Wasser! So kostbar wie Gold?

Nein, Wasser ist kostbarer, viel kostbarer. Denn ohne Wasser gibt es kein Leben! Und was macht der Mensch? Er verseucht, verschmutzt, verschwendet das Wasser, macht es von einer Ressource, auf die jeder Mensch ein Menschenrecht hat, zu einer Ware, die meistbietend verkauft wird. Die Wasserwirtschaft in den Industrieländern wurde bereits zu weiten Teilen privatisiert und damit den Gewinninteressen der Konzerne geopfert. Wasserleitungsnetze und Kanalisation verfallen und werden immer undichter, ungeheure Mengen besten Trinkwassers gehen verloren und die Preise steigen immer weiter.

„Der UNESCO-Bericht 2009 – Trinkwasser wird knapp“ (Artikel auf n-tv am 12.3.2009) legt nahe, dass sauberes Wasser durch die Dummheit der Menschen, durch ihre Ignoranz, die Profitgier der Konzerne und nicht zuletzt durch die Klimaerwärmung immer knapper, immer kostbarer. Millionen von Menschen haben überhaupt keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Überall, wo Wasser knapp ist, wird ein Geschäft daraus gemacht, dass so lukrativ ist, dass sogar die Mafia einsteigt. Wer nicht zahlen kann, muss eben aus den allerorts vorhandenen Kloaken saufen und wenn er dann an der Cholera, Typhus oder irgendeiner anderen Durchfallerkrankung verreckt, hat er eben Pech gehabt. Besonders leiden unter diesen Bedingungen Kinder und Kleinkinder, die jährlich zu Hunderttausenden, ja Millionen, Opfer der unsäglichen hygienischen Bedingungen und des Mangels an sauberem Trinkwasser werden!

Hier in Europa hat sich der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestlé eine ganze Reihe von Mineralwasserquellen unter den Nagel gerissen (darunter sind wie Nestlé Waters, Perrier, Vittel, Aquarel, San Pellegrino, Contrex, Aqua Panna, Neuselters, Frische Brise, Kloster Quelle, Fürst Bismarck Quelle, Nestlé Aquarel, Nestlé Wellness, Henniez). Wer glaubt, er tue dies nur aus sozialer Verantwortung heraus und um die Versorgung der Menschen in Europa mit sauberem Trinkwasser sicher zu stellen, der irrt, der irrt ganz gewaltig. Nestlé versucht ein Monopol zu schaffen, dass es ihm ermöglicht, die Preise zu diktieren. Die Folgen liegen für jeden klar sichtbar auf dem Tisch – Kontrolle der Ressource bedeutet: Kontrolle der Preise bedeutet: Kontrolle der Menschen!

Damit nicht genug. Private Anbieter steigen in ganz großem Massstab in das Geschäft mit der Wasserversorgung ein, überall auf der Welt. Und überall wo das geschieht, steigen zuerst einmal die Preise. Das sei auch gut so, sagt die Politik, denn Wasser müsse einen angemessenen Preis haben und den habe es zur Zeit noch nicht! Steigt der Preis, würde man anfangen Wasser zu sparen und nicht mehr vergeuden. Soweit hört sich das auch ganz logisch an. Aber an dem Punkt, wo ich feststelle, dass die Mehrkosten sich nicht und in keinster Weise in der Modernisierung der Rohrleitungsnetze niederschlagen, oder in modernen technischen Anlagen zur Wasseraufbereitung, sondern einzig und allein in den Taschen der Konzerne landen (und zwar als Gewinne), beginne ich die Privatisierung öffentlicher Aufgaben zu bekämpfen, weil ich sie nicht für richtig und schon garnicht für gerechtfertigt halte. Ein Staat, der alle seine hoheitlichen Aufgaben privatisiert (und in den USA ist man ja schon soweit, sogar den Krieg zu privatisieren) verliert erstens sein Existenzrecht und zweitens das Recht, Steuern zu kassieren! Denkt mal darüber nach!

Große Konzerne wie ABB, Bilfinger & Berger und MVV Energie steigen mit dem Gemeinschaftsunternehmen Aquamundo weltweit in die kommunale Wasserversorgung und Abwasserentsorgung ein, genauso wie die französischen Unternehmen Vivendi oder Suez Lyonnaise des Eaux. Glaubt wirklich jemand das Geschwätz, dies geschehe nur aus dem einzigen Grund, die Wasserversorgung zu sichern? Welche Kommune verkauft ihr Wasser- und Abwassernetz, weil und damit es in Privathand besser und billiger (im Unterhalt, dem Neubau und der Wartung, nicht im Wasserpreis) wird? Wasser ist ein riesen Geschäft und die Kommunen verkaufen die Wasserverteilnetze, die wir mit unseren Steuern bereits einmal finanziert und auch unterhalten haben, an private Unternehmen. Die Gewinne teilen sie jedoch nicht mit uns, den Bürgern, sie schaufeln sie in ihre eigenen Taschen. Und dann müssen wir diese bereits bezahlten Netze von den Unternehmen wieder zurück leasen, oder den Unterhalt auch weiterhin mit unserem Geld bezahlen, allerdings in Form höherer Preise. Aber – wer hätte das gedacht – die Gelder sind plötzlich Gewinne und werden keineswegs in den Unterhalt der Netze gesteckt, sondern wiederum in die eigenen Taschen, diesmal der Konzerne. Ist es nicht fantastisch, dass die Menschen in diesem Land und auch in allen anderen Ländern bei solchen Geschäften immer die Dummen sind?

Konzerne sind nur und ausschließlich da, wo es Geld zu verdienen gibt und zwar viel Geld. Konzerne dienen niemals den Menschen. Sie dienen nur sich selbst ud ihr einziger Zweck ist es, Geld zu machen! Alles Geschwafel von Nachhaltigkeit und Verantwortung, von sozialem Engagement ist nichts weiter als hohles und leeres Geschwätz. Aber die Politiker glauben es gern, nimmt ihnen die Industrie doch das ab, was der Politik zu teuer, zu lästig und vielleicht auch unangenehm ist, die Verantwortung für die Bürger. Die stören sowieso nur beim Regieren und sind so dämlich, dass sie nicht mal merken, „was für eine hervorragende Arbeit in der Politik geleistet wird“. Das glaube ich gern!

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Gegen Gen-Kartoffeln im Freilandversuch!

Das Umweltinstitut München e.V. hat in einer Infomail darauf hingewiesen, dass die Uni Rostock in einem von 2009 – 2012 dauernden Freilandversuch gentechnisch veränderte Kartoffeln anpflanzen wil. In die Kartoffeln sollen Gensequenzen des Cholera-Erregers eingeschleust werden, damit die Teile anschließend Arzneimittel produzieren.

Weitere Linien der Gen-Kartoffel sollen eine Arznei gegen die Kaninchenseuche RHD erzeugen. Wie gut sich gentechnisch veränderte Pflanzen im Freiland kontrollieren lassen, hat sich schon mehrfach gezeigt – überhaupt nicht! Wer kann garantieren, dass diese gentechnisch veränderten Pflanzen sich nicht unkontrolliert verbreiten und dabei verändern? Noch ist es nicht zu spät um Einwände gegen die Versuche zu erheben. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat den Antrag der Universität Rostock zur Einsichtnahme ausgelegt.

Hier ist ein Link zu der Infoseite vom Umweltinstitut München e. V. Ladet Euch dort das Formular für den Einspruch herunter und schickt es bitte ausgefüllt an die zuständige Stelle. Ihr könnt auch auf der Homepage des Vereins eine Muster Email nutzen und diese an die liebe Frau Aigner, ihres Zeichens Landwirtschaftsministerin unseres schönen Landes schicken und sie zum Handeln auffordern.  Wir müssen schnell reagieren, denn die Zeit läuft uns davon! Danke für Eure Hilfe!

Wer stopft Mugabe das Maul?

Spiegel-Online berichtet am heutigen 20.12.2008 mal wieder über die schlimmen Zustände in Simbabwe („Simbabwe am Ende: Die Menschen sterben, der Diktator schwadroniert„). Passieren wird, wie fast immer auf dem schwarzen Kontinent…nix! Im Kongo passiert bis auf den heutigen Tag ebenfalls nichts. Die Menschen hungern und warten auf Hilfe die nicht kommt.

Simbabwe ist allerdings sogar unter den afrikanischen Staaten ein wahres Musterbeispiel an Misswirtschaft, Korruption, Kriminalität und Verzweiflung gepaart mit Hunger und Krankheit. Wie eine fette Spinne sitzt Mugabe, der Capo di tutti Capi in der Mitte seines Netzes aus Machtgier und Gewalt und hält alle Fäden in der Hand. Während dessen stirbt „sein“ Volk in „seinem“ Land, das er nicht hergeben will, an Cholera und wird von den marodierenden Horden seiner Streitkräfte bis auf´s Blut gequält und ausgebeutet.

Eigentlich bin ich ja eher ein Freund gewaltfreier Konfliktbewältigung. Im Fall Simbabwes frage ich mich aber, ob von diesem misshandelten Volk noch jemand lebt, bis die Diktatur Mugabes durch eine biologische Lösung beendet wird (er ist ja nicht mehr der jüngste, aber es sieht nicht so aus, als würde diesen Duodezfürsten ebenfalls die Cholera hinwegraffen!). Vielleicht wäre hier mal die wohlgezielte Kugel eines Scharfschützen gefragt. Aber was hätte Simbabwe dem „Befreier“ schon als Belohnung anzubieten? Öl? Nee! Goldvorkommen, die auszubeuten sich lohnen könnte? Fehlanzeige! Ein paar Diamanten, ok, aber das war´s dann auch schon! Hier kann man sich nichts holen als Not und die Scheißerei! Ach es ist zum Kotzen, wenn man als fühlender Mensch mit ansehen muss, wenn tausende Menschen verrecken, weil ein uneinsichtiger, grenzdebiler Diktator jedes Maß für die Realität verloren hat und sich für unbesiegbar hält! Und die Welt hat nichts besseres zu bieten, als sich das Maul zu zerreissen, anstatt Mugabe das Schandmaul zu stopfen, wie er es verdient hat!