Mindestlohn! Und dann?

Wie verkaufe ich einen Misserfolg zunächst bei der Bundestagswahl, dem Parteivolk  als einen Triumph? Nun, zunächst muss ich versuchen, den Leuten klar zu machen, dass ein Stimmenplus von 2,5% ein grandioser Erfolg ist, im Gegensatz zu dem historischen Wahldebakel von vor 4 Jahren, als die SPD mit nur 23% der Stimmen sang- aber doch nicht ganz klanglos unterging!

Okay,  2,5% mehr sind 2,5% mehr. Daran gibt es nichts zu deuteln. Aber nach dem schlechtesten Wahlergebnis in der Geschichte der guten alten Tante SPD, gab es diesmal das zweit schlechteste Ergebnis und das ist ja nun wahrhaftig kein Grund um ausgelassen zu feiern und Jubelgesänge oder Hymnen anzustimmen!

Da muss man sich schon etwas einfallen lassen, um so etwas als Erfolg zu verkaufen. Aber an Phantasie mangelte es den Genossen noch nie. Genausowenig wie allen anderen Wahlverlierern, die aus einer krachenden Niederlage einen prachtvollen Erfolg zu zaubern versuchten, welcher politischen Richtung auch immer sie angehören mochten! Da machen auch die Spezialdemokraten keine Ausnahme.
Nichts ist so alt. wie die Zeitung, oder das Wahlergebnis von gestern!

Und nichts ist so nervig wie nörgelnde Mitglieder oder Wähler überhaupt, die mit nichts zufrieden sind. Zwar hat man vor der Wahl vollmundig verkündet, mit den Grünen koalieren zu wollen, auf keinen Fall aber mit der Union, mit der es ja so gar keine Schnittmengen gäbe. Jedoch nach der Wahl wird alles nicht mehr so heiss gegessen, wie es vor der Wahl lauwarm gekocht wurde. Aus den 25,7%,  die  ihre Stimme deshalb der SPD gegeben haben, weil man auf eine Koalitionszusage mit den Grünen vertraute, wird plötzlich eine Kloalition mit der Union gebastelt, mit der man ja nie wollte, aber auf Grund des Wählerwillens eben nun doch koitieren müsse.

Und  so  wird  aus einem absoluten „nogo“ mit der CDU/CSU ein bescheidenen, aber dennoch staatstragendes „mustgo“, weil man ja eine gesellschaftliche Verantwortung zu tragen habe, die sich jedoch bedauerlicherweise nicht in hammerharter und unbequemer Oppositionsarbeit erschöpft, oder sogar in rot-rot-grünen Sondierungs-, vielleicht auch Koalitionsgesprächen, sondern im Verschachern von Pöstchen, Sicherung von Pfründen und dem Bestreben, den eigenen Arsch gesellschaftspolitisch an die Wand zu drücken!

Was der Wähler davon hält, wird sich gelegentlich bei Neuwahlen zeigen, die irgendwann unweigerlich  kommen, ob es der SPD und/oder der CDU/CSU nun passt oder nicht!

Und mal ganz ehrlich! Dieses Geschwätz von wegen „wir haben die verantwortung, dem Land eine stabile Regierung zu geben“, völlig egal, wie der Wille des Souveräns, auch Wähler genannt, auch aussehen mag, kann ich nicht mehr hören! Man könnte mit Fug und Recht behaupten, der Wählerwille sei die große Kloalition gewesen, wenn man das vorher angestrebt hätte, also offen gesagt:“Ja, wir wollen mit der Union in ihre schwarzen Bettlaken steigen und es wie die Spechte miteinander treiben, als gäbe es kein morgen!“

Das wäre dann okay gewesen – wenn diese Konstellation eine Mehrheit bekommen hätte.

Aber dem war nicht so. Ganz im Gegenteil, man schrie nach den Grünen und band sich an sie, unterstützte sie und fuhr dann zwar ein beschissenes Wahlergebnis ein, aber dies nicht ohne die zumindest theoretische Möglichkeit einer rot-rot-grünen Koalition! Und nun kommt die SPD, in Gestalt der immer durstigen Andrea Nahles anmarschiert und sagt ganz unverfroren, der Wille des Wählers sei die GroKo gewesen? Bei einer solchen Logik, inklusive einer Verdrehung der Tatsachen, fallen mir echt die Eier ab!

Irgendwie bin ich schon echt froh, dass ich mich rechtzeitig von der alten Tante abgesetzt habe. Denn die Verantwortung für das, was jetzt kommt, die wollte ich nicht mittragen!

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Wie gehts weiter, SPD?

Jetzt haben wir es schwarz auf weiss und, dafür sollte wir von ganzem Herzen und mehr als dankbar sein, erst recht nicht (mehr) schwarz auf gelb, die SPD ist eine Volkspartei ohne Volk und ohne Wähler!

Woran das liegen mag? Sicher nicht an den Wählern, oder am Volk. Die Ursache mag eher eine Sozialdemokratie sein, die nicht nur all das verraten hatte, was Sozialdemokratie noch in den 60er und 70er Jahren ausgemacht hat: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit (noch heute oft auf der traditionsreichen SPD-Fahne freudig erregt vor sich her getragen) und das Wissen um die Tatsache, dass es in Deutschland eine Arbeiterklasse gibt, die einen politischen Arm braucht, deren Interessen zu vertreten und für deren Rechte zu kämpfen, sondern die einfach negierte, dass es eine Arbeiterschaft und die Notwendigkeit, für deren Rechte zu streiten, überhaupt noch gibt!

 Damit war es spätestens mit dem „Genossen der Bosse“ vorbei. Die SPD warf all ihre Traditionen über Bord und verneinte plötzlich alles, wofür sie einst stand und einstand und damit ja niemand auf die Idee kam, man könne dorthin zurück, wo man einst hergekommen ist, sägte man die eigenen Wurzeln ab und erklärte sich forsch zur neuen Partei der Mitte, weil es ja eine Arbeiterklasse an und für sich nicht mehr gäbe – jedenfalls nicht in dem Ausmaß, dass man deren Interessen noch vertreten müsste!

Ein grober Irrtum, wie sich mittlerweile herausgestellt hat! Während die SPD mit einem ganz seicht links angehauchten Wahlprogramm und einem rechten Spitzenkandidaten in die Scheiße fuhr, schwang sich Muddi, zwar ohne irgendein Wahlprogramm, aber wenn, dann mit deutlich sozialdemokratischen Aussagen (wenn auch in völlig belangloser und nicht ernst zu nehmender Form) zu einem atemberaubenden Höhenflug startete. So veraltet können sozialdemokratische Standpunkte aus der Sicht des Wählers also doch noch nicht sein.

Und so sehen wir mit grausen, dass die Stimmen, die der SPD regelmäßig bei Wahlen fehlen, der CDU zum Sieg verhelfen. Und die Tatsache, dass die SPD sich wie ein verhaltensgestörtes Huhn ständig von der Linken distanziert, die in ihrer Mehrheit ehemals linke SPD-Anhänger sind, lachen sich die Konservativen Kräfte halbtot über die Dummheit, mit der im Willy-Brandt-Haus Politik zu machen versucht wird, manchmals sogar Wahlkampf. Der Dilletantismus feiert ein ums andere Mal fröhliche Urständ!

Und weil man einfach nicht einsehen will, dass man Fehler gemacht hat und zwar verheerende Fehler, versucht man nun halbherzig an den desaströsen Folgen der Agenda 2010 und den hartz-Gesetzen herumzudoktern und ein kleines bisschen zurück zu rudern – mit demselben „Spitzen“personal, dass genau dieses Debakel für die Arbeiterschaft und die kleinen Angestellten zu verantworten hat!

Ein Elefant bleibt ein Elefant, auch wenn man ihn rosa anstreicht. Und Peer Steinbrück ist genau dieser Elefant, der als Spitzenkandidat mit dem Charm einer vollgekackten Kloschüssel plötzlich (halb)linke Ideen propagierte, die er noch vor Kurzem vehement bekämpft hatte.

Wie wenig überzeugend er dabei war, zeigt das zweitschlechteste Wahlergebnis der SPD bei einer Bundestagswahl!

Und einen echten Wahlkampf gegen die Unionsparteien, Muddi und die Marktradikalen der FDP musste man auch lange suchen, ohne ihn jedoch zu finden. Er fand nicht statt, ganz gleich, welche Vorlage die politische Gegner von CDU/CSU, oder die gelben Sumpfdotterblumen des zur Staatsdoktrin erhobenen Wirtschaftslobbyismus auch lieferten.

Für viele, zu viele, sah das nach einem bewussten Streben nach der muffig-warmen Großen K(l)oalition aus und in der Tat scheint sich dies nun zu bewahrheiten. Wohl hat Steinbrück dies mit leicht mürrischem Gesicht stets kategorisch bestritten, aber wirklich polarisieren konnte und wollte er im Wahlkampf nicht. Zu sehr überschneiden sich doch die Programmatik der gewendeten SPD mittlerweile mit dem ebenso inhalts-, wie programmlosen „Merkeliamismus“ von Muddis Gurkentruppe!

Die SPD braucht eine Erneuerung, programmatisch und erst recht personell! Und sie braucht eine Rückkehr zu ihren Wurzeln als Partei des kleinen Mannes, bzw. der kleinen Frau! Das erfordert eine innerparteiliche Auseinandersetzung bis aufs Messer, eine Abrechnung mit der Ära Schröder und den Seeheimern, die viel zu lange die Richtung der Partei bestimmt haben!

Jetzt ist die Zeit gekommen, um abzurechnen mit Marktradikalismus, staatlich verordneter Armut, unzulänglicher Gesundheitsfürsorge und Zwei-Klassen-Medizin, Bildungschancen, die abhängig sind vom Umfang des elterlichen Geldbeutels. Es muss Schluss sein mit unbezahlbaren Mieten, Massenarbeitslosigkeit und Kriegseinsätzen im Ausland, deren Ziel es ist, die strategischen Interessen der USA zu schützen. Es kann nicht sein, dass Menschen sich Energie nicht leisten können, dass ihnen ihr Lohn nach einem Monat Arbeit nicht reicht um sich und ihre Familien damit zu ernähren und zu kleiden! Es muss Schluss sein mit den Tafeln, bei denen sich Arme und Kranke mit dem Müll ernähren müssen, der von den Wohlhabenden und/oder Unternehmen weggeschmissen wird!

Und endlich muss der Primat der Wirtschaft über die Politik gebrochen werden! Politik muss für diejenigen gemacht werden, die die Regierungen wählen und nicht von Unternehmen, die unsere Mandatsträger kaufen, bestechen und beeinflussen!

Aber vermutlich wird das mein, unser Wunschdenken bleiben. Bislang sieht es nicht wirklich danach aus, dass der Wille zur Veränderung innerhalb der SPD nun Raum greifen könnte. Das Gesindel an der Spitze der FDP hat den Bettel schin hingeschmissen. die sind sowieso so überflüssig, wie ein Kropf, oder wie dem Papst seine Eier. Die Führungsriege der Grünen hat ebenfalls das Handtuch geworfen und wird sich wohl nun in der Hauptsache mit ihren innerparteilichen Erfahrungen zum Thema Pädophilie auseinandersetzen. Und Du, alte Tante SPD? Wo willst Du hin? Wie geht es mit Dir weiter?

Immer wenn ich traurig bin…

 

…trink ich einen Korn. Wenn ich dann noch traurig bin trink ich noch´n Korn. Wenn ich dann noch traurig bin, trink ich noch´n Korn. Wenn ich dann noch traurig bin, fang ich an von vorn!

So meisterhaft brachte es Heinz Erhardt auf den Punkt, wie man ruckzuck zum Alkoholiker werden kann, in unserem Lande. Und Gründe dafür, sich dem Suff zu ergeben, findet man allenthalben. Einer der Gründe wäre zum Beispiel unsere Bundesregierung, allen voran Muddi, eine kaum zu ertragende tägliche Folter für Augen und Sinne, eine auf Dauer psychisch krankmachende Belastung aus geistigem Tieffluglärm und bodenloser Dummheit, aus Ignoranz und Käuflichkeit!

Aber es wäre keine wirkliche wertkonservative Regierung, mit einigen kleineren (wenn auch ziemlich lästigen, ähnlich einem anständigen Fußpilz) liberalen Infektionsherden, wenn sie sich nicht versuchte äußerlich und auch verbal den Anschein zu geben, sie sei auch ein ganz klein wenig sozial eingestellt und alles, was man zum Wohle der darbenden Wirtschaft tue, sei letztlich nur zum Besten der Bürger, die ja leider auch die Wähler sind!

Soziale Wohlfühlpolitik mit schwarzgelbem Anstrich, aber ohne jeden Inhalt, das ist genau das, was man von dieser Bundesregierung erwarten kann. Und wer noch nicht zum Säufer geworden ist, der kann es spätestens nach der Bundestagswahl am 22. September werden, wenn Muddi ihre aparten Hängebäckchen für weitere vier Jahre durch die Nachrichtensendungen der Republik schleppen darf.

Eigentlich ist es ja fast nicht meine Art, sich über die körperlichen Unzulänglichkeiten gewisser Politiker lustig zu machen. Aber was gibt es sonst, worüber man bei der Teflonmuddi herziehen könnte? Außer einer erlesenen Kollektion grässlicher Hosenanzüge, ihrer in der Art eines Fruchtbarkeitssymbols zusammen gelegten Hände und eben ihre Backen, die ihr, zusammen mit ihrer Ein“faltigkeit“ das Aussehen einer Bauchrednerpuppe geben, hat sie nicht viel zu bieten. Inhaltsleeres, ja sogar sinnentleertes Reden. Eine Politik ohne jede Richtung, dafür aber in jedem Falle alternativlos und eine Regierungsmannschaft, die außer ihren persönlichen Egoismen nichts weiter herzuzeigen hat! Die Behauptung, diese Regierung leide an Auszehrung, ist eine schlichte, aber doch starke Untertreibung.

Während die meisten Kabinettsmitglieder in erster Linie durch ihre Lustlosigkeit auffallen, gibt es aber auch ein paar Ausnahmen, die sich so richtig den Arsch aufreißen – jedenfalls für die Lobbyinteressen, die ihnen von den entsprechenden Leuten nahegebracht und schmackhaft gemacht werden. Und weil man ja sowieso die Meinung vertritt, das es den Menschen nur dann gut gehe, wenn die Wirtschaft brummt, vertritt man eben die Interessen der Wirtschaft und das mit einem Elan, der schon ans wunderbare grenzt!

Der Eifer beispielsweise, mit dem sich der Wirtschaftsminister Rösler gegen jedweden Schutz der Umwelt einsetzt und die Chuzpe, mit der er regenerative Energien schlechtredet, um den Energiekonzernen in den Analkanal zu kriechen, sucht schon seinesgleichen. Ebenfalls der beispiellose Einsatz des Herrn Bahr, der ja quasi im Hauptnebenjob die Pharmaindustrie vertritt, oder Nirk Diebel, der aus der Entwicklungshilfe für die Ärmsten der Armen in den Ländern der Dritten Welt ein (zugegebenermaßen recht effektives) Tool zur Förderung deutscher Wirtschaftsinteressen gemacht hat, bieten einen kleinen Überblick über die Fähigkeit liberaler Politiker, ihre Ministerien unmittelbar in den Dienst großer Konzerne zu stellen! Zwischen deutscher Wirtschaftspolitik und deutschen Wirtschaftsinteressen passt kein Blatt Papier, soviel ist mal sicher!

Den Rest dieses Ensembles an Knallchargen und nichtsnutzigen Trantüten, bilden der fröhliche Reigen unbedeutender und beliebig austauschbarer Ja-Sager aus CDU und CSU, die ihr christlich Weltbild wie eine Monstranz vor sich hertragen, aber ansonsten nicht in der Lage sind ein Loch in den Schnee zu brunzen!

Ursel von der Leyen, die einst als NachfolgerIn der Muddi gehandelte erfolglose Ex-Familien- und jetzt ebenso erfolglose ArbeitsministerIn unter deren weiser Führung sich die Arbeitsagentur als ein einziges Lügeninstrumentarium entpuppt, dass sich seine Erfolge aus den Bemühungen der Arbeitslosen um einen Arbeitsplatz selbst zusammenbastelt. Man muss ja zeigen, wie wichtig man ist…

Finanzminister Sch(r)äuble, der Gollum der deutschen Finanz- und Steuerpolitik…

Frau Schröder, die ebenso nichtssagende, wie ahnungslose FamilienministerIn, die an „das“ Gott glaubt, oder was auch immer und deren Charisma in etwa dem einer verstorbenen Miesmuschel entspricht…

Der Innenfriedrich, dem Recht(e) und (Un)Ordnung über alles geht, vielleicht auch noch Deutschland über alles, der aus unserem Land einen Überwachungsstaat machen möchte, den noch nicht einmal Orson Wells für möglich gehalten hätte…

Thomas de Maiziére, der Kriegsminister, dem die Aufklärungsdrohnen reihenweise vor die Füße fallen und dessen persönliches Lieblingsprojekt, die unbezahlbare Drohnemit Namen Euro-Hawk zur Bruchlandung gezwungen wurde, möchte demnächst Deutschlands Freiheit und Demokratie am Olympus Mons auf dem Mars verteidigen…

Und zu guter-, oder schlechterletzt, der Herr Altmaier, Deutschlands Antwort auf Oliver Hardy (der wenigstens tiefgründig witzig war), im Amt des Umweltministers, der so gerne auf eine Strompreisbremse treten möchte, die es nie geben wird. Sein eigentlicher Job scheint der des Pausenclowns zu sein. Immer wenn die Bundesregierung, in Gestalt von Muddi, mal nichts zu sagen hat, tritt er herfür, ergeht sich in haltlosen Ankündigungen und verteidigt eine Energiepolitik, die aus dem Businessplan von Eon oder RWE zu stammen scheint…

Und als wenn das noch nicht genug wäre, sollen wir am 22. September erneut zur Wahlurne schreiten und unsere Stimmen abgeben, damit Muddi weiter ihr Süppchen kochen kann? Vor der Wahl wird uns nun von der Union das Blaue vom Himmel herunter gelogen – unter Finanzierungsvorbehalt versteht sich – und nach der Wahl wird eifrig weiter den Konzernen in den Arsch gekrochen!

Besonders beunruhigend finde ich das merkwürdige Schweigen der Sozialdemokratie zu all diesen eigentlich herrlich offenen Flanken der Union. Aber wahrscheinlich hat man einfach zu viel Respekt vor Muddi und ihrem alternativlos nichtssagendem Gewäsch. Wer will es sich schon mit seinem zukünftigen Kloalitionspartner verderben, wenn man als Juniorpartner in Merkels Katastrophen-Kabinett einsteigen will, als Ersatzspieler für die hoffentlich an ihrer eigenen Lobbyhörigkeit scheiternden FDP! Vorausgesetzt, man kommt überhaupt über die 5%-Hürde!

Steinkrücks Impotenz-Team

 

Wer schon dachte, es könne nicht mehr schlimmer kommen im Vorwahlkampf der SPD zur Bundestagswahl 2013, der sieht sich nun enttäuscht. Zwar ist das komplette Kompetenz-Team des Kanzlerkandidaten nun präsentiert, bedauerlicherweise ging das Spektakulum aber unter in dem Getöse, mit dem Peer Steinbrücks Sprecher Michael Donnerwetter…ähm, nein…Donnermeyer, geschasst wurde – und in dem Gedöns um de Maizières Euro-Hawk-Desaster!

 

Seine „Leistungen“ und Fehleinschätzungen der Lage, sowie der Fähigkeit seines Protagonisten, des früher reichlich schwarzen, bisweilen auch ziemlich gelben und nun plötzlich rot gewordenen Peer richtig einzuschätzen und nur das an die geile Journaille durchdringen zu lassen, was auch ohne Skandal druckreif wäre, schlugen dem Kanzlerkandidaten die Krone ins Gesicht!

Bis heute ungeklärt ist die Frage, wofür Steinbrück eigentlich steht. Wofür die SPD steht, wissen wir mittlerweile. Für nichts Greifbares in jedem Fall. Und das, was Muddi und ihre Katastrophenregierung angreifbar macht, kann weder die SPD noch ihr designierter Kandidat greifen. Wahrscheinlich will er das auch gar nicht. Denn, das sollten wir immer im Hinterkopf behalten, wenn die Wahlen in die Hose gehen – und danach sieht es im Moment ziemlich sicher aus – wird die CDU/CSU einen Kloalitionspartner brauchen und wer sollte das wohl sein, wenn die FDP, wie wir alle hoffen und worum wir sogar als überzeugte Atheisten inbrünstig beten, an der 5%-Hürde scheitert?

