzimmer, dann kann Herr Dobrinth gleich die Vergnügungssteuer von meinem Konto abbuchen lassen…

weiterführende Links: 

Eulenspiegeleien aus dem bayrischen Filzbad Kreuth

Tja, aus dem gar revolutionären Widerwort gegen den geliebeten Führer Drehhofer wurde ein Furz im Wasserglas – die GailtalerIn zog ihre Einwände nach gekonntem Salto rückwärts zurück und ging sofort auf Linie! Nun ist endlich wieder alles gleichgeschaltet im bayrischen Filzbad Kreuth!

Aus dem großartig angekündigten Zwergenaufstand der SuperministrantIn für Wirtschaft, Energie, Lobbyarbeit und anderen Krempel wurde eine Liebeserklärung an seine Einmaligkeit Horst, den Überflüssigen, Seehofer. Und zu allem Überfluss zeigt auch Dobrinth in Berlin Anstalten, den Amoklauf bayrischer CSU-Granden mit seinen unausgegorenen Vorschlägen zur allgemeinen Autobahnmaut für Ausländer, oder was auch immer das werden soll, zu seinen Gunsten zu entscheiden.

Man übertrifft sich in Bayern gegenseitig an dümmlichem Geschwätz und meint, sich so für die kommenden Kommunal- wie auch Europawahlen qualifizieren zu müssen! Und da ist Populismus eine durchaus nicht zu unterschätzende Allzweckwaffe.

Und dann kommt die AignerIn aus der Tiefe des Raums, wie einstens Uwe Seeler, und versucht sich als bayrisches Waschweiberl einen Namen als KronprinzessIn von Bayern zu machen! Klar, dass das der Vollhorst als Tritt in die Familienjuwelen empfinden musste und so trat er sofort zurück – nicht von seinem Posten als hirntoter Kini, sondern in Gestalt eines Revanchefouls, mit dem er die AgnerIn flott zur Strecke, und natürlich auf Linie brachte!

Nicht mehr als der Theaterdonner bayrischer Provinzpolitiker, die mal kurz Laut geben müssen, damit man weiss, dass sie noch da sind. Schließlich wurden sie bei den K(l)oalitionsverhandlungen arg gerupft und mussten wichtige Ministrantenposten zur Versorgung unnützen Politgezüchts an die Scheinsozialisten von der SPD abtreten!

Wir freuen uns auf weitere bahnbrechende Meldungen aus dem bayrischen Filz!

weiterführende Links: