Hunger!

Eine der Geißeln der Menschheit ist der Hunger. Weltweit verhungern jeden Tag Menschen, vor allem Kinder in den Ländern der sogenannten Dritten Welt (eine . Die Gründe sind unterschiedlich. Meist hängt die Unterernährung der Bevölkerung eines Landes mit geographischen, meterologischen oder anderen (z. B. logistischen) Bedingungen zusammen, die dafür sorgen, dass nicht genug Nahrung im eigenen Land erzeugt werden, oder die Verteilung vorhandener Nahrungsmittel nicht sichergestellt werden kann. Aber selbst da, wo genug Nahrung vorhanden wäre, kommt es im Zuge der Finanz- und Wirtschaftkrise immer öfter vor, dass Menschen  in Ermangelung eines  ausreichend hohen Einkommens nicht in der Lage sind, die notwendigen Lebensmittel zu kaufen.

Einer der Gründe, warum in den Dritte-Welt-Ländern die Landwirtschaft nicht leistungsfähig genug ist, liegt in der Tatsache begründet, das diese Länder meist in den tropischen Breiten der Erde liegen und entweder von Regenwäldern bedeckt sind, oder aber im Wüstengürtel liegen (der zeichnet sich bekanntermassen durch einen starken Mangel an Niederschlägen und Oberflächenwasser in Form von Seen und Flüssen aus). An und für sich gesehen wäre das kein größeres Problem, wenn nicht die ursprüngliche einheimische Landwirtschaft in diesen Ländern zu großen Teilen von der industriellen westlichen Form der Landwirtschaft verdrängt worden wäre. Zusammen mit den Segnungen der westlichen Medizin und der enormen Geburtenrate in diesen Ländern, ergibt sich eine explosionsartig wachsende Bevölkerung, die mit den herkömmlichen Methoden der Landwirtschaft nicht mehr und mit der industriellen Landwirtschaft nur unter hohem finanziellen Aufwand ernährt werden könnte.

Einheitliches, gentechnisch verändertes Saatgut (von Monsanto, Pioneer, Bayer oder BASF usw.), Kunstdünger, Hochleistungsnutztiere (Rinder, Schweine, Schafe usw.) sowie die dazu notwendigen schweren Maschinen, die leider nicht mit Urin angetrieben werden, sondern mit teurem Dieseltreibstoff. So sieht die industrielle Landwirtschaft aus. Wer sie betreiben will, der braucht viel Geld um all das zu bezahlen.

Weil das Geld nicht vorhanden ist, vergibt man „großzügig“ Kredite an kleine Bauern, die einen großen Teil der Ernte abliefern müssen, um den Kredit zu bezahlen. Fällt die Ernte aus, weil das Wetter nicht mitspielt, oder die Gensaat von Ungeziefer befallen und aufgefressen wird, stehen die Bauern vor den Trümmern ihrer Existenz. Die großen Konzerne können sich dann das ganze Land unter den Nagel reissen und in eigener Regie bearbeiten.

Während die verarmten Bauern dann auf Lebensmittelhilfen angewiesen sind, die aus den reichen Industrieländern stammen wo sie unter Zahlung von Subventionen erzeugt werden (und zwar in solchen Mengen, dass sie dort nicht verbraucht werden können!). D. h. also, die Industrieländer ernähren mit subventionierten Nahrungsmitteln Menschen in den Ländern der Dritten Welt, die wegen des Geschäftsgebahrens der Großkonzerne nicht mehr in der Lage sind, selbst Nahrung in ausreichender Menge anzubauen. Dabei muss erwähnt werden, dass ein guter Teil der sogenannten Entwicklungshilfe, der in die „Entwicklung“ der Landwirtschaft investiert wird, in den Taschen der Großkonzerne landet. Business as usual also!

Man will den Entwicklungsländern nicht wirklich helfen, sonst würde man ihnen helfen, ihre alten landwirtschaftlichen Methoden wieder einzuführen und sie weiter zu entwickeln. Man könnte nachhaltige Landwirtschaft fördern, die sich an den jahrhundertealten Traditionen und Erfahrungen orientiert. Man könnte die Menschen davon überzeugen, dass es sinnvoller ist Permakultursysteme zu schaffen und auch unorthodoxe Methoden der Landwirtschaft einführen, die ohne Dünger und Bodenbearbeitung auskommen (siehe die natürliche Kandwirtschaft des Masanobu Fukuoka). Was macht man jedoch? Man liefert diese armen Menschen einer Technologie aus, die auf der Verschwendung von Energie, dem Einsatz von Maschinen und jeder Menge „Pflanzenschutzmitteln“ beruht und abhängig ist von der Gnade der großen Konzerne!

So hat jeder was davon, nur nicht die Menschen, in den Entwicklungsländern! Letztlich ist alles nur eine Frage des Geldes. Wer keins hat, der hat eben auch nix zu essen. Wenn man es mal aus der Sicht der Konzerne betrachtete, würde man von einem Prozess des „Gesundschrumpfens“ sprechen. Und in dieser Ausdrucksweise findet sich dann nichts menschliches mehr, was einem vielleicht Gewissensbisse verursachen könnte. Genauso machen´s die Konzerne in den Industrieländern, wenn sie Personal abbauen, sie schrumpfen sich gesund – auf Kosten der Menschen. Aber wen interessiert das schon? Shareholder Value, CostCutting, Dividenden, sonst zählt nichts und schon gar kein Menschenleben in den Entwicklungsländern!

Als wäre das noch nicht genug, bauen die Großkonzerne auf dem „erworbenen“ Land dann Palmölplantagen und andere Energiepflanzen an. Würden sie Lebensmittel erzeugen, könnte man dafür noch ein gewisses Verständnis aufbringen. Aber damit ist nicht annähernd so viel Geld zu machen, wie mit „Bio“sprit. Darum haben die Menschen in den betreffenden Ländern einmal mehr Pech gehabt. Und weil das alles immer noch nicht reicht (der Energiehunger der westlichen Industriestaaten ist mit Öl kaum, mit „Bio“sprit garnicht zu stillen), rodet man die letzten Regenwälder – die Lungen unserer Mutter Erde – um noch mehr Platz für Plantagen, Energiepflanzen und Weideflächen für die Rindviecher von McDonalds und Burger King zu schaffen. Wohlgemerkt bringt ja auch das Holz der Regenwälder, die ja sonst „ungenutzt“ (das ist für jeden Konzernmanager ein Graus und für jeden Angehörigen der Holzmafia geradezu unerträglich) in der Gegend herum stehn und nur Platz wegnehmen würden, noch ein paar Euro ein!

Was wir also als „sauberen“ Biosprit in unsere Autos tanken, ist eigentlich das Brot, dass die Menschen in der Dritten Welt essen sollten. Denkt mal drüber nach!

Und während hier die Kinder zu fett sind, streitet man sich darüber, wer das frische Obst und Gemüse bezahlen soll, dass man ihnen kostenlos in der Schule anbieten will („Länder wollen Schulobst nicht zahlen – Bundesrat schickt EU-Projekt in Vermittlungsausschuss“; Artikel auf heute.de vom 10.7.2009). Darum bleiben sie einstweilen erstmal übergewichtig, weil solange niemand die Kosten trägt, gibts nichts und schon garnicht umsonst. Bleibt nur zu hoffen, dass man hier nicht gentechnisch verändertes Obst und Gemüse verteilt, weil vielleicht Monsanto und Konsorten auf die glorreiche Idee kommen, die Aktion zu sponsorn!

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Monsanto auf dem Holzweg?

Es freut mich außerordentlich, mal einen Post ganz nach meinem Geschmack veröffentlichen zu können. Mag sein, dass es nur ein Etappensieg war und es ist nicht anzunehmen, dass Monsanto sich so einfach geschlagen gibt.  Aber ja, es ist so, Monsanto hat seine Klage vor einem Gericht gegen das Verbot der Aussaat  seines Genmais MON810 verloren. Zurecht jubiliert Greenpeace („Gericht bestätigt Gen-Mais-Verbot“, Artikel vom 5.5.09) ob der erstaunlichen Tatsache, dass endlich mal ein Gericht es wagte,

die Umwelt- und Verbraucheranliegen über die Interessen von Industriekonzernen gestellt. Die Entscheidung ist auch ein Erfolg für die Mehrheit der Verbraucher, die den Anbau von Gen-Pflanzen ablehnt!

Auch FAZNET (Niederlage für Monsanto: Gericht bestätigt Genmais-Verbot, Artikel vom 5.5.09) erkennt an, das…

…nach Auffassung der Richter sind jene Gefahren für die Umwelt vorhanden, wie sie das Gentechnikgesetz für ein solches Verbot verlangt. Dazu müssten keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse vorliegen, aus denen diese Gefahren zweifelsfrei herzuleiten seien. Es genüge, so heißt es in dem Beschluss, wenn sich aus neuen oder zusätzlichen Informationen Anhaltspunkte dafür ergäben, dass Menschen oder Tiere geschädigt werden könnten.

Und die unvermeidliche bayrische Wasserpfeife Horst Seehofer, erkennt ein…

„…unübersehbares Signal an den Agrokonzern Monsanto, der ohne Rücksicht auf Interessen der Bevölkerung handelt.“

Das weiss natürlich jeder, der sich ein wenig mit der Materie beschäftigt. Monsanto, die Konzernkrake aus den USA, der seine gierigen Fangarme nach allen landwirtschaftlichen Flächen dieser Erde ausstreckt, hat nicht das geringste Interesse am Wohlergehen der Menschheit und erst recht nicht an der Gesundheit seiner Mitarbeiter. Das haben diese Verbrecher oft genug bewiesen.

Gleichzeitig lobt Seehofer seine Parteifreundin Aigner über den grünen Klee für ihre mutige Entscheidung, wobei er verheimlicht, dass genau diese Ministerin den Anbau der genveränderten Kartoffel Amflora gestattet hat. Warum auch immer. Vielleicht liegts ja daran, dass Amflora das Lieblingskind von BASF ist und die haben ihren Sitz in Deutschland.  Wer ein klein wenig tiefer in die Wunder der bayrischen Logopädie (Artikel auf FAZNET vom 3.5.2009) einsteigen und die wundersame Wandlung des Seehofer Horst vom Saulus (als Landwirtschaftsminister war er ein glühender Verfechter der Gentechnik) zum Paulus (als bayrischer Ministerpräsident kämpft er nun – dank vergeigter Zweidrittelmehrheit – mit messianischem Eifer gegen die Macht der Genkonzerne, die Gentechnik im allgemeinen und den drohenden Machtverlust) in knappen Worten nachvollziehen will, der lese sich den Artikel durch. Man muss schmunzeln, obgleich man kotzen könnte. Hier sieht man, wie „wandlungsfähig“ Politiker doch sind.

Und wieder muss ich den ollen Konrad Adenauer zitieren, denn sein berühmt-berüchtigter Ausspruch ist heute aktueller denn je…

…“wat schert mich mein Jeschwätz von Jestern!“

Was dann dazu führt, dass Aigner ungerührt erst dem Genmais den Halm durchschneidet um keine zwei Wochen später ein Halleluja auf die Genkartoffel Amflora zu singen. Was tut man nicht alles, um die Macht zu behalten? Richtig, alles!

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BASF und die Nachhaltigkeit!

Es ist schon erstaunlich, dass Unternehmen wie BASF überhaupt das Wort Nachhaltigkeit im Munde führen und – ohne mit der Wimper zu zucken – diesen Begriff für das Marketing ihrer gentechnisch veränderten Saaten und der dazugehörogen „Pflanzenschutzmittel“ mißbrauchen.

Auf Gabot.de, einer Gartenbau-Suchmaschine, fand ich diesen kleinen Artikel hier, der unter der Überschrift „BASF auf der Fruit Logistica 2009 in Berlin“ am 20.1.2009 darauf hinweist, was BASF Crop Protection (Protection heisst Schutz und jedem dürfte klar sein, was der Chemie- und Gentechkonzern BASF darunter versteht) mit Nachhaltigkeit meint! Jedenfalls nicht das, was ich als Definition dieses Begriffs bei Wikipedia gefunden habe!

