News from the digital Idiot!

Wir haben es geahnt. Ausgerechnet der konservative Scherenschleifer für die digitale Autobahn, Günther „the Kommissar“ Oettinger, möchte Warschau, das heisst wohl Polen, unter Aufsicht stellen. Grund ist der national-konservative Putsch der Regierung des kleinen Herrn Kaczynski, der wohl so bei sich dachte:“Ach nu bin ich grad mal mit meiner Piss-Partei an der Macht, und dann will ich das auch bleiben!“ Und so fing die neue polnische regierung sofort nach der Machtergreifung also an, zunächst das Verfassungsgericht zu kastrieren, damit es nicht mehr möglich sein sollte, rechtswidrige Gesetze mit Hilfe der obersten Richter zu Fall zu bringen.
Und nun also die Presse? Ja, okay, welcher Politiker hat es schon gern, wenn er auf Schritt und Tritt überwacht, beobachtet und ständig kritisiert wird? Keiner! Vor allem nicht, wenn er Regierungsverantwortung hat!
Das ist nicht nur in Polen so, oder in Ungarn. Nein, das ist in jeder Diktatur so und auch in jeder Demokratie, zum Beispiel hier in Deutschland. Viel lieber würde Muddi genauso durchregieren, wie das der kleine Jaroslaw zu können hofft. Keine Kritik, keine lästigen Verfassungsrichter, schon gar keine denkenden Bürger!
Aber wie gesagt, die Gefahr der Kastration der Verfassungsorgane droht immer und überall und auch in der Bundesrepublik. Und daran sind nicht nur die „besorgten Bürger“ interessiert. Auch Politiker vom Schlage eines Herr Seehofer, de Misere, der Kauder, das Sch(r)äuble, und wie sie alle heißen, die sich gern auf das Niveau der Lufthoheit über den bajuwarischen Stammtischen herab lassen, um dem gewöhnlichen Feld-, Wald-, und Wiesen-Blödzeitungsleser nach dem Schandmaul zu reden!
Und ausgerechnet ein konservativer Digital-Depp, will jetzt Polen unter Aufsicht stellen, weil dort ein national-konservativer  Maulheld einen Staatsstreich angezettelt hat?

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Der Lack geht ab!

Wie ist denn das nur möglich? Muddis Glaubwürdigkeit sinkt? Wegen dem BND-Skandal? Das ist ja nicht zu fassen. Dabei tut sie doch alles, um für Aufklärung zu sorgen! Akten, Unterlagen, Aussagen will sie auch und dazu noch, ja, es ist nicht zu fassen, ist sie bereit, die sogenannte Selektorenliste an den Untersuchungsausschuß auszuhändigen – sobald sie in den USA um Erlaubnis angefragt hat! Und die ihr Einverständnis gegeben haben! Ansonsten hat sich´s mit der Aufklärung. Denn Muddi tut nüscht, was die Amis nicht haben wollen. Sie ist ein braves Mädchen. Das hat schon Helmuth Kohl festgestellt, kurz bevor sie in kaltstellte und gnadenlos abservierte!

Ich selbst finde dieses Verhalten allerdings ein klein bisschen befremdlich! Das ist genauso, als wenn ich das Opfer einer Mafiaerpressung auffordere, mir für die Strafverfolgung der Verbrecher den Erpresserbrief auszuhändigen und mir das Opfer dann sagt: „Natürlich erhalten sie von mir eventuell den Erpresserbrief, gleich nachdem ich mit der Mafia darüber gesprochen habe, ob das auch in Ordnung geht!“
Das Verhalten von Muddi zeigt bereits seit geraumer Zeit pathogene Züge! Sie hat keine eigene Meinung, kann sich nicht festlegen und will, das tritt besonders offen zu Tage, weder Verantwortung tragen, noch ein Risiko eingehen. Daneben ist ihr Harmoniebedürfnis mehr als beängstigend. Vor allem für die Opfer ihres Wahns. Denn Widerspruch duldet sie nicht, sie kann auch keine Personen neben sich ertragen, von denen sie annehmen muss, sie könnten ihrer Position an der Spitze der Bundesrepublik gefährlich werden! Die nahm und nimmt sie in den tödlichen Würgegriff ihrer geheuchelten Zuneigung und erdrosselt sie langsam aber sicher! Ein wendehalsigeres Wesen habe ich bisher noch nie gesehen. Ein politischer Opportunist wirkt gegen Muddi wie ein Fels in der Brandung!

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Die Demokratie der Flachzangen!

Irgendwie finde ich es schon spannend zuzusehen, wie dieses Affentheater sich immer weiter entwickelt! Es ist schon relativ zynisch, aktiv und in vorauseilendem Gehorsam und ganz besonders eifrig an der Zerstörung unserer Gesellschaft und vor allem der Demokratie mitzuarbeiten. Und jetzt hat keiner etwas davon gewusst. niemand ist verantwortlich und erst recht ist keiner Schuld. Aber erstaunt sind sie alle in den Partei- und Regierungsspitzen. Entweder bedeutet das, sie täuschen uns ganz bewusst, oder es macht klar, dass die Kontrolle über weite Bereiche der angeblich demokratischen Sicherheitsapparate längst verloren gegangen ist! Und so fräge ich mich, bedauerlicherweise einmal mehr, ob das, was in unseren westlichen „Demokratien“ praktiziert und dem Rest der Welt als nachahmens- und bestrebenswert vorgehalten wird, überhaupt Demokratie ist oder doch eher eine faschistoid-kapitalistische Plutokratie, in der die demokratischen Parteien und Institutionen nur noch Potemkin´sche Dörfer sind und die relevanten Entscheidungen in der Realität in den Chefetagen der Großkonzerne getroffen werden?

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Muddi und ihre Halbaffen!

Ja scheiß die Wand an! Muddi macht einen auf volksnah und eröffnet eine Pinguinanlage in Weiss-der-Geier-wo? Dabei kam ihr ein Halbaffe ziemlich nahe und wollte ihr die Klabusterbeerentüte stehlen. Die Behauptung, sie hätte sich mit den Worten: „Das is ja hier wie im Bundestach!“ laut kreischend vom Acker gemacht, um in einem Dixieklo diese Angelegenheit gekonnt auszusitzen, soll allerdings nicht den Tatsachen entsprechen…

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Werfen wir doch die Flinte ins Korn!

Ah ja, die Probleme mit dem Schiessprügel G36 waren schon seit 2012 bekannt? Damals war Thomas de Maiziére (CDU) Verteidigungsministrant. Aber anstatt sich um ordentliche Ausrüstung für die Soldaten zu kümmern, oder auch nur ihre Sorgen ernst zu nehmen, zog er es vor, mit seinem bekannt debilen Grinsen im Land herum zu reisen und sich einen schönen Lenz zu machen.

Nicht anders macht es nun seine Nachfolgerin im Amt, die gnä Frau von der Leyen, die immer so aussieht, als hätte ihr jemand die Mundwinkel hinter der Föhnfrisur festgetackert! Jedoch, wenigstens das muss man neidlos anerkenne. Wo andere zauderten, tut sie erst recht nichts. Außer eine Kommission einsetzen vielleicht, die sich dann über die Kosten mokiert! Für die sie nichts kann! Und was auch nichts an den Tatsachen ändert!

Und was lernen wir daraus? Es bedarf nicht nur keiner besonderen Befähigung, ein/e VerteidigungsministerIn zu sein. Im Gegenteil ist jede Erfahrung wohl eher belastend! Und egal, wie dämlich man sich im Amt auch anstellen mag, so dient es den Ministranten doch als Sprungbrett und verleiht ihnen höhere Weihen!

Thomas de Maiziére ist heute BundesinnenministerIn und geilt sich an der Vorratsdatenspeicherung auf, bedauert menschliche Katastrophen in der Dreckbrühe des Mittelmeeres und ist ansonsten eher distanziert, vor allem wenn es um intelligente und humane Entscheidungen geht! Ursula von der Leyen droht uns mangels geeigneter Anschlussverwendungen womöglich als nächste KandesbunzlerIn, was die Götter verhüten mögen. Aber wen interessiert schon, was wir wollen?
Finden wir uns endlich damit ab, dass wir eigentlich nur die Regierung haben, die wir verdienen…

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Die SPD verrät mal wieder ihre Wurzeln?

Ui, das is ja ein Ding. Siggi Flop versucht nicht nur den lackierten Schröder, sióndern gleich auch noch die CDU, die CSU und sogar die FDP rechts zu überholen und die Wirtschaftskompetenz der Speuialdemokraten auf eindrucksvolle Weise zu demonstrieren! Ein eigenes Wirtschaftsforum? Wer hätte das gedacht? Damit verabschiedet sich die Nomenklatura der SPD wohl endgültig von allem, was sie jemals mit der Arbeitnehmerschaft verband! Aber diese Erkenntnis, so grausam sie den ein oder anderen traditionsbewussten alten Sozialdemokraten jetzt auch treffen mag, ist nicht wirklich neu. Ich denke es ist an der Zeit, dass der Herr im Himmel den guten Sigmar und seine erlauchte Riege lobbyfreundlicher Profiteure mit einem kernigen Blitz beim Scheißen erschlägt! Aber wie so oft wird auch dieses Mal mein Hoffen vergebens gewesen sein!

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Im Namen des Volkes? Ist etwa nur die CDU/CSU das Volk?

Das Bundesverfassungsgericht schéint für die CDU/CSU nicht viel mehr als eine lästige Institution zu sein. Jedenfalls solange es Urteile spricht, die nicht ihren christlich-moralischen Wertvorstellungen entspricht!

„Spricht das Gericht seine Urteile nicht im Sinne mein,
Dann schränk ich halt seine Rechte ein!“

Einmal mehr zeigt die CDU/CSU ihr wahres Gesicht. Nicht nur, dass sie am laufenden Band Gesetze erlassen, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie geschrieben wurden, weil das Bundesverfassungsgericht sie nämlich eines nach dem anderen kassiert und der Politik ins Stammbuch schreibt, sie hätte die Gesetze eben verfassungskonform zu schreiben, glauben (sie sind ja eben dem Namen nach „chrsitlich“) ausgerechnet diese konservativen Marktfetischisten, sich über das Verfassungsgericht stellen zu können und zu bestimmen, was verfassungsgemäß ist und was nicht? Das, meine Damen und Herren Geschworenen, äh sorry, Verfassungsrichter, schlägt dem Faß der Demokratie die Krone der Freiheit in die Fresse!
Wer jetzt noch glaubt, diese Volksvertreter würden den Willen des Volkes vertreten (obwohl sie ihn eher zertreten), der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten, oder an den Weihnachtsmann!

Obwohl es schont seltsam anmutet, dass ausgerechnet die Politik die Richterposten nach Proporz verteilt und quasi unter der Hand verscherbelt, erregt man sich von Seiten der Union ganz besonders über einen gewissen Peter Huber, seines Zeichens ehedem Innenminister in Thüringen (und zwar von der CDU, wohlgemerkelt). Er hat wohl die eben erst neu erfundene Drei-Prozent-Hürde für die Europawahl gekippt, nachdem schon die Fünf-Prozent-Hürde gefallen war!

Das kam bei seinen früheren Parteifreunden nicht gut an, wie der Spiegel Online schreibt, denn die werfen ihm nun vor, „er tue so, als hätte er nie etwas mit der Union zu tun gehabt“.

Nun kann man den Unmut bei den strammen Konservativen ja durchaus nachvollziehen, wenn auch nicht so ganz verstehen. Schließlich darf man einem Verfassungsrichter nicht das Recht absprechen, schlauer zu werden und einstige Fehler einzusehen. Das ist natürlich nur eine Vermutung, aber ganz von der Hand zu weisen ist sie nicht. Wenn jemandem bewusst wird, mit wem er sich da eingelassen hatte und nun nichts mehr davon wissen will, darf er sich ruhig distanzieren.

Andererseits erkennt man nun auch klar, dass (nicht nur) die CDU/CSU mit der Entsendung „ihrer“ Richter in die diversen Senate, lediglich ein Ziel verfolgt – Urteile im Sinne ihrer eigenen ideologischen Vorstellungen herbei zu führen! Das tut natürlich auch die SPD, aber solange das beide groén Parteien tun, sollte die Rechtsprechung in der Regel, wenn schon nicht immer gerecht, so doch wenigstens ausgewogen sein.

Man muss aber auch die Frage in den Raum stellen, wie extrem und unredlich muss eigentlich die permanente Verletzung der Verfassung durch die Regierungsparteien sein, wenn die Verfassungsrichter die Meinung vertreten, dieser Art des regierens einen Riegel vorschieben und die Politik derart maßregeln zu müssen?

Wieder einmal steh ich mit ein wenig Ver-, aber auch Bewunderung vor unserem Bundesverfassungsgericht und erlaube mir die Anmerkung, dass es schon recht bemerkenswert ist, wenn ehemalige, man kann durchaus sagen abgehalfterte und abgeschobene, Parteipolitiker in ihrem neuen Amt plötzlich erkennen, um was es bei Freiheit und Demokratie eigentlich wirklich geht und nicht das tun, was die Politik von ihnen erwartet – nämlich alles abnicken und dann ist es gut!

Und weiter dürfen wir uns fragen, ob das immer gut geht, diese Wandlung vom konservativen, neoliberalen, oder spezialdemokratischen Saulus, hin zum freiheitlichen und demokratischen, Paulus, der die Verfassung unseres Landes gegen die unseligen Einflüsse der Parteien, der Wirtschafts- und Interessenverbände und nicht zuletzt der Lobbyisten schützt und verteidigt?

Es könnte auch anders kommen! Aber es wird garantiert nicht besser, wenn die Rechte dieses Verfassungsgerichtes beschnitten und den Wünschen der Union geopfert werden. Man kann darüber nachdenken, wie man die Wahl der Verfassungsrichter vom Einfluss der Politik befreit und sie vor anderen Einflussnahmen schützt. Aber man darf die Arbeitfähigkeit und die Unabhängigkeit unserer Verfassungsrichter niemals begrenzen!

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60 Jahre Bundesrepublik und Grundgesetz!

Morgen ist es so weit! Am 23. Mai feiern sowohl die Bundesrepublik Deutschland, als auch das Grundgesetz ihren 60. Geburtstag. Wenn man es recht betrachtet lässt sich nicht verleugnen, dass beide in 5 Jahren, oder vielleicht auch in 7, das Rentenalter erreichen. Es sei denn, die Politik beschliesst erneut eine Heraufsetzung des Renteneintrittsalters. Wie ist es überhaupt dazu gekommen, dass wir ein Grundgesetz haben, das in seiner Form  einmalig auf der Welt ist?

Es waren die schrecklichen Erfahrungen aus der Zeit der NS-Herrschaft, in der es keine Rechte, keinen Rechtsstaat, keine Freiheit gab, sondern Willkür, Terror, Vernichtung, Folter! Als der 2. Weltkrieg mit der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht endlich ein Ende fand, dachten die traumatisierten Überlebenden darüber nach, wie man für alle Zeiten ein solch menschenverachtendes System verhindern könnte. Monatelang berieten und verhandelten Politiker aller Parteien über das Grundgesetz und die Paragraphen, die es enthalten sollte und schließlich wurde man sich einig. An den Anfang des neuen Gesetzeswerkes stellte man die sogenannten Grundrechte, unveräußerliche Rechte, die jedem Menschen von Geburt an zugestanden wurden. Sogar die drei westlichen Besatzungsmächte gaben ihre Zustimmung und so wurde am 23. Mai 1949 die Bundesrepublik Deutschland gegründet. Das Grundgesetz war das Fundament, auf dem der neue Staat errichtet werden sollte.

Eine Fülle von Rechten und Pflichten für die Menschen in diesem Lande war damit festgelegt, um ein mehr oder weniger gedeihliches Miteinander zu garantieren. Und gleichzeitig gab es von Anfang an Versuche, die eben zuerkannten Rechte wieder zu beschneiden. So wie in den 70er Jahren, als der Staat versuchte den Terror der RAF durch die Beschneidung der Rechte der Bevölkerung zu bekämpfen. Rasterfahndung hieß das System, mit dem man wahllos und ohne jede Kontrolle sämtliche zur Verfügung stehenden Datensammlungen nach Personen durchwühlte, auf die bestimmte Merkmale zutrafen. Was mit den erhobenen Daten unbescholtener Bürger geschah, ist ungeklärt. Aber es ist auch klar, dass dieser Schritt nur einer auf dem langen Wege der Aushöhlung des Grundgesetzes war. Und die Unrühmlichste Rolle in diesen Bemühungen spielt zweifellos  Innenminister Wolfgang Schäuble, der alles in seiner Macht stehende unternimmt, um aus der Bundesrepublik Deutschland einen Überwachungsstaat à la DDR zu machen. Vernetzte Datensammlungen, Datenabgleich unterschiedlichster Behörden, selbst bei Bagatellverstössen gegen Verkehrsrecht. Es gilt nicht mehr die Unschuldsvermutung, jeder ist nun von vornherein erst einmal verdächtig. Viel ist vom Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung nicht mehr übrig geblieben. Doch das alles scheint noch immer nicht genug. Internetzensur greift immer mehr um sich, angeblich um Kinderschändern das grausame Handwerk zu legen. Aber die Sammlung von Daten der Internetnutzer kann nicht nur zu diesem Zweck genutzt werden. Und wer kontrolliert, was mit den erhobenen Daten geschieht? Niemand! Man muss sich auf das Versprechen des Staates verlassen, die Daten unbescholtener Bürger zu löschen. Leichter gesagt als getan. Die Verlockung ist sehr groß, diese Daten zu speichern um sie bei Bedarf  „Simsalabim“ aus dem Hut zu zaubern.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Staat mittlerweile davon ausgeht, dass seine Bürger grundsätzlich alle potenzielle Feinde sind. Anders kann ich mir nicht erklären, warum man so gezielt und konsequent das Grundgesetz aus den Angeln zu heben trachtet. Dies war ganz sicher nicht die Intention der Männer und Frauen, die das Grundgesetz aus der Taufe hoben. Als sie in die Grundrechte hineinschrieben, jeder Mensch habe das Recht, seine Meinung frei zu äußern, so meinten sie alle Menschen. Wäre das anders gewesen, so stünde da beispielsweise nicht…

Artikel 5

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Eine Zensur findet also nicht statt? So sieht es das Grundgesetz vor. Trotzdem schreibt nicht jeder was er denkt, wenn es den Wünschen der Regierenden wiederspricht. Das Ganze nennt sich dann vorauseilender Gehorsam, oder auf gut Deutsch „Arschkriecherei“ und „Anbiederung“.

und

Artikel 18

Wer die Freiheit der Meinungsäußerung, insbesondere die Pressefreiheit (Artikel 5 Absatz 1), die Lehrfreiheit (Artikel 5 Absatz 3), die Versammlungsfreiheit (Artikel 8), die Vereinigungsfreiheit (Artikel 9), das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis (Artikel 10), das Eigentum (Artikel 14) oder das Asylrecht (Artikel 16a) zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung mißbraucht, verwirkt diese Grundrechte. Die Verwirkung und ihr Ausmaß werden durch das Bundesverfassungsgericht ausgesprochen.

…das Bundesverfassungsgericht also ist die einzige Institution, die das Recht auf freie Meinungsäußerung aufheben kann. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die Verfassungsrichter sämtlichen Rechts- oder Linksradikalen dieses Recht abgesprochen hätten. Trotzdem erdreistet dich die Regierung, zu verfahren wie ihr beliebt. Ein NPD-Verbot geht mangels verwertbarer Beweise in die Hose (oder in die Robe der Verfassungsrichter) und auf Grund der Tatsache, dass vermutlich 50% der NPD-Mitglieder Mitarbeiter des Verfassungsschutzes sind. Und weil man schließlich bei Aufmärschen der NPD nur ungern die eigenen Leute verprügeln will, drischt man mit Vorliebe auf vermeintlich Linke ein.

Unseren Staat interessieren die Grundrechte aber nur dann, wenn er sich damit brüsten und gegen andere politische Systeme drohend den moralischen Zeigefinger erheben will. Es wäre aber unfair zu behaupten, andere, vorwiegend europäische Staaten seien weniger demokratisch, nur weil sie kein eigenes Grundgesetz haben. Ein solches ist nicht Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie und es erleichtert eine solche noch nicht einmal. Es mag zwar in unserem speziellen deutschen Fall und mit unserer Nazivergangenheit notwendig gewesen sein, ein solches Grundgesetz zu schaffen. Aber das macht uns weder zu besseren Demokraten, noch zu besseren Menschen. Die politischen Versuche, das Grundgesetz seiner wahren Inhalte zu berauben, zeigt einmal mehr, dass die Politik weder willens noch in der Lage ist, Angriffen auf unsere Demokratie etwas anderes entgegen zu setzen, als Gewalt. Staatsgewalt zwar, aber das macht sie nicht weniger gewalttätig als die übliche Gewalt. Der Staat sieht sich außerstande, politische und religiöse Extremisten mittels demokratischer Prozesse von ihren irrigen Überzeugungen abzubringen. Er will vielmehr allen Menschen in seinen Grenzen die Rechte so beschneiden, dass er ohne große Mühe und so effektiv wie möglich, ihm unliebsame Menschen aussortieren und aburteilen kann. Das dabei hin und wieder auch Unschuldige zu Opfern werden, braucht nicht weiter zu stören. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich´s völlig ungeniert, heisst es doch so schön.

Naja, was soll ich noch sagen? Das alte Mädchen Bundesrepublik ist in die Jahre gekommen und weil es meine Heimat ist, gratuliere ich ganz herzlich. Es würde mich freuen, wenn sie noch mal 60 Jahre macht – wenigstens, denn vielleicht schaffen wir es dann endlich mal, die Grund- und die Menschenrechte zu verwirklichen und zwar richtig. Das wird aber nur funktionieren, wenn ein bisschen soziale Wärme in unserem Land Einzug hält. Wenn Hartz IV endlich wieder abgeschafft wird und der unselige Trend zur allgegenwärtigen Kommerzialisierung gestoppt und umgekehrt wird. Sonst kann es sein, dass in 20 Jahren der Mob die Straßen regiert. Irgendwann begreifen vielleicht auch die Politiker, dass es nicht funktionieren kann, wenn man das Gesundheitssystem zu einem gewinnorientierten Unternehmen umbaut, wenn staatliche Aufgaben privatisiert werden (Post, Bahn, Straßenbau, Militär) und die Rentenversicherung zum reinen Privatvergnügen verkommt. Ein wenig Sinn könnte ich darin entdecken, wenn der Staat – in dem Maß, wie er sich aus seinen Aufgaben zurückzieht – die Steuern senkt. Aber genau das tut er nicht. Er kassiert immer weiter und man darf sich schon fragen, wozu man so viel Steuern bezahlt, wenn die Ausstellung eines Reisepasses dann immer noch 59,- Euro kostet.

Auch dem Grundgesetz gratuliere ich von Herzen. Es war ein guter Anfang. Aber eine Garantie für Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit ist es deshalb noch lange nicht. Aber es ist besser als nichts! Es wäre wirklich schön, wenn die hehren Gedanken, die in das Grundgesetz eingeflossen sind, nicht nur auf dem Papier dort stehen, sondern wenn sie wirklich zur Grundlage des Staates gemacht würden. Freiheit ist ein kostbares Gut! Es ist viel zu kostbar, um sie auf dem Altar des Verfolgungswahns eines Wolfgang Schäuble zu opfern. Er macht halt auch nur das, was alle Politiker machen. Er doktort an den Symptomen herum, aber die Ursachen interessieren ihn einen Scheiss. Blinder Aktionismus heisst das Gebot der Stunde, wenn es darum geht islamistischen Terroristen das Handwerk zu legen. Aber warum engt man unsere Grundrechte dafür ein, wenn man sich gleichzeitig darauf hinweisen lassen muss, dass es einen 100%igen Schutz nicht geben kann. Darum bin ich auch nicht bereit, auf meine Grundrechte zu verzichten! Amen!

Und Euch, die Ihr meine Daten speichert und mich ausspioniert, Euch aber sag ich:“Ihr könnt mich mal im Arsche lecken!“ (ein wenig frei zitiert nach dem edlen Götz v. Berlichingen)

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