Wieviel Abfindung Mehdorn wohl bekommt?

Ein Datenskandal Jagd den nächsten. Der Chef von´s Janze, der Herr Mehdorn, hat von nichts gewusst und schon gleich garnichts veranlasst. Ins gleiche Horn stossen seine Vorstandskollegen! Wer also führt einen Konzern wie die Deutsche Bahn, wenn nicht der Vorstand? Die „Putzfrauen“ etwa? Wer kann veranlassen, dass mehr als zweihunderttausend Mitarbeiter gescreent (wie man so schön sagt – siehe auch Screening bei Wikipedia) werden? Hinz oder Kunz? Oder trägt der Vorstandsvorsitzende Mehdorn nicht trotzdem die Verantwortung? Den scheint das nicht im geringsten zu kümmern. Keine Ahnung gehabt, nix veranlasst, außerdem sei das nicht so schlimm (die Datenschutzgesetze gelten für alle andern, nur nicht für Mehdorn und seine Bahn!). Rücktritt (Artikel bei netzeitung vom 4.2.2009)? Was ist denn das? Offensichtlich ein Wort, dass in seinem Sprachschatz nicht vorkommt! Und dafür kassiert er ein Gehalt in Höhe von über 3 Mio. Euro (im Jahr 2006, laut Artikel im SpiegelOnline vom 28.3.2007 „3,18 Mio. für Bahnchef: Mehdorns Gehalt verdoppelte sich 2006“)? So jedenfalls meldete es die Presse. Ein wenig viel für meinen Geschmack für einen Manager, der nicht weiss, was in „seinem“ Unternehmen abgeht! pro Jahr pumpt die deutsche Regierung rund 20 Mrd. Euro in das Staatsunternehmen und wie man sieht, wird ein Gutteil davon für unfähige Manager hinausgeworfen. Auch eine Art Konjunkturpaket. Nun, nachdem die Vorstände vermutlich (aus gutem Grund möchte man ausrufen!) die einzigen sind, die noch nicht gescreent wurden (schließlich ist hier die Korruptionsgefahr am geringsten! – Vorsicht Ironie!), bleibt die Frage im Raum stehen: „Warum wartet man, bis er von sich aus geht oder nicht, der gute Herr Mehdorn? Wieso schmeißt man ihn nicht einfach raus? Schließlich ist er in einem Unternehmen des Staates tätig und wir Steuerzahler müssen sein Gehalt bezahlen. Also können wir doch auch eine Gegenleistung verlangen, oder nicht? Ich persönlich gaube nämlich nicht, dass Herr Mehdorn freiwillig seinen Arsch aus dem bequemen Ledersessel hieven wird! So bleibt nur eins – ein kräftiger Tritt in Herrn Mehdorns Hintern, als Beschleunigungshilfe. Vielleicht aber verhandelt man hinter den Kulissen bereits über die Höhe seiner Abfindung und darüber, wie er sein Gesicht wahren kann! So was nennt man dann Unternehmenskultur, tststs.

Werbeanzeigen