Schaut Euch mal die Homepage von BASF Crop Protection an und beantwortet dann für Euch die Frage, ob das, was Ihr dort findet, irgendwas mit Nachhaltigkeit zu tun haben könnte – außer vielleicht mit nachhaltigen Gewinnen für den Konzern und die Aktionäre? Hier ist nahezu unter jedem Punkt die Rede von „Pflanzenschutzmitteln“, oder der „gedeihlichen“ Zusammenarbeit von BASF und Monsanto beim Vertrieb von fungizid-Saatgutbeize in Sojabohnen,  dem 13. BASF-Bauernmarkt über moderne Landwirtschaft (z. B. wie ein neues „Pflanzenschutzmittel“ entwickelt wird) und Informationen über die „tolle Knolle, also die Kartoffel (die wohl in den Augen der BASF-Wissenschaftler nicht toll genug ist, um nicht noch gentechnisch  verschlimmbessert zu werden) und was auch immer. So sieht Nachhaltigkeit sicher nicht aus! Aber wer hätte aus dieser Richtung was anderes erwartet? Ich nicht und Ihr vermutlich auch nicht.

So bleibt uns nichts weiter übrig, in unserem Bestreben nach einem Verbot von Gentechnik in unserer Nahrung nicht nachzulassen und „denen da oben“ ständig, dauerhaft und damit nachhaltig auf die dreckigen Pfoten zu klopfen, damit sie endlich merken und berücksichtigen, was wir uns wünschen – nämlich keinen Genfrass auf dem Teller!

weiterführende Links:

  • TransGen – Transparenz für Gentechnik bei Lebensmitteln (diese Seite macht auf den ersten Blick einen unabhängigen und kompetenten Eindruck. Liest man allerdings unter Leitlinien und Finanzierung, wer die Seite gesponsort hat, tun sich Abgründe auf und die eben noch vermutete Unabhängigkeit löst sich in Luft auf. Denn hier findet sich das Who is Who der Gentechnik wieder: BASF CropScience, BASF, Dow Agro Sciences, Monsanto Agrar, DuPont/Pioneer Hi-Bred International und Syngenta Agro… soweit also zur Unabhängigkeit!).

Die armen Stromkonzerne!

Da kann einem doch echt das Herz bluten! Die Stromkonzerne wehren sich im Verein mit den Konzernen der Schwerindustrie gegen die fürchterliche Bedrohung durch die einführung von Verschutzungszertifikaten für die CO2-Emission (gegen Geld!), weil sie sonst den Untergang des Abendlandes – also von uns – herauf dräuen sehen! Allen voran die „Klimaretter“ von Vattenfall, schaut mal hier:

Und dann kommt doch wirklich etwas in den Nachrichten hereingeflattert, was mir – gelinde gesagt – die Sprache verschlagen hat. Obwohl ich das ja eigentlich schon immer vermutet und das auch ausgesprochen habe. Die verkaufen uns nicht nur für blöd, die Stromkonzerne, die kassieren auch  noch ohne jeden Grund richtig heftig ab. „Gewinne verdreifacht – Stromkonzerne langen zu“ titelt n-tv.de am 29.12.2009, die netzeitung schreibt ebenfalls am 29.12. 2009 „Grüne kritisieren Energiekonzerne: Strompreiserhöhung nicht gerechtfertigt“ und das fuereinebesserewelt-Blog meldet „Stromkonzerne haben Gewinne mehr als verdreifacht!“.

Weil es nach wie vor ein von der Bundesregierung gestütztes Stromkartell gibt! Wettbewerb auf dem Strommarkt? In weiten Teilen unseres Landes nicht mehr als ein schöner Traum. Seine Glühbirnen ohne den Einsatz von Atomstrom heizen? Mit den großen Konzernen nicht machbar! Die verstehen unter Umwelt-, und insbesondere dem Klimaschutz nämlich ausschließlich den Bau von Atomkraftwerken (Endlagerproblematik nach wie vor ungelöst, aber aus dem Blickwinkel der Atomindustrie wohl auch völlig uninteressant!) – und die Bundesregierung tutet voller Begeisterung ins gleiche Horn und erwartet, dass die dämlichen Wähler den doppelten Salto rückwärts vom „unumkehrbaren Atomausstieg“ hin zum „Klimaschutz durch den massiven Aus- und Neubau von Atomkraftwerken“ einfach hinnehmen und diese „hervorragende politische Arbeit“ bei den nächsten Wahlen auch  noch honorieren – durch Wiederwahl!

