Die digitale Wahrheit!

Das Internet ist nicht nur weltumspannend, es vergisst auch nichts! Sagt man. Manchmal ist das aber auch nicht schlecht. Wenn man zum Beispiel mal nachhören möchte, wie sich „unser“ Herr Oettinger mit einem Schwänglish (zusammengesetzt aus breitem Schwäbisch und einem Konvolut gelegentlich englisch klingender Worte, jedoch ohne jeden Sinn und Verstand) quält, dass es einer Sau graust!

Wir klernen daraus zweierlei, erstens nämlich, dass es selbst die größte Pfeife – wie auch immer – zu etwas bringen kann, wenn er nur tief genug in die fetten Ärsche der Wirtschaftsbosse hinein kriecht und zweitens, dass es völlig egal ist, wie dämlich jemand ist. Intelligenz spielt bei der Personalfindung in der EU nicht die geringste Rolle!

Aber lasset uns ein wenig abschweifen und hier so ein bisschen durch die Gegend philosophieren. Es gibt Leute, die brauchen ihr Schandmaul erst garnicht aufzumachen, und doch erkennt jeder sofort, wess´ Geistes Kind sie sind, bzw. dass ihr IQ sich nur unwesentlich über dem einer Amöbe befindet. Öffnen sie dann ihre Futterluken, um Worte auszuspucken, bestätigt sich dieser Verdacht auf oft grausame Weise!

Das ist, an und für sich, ja nicht von vorn herein verwerflich. Jeder sollte das Beste aus sich machen. Das Problem ist jedoch, dass es in manchen Fällen die anderen sind, die das „Beste“ aus diesen Dummbratzen machen. Energiekommissare zum Beispiel, oder gar einen Kommissar für Digitales. Dass man von seinem F(l)achgebiet nicht einmal den Ansatz einer Ahnung zu haben braucht, wenn man nur darauf bedacht ist, es den Konzernen Recht zu machen und auf prähistorischen Vorstellungen von Energieerzeugung zu beharren, kann nur von Vorteil sein.

Auch was die digitale Welt betrifft, scheint Wissen nur hinderlich zu sein, solange man in der Lage ist, verbalen Müll in seine Umgebung zu exportieren – digitaler Analphabetismus, sozusagen! Und es funktioniert. Wahrscheinlich vor allem deshalb, weil diejenigen, die den konservativen Herrn Oettinger ins Amt des Digitalkommissars berufen, von der Materie wohl genauso viel Ahnung haben, wie er! Weshalb sie auch seine Äußerungen zum Thema Datendiebstahl in der Cloud so überzeugend fanden…

Oettingers Leistungen, sofern man das so bezeichnen kann, werden uns spätere Generationen noch zur Genüge vorhalten und uns frägen, warum wir eigentlich eine EU-Kommission der Schwachmaten der Expertise von ausgewiesenen Fachleuten vorgezogen haben, als wir die Chance dazu hatten. Obwohl, wir haben ja keine Chance, etwas dagegen zu unternehmen. Uns frägt man ja nicht, und das ist die bittere digitale Wahrheit!

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Total verarscht…

…fühlt man sich ob des Geschwafels, mit dem sich der Energiekonzern Total zu dem Gasdesaster in der Nordsee äußert! Nachdem man erst nicht wusste, wo es denn her kam, das Gas, konnte man heute die frohe Botschaft vernehmen:“Wir ham´s gefunden, das Leck! Es is unten…ähm…4.000 m unter dem Meeresboden.“Nun ja, vor soviel Weit- und Druchblick kann man nur den Hut ziehen und darauf vertrauen, dass diese Leute wissen was sie tun. Genau das aber darf man getrost bezweifeln. Man sieht sich nicht einmal in der Lage, die blakende Gasfackel über der evakuierten Bohrplattform Elgin abzuschalten, um bei einem eventuellen Drehen des Windes keine Explosion auszulösen.
Die dürfte gewaltig sein, angesichts der ausströmenden Mengen an Gas. Wieviel es allerdings genau ist, vermag (oder will) man nicht zu sagen. Wo genau das Gas ausströmt, weiss man auch nicht, denn 4.000 m unter dem Meeresboden, ist eine nicht sehr exakte Verortung, wie ich meine!Aber damit nicht genug. Man hat auch nicht den Hauch einer ahnung, wie man das Gasleck stopfen soll! Angeblich gibt es mehrere Optionen.

  1. Zum einen wäre da die Möglichkeit, die Leckage mit Schlamm zu verschließen.Wie gut das funktioniert, zeigte sich bei den monatelangen vergeblichen Versuchen von BP, das Leck bei der untergegangenen Ölplattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko zu schließen. Außerdem ist es riskant!
  2. Man könnte auch versuchen, mehrere Entlastungsbohrungen nieder zu bringen. Das dauert aber nach Aussagen von Experten bis zu 6 Monaten. 6 Monate, in denen fröhlich weiter Gas aus dem Leck ausströmt (übrigens besteht das Gas zum Teil aus Methan, das noch viel gefährlicher für die Atmosphäre ist als CO2 und schwefeligen Bestandteilen, die extrem giftig sind!) und die Umwelt verseucht, tierisches Leben abtötet und auch Menschen gefährdet, denn solange das Gas entströmt, solange besteht auch höchste Explosionsgefahr!
  3. Eine weitere Option wäre ein Wunder. Das Gas hat einfach keine Lust mehr weiter auszutreten und mühsam an die Oberflöche empor zu steigen und hört einfach auf zu strömen…

Total hat keine Ahnung, was zu tun ist! Der EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat schon mal wissen lassen, das man den Versicherungsschutz von Energiekonzernen verbessern müsse, damit auch kleine „Companies“ solche Desaster finanziell überleben könnten und redete sowohl das Risiko, als auch die Folgen für die Umwelt klein. Schließlich sei es ja nur Gas und kein Öl, was da austrete…

Man hält es aber nicht für nötig, die Vorgänge transparent zu kommunizieren, oder gar eine Pressekonferenz zu veranstalten, bei der man hätte womöglich nachfragen können. Zuletzt, also heute am Donnerstag den 29.3.2012, liess der französische Konzern verlauten, das Leck sei zwar nicht unter Kontrolle, aber die Lage stabil! Na wenn das mal kein Trost ist?

weiterführende Links:

Update vom 30.3.2012:

Heute morgen meldet N24, das Leck befände sich nicht unter dem Meeresboden in 4.000 m Tiefe, sondern 25 m über dem Meeresspiegel! Naja, dazwischen liegen ja auch nur etwas mehr als 4 km, da kann man sich schon mal irren! Wer nun aber meint, dann sei das Abdichten des Lecks ja kein Problem, der irrt gewaltig. Total erweist sich einmal mehr als Totalversager. Neben einer nicht vorhandenen Kommunikation und dem Glauben, man sei weder der Politik, noch den Menschen eine wie auch immