Pack die Scheisse in den Tank!

War es früher der Tiger, den man in den Tank packen sollte, so sollen es in Zukunft die Ausscheidungsprodukte von E-Coli-Bakterien. Obwohl ich Berichte zu diesem Thema eigentlich nicht mehr hören kann, weil sie immer dann aus der Versenkung auftauchen, wenn es der Wirtschaft schlecht, oder den Ölkonzernen zu gut geht, wenn die Klimapolitik mal wieder in den Arsch zu gehen scheint (schaut euch nur Merkels 180° Wende an, die sie jüngst vollführt hat – von der Jeanne d´Arc des Klimaschutzes zum Klimaschwein in nur 2 Tagen!), weil auf einmal wirtschaftliche Interessen wichtiger als das Überleben der Menschheit auf diesem Planeten sind! In der Berliner rundschau wird Merkel nun von der Grünen Claudia Roth „bleischwerer Lobbyismus“ vorgeworfen und damit hat sie sicher nicht ganz unrecht, wenn man die Argumentation unserer lieben Bundeskanzlerin eitwas genauer betrachtet – sie sagt, dem Klimaschutz dürften keine Jobs geopfert werden und meint damit, die Gewinne der Großindustrie dürfen nicht geschmälert werden, frei nach der Maxime: geht´s den Konzernen gut, geht´s den Arbeitnehmern gut. Ein fataler Trugschluß!

n-tv.de hat einen Artikel unter der Überschrift „Aus dem Darm in den Tank – Bakterien zu Biotreibstoff„. Wenn nur eine dieser Ideen mal praktisch umsetzbar wäre! Aber vermutlich werden solche News lanciert, um ma wieder ein paar Millionen Euro Forschungsgelder locker zu machen und dann hüllt man sich wieder für die nächsten Jahre in vornehmes Schwiegen.

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Versiffte Lebensmittel in Deutschland!

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat die Ergebnisse seiner Lebensmittelkontrollen 2007 veröffentlicht. Fazit: Den Deutschen wird der letzte Dreck als Lebensmittel verkauft und wir essen diesen Mist dann ohne mit der Wimper zu zucken!

In 28.000 Proben wurden krebserregende Stoffe, Bakterien und Fäkalkeime (das muss man sich mal sprichwörtlich auf der Zunge zergehen lassen!) gefunden. 87% der Äpfel weisen Rückstände von „Pflanzenschutzmitteln“ auf, ebenso wie 80% der Tomaten. 54% aller Proben waren sogar mehrfach belastet. Und das was nicht mit Pflanzenschutzmitteln verseucht ist, das hat eine ordentliche Portion Konservierungsstoffe drin, damit auch wirklich jeder sein Fett abkriegt! Aber gebt Euch keinen flaschen Hoffnungen hin. Wenn Ihr das Zeug mit nem kräftigen Schluck aus der Pulle runterspülen wollt, überlegt genau, was Ihr in Euch rein schüttet. Denn 40% der untersuchten Erfrischungsgetränke enthielten Benzol, das krebserregend und keimzellschädigend wirkt! Prost!

Aber es geht noch weiter. Wo wir schon beim Thema sind, FAZ.net schreibt ebenfalls, Obst und Gemüse seien stark belastet. luftgetrockneter Schinken aus Spanien ist mit Insektengift verseucht, Wildschweinfleisch mit dem Blei, dass die fleissigen Jäger mit ihren Flinten in die Tierchen gepumpt haben! Gemüse hat oftmals einen Gehalt an „Pflanzenschutzmitteln“, dass gesundheitliche Gefahren nicht auszuschliessen sind, wie man so schön euphemistisch schreibt! Wegen der hohen Nitratbelastung sollten Kräutertees nicht mehr als „Stilltee“ für Mütter beworben werden. Da geht einem doch echt das Herz auf.

Die sueddeutsche.de hat in einem Artikel unter dem Titel „jede zweite Tomate verseucht“ auch ein paar deutliche Worte gefunden. Wer die Bezeichnungen Bromid, Procymidon und Pyrimethanil hört, sollte nicht denken, es handele sich hier um einen Schutzanstrich für sein Gartenhaus. Weit gefehlt, es sind Pestizide, die in jeder zweiten Tomate zu finden sind und zwar als Teil eines Coktails aus bis zu 72 Giftstoffen! Und weiter im Text. 98% des in Deutschland verkauften Räucherfischs kommt aus dem Baltikum. Die Hälfte dieses Fischs ist mit Benzpyren belastet. Der amtlich bestellte Verbraucherschützer Helmut Tschiersky-Schönburg, seines Zeichens Leiter des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat auch gleich einige passende Empfehlungen parat:

  1. …auf das Verantwortungsbewusstsein der Händler verlassen.
  2. …Deutsche Importeure müssen ihr Qualitätsmanagement verbessern.
  3. …Bioware kaufen!

Na das ist es doch. Wohl dem, der das Geld dazu hat. Alle andern müssen eben weiter den verseuchten Müll in sich rein fressen und hoffen, dass das Verantwortungsbewusstsein der Händler wächst – was für ein Gedanke!

Bakterien erzeugen Diesel und Benzin?

Pünktlich zum Rekordölpreis von 142,- $ für ein Barrel, heben die Journalisten mal wieder die wunderbaren, gentechnisch veränderten Bakterien in ihre Blätter, die aus Pflanzenabfällen auf gar wundersame Weise Diesel und Benzin erzeugen. Warf man früher immer der Bild-Zeitung vor, für jeden passenden und unpassenden Anlass eine alte Geschichte zu aktualisieren und als neueste Nachricht an den Mann oder die Frau zu bringen, scheint dies heute eine vielgeübte Praxis nahezu aller periodisch erscheinenden Zeitschriften zu sein.
Wurde in der letzten Woche noch davor gewarnt, der Ölpreis könne noch in diesem Sommer auf über 170,- $ steigen, sehen Experten des französischen IPP-Öl-Instituts bereits Preise von 300,- $ je Barrel für das Jahr 2015 voraus. Das macht doch wirklich Hoffnung, oder?
Da kommen solche Ideen wie die mit den diesel- und benzinerzeugenden Bakterien gerade recht, um ein paar „Investoren“ mit wenig Ahnung aber einigem an Geld zu einem Investment zu verlocken. Wie sonst ist es zu erklären, dass de „Spiegel-Online“ mit diesem Märchen allein auf weiter Flur steht. Wenn da wirklich was dran wäre, ich könnte mir lebhaft vorstellen, was für ein Schrei der Begeisterung durch den Blätterwald rauschen würde. allen voran die schon erwähnte Bild-Zeitung!
Für alle Leser, die gerne mehr Informationen über das Treiben der Bild und ihren individuellen Umgang mit Datenschutz und der Wahrheit haben wollen, sollten sich mal beim BILDblog einklinken und mit offenem Mund und staunen in den ungläubig geweiteten Augen lesen, wie man „richtig journalistisch arbeitet“, besonders, wenn es mit riesigen Schritten auf die gefürchtete „Saure-Gurken-Zeit“ zugeht!