Wir können nur hoffen, dass die Halbwertszeit des Wählergedächtnisses in etwa der Halbwertszeit von Plutonium entspricht, dann werden sich Merkel und Co. wohl nach der Wahl einen neuen Job suchen müssen. Aber ich glaube, den haben sie schon so gut wie in der Tasche. Mit ihrer Arbeit zu Gunsten der Konzerne und im Interesse der Industrie, haben sie alles dafür getan, um nach dem Ende ihrer politschen Karrieren einen gut bezahlten und bequemen Posten in irgendeinem Aufsichtsrat irgendeines Großunternehmens zu bekommen – wie sie es sich verdient haben! Zwar schwört ein Bundeskanzler oder Bundesminister, wenn er/sie den Amtseid (Artikel bei Wikipedia) ablegen, er/sie wolle…

…seine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.

Der liebe ehemalige Bundestagspräsident und seit 2005 Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse hat jedoch im Gegensatz zu diesem Eid erklärt, der Amtseid habe keinerlei rechtliche Bedeutung. Gegen eine Verletzung des Amtseides kann nicht juristisch vorgegangen werden!

Bescheidene Frage von mir: „Für was soll dieser Schwachsinn dann eigentlich überhaupt gut sein?“

So muss es einen nicht wundern, wenn sich niemand, aber auch wirklich niemand dazu bemüßigt fühlt, wirklich Schaden vom Deutschen Volk ab zu wenden. Man hat als Politiker wohl schon genug damit zu tun, schaden von sich selbst ab zu wenden und Vorsorge für die Zeit nach der Politik zu treffen. Man sehe sich nur das Beispiel unseres frisch lackierten Altkanzlers Schröder (Artikel bei Wikipedia) an, der als Politiker schon die Geschäfte eingefädelt hat, für die er von dem Konsortium NEGP Company unter Beteiligung von Gazprom (Artikel bei Wikipedia), BASF (Artikel bei Wikipedia) und E.ON (Artikel bei Wikipedia) nun großzügigst bezahlt wird!

Geht es nun um den Emissionshandel mit CO2-Zertifikaten, trifft es – wie man an den Meldungen deutlich sehen kann – wie immer nur die Bedürftigen, die Großkonzerne. Und die Umwelt? Die kann warten! So schnell geht die Welt nicht unter, oder doch? Vielleicht ist die Meldung der netzeitung (29.12.2009 ) „Verschärfte Prognose: Klimakatastrophe beschleunigt sich“ ja auch nichts weiter als Panikmache.

Bildet Euch selber eine Meinung und zieht dann die Konsequenzen. Zieht den Energiekonzernen den Stecker raus! Geht zu einem Ökostrom-Anbieter (Infos dazu findet Ihr hier bei Greenpeace-energy oder beim Ökostromvergleich von Robin Wood!) und zeigt den großkotzigen Managern, die unser Klima und Gaia sehenden Auges ins Verderben treiben, was Ihr von ihnen und ihrem Tun haltet! Nichts!

Jede Krise hat auch ihre Gewinner

Irgendein schlauer Kopf hat einmal gesagt, dass jede noch so große Krise immer auch Potenzial für neue Chancen in sich birgt und dass immer dann, wenn viele Unternehmen und Personen herbe Verluste zu beklagen haben, auch ein paar Gewinner zu finden sind.

Bei Kriegen sind das in der Regel diejenigen – auf beiden Seiten der Front – die die Waffen herstellen. In dieser Finanzkrise, die unsere Welt der Globalisierung zur Zeit bis in die Grundfesten des kapitalistischen Systems erschüttert, heisst der Gewinner Monsanto. nt-v.de berichtet am 08.10.2008 in einem Artikel wie gut es dem Konzern geht, der wegen seiner Umweltschweinereien (Gentechnisch verändertes Saatgut wie der berüchtigte Genmais MON810, Unkrautvernichtungsmittel und sonst noch so allerlei, was zwar gut für die Konzernkassen, aber keinesfalls gut für unsere Mutter Erde ist!) überall bekämpft und kritisiert wird.

Überall, wo mit beispielloser Ignoranz versucht wird, die Interessen der Genkonzerne durchzusetzen, hat Monsanto seine schmutzigen Finger im Spiel. Seit einiger Zeit ist der Konzern sogar eine strategische Partnerschaft mit dem deutschen Chemieriesen BASF eingegangen. Bis 2012 will man gemeinsam einen besonders zähen und gegen Trockenheit immunen Genmais auf den Markt bringen. Da werden die Umweltaktivisten einiges zu tun bekommen, wenn dieses verseuchte Saatgut – nur zu unserem Besten versteht sich – auf deutschen Ackerflächen freigesetzt wird. Jetzt, da sich aller Augen auf die einander überschlagenden Meldungen aus dem Finanzsektor richten, muss besonders auf Gesetze und Verordnungen geachtet werden, die in dem Wust aus Schreckensnachrichten untergehen und so durchs Parlament gewunken werden, ohne dass die Öffentlichkeit Notiz davon nimmt.

Diesen verbrecherischen Chemiekonzernen muss das Handwerk gelegt werden, Wir dürfen nicht zulassen, dass sie diesen wunderbaren Planeten als ihr eigentum betrachten und ebenso alles, was Gaia hervorgebracht hat. Schließt Euch zusammen. Gründet Umweltgruppen, klärt die Menschen auf über die verbrecherischen Aktivitäten dieser Konzerne und bringt ihre Machenschaften ans Licht. Umweltschutz und Menschenrecht müssen immer Vorrang vor dem Kommerz und der Geldgier haben. Zeigt den Genkonzernen die rote Karte!

Amflora, die BASF-Kartoffel!

BASF, der deutsche Chemieriese, der auch im Markt der Gentechnik einer der Global Player sein will, ist ein wenig angesäuert. Seit 1996 verschleppt die EU-Kommission nun nach Ansicht der BASF die Zulassung für die neue Genpracht auf dem Acker. Dagegen will der Konzern nun klagen.
Die EU-Kommission will die ökologischen und gesundheitlichen Risiken der Genknolle Amflora noch einmal durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA prüfen lassen, obwohl diese bereits eine positive Entscheidung getroffen habe. Der Vorgang zeigt überdeutlich, dass sowohl die EU, als auch die Genkonzerne den Wunsch der Verbraucher nach gentechnikfreier Nahrung schlichtweg ignorieren. Sie sind bereit nicht nur die Gesundheit der Menschen, sondern auch die Umwelt und die Natur auf dem Altar des Kommerz zu opfern!
Das es aber hin und wieder sogar Regierungen gibt, die sich von Vernunft leiten lassen, beweist einmal mehr das Beispiel Österreichs, dass die Einfuhr des Gentech-Maises MON863 per Verordnung verboten hat. Dies meldet Greenpeace heute. Bravo kann ich dazu nur sagen!

Gegen Gentechnik!

