Umweltschutz ist wichtig für die Deutschen!

Das hatten sie wohl nicht erwartet, die Jungs und Mädels vom Bundesumweltministerium und vom Umweltbundesamt, oder doch? Ich meine, was soll diese Umfrage, ob den Deutschen der Umweltschutz wichtig ist? Umweltschutz ist elementar für das Überleben der Menschheit. Was wäre denn jetzt gewesen, wenn 91% gesagt hätten:“ Umweltschutz? Geht mir doch glatt am Arsch vorbei!“ Den Göttern sei Dank, war es anders herum. 91% finden, Umweltschutz ist wichtig (das meldete dpa am 11.12.2008).

Und obwohl den Menschen in Deutschland der Umweltschutz in der Mehrheit wichtig ist, tut die Regierung so, als hätte sie nicht nur alle Zeit der Welt, um den Klimakollaps zu verhindern, sondern auch gar keine große Lust mehr zur Rettung des Klimas! Leider ist sie in der CDU, die ja genauso wie die CSU einen direkten Draht zum „Lieben Gott“ hat, aber bedauerlicherweise nicht zu Gaia. Sonst könnte sie mal bei unserer Mutter Erde vorsprechen und ihr klar machen, dass die mit der Klimaerwärmung mal schön so lange Pause machen soll, bis die weltweite Finanzkrise überwunden ist!

Wie erfrischend anders geht man da im Moment in den USA zur Sache. Barrack Obama ernennt nicht nur einen ausgewiesenen Klimaspezialisten zum Energieminister, sondern beruft gleich noch einige hochkarätige Wissenschaftler in den Beraterstab des zukünftigen Präsidenten – ebenfalls alles ausgewiesene Spezialisten für´s Klima. Hier scheint man wirklich mal Nägel mit Köpfen…äh…Klimapolitik mit Nägeln…nee, Klimapolitik mit Köpfen und zwar sehr klugen Köpfen machen zu wollen.

Natürlich ist es längst überfällig, dass die USA endlich mal ihren übergewichtigen Arsch bewegen. Viel zu lange haben die Amis Energie verschleudert, als seien sämtliche Reserven nur dazu da, den „Lebensstandard“ der Amerikaner zu halten. Und wie um das zu bestätigen, nimmt der scheidende Präsident Bush die Kraftwerke von der Kontrolle durch die US-Umweltschutzbehörden (Meldung der International Business Times vom 19.12.2008) aus, was den Ausstoß von CO2 betrifft – gut nicht wahr? Aber gegen Dummheit kämpfen selbst die Götter vergebens. Barrack Obama hoffentlich nicht!

Und bis Obama nun im Januar inauguriert ist (…oder wie auch immer das richtig heisst, es ist mir eigentlich auch vollkommen egal…), will sich unsere scheinheilige Klimakanzlerin nun auch nicht einen Millimeter bewegen, weder was die Finanzkrise, noch was den Klimaschutz betrifft.

Als Gerhard Schröder in seinen Zeiten als Kanzler so etwas machte, kreischte die Opposition „er sitze das Problem aus“, während Schröder behauptete, er pflege die „Politik der ruhigen Hand“! Heute ist die Opposition an der Macht und nun ist das Abwarten der Merkel natürlich auch eine Politik der ruhigen Hand (Politik der leeren Hand würde es besser treffen!) und die Opposition spricht wieder vom Aussitzen!

Es wäre ja wirklich unerträglich, wenn man mal diesseits des Atlantik selber eine Entscheidung träfe und diese dann ohne wenn und aber auch umsetzte. Wäre Frau Merkel jetzt ein Mann, würde ich sagen, unser Bundeskanzler hat keine Eier! Aber da ich ein netter Mensch bin und es auch bleiben möchte, obwohl ich mich manchmal schon einer recht deftigen Ausdrucksweise befleißige (das weiss ich natürlich selber), möchte ich den Mantel des Schweigens und der Nächstenliebe über Frau Merkels Eier(…stöcke) breiten.

weiterführende Links:

  • der komplette Text der Pressemitteilung zur Veröffentlichung der Umweltbewußtseinsstudie 2008 (Es wäre nicht schlecht, wenn man genau wüsste, was überhaupt gefragt wurde, aber da schweigt des Sängers Höflichkeit).
  • BMU Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (viele schöne Worte und viel blablabla, aber nicht wirklich was handfestes, brauchbares für die Umwelt, wenn Ihr mich fragt!)
  • Umweltbundesamt (hier gilt dasselbe wie beim BMU, schick gemachte Propagandainstrumente, die eine heile Welt vorgaukeln und dem Betrachter weissmachen wollen, die regierung hätte alles im Griff – auf dem sinkenden Schiff!).

Das Kartell der Zauderer!

Tja so ist das, wenn man Leute an der Regierung hat, die weder vom Tuten und erst recht vom Blasen eine Ahnung haben. Dann passiert das, was jedem Ökonomen die Zornesröte ins Gesicht treibt: zu wenig wird zu spät, zu langsam und an der falschen Stelle getan! Politik der leeren Hand sozusagen! Oder mit leerem Kopf? Der Spiegel Online schreibt am 16.12.2009 unter der Headline „Zweites Konjunkturpaket: Merkels Milliardennachschlag reicht Experten nicht aus„, Top-Ökonomen kritisierten die Straßenbaupläne der Frau Merkel und forderen mehr Hilfen für die Wirtschaft in Form von Steuersenkungen!

Wenn sie auch sonst zu den Ersten gehören, wenn es darum geht den Bürgern immer unverschämter und immer tiefer in die Taschen zu greifen und Gelder, die als Einkommen bereits versteuert wurden, später als Erspartes mit Hilfe der Quellensteuer gleich nochmals abzuschöpfen, so sind sie im Ernstfall die Letzten, die davon irgendwas wieder hergeben wollen – so als sei es nicht das Geld der Steuerzahler, sondern ihr eigenes.

Hat man anderswo schon länger erkannt, dass man Bürger nur dann dazu bringt, mehr Geld auszugeben (und damit die Wirtschaft anzukurbeln!), wenn man ihnen mehr Geld in der Tasche lässt, ist dies in Deutschland offensichtlich noch nicht bis in höchste Regierungskreise vorgedrungen. so muss es nicht wunder nehmen, dass man auf dem Geld der Bürger hockt, wie die Henne auf den Eiern. So entseht aber auch der Eindruck, man raffe in seiner Gier alles an sich, was man nur kriegen kann.

Natürlich macht die Regierung die Bürger dafür verantwortlich, dass wir jahrzehntelang „über unsere Verhältnisse gelebt haben“ und nun müssten wir eben die rechnung dafür bezahlen. Schon richtig, das mit dem über die Verhältnisse leben. Aber das waren die Politiker, die haben das Geld der Bürger aus dem Fenster geschmissen und tun dies bis heute! Und die Wahlversprechungen haben ebenfalls die Politiker gemacht, nicht die Bürger – aber die sollen heute, genauso wie immer in der Vergangenheit die Deppen der Nation sein!

Für uns fallen vielleicht ein paar Brosamen ab, wenn den Großen das Geld mit Schubkarren in den Arsch geschoben wird, wie zum Beispiel die  Kürzung Pendlerpauschale, die kürzlich bemerkenswerterweise vom Bundesverfassungsgericht für gesetzwidrig erklärt wurde (gesetzwidrig – lasst Euch das mal auf der Zunge zergehen! Und wurde von unserer eigenen Regierung „nach eingehender Prüfung“ in Kraft gesetzt). Das dürfte nicht das einzige sein, was in unserem Staat gesetzwidrig läuft. Man braucht nur mal ein Auge, oder auch zwei, auf den Bericht des Bundesrechnungshofes werfen, der die wahnwitzige Verschwendung unserer Steuergelder durch die Politik anprangert – sehr heftig, aber auch sehr wirkungslos!

Ansonsten passiert jetzt erstmal wenig bis garnichts. Merkels Angela hat angekündigt, nun erstmal die Ankunft des Messias im Januar abwarten zu wollen – will sagen die Amtseinführung des Barrack Obama in das Präsidentenamt der Vereinigten Staaten (Zugegeben, auch ich erwarte mir viel von ihm. Aber das darf doch für unsere Politiker  kein Grund sein, erstmal abzuwarten, obwohl niemandem entgangen sein kann, das schnelles Handeln gefragt ist!).

Und zu guter letzt, lässt Merkel es noch richtig krachen, indem sie lauthals verkündet, „die Industrieländer hätten über ihre Verhältnisse gelebt“ Artikel vom 16.12.2009 bei Focus-Online). Da kommt mir doch der Konfirmationskaffee hoch! Nee, Frau Merkel, das hatte ich mir alles ganz anders vorgestellt und dann fällt Ihnen nix besseres ein, als vor der Industrie in die Knie zu gehen und das Hosiannah auf die Co2-Schleudern der Energiekonzerne und die viel zu großen Autos der deutschen „Premiumhersteller“ zu singen? Na aber immerhin schenken Sie den ewiggestrigen Fans deutscher Ingenieurskunst 300 oder 400 € Kraftfahrzeugsteuer. Na wenn das ma die Binnenkonjunktur nich ankurbelt, denn weiss ich auch nich!

