Gabriel und die dicke Luft!

Oh je! Sichmars neue CO2-Pläne, die so gut wie keines der alten Kohlekraftwerke merklich einschränken oder deren Betreiber gar zur Kasse bitten dürften, werden von der Industrie schon beweint, noch bevor sie jemand auch nur ansatzweise durchgelesen hat! Aber nur wer laut genug jammert, dem kommt man dann ja auch entgegen, denkt sich die Energiewirtschaft und heult drauf los, dass jeder Werwolf vor Neid erblasst! Emissionen sparen? Zum Wohle des Weltklimas? Womöglich zu Lasten der deutschen Wirtschaft? Ja geht´s noch?

Der Markt regelt das doch! Schon vergessen? War ja klar. Alle haben schon vergessen, wie der Markt das geregelt hat mit den Verschmutzungsrechten, den sog. CO2-Zertifikaten! Man hat sie eingeführt, natürlich viel zuviele und der Preis je Tonne rauschte, sehr zur Freude der Industrie, der Konservativen und der Marktliberalen, in den Keller, wo er nun verharrt, wie Willi Brandt in seiner Gruft! Und ausgerechnet jetzt kommt Sichmar Gabriel mit seinen lauwarmen und unausgegorenen Vorschlägen daher, weil ihm irgend einer gesteckt hat, dass auch in „seiner“ SPD eine ganze Menge Leute für den Klimaschutz sind.

Und obwohl ihm das ganze Gezerre um die Erderwärmung sichtbar am Arsch vorbei geht, wagt er nun einen Vorstoß, um wenigstens seinen letzten Getreuen zu beweisen, was für ein taffes Kerlchen er doch eigentlich ist – und das, wohl gemerkelt, obwohl der Markt ja eigentlich alles regelt, wenn man ihn nur lässt. Wie er allerdings die Rettung unseres Klimas regeln will, das mag sich weder mir, noch den meisten anderen vernünftigen Menschen ershcließen. Aber genau darum sind wir ja auch keine Politiker, nä?

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Wie? Nur 7 Probleme?

Ach die größte Bank Deutschlands, die Deutsche Bank, ist gleichzeitich der größte Saftladen, den man sich vorstellen kann! Idioten im Vorstand, die den Laden nicht in den Griff kriegen. Verbrecher in Börsen und Finanzmärkten, die nicht nur die Leute um ihr sauer verdientes Geld bescheißen, sondern auch auch noch zocken auf Teufel komm raus, die die Zinsen manipulieren und falsche Rechnungen schreiben, die Sanktionen unterlaufen (die zwar hier nicht gelten, aber in den Staaten, und das hätte man durchaus wissen können), kurz, die sich einen Scheiss um die ganze Welt scheren und deren Gesetze. Aber ist es denn wirklich ein Wunder?
Oder ist das nicht eigentlich das übliche Tagesgeschäft einer Bank im Kapitalismus, in dem es nicht darum geht, die Wirtschaft zu unterstützen und Kunden bei Geldgeschäften zu beraten, sondern aus Nichts und Scheiße Geld zu machen (und zwar richtich viel Geld)?
Wie praktisch, dass die Deutsche Bank zwar global aufgestellt ist, wenn sie auch eine deutsche Großbank ist. So kann man sie praktischerweise auch prima als Melkkuh benutzen. Denn trotz der vielen Vergehen und der Abermilliarden Dollar an Strafen, wird immer noch soviel hängen bleiben, dass das Institut nicht pleite geht und weiter seine Geschäfte mit krimineller Energie betreiben kann. Man schlachtet schließlich die Kuh nicht, die man noch eine Weile zu melken gedenkt…

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Muddis wunderbare Welt der nichtssagenden Worthülsen

Frau Merkel ergeht sich (endlich mal wieder, muss man schon voller Dankbarkeit sagen, denn dann weiss man ja wenigstens, woran man ist mit der Klimarettung, am Arsch nämlich) derzeit in weitläufigem CO2-Geschwurbel und nachdem mir zwei Sätze aus ihrem Munde (hab´s gerade im Autoradio gehört) das Gehirn zu einem großen Teil völlig verknotet haben und dafür sorgten, dass meine Ganglien gleich reihenweise Selbstmord verübten, blieb nicht viel mehr übrig, als der schale Geschmack einer Party in meinem Mund, auf der alle Teilnehmer ausgiebig gekotzt haben!

Daran kann auch der wunderbare Fachbegriff des „Backloading“ nichts mehr ändern, mit dem das Zurückziehen eines Teils der viel zu billig am „Markt“ gehandelten CO2-Zertifikate gemeint ist, die dem Käufer die professionelle und vor allem gewerbliche Verschmutzung der Atmopsphäre gestatten.

Der hört sich jedoch eher an, als sei er aus der Sado-Maso-Szene entlehnt und bezeichne eine Sexuapraktik, bei der man sich einer Körperöffnung bedient, die von der Natur eigentlich dazu ausersehen wurde, Abfallprodukte des Verdauungsprozesses auszuscheiden und der Wiederverwertung zuzuführen, bzw. im Falle diverser Vorgesetzter als Eingangspforte für die höheren Stufen der beruflichen Karriereleiter zu dienen!

Um es kurz zu machen, das Petersberger Klimageschwafel, heuer angesiedelt im schönen Berlin ist – mehr oder weniger – mal wieder für den Arsch, wie zu Beginn bereits erwähnt!!!

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Petersberger Klimadialog – Merkel bangt um Zwei-Grad-Ziel (Artikel auf Spiegel Online vom 6.5.2013)

Das Scheissbuch der deutschen Entwicklungshilfe

Ach das hat uns nun gerade noch gefehlt! Nirk Diebel, liberaler „Spitzen“mann im Entwicklungshilfeministerium beweihräuchert sich selbst und seine „hervorragende“ Arbeit im heute vorgestellten Scheissbuch der Entwicklungshilfe. Und weil die Opposition gerade mal wieder über die „Verschlankung“ seines Ministeriums durch Verdreifachung des Personals, nach dem Prinzip „wess Parteibuch ich hab, dess Loblied ich sing“ meckert, erläutert er charmant wie eine Klobürste, dass er seine Leute nach „Können“ aussuche, nicht nach dem liberalen Parteibuch, woraus sich nur ableiten lässt: es sind ausschließlich die Liberalen, die die einzigen fähigen Leute haben…

Wir haben es schon immer geahnt. Silvana Koch-Mehrin, Spitzenfrau im EU-Parlament, zwar neuerdings ohne Doktortitel, dafür immer noch blond! Philipp Rösler, Statthalter der Industrie in der deutschen Politik  und ausgerechnet im Wirtschaftsministerium, Spitzenmann und mit allen Abwässern gewaschen und natürlich gegen die Verteuerung von CO2-Zertifikaten zum Schutz unseres Klimas! Rainer Brüderle, liberaler Spezialist für genuscheltes Politwischiwaschi, Spitzenmann und Weinkönigin der FDP ehrenhalber, unwiderstehlicher (nach eigener Einschätzung) jedoch lediglich selbsternannter Rodolfo Valentino des politischen Afterwork-Nachtlebens. Guido Westerwelle, Spitzenmann, schwer gezeichnet von intellektueller und außenpolitischer Selbstüberschätzung, sowie der nichtssagenden Belanglosig- und/oder Beliebigkeit, Mister „alle-Hartzer-sind-spätrömisch-dekadent“, gewesener Sonnyboy der Springerpresse und rührend besorgt um die wirtschaftlichen Interessen der Geschäftspartner seines Ehemannes, die er gerne mal mit im Regierungsjet auf seine Vergnügungsreisen nimmt…bei solch liberalem Spitzengesocks allüberall, braucht einem um die Zukunft des Entwicklungshilferessorts wahrlich nicht bange zu sein.
In Wahrheit sieht es wohl eher so aus, dass Niebel das gesamte Ministerium mit seinen Arschkriechern unterwandert, um sie nach der drohenden Abwahl als fünfte Kolonne nutzen zu können! Lobbyismus, Käuflichkeit, Vertretung wirtschaftlicher Interessen unter dem Deckmäntelchen der Entwicklungshilfe, natürlich mit deutlich gekürzten Ausgaben zementieren die Stellung der Entwicklungshilfe unter der schwarzgelben Kloalition als Türöffner für die geschäftliche Interessen deutscher und internationaler Konzerne, vorwiegend aus dem Rüstungs- und Chemiebereich.

Wer gedacht hat, Niebel würde tatsächlich sein eigenes Ministerium abschaffen, wie er es noch kurz vor der Übernahme der Amtsgeschäfte angekündigt hatte, sieht sich bitter enttäuscht! Der erst fünfzigjährige geistige Kleinrentner aus der FDP sieht nun keinen Grund mehr dafür, sich und sein unnötiges Ministerium auch weiterhin für obsolet zu halten.

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„terre des hommes“ kritisiert deutsche Entwicklungspolitik – „Niebel operiert mit Instrumenten von gestern“ (Artikel auf tagesschau.de vom 17.4.2013)

Scheiß auf das Klima!

Irgendeine Form der Glaubwürdigkeit hat die deutsche Umwelt- und Klimapolitik eigentlich noch nie gehabt. Dafür hat spätestens Frau Merkel, die einst recht vollmundig „KlimakanzlerIn“ genannt wurde, gesorgt. Sie, der man mit gutem Recht vorwerfen kann, ja vorwerfen muss, dass sie ihren Hosenanzug stets in den Wind hängt, der ihr am günstigsten deucht, besitzt weder umweltpolitisches Rückgrat, noch irgendeine Art von Masterplan zur Rettung des Klimas. Aber das braucht man auch garnicht, wenn man sowieso nicht gewillt ist, die Zukunft der Menschen zu sichern, sondern lediglich darauf bedacht, was der Wirtschaft nützt!

Der fette Herr Altmaier kippt die Klimarettung und die KanzlerIn findet es gut! Das der Handel mit CO2-Zertifikaten nix weiter is als gequirrlte Scheiße, wussten informierte und interessierte Kritiker schon seit langem. Die Bundesregierung, die sowieso nie hinter der Klimarettung stand, verabschiedet sich nun, step by step von den Programmen, die Geld kosten – und das sind so ziemlich alle!

Elektromobilität? Gestern noch einer der Eckpfeiler von Merkels ´Zukunftsmobilität, heute schon ein Auslaufmodell! Energiewende? Vor einem Jahr noch der Massstab für die Geschwindigkeit des Atomausstiegs, heute nur noch lästige Fußangel für die Energiekonzerne und deren Gewinninteressen! Und wenn sich der Herr Altmaier schon mal zu einer Aktion hinreissen lässt, die der Umwelt nützen könnte (wenn man es denn nur richtig machte), dann ist auch schon der unglaubliche Hulk der FDP da, Philipp Rösler, der nach seiner Amtszeit als Wirtschaftsminiter in dieser Katastrophenkloalition, mit dem Segen des allein selig machenden DIHK zum Schutzpatron aller Berufslobbyisten erhoben werden soll!

Wenn man die Umwelt schützen will, die Natur erhalten und das Klima retten, dann kann man das nicht auf Basis „freiwilliger Selbstverpflichtungen“ der global agierenden Großkonzerne tun, sondern nur durch scharfe gesetzliche Vorgaben, an die sich alle Marktteilnehmer zu halten haben!

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Wer schützt unser Klima?

Wer schon den ein oder anderen Artikel in meinem Blog Tempel der Gaia gelesen hat, der kennt vermutlich meine Einstellung zu der neuesten Mode der Politik und der Wirtschaft, allem, aber auch wirklich allem, einen monetären Wert bei zu messen. Ganz genau, ich halte nicht das Geringste davon! Dabei will ich nicht bestreiten, dass beispielsweise die Natur an und für sich einen Wert hat. Natürlich ist sie wertvoll, sogar sehr und zwar deshalb, weil wir ohne sie nicht überleben können auf unserer wunderbaren blauen Kugel. Dieser Wert ist meiner Meinung aber ein ideeller Wert und eben nicht monetär.

Das Problem der immer mehr aufkommenden Angewohnheit nur das zu schützen oder schützenswert zu finden, das einen in Dollar oder Euro messbaren Wert besitzt, ist eben jener Geldwert. Und wie´s der Teufel will, fand ich gestern diesen Artikel bei FAZ.Net, der sich dieses Problems widmet. Allerdings in einer etwas anderen Beziehung, als ich es mir wünschte. Nun, ich will kein Geheimnis daraus machen, dass ich die FAZ mittlerweile für ein recht reaktionäres Blatt halte, das sich zwar einen objektiven Anstrich zu geben versucht, letztendlich aber wohl mehr oder weniger ein Sprachrohr der Wirtschaft und der mit ihr verklüngelten politischen Kreise ist. Aber wie dem auch sei! Die Presse ist relativ frei in unserem Lande, wenn sie überwiegend das schreibt, was die Herrschenden zu hören wünschen und so kann man der FAZ nicht wirklich einen Vorwurf machen, wenn sie die Fragen des Umweltschutzes aus der ihr eigenen, freiheitlich-christlich unterwanderten Sicht betrachtet. Wem das nicht gefällt, der braucht´s ja nicht zu lesen. Ich tat es trotzdem, natürlich nur, um mich königlich darüber aufzuregen.

Der Artikel „Klimaschutz: Wie man Milliarden für die Atmosphäre verbrennt“ (FAZ.Net vom 14.9.2009) widmet sich den Anstrengungen des Klimaschutzes. Wer sich durch den Artikel liest und ein ganz klein wenig an Umwelt- und Klimaschutz interessiert ist, wird sich verwundert  die Äuglein reiben, wenn er liest

„Die deutsche und die europäische Klimapolitik können einem die Tränen in die Augen treiben“, klagt der Umweltökonom Joachim Weimann von der Universität Magdeburg.

Dass dem wirklich so ist, hielt ich immer für eine Folge verfehlter Umwelt- und Klimapolitik. Weil eben nicht genug dafür getan, weil regenerierbare Energien nicht genug gefördert und die Forschung dieser Technologien nicht genug unterstützt werden, wird wesentlich mehr CO2 ausgestossen, als der Umwelt zuträglich ist. Die FAZ sieht das ein bisschen anders und zwar von der ökonomischen Seite her. Man vertritt den Standpunkt, CO2 könne nur auf eine Art wirklich gespart werden…

…will man verhindern, dass eine Tonne CO2 in die Atmosphäre geblasen wird, kann man an der Leipziger Energiebörse ein Zertifikat für eine Tonne CO2 kaufen und dieses sperren, so dass die Industrie und die Stromkonzerne weniger CO2 ausstoßen dürfen. Ein solches Zertifikat kostet derzeit knapp 15 Euro, in der Spitze waren es vor drei Jahren 30 Euro – also ein Bruchteil der Kosten, die eine Solaranlage zur Einsparung derselben Menge verursacht.

So weit so gut, oder auch nicht. Man hört den weinerlichen Unterton, der lauthals darüber klagt, dass der „Wert“ dieser Zertifikate immer weiter fällt. Und weil es so schön ist, behauptet man gleich – natürlich untermauert von den Theorien der Ökonomen – die Förderung von umweltfreundlichen Technologien zur Energieerzeugung spare nicht nur keine einzige Tonne CO2, nein sie sei wegen der Subventionen dafür verantwortlich, dass der Preis der Zertifikate immer mehr sinke! Der Umweltökonom Christoph Böhringer von der Uni Oldenburg behauptet sogar…

Der Umweltökonom Christoph Böhringer von der Universität Oldenburg geht noch einen Schritt weiter: …“wenn wir die Erneuerbaren Energien zu viel subventionieren, sinkt der CO2-Preis so stark, dass davon die schmutzigsten Technologien profitieren.“

Das genau das möglicherweise auch der Knackpunkt des Zetifikatehandels ist, scheint dabei niemanden zu interessieren!

