Wer Mutter Erde ins Handwerk pfuscht…

…braucht sich nicht wundern, wenn das in die Hose geht! Nahe Toronto setzt man in kommerziellen Gewächshäusern, zur Bestäubung, eigens gezüchtete Hummeln ein. Diese Zuchthummeln tragen aber einen Parasiten in sich, der von Tieren, die aus den Gewächshäusern entweichen, über Blüten an ihre wild lebenden Artgenossen übertragen werden. In der Nähe der Gewächshäuser ist ein Großteil der Hummeln bereits infiziert und es droht ein Massensterben.
Forscher der Universität Toronto weisen darauf hin, dass dieser Parasit auch auf Bienen übertragen werden kann und verantwortlich für ein massenhaftes Bienensterben in Nordamerika sein könnte (so wird dann der Rest der Völker gekillt, der die „Giftanschläge“ der chemische Industrie mit Herbiziden, Pestiziden und Fungiziden, die Aussaat gentechnisch veränderter Sorten und die Behandlung des Saatgutes mit giftigen Beizmitteln geschwächt überlebt haben)! Das auch Hummeln auf Krankheit und Stress reagieren, zeigt der Artikel „Wenn Hummeln krank feiern möchten“. Schließlich sind auch Insekten Lebewesen und Lebewesen reagieren abhängig von ihrer körperlichen und psychischen Verfassung. Das hat jetzt auch die Wissenschaft – überflüssiger weise, wie ich hinzufügen möchte – bewiesen!
Dabei ist die Hummel – wie die Biene auch – ein wahres Wunderwerk der Natur (trotz gegenteiliger Behauptungen, kann die Hummel doch nach den Gesetzen der Aerodynamik fliegen) und für die Bestäubung sämtlicher Pflanzen unersetzbar. Ohne Hummeln und Bienen sterben zuerst die Pflanzen und dann der Mensch!

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Masanobu Fukuoka

Als ich heute im Internet herumstöberte, fand ich dieses wunderbare Zitat:

“ Wenn der Bauer das Land vergisst, dem er seine Existenz verdankt, und nur noch seinen Eigennutz im Sinn hat, wenn der Verbraucher nicht mehr zwischen lebendiger Nahrung und solcher, die nur sättigt, unterscheiden kann, wenn der Beamte auf den Bauern herabschaut und die Industriellen die Natur verhöhnen, dann wird die Erde darauf mit ihrem Tod reagieren. Die Natur ist nicht so freundlich, eine Menschheit vorzuwarnen, die so unüberlegt handelt.“

Wer das sagt? Masanobu Fukuoka, der Mensch, der seine Art Landwirtschaft zu betreiben am daoistischen Prinzip des Nichtstun ausrichtet. Das hört sich phantastisch an, zugegeben, aber man sollte es probieren, bevor man sich darüber ein Urteil, vor allem ein negatives Urteil erlaubt.
Anbau von Nahrung im Einklang mit der Natur und dazu noch ohne viel Arbeit zu investieren. Das wäre vermutlich das Paradies auf Erden, nach dem die Menschheit seit ewigen Zeiten sucht. Ohne es freilich zu finden, das soll auch nicht verschwiegen werden. Aber kann es wirklich so einfach sein? Kann das Ernährungsproblem der Menschheit gelöst werden, indem man „Nichts“ tut und die Natur für sich arbeiten lässt?
Ich stelle mir vor, wie glücklich alle Menschen sein könnten, wenn das in großem Maßstab funktionierte. Obwohl, dann fällt mir ein, wie vielen Menschen das wenig bis gar nicht gefallen würde, nämlich den Chemikern, die Düngemittel, Herbizide, Pestizide und Fungizide herstellen und wohl auch diejenigen, die den Bauern heute dieses Zeug verkaufen. Den Herstellern von Traktoren, die laut jammernd den Verlust von Arbeitsplätzen beklagten, wenn man seine Felder nach Fukuokas Prinzipien nicht mehr pflügen müsste und dementsprechend auch keine Traktoren mehr benötigte. Oder wer denkt in diesem Zusammenhang nicht sofort an die armen Gentechniker, die verzweifelt versuchen ihr völlig ungefährliches Genmais-Saatgut an willige, experimentierfreudige und leichtsinnige Bauern zu verkaufen, wenn mit Hilfe von Mischkulturen die Ernten reich und üppig ausfallen, ohne die Hilfsmittelchen der Chemieindustrie?
Der Leidtragenden einer naturnahen Bewirtschaftung der Äcker und Felder wären viele. „Zum Glück“ werden Menschen mit Visionen, so wie Masanobu Fukuoka, aber auch Bill Mollison, David Holmgren, um nur einige wenige zu nennen, auch heute noch als Ökospinner abgetan. Das ist ja so einfach und gut fürs Geschäft der Konzerne. Doch so groß die Macht der Multis auch sein mag, fern am Horizont zeichnet sich ein Hoffnungsschimmer ab. Die Menschen werden skeptischer und lassen sich nicht mehr so einfach für dumm verkaufen, wie früher – oder doch?