Kehrt in den USA endlich Vernunft ein?

Wer in Deutschland einen voller Verzweiflung ausruft: „Wann nimmt die regierung endlich Vernunft an“, der muss damit rechnen, dass man ihm antwortet“Wir sind Beamte, wir dürfen nichts annehmen!“ (und Vernunft am allerwenigsten!)

Nach dem grandiosen Wahlsieg Barrack Obamas bei den Präsidentschaftswahlen in den USA und seinem Versprechen des „Change“, scheint sich aber wirklich etwas zu bewegen.

Während in Deutschland angesichts der Finanzkrise und der sich daran anschließenden Rezession die Aktivitäten der Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kniefall (man könnte auch sagen Kotau!) vor der Industrie und mit der Preisgabe der vielbeschworenen Klimaziele keine rechte Freude aufkommen mag, scheint es Obama mit seinem Wandel wirklich ernst gemeint zu haben. Erstaunlich für einen Politiker! Aber er ist ja angetreten, nicht nur als erster schwarzer Präsident des mächtigsten Landes der Erde, sondern als der erste, der es mit dem Umwelt- und Klimaschutz ernst zu meinen scheint!

Mit der Ernennung des 60 jährigen Steven Chu zum US-Energieminister (Meldung von n-tv.de am 16.12.2009), kommt ein waschechter Nobelpreisträger in die Regierungsmannschaft. Chu, ein Sohn chinesischer Einwanderer, ist Physiker und ein Spezialist für Klimaforschung und regenerative Energien. Das lässt doch hoffen!

Anders als in Europa, wo die Politik wie das Kaninchen auf die Schlange gelähmt in die USA schielt und sich nicht traut eigenständig irgend eine Entscheidung zu treffen, solange der neue Präsident noch nicht das Amt übernommen hat, macht man jenseits des großen Teiches bereits Nägel mit Köpfen. Obama hat erkannt, dass die USA sich aus der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern lösen müss. Auch die Gesellschaft müsse einen anderen Umgang mit Energie lernen – das ist ja immerhin mal etwas, man kann schon sagen, revolutionäres! George Dabbelju Bush währe nie auf solch fortschrittliche Gedanken gekommen, vertritt er doch bis zum heutigen Tage die Auffassung, die ganze Welt sei dazu verpflichtet, den Amerikanern ihren verschwenderischen Lebensstil zu ermöglichen, indem sie den USA die dafür benötigten Energiemengen zur Verfügung zu stellen habe. Und wenn dies nicht nach Wunsch läuft, sei zur „Wahrung der nationalen Sicherheit“ auch der Einsatz von Gewalt gerechtfertigt. Beispiel? Irak! Hier geht es weder um Menschenrechte (die treten die USA hier und woanders selbst mit Füßen!), oder Massenvernichtungswaffen (die hat man nämlich nirgends gefunden!), hier geht es um Öl und Geld, viel Geld! Seit Kriegsbeginn haben die Vereinigten Staaten 160 Milliarden $ in den „Wiederaufbau des zerstörten Irak“ gepumpt – Ergebnis gleich Null, denn nahezu das gesamte Geld landete natürlich in den Taschen amerikanischer Konzerne wie Halliburton (offizielle Homepage des Unternehmens. In dem Artikel bei Wikipedia sieht das Unternehmen nicht ganz so gut aus, wird hier doch deutlich, wie tief die Verquickung zwischen Wirtschaft und Politik in den USA ist).

Das von der noch amtierenden US-Regierung hauptsächlich die Interessen der Öl- und Rüstungsindustrie vertreten werden, mag daran liegen, dass der „Noch-Vizepräsident“ Dick Cheney von 1995 bis 2000 Vorstandsvorsitzender von Halliburton war. Oder ist das alles nur ein Zufall? Vielleicht auch nur üble Nachrede? Schließlich will Cheney immer nur das Beste – für sich und seinen ehemaligen Arbeitgeber!

Welcher Methoden sich Halliburton bei seiner weltweiten Expansion zu bedienen gedenkt, zeigt dieser „nette“ Artikel, den ich bei heise online (vom 12.11.2008) gefunden habe.

weiterführende Links:

  • Halliburton Watch Blog (Kämpft gegen die ungesunde Verquickung von Politik und Wirtschaft in den USA).
  • ASTM Action Solitarite Tiere Monde (Homepage der Organisation ASTM, die nach eigenen Angaben seit 1969 für die wirtschaftliche und soziale Emanzipation der Völker des Südens kämpft!).