Jenseits aller Realität – der Blatter Sepp!

Wie soeben von der Zürcher Kantonspolizei mitgeteilt wurde, ist am Hauptbahnhof ein verwirrter Greis aufgegriffen worden, der von sich behauptete, Sepp Blatter zu sein. Der orientierungslose alte Mann sei auf Bahnsteig 1 herum gelaufen, habe laut geweint und immer wieder ausgerufen, er sei der Papst und der Herrgott des Weltfußballs. Dabei habe er Gelscheine um sich geschmissen, die er zwei schweren Aktentaschen entnahm. Ersten Ermittlungen zufolge sollen die beiden mitgeführten Taschen voller Bargeld gewesen sein, welches die Entlohnung für die jahrelange Beratungstätigkeit eines „sehr guten Freundes“ sei, so der alte Mann. Als der Alte allerdings anfing sich selbst ins Gesicht zu schlagen und den Kopf gegen die Wand zu hämmern, sahen sich die besorgten Beamten gezwungen, das psychiatrische Notfallteam der Uniklinik Zürich/Klöten anzufordern, die den hilflosen Alten in eine elegante weiße Jacke mit schicken langen Ärmeln hüllte, um eine Unterkühlung zu verhindern und ihn in die Klinik zur Fifa-Sitzung zu bringen. Wie weiter verlautbarte, soll der Alte nun für die nächsten zwanzig Jahre unter ärztliche Aufsicht gestellt werden, bis sich sowohl sein geistiger, als auch körperlicher Zustand soweit gebessert habe, dass er erneut für das Präsidentenamt der Fifa kandidieren könne…

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Weihnachtsmärchen oder Fußballfans Alptraum?

Acht Jahre? Acht Jahre nur? Was sind schon acht Jahre? Und fuffzigtausden schweizer Fränkli „Strafe“ für den Blattern-Josef? Naja okay, wahrscheinlich gilt er dann wieder als unbelastet und kann voller Frohsinn und Selbstvertrauen einer weiteren Amtszeit als Fifa-Präservativ ins trübe Auge blicken. Und der Depardieu-Verschnitt Platini, der in der atemberaubenden Aura von Blatters unrasierten Achselhöhlen aufgezogen wurde, ist in acht Jährchen quasi noch immer ein Jüngling mit zwar schütterer werdendem, aber doch immer noch recht lockigem Haar! Und mal ganz im Ernst. Muss es uns wirklich interessieren, welcher der Fifa-Herren nun für die Vergabe der WM 3279 nach Bhutan und der Mongolei bestochen wird? Na also…

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Der Drecksack mit dem Heil´genschein!

In Bayern ist dieser Drecksack ja schon lange eine Ikone und die von ihm eingeführte bayrische Filzwirtschaft, die Filzokratie, die vom Geben, vor allem aber vom Nehmen lebt und die Seilschaften, die sich durch alle Hierarchien auf allen politischen und kommunalen Ebenen ziehen, wie der Rote Faden durch einen guten Krimi, ist heute die tragende Staatsideologie im Freistaat! Es täte mich nicht wundern, wenn sich nun noch jemand findet, der ihm Kontakte zu den Widerständlern während der Nazizeit nachsagt und diese dann auch gleich schlüssig beweist. Denn sowa macht sich in den Lobhudeleien immer gut. Gleichwohl die Politik der CSU nicht nur seit Strauß einen großen Unterschied zur Naziideologie nicht wirklich erkennen lässt. Das mag wohl daran liegen, dass viele gestandene Wendenazis nach der Kapitulation flugs fromm wurden und sich unter den schwarzen Kutten der ehrwürdigen CSU verbargen, genauso wie unter jenen der Schwesterpartei CDU. Und weil wir so schön dabei sind, waren auch Nazis in der SPD (aber deutlich weniger) und in der FDP vertreten (deutlich mehr), was dazu führte, dass durch das langsame Einsickern braunen Gedankenguts in die sogenannte Mitte der Gesellschaft diese verbrecherische Ideologie immer merh akzeptiert wurde., wenn auch in verbal leicht abgewandelter Form und verpackt in so etwas wie Sozialdarwinismus 2.0!
Ist es von Belang, ob er ein Verräter war und ein US-Agent? Ich glaube nicht, denn ihm ging es darum, was für ihn dabei heraus sprang. Und wäre der Preis hoch genug gewesen, er hätte seine eigene Großmutter in die Sowjetunion verkauft! So aber wurde immer der Eindruck eines echten deutschen Patrioten erweckt, dem nichts ferner lag, als Verrat, Hinterlist und Unaufrichtigkeit! In Wahrheit war er ein Charakterschwein ohnegleichen! Und seine Nachfolger, großgezogen und „ausgebildet“ unter seiner Ägide, sind um keinen Deut besser. Vielleicht nicht ganz so intelligent. Das trifft besonders auf den guten alten Stoiber Ede zu, der ganz sicher nicht so intelligent war und ist, wie sein einstiger Chef! Aber große Männer, selbst oder gerade dann, wenn sie Haderlumpen und Drecksäcke sind, umgeben sich gern mit Versagern und Arschlöchern. Dann wirken sie noch größer, noch imposanter…ähm…noch drecksäckiger und das wiederum ist absolut typisch für ihn gewesen, Franz-Josef Strauß, den Schutzpatron der Waffenhändler und Rüstungslobbyisten.

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Knapp daneben ist auch vorbei!

Na das kann man doch als echte humanitäre Kriegführung bezeichnen. Flinten, aus denen kein abgefeuerter Schuss den Feind trifft? Die Frage ist nur, wer wurde alles bestochen, damit die Bundeswehr diesen Mist einst für gut befunden und dann auch noch für teures Geld gekauft hat? Wen darf man denn nun mit den Ohren an die Wand tackern? Ach und mir wird auch so langsam klar, wieso der Hersteller dieses teuren Schrotts gleich zu Anfang so dünnhäutig reagierte und von Rufschädigung sprach. Laut neuesten Informationen verfügte der Hersteller Heckler & Koch über die Software, die es ihm ermöglichte, seine eigenen Flinten als „geprüft“ und damit abgenommen zu kennzeichnen! Das gibt dem ganzen Vorgang dann schon eine etwas pikantere Note!

Natürlich ist dieses Debakel nur ein einziger Tiefpunkt in einer ganzen Reihe von Rüstungsskandalen, die sich wie Perlen auf einer Schnur aufreihen, seit die Bundeswehr nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Taufe gehoben wurde.

Immer war Bestechung, Korruption und jede Menge kriminelle Energie im Spiel und wir alle erinnern uns noch mit Grausen an den Skandal um die Starfighterbeschaffung durch den damaligen Verteidigungsminister Franz Josef Strauß, einen der größten und vermutlich gerade darum in Bayern beinahe schon heilig gesprochenen  korrupten Ikone bayrischer Allmachtsphantasien!

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Die scheinheilige Jule aus der Ukraine

Hmm, um die jammernde Jule aus der Ukraine reisst sich das bundespolitische Deutschland, als scheine ihr die Sonne aus dem parfümierten Arsch. Aber halb verhungerte und vor den Küsten Europas absaufende Flüchtlinge aus Eritrea oder Somalia, Syrien und woher sonst noch, die kriegen einen saftigen Tritt in den schwarzen Arsch! Das ist dann also Gerechtigkeit???

Bei allem Respekt muss ich zu diesem Thema anmerkeln, dass es sich bei Julija Timoschenko nicht um irgendeine arme verfolgte politische Aktivistin handelt, sondern um eine schwerreiche Oligarchin, die ihr Vermögen mit Praktiken erworben hat, die man gelinde gesagt als durchaus zweifelhaft bezeichnen kann. Auch ihre politische Arbeit als stellv. Ministerpräsidentin und später als Ministerpräsidentin ist nicht ganz frei von Kritik.

Aus irgendeinem für mich nicht nachvollziehbaren Grunde, machte man sie nach ihrer Festnahme und Verurteilung wegen Korruption, Bestechung, Amtsmissbrauch während ihrer Amtszeit plötzlich zur Märtyrerin der demokratischen Bewegung der Ukraine! Das Bemühen um ihre Freilassung aus der Haft und das Drängen auf ihre Ausreise zur Behandlung ihrer Rückenbeschwerden in Deutschland, gerieten zu einer regelrechten Farce, als die EU ein Freihandelsabkommen mit der Ukraine nicht unterzeichnete, was u. a. mit der Inhaftierung Timoschenkos begründet wurde!

