Gone with the Globalisation – die Mittelschicht entschwindet!

Wer hätte das ahnen können? Dabei ist Deutschland doch dank Muddis Politik und Gabriels Wirtschaftsfreundlichkeit eine mustergültige und beispielhafte ähm hüstel „soziale Marktwirtschaft“! Da können wir uns unseren Teil denken. Wenn immer weniger Reiche immer mehr besitzen und immer mehr einfache und „normale“ Leute immer weniger haben, dann darf man schon mit einer gewissen Unbehaglichkeit fragen, für wen hier eigentlich Politik gemacht wird! Für die einfachen Menschen, denen man das immer verspricht, besonders gern vor Wahlen? Das kann ja wohl nicht sein. Liegt es an der wirtschaftlichen Lage? Der Globalisierung? Möglich, aber wenn das stimmt, dann frägt man sich unwillkürlich, warum man die reichsten Menschen eines Landes und die größten Konzerne, einfach aus ihrer Steuerpflicht entlässt, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken? Wurde deswegen auch nur ein müder Cent mehr investiert, nur weil die Reichen immer weniger Steuern zahlen? Das darf getrost bezweifelt werden, denn sonst stünden die Unternehmen nicht so desolat da, wie sie es tun. Überhaupt werden Investitionen meist nicht aus dem Vermögen einzelner Personen getätigt. Die sitzen auf ihrer Kohle und versuchen sie mit durchaus fast immer illegalen Methoden zu vermehren. Investitionen müssten, der Logik nach, wohl eher aus den Unternehmen selbst kommen. Aber das tun sie ganz offensichtlich nicht. Denn man neigt nach wie vor dazu „Synergien“ zu nutzen, „Cost Cutting“ zu betreiben und die „Produktivität“ zu steigern, indem man immer weniger Menschen mit immer mehr Arbeit belastet und den überflüssigen Rest der Belegschaft dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen. Denn es ist ja die Aufgabe des Staates, jedenfalls aus Sicht des Unternehmers, einen großen Pool aus Arbeitssuchenden zur Verfügung zu halten und zu alimentieren, damit man die noch in Beschäftigung befindlichen Menschen besser unter Druck setzen und die Löhne gleichzeitig senken kann. Je größer das Drohpotenzial (höhrer Arbeitslosigkeit, bzw. hohe „Sockel“arbeitslosigkeit), desto niedriger die Löhne! Und wem´s bei aller Sparsamkeit und „guter Tipps zu Hauf“, all der großzügig privat organisierten „Tafeln“, um´s verrecken nicht zum Leben reicht, der wird halt von Staats wegen aufgestockt – natürlich auch aus dem Topf des Steuerzahlers. Was uns zu der Erkenntnis bringt, dass der Staat direkt und indirekt das Lohndumping, nebst aller anderen asymetrischen und asozialen Leiharbeits-, Werkvertrags- und Befristungsgaunereien der Wirtschaft subventioniert und diejenigen, die dafür verantwortlich sind, noch nicht einmal zum Steuern zahlen heranzieht!

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Ausgekaest? Joe Kaeser rasiert den Siemens-Konzern!

Ich muss mal so hier in die Runde frägen: „Wozu muss so ein Konzernschef wie zum Bleistift der Ober-Kaeser, eine akademische Ausbildung mitbringen um diesen Job zu machen, den er macht?“ Betriebswirtschaftsstudium? Und das Einzige, was ihm einfällt um den Laden auf Vordermann zu bringen, ist der Rausschmiss von zigtausend Leuten! Sowas nennt sich dann ein en beinharten Sanierungskurs, wobei man nicht vergessen sollte, dass er sich im Jahre 2014 laut Handelsblatt schlappe 6,2 Millionen Euro in die eigene Tasche schob. man gönnt sich ja sonst nichts und es ist auch nicht ganz einfach, insgesamt 13.100 Leute auf die Strasse zu setzen. Da muss man immer so traurig gucken (und als würde einen das zutiefst berühren, obschon es einem in Wahrheit scheißegal ist!) und so tun, als wäre das Teil eines Gesamtkonzeptes.

Dabei ist das Cost Cutting vermutlich das einzige Prinzip, dass man auf der Uni lehrt (und auf dem der Kapitalismus aufbaut!) und es ist auch nicht schwer zu begreifen. Schmeiß die Leute raus, dann sparste Geld! So einfach ist das. Aber wie gesagt, das kann im Prinzip ja auch jeder. Der gute Joe muss ja nicht mal die Kündigungen selber schreiben und sie den Betroffenen in die Hand drücken. Dafür hat er einen Stab von hochbezahlten Fachidioten. Die machen das sicher gern für ihn. Man will sich schließlich seinen Bonus verdienen. Denn irgendwer verdient ja immer! Die Vorstände und ihre Helfershelfer schaun bedröppelt drein und reiben sich die Hände. Die Mitarbeiter bezahlen das alles. Mit ihrer Existenz! Mit ihren Hoffnungen! Mit ihren Familien! Aber wen juckt das schon? Dem Kaeser geht´s am Arsch vorbei.

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