Der Bauernkrieg!

Gewöhnlich sieht man die Bauern in unserem Lande ja gern als ein unzeitgemäßes Relikt einer alten Zeit, das nur noch am Subventionstropf der Bundesregierung und der EU hängt. Da gibt es die konventionellen Bauern, die mit Macht an den „überlieferten“ Anbaumethoden festhalten (riesige Maschinen, viel Energieeinsatz, ordentlich Kunstdünger und noch mehr Pestizide…), oder aber die anderen, die nahezu sektiererisch mit natürlichem Landbau oder gar Permakultur experimentieren. Aber eines haben sie gemeinsam – die Hoffnung, die Atomkonzerne in ihre Schranken zu weisen und am Ende aus unserem Lande zu jagen!

Und sie haben ganz schön was zu bieten, unsere Bauern und Bäuerinnen, doch seht selbst

Sie kämpfen nicht nur für ihr eiogenes Land, sondern auch für die Menschen in Deutschland und für eine lebenswerte und gesunde Zukunft, ohne die latente Angst vor radioaktiver Strahlung, die man nicht riecht, nicht sieht, nicht schmeckt, aber die furchtbare Krankheiten auslöst. Besonders die Bauern des Wendlands, deren Heimat von der Bundesregierung und den Atomkonzernen zum Paradies der Endlagerfetischisten erkoren wurde, sind mit großem Eifer und vorbildlich motiviert bei der Sache – eine verlässliche Stütze für diejenigen, die sich ebenfalls dem Kampf gegen die atomare Idiotie widmen.

Wo immer es gegen die Atomkraft zu demonstrieren gilt, sind sie dabei und rollen mit ihren Treckern an

Nachdem das Interesse der Naturschützer an der Problematik seit Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre nachließ weil der „unumkehrbare Atomausstieg “ proklamiert worden war, steht nun eine Renaissance des Anitatomkampfes bevor. Die Bauern und mit ihnen immer mehr Menschen aus den Städten wollen sich nicht mehr einfach von den Interessen der Atomindustrie und deren gekaufter Politiker überrollen und bevormunden lassen. Die Protestwelle wächst erneut mächtig an

Vielleicht wird aus dem belächelten Widerstand im Wendland eine gewaltige Woge, ein Tsunami der Empörung, der den Verantwortlichen ein für allemal klar macht, woher der Wind (diese wunderbare regenerierbare Energiequelle) weht. Die Menschen auf den Strassen und in den Städten, die Bauern auf dem Land, sie alle wissen, dass man radioaktiven Müll nicht zehntausende von Jahren „sicher endlagern“ kann. In den bis heute als „sicher“ geltenden Salzstöcken von Asse II und in Gorleben, funktionierte die Endlagerung noch nicht einmal 30 Jahre reibungslos!

Bezeichnenderweise wollen ausgerechnet die Bundesländer, die am eifrigsten der Atomlobby in die rosaroten Arschlöcher kriechen, unter keinen Umständen ein Atomendlager auf ihrem Gebiet dulden. Dabei sind deren Gebirgsstöcke mindestens so „sicher“ wie die Asse II oder Gorleben! Ich kann jeden verstehen, der ein ungutes Gefühl hat, wenn er auf oder in unmittelbarer Nähe eines solchen Endlagers leben muss. Darum erkläre ich mich hier und heute solidarisch mit den Demonstranten gegen die Nutzung der Atomkraft

Auch an meinem Haus fährt der Castor hin und wieder vorbei auf seinem Weg durch Deutschland, kurz nachdem er die deutsch-französische Grenze bei Wörth passiert hat. Jedesmal hoffe ich inständig, es möge das letzte Mal gewesen sein.

Steht auf gegen das Unrecht und den Wahnsinn der Atomkraft! Tretet ein für das Recht der Menschen auf eine saubere, lebenswerte und gesunde Umwelt, ohne gefährliche Strahlung!

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Neues vom Gen-Mais MON810

wer gedacht hat, mit einem Verbot von gentechnisch veränderten Pflanzen, wie z. B. MON810 von Monsanto, sei es getan, und dem Umweltschutz damit Genüge getan, der hat sich aber so was von geirrt! Greenpeace berichtet in einem Artikel vom 15.08.2008 unter der Headline „Maissaatgut von illegalem Gen-Mais verunreinigt“.
Bei den betreffenden Gen-Maissorten handelt es sich allerdings um Bt11 und Herculex (DAS-59122-7) die von den Genkonzernen Syngenta und Pioneer hergestellt werden. Wie ernst die Hersteller von Genpflanzen und die von ihnen gekauften Bauern die Anbauverbote von Regierungen in Wirklichkeit nehmen, zeigt schon die Tatsache, dass auch nbicht zugelassene Sorten sogar in Deutschland angebaut werden (natürlich müssen diese bei Entdeckung vernichtet werden, aber wer garantiert denn, dass diese in jedem Falle entdeckt werden?).
Jetzt könnte man freilich die Vermutung äußern, dass Saatgut bewusst mit solchen verbotenen Sorten angereichert wird, um deren Ausbreitung zu fördern, quasi als eine Art gigantischer Freilandversuch. Wenn dann die gentechnisch veränderten Sorten erstmal freigesetzt sind, kann man sie sowieso kaum noch eindämmen und dann gibt es auch keinenGrund mehr, die Verbote aufrecht zu erhalten.
Von 438 in Deutschland unterscuhten Mais-Proben waren 9 mit genmanipulierten Organismen verunreinigt! Ist das nicht wunderbar? Jeder macht was er will und die Umweltschützer kämpfen nicht nur gegen die Windmühlenflügel der Genkonzerne, sondern auch noch gegen die Dummheit und Leichtgläubigkeit der Behörden – in allen Ländern!

