Jute statt Plastik oder doch besser Papier?

Ja nä? Wenichstens tragen die Leute, die sich bei Primark mit Wegwerfklamotten eindecken bis das Schwein pfeift, ihren Textilmüll in Papiertaschen nach Hause, deren Wert den des Inhalts vermutlich um ein Vielfaches übersteigt! So geht Umweltschutz heute!

Dabei vernachlässigen wir ganz einfach mal die Tatsache, dass Tragetaschen aus Papier meistens aus Holz gewonnen werden, das man irgendwann einmal irgendwo gefällt hat – am Besten im Regenwald. Denn da ist das Gestrüpp sowieso nur im Weg, wenn man wundervoll monokulturelle Plantagen für Palmöl oder Naturkautschuk anlegen möchte. Was sich nicht zu teuren Teakholzmöbeln oder anderem Kram für Haus und Garten verwerten lässt, wird ja nach altbewährtem Muster für Papiertüten geschreddert, oder zu edler Holzkohle gebrannt. Wer sich da ein wenig verkohlt fühlt, liegt richtig. Andererseits ist ein klodeckelgroßes T-Bone-Steak von garantiert BSE-freien und mit Gen-Soja gefütterten Rindviechern vom Typ Angus aus Käfighaltung ein Genuß, den man nie mehr missen möchte, wenn man es einmal versucht hat!

In den Siebzigern war man cool, wenn man seine Klamotten vom Supermarkt mit einem Jutebeutel nach Hause schleppte. Heute hat das irgendwie ein wennig von Nostalgie. Das ist so Hippie, aber keinesfalls hipp. Und dennoch sind es vermutlich gerade diese Tragetaschen aus Jute, die unsere Umwelt weniger belasten, als der ganze andere Krempel. Mit schickem Aufdruck, am Besten mit Ökofarben, könnte man da schon was für Natur und Umwelt tun. Und wenn die Beutel irgendwann dann doch mal den Geist aufgeben, kann man sie getrost auf den Kompost werfen und darauf warten, bis sich die Natur das wieder holt, was man ihr abgepresst hat.

Plastik, in die Natur geworfen, oder ins Meer, schädigt nicht nur Tiere, die die Tüten womöglich für Nahrung halten könnten und sich so ihre Eingeweide verstopfen, oder Gliedmaßen abschnüren, sondern auch den Menschen. Plastik in der Größe von Nanopartikeln, wie sie bei dem Zersetzungsvorgang durch Wasser, Salzwasser, UV-Strahlung und so weiter entstehen, gelangen in die Nahrungskette und überwinden auf Grund ihrer Größe locker die Blut-Hirn-Schranke. Außerdem geben sie bei der weiteren Zersetzung im Körper noch weiter allerlei andere Chemikalien ab, von denen a.) keiner weiß welche und b.) erst recht niemand sagen kann, wie schädlich sie sind!

Jedes Jahr gelangen weiter hunderttausende von Tonnen an Plastikabfällen ins Meer, wo sich an einigen Stellen bereits riesige Wirbel gebildet haben (sogenannte Garbage Patches), an denen sich – strömungsbedingt – ungeheure Mengen an Plastikabfällen sammeln und einen regelrechten Teppich aus Plastikabfällen in den verschiedensten Stadien der, teils Jahrhunderte dauernden, Zersetzung bilden.

Aber auch in den Binnengewässern findet sich Plastikmüll in jeder Menge und Größe. Dort wird er unter anderem durch Kosmetika eingetragen, die zum Zwecke des Sonnenschutzes oder der Pflege vom Menschen selbst auf die Haut aufgetragen und dann vom Wasser abgewaschen. Über die Folgen ist man sich bis heute nicht im Klaren. Üblicherweise verbreitet die Kosmetikindustrie und in ihrem Fahrwasser natürlich auch der Großteil der Politiker die Behauptung, dies sei nicht richtig, nicht bewiesen und außerdem völlig ungefährlich für Mensch, Tier und Umwelt. Auf der anderen Seite engagieren sich besorgte Umweltschützer und versuchen die Gefährdungen nachzuweisen und die Politik dazu zu bringen, dem Treiben des industriellen Komplexes einen wirksamen Riegel vorzuschieben. Bislang von wenig Erfolg gekrönt!

Daher lasst uns wenigstens den ersten Schritt tun, um das Plastik aus unserer Umgebung und der Umwelt zu verbannen und lasst uns unsere Einkäufe mit ökologisch sinnvollen und akzeptablen Behältnissen vom Laden nach Hause zu tragen. Dabei bricht sich bestimmt keiner einen Zacken aus der Krone! Danke!

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Das Artensterben!

Focus Online meldete am 2.7.2009 unter der Überschrift „Rote Liste: 17.000 Tierarten bedroht“. Eine wirklich erschreckende Zahl, zumal es nur diejenigen Tierarten sind, die akut vom Aussterben bedroht sind. Insgesamt stehen mehr als 44.000 Arten auf dieser Roten Liste und täglich werden es mehr.

Zumeist ist der Mensch durch sein Verhalten dafür verantwortlich, dass Tierarten von unserem Planeten verchwinden. Seit er begann sich in Sippen zu organisieren und auf die Jagd zu gehen, ging dies zu Lasten der Arten, die er bejagte. Er begann die Erde leer zu fressen sozusagen. Heute ist das Aussterben von Tier- aber auch vieler Pflanzenarten zumeist bedingt durch den Verlust der Lebensräume. Der Mensch breitet sich immer mehr auf der Erde aus und nutzt Flächen für die Landwirtschaft, die er früher nicht bewirtschaften konnte, weil ihm die technischen Möglichkeiten fehlten. Wälder werden abgeholzt und den Interessen weltweit operierender Großkonzerne geopfert. Was übrig bleibt wird in Viehweiden oder riesige Plantagen verwandelt, bis die Erosion ihren Job erledigt und die dünne fruchtbare Krume davongetragen hat. Sterben die Wälder, das ist allgemain bekannt, sterben auch die unzählige, auf diesen Lebensraum angewiesenen Arten. Von diesen sind die allermeisten noch immer nicht wissenschaftlich beschrieben. Und noch bevor sie entdeckt wurden, sind sie schon verschwunden.

Welch ungeheure Schätze werden einfach so weggeworfen und können nie zum Nutzen der Menschheit eingesetzt werden?

Natürlich sterben auch Arten aus, ohne dass der Mensch direkt dafür verantwortlich ist. Das war schon immer so und es wird wohl auch immer so bleiben. Aber in den allermeisten Fällen hat der Mensch und sein unseliges Verhalten, seine Verantwortungslosigkeit und seine grenzenlose Gier das Aussterben verursacht. Manchmal allerdings ist es auch einfach nur Dummheit. Oder wie kann man das sonst nennen, wenn regionale Nutztierrassen einfach aussterben weil sie nicht mehr gezüchtet werden? Ausgetauscht gegen vermeintliche Superzüchtungen, deren Patente bei großen Konzernen liegen wie Turbokühe und Monsterschweine. Zu welchem Preis dieser Tausch der vielen auf die einzelnen geographischen und regionalen Bedingungen überall auf der Welt gegen einige wenige Einheitsrassen stattfindet, dämmert den Landwirten erst später. Klimatisierte Ställe, Kraftfutter (aus gentechnisch verändertem Soja beispielsweise), Medikamente (vor allem Antibiotika), Krankheiten (Mastitis, BSE, Schweinepest, usw.) sind notwendig, um diese Tiere am Leben zu erhalten. Aber die unschätzbaren Genressourcen der alten und unempfindlichen Rassen geht immer schneller verloren, für immer!

Lieber doch Vegetarier werden?

Hmmm, sieht das nicht lecker aus?

Hmmm, sieht das nicht lecker aus?

Wer die Schnauze vom Fleisch noch nicht voll hat, nach all den Skandalen um BSE, Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, Maul- und Klauenseuche, Schweinepest, Vogelgrippe und zu guter Letzt auch noch Gammelfleisch, dem kann die Lust auf tierisches Eiweiss nun bald endgültig vergehen. Diesmal sind´s die Puten, die unter dem „Diktat des Marktes“ dafür büßen müssen, dass immer mehr Menchen auf ihr vermeintlich gesundes und fettarmes Fleisch zurückgreifen, nachdem ihnen beim Verzehr allen anderen Fleisches offenbar der Bissen im Halse stecken bleibt!

NDR Info berichtet am 19.2.2009 unter „Putenzüchter am Rande der Legalität“, dass die neue „Putenfleischmode“ für die Tiere zu einem nicht endenden Horror geworden ist. Im Rahmen der Massentierhaltung werden die Puten mit Antibiotika vollgestopft, obwohl dies ausdrücklich verboten ist. Natürlich dürfen kranke Tiere behandelt werden, aber keine Gesunden. Die zuständigen Veterinäre drücken vermutlich beide Augen und alle Hühner- (oder Puten-) augen zu und versorgen die armen, heulenden Putenmastbetriebe mit einem Coktail aus Antibiotika-Medikamenten, was diese derart verfetten lässt, wie die „ausgewogenen“ Hartz IV-Diät des (bald) ehemaligen Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin einen Hartz IV-Empfänger!

Wie üblich, verschwindet Antibiotika nach der Einnahme nicht einfach spurlos, sondern hinterlässt Rückstände im Fleisch und wohl aucvh ion allen anderen tierischen Produkten, so dass die Menschen, die sich von solcherart behandeltem Fleisch ernähren, schon mal gut mit Antibiotika vorbelastet sein dürften. Den Bakterien, gegen die man gemeinhin Antibiotika verabreicht, dürfte das allerdings scheißegal sein, sind sie doch durch die ohnehin übertriebene Anwendung dieses Medikaments längst resistent dagegen geworden. Die Frage lautet nun natürlich, ob das auch gut für den Menschen ist, besonders, wenn er irgendwann mal so heftig erkrankt, dass er wirklich mit Antibiotika behandelt werden muss? Vermutlich hat er dann einfach Pech gehabt. Schließlich ist es nicht das Problem des Putenmästers, wenn die Kunden seines Fleisches wirklich glauben, das wäre gesund, was sie da zu sich nehmen – oder vielleicht doch?

Hier zeigt sich wieder mal überdeutlich, wie verheerend der Profitgedanke sich sowohl auf die Tierzucht, als auch auf die Menschen, die sich guten Glaubens von solchen Produkten ernähren, auswirkt.

Andrea, vom andrea me-Blog schreibt übrigens darüber wie es Menschen gehen kann, die als TierrechtsaktivistInnen die Partei der geschundenen KReaturen ergreifen – man behandelt sie wie Verbrecher, ganz im Gegensatz zu den Verbrechern, die die Rechte der Tiere und der Verbraucher derart mit Füßen treten, wie z. B. die Putenmäster! Und Noah vom Mentio-Blog veröffentlicht auch einen Artikel zum Thema Tiermisshandlung, im Zusammenhang mit Tierversuchen für Botox-Präparate.

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    Die Möglichkeiten der Permakultur! (3.Teil)

    Gemeinhin ist es ja so, dass man einen Menschen, der sich zum Thema Permakultur, oder nachhaltiges Wirtschaften äußert, gerne als einen Träumer (im günstigsten Fall) oder aber als einen Öko-Spinner (im ungünstigsten Fall) hinstellt. Mir persönlich ist das allerdings völlig egal, um in diesem Zusammenhang nicht das Wort sch..ßegal zu verwenden. Obwohl das „Sch..ß“wort ein ziemlich hartes für eine so weiche Masse ist, passt es doch eigentlich auch wieder hervorragend zum Thema Ökologie und Nachhaltigkeit. Aber lassen wir das.
    Wie gesagt. Vertritt man die Meinung, das Umweltschutz und Nachhaltigkeit nicht wirklich ernst genommen werden und das man nicht nur mehr tun könnte, sondern mehr tun muss, wird man ruckzug diffamiert und in eine Ecke gestellt, aus der herauszukommen nicht ganz einfach ist. Da stehe ich nun, in besagter Ecke und muss zugeben, dass ich mich da selber hingestellt habe, bevor ich von anderen dort hineingedrängt wurde!
    Um ein bekanntes Wort in etwas abgewandelter Form zu gebrauchen: „Hier steh‘ ich nun, ich armer Tor, doch bin ich schlauer als zuvor!“ Dabei frage ich mich aber auch ,ob ich der Einzige bin der nachdenkt und zu dem Schluss kommt, dass es so nicht weitergehen kann wie bisher? Ich bin bei weitem nicht der Meinung, ich sei eine „Intelligenzbestie“. Nein, im Gegenteil, ich bin nur ein Durchschnittsmensch. Aber ich habe aufgehört mich von dem Gesülze der Politiker einlullen und von der täglichen Werbe- und Medienflut überschwemmen zu lassen. Ich habe beschlossen, eine eigene Meinung zu haben und diese auch nach außen hin zu vertreten.
    Das Gaia, unsere Mutter Erde ein lebendiger Organismus ist, mag man glauben oder auch nicht. Aber es gibt nichts darüber zu diskutieren, dass Gaia unter den Menschen und ihrer grenzenlosen Gier leidet! Als ich gesehen habe, wie Rinder, infiziert mit BSE, zusammengebrochen und elend verendet sind, habe ich aufgehört Rindfleisch zu essen. Die Schweinepest hat mir den Appetit auf Schinken, Kotelets und schweinerne Würste verdorben, der H5N1-Vogelgrippevirus den Genuß von Geflügel. Natürlich ist mir klar, wenn ich so weiter mache, kann ich in Kürze garnichts mehr essen und sterbe dann an Unterernährung. Das möchte ich nicht. Möglicherweise würde mich der ein oder andere aus meiner Familie vermissen. Andere, über die ich im Rahmen meines Blog herziehe, wären vielleicht froh darüber, aber denen tue ich diesen Gefallen sicher nicht!
    Nein, ich werde so lange schreiben gegen die Zustände in der Massentierhaltung, die perverse Haltung von Lebewesen in viel zu engen, verdreckten Ställen und unter unwürdigen Umständen, bis sich etwas daran ändert! Ich werde hart arbeiten, bis ich mir und meiner lieben Frau unseren Traum von einem kleinen Bauernhof erfüllen kann, auf dem wir dann Permakultur praktizieren und im Einklang mit Gaia leben können. Bis dahin dauert es noch einige Jahre, dass ist mir klar, aber solange ich eine Stimme habe, werde ich sie erheben!
    Jeder, der an den hier behandelten Themen zu einer nachhaltigen Lebensweise und zur Permakultur interessiert ist, kann ich nur empfehlen, sich mit der entsprechenden Literatur einzudecken. Fangt an zu lesen, zu schmökern und zu träumen. Macht Pläne und lebt eure Träume. Nur so verändern wir die Welt.
    Es sind immer einge wenige, die mit einer Veränderung in ihrem Verhalten beginnen. Sie ändern ihr Konsumverhalten, fahren kleinere, spritsparendere Autos, legen Wert auf Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren und Nahrungsmittel aus kontrolliert ökologischem Anbau. Sie setzen sich für die Armen, Kranken und Schwachen ein, die es nicht nur bei uns, sondern auch und gerade in den Entwicklungsländern. Jeder Mensch hat das Recht auf Freiheit, nicht nur in Deutschland, auch in Tibet, oder in Darfur, in Kurdistan oder wo auch immer! Das Recht auf Freiheit ist nicht relativ, es ist überall gleich und Unrecht wird nicht dadurch zu Recht, weil es in China stattfindet!
    Freiheit muss jeden Tag neu errungen werden. Freiheit von Beeinflussung durch die Medien. Freiheit von Krankheit durch gesunde Nahrung, die nachhaltig erzeugt wurde. Kinder die in einer intakten Umgebung aufwachsen können sind nicht nur glücklich, sondern auch gesund!