 

Ja ja, Peer hat gesagt, nicht mit ihm und überhaupt. Aber die SPD wird sich die Chance auf eine Regierungsbeteiligung sicher nicht nehmen lassen, wenn sie sich ihr bietet und sei es nur als Juniorpartner der großen schwarzen Muddi im KanzerInnenamt!

 

Das linke Lager, so man es überhaupt als solches bezeichnen kann, erodiert immer mehr, wie die Dämme im Osten Deutschlands unter der zweiten Jahrhundertflut binnen 11 Jahren. Die Grünen halten zwar ihre durchschnittlich 20% in den Umfragen, aber die SPD hat die besten Aussichten, sich aus dem verein der großen Volksparteien zu verabschieden und ebenfalls bis in die ferne Zukunft bei Werten um die 20% herum zu krebsen.

 

Die Nichtwähler bilden eine immer größere Gruppe, mittlerweile die größte Gruppe bei Wahlen überhaupt. Das Problem ist, dass die Nichtwähler nicht nur einfach nicht zur Wahl gehen, sondern sich aus der Demokratie ganz allgemein zu verabschieden scheinen. Und es sind nicht die Gebildeten und Wohlhabenden, die sich der Demokratie verweigern. Es sind jene Leute, die früher in ihrer großen Mehrzahl die SPD gewählt haben!

 

Aber die SPD hat sich dazu entschieden, eine Partei der Mitte zu sein und nun muss sie auch die Konsequenzen tragen. Die Hauptkonsequenz ist dabei, dass die Wähler sie für überflüssig halten. Denn wer braucht schon eine zweite CDU? Vor allem, wenn die CDU mittlerweile die Felder zu besetzen versucht, die früher das Spezialdemokratie waren – Arbeit, Soziales, Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit. All das kann Muddi´s Wahlverein zwar nicht besser, aber darüber ärgern sich die Wähler nach der Wahl. Vorher glaubt man gern den Versprechungen, die Muddi eifrig im Munde führt, während sie als KatastrophentouristIn durchs überflutete Land reist.

 

Fragt man die SPD. So bekommt man zu hören, man müsse sich neu orientieren, weil es die Stammwählerschaft, also die Arbeiter nicht mehr gäbe. Darum meint sie, meinen ihre führenden Genossen, dass man sein Heil in der „Mitte“ suchen und auch finden müsse. In der „Mitte“, wo auch die FDP schon um die wohlhabenden Wählerstimmen buhlt. In der „Mitte“, wo die CDU/CSU um die Stimmen sogenannter wertkonservativer Kirchgänger und die paar verirrten und enttäuschten Schäfchen aus sozialdemokratischen Hochzeiten wirbt, denen man eine Heimat in den verkrusteten Strukturen ihrer patriarchalisch orientierten Männerwelt anbietet.

 

Und was macht die SPD? Steht sie dagegen auf? Legt sie die Finger in die Wunden der Regierungspolitik? Nein, man verhält sich ruhig und gesittet und versucht nicht aufzufallen, während man weiter nach einer neuen Wählerschaft sucht, die es schlicht und einfach gar nicht gibt!

 

Wer vertritt die Interessen des kleinen Mannes und der kleinen Frau? Wer kümmert sich um die Bedürfnisse der Arbeiter, Beamten und einfachen Angestellten? Wer kümmert sich um die Wohnungsnot und um bezahlbaren Wohnraum? Wer sorgt dafür, dass Strom, Wasser und Grundnahrungsmittel erschwinglich bleiben? Wer begrenzt die Macht der Konzerne, der Banken, wer zeigt dem Markt seine Grenzen auf? Wer gebietet der Lobby Einhalt und bekämpft Kriminalität, Drogenhandel und Prostitution? Niemand, jedenfalls nicht die SPD.

 

Und zu allem Überfluss verpflichtet Peer Steinbrück, mit seinem feinen Gespür für Fettnäpfchen, nach seiner ersten „Heuschrecke“ und dem Versager Michael Donnermeyer, mit sicherem Griff ins Klo den ehemaligen Bild-Korrespondenten Rolf Kleine, der zuletzt als Pressesprecher ausgerechnet der Deutschen Annington (einer Heuschrecke also!) gearbeitet hat, einem Konzern, der bisher in keinster Weise durch seine soziale Einstellung und sein verantwortliches Handeln gegenüber seinen zahllosen Mietern in Erscheinung getreten ist .

 

Der Fachmann staunt und der Laie wundert sich. Aber eines wird wohl deutlich angesichts dieser desaströsen Wahlkampftaktik – Steinbrück will nicht regieren und wir sollten froh darum sein, denn nach meiner Einschätzung kann er es auch gar nicht!

 

Und so können wir uns frohen Mutes und bangen Herzens anschauen, wie er uns sein Schattenkabinett präsentiert, dem man soviel Kompetenz ansieht, dass es einen schon graut und ich mich jedenfalls unwillkürlich fragen lässt, was man mit derart substanzlosem Personal eigentlich gegen eine, zugegebenermaßen an akuter Auszehrung leidenden, CDU/CSU ausrichten will?

 

Steinbrück versucht mit Leuten vom sogenannten linken Flügel, wie z. B. dem Gewerkschafter Wiesehügel der ihm aufoktroyierten linken Programmatik halbwegs gerecht zu werden. Wie sehr ihm das schmeckt (oder auch nicht), kann man ihm förmlich ansehen und auch zwischen den Zeilen seiner Statements lesen. Über welchen Zeitraum eine Regierung unter Kanzler Steinbrück handlungsfähig wäre, der eine Politik vertreten muss, die er innerlich zutiefst verabscheut, wird wohl auf ewig ein Geheimnis bleiben. In die Versuchung, sein Inkompetenz-Team an die vorgesehenen Schaltstellen der Macht zu schieben, wo heute schon Muddi´s Ministrantenriege durch gekonnte Personalpolitik dafür zu sorgen scheint, dass nach einer Wahlniederlage eine schwarzgelbe 5. Kolonne dafür Sorge trägt, dass SPD-Minister keine allzu große Freude an ihren neuen Jobs haben werden, wird Peer wohl nicht kommen. Aber lassen wir uns einfach überraschen…

 

 

…ach ja, was es sonst noch zu berichten gibt? Ganz klar, das inkompetente Inkontinenz-Team. Mal sehen, was er da aufzubieten hat, der Peer. Zunächst mal sechs Frauen und sechs Männer und das wäre für sich genommen schon ein guter Anfang…

 

 

  • Christiane Krajewski, ehemalige saarländische FinanzministerIn und gelernte Investment-BankerIn – für die Wirtschaft zuständig, naja…

  • Cornelia Füllkrug-Weitzel, ehemalige PräsidentIn von Brot-für-die-Welt – Entwicklungspolitik? Okay…

  • Gesche Joost, ist DesignforscherIn – …Vernetzte Gesellschaft und Netzpolitik

  • Brigitte Zypries, war mal JustizministerIn – Verbraucherpolitik, ja, da hat man schon das ein oder andere Mal von gehört…

  • Manuela Schwesig, stellvertretende SPD-Parteivorsitzende – Frauen, Familie, Aufbau Ost, Demografie und Inklusion…

  • Yasemin Karakasoglu, ErziehungswissenschaftlerIn aus Bremen – Bildung und Wissenschaft und sonst ähm…

  • Klaus Wiesehügel, Vorsitzender der IG Bauen-Agrar-Umwelt – Arbeit und Soziales, konnte noch nie so richtig mit Peer, oder vielleicht auch umgekehrt, weil er dem linken Flügel der SPD zuzurechnen ist. Man darf gespannt sein, wie lange das gut geht, wenn man Steinbrücks Einstellung zu linken Positionen betrachtet…

  • Thomas Oppermann, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion – Innen- und Rechtspolitik

  • Florian Pronold, bayrischer SPD-Parteivorsitzender – Infrastruktur und bezahlbares Wohnen

  • Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte – Gesundheit und Pflege

  • Oliver Scheytt, Kulturmanager in Essen – nun ja…öh Kulturpolitik…

  • Matthias Machnig, Wirtschaftsminister in Thüringen – Energie- und Umweltpolitik…

 

Keine besonders klangvollen Namen, die einen zu Begeisterungsstürmen hinreißen. Die meisten kennt man nicht oder kaum und weiss von daher auch überhaupt nicht, wofür sie stehen. Vermutlich wird das aber sowieso keine große Rolle spielen…