Und „BAMM“ hauen sie wieder unsere Steuergelder raus!

Das „ganze“ Geld soll in einen Fonds eingezahlt werden? Und wenn wir weiter so ein Glück haben, ist bei der aktuellen Niedrig- bzw. Null- bzw. Minuszinsphase nach einigen wenigen Jahren sowieso nichts mehr davon übrig. Die Energiekonzerne lachen sich den Ast ab und die Steuerzahler sind einmal mehr verarscht bis zum „Gehtnichtmehr“!

Und dann kommt noch der Wolle im Rollstuhl daher gefahren, mit Siggi Pop auf dem Schoß und schmeisst unser gutes Steuergeld den Autokonzernen hinterher, die ums verrecken keine vernünftigen Elektroautos bauen und erst recht keine massentauglichen und auf halbwegs akzeptable Reichweiten ausgelegten Akkus entwickeln wollen (es sei denn der Steuerzahler kommt in Form von Subventionen dafür auf und wagt es hinterher auch ja nicht, die Hand aufzuhalten). Mir geht diese ganze Scheiße aber sowas von auf den Sack, dass mir beinahe die Worte fehlen…

Kaum der Erwähnung wert, dass es bis heute keine flächendeckende, einheitliche und vor allem funktionierende Ladeinfrastruktur gibt. Da kommt dann noch der Herr Dobrinth ins Spiel und – damit er dazu überhaupt mal irgend etwas gesagt hat, verkündet frisch und froh, fröhlich und frei (von jeder Form von Intelligenz), „ja, ja, die Lademöglichkeiten müssten dann ja schon mal ausgebaut werden und dafür mache er sich ja auch stark…“ (ganz frei und aus dem Gedächtnis zitiert).

Na immerhin wird eine Kaufprämie für Elektroautos bezahlt. Die soll 4.000 € betragen und nach dem Prinzip „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ auf jene verteilt, die mal eben so um die 30.000 oder 50.000 € für ein elektrisch betriebenes Fahrzeug aus dem Ärmel schütteln können. Naja, wenn´s der Wahrheitsfindung dient? Tut es aber nicht. Man kann diese Prämie, wenn man ein Zyniker ist so wie ich,l auf einen einfachen Nenner bringen – außer Spesen nichts gewesen! Denn eines ist ja mal klar. Geld für Renten, von denen man leben kann, oder die womöglich Altersarmut verhindern können, das ist natürlich nicht da. Aber den Konzernen die Knete hinterher schmeissen, obwohl die seit Jahrzehnten märchenhafte Gewinne einsteckten und (am Beispiel der Automobilindustrie) das heute auch noch tun, da gibt es kaum Grenzen. Es trifft ja auch keine Armen!

Und selbst wenn die Energiekonzerne heute in der Krise stecken, vielleicht der schwersten Krise seit etlichen Jahrzehnten, so ist das einzig und allein auf ihr Unvermögen zurück zu führen. Fehlinvestitionen, und das gnadenlose Verpennen der regenerativen Energien sind nur ein Teil des Problems. Die wirklichen Probleme (die Problembären also) sitzen in den fein ausgestatteten Büros des Managements und der Aufsichtsräte. Und obwohl es doch eigentlich der Sinn des kapitalistischen Systems sein soll, nicht konkurrenzfähige Unternehmen zu Innovationen zu zwingen oder sie vom Markt zu fegen (das ist ja angeblich die selbstreinigende und wohltuende Wirkung des freien Marktes), Fangen die betroffenen Konzerne regelmäßig an Krokodisltränen zu heulen und ziehen sogar die Gewerkschaften auf ihre Seite, die plötzlich unisone zu Befürwortern der prähistorischen Kohleverstromung oder gar der Atomenergie mutieren – nur um ein paar Arbeitsplätze zu „retten“, die bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit dann doch wegrationalisiert werden!

Heute wird wieder einmal das Hohelied auf die Privatisierung von Gewinnen und die Sozialisierung von Verlusten (bzw. Investitionen) gesungen und alle hauen sich vor Begeisterung auf die Schultern, am liebsten auf die eigenen. Was soll man dazu noch sagen? Nichts? Außer vielleicht, dass selbst das bisschen Kohle den Atomkonzernen noch zuviel ist? Wie n-tv schreibt, lehnen die Betreiber der Atommeiler die Einzahlung in einen Fonds auf Grund ihrer ähm begrenzten wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ab. „Soviel Geld könnten sie nicht aufbringen, sagen die Unternehmen.“ und „Sie könnten die Vorschläge daher nicht so akzeptieren, wollten diese aber vor einer abschließenden Bewertung genau analysieren.“ (Und nach verwertbaren Lücken suchen, versteht sich)

Natürlich brauchen wir uns nichts vorzumachen. Wenn die Unternehmen einem Deal final zugestimmt haben, dann sind sie ein für alle mal aus der Sache raus. Einschließlich der einst gemachten und mittlerweile längst verjubelten Gewinne. In ein paar Jahren werden die Unternehmen so aufgesplittet sein, dass nichts mehr übrig ist, dem man vielleicht doch noch eine Rechnung präsentieren wird können. Die Bestrebungen um eine Neuorganisation, inklusive Aufspaltungen und Auslagerungen sind ja bereits in vollem Gang!

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Zahlen für unseren Dreck? Da klagen wir uns einfach raus!

Irgendwie war das ja schon klar, dass sich die Energiekonzerne aus ihrer Verantwortung verbrunzen werden. Wer etwas anderes behauptet, hat keinen blassen Schimmer vom System des Kapitalismus, oder er will uns vorsätzlich für blöd verkaufen.
Der Abriss alter Atomanlagen und die Kosten für die „sichere Endlagerung“ radioaktiven Mülls, wird so sicher vom Steuerzahler zu bezahlen sein, wie das Amen in der Kirche. Diese Praxis des „aus-der-Verantwortung-stehlens“ wird sich nahtlos in die lange Reihe bisher schon durchgeführter Sozialisierungen von Altlasten, Schulden und Verlusten und Privatisierung von Gewinnen einfügen und zwar so glatt, dass nicht einmal ein Sackhaar dazwischen passen wird! Wir müssen uns der traurigen Erkenntnis stellen, dass die Politik den Primat über die Wirtschaft längst verloren hat, sollte sie ihn jemals besessen haben! Da kann Herr Gabriel noch so eifrig an einem Gesetz basteln, das verhindern soll, dass sich die Energiekonzerne aus ihrer Verantwortung stehlen können. Wenn´s so nicht geht, dann geht´s eben anders! Wozu hat man denn diese unzähligen Fachleute für Juristerei angeheuert? Sicher nicht um Geld für alten Atomkrempel auszugeben, den niemand mehr haben will.
Ich Kann mich noch daran erinnern, wie die Atomkonzerne unter anderem argumentierten, man könne ihnen nicht die Kosten für die Entsorgung alter Atomanlagen und die Endlagerung aufhalsen. Das müsse der Steuerzahler übernehmen, der habe ja schließlich von den Segnungen „billigen“ Atomstroms jahrzehntelang profitiert. Natürlich hatte man bei dieser Gelegenheit verschwiegen, dass der Steuerzahler, mithin also der gemeine Verbraucher auch den „billigen“ Atomstrom nicht umsonst bekam, sondern dafür bezahlen musste! Und natürlich wollen die Konzerne dem Deppen von der Straße gern in dem Glauben lassen, sie hätten an der ganzen Sache nicht einen Pfennig/Cent verdient!
Es ist an der Zeit, den Energieriesen schon jetzt die Rechnung aufzumachen und ihnen einmal klar zu machen, um welche Summen es hier geht! Und wir müssen darauf verweisen, dass der Nutznießer der Atomtechnik auch für alles andere zu haften hat, was als Folgekosten zu erwarten ist. Und, dass darf man auch nicht außer Acht lassen – wir dürfen uns nicht darauf verlassen, dass das, was die Konzerne als mutmaßliche Kosten „errechnet“ haben und angeblich in die Bücher eingestellt haben, eineSpekulation ist, die darauf baut, dass man niemals in die Pflicht genommen wird! Das ist das kapitalistische System. Deswegen dürfen wir auch nicht zulassen, dass Konzerne die Atomanlagen in neu gegründete Tochterunternehmen auslagern, nur um selbst nicht mehr belangt werden zu können.
Niemand garantiert dafür, dass die angeblich für den Rückbau und die Entsorgung zurück gestellten 38 Mrd. Euro überhaupt vorhanden sind! Das ist nicht mehr als Buchgeld und wenn man genau hinsieht, wird man garnichts sehen, weil es sich vermutlich sowieso um Luftbuchungen handelt! o.O

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Der Phall Mappus

Nachdem sich kürzlich heraus gestellt hat, wie Konzern-Manager Einfluss auf die Politik nehmen, insbesondere auf das, was Stefan Mappus als Politik verstand, erkennen wir nun mehr als deutlich, dass sich in der Jungen Union nich viel mehr als der charakterliche Bodensatz des Konservatismus zu versammeln scheint! Damals, wie heute. Es gibt nur eine Formation, in der sich noch mehr und noch größere Wasserpfeifen versammeln und das dürften die Nachwuchslobbyisten der „Freiheitlichen“ Demokratischen Partei FDP sein, die sagen umwobenen Julis!

Mappus, der fleischgewordene Doppel-Whopper und damals Minister-Präsident von Ba-Wü. hatte den Energiekonzern EnBW für knapp 5 Milliarden Euro gekauft (was sich als eine Kleinichkeit zu teuer heraus stellte) und dabei nicht nur das Palament umgangen, sondern auch gleich noch gegen die Verfassung verstossen (wie der Staatgerichtshof später fest stellte). Angeleitet, oder besser gesagt geführt, wurde er dabei von seinem alten Spezl Dirk Notheis, aus gemeinsamen Zeiten in der Jungen Union, der irgendwie als Deutschlandchef bei der Morgan Stanley Bank gelandet war und den alten Kumpel nun ganz nach seiner Pfeife tanzen ließ – Scheiße nur (erst für Mappus und nun auch für Notheis), dass das alles ans Licht kam…

Aber was Filz (vermutlich einschließlich der dazu gehörenden Läuse) angeht, Seilschaften, Klüngel und, ganz neudeutsch, Netzwerken, sind die Konservativen unschlagbar, wie man sieht! Natürlich gibt´s sowas auch bei anderen Parteien und zwar genau dort, wo sich eine Partei über Jahrzehnte hinwech ander Macht halten kann, warum auch immer. Ein schönes Beispiel dafür war der SED-Staat, mit seinen Nachwende-Seilschaften und nicht viel anders geht es im Baden-Württemberg der nach Mappus-Ära zu. Die alten Seilschaften in den Rathäusern der Kommunen sind noch immer da und sie mauern sich und ihre Pfründen ein, um in sicherer Geborgenheit den Tag der Abrechnung mit den grün-roten Verrätern am konservativ-klerikalen (Baden-)Württemberg abzuwarten…

Nichts gab es im schwarzen Ländle, was der Industrie mißfiel und das war eine ganze Menge. Umweltschutz zum Beispiel, oder alternative Energien. Besonders Windkraftanlagen hielt man für des Teufels (und damit meine ich nich den ehemaligen Gschaftlhuber Erwin Teufel, der sicher nich nur nach meiner Meinung zu eben jenem hätte gehen können!) und man pflegte angesichts des von Windturbinen erzeugten sauberen Stroms von einer „Verspargelung der Landschaft“ zu lamentieren. Die Ursachen dafür mögen vermutlich ganz woanders gelgen haben, beispielsweise in einem dezenten Komplex wegen der eigenen unzureichenden Bestückung mit einem Laichhaken von ausreichender Größe. Auf jeden Phall wollen wir in dieses Thema aber nicht tiefer eindringen, um hochnotpeinlich-rote Köpfe bei den betreffenden Herrschaften zu vermeiden!

Seien wir also froh, dass die schwarze Herrschaft in Baden-Württemberg nach vielen Jahrzehnten endlich ein grausames, aber doch wohlverdientes Ende gefunden hat…

weiterführende Links:

  • Auszeit wegen EnBW-Affäre – Notheis geht in Deckung (Artikel auf n-tv vom 25.6.2012).
  • Kauf von EnBW-Anteilen – Mappus gerät in Erklärungsnot (Artikel auf n-tv vom 20.4.2012).

  • Banken und Politik – Der Fall Mappus (Artikel auf n-tv vom 25.6.2012).

  • EnBW-Deal bekommt „Ungenügend“ – schallende Ohrfeige für Mappus (Artikel auf n-tv vom 26.6.2012 – wer auch nur die Spur eines Zweifels an der Schuld Mappus´ und seines „Gönners“ Notheis von der Morgan Stanley Bank hatte, nun kann er getrost davon ausgehen, dass es sich bei diesem Möchtegern-Politiker tatsächlich um das Geschmeiß handelt, für das man ihn schon lange gehalten hat – jedenfalls wenn man nicht der CDU, noch der FDP (bei der solches Verhalten ja zum sog. Tagesgeschäft gehört) nahe steht! Betrachtet man es genau, so muss man eigentlich davon ausgehen, dass hier vorsätzlich zum Schaden des Landes und genau deshalb auch am Parlament vorbei geschachert und geschoben wurde. Man brach das Gesetz ganz bewusst und darf deshalb auch Korruption unterstellen! Nein, man muss das unterstellen. Was aber ganz und garnicht zu akzeptieren ist, ist die Tatsache, dass Mappus gänzlich ungeschoren davon kommen soll. Wenn sich kein Gericht dazu entschließen will, diesen Polit-Mafiosi zu verurteilen, bleibt mir nur ein frommer Wunsch übrig -Möge der Blitz den feisten Herrn Mappus beim Scheißen erschlagen…Amen! Anm. des Autors).

Wann, wenn nicht jetzt?

Wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um aus der Atomkraft auszusteigen?

Eigentlich hätte man niemals diese Büchse der Pandora öffnen dürfen. Welches Leid wäre den Opfern erspart geblieben, die ungefragt der Meinung der „Experten“ vertauen mussten, die Atomkraft sei sicher? Besonnene und besorgte Menschen, die schon immer auf die Gefahren und die nicht beherrschbare Technologie hingewiesen haben, wurden jahrzehntelang als Öko´s, Spinner und Traumtänzer verunglimpft. Ihre Sorgen vor atomaren Katastrophen als Panikmache hingestellt!Viel lieber glaubte man den Beteuerungen der Wissenschaft und vor allem der Atomkonzerne, es könne nichts passieren, die Risiken seien zu vernachlässigen und ein GAU (der größte anzunehmende Unfall in einem Kernkraftwerk) derart unwahrscheinlich, dass man das sogenannte „Restrisiko“ eben einfach zu tragen habe!

Mit Wahrscheinlichkeiten ist das aber so eine Sache. Selbst wenn man beispielsweise das Auftreten eines GAU alle 10.000 oder auch 100.000 Jahre für wahrscheinlich hielte, so sagt diese Zahl nichts darüber aus, wann innerhalb dieses Zeitraumes die Katastrophe eintreten kann. Der Betrieb kann also über den gesamte Zeitraum unfallfrei ablaufen, muss er aber nicht! Genauso gut kann der Betrieb aber auch schon im ersten Jahr zur verheerenden Katastrophe führen! Der Grund dafür mag möglicherweise nicht in der Technik der atomaren Energiegewinnung liegen, aber er liegt mit Sicherheit in Bedingungen begründet, auf die der Mensch nur sehr begrenzt Einfluss auszuüben vermag!

Im Gegensatz zum Universum ist die menschliche Dummheit grenzenlos
(sehr frei nach Albert Einstein) und menschliches Versagen ist einer der Hauptgründe für das Versagen der „perfekt“ durchdachten und redundant (das heisst mehrfach) abgesicherten Technik der Atommeiler! Gleichwohl gibt es keine Möglichkeit ein Atomkraftwerk zu bauen, dass absolut sicher ist, nicht gegen Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen, Brände und erst recht nicht gegen menschliche Dummheit und Fanatismus! Und trotzdem ignoriert man geflissentlich seit Jahrzehnten die Gefahren, weil sich im Betrieb eines Atommeilers ungeheure Profitmöglichkeiten eröffnen! Bei Geld hört nicht nur die Freundschaft auf, sondern auch die Vernunft. Dafür ist die Politik der vergangenen Jahrzehnte ein Beispiel, das uns als Fanal dienen sollte, Profitinteressen niemals über die Sicherheit der Menschen zu stellen! Genau das aber wird getan!Die Risiken des Einsatzes der Atomkraft tragen nicht die Konzerne, die sich über märchenhafte Gewinne freuen, diese Risiken trägt die Gesellschaft, tragen die Menschen, besonders diejenigen, die gezwungenermaßen in unmittelbarer Umgebung atomarer Anlagen leben müssen. Keine Versicherung ist bereit, dieses Risiko zu tragen, so „undenkbar“ und statistisch unwahrscheinlich das Eintreten eines GAU oder Super-GAU angeblich ist! Die Folgen eines gravierenden Störfalles tragen nicht die Konzerne, es ist die Gesellschaft, sind die Bürger, die dafür aufkommen müssen!!!

Freilich finden sich heute auch Menschen, die sich gerne selbst als Atomkraftgegner bezeichnen, denen der jetzt aufflammende Kampf gegen die Atomenergie in Deutschland, Europa und weltweit nicht passt! Sie sind der Meinung, es wäre „pietätlos“, wenn man jetzt, angesichts der Katastrophe in Japan, die Abschaltung der Atommeiler in Deutschland verlange!

Aber wann, wenn nicht jetzt, soll man aus der Atomkraft aussteigen? Wie könnte man jetzt schweigen, wo doch für alle, die sehen wollen, so offensichtlich geworden ist, welch unberechenbare Risiken in der Nutzung der Atomkraft liegen? Die Folgen dieser atomaren Katastrophen sind nicht beherrschbar! Größere Gefahren birgt nur die hemmungslose Gier der Konzerne, denen die Folgen ihres Tuns völlig egal zu sein scheinen!

Ob Tepco, E.on, RWE, ENBW oder Vattenfall, die Namen sind verschieden, das Streben nach Profit ist dasselbe! Die kriminelle Energie ihrer Manager, das Kartell der gekauften Politiker, das alles zerstört die mühsam aufgebauten demokratischen Strukturen dort, wo sie noch vorhanden sind! Ein Atomstaat kann kein demokratischer Staat sein, er entwickelt sich in dem Bestreben, die Sicherheit „seiner“ Atomanlagen zu garantieren zu einer parlamentarischen Diktatur, die die Menschenrechte per Gesetz aushebelt und den Ausnahmezustand zur Normalität erklärt!

Wir müssen jetzt aussteigen, auch wenn die meisten anderen Staaten dem Einfluss und den Einflüsterungen der Atomlobby zu erliegen scheinen und lieber das Geld einstecken, dass man ihnen hinterher schmeisst, als logisch zu denken und kritisch zu urteilen! Einmal nur, wenigstens einmal, will ich es erleben, dass Deutschland das Richtige tut und zwar als erster und von mir aus auch als einziger Staat!

weiterführende Links:

und hier noch für die, welche es interessiert, die oben genannten Atomkonzerne so, wie sie sich selber sehen und natürlich auch nach außen hin präsentieren:

  • Tepco (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Chiyoda, Tokio – wer sich das zu Gemüte führen will, sollte des Japanischen mächtig sein, sonst wird es ein wenich kompliziert).
  • E.ON AG (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Düsseldorf).
  • RWE (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Essen).
  • ENBW (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Karlsruhe).
  • Vattenfall (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Stockholm, Schweden).

Wie die Stadt Karlsruhe die WWF Earth Hour 2009 sieht!

Nachdem ich hier auf meinem Blog für die WWF Earth Hour 2009 getrommelt habe, schrieb ich einen vorbereiteten Brief an unseren verehrten Herrn Oberbürgermeister Fenrich. Natürlich habe ich nicht ernsthaft damit gerechnet, er würde mir selber antworten, noch sich überhaupt für mein Geschreibsel interessieren. Nun habe ich aber heute doch – ich fasse es nicht – eine Antwort-Mail erhalten und zwar von einer Frau Ulrike Sattler vom Stadtmarketing, Messen und Kongresse, KVVH, Stadtwerke, vom berühmt-berüchtigte Dezernat 4. Diese Email will ich Euch nicht vorenthalten, darum hier der Wortlaut im Original:

Sehr geehrter Herr O.,

vielen Dank für Ihre Mail an Herrn Oberbürgermeister Fenrich vom 20. März,

in dem Sie auf eine Beteiligung an der Aktion Earth Hour ansprechen.

Wir haben eine Beteiligung in der Vergangenheit diskutiert, aber die Idee
letztlich nicht aufgegriffen. Diese Aktion und die damit verbundene
Öffentlichkeitsarbeit des WWF ist sicherlich geeignet, der Diskussion über
den Klimaschutz auf breiter gesellschaftlicher Ebene  Impulse zu geben.
Insbesondere auch, weil die Aktion als solche bei Fachleuten in ihrer
Sinnhaftigkeit umstritten ist (siehe auch aktuellen Artikel bei
Spiegel-Online).

Karlsruhe setzt jedoch auf pragmatischere Ansätze wie eine fundierte
Energieberatung durch die Stadtwerke oder die Energie-Sparlampen Aktion,
ganz im Sinne der von zahlreichen Umweltschutzinitiativen artikulierten
Antwort auf die Earth Hour : „Licht an – aber richtig!“

Wir sind der Überzeugung, hiermit die Karlsruher Bürgerinnen und Bürger in

ihrem Bestreben, sich für den Klimaschutz zu engagieren, nach Kräften und

vor allem auch dauerhaft zu untersützen.

Mit  freundlichem Gruß

Ulrike Sattler

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Stadt Karlsruhe
Dezernat 4

Ulrike Sattler
Stadtmarketing,
Messen und Kongresse,
KVVH, Stadtwerke
Tel. 00 49 (0) 721 133 1043
Fax 00 49 (0) 721 133 1049
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Den genannten Artikel auf Spiegel-Online findet Ihr hier unter „Earth Hour: Mensch, mach das Licht aus!“, erschienen am 24.3.2009. Da wird über die Earth Hour abgelästert, sie sei lediglich Aktionismus, um ein bisschen was für das Klima zu tun – zumindest ein wenig guten Willen zu zeigen. Möglicherweise speilt bei der Ablehnung der Aktion durch den Spiegel auch eine gewisse Animosität gegen die Bild-Zeitung eine Rolle, die sich im Jahre 2007, als die Earth Hour das erste Mal veranstaltet wurde, sehr stark dafür engagierte. Nun ja, folgt man der Email, steht die Stadt Karlsruhe auf dem Standpunkt, dass solche symbolischen Aktionen der reine Schwachsinn sind und man daher lieber „Taten“, also harte Fakten sprechen lässt.
Das diese sich dann leider in einer Energieberatung durch die Stadtwerke erschöpfen (an der die Stadt selber wohl niemals teilgenommen hat. Denn sonst sollte wenigstens auf einigen wenigen öffentlichen Gebäuden mit Dächern in Südlage, eine Solaranlage installiert sein. Aber ich will ja nicht ungerecht sein, schließlich gibt es auf dem Müllberg der Stadt am Rheinhafen eine kleine Solaranlage und immerhin 3 Windkraftanlagen, die zwar nur sehr selten laufen, aber das hat wohl andere Gründe) und in einer Energie-Sparlampen-Aktion , zeigt wenigstens, welchen Stellenwert das Thema Klima in unserer Stadt genießt! Bezeichnend ist aber auch, dass diese „Aktionen zur Rettung des Klimas“ nur Privatleute und Uternehmen betrifft. Welche Sparpotenziale in den maroden Gemäuern der Stadtverwaltung steckt, ist eine andere Sache. Das genug Dachflächen vorhanden sind, um darauf  Solaranlagen zu installieren, dürfte außer Frage stehen. Aber schließlich sitzt ja die EnBW in Karlsruhe (übrigens ein überzeugter Betreiber von Kernkraftwerken) und mit denen will man es sich wohl nicht verderben. Die müssen ja auch von irgendwas leben, damit sie dann ihre Dankbarkeit der Politik gegenüber zeigen können. Ein Schelm, der Böses dabei denkt!
Sonst noch Fragen? Dann schreibt doch der Dame vom Dezernat 4 und teilt Ihr mit, wie überwältigt Ihr von den Aktionen der Stadt Karlsruhe zum Schutz des Klimas seid! Sicher freut sie sich über Eure Zuschriften.

Und wieder ein Zwischenfall in französischer Atomanlage!

Wie sicher die Atomenergie wirklich ist, davon konnten sich 15 Mitarbeiter einer Atomanlage im südfranzösischen Saint Alban persönlich überzeugen – sie wurden verstrahlt, nachdem sie eine Baustelle inspiziert hatten. Selbstverständlich bleibt die Kontamination ohne gesundheitliche Folgen für die Betroffenen. Warum und wieso die Verstrahlungen auftraten ist noch nicht klar. Man sucht noch nach den Ursachen.
Damit sind innerhalb von nur 2 Wochen 3 Zwischenfälle in französischen Atomanlagen bekannt geworden!

Um Euch selbst ein Bild zu machen und dann zu entscheiden, wie Ihr zur Nutzung der Atomenergie steht, habe ich hier einige Links aufgelistet, über die Ihr Euch informieren könnt:

  • kernenergie.de – der „Informationskreis KernEnergie (IK) informiert sachlich und zielgruppenorientiert……“ (Auszug aus der Seite: Wer wir sind). Wer sie sind, ist schnell aufgezählt: AREVA NP GmbH; EnBW Baden Württemberg AG; E.ON Kernkraft GmbH; RWE Power AG; Siemens AG; Vattenfall Eurpoe AG; Westinghouse Electric Germany GmbH.
  • Kernenergie Online – schöne neue Welt, versorgt mit sicherer und sauberer Atomkraft. Die Artikel und ebenso die „Leserkommentare“ lesen sich wie die Glaubensbekenntnisse von Sektenanhängern. Bezeichnenderweise gibt es kein Impressum, aus dem hervorgeht, wer dahinter steht!
  • Kernenergie-Portal – Informationsseiten der Hochschulinstitute, die im Rahmen ihrer Ausbildung Kerntechnik als Studienfach anbieten (soweit der erste Satz auf der Startseite). Unterstützt wird die Homepage – in welcher Form auch immer – durch die Kerntechnische Gesellschaft e. V. die, Wunder über Wunder, ebenfalls hinter kernenergie.de steht. Wer sich dort engagiert, könnt Ihr den Links zu diesem Punkt entnehmen
  • Greenpeace – Umweltschutz-Organisation, weltweit tätig und sehr aktiv, vor allem mit gut recherchierten News.
  • Robin Wood – Umweltschutz-Organisation, 1982 ursprünglich zum Schutz der Wälder gegründet.