Läuft doch rund – wie ne Runkelrübenrupfmaschine…

Das verstehe wer will – die Große K(l)oalition der Schweinbacken legt (wie von den meisten erwartet) einen veritablen Fehlstart hin? Bei der „deutlichen sozialdemokratischen Handschrift“ im Vertrach? Wie geht denn das an? Und vor allem, was interessiert mich das? Dieser ganze GroKo-Schmus is nicht mehr als eine unverbindliche Absichtserkklärung für die Wirtschaft, in der sie sich freiwillig und natürlich ohne jedwede Konsequenz zur Reduktion des CO2-Ausstosses verpflichten „mussten“! Und die GroKo – verpflichtet sich zu warmen Worten oder besser noch heisser Luft! Aber das is ja nu ooch nüscht Neues!
Das Muddi dabei gut abschneidet ist auch nicht weiter verwunderlich, hat sie sich doch zu nichts geäußert, noch weniger versprochen und braucht sich nun auch nicht daran messen zu lassen, was sie nicht gehalten hat – außer ihrer Klappe…

…ganz im Gegensatz zu Horscht Seedoofer, der´s Maul einfach net halten kann und sei´s nur um rechte Propaganda zu machen bis sich die NPD wie eine linksalternative Partei vorkommt! Natürlich mischt da die SPD nicht mit. In keiner Weise. Weder markige Worte, nur ein verbales laues Lüftchen weht herüber aus der Bütt, in der Frau Schwesig stund´ und sich ereifern tät, dass die hehre Elternschaft doch nur noch 32 Stunden die Woche schaffe könnt. Dabei kann ich mich, verdammt nochmal, des Eindrucks nicht erwehren, ich hört auch weiterhin die früh verblichene Kristina Schröder vor sich hin schwurbeln. Aber ich kann mich auch täuschen. Schade nur, das you never get a second first chance!

Da ist Frau Nahles schon aus einem ganz anderen Holz geschnitzt – Balsholz würd ich vermuten. Was sie vor zwei Monaten noch mit einem kleinen Liedchen und zitterndem Falsettstimmchen zerkratzt hätte, wie eine Metallsäge die Saiten einer Geige, preist sie nun als Errungenschaft hervorragender Politik und wetterfesten Arbeitsmarkt. Man mag es kaum glauben! Aber kaum in Amt und Würden sieht eben doch alles ein wenig anders aus, als man vorher dachte, besonders mit einem dicken MinisterInnengehalt an jedem 15. des Monats auf dem Bankkonto! Wenigstens versucht sie ihre rentenreform nun doch dem Sch(r)äuble aus dem Kreuz zu leiern – wenn sie sich damit mal nicht übernommen hat!

Bleibt noch der Gabriel, seines Zeichens Mann der kleinen Leute und der starken Worte! Oder war es umgekehrt? Spielt aber auch keine Rolle. Den Takt in der bundesweiten Energiewendepolitik nach Altmaier scheint eh die abgehalfterte BauernministerIn Aigner in Bayern vorzugeben.

Zugegebenermaßen, man muss nicht jeder hergelaufenen DirndlträgerIn antworten, wenn sie sich als bayrische MinisterpräsidentIn auf Abruf zu profilieren versucht, aber man könnte doch mal etwas mehr Substanzielles von sich geben. Natürlich nur, wenn einem auch was einfällt. Aber üblicherweise soll er ja nicht auf die Schnauze gefallen sein. Dafür jedoch ist es ziemlich ruhig in seinem Ministerium!

Dafür trommelt der Dobrinth um so lauter und keiner weiss so genau, was der eigentlich will. Ja, okay, einen runden Tisch will er haben, um Breitbandkabel zu verlegen, vor allem im ländlichen Bereich (und hier, da verwette ich meine Familienjuwelen) vor allem im ländlichen Bayern, denn alle andern Bundesländer sind sowieso unterentwickelt und brauchen deswegen keine weitere Geldverschwendung zu ihren Gunsten zu erwarten!

weiterführende Links: 

Rettet das Sumpfdotterblümchen…

Kaum ist das bayrische Sumpfdotterblümchen aus einem nebligen Hochmoor irgendwo in den Bergen des Königreichs Bayerns von Berlin in ihre Heimat entschwunden und auf wundersame Weise, jedoch ohne jede Aignung, zur WirtschaftsministerIn mutiert, da schultert sie, was niemand in ihrer Zeit als BundesministerIn anzupacken wagte – die Energiewende! Natürlich ist sie als ehemalige landwirtschaftliche Geheimwaffe der Union bestens für Aufgaben gewappnet, die sie in etwa soviel angehen, wie beispielsweise eine Kuh das Schlittschuhlaufen und genau deshalb scheint sie jetzt erst so richtig loszulegen! „Wie, d`Energiewende is Eich z`teier? Nachad finanziern mas hoid mit a paar Kreditn, oda?“ So kann man es launig aus tiefstem bayrischen Tann röhren hören! „Un na zoi mas hoid schpäta ab!“
Man kann sich dabei wohl die Frage stellen, was der Unterschied ist, zwischen einer rein endverbraucherfinanzierten EEG-Umlage und einem späteren Abstottern der Kredite (von denen vermutlich niemals jemand genau wissen wird, wer was, wann und vor allem wieviel aufgenommen hat und erst recht nicht zu welchem Zweck), natürlich ebenfalls durch den Endverbraucher? Eine Antwort sollte man aber besser nicht erwarten, denn diese dürfte den flachen Horizont dieser geistigen TagelöhnerIn deutlich übersteigen!

weiterführende Links: 

Wer EEG-Umlage bezahlt ist selber Schuld!

Na wenn das nicht fein ist und ganz im Sinne sozialer Gerechtigkeit, dann weiss ich auch nicht! Immer mehr Großverbraucher zahlen immer weniger für ihren Strom und werden über den Strompreis der privaten Haushalte subventioniert! Für das folgende Jahr haben sich schon weitere Unternehmen gemeldet, die ebenfalls im internationalen Wettbewerb stehen und keine Lust haben, für die von ihnen verbrauchte Energie den vollen Satz zu zahlen.

Zum Beispiel Bordelle, die schwer an den enormen Kosten für ihre roten Laternen und die Ladegeräte für die Geschäftsdildos zu tragen haben! Kneipen, die zwar nicht selbst im internationalen Wettbewerb stehen, dafür aber im Fernsehen internationale Wettbewerbe zur Belustigung ihrer biersaufenden Gäste übertragen und an den Kosten für ihre großformatigen Flachbildschirme zugrunde zu gehen drohen! Und große Kaufhäuser, die unter den Stromkosten für ihre mehrere Megawatt fressenden Weihnachtsbeleuchtungsanlagen verröcheln, wenn man ihnen nicht auf die finanziellen Sprünge hilft. Man sieht, es ist alles nur zu unserem Besten…

weiterführende Links:

Energiewende – Hunderte Unternehmen zusätzlich von EEG-Umlagen befreit (Artikel auf faz.net vom 6.12.2013)

Dem Klima vor den Koffer geschissen…

…und wie! Ja sowas nennt man wahrlich konsequent! Der Atommeiler zu Fokuhila/Japan (nein, ihrer gleich vier Stück auf einmal) fliegt in die Luft, obwohl die Kernenergie  ja so sicher ist, nach Erdbeben mit angeschlossenem Tsunami (sowas passiert vielleicht alle 10.000, vielleicht sogar alle 100.000 Jahre einmal, daher kann man das als vernachlässigbares Risiko einstufen…) und weil die Atomenergie ja so sauber ist, und man jetzt Kohle verheizen muss, kann man auch die Klimaschutzziele nicht mehr einhalten! Tja, Klima, tut uns leid…

Uns tut das natürlich auch leid und zwar sehr! Nicht, dass man kein Verständnis für den Energiehunger der Welt, insbesondere der Industriestaaten aufbringen könnte. Aber man kann, wenn man schon zu den führenden Industrienationen des Planeten zählt und ein Vorreiter in Sachen Technologie ist, auch schon mal ein klein wenig mehr Enthusiasmus erwarten, wenn es um die Reinhaltung der Luft, den Schutz unseres Klimas und dergleichen mehr lästige Dinge geht.

Oder müssen wir uns endlich mit dem Gedanken anfreunden, dass da im Hintergrund Fäden gezogen werden, deren Richtung die Industrielobbyisten bestimmen und nicht die Politiker, oder gar die Wähler?

Man muss den Eindruck gewinnen, dass da Interessen vertreten werden, die allein am Profit orientiert sind und nicht den Interessen der Menschen, ja der gesamten Menschheit, dienen. Anders kann man sich dieses Kartell der Klimaverweigerer kaum erklären, zu dem nicht nur Japan gehört, sondern ein breites Bündnis mehr oder eher weniger hoch motivierter Staaten…

1. Polen -> Vorkämpfer in Europa für die zwar reichlich vorhandenen, aber auch reichlich zu den dreckigsten fossilen Energieträgern gehörenden Kohlevorkommen und die Unternehmen, die daraus Energie gewinnen, feine und fette Profite auf Kosten der Umwelt und des Klimas erzielen und dies nicht beendet wissen möchten…

2. Australien -> selber heftig unter dem Klimawandel leidend, ebenso wie unter dem Ozonloch, dass auch kein Naturereignis ist, sondern hausgemacht, findet, dass CO2 nun doch nicht mehr besteuert werden soll! Ist ja auch nicht notwendig, wenn man die Kohle nach Übersee verkauft und die Schiffe aus China, die die Kohle in Australien abholen, des kürzeren Transportwegs wegen quer durchs Great-Barrier-Reef rauschen und zwar die ein oder andere Koralle dabei abbrechen aber, aus der Sicht der Ökonomie durchaus folgerichtig und treibstoffsparend, den kürzesten Weg nimmt…

3. Kanada -> im Besitz riesiger Öl- und Teersandvorkommen mag auch nicht so recht an den Nutzen von Klimaschutzzielen glauben. Jedenfalls nicht, wenn man nur die Ökonomie betrachtet. Und Auflagen zum Umwelt- und Naturschutz sind nicht nur mehr als lästig, sie schmälern auch durchweg die sowieso schon mehr als kärglichen Gewinne der Energiekonzerne…

4. Ja, und in Deutschland ist es mit dem Klimaschutz auch nicht mehr so weit her wie zu Zeiten, als man Angela Merkel noch die „KlimakanzlerIn“ nannte. Erst stieg man mehrfach aus der Atomenergie aus. Dann Sprach man von der Energiewende und warf die Kosten dafür auf die schmalen Schultern der Verbraucher, anstatt diejenigen, die am meisten verbrauchen auch am meisten zu belasten (wie man es in der freien Marktwirtschaft erwarten könnte, schließlich bestimmt der Markt den Preis). aber dann zog man die Trumpfkarte des internationalen Wettbewerbs und begann gar bitterlich zu weinen und um Nachlass zu betteln. und weil die Bundesregierung so gütig ist, jedenfalls gegenüber denen, die es so dicke haben, dass sie staatlicher Hilfe eigentlich nicht bedürfen und flugs nahm die einstige KlimakanzlerIn die schwere Last von den Schultern der Industrie und lud auch diese auf den Verbrauchern ab…

Wir können wahrlich zufrieden sein mit unserer Politik. Die Wirtschaft brummt, der Verbraucher stöhnt und wenn er Glück hat, bekommt er sogar Arbeit, von der er leben und gleichzeitig die Wirtschaft und vor allem die Schwerindustrie zu subventionieren. Daneben soll er natürlich auch noch Eigenverantwortung zeigen und privat für das Alter und die Gesundheit, erst Recht für die Pflege im Alter vorsorgen und selbstredend soll man auch noch ein paar Scheinchen für schlechte zeiten zurück legen (von was auch immer), schießlich kann der Staat nicht für alles Sorge tragen.

Da wird man schnell abgehängt, wenn man als ganz normaler Mensch versucht irgendwie über die Runden zu kommen. Da kann man sich auch in Deutschland nicht auch noch um den Klimaschutz kümmern! Strom muss schließlich bezahlbar bleiben und für diejenigen, die auf Grund zu geringer Einkommen, weil sie von staatlichen Transferleistungen abhängig sind, oder einfach nicht genug verdienen, kam man auf die grandiose Idee, den Strom per Prepaid-Karte zu verscherbeln und zwar gegen Vorkasse, wie der Name schon sagt!

Wo der Vorteil liegt? Ganz einfach, man bekommt den Strom nicht mehr abgestellt, wenn das Guthaben auf der Karte aufgebraucht ist – der schaltet sich dann nämlich ganz von alleine ab!

Naja und nun hören wir aus berufenem Munde, dass man regierungseitig zu Tode erschrocken ist, als man erfuhr, dass bereits etwa 25% der deutschen Energieerzeugung auf regenerative Energien entfallen und das weit vor dem Tag „X“! Da muss man natürlich auf dei Bremse latschen, am besten mit Drehhofers Schlappen in der Größe eines Kindersarges, aus dem nun ein Sarg für die erneuerbaren Energien werden soll.

Anstatt seine eigenen Ziele einfach anzuheben und mit stolz die Flagge des Fortschritts voran zu tragen und ein leuchtendes Beispiel für andere zu sein, Macht man genau das Gengenteil davon und bremst die Regenerativen kurz und knapp aus!

Ach, wo waren diese Philippinen  nochmal? Keine Ahnung! Sind die nicht neulich weg geflogen? Wen interessiert schon das Schicksal von ein paar tausend philippinischen Opfern? Richtig, keine Sau, da kann der Vertreter der Philippinen auf der Klimakonferenz in Warschau noch so medienwirksam einen Hungerstreik ankündigen. Die Wirtschaftslobby und die von ihnen geschmierten Politiker lachen sich schlapp, während sie vor den Mikrofonen große Töne spucken, dass es einem schlecht wird!

weiterführende Links: 

Sack Reis???

Nun tagen sie mal wieder. Diesmal in Warschau! Die größten Umweltschweine und Klimaverschmutzer und heulen Krokodilstränen um die armen abertausende Opfer des Taifuns Haiyan, der über die Philippinen herein brach wie eine…nein, nicht wie eine Naturgewalt, eher wie ein menschengemachtes Schwerverbrechen, für das weder jemand die Verantwortung übernehmen, noch für die verursachten Schäden und das unsägliche Leid zahlen will!

Ausgerechnet Polen, dass einer der größten Bremser des Klimaschutzes in Europa ist, weil es seine Kohlekraftwerke weiter mit dem fossilen Dreck befeuern will, um „sauberen“ Strom zu gewinnen, darf der Ausrichter dieses politischen Großereignisses sein, auf dem sich Kohle-, Erdöl- und Atomlobby vermutlich gegenseitig die Klinken zu den Hoteltüren der versammelten Politprominenz in die Hand geben, um ihre Interessen zu vertreten und auch nur halbherzige Klimaschutzziele bereits im Vorfeld zu verhindern!

Und Deutschland, einst Vorreiter in Sachen regenerativer Energien und (damals, vor langer, langer Zeit, so schien es) regiert von Angela der KlimakanzlerIn, schickt sich heute an, in K(l)oalionsgesprächen zwischen Union und SPD, den Schutz der Umwelt und des Klimas auszuhebeln und die billigste und sauberste regenerative Energieform, die Windenergie nämlich, zur Technologie non grata zu erklären und ihr künftig die staatliche Föderung zu versagen.

Eine beeindruckende Wandlung vom Saulus zum Paulus und wieder zurück, ganz genauso, wie das schon einmal mit dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomenergie praktiziert wurde. Beispielhaft für alle Länder dieser Welt, die mit staunenden Augen und offenen Mündern der Energiewende der Deutschen folgten! Ein solches Hickhack wirkt sicher sehr vertrauenerweckend und besonders vorbildlich und ladet, nicht nur nicht zum Bade, sondern auch nicht zur Nachahmung ein!

Und während in Deutschland ganz allein die braven Bürger die Kosten der Energiewende zu tragen haben, die so wunderbare Mechanismen hervor gebracht hat, wie die Tatsache, dass auf Grund stark sinkender Preise an der Strombörse in Leipzig, die Preise für die Verbraucher (auf Grund der EEG-Umlage und der garantierten Einspeisevergütung) genauso stark steigen, während in der Wirtschaft Hinz und Kunz von der EEG-Umlage befreit werden, um ihnen keine Nachteile im internationalen Wettbewerb zumuten zu müssen!

Aber, den Göttern und den künftigen Großk(lo)alitionären sei dank, hat man auch dafür eine patente Lösung präsentiert! Tataaaa – die Prepaidkarte für Strom! Kunden mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten sollen nun ihrem Strom vorab bezahlen, damit er ihnen nicht mangels Masse abgestellt wird und, man höre und staune, ihnen die Möglichkeit gegeben werde, ihren Stromverbrauch besser zu kontrollieren! Da stehen wir nur noch still und fassungslos vor unserem ebenfalls still stehenden Stromzähler, bei so viel unfassbarer Weisheit!

Und weiter geht die wilde Fahrt durch das Jammertal der Wirtschaft, die erst mit Zusammenbruch droht, dann mit Arbeitsplatzverlust und schließlich, um ihren Wünschen noch ein kleines bisschen mehr Wucht zu verleihen, oftmals gleich ganz mit der Abwanderung ins Ausland, wenn man ihre frommen Wünsche nach weniger Kosten und mehr Profit nicht erhören möge!

Und wer wäre ich, wenn ich nicht auch einen passenden Vorschlag parat hätte?

Verlegt Eure Unternehmen doch einfach auf die Philippinen! Die Menschen dort sind arbeitslos und willig, die Löhne auf einem Niveau, dass es jedem Unternehmer die Freundentränen in die Augen treibt und wenn man es genau betrachtet, sollten auch die oft vorherrschenden Windgeschwindigkeiten einen profitablen Einsatz von Windrädern ermöglichen, um kostengünstig den beötigten Strom ins unternehmenseigene Netz einzuspeisen! Der nächste Taifun kommt bestimmt!

weiterführende Links:  

Muddis wunderbare Welt der nichtssagenden Worthülsen

Frau Merkel ergeht sich (endlich mal wieder, muss man schon voller Dankbarkeit sagen, denn dann weiss man ja wenigstens, woran man ist mit der Klimarettung, am Arsch nämlich) derzeit in weitläufigem CO2-Geschwurbel und nachdem mir zwei Sätze aus ihrem Munde (hab´s gerade im Autoradio gehört) das Gehirn zu einem großen Teil völlig verknotet haben und dafür sorgten, dass meine Ganglien gleich reihenweise Selbstmord verübten, blieb nicht viel mehr übrig, als der schale Geschmack einer Party in meinem Mund, auf der alle Teilnehmer ausgiebig gekotzt haben!

Daran kann auch der wunderbare Fachbegriff des „Backloading“ nichts mehr ändern, mit dem das Zurückziehen eines Teils der viel zu billig am „Markt“ gehandelten CO2-Zertifikate gemeint ist, die dem Käufer die professionelle und vor allem gewerbliche Verschmutzung der Atmopsphäre gestatten.

Der hört sich jedoch eher an, als sei er aus der Sado-Maso-Szene entlehnt und bezeichne eine Sexuapraktik, bei der man sich einer Körperöffnung bedient, die von der Natur eigentlich dazu ausersehen wurde, Abfallprodukte des Verdauungsprozesses auszuscheiden und der Wiederverwertung zuzuführen, bzw. im Falle diverser Vorgesetzter als Eingangspforte für die höheren Stufen der beruflichen Karriereleiter zu dienen!

