Regenerative Energien in Norddeutschland

In meinem Urlaub in Schleswig-Holstein, konnte ich aus erster Hand Erfahrungen über die Gewinnung regenerativer Energien aus Wind und Biomasse machen. Stets bläst ein recht strammer Wind über das Land und hält so die Windräder am Laufen. Und dort steht eines neben dem anderen, von beträchtlicher Größe. Fast kein Bauernhof, der nicht auf seinen Ackerflächen einen oder gar mehrere dieser umweltfreundlichen Energieerzeuger stehen hat. Die Einspeisung ins Stromnetz bringt den Landwirten ein nicht unerhebliches Zubrot zu ihren immer karger werdenden Einkünften aus der Landwirtschaft.

Einige Landwirte erzeugen mit Hilfe von Verbrennungsanlagen, in denen sie Strohballen verfeuern ebenfalls Energie, oder sie gewinnen aus Biomasse, die in der Viehhaltung anfallen Biogas, das ebenfalls zum Betrieb von Generatoren genutzt werden kann. Insofern braucht man nicht zu befürchten, dass hier Landwirtschaftliche Produkte im Tank oder im Biomassekraftwerk landen die eigentlich auf die Teller der Menschen, oder in deren Brotkorb gehören.
Allerdings möchte ich nicht verhehlen, dass ich hier im schönen Schleswig-Holstein (manche nennen es auch ganz bösartig Hedwig-Holzbein), relativ viele Maisanbauflächen zu finden sind. Mais gehört ja bekanntlich nicht gerade zu den Lieblingsnahrungsmitteln des gewöhnlichen Mitteleuropäers, speziell des Deutschen. Aber es ist ebenso bekannt, dass Mais ein sehr anspruchsvolles, weil sehr hungriges und zugleich auch empfindliches Gewächs ist. Er giert geradezu nach Kunstdünger, sowie zum Schutz vor „Schädlingen“ nach Unmengen Herbi-, Pesti- und Fungiziden, die denn auch großzügig über den Anbauflächen verteilt werden. An Stelle des Maises ließe sich sicher weit weniger anspruchsvolles Getreide wie Dinkel oder ähnliches anbauen und für die Erzeugung von Nahrungsmitteln nutzen, aber es scheint so, dass der Anbau von Biopspritpflanzen weitaus mehr Gewinn verspricht! Das ist bedauerlich.

Natürlich besteht auch hier die Gefahr, wie überall wo Mais angebaut wird, dass über kurz oder lang Monsanto seine Finger mit im Spiel hat und seinen Genmais auf den Äckern verteilt. Dies gilt es mit Nachdruck zu verhindern. Widerstand gegen die Gen-Mafia ist sozusagen höchste Bürgerpflicht! Wehrt Euch gegen die Bevormundung und Entmündigung durch Saatgut- und Genkonzerne!
Es gibt so unendlich viele Möglichkeiten, Energie umweltfreundlich, regenerativ und kostengünstig zu erzeugen. Man muss nur die Augen öffnen und sich informieren. Im Internet gibt es unzählige Blogs, Websites und Portale, die sich ausschließlich mit alternativer Energiegewinnung befassen und eine Fülle von interessanten Artikeln und Informationen, sowie Links anbieten. Einer davon ist der Energynet-Blog. Seine Informationsflut hat mich beeindruckt und daher habe ich ihn in meine Blogroll aufgenommen. Segelt mal dort vorbei und informiert Euch, wie Ihr Euch von den Energiekonzernen und vor allem der Atomenergie lossagen könnt. Wärmepumpen, Solar- und Windenergie, bis hin zur Biomasse, hier findet Ihr alles, was Euch interessiert, oder zumindest interessieren sollte!

Biogas, Energieträger der Zukunft

Bei n-tv.de habe ich diese aufschlussreiche Bilderserie gefunden, wie nützlich doch Mist sein kann, wenn man ihn sinnvoll zur Energieerzeugung mittels Biogas nutzt. Und das schöne dabei, er ist sozusagen in Gülle und Fülle vorhanden. Die Ställe unserer Landwirte stehen voll mit Viechern, deren einziger Lebenszweck – neben der Fleisch- und Milchgewinnung – Fressen und Scheissen ist!
Zugegeben, vor noch nicht allzu langer Zeit war die Nutzung von tierischen Exkrementen eine Domäne spinnerter Ökobauern. Aber seit man den Landwirt zum europäischen Ölscheich erhob, der mit dem Anbau von Biospritpflanzen vom ungeheuren Energiehunger der Industrienationen profitieren sollte, wird das nicht mehr ganz so eng gesehen.
Man kann nur froh sein, dass der „gewöhnliche Landwirt“ eher konservativ eingestellt ist. Das muss er auch sein, sonst würde man ihm vermutlich ruck zuck die milliardenschweren Subventionen wegkürzen, um ihn wieder zur Raison zu bringen. So ist er aber bis jetzt ein treuer und berechenbarer Wähler für den geblieben, der in unserem Land nach der Macht strebt und das dankte er Gewählte dann stets mit neuen Subventionszahlungen. Und weil er so konservativ ist, hat er den Trend hin zum massiven Anbau von Biospritpflanzen wohl ein wenig verschlafen. Aber auch das ist gut, denn sonst wäre die Lebensmittelkrise auf diesem Planeten sicher noch viel größer.
Steigt der Landwirt aber jetzt in die Erzeugung von Biogas ein, kann er weiter Lebensmittel produzieren und Geld mit der Energiegewinnung verdienen, ohne groß seine gewohnten Arbeitsabläufe verändern zu müssen. So haben wir auch in Zukunft etwas zum Essen auf dem Teller und können weiter unsere Eier mit dem Eierkocher wässrig kochen, anstatt einen vollen Autotank zu haben, aber Hungers zu sterben, bevor wir Gelegenheit hatten, diesen leer zu fahren!
Das die Erzeugung von Biogas in kleinen Mengen dazu geeignet ist, Bauern in Entwicklungsländern eine Möglichkeit zum kostengünstigen Kochen und Heizen zu geben, zeigt dieser Artikel über eine „Einschwein-Biogsanlage“ einer Bauernfamilie in China. Mit solchen Minibiogasanlagen wird mal wirksame Entwicklungshilfe betrieben.