Angela Merkel und ihr prähysterisches Handy

Ja, da ist sie nun, endlich, die erlösende Nachricht, dass in Sachen „Abhören des Handys der BundeskanzlerIn“ irgendwie wohl doch ermittelt wird. Naja, wenigstens ein bisschen. Oder vielleicht werden doch eher nur Scheinermittlungen durchgeführt, um überhaupt irgend etwas zu tun und der empörten deutschen Öffentlichkeit ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen, die sich darüber erregt, dass die us-amerikanischen Geheimdienste, allen voran die CIA und die NSA, in unserem Lande schalten und walten können, wie es ihnen beliebt – und das nicht nur mit Duldung, sondern auch mit eifriger und unterwürfigster Unterstützung durch die bundesdeutsche Politprominenz, sofern sie zur CDU/CSU, zur SPD und/oder der FDP und den Grünen gehört!

Kein Schwein schert sich indessen darum, dass auch Otto Normalverbraucher und Liechen Müller in großer Zahl, dauerhaft und vor allem illegal angezapft und abgehört, sowie seine Emails abgefischt und mitgelesen wurden (und sicher noch immer mitgelesen werden). Es müsse ein begründeter Anfangsverdacht bestehen, sagt Herr Range, der sich generalbundesanwalt nennen darf, und die bisher zur Verfügung gestellten Dokumente des Herrn Snowden gäben diesen Anfangsverdacht nicht her. Aber, so beeilte er sich gleich hinzu zu fügen, man wolle den betreffenden Herrn nicht in Deutschland befragen, er könne sich ja über seinen deutschen Anwalt zu Wort melden. Und das hat er doch tatsächlich immer noch nicht getan, der Schelm!

Dies lässt natürlich den Schluss zu, dass Herr Snowden dazu verleitet werden soll, seine Kenntnisse preiszugeben, ohne dafür auch nur einen Hauch von Gegenleistung zu erhalten, beispielsweise Asyl, oder dergleichen. Und wir wissen alle, dass man keinen Anfangsverdacht erkennen kann, wenn man ihn nicht erkennen will.

Das alles betrifft die ungeheure moralische Autorität und Integrität der Angela Merkel natürlich nicht. Sie ist zwar über jeden Verdacht erhaben, irgend welche terroristischen Pläne zu schmieden (jedenfalls bei ihren Anhängern), aber man kann sich getrost fragen, wieso ihre Privatsphäre mehr wert sein soll, als diejenige aller anderen deutschen Bürger? Ist gegenüber dem Abhören des Handys der BundeskanzlerIn mehr Empörung angebracht, als bei den abgefischten Emails eines durchschnittlichen deutschen Bundesbürgers? Gibt es in unserem Lande eine Zweiklassen-Privatsphäre? Sieht ganz danach aus.

Derweil regt man sich in der US-Administration auf und gibt sich „verstimmt“ angesichts der „eingeleiteten“ Ermittlungen durch Range. Dabei vergisst man nicht, dezent, wie es nun einmal die gute amerikanische Art ist, darauf hinzuweisen, dass derartige Dinge (unter befreundeten „Partnern“) über diplomatische Kanäle geregelt werden sollten. Die eigneten angeblich sich besser dafür (vor allem, wenn man beabsichtigt, sowohl die Ermittlungen zu verschleppen, als auch die möglichen Ergebnisse zu verschleiern). Zweifel kommen über diese Ansicht aber dennoch auf, denn diesbezügliche Anfragen der Bundesregierung an die US-Behörden, wurden erst gar nicht beantwortet…

Nun sind wir als brave Deutsche zuerst einmal relativ froh, dass überhaupt irgend etwas unternommen wird. Gleichwohl sind wir uns aber auch darüber im Klaren, dass man ein Ergebnis nicht erwarten darf. Zu groß ist die Angst der Bundesregierung, die „Freunde“ im Westen, denen ihre „Partner“ im alten Europa offensichtlich scheißegal sind, wenn sie nicht bereit sind, ohne Fragen nach deren Pfeife zu tanzen, so wie das die GCHQ im kleinen, exzentrischen Großbritannien zu tun pflegt.

Die Gleichgültigkeit, mit der man den amerikanischen Abhörmaßnahmen in aller Welt und insbesondere in Europa gegenüber steht, ist dennoch beeindruckend! Sie lässt den Schluss zu, dass man entweder keine eigene Meinung hat, oder aber selbst in diese Machenschaften bis zum Hals verstrickt ist und dies nur nicht zugeben will.

Niemand kann glaubhaft versichern, dass ausgerechnet der bundesdeutsche Nachrichtendienst keinerlei Ahnung vom Vorgehen der amerikanischen Dienste hatte und man a.) erst aus der Presse von den Vorgängen erfahren habe und b.) mit anderen wichtigen Dingen beschäftigt war, zum Beispiel mit der Abwehr russischer und/oder chinesischer Spionageangriffe auf Wirtschaftsunternehmen und Bundeswehr. Das glauben wir natürlich sofort, schließlich hat der BND die von „befreundeten“ Diensten abgeschöpften Nachrichten gern selber genutzt – ohne auch nur im Ansatz zu ahnen, wie die erlangt worden sein könnten.

Ach auf welch einer Insel der Glückseligkeit lebten wir doch bis vor Kurzem. Bis Edward Snowden sein Gewissen entdeckte, die umfangreichen NSA-Informationen und Dokumente in seinen Besitz brachte und damit die deutsche Regierung in größte Verlegenheit? Nun ist er ein für alle Mal dahin, der Traum von den amerikanischen Freunden, von den britischen Verbündeten und den edlen Franzosen. 

Und nicht einmal auf die Russen ist noch Verlass, seit die sich entschlossen haben, lieber wieder die bösen Buben zu sein und sich die Krim einzusackten!

Welche Alternative haben wir denn eigentlich, um uns zu wehren und zu schützen, gegen die nachrichtentechnische und informationelle Umarmung sowohl unserer Freunde, als auch Feinde? Keine außer, ja, richtig geraten, den eigenen Nachrichtendienst mit einem neuen Spielzeug aufzurüsten, der Fähigkeit nämlich, die sozialen Netzwerke „in Echtzeit“ zu überwachen. Ganz genauso wie die NSA das tut, und der GQHC und der französische Geheimdienst und wer auch immer. Aber wir wissen selbstverständlich alle, der BND spioniert nur gegen ausländische Bürger, niemals, unter gar keinen Umständen, gegen eigene, deutsche Bürger? Das versichert uns jedenfalls der zuständige Mensch im zuständigen Ausschuss! Wer´s glaubt, wird selig!

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Peinliche Berichte der NSA enthüllt!

Zitat eines der Berichte:

10.9.2011; Agenten: John P. McDonalds/Carl Eugene Burger-King

9:56:45 Uhr;
Muddi ist gerade kacken gegangen. Der Gestank war phänomenal! Als sie die Nasszelle wieder verlassen hat – ohne die Spülung zu betätigen – versuchten wir eine Stuhlprobe zu nehmen, um ihre DNA zu sichern und eventuelle Krankheiten festzustellen. Wir haben Lose gezogen und John hat verloren. Also musste er die Losung von Muddi sezieren. Dabei ist ihm so schlecht geworden, dass er kotzen musste, wie ein Gerbershund! Nach 18 minütigem Würgen kam sein Rektum hoch und er hat es versehentlich ins Klo gespuckt. Wir mussten es längere Zeit suchen, bis er es wieder runter schlucken konnte.
Leider waren die Stuhlproben, die wir gewannen, nicht verwertbar, da die Verwesung bereits zu weit fortgeschritten war. Aus irgend einem Grund fanden wir bei der dennoch durchgeführten Analyse die DNA eines prähistorischen Stinktiers, wie auch immer die in die Probe hinein gelangen konnte.
Möglicherweise sollte Abteilung 47/11a überprüfen, was Muddi für gewöhnlich zum Frühstück zu sich nimmt!
Agent John wird morgen ein Gesuch auf vorzeitige Versetzung in den Ruhestand einreichen. Die Grenze seiner psychischen Belastbarkeit scheint erreicht. Seit heute morgen kann er nicht mehr aufhören seine Hände zu waschen und mit Domestos zu gurgeln. Ich werde für ihn beten!

Ende des Berichts

weiterführende Links: 

Überwachungsskandal: NSA speicherte mehr als 300 Berichte über Merkel (Artikel auf n-tv vom 29.3.2014)

Die Umweltverbrechen der Ölkonzerne…

Die Welt braucht Erdöl! Das sagt man jedenfalls, obwohl es durchaus Alternativen zum Verbrennen fossiler Energieträger, und zu denen gehört Erdöl nun mal, gibt. Da wären z. B. Elektrizität, Wasserstoff und dergleichen mehr, die nach Aussagen der Ölkonzerne und der ihnen hörigen Politik den Nachteil haben, dass sie nur begrenzt verfügbar sind, nicht besonders gut gespeichert werden können und in der Erzeugung viel teurer wären, als es eben das Verbrennen von Benzin und Diesel sei!
Warum ist das so? Nun, die größten Erdölvorräte liegen ausgerechnet in den Gebieten der Erde, die mehr oder weniger unter der Kontrolle instabiler Staaten und extrem korrupter „Eliten“ stehen, sowie unter einem enormen Bevölkerungswachstum, Nahrungsmittelknappheit und verheerender Armut zu leiden haben. Dies ermöglicht es den Konzernen, durch Bestechung, Gewalt und Rücksichtslosigkeit die Kontrolle über die Ölreserven zu erlangen, diese hemmungslos auszubeuten und sie in den Industrieländern teuer an den Mann/die Frau zu bringen!
Instabile Regierungen und deshalb praktisch unkontrollierte Ausbeutung von Ressourcen (dazu gehört nicht nur Erdöl, sondern auch der Regenwald, seltene Erden, Diamanten und andere Rohstoffe) führen immer zu ungeheuren Schäden an der Natur und der Umwelt und in deren Folge zu steigenden Todesraten und Zunahme schwerer Krankheiten bei der einheimischen Bevölkerung.
Regt sich dort Widerstand, wird er unter Einsatz brutalster Gewalt unterdrückt. Zwangsumsiedlungen, Vertreibungen, Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung und da die Konzerne die sogenannten Eliten ein klein wenig am enormen Gewinn partizipieren lassen, können sie sich in den meisten Fällen auf die Unterstützung durch die Machthaber verlassen.
Regt sich dort Unmut, weil möglicherweise ein verantwortungsbewusster Mensch den Marsch durch die Institutionen bis an die Spitze des Systems geschafft hat (was selten genug vorkommt), so kann man auf die Hilfe und tatkräftige Unterstützung der Konzerne und ihrer Interessen durch die westlichen Geheimdienste zählen!
Die CIA (aber nicht nur sie) ist ein Synonym für Verrat und Gewalt an den Völkern, die den wirtschaftlichen Interessen der USA und ihrer Vasallen im Wege stehen. Instabilität ist in rohstoffreichen Regionen dieses Planeten die Grundvoraussetzung für eine reibungslose Ausbeutung durch die Konzerne und aus genau diesem Grunde werden überall da sogenannte „Freiheits“bewegungen unterstützt (vor allem mit Geld, Drogen und Waffen), wo das politische Klima zu kippen und der Einfluss und die Gewinne der großen Konzerne zu schwinden drohen!

Chevron zerstört die Umwelt systematisch
(genau wie BP und all die anderen Ölkonzerne)

Ebenso wie BP vor einem Jahr, nach der Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon, vor allem dadurch aufgefallen ist, dass das gesamte Management, ebenso wie die „Sicherheitssysteme“ (die man kaum als solche bezeichnen konnte), die selbstverständlich mehrfach ausgelegt waren (wer´s glaubt) und die komplette Kommunikation völlig versagte, (die Schäden für das Umweltdesaster konnte BP übrigens fast zur Gänze aus der Portokasse bezahlen) fiel Chevron durch seinen extrem rücksichtslosen Umgang mit Umwelt, Natur und Menschen in Ecuador auf, dessen reiche Ölvorräte sich der Konzern zur Ausbeutung unter den Nagel gerissen hat!
Ohne Hemmungen leitet der Konzern, bzw. seine hoch qualifizierten Mitarbeiter hochgiftige Chemikalien und Ölschlämme in Flüsse und Seen ein, zerstören den Regenwald, vertreiben, misshandeln und töten die Ureinwohner und nehmen billigend in Kauf, dass die Zahl der Krebserkrankungen durch die extremen Umweltbelastungen stark ansteigen, die Tiere sterben und der Wald verschwindet! Leckende Pipelines, die mitten durch den Regenwald führen und die so alt wie die Förderlizenzen des Konzerns und dem entsprechend verrottet sind!
Chevron erhielt dafür 2006 den Public Eye Award für besonders verantwortungsloses Verhalten gegenüber Mensch und Umwelt. Eine würdige Auszeichnung für diesen Verbrecherkonzern!
Nun hat ein Gericht in Ecuadaor, man höre und staune, den Konzern Chevron zur Zahlung von Schadenersatz in Höhe von umgerechnet 6 Milliarden Euro verurteilt, (bedenkt man, dass im Jahre 2008 der Umsatz von Chevron bei 260 Milliarden Dollar lag, ist diese Summe geradezu lächerlich gering) was deren edle Repräsentanten natürlich für eine unerhörte, weil den Gewinn schmälernde Farce halten.
Klar, dass die Täter das Urteil anfechten wollen. Ebenso klar auch, dass die Betroffenen und ihre Anwälte dieses Urteil für einen Witz halten, hatten sie doch ursprünglich Schadenersatz in Höhe von umgerechnet 20 Milliarden Euro gefordert!
Einstweilen passiert nicht nur nichts, es wird auch noch fleissig weiter verschmutzt, vernichtet, zerstört, weil man es sich offenbar leisten kann, ohne dass massgebliche Stellen die verantwortlichen Manager endlich persönlich vor Gericht zerren und sie für ihre kriminellen Taten zur Verantwortung ziehen. Statt dessen werden die Konzerne wie überall von der Politik hofiert, man steckt gerne ihr Geld ein, dass die Lobbyisten großzügig verteilen und hilft ihnen bei ihrem Greenwashing mit mehr oder weniger Erfolg, aber immer auch zum eigenen, persönlichen Vorteil!

weiterführende Links:

  • Umweltschäden in Ecuador: Chevron soll zahlen (Artikel auf heute.de vom 15.2.2011).
  • Chevron (Homepage des US-Ölkonzerns, mit dem hehren Slogan „Human Energy“, was auch immer das bedeuten soll – hier ist nirgends die Rede von Umweltschäden, Naturzerstörung, Vertreibung indigener Stämme usw., aber wer hätte das erwartet?).
  • BP (Homepage des weltweit tätigen britischen Ölkonzerns, der durch besonders rücksichtslose Methoden der Ausbeutung, Umwelt- und Naturzerstörung bekannt geworden ist, aber mit diesen menschen und umweltverachtenden Praktiken bei weitem kein Einzelfall, sondern eher die Regel in diesem geschäft darstellt!).
  • BP Deutschland (Homepage der deutschen Tochterfirma eines der größten Umweltverbrecherkonzerns auf diesem Planeten!).