Um es kurz zu machen, das Petersberger Klimageschwafel, heuer angesiedelt im schönen Berlin ist – mehr oder weniger – mal wieder für den Arsch, wie zu Beginn bereits erwähnt!!!

weiterführende Links:

Petersberger Klimadialog – Merkel bangt um Zwei-Grad-Ziel (Artikel auf Spiegel Online vom 6.5.2013)

Die Netzfreiheit oder wie der Informationsfluss erdrosselt werden soll!

Marktwirtschaft ist Scheisse, wenn sie den Zugang der Menschen zu Nahrung, Energie, Wohnraum, Kleidung und Information einschränkt! Genau dies versucht derzeit die Telekom!

Was hat der Staat für einen faktischen und praktischen Nutzen, wenn er es lediglich als seine originäre Aufgabe betrachtet, die politischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, das Unternehmen (vorzugsweise die großen bis sehr großen Konzerne) „günstig“ produzieren, Arbeiter scham- und hemmungslos (vor allem aber auch folgenlos) ausbeuten können und uneingeschränkten Zugang zu Märkten erhalten, um ihre Profite zu maximieren und die Gier der Aktionäre zu befriedigen, sowie derart an Einfluss zu gewinnen, dass sie die Politik erpressen und unter Druck zu setzen imstande sind, um die Voraussetzungen dann immer weiter zu ihren Gunsten zu verändern?

Das geschieht derzeit überall in den Industrieländern. Die Drosselung des Internets ist daher nur ein Sympthom für die Beschneidung der Freiheit der Menschen und die Erlangung der Kontrolle.

Der Staat aber schöpft Steuern bei den Einkommen seiner Bürger ab, sofern diese nicht genug verdienen, um sich ihrer Steuerpflicht durch Flucht vor dem Finanzamt zu entziehen und verwendet das Geld – nicht dafür, die berechtigten Interessen der Bürger und des Staates zu vertreten, sie zu schützen und ihre Existenz zu sichern, sondernum die Bedingungen für die weirtschaft zu verbessern (und zwar ausschließlich für diese)und gibt damit immer mehr von seiner Entscheidungsfreiheit, seinem Gestaltungsspielraum ab, also vom Primat der Politik über die wirtschaftlichen Interessen!

Dass das nicht auf Dauer gut gehen kann, will derzeit niemand sehen. Aber wenn wir genau hinschauen, dann können wir, trotz der heftigen Dementis der Politik, die sich natürlich frei von jeder Schuld sieht und noch nicht einmal den Ansatz eines Schuldbewusstseins besitzt! Kriminelle Energie natürlich auch nicht, gar keine Frage!

Aber im neoliberalen System der freien Marktwirtschaft, (das Wort „frei“ steht hier für frei von Skrupeln und jeder sozialen Verantwortung) gibt es keinen Platz für Zauderer, verschrobene Sozialromantiker und sonstige Utopisten, die sich dem Fortschritt in den Weg stellen wollen!

In der „schönen“ neoliberalen Welt des Scheins dreht sich alles um Umsatz, Profit und die Erringung einer marktbeherrschenden Stellung, um den „freien“ Markt und die Preise zu kontrollieren. Wieso sollte man Rücksichten nehmen? Man reduziert einfach alles auf einen imaginären Wert, wie zum Beispiel die Wälder und ihre Fähigkeit CO2 zu absorbieren und in der Biomasse zu binden und dafür im Gegenzug Sauerstoff zu produzieren, oder man verteilt großzügig Luftverschmutzungsrechte in Gestalt von CO2-Zertifikaten, wirft sie auf einen Markt, den es nicht gibt und wundert sich, warum die Dinger nichts wert sind und die Unternehmen fleissig weiter die Luft verpesten? Hat man einer ressource einen Wert zugemessen, kann man sie handeln, also auch kaufen, verkaufen, damit spekulieren, manipulieren und damit ist der eigentliche Sinn des Ganzen, nämlich das Klima zu schützen schon wieder am Arsch des Propheten angekommen!

Großkonzerne wie Monsanto beispielsweise versuchen seit Jahrzehnten ihre Dreckpfoten auf die Nahrungsressourcen der Menschheit zu legen und sich Patente auf Saatgut und Leben zu sichern, um die gesamte Menschheit zu zwingen, Lizenzgebühren dafür zu bezahlen, dass sie Nahrungspflanzen anbauen um überleben zu können. Andere wiederum, wie der „Nahrungsmittel“gigant Nestlé, sichern sich den Zugriff auf die Trinkwasserreserven der Erde, um Wasser in Flaschen teuer zu verkaufen – an die, die es sich leisten können, weil sie die Meinung vertreten, sauberes, trinkbares Wasser könne kein Menschenrecht und dürfe schon garnicht kostenlos sein! Veolia Water, Suez Environnement und Thames Water heissen die großen Unternehmen, die den Teil des Markte für Trinkwasser, Versorgung und abwasserentsorgung dominieren, der bislang privatisiert, d. h. der Gier der Wirtschaft geopfert wurde und ein Ende ist nicht abzusehen.

Nach dem Untergang des Staatsozialismus feiert der Manchesterkapitalismus fröhliche Urständ! Der Neoliberalismus breitet sich weltweit, besonders in den Industriestaaten aus und sorgt dafür, dass staatliche Infrastruktur, bereits bezahlt und unterhalten mit dem Steuergeld der Bürger, für einen Appel und ein Ei an Privatunternehmen verschleudert wird, oft sogar noch mit staatlich garantierten Mindesteinnahmen, für die dann ebenfalls der Steuerzahler aufkommen muss, wenn der Markt (mir verbiegt sich jedesmal das Keyboard, wenn ich das Wort „Markt“ zu schreiben gezwungen bin) ihn nicht hergibt, warum auch immer.

Aus diesem kühlen Grunde werden Verträge, die zum Zwecke der Privatisierung abgeschlossen werden, auch in aller Regel geheim gehalten. Was das ganze aber mit dem sogenannten freien Markt zu tun haben könnte, entzieht sich meinem Verständnis und wird wohl auf ewig das Geheimnis der verantwortlichen Politiker (und/oder der Lobbyisten) bleiben!

Aber ich bin etwas abgeschweift vom eigentlichen Thema, der Freiheit des Internet und des freien Zugangs zu Informationen, und so möchte ich noch den ein oder anderen Satz dazu loswerden.

Information, also Wissen, ist eine Ressource, und zwar eine sehr wichtige, wenn nicht die wichtigste Ressource überhaupt. Jeder sollte uneingeschränkten Zugang dazu haben und es kann nicht sein, das ein Konzern sich das Recht heraus nimmt, diesen Zugang einzuschränken und ihn nur denen zur Verfügung stellt, die dafür bezahlen (können!). Wird das erlaubt, nützt alles boykottieren nichts mehr, denn selbst wenn die Kunden von der Telekom zu anderen Anbietern wechseln, werden diese, etwas später versteht sich, diese Option ebenfalls ziehen und sich die Einnahmen aus dieser Quelle nicht nehmen lassen wollen.

Das Merkwürdige ist, dass dann der Markt funktioniert, wenn es ums Abkassieren geht. Wenn der Markt den Preiswettbewerb anheizen und für sinkende Preise sorgen soll, funktioniert er nicht, weil die Konzerne sofort damit beginnen, ihn auszuhebeln, Monopole zu bilden und Preisabsprachen zu treffen, Kartelle gründen! Wir müssen uns also mit allen Mitteln und jetzt gegen die Beschränkung des freien Zugangs zum Netz und seinen Informationen wehren und gegen die Konzerninteressen kämpfen, als ginge es um unser Trinkwasser, unsere Nahrung, oder was auch immer!

Die Freiheit des freien Marktes hat dort ihr Ende, wo es um lebensnotwendige Ressourcen geht! Aber das muss die Politik erst noch begreifen und bei dem derzeitigen IQ im Bundestag, den Parteizentralen und in den Vorstandsetagen der Konzerne, darf bezweifelt werden, dass dies in absehbarer Zeit der Fall sein könnte. Die einen können nicht, weil sie zu doof sind (oder zu gierig), die andern wollen nicht, weil sie einfach nur geldgeil sind…

weiterführende Links: