Die Große Kloalition am Abgrund!

Was ist übrig geblieben von der erdrückenden Mehrheit der Großen Kloalition, die die gesamte Opposition derart marginalisierte, dass sie nur noch dank der „Großmut“ und der „Gnade“ der Regierung überhaupt in der Lage sind, beispielsweise Untersuchungsausschüsse zu beantragen? Selbst das Bundesverfassungsgericht, von dem ich selbst bislang meist überzeugt war, es würde der regierungsamtlichen Gutsherrenart, mit der unser Land seit Jahrzehnten schon regiert wird, gelegentlich einen Riegel vorschieben, hat neulich erst eine Klage der Linken abgewiesen, in der diese mehr rechte für die Opposition gefordert hatten. Die Anwort war schon einigermaßen verblüffend, denn zusammengefasst und nach meiner persönlichen Interpretation lautete sie in etwa wie folgt:“Ach nee, Leute, lasst mal gut sein!“

Andererseits zeigt sich die Art und Weise, wie die Bundesregierung mit den Wünschen der Bevölkerung umgeht deutlich in den Ergebnissen der Umfragen, die zunächst die SPD von einem Umfragetief ins nächste und den erbärmlichen Spitzengenossen einen Angstschauer nach dem anderen über den breiten Buckel jagten, während sich die Union zufrieden und selbstgerecht zurück lehnte und dabei zusah, wie sich die Genossen unter Schmerzen wanden, aber keine Lösung für die Probleme fanden. Doch nun, sehr zur Freude der Kritiker der GroKo und auch zu meiner Freude, das muss ich zugeben, rauscht auch Muddis Saftladen nach unten, dass es eine wahre Freude ist. Und die Ursachen liegen mit Sicherheit in der Tatsache begründet, dass Frau Merkel in der ihr eigenen Weise beginnt, dem rechten Pack, das sich bislang von den Ratten in der CSU bestens vertreten sah, um sich nun in hellen Scharen zur AfD davonzumachen, hinterherzulaufen und sich ihre nationalkonservativen Forderungen zu eigen zu machen. Dabei wird sie von Horst Seehofer vor sich hergetrieben, dem es noch nie wohl dabei war, den braunen rechten Rand seiner christlich-sozialen Union bei anderen Parteien ihr Kreuzchen machen zu sehen.

Ganze 30,5% sind das Umfrageergebnis für die Union. Dazu noch 19,5% für die SPD, die keine mehr ist und zwar eine dumpfe Ahnung davon hat, woran das liegen könnte, aber weder Willens noch in der Lage ist die Konsequenzen daraus zu ziehen. Das muss jemand anders für sie tun. Denn mit dieser Spitze und diesem Personal, dass die neoliberale Politik Gerhard Schröders vertritt, als sei er immer noch der große Zampano und nicht irgend ein blasierter Lackaffe in irgend einem Management. Darum wird es wohl ein böses Erwachen geben, bei den nächsten Bundestagwahlen! Aber anders werden wir hier kaum eine Veränderung erwarten können.

Ach ja, die katastrophalen Umfragewerte haben mich auch zu diesem rasch auf´s Papier geworfenen Bildchen inspiriert. Ich hoffe, man kann erkennen, was ich damit ausdrücken wollte.

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Wer will Bundeskanzler?

Der arme Sigmar! Eine Gürtelrose, und dann noch im Gesicht, ist kein Zuckerlecken! Und nun? Willste Kanzler versuchen, oder eher nicht? Will sich niemand antun, bei dem zu erwartenden beschissenen Ergebnis. Aber man muss auch eines sehen: Das die Partei so dasteht, wie sie jetzt dasteht, das hast Du, lieber Sigmar, ganz alleine zu verantworten. Da gibts nix dran zu deuteln! Und wer sollte derart verblödet sein und Dir nun die Verantwortung dafür abnehmen und freiwillig in den Abgrund springen, der sich vor der SPD aufgetan hat? Ich finde allein schon die Erwartung ziemlich dreist, man könne alles an die Wand fahren und dann schnell abhauen, Krankheit hin, Krankheit her! Es ist nicht damit getan, einfach nur Kanzler zu wollen. Man muss die Partei dahin bringen, dass sie das auch will und, was wohl die gesamte SPD-Spitze bislang sträflich vernachlässigte, man muss dafür Sorge tragen, dass es am Wahltag auch genug Wähler gibt, die das genauso sehen! Aber welche Wähler sollten das wohl sein, wenn man Politik für Leute macht, die sich Politik und erst Recht Gesetze einfach kaufen können? Die sich ihrer, sowieso nur noch in kaum merklichen Spuren vorhandenen, Steuerpflichten entziehen und dabei auf die „grob fahrlässige“ (und mir ist bewusst, dass es sich hierbei um einen eigentlich unangebrachten Euphemismus handelt) Unterstützung des Staates zählen dürfen. Aber da erzähle ich ja nichts Neues! Hören willst Du es eh nicht…

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Gabriel: „Ich bin nicht Schuld!“

Natürlich nicht. Es ist nie jemand Schuld. Besonders diejenigen nicht, die ja eigentlich dafür gewählt wurden (und ganz nebenbei auch fürstlich dafür entlohnt werden), die die Verantwortung tragen (sollen).

Naja und warum also sollte sich in einer Situation wie dieser, wo man (laut Umfragen) der SPD gerade noch ganze 19,5% der Wählerstimmen zutraut. Der Absturz dieser einst so großen und bedeutenden Volkspartei setzt sich unvermindert fort – seit den Tagen, als Gerhard Schröder begann, marktkonforme Demokratie zu praktizieren. Und das noch bevor Muddi diese Bezeichnung öffentlich machte. Schröder war es, der mit seiner berüchtigten Agenda 2010 den Zug der SPD auf jenes Gleissetzte, auf dem sie nun talwärts rauscht, ohne dass sie jemand aufhalten könnte. Jedenfalls nicht ein Sigmar Gabriel, der nicht nur keine Ahnung hat, warum es so ist, wie es ist, sondern – wir erwähnte das bereits – auch noch keine Schuld daran haben möchte.

Gleichwohl will Gabriel nicht weichen und mit seinem Triumvirat aus der übergewichtigen Ex-Juso-Frontfrau Nahles und der Silberpappel Steinmeier, will er die gute alte Tante SPD auch weiterhin auf ihrem Weg in den Abgrund nicht nur begleiten, sondern auch führen – vermutlich will er ganz sicher gehen, dass sie auch dort ankommt, wo er sie gerade hin steuert! Am Arsche des Propheten.

Willy Brandt dreht sich wahrscheinlich schon in seiner Gruft herum, wenn er sieht, was diese karrieregeilen Nichtsnutze aus „seiner“ großen“ Volkspartei gemacht haben! Und Gabriel ist nicht allein verantwortlich. Die Seeheimer und die Netzwerker haben alles weggebissen, was auch nur ansatzweise versuchte linke, also sozialdemokratische Ideen das Parteiprogramm oder in die Politik einzubringen. Nun isr niemand mehr da, der Widerstand leisten kann. Die Mitglieder verharren in Agonie und lassen „die da oben“ halt machen. Wo das enden wird, werden wir 2017 sehen, wenn das Wahlvolk wieder zur Urne schreitet. Vermutlich wird sie in dieser (Wahl)Urne dann die SPD beerdigen…

Das Ende ist nah? Na hoffentlich!

Um vielleicht doch noch Kanzler zu werden, möchte die SPD die fast schon komplett in ihrem Sarg verfaulte Leiche der FDP ausgraben und mit ihr ins Kloalitionsbettchen steigen? Wie verzweifelt ist das denn? Mal abgesehen davon, dass die SPD ja tatsächlich nicht viel mit der Linken gemein hat (aber das trifft natürlich auch auf die „Sozialdemokratie“ an sich zu, von der sich die Genossen bereits weiter entfernt haben, als von der AfD) gehe ich mal davon aus, dass die FDP nur mit Leihstimmen vorübergehend wiederbelebt werden könnte, die ja in disem speziellen Fall nur von der SPD kommen können! Was wiederum echt gut ist, denn das würde dafür sorgen, dass die SPD stabil bei zwanzig Prozent verbleiben kann!
Das sollte dann aber auch schon das Ende der SPD als Volkspartei sein! Mit der Union wird sie dann nicht mehr können, denn Muddis rassistische Buben, allen voran das Sch(r)äuble, der Vollhoast und der Herr der Innenmisere, liebäugeln ja schon mit den faschistischen Nutten der AfD. Der Weg ist also bereitet, um unser Land vollends in den Abgrund und in die Abhängigkeit neoliberaler Wirtschaftsfaschisten zu treiben! Bravo! Das habt ihr gut gemacht!

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Glaube niemals einer Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!

Grundsätzlich bin ich der Allerletzte, der sich „Reformen“ (was für ein Euphemismus) widersetzte, wenn sie denn sozial gerecht wären! Das sind sie aber nicht! Seit Schröder musste man nicht mal mehr auf den im dunklen Osten dräuenden real existierenden Staatssozialismus Rücksicht nehmen! Es war nichts mehr da, vor dem sich der Kapitalismus fürchten musste und in diesem Zusammenhang war es auch unnötig geworden, dem arbeitenden Pöbel ein paar Zugeständnisse machen, wie beispielsweise eine auskömmliche Rente, Weihnachts- und/oder Urlaubsgeld, einen Lohn, von dem man leben kann…und dergleichen mehr!

Natürlich war da Druck von außen zu Reformen. Es war der Druck, den der Kapitalismus aufbaute, weil er seine Profitgier befriedigt sehen wollte! Und was tat man? Man öffnete der Gier der Konzerne und der Spekulanten Tür und Tor, senkte die Steuern der Reichen und lutschte aus den einfachen Leuten raus, was nur raus ging! Renten runter, Löhne runter, soziale Absicherung rasiert, Arbeitszeiten ausgedehnt, und den ganzen schäbigen Rest „auf den Prüfstand gestellt“ (wie man so schön zu sagen pflegt)!

Aus der SPD war nun vollends eine Partei der Reichen und Besitzenden geworden, der Mitte der Gesellschaft also! Und daran hat sich bis heute nichts, aber auch gar nichts geändert! Bedauerlicherweise für die Parteien ist es aber noch immer so, dass diejenigen die Wahlen gewinnen, welche die meisten Wählerstimmen (wie auch immer das geschieht) auf sich vereinigen können. Nun sind die einfachen Leute, die Habenichtse und sozial Abgehängten aber in unserer Gesellschaft in der Mehrheit gegenüber den Besitzenden! Und wenn die Mehrheit sich dazu entschliesst, nicht mehr zu wählen (jedenfalls nicht die SPD), dann wird die SPD auch keine Mehrheit erringen, da kann sich die Genossin Fahimi die Zukunft noch so sehr schönreden! Aber was rede ich da?

Das ist ja alles bekannt und allein die Tatsache, dass man die Realität einfach ignoriert, zeigt doch, was da an der Spitze der guten alten Tante SPD sitzt – karriergeile Schwachköpfe, die nicht danach trachten soziale Gerechtigkeit zu verwirklichen, sondern Leute, die ein Sprungbrett in die Wirtschaft suchen, um nach ein paar Jahren wohlfeiler Wirtschaftpolitik den fett gewordenen Arsch in ein kommodes ledernes Fauteuil zu drücken und eifrig das Anwachsen des eigenen Kontostandes zu beobachten! So geht soziale Politik aber nicht! Und bevor die da oben das nicht begriffen haben, wird die SPD keine 30% erringen und schon garnicht die absolute Mehrheit!

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Lauscher auf Empfang!

Wuahahaha! Griechenland, das winzig kleine, gerade pleite gehende Griechenland, ist tatsächlich so rotzfrech und schafft es, mittels ihres Nachrichtendienstes EYP, US-Diplomaten zu belauschen? Das entlockt mir ein zünftiges „Bravo, Leute!“ und die Frage, wieso die ehrenwerte (aber offensichtlich völlich ahnungslos-naive) Frau Merkel nicht die Mitarbeiter ihrer eigenen Geheimdienste MAD (nein, nicht das Satiremagazin!), des BND und des Verfassungsschutzes zur Aus- und Weiterbildung nach Athen schickt! Dort könnten sie doch glatt was sinnvolles lernen und, das möchte ich auch nicht verhehlen, man hätte einen gewissen positiven Effekt auf das griechische Bruttoinlandsprodukt, wenn man die Fortbildungskurse auch bezahlen würde, anstatt die Milliarden den deutschen Banken hinterher zu werfen…

Und während der frühere griechische Außenminister Theodoros Pangalos angeblich mit großem Vergnügen und bei Kaffee und Gebäck dem Geschwafel der erzürnten Diplomaten aus gods own country lauschte, zog es unsere BundeskanzlerIn vor zuerst die deutschen Bürger für blöd zu verkaufen und anschließend, als es sie selbst betraf (und natürlich gleich nach der Bundestagswahl) die empörte Matrone zu spielen, um von eigenem Versagen abzulenken!

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Wissu ne Wuäs?

Ach ist das möglich? Nur 4 Wochen nach der Wahl hat der Herr Ai(er)schauckler von den Unfreien Wählern auch schon gemerkelt, dass die Wahl Scheiße gelaufen ist und keine Sau ihn als K(l)oalitionspartner zum regieren braucht. Ein echter bayrischer Schnellmerkler is das ja.

Und weil wir uns in den letzten Tagen und Wochen an der FDP und ihrem gransiosen Wahlergebnis bei der letzten Bundestagswahl abgearbeitet haben, wollen wir nun (damit keiner sagen kann, wir seien einseitig und ungerecht, sowie auf FDP-Bashing fixiert) Hohn und Spott über den Freien Wählern ausschütten, deren großer Vorsitzender sich bei Wahlveranstaltungen mit weisen Worten hervor getan hatte. Eines seiner wohl populärsten Schlagwörter war die Forderung nach „eine Metzgerei in jedem bayrischen Dorf!“ Damit gedachte er das in Bayern ja ohnehin recht begrenzte Problem der Arbeitslosigkeit final zu lösen

Offenbar fanden sich aber nicht genug Wurst- und Fleischereifachverkäuferinnen, die ihm für die Aussicht auf einen Job in einer Landmetzgerei in Großschneutzelreuth, ihre Stimmen geben wollten. Ich persönlich kann das zwar verstehen, aber wir müssen postulieren, dass das bayrische WählerInnenherz wohl doch von anderen Dingen träumt, als von einer Karriere hinter der Wursttheke, die bestenfalls im Bett des Metzgers ihren Höhepunkt (in jeder Hinsicht) findet!

Dann votiert man schon lieber für Drehhofers „Straßenmaut-für-Ausländer!“

Jetzt fehlt nur noch, dass die gesamte Führung der Freien Wähler, also Aiwanger, zurück tritt, um sich zu erneuern. Hoffen wir das Beste, was auch immer das sein mag…

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