WWF Earth Hour 2009 – eine Stunde für die Erde!

Am 28. März 2009 ist ein besonderer Tag. Der Tag, an dem zwischen 20:30 und 21:30 Uhr für eine Stunde die Lichter ausgehen! WWF Earth Hour 2009!

Earth Hour Logo

Earth Hour Logo

Der WWF, in Sachen Umweltschutz sicher nicht ganz unbekannt, hat die Sache angeleiert. Also, macht alle mit! Schaltet zur vorgesehenen Stunde einfach die Lichter in Eurer Wohnung oder wo auch immer Ihr gerade seid, aus. Zieht die Stecker Eurer PC´s, macht den Fernseher am besten auch gleich mit aus und versucht Euch mal eine Stunde in gepflegter, altmodischer Konversation mit Euren Mitmenschen. Spielt einfach mal wieder bei Kerzenschein ein Brettspiel (muss ja nich grad Monopoly sein!), oder unterhaltet Euch einfach im Dunkeln. Ihr werdet erstaunt sein, welch völlig neue Perspektiven einem das eröffnen kann.

Es geht um unsere Mutter, die Erde, die unter der Unvernunft der Menschheit leidet, wie nie zuvor. Das Klima kippt und täglich sterben Tier- und Pflanzenarten aus. Niemand unter den verantwortlichen Politikern hat den Mumm die Bremse zu ziehen und eine neue Richtung einzuschlagen, damit auch unsere Kinder und Enkel eine lebenswerte Umwelt und eine gesunde Natur auf diesem Planeten vorfinden. Es geht um unser Klima, es geht um unsere Zukunft! Also seid Ihr gefragt! Schaltet Euer Licht zusammen mit den vielen anderen Menschen aus und gebt dadurch der Erde Eure Stimme, damit keiner mehr sagen kann, er habe nicht gewusst, was die Menschen wirklich bewegt! Menschen in 81 Ländern der Erde nehmen an diesem Event teil. 5.259 Organisationen, 18.160 Unternehmen, 1.858 Städte und Kommunen nehmen teil. Berühmte Bauwerke überall auf der Welt, werden für eine Stunde in Dunkelheit sinken, darunter die Golden Gate Bridge in San Francisco, das Kolosseum in Rom, oder die Akropolis in Athen! Seid dabei!

Im GreenBusinessBlog (wie ich feststelle, is die Seite momentan nich im Netz erreichbar, wraum auch immer) findet Ihr auch einen Artikel mit Fakten zum Thema. Wenn Ihr Euch die interaktive Karte dort anseht, werdet Ihr feststellen, dass unter all den Aktivisten, die sich bereit erklärt haben, an der Aktion teilzunehmen, Deutschland noch ein mehr oder weniger weisser Fleck ist! Und ich mag nicht glauben, dass sich in Deutschland niemand für das Klima erwärmen (oh, ein Wortspiel) kann. Dort findet Ihr auch einen fertig vorbereiteten Brief, den Ihr nur noch bearbeiten und an Eure Stadtverwaltung schicken oder mailen müsst, um die Verantwortlichen zur Teilnahme an der Earth Hour aufzufordern!

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Eisbärenkonferenz rettet Eisbären vor dem Aussterben? – Denkste!

Da haben sich im hohen Norden Nordnorwegens, genauer gesagt in Tromsø (weiss jemand wo das norwegische „ö“ auf der Tastatur zu finden ist? Dank eines wertvollen Hinweises von Florian – an dieser Stelle nochmals vielen Dank dafür – habe ich es jetzt hingekriegt!) die Staaten getroffen, die sich als Anrainer und damit wohl gleichsam als „Besitzer“ der Arktis sehen, also Rußland, Kanada, die USA, Grönland und Norwegen (das berichtet SpiegelOnline am 20.3.2009 in einem Interview mit Rasmus Hanssen, dem Generalsekretär des WWF Norwegen in dem Artikel „Eisbären – Einstweilen wird es keine neuen Schutzmassnahmen geben“). Wer jetzt ernsthaft erwartet hatte, dass dies zu irgendeinem brauchbaren Ergebnis führen würde, möglicherweise zu einem weitergehenden Schutz der Eisbären, oder womöglich sogar zu deren Rettung vor dem Aussterben, der muss bitter enttäuscht sein. Nach all dem Tamtam um die Tatsache, dass den Eisbären bis zum Jahr 2050 (so ein Artikel auf SpiegelOnline vom 16.3.2009 „Überlebenskampf am Nordpol“) ein Schwund um bis zu 2/3 ihres jetzigen Bestandes droht, gibt es dann wohl doch wesentlich wichtigere Dinge zu regeln (und zwar hinter verschlossenen Türen, damit auch keiner was mitkriegt von dem Geschacher!), als den Schutz einer bedrohten Spezies.

Unter solchen Umständen wundert es auch nciht, dass die Öffentlichkeit ausgesperrt wurde. Da die Hauptbedrohung kommt offensichtlich nicht von der starken Bejagung, sondern von der menschengemachten Klimaerwärmung, die dem mächtigen Bären seines Lebensraumes beraubt. Und wenn man sich damit ernsthaft befassen möchte, muss man einsehen, dass es mit kurzfristigem Aktionismus eben nicht getan ist. Dann muss man das Übel an der Wurzel angehen und vielleicht mal ernsthaft über den Schutz der Umwelt und des Klimas nachdenken. Und wer beschäftigt sich schon gern mit so unerfreulichen Nebensächlichkeiten, die nur Geld kosten und weder Ruhm noch Ehre einbringen, sondern nur dafür sorgen, dass man den Zorn der Konzerne auf sich zieht? Ganz genau – kein Mensch (jedenfalls kein Politiker!).

Warum soll es in diesem Fall auch anders sein, als bei anderen, ähnlich gelagerten Problemen? Was mich am meisten ärgert, ist allerdings die Tatsache, dass für solche sinn- und nutzlosen Konferenzen dutzende, mit Begleitung hunderte von Leuten mit Flugzeugen durch die Weltgeschichte fliegen (natürlich muss dass dann auch alles noch vor- und nachbereitet werden), im Fall der großen Klimakonferenzen sind es sogar mehrere Tausend überaus „wichtige“ Menschen (meist Politiker – und die sind ja noch wichtiger als wichtig – obwohl man sich schon fragen kann, ob es sich bei dieser Subspezies des Homo sapiens sapiens überhaupt um Menschen im eigentlichen Sinne handelt) und solche, die sich dafür halten. So viel Aufwand für ein „Ergebnis“, dass ein vernünftig denkender Zeitgenosse mit „nahe Null“ einstufen würde? Was mit diesen Betriebsausflügen in ganz großem Stil an Steuergeldern verplempert wird, was sie der Umwelt an CO2-Belastungen ertragen muss, ist schon ziemlich heftig. Aber die Politik nimmt sich dieses Recht heraus, während sie über die Bürger mokiert, die 2 oder 3 mal im Jahr rasch nach „Malle“ fliegen um sich am Ballermann den Rotwein reinzuschädeln. Das finde ich zwar auch zum Kotzen, aber wenn schon, dann soll die Politik mal mit gutem und vor allem vernünftigen Beispiel voran gehen:

  1. Wenn schon Konferenz, dann Video-Konferenz – wozu haben wir denn die fortschrittliche Konferenztechnik?
  2. Wenn schon ins Ausland reisen zu so einer Megakonferenz, dann mit dem ICE – wozu gibts denn die umweltfreundliche Bahn mit neuester (aber leider störungsanfälliger) Neigetechnik?
  3. Wenn schon Konferenzen zum Klima- und Umweltschutz, dann bitte mit realistischen und greifbaren Zielen – wozu ist man ein vernunftbegabter (bei diesem Ausdruck weiss ich jetzt auch nicht, warum ich ihn verwendet habe, denn an Vernunft scheint es den meisten Politikern zu mangeln) Mensch?

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