56 Gegner gentechnisch veränderter Nutzpflanzen sind bei einer Aktion nahe Kitzingen festgenommen worden, als sie einen viertel Hektar Mais zertrampelt und Pflanzen herausgerissen haben. Mit ihren gesetzwidrigen, moralisch aber durchaus zu akzeptierenden Handlungen, wollten die Gegner der Gentechnik auf die Umweltgefahren aufmerksam zu machen, die durch solche Freilandfelder drohen.
Wer will denn verhindern, dass der Pollen von Genmais durch Insekten oder den Wind auf andere, gentechnikfreie Pflanzen übertragen wird und diese so verseuchen? Wer weiß, was geschieht, wenn sich Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen ungehindert in der Natur verbreitet? Kann irgendjemand ruhigen Gewissens behaupten, genveränderte Pflanzen hätten absolut keine negativen Auswirkungen auf Mensch und Tier, die sich von ihnen ernähren müssen? Nur weil man noch keine Beweise dafür hat, heißt das noch lange nicht,dass es sie nicht gibt.
Man muss schon danach suchen wollen, um so etwas heraus zu finden. Aber das liegt natürlich keinesfalls im Interesse der großen Gentech-Unternehmen, die mit ihren Produkten nicht nur richtig viel Geld verdienen, sondern auch die Ernährung der Menschen und die Bauern kontrollieren. Schließlich sind die Genpflanzen bewusst darauf hin gezüchtet worden, dass sie nur degenerierten Samen hervorbringen, um es den Bauern unmöglich zu machen, selbst Saatgut zu gewinnen. So müssen sie jedes Jahr aufs Neue das Saatgut bei den Gentech-Unternehmen für teures Geld kaufen.
Die oben genannte Aktion ist nicht die einzige, die in der letzten Zeit abgelaufen ist. Bereits am 22.6.2008 hatten Umweltaktivisten ein Versuchsfeld der BASF bei Ludwigshafen zerstört.
Wie unbefangen Mitarbeiter von BASF Plant Science über genveränderte Pflanzen denken. und reden könnt Ihr diesem Interview entnehmen, dass in der TAZ unter dem Titel „Ich würde reinbeißen“ (ich übrigens nicht!) erschienen ist. Ob der Verbraucher solche Produkte will oder nicht, interessiert nur am Rande. Wenn nicht hier, dann eben woanders und wenn Pflanzen durch ihre gentechnisch veränderten Artgenossen (kann man das überhaupt so sagen?) verseucht werden, dann ist das für diese Leute genauso wenig ein Problem, denn man ist „ziemlich sicher, das keine Gefahren bestehen“. Ebenso unbeschwert gibt man zu, dass Gentechnik das Ernährungsproblem nicht wird lösen können! Also muss ich mich schon fragen: „Was soll der Scheiß dann?“ Und ich kann auch gleich die Antwort darauf geben: „Der Zweck (in diesem Fall der Gewinn!) heiligt die Mittel!“
Wer also auch in Zukunft nicht mit Gentechnikfrass gemästet werden will, womöglich ohne es zu wissen, der soll, der muss heute etwas dagegen tun! Macht Euren Mund auf und sagt der Industrie was Ihr wollt und was Ihr nicht wollt! Informiert Euch und informiert Andere! Niemand soll sagen können, er habe von nichts gewusst!
Woher der Wind weht, konnte man schon 1999 dem Spiegel-Artikel „Monsantos Vietnam“ entnehmen. Damals waren 25% der Maisernte aus gentechnisch verändertem Saatgut entstanden, sowie 36% der Sojabohnen- und 45% der Baumwollernte in den USA. Monsanto ist übrigens eines der großen Gentech-Unternehmen und wem bei dem verlinkten Wikipedia-Artikel noch nicht übel genug geworden ist, dem sei die Homepage von Monsanto Deutschland ans Herz gelegt.
Ein weiterer Gentech-Spezie ist DuPont, einer der größten Chemiekonzerne weltweit, dessen breitgefächerte Angebotspalette an Giften für die Landwirtschaft Ihr unter der Website der deutschen Niederlassung verlinkt findet. wer sich die US-Homepage mal genauer ansieht, wird unschwer erkennen, dass DuPont eigentlich nur das „Wohl der Menschheit“ (Vorsicht Sarkasmus!) im Auge hat und vermutlich auf Grund seiner „äußerst sozialen Einstellung gegenüber den Bedürftigen dieser Welt“ (Achtung hier wird gerade Häme ausgeschüttet!) bald den Friedensnobelpreis verliehen bekommt!
Aber weiter im Text.
Wer mal sehen möchte, was Bayer CropScience unter Pflanzenschutz versteht, wird sehr erstaunt sein, dass die Lösung der Probleme der Menschheit eigentlich so einfach, so banal ist. Man braucht nur die Gifte dieses Unternehmens einzusetzen und schon muss keiner mehr hungern und frieren auf dieser Welt! Zu Eurer Information sei noch angemerkt, Bayer CropScience wird für das Absterben mehrerer Tausend Bienenvölker in Süddeutschland gemacht. Zwar hat das Unternehmen sich bereit erklärt Schadenersatz zu leisten, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass man mit schädlichen Einflüssen auf die Umwelt in jeder Beziehung eher lax umgeht!
Wer heute noch der Meinung ist, Gentechnik ist ja zumindest für die Lebensmittel in unseren Breiten kennzeichnungspflichtig oder gar verboten, der sollte sich mal die Artikel „Gentechnik aus dem Regal“ und „Gentechnik in tierischen Produkten“ auf GEO.de durchlesen. Man kaum glauben, wie egal den Konzernen die Meinung und die Wünsche der Verbraucher sind!
Hiermit möchte ich es erst einmal bewenden lassen. Macht Euch selbst ein Bild von der „schönen neuen Welt“, welche die Pharma-, Chemie- und Gentech-Unternehmen für uns erschaffen wollen, wenn wir bereit und in der Lage sind dafür zu bezahlen. Sonst……….naja, Pech gehabt eben, wie man in weiten Teilen der sogenannten Dritten Welt sieht!