Naja! Das die Politik, aus welchen Gründen auch immer, nicht die Politik macht, die unserer Umwelt am meisten zugute kommt, mag daran liegen, dass die Wirtschaft durch die allgegenwärtigen Lobbyisten mit ihren prall gefüllten Geldsäcken, einen größeren Einfluss haben, als absaufende Eisbären, schmelzende Gletscher oder steigende Meeresspiegel. Die Wirtschaft ist an einem umfassenden Umweltschutz aus naheliegenden Gründen wenig bis garnicht interessiert. Erstens kostet er Geld, das dann eben beim Gewinn fehlt und zweitens sorgt er angeblich dafür, dass die davon betroffenen Unternehmen nicht mehr konkurrenzfähig sind. Und spo kommt man zu dem Schluss…

…“die Klimapolitik ist im Würgegriff der Bürokraten“, kritisierte Böhringer. Er plädierte dafür, den Markt stärker zu nutzen. Der Emissionshandel sei das richtige Instrument. Dabei entsteht der geringste Wohlstandsverlust, weil genau jene Unternehmen und Wirtschaftsbereiche ihre Produktion verringern, die hohe Emissionen und hohe Vermeidungskosten haben. Der Zwang zum Kauf von CO2-Zertifikaten treibt den technischen Fortschritt an und fördert Investitionen, um Emissionen zu reduzieren.

Für mich persönlich stellt sich dieses Problem ein wenig anders dar. Ich glaube, dass alles, was man nach einem Wert in Dollar oder Euro bewerten und beurteilen kann, auch gehandelt werden kann. Soweit würde mir wahrscheinlich sogar die FAZ zustimmen. Was aber einen pekuniären Wert hat, das wird auch auf dei ein oder andere Weise verkauft, wird zum Ziel von Spekulation und kurzfristigen Gewinnmitnahmen. Länder in finanzieller Not könnten sich gezwungen sehen, oder vielleicht auch gezwungen werden, ihre Anteile beispielsweise am Regenwald, CO2-Emissionen, die Meere, Rohstoffe und was auch immer an Spekulanten und/oder Konzerne zu verkaufen. Und was geschieht dann? Holzkonzerne zum Beispiel könnten Regenwald billig erwerben (wie sie es heute schon mit den Lizenzen zum Holzeinschlag tun, indem sie korrupte Beamten bestechen und Regierungsstellen schmieren) um diesen dann abzuholzen und zu Gartenmöbeln verarbeiten. Wer will sie daran hindern, wenn sie Eigentümer des Waldes sind? Alles was gehandelt wird, lädt zu Spekulation und zum Betrug ein. Die Finanzkrise, die wir angeblich bereits überwunden haben, ist ein „wunderschönes“ Beispiel. Glaubt wirklich jemand, die von Gier zerfressenen Bankster, die das gesamte Bankensystem mit ihrer Zockerei fast in den Ruin getrieben haben, würden vor der Umwelt oder dem Schutz der Atmosphäre haltmachen? Sobald die Preise für Zertifikate steigen, sobald der regenwald einen wirklichen Wert darstellt, wird er zum Ziel von hemmungsloser Spekulation werden. Die Atmosphäre interessiert nur, wenn man an den CO2-Zertifikaten Gewinn machen kann und zwar je mehr desto besser!

Sind wir bereit oder besser, sind wir in der Lage, diese Spekulationen zu verhindern und notfalls aberhunderte von Milliarden Dollars und Euros in ein marodes Zertifikatshandelssystem zu pumpen, wenn das Klima umkippt? sicher nicht! Aber den Spekulanten schmeissen wir es gern hinterher, damit sie – kaum ein Jahr nach dem Beinahezusammenbruch (oder der Fast-Kernschmelze, wie Steinbrück es formulierte), kennt die Gier des kapitalistischen System keinerlei Grenzen mehr. Nichts gelernt aus den Fehlern, oder sie bewusst ignoriert, frei nach dem Motto, wir fressen jetzt Kreide, bis die Krise vorbei ist und dann schneiden wir uns wieder ein Stück aus dem Kuchen heraus? Die andeutungsweise eingeführte Kontrolle durch den Staat, die in den Industrieländern mit den milliardenschweren Staatshilfen verbunden war, wir rasch wieder abgeschüttelt (schließlich ist sie nicht nur lästig, sondern hindert die Bankmanager auch daran das zu tun, was sie ihrer Meinung nach am besten tun können – Geld machen!).

Wer das Klima retten will, wer dafür sorgen will, dass es auch in 50 Jahren noch so etwas wie Regenwald auf diesem Planeten gibt, wer unseren Kindern und Enkeln eine lebenswerte Umwelt hinterlassen will, der darf eines nicht tun – die Natur, das Klima, den Regenwald dem Zugriff der Spekulanten ausliefern! Der sogenannte freie Marktwirtschaft – andere sagen schlicht und einfach der Kapitalismus – lässt sich nicht nur nicht kontrollieren und versucht von daher sich jeder staatlichen oder sonstwie gearteten Kontrolle zu entziehen, er will auch alles zu Geld machen und Gewinn erzielen. Liegt der meiste Gewin darin die Luft zu verschmutzen, dann wird es getan. Liegt der vermeintliche Gewinn in der Abholzung des Regenwaldes, dann wird er diesem Streben geopfert ohne Gnade, ohne jede Rücksicht! Das Kapital, der Markt und die Konzerne wirtschaften nur im Eigeninteresse, nie zu Gunsten der Allgemeinheit. Wer sich der Hoffnung hingibt, der Markt reguliere das mit dem Umwelt- und Klimaschutz schon, nur weil ein paar CO2-Zertifikate auf den Markt geworfen werden, der gibt sich einem verhängnisvollen Trugschluss hin. Schließlich hat die Einführung der Strombörse in Leipzig auch sehr rasch dazu geführt, dass die Preise manipuliert und die Strommengen künstlich verknappt wurden, um den Preis hoch zu treiben!

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Wann wird das Rauchen endlich verboten?

Als ich heute einige Lebensmittel einkaufen ging, war der Supermarkt relativ voll. Naja, dachte ich bei mir, andere brauchen halt auch irgendwelche Dinge und Zeit hast du auch ein wenig, also reihe dich ohne zu brummen in die Schlange an der Kasse ein und harre der Dinge, die da kommen mögen. Natürlich ist es wie immer so gewesen, dass die Schlange an meiner Kasse sich am langsamsten vorwärts bewegte.

Das alles wäre an sich nicht schlimm gewesen, wenn sich nicht plötzlich hinter mir ein Mensch angestellt hätte, der eine Aura von wochenlang nicht geleertem und dann versehentlich umgestossenem Aschenbecher um sich verbreitete. Mir blieb schlicht die Luft weg und ich versuchte ihn zu ignorieren – vergebens! Dann probierte ich die Luft an zu halten – angesichts einer grob abgeschätzten Wartezeit von ca. 10 Minuten ein sinnlos Unterfangen! Mir lag auf der Zunge diesen meinen Mitmenschen freundlich darum zu bitten, er möge für die nächsten 10 Minuten einfach mit dem Stinken aufzuhören. Ich entschloss mich dann aber doch, einer zu erwartenden Schlägerei und dem Erstickungstod aus dem Weg zu gehen und verfügte mich darum wieder ins Innere des Ladens, um mir noch ein wenig die Zeit zu vertreiben.

Zeit genug, sich ein paar Gedanken zum Thema Rauchen zu machen!

Mal abgesehen von den zu erwartenden Spätfolgen des Rauchens (Lungen- und Kehlkopfkrebs, Zungenkrebs, Atemwegserkrankungen, Raucherbeine und, und, und…) über die seit Jahrzehnten anhaltend diskutiert wird, frage ich mich, wie eigentlich die Auswirkungen auf unsere Umwelt sind. Diesen Aspekt sehe ich ein klein wenig zu kurz gekommen in der ganzen Diskussion. Darum und in meiner Eigenschaft als Blogger von „tempeldergaia“ möchte ich mir einige Gedanken zu den Auswirkungen des Tabakkonsums auf diesen Planeten und damit auf unsere Mutter Erde machen.

Man hat ja schon vor Jahren zu Recht damit begonnen Autos mit Katalysatoren auszustatten und arbeitet auch heute noch daran, den Feinstaub besonders bei Dieselmotoren aus dem Abgas zu filtern. Nun frage ich mich: „Warum gibt es keine Initiative, die die umweltpolitischen Aspekte des Rauchens hervorhebt und damit ein weiteres Argument (neben dem gesundheitlichen Aspekt) in die Waagschale der Nichtraucher wirft?“ Bedenkt man, das im Jahr 2001 allein in Deutschland ca. 142 Mrd. (142.000.000.000) Zigaretten geraucht wurden, wird vermutlich nicht nur mir übel. Eine einzige Zigarette verpestet 3.000 Kubikmeter Luft. (bei einer Bevölkerung von 80.000.000 Millionen Menschen in Deutschland sind das statistisch gesehen 1.775 Zigaretten pro Jahr). Das wären dann – vorausgesetzt, meine Rechnung stimmt, 4,26 hoch 14 Kubikmeter verschmutzte Luft nur durchs Rauchen! Und das zusätzlich zu den Verschmutzungen, die uns die Industrie und der Strassenverkehr bescheren. Also, ich hielte es für sinnvoll, wenn nicht nur die Industrie und die Energieerzeuger CO2-Zertifikate kaufen müssten, sondern auch die Raucher. Schließlich muss ja in unserer kapitalistischen Gesellschaft alles einen Wert in Valuta haben, sowohl der Dreck, als auch die natürlichen Ressourcen.

Neben der Verschmutzung unserer Luft entsteht beim Rauchen aber auch eine ganze Menge hochgiftiger Sondermüll. Ich würde mal vermuten, dass die Zigarettenfilter besonders viele der Schadstoffe enthalten, die durch die Verbrennung des Tabaks entstehen. Der gewöhnliche Feld-, Wald- und Wiesenraucher schmeisst diese aber üblicherweise wo er geht und steht um sich und führt diese so unkontrolliert der Umwelt zu. Damit Mutter Erde quasi auch noch was davon hat. 142.000.000.000 verseuchte Zigarettenfilter und das jedes Jahr. Kaum vorstellbar, was das für ein Berg an Sondermüll ist!

Das einzige, was der Raucher dafür bezahlt, ist der Preis für seine Zigaretten. Und natürlich die darauf liegenden Steuern, womit er sich aber das Recht erkauft zu haben glaubt, die Folgekrankheiten des Rauchens auf Kosten der Allgemeinheit und der Krankenkassen behandeln lassen zu können. Natürlich hat der Raucher damit Recht. Die Krankenkassen sind schließlich Solidargemeinschaften, die auch für die Behandlungskosten derjenigen Menschen aufkommen müssen, die durch bewußten Raubbau an ihrer Gesundheit erkrankt sind! Jedenfalls ist es jetzt noch so.

Vermutlich wird es aber zu einem totalen Rauchverbot nie kommen. Nicht in diesem unserem Lande. schließlich hat die Tabak-Industrie, genauso wie die Spetzl von der Chemie-, der Gentechnik- und der Automobil-Industrie beizeiten vorgesorgt und sich die notwendigen Parlamentarier eingekauft. Aber wir sollten die Gelegenheit nicht ungenutzt vorüberziehen lassen, auf diesen wichtigen Punkt wieder und wieder hinzuweisen. Vielleicht erleben wir noch den Tag, an dem das Rauchen Bundesweit in allen Kneipen einheitlich verboten wird. Wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben!

Aber Ihr, Ihr könnt das Rauchen aufgeben! Ich habe es auch geschafft, nachdem ich 20 Jahre gequalmt habe wie ein Schlot und irgendwann derartig unter nächtlichen Wadenkrämpfen litt, dass ich schon dachte, bis zum Raucherbein könne es nicht mehr allzu weit hin sein! Und dann habe ich einfach aufgehört. Ohne Nikotinpflaster, ohne Hypnose, ohne Raucherentwöhnungskurs usw. Das könnt ihr auch. Voraussetzung ist allerdings, dass Euer Kopf es auch will, dann klappt das schon! Ich wünsche Euch viel Erfolg dabei!