Nun ja, der Einsatz westlicher Demokratien für politisch Verfolgte überall in der Welt ist sicher zu begrüßen. Eine Frage ist jedoch, ob das ausgerechnet bei denjenigen der Fall sein muss, die a.) ein ungeheures Vermögen besitzen, das sie auf mehr oder weniger zweifelhafte Weise erworben haben und b.) unter Bedingungen inhaftiert sind, die in keiner Weise mit denen zu vergleichen sind, denen nicht prominente Widerstandkämpfer ausgesetzt sind?

Was verspricht man sich von einer Frau Timoschenko in bundesrepublikanischen Exil? Sicher kann sie sich aus den ihr immer noch verbliebenen Vermögenswerten durchaus selbst unterhalten. Aber ich habe keine Zweifel, dass sich hier, im Güldenen Westen, genug gönnerhafte Sponsoren finden lassen, die ihr das Leben noch weiter versüßen möchten.

Hingegen ist es schon ziemlich lästig, wenn man diese asylsuchenden Wirtschaftsflüchtlinge aus aller Herren Länder erst von den vor unseren Küsten absaufenden Seelenverkäufern retten und dann auch noch medizinisch versorgen und unterhalten muss!  Da ist so ein zerbrechliches blondes Muttchen schon sehr viel angenehmer, von dem man sich vielleicht später einmal ein gewisses Maß an Dankbarkeit erhoffen kann, wenn es (unter geänderten Vorzeichen) irgendwann einmal wieder in ihre Heimat zurück kehren kann…oder auch nicht!

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Inhaftierte Oppositionspolitikerin: Ukraine will Timoschenko ausreisen lassen (Artikel auf Spiegel Online vom 17.10.2013)

Korrupt! Korrupt! Korrupt!

Wie wird man eigentlich so ein richtiges Schwein in der Politik? Korrupt, käuflich, bestechlich? Beginnt das schon, wenn man in die Politik einsteigt? Beginnt es, wenn man das Studium beginnt, oder seine Berufsausbildung? Ist es eine Frage der Werte, die keiner mahr hat, von denen aber alle reden? Ist Korrumpierbarkeit abhängig von politischer Gesinnung? Gibt es politische Einstellungen, die der Korruption weniger ablehnend gegenüber stehen und wenn ja, warum dürfen die dann in der Politik überhaupt aktiv sein? Warum, so frage ich mich, wundert sich sich Politik, edel und gut, wie sie nun mal ist, über die Politikverdrossenheit und ist es nicht doch mal Zeit für eine Revolution und einen kompletten Neuanfang???

Oder gibt es die Möglichkeit, dass sich Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, ja auch und besonders die Wirtschaft, aus sich selbst heraus erneuern können?

Zwei Herzen schlage, ach, in meiner Hühnerbrust! Das eine ist dankbar für die Freiheit, die uns nach dem Zweiten Weltkrieg geschenkt wurde, für eine Kindheit im Wirtschaftswunder in einer Fanilie, die von einer liebevollen, manchmal etwas überforderten, Mutter versorgt und zusammen gehalten wurde. Für einen treusorgenden, wenn auch bisweilen recht strengen, Vater, der alles tat, weas in seinen Kräften stand, um seiner Familie ein relativ sorgenfreies Leben zu ermöglichen.

Meine lieben Eltern haben mir beigebracht, was es heisst, ehrlich zu sein, zu seinem Wort zu stehen, niemanden zu betrügen und keine Gewalt auszuüben (obwohl letzteres in der Pubertät nicht immer einfach war und zwischendurch vergessen wurde!).

Gibt es das heute nicht mehr? Werden die Werte, auf die sich die Politik bezieht heutzutage durch das Privatfernsehen bestimmt? Heissen die Werte heute konsumieren um jeden Preis, Fast-Food-Fressen, soviel wie reingeht und schau immer dort zuerst, wo´s warm raus kommt, und sei es nur ein warmer Mastdarm?

Das Geld regiert nicht nur die einzelnen Länder, es regiert die ganze Welt! Wer kein Geld hat, ist nichts wert in diesem kapitalistischen System! Aber niemand unternimmt ernsthaft etwas gegen diese Entwicklungen – weil die gesamte Gesellschaft mittlerweile so korrupt und käuflich ist, dass sich überhaupt kein Mensch darüber noch Gedanken macht.

Aber weiterhin beherrschren hehre, warme Worte das politische Tagesgeschäft, obwohl jeder, der sich dafür interessiert, weiss, dass hinter den Kulissen ein Hauen und Stechen um die Fleischtöpfe der Macht stattfindet. Und weil es damit noch lange nicht genug ist, wechseln die Politiker nach ihrer Karriere in Amt und „Würden“ schneller in eine üppig dotierte Position in der Privatwirtschaft, als ein gewöhnlicher Sterblicher seine Unterhosen zu wechseln vermag!

Und dann will man uns allen Ernstes einreden, dies sei nur den ausgezeichneten Qualifikationen des Politikers zu verdanken und nicht seinen Kontakten, seinen Netzwerken und seinem Einfluss, den er zgunsten seines neuen Jobs geltend machen könnte? Sehen wir wirklich so dämlich aus?

Es gibt nicht den Willen in unserem Land, sich gegen diese Entwicklungen ernsthaft einzusetzen. Von keiner Seite! Aber was soll man auch erwarten von einer Politik, bei der alle Parteien vom Kapitalis- und Lobbyismus profitieren, die also aus naheliegenden Gründen kein Interesse daran haben können, dieses System abzuschaffen? Und was soll man erwarten von einer Bevölkerung, die ihren geistigen Horizont am Niveau der Sendungen privater Fernsehsender ausrichten und die Bedeutung ihrer unscheinbaren Existenz nicht daran gemessen sehen wollen, welchen Wert sie für die Gesellschaft haben (und sei es auch nur ein ideeller Wert!), als vielmehr am „Erfolg“ ihrer nuttig aufgemachten Kids bei DSDS.

Berücksichtigt man all diese Aspekte, bleibt einem wohl nicht wirklich viel mehr übrig, als einfach zu verzweifeln…

 

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Nimm was Du kriegen kannst…

…könnte der Leitspruch einer großen Anzahl derer sein, die als akademisch gebildete und approbierte Mediziner auf die Menschheit losgelassen werden. Ärzte, eine gesellschaftliche Klasse, deren Angehörige zwar nicht in jedem Falle unbedingt mit dem güldenen Löffelchen im Munde geboren wird, aber für gewöhnlich doch zu jenen Menschen gehören, die eher den Ruf genießen, in relativ gesicherten Verhältnissen zu leben.

Natürlich glauben das nicht alle, vor allem die Ärzte nicht und man kann ja auch durchaus Verständnis dafür aufbringen, dass jemand, der die Verantwortung für die Gesundheit und oft auch das Leben der sich ihm anvertrauenden Patienten hat, in seinem Job relativ gut bezahlt werden soll. Das eigene Leben sollte einem schließlich schon den ein oder anderen Euro wert sein.

Aber hier wie dort gibt es Ärzte, die den Hals nicht voll genug bekommen können und darum sinnen sie danach, wie sie sich das sichern können, was ihnen ihrer Meinung nach in jedem Falle zusteht. Und das bekommen sie in nicht wenigen Fällen vom Pharmakonzern ihres Vertrauens und zwar in Form von Flachbildfernsehern, „Seminaren“ und „Weiterbildungen“ in bekannten und beliebten mondänen Urlaubsorten, oder einfach nur Bargeld.

Jeder hat bisweilen schon während seines Arztbesuches die dezent gekleideten Außendienstler der Pharmaindustrie gesehen, die nervös am Thresen stehen und für die jeder Arzt sofort zeit findet, noch vor der Behandlung von Privatpatienten. Pharmareferent erscheint mit dicker Aktentasche und/oder Probenkoffer; Arzt kommt aus Sprechzimmer; Arzt bittet Pharmareferent hinein; beide werden längere Zeit nicht gesehen; Pharmareferent verschwindet; Arzt ist anschließend auffallend gut gelaunt!

Naja, von irgendwas muss selbst ein Arzt leben. Und auch bei Ärzten gibt es gewisse Einkommensunterschiede, je nachdem, welches Fachgebiet sie sich als Broterwerb ausgesucht haben. Während der gewöhnliche Feld-, Wald- und Wiesen-Hausarzt oft verzweifelt um seine Existenz kämpfen muss, kann es ein Facharzt, ein Radiologe beispielsweise, schon recht locker angehen lassen und gleich nach der Eröffnung seiner Praxis beim Porschehändler seines Vertrauens ein Fahrzeug ordern, um seine artgerechte Fortbewegung sicher zu stellen.

Gelegentlich bekommt man jedoch von seinem Hausarzt Geschichten zu hören, die einen am gesunden Menschenverstand desselben zweifeln lassen können. Von großer Not, von hunderten von Arbeitsstunden in der Woche ist da die Rede und, von wenig Geld…

Nehmen wir meinen Hausarzt beispielsweise. Ein Mann mittleren Alters, seit Jahren im Geschäft, nett, freundlich und in seiner Wahrnehmung so weit von der Realität entfernt, wie die Erde vom Mond, hinter dem er zu leben scheint. Der Name ist natürlich bekannt, aber wir wollen ihn nicht ans grausame Licht der Öffentlichkeit zerren, schließlich wollen und müssen wir uns hin und wieder selbst dort in behandlung begeben und irgendwie hänge ich auch noch an meinem Leben.

Mein Hausarzt weiss natürlich was ich beruflich mache. Es ist ja auch kein Geheimnis. Ich bin in der Reinigungsbranche tätig! Aus irgendeinem Grunde fühlt sich mein Hausarzt immer bemüßigt, wenn ich mit verrotzter Nase, oder grummelndem Magen-Darm-Trakt vor ihm sitze und auf schnelle Heilung hoffe, mich über die nackte Not und die immer mehr um sich greifende Verzweiflung hungernder Ärzte hinzuweisen. Zwar bin ich meist zu mehr fähig, als zu einem matten Nicken, oder einem schwachen „Aha“, aber er ergeht sich in politischen Monologen, während er mich untersucht und erläutert mir regelmöäßig die Vorzüge der privaten Krankenversicherung und der FDP-Pölitik.

Neulich, es ging mir gerade besonders schlecht, verstieg er sich zu der Behauptung, meine Putzfrauen würden mehr verdienen als er selbst und vor allem hätten sie nicht diese brutal auf seinem Gewissen lastende Verantwortung zu tragen. Das Leben einer Putzfrau sei so einfach – zur Arbeit gehen, 8 stunden putzen oder so (das kann ja schließlich jeder), wieder nach Hause gehen und dann das Gehalt mit vollen Händen aus dem Fenster schmeissen…

Er hingegen sei ein wirklich armes Schwein! Sein Stundenlohn sei auch nicht höher, als der einer Putzfrau und jeden Euro den er ausgebe, müsse er zweimal, manchmal dreimal umdrehen. nachdem ich meine Tränen getrocknet hatte, platzte mir der Kragen. Ich sagte ihm, was eine Reinigungskraft in der Stunde verdiene und dass ich keine Frau kenne, die mit diesem Lohn in der Lage sei, drei Autos nicht nur zu kaufen, sondern diese auch noch zu unterhalten. Ich weiss nämlich, dass er über ein Mercedes-Benz Cabrio verfügt, einen Ford Cmax und natürlich – des „Understatements“ wegen – einen original Mini Cooper. Über das Haus in dem er wohnt, möchte ich mich lieber nicht auslassen.

Ich hatte den unbestimmten Eindruck, das war es nicht, was er hatte hören wollen und so erhob ich mich, beschloss spontan zu genesen und ging eilig von hinnen, mit dem festen Vorsatz, so bald nicht mehr krank zu werden.

Als ich neulich doch wieder meinen Arzt aufsuchen musste, hub er von neuem an, sein Klagelied zu singen. Ich ließ ihn nicht ausreden, bot ihm aber freundlicherweise an, in seinem nächsten Urlaub eine Woche lang als meine Putzfrau zu arbeiten, wenn er der Meinung sei, dies sei ein besser bezahlter Job als der seine und ich würde mich gerne auf „Seminaren“ in Biarriz, oder Monte Carlo auf Kosten von Pfizer „weiterbilden“. Auch würde ich ihm gern eines seiner Autos abnehmen, damit er sich die anderen auch weiterhin leisten könne. Einer meiner Reinigungskräfte sei der Wagen verreckt und sie müsse nun, bei Wind und Wetter, mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren…

…seitdem reden wir nur noch das Nötigste miteinander!

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Der Armutsbericht 2012…

…ein echtes Armutszeugnis für diese Bundesregierung und ihre VorgängerInnen! Nun ist es ja nicht nur nichts Neues, dass einige wenige Prozent einer Bevölkerung über einen Großteil des gesellschaftlichen Reichtums verfügen, über das Vermögen einer jeden Gesellschaft also, aber es ist in dieser deutlichen Ausprägung durchaus neu.

Selbst in Krisenzeiten, wie jetzt der Finanz- und Eurokrise, gibt es unter den Reichen etliche, die ihr Vermlögen noch dramatisch vergrößern konnten, während die Mehrheit der Menschen, die sich am unteren ende der sozialen Leiter befinden, immer größere Einbußen an Einkommen und erst recht an Vermögen hinnehmen müssen (sofern sie überhaupt in einem nennenswerten Maß darüber verfügen!).

Das aber der Staat zugleich über immer weniger Vermögen verfügt, zeigt deutlich die Richtung des Wohlstandstransfers an. Der gesellschaftliche Reichtum wandert (mit dem Willen und der ausdrücklichen Unterstützung des Staates) in die Taschen der Reichen. Das, was also der Staat den unteren Schichten der Bevölkerung abverlangt, wird in Form von Steuersenkungen und Steuerbefreiungen (siehe z. B. Erbschaftssteuer und Vermögenssteuer) gleichzeitig an die Reichen weitergeleitet. Der unverschämte Wohlstand, die Dekadenz und der Überfluss, werden also von den steuerzahlenden Schichten der Gesellschaft subventioniert.

Da drängt sich einem schon die Frage auf, ob das richtig ist? Betrachtet man das Problem der vielen sehr Armen und der wenigen sehr Reichen, so muss man zu dem Schluss kommen, dass das System des Kapitalismus (und huier möchte ich beispielhaft die Finanzmärkte nennen) die Politik gekauft haben und durch die gezielte Vergabe von lukrativen Beraterverträgen, Vortragsreisen, sowie direkter und indirekter Bestechung, dafür Sorge tragen, dass die Gesetze zu ihren Gunsten geändert wurden und noch immer geändert werden. Treten Verluste auf, so werden diese nach Möglichkeit sozialisiert, d. h. alle müssen dafür in die Tasche greifen. Gibt es Gewinne zu vermelden, wandern diese ungehindert und ohne mit der Wimper zu zucken in die Taschen der Reichen. Dieses Prinzip kann nur der Kapitalismus als gerecht empfinden! Aber er hat natürlich seine Protagonisten und die setzen sich für eine „freie“ Marktwirtschaft ein (obwohl dies ein Begriff ist, der in sich widersprüchlich ist), die man aber gemeinhin als „soziale“ Marktwirtschaft bezeichnet, um den menschen das Gefühl zu geben, hier würde etwas für jeden abfallen vom Kuchen und jeder hätte die Möglichkeit, sich durch seiner Hände Arbeit ein bisschen bescheidenen Wohlstand zu erarbeiten.

Aber das Gegenteil ist der Fall. Durch ehrliche Arbeit ist noch niemand reich geworden und eine Marktwirtschaft kann weder frei noch sozial sein, da die Unternehmen, Konzerne und Betriebe stets danach streben die viel gepriesenen Marktmechanismen außer Karaft zu setzen. Warum? Ganz einfach! Eine funktionierende Marktwirtschaft würde bedeuten, dass durch den Wettbewerb der konkurrierenden Unternehmen einer Branche die Preise sinken müssten. Das aber würde zur Folge haben, dass die Profite in gleichem Maße sinken, wie die Preise. Daher strebt jedes Unternehmen nach einer Position, in der es in der Lage ist, die Preise zu diktieren, versucht also ein Monopol zu erlangen und/oder einKartell mit den vermeintlichen Konkurrenten zu bilden, wobei die Märkte untereinander aufgeteilt, die Preise willkürlich und unter Ausschluß des Wettbewerbs festgelegt und die Profite garantiert werden.

Um aber beim eigentlichen Thema zu bleiben, dies ist natürlich nicht der erste Armutsbericht. Es ist bereits der Vierte. Und aus den dort abzulesenden Daten, lässt sich eine Entwicklung herleiten, die jeder Bundesregierung seit dem ersten Armutsbericht, aber auch den vorhergehenden, denn die stelleten die entsprechenden Weichen, das oben erwähnte Armutszeugnis ausstellt. Die Regierungen haben ganz bewusst und in voller Kenntnis der fatalen Folgen die Massnahmen ergriffen, die zu dieser Entwicklung hinführten. Und obwohl bei jeder Veröffentlichung eines neuen Armutsberichtes ein großes Wehklagen einsetzt, weigern sich die Verantwortlichen hartnäckig, die ebenfalls durch diese Armutsberichte nahe gelegten Massnahmen einzuleiten und umzusetzen, die es einzuleiten gilt! Im Gegenteil, man weigert sich nicht nur, sondern wähnt sich offenbar auf genau dem richtigen Weg und dreht den Armen, Besitzlosen und Kinderreichen immer weiter den Hahn zu, zum Wohle des Kapitalismus und seiner Profiteure!

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Es gibt keine Ehre in der Politik

Na? Da hat der ehemals präsidiale Kotzbrocken aus dem Élyseé wohl ein wenich Dreck am stecken, hm?

Man kann wohl getrost behaupten, dass Ehrenhaftigkeit und Unbestechlichkeit nicht gerade die Stärken konservativer Politik sind. Überall in Europa scheinen sich die klebrigen Spinnfäden eines Netzes aus Korruption und Bestechung zu erstrecken und immer wieder tauchen neue Gestalten aus dem Dunkel auf, bei denen man eine ähm sagen wir mal empfängliche Haltung für gewisse pekuniäre Vorteile, oder einfach mal das ein oder andere Geschenk, schon immer vermutet hat.

Ich will auch nicht verhehlen, dass Politiker anderer Parteien ganz und gar unempfindlich gegen die Gewährung diverser Vorteile seien. Es scheint aber tatsächlich so, dass ausgerechnet solche Politiker, die den Konservatismus und mit ihm das, was sie gemeinhin nach außen als Ehre, Moral, und Tugendhaftigkeit bezeichnen, wie einen Schild vor sich her und als eine Aureole der Scheinheiligkeit gegenüber ihren Kritikern tragen!

Und gerade bei konservativen, aber auch liberalen Politikern, die oft auf die Bibel und bei Gott den Amtseid abgelegt haben, findet man häufig besonders wenig Skrupel, wenn es um den eigenen Vorteil geht! Dafür aber umso weniger Schuldbewusstsein!

Und die Konzerne spielen dieses Spiel gerne mit, bestechen, gewähren Vorteile, verteilen Geschenke und erwarten dafür natürlich die ein oder andere Gegenleistung. Diese äußern sich in Form von Gesetzen, deren herausragende Eigenschaft die Sozialisierung von Verlusten und die Privatisierung von Gewinnen ihrer kapitalistische Ideologie zu Grunde legen, ebenso, wie die Gewährung von steuerlichen Vorteilen, staatlichen Subventionen und die Abschaffung von Arbeitnehmerrechten.

Mit großem Interesse beobachten wir nun die Vorgänge um diesen rachitischen Gnom Sarkozy, dessen Bestreben, sich mit dem Geld anderer, vorzugsweise reicher Leute, die Präsidentschaft zu sichern und gegen Ausländer hetzt, obwohl er selber ausländische Wurzeln hat. Man sagte ihm ja auch, und nicht ganz ohne Grund nach, er betriebe Vetternwirtschaft, protegiere Freunde und schanze ihnen hochdotierte Jobs zu. Zugleich hat er soziale Leistungen geschleift, während er seinen reichen Freunden in die gebleachten Arschlöcher gekrochen sei.

Wir wissen nicht, ob das alles der Wahrheit entspricht, aber die Chancen stehen ganz gut, dass die Durchsuchungen etwas ans Tageslicht bringen, was er lieber im Dunkel seiner miefenden Matrazen versteckt gehalten hätte. Harren wir also mit Spannung der Dinge, die da noch ans Tageslicht kommen mögen – und schauen wir unseren eigenen Politikern genau auf die klebrigen Pfoten und bringen wir Licht in das undurchsichtige Gebaren der Konzerne und Großunternehmen.

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Der Super-GAU, der keiner war?

Während nach der schweren Erdbebenkatastrophe und dem darauf folgenden Tsunami mit anschließendem Atom-Desaster, die Zweifel an der Sicherheit der Atomenergie und der Kontrollierbarkeit der Atommeiler gestiegen waren und sogar die Bundesregierung, allenthalben für die Hörigkeit ihrer Minister, insbesondere derjenigen mit FDP-Zugehörigkeit, sich zu einem Salto rückwärts und dem Aussteig aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg veranlasst sah, ging die Atomlobby eifrig ans Werk um der Welt ein „X“ für ein „U“ vorzumachen!

Jeder der es hören wollte und die Zeichen erkannte, ahnte, was da auf die Welt zukommen würde. Eine Propaganda.Offensive ohnegleichen, die erst vor wenigen Tagen in der Schlagzeile mündete, die Verstrahlung nach und während der Atomkatastrophe in den havarierten Meilern von Fukushima 1-4, sei auf Panikmache zurück zu führen und nicht auf die Radioaktivität. Niemand, so kann man vermuten, sei in Wahrheit ernsthaft gefährdet gewesen. Allerdings widerspricht diesen Behauptungen die Tatsache, dass man in Thunfischen, die vor der Küste der USA gefangen wurden, erhöhte Strahlungswerte gemessen hat (die aber selbstredend völlig ungefährlich sei…).

Alles nur Panikmache also? Nun, die Menschen – nicht nur in Japan – sehen das deutlich anders, weswegen sie in ihrer Mehrheit mittlerweile gegen die Atomkraft sind. Und weil das so ist und, wie üblich, der regierung die Meinung des Volkes am sorgfältig gebleachten Arsch vorbei geht, schaltet man nun, peu á peu, die (für Revisionsarbeiten) herunter gefahrenen Atommeiler wieder hoch. Denn wer mag schon gern, als Abgeordneter oder gar Mandatsträger, in seinem nobel ausgestattenten Büro in Tokio schwitzen, während der Sommermonate? Für ein bisschen weniger Transpiration kann man schon mal im Gegenzug den ein oder anderen, klimaanlagenbedingten Schnupfen in Kauf nehmen.

Diese Einschränkung der Befindlichkeiten dürfte, mit allergrößter Wahrscheinlichkeit, durch die mit übergroße Spendierhosen ausgestatteten Lobbyisten der Atomindustrie mehr als ausgeglichen werden. Schließlich muss man sich der Gewogenheit der Parlamentarier in der ein oder anderen pekuniären Form versichern, wenn man auch weiterhin seine Atommeiler als Gelddruckmaschinen nutzen will.

In Deutschland ist das nicht ganz so einfach, gibt es hier doch eine kampferprobte und ziemlich lautstarke Anti-Atom-Bewegung. Darum versucht man es hier auch mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgerict, um sich die Summen zu sichern, die einem die Atommeiler in den nächsten Jahren sowieso eingefahren hätten, wenn man sie nur hätte weiter betreiben dürfen…

Aber noch ist nicht aller Tage Abend und so lange auch nur ein einziger FDP-Minister in einer Regierung sein Unwesen treiben darf, muss man immer mit einem neuerlichen Ausstieg (aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg – hab ich auch keinen vergessen?) und einer Rennaissance der Atomenergie rechnen!

Lobbys sind überall am Werk und mit ihrem Geld, der Propaganda und gefälschten, oder gefälligen Gutachten und gekauften Befürwortern, beeinflussen sie die demokratische Meinungsbildung in geradezu unglaublich unzulässiger Weise. Und die Regierung, aber nicht nur die gerade amtierende, sondern auch ihre Vorgänger, lassen die Lobbys auf fahrlässigste Art gewähren – weil sie selbst davon profitiere. Die demokratisch legitimierten Regierungen haben ihre Handlungsfreiheit an die Wirtschaft abgegeben, gegen üppige Privilegien, Bestechung und Vorteilsgewährung. Sie haben ihre hoheitliche Aufgabe des erarbeitens und erlassens von gesetzen zum Wohl der Allgemeinheit durch die Praxis ersetzt, Gesetze von Firmenmitarbeitern und Lobbygruppen schreiben zu lassen, die sie anschließend nur noch abnicken müssen. Sie sind zu Getriebenen der Märkte geworden, zu Handlangern der Konzerne, der Wirtschaft, die die Interessen der Gesellschaft völlig aus dem Auge verloren und das Wohl der Menschen dem Primat der Märkte untergeordnet! Banken, Energiekonzerne, Versicherungen, Pharma-, Chemie-, Gentechnik- und Automobilkonzerne bestimmen die Richtlinien der Politik und das ist es, was wir gemeinsam ändern müssen!

Demokratie heisst Herrschaft des Volkes und NICHT Herrschaft zugunsten der Wirtschaft und des Kapitals!

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