Das Leben findet immer einen Weg!

Dieses Zitat aus dem Film Jurassic Park fiel mir sofort ein, als ich diesen Artikel in den Yahoo-Nachrichten fand. Es ist schon fantastisch, was so ein Samenkorn für eine Kraft, was für eine Energie in sich birgt und das über einen so langen Zeitraum hinweg.
Die Samen waren von Archäologen in den 1960er Jahren in der Wüstenfestung Massada gefunden und 2005 gepflanzt worden. Von den drei gesetzten Samen keimte einer und wuchs zu einer Dattelpalme heran. Vielleicht lässt sich so eine Dattelpalmenart wiederbeleben, die es schon lange nicht mehr gibt. Angeblich handelte es sich um eine Heilpflanze, die gegen Tumoren und Infektionen eingesetzt wurde. Man wird sehen, was dran ist.
Dieser Palmenart ist erging es, wie es vielen Hunderten oder gar Tausenden von Nutzpflanzenarten ergangen ist. Sie kam aus irgendwelchen Gründen aus der „Mode“, ihre Bestände wurden zerstört, ihr Genmaterial ging in Neuzüchtungen unter, die vielleicht gezüchtet worden waren, um neue und ertragreichere Sorten zu erhalten.
Das war die Krux aller Sorten, die quasi als Weltkulturerbe von unseren Vorfahren auf uns überkommen sind, dass sie nämlich zwar sehr robust und an spezielle geographische und meteorologische Bedingungen angepasst waren. Das machte sie zwar für einfache Bauern interessant und überlebenswichtig, aber gleichzeitig unrentabel für die industrielle Landwirtschaft. Konnte man früher die alten Getreidesorten praktisch ohne Pflug aussäen, war dies mit den neugezüchteten Hybridsorten nicht mehr möglich. So kamen die alten Sorten aus der Mode und heute sind es nur mehr einige wenige – ich nenne sie jetzt ohne bösen Willen unverbesserliche – Bauern, die diese alten Sorten erhalten und dafür sorgen, dass deren Genmaterial der Menschheit nicht verloren geht.

Nochmal Bayer!

Im Waldblog habe ich diesen interessanten Artikel über die Machenschaften des Bayer CropScience-Konzerns in enger Zusammenarbeit mit der Daimler AG und dem US-Unternehmen Archer Daniels Midland Company (ADM) in Indien gefunden. Mit Hilfe von Knebelverträgen bindet man Bauern an sich und zwingt sie zum Anbau des Jatropha-Strauches, aus dem dann Biodiesel gewonnen werden soll.
Das Prinzip ist bekannt, es funktioniert beim Anbau von gentechnisch verändertem Mais in Ländern der Dritten Welt genauso => Bauern abhängig machen, zur Abnahme von Saatgut, „Pflanzenschutzmitteln“ und Dünger per Vertrag verpflichten und die satten Gewinne selber einstecken. So macht man Geschäfte heutzutage.

Die Natur als Grundlage eines neuen Glaubens

Betrachtet man die Kulturgeschichte des Abendlandes, so fällt einem sofort der prägende gewaltsame Einfluss des Christentums auf, welches über Jahrhunderte hinweg danach strebte, jeden wissenschaftlichen Fortschritt, jede philosophische Erkenntnis, die im Widerspruch zu ihren Dogmen stand, zu unterdrücken und auszurotten. Dazu war den Christen jedes Mittel recht. Als die Scheiterhaufen zu brennen begannen, versank Europa im finsteren Mittelalter, aus dem es erst Jahrhunderte später langsam erwachte.
Millionen Menschen hatten ihren Widerstand gegen den Allmachtsanspruch der Kirche mit dem Leben bezahlt, waren grausam gefoltert, verbrannt, ertränkt und geköpft worden. Menschen, die über Naturwissen verfügten, überwiegend Frauen, wurden verfolgt und vernichtet, um ihr Wissen auszurotten, denn die Kirche vertrat die Ansicht, es sei besser Krankheiten durch Gebete zu heilen, als durch wirksame Arzneien. Das Volk, die Bauern, lebten in Dreck und Armut, während die Kleriker in ihren Klöstern in Saus und Braus lebten, sich an Kunst, Kultur und Luxus ergötzten und sich die besten Ärzte der damaligen Zeit hielten. So wundert es nicht, dass die Lebenserwartung der gebildeten Schichten nahezu doppelt so hoch war, wie die der einfachen Leute, die bei ca. 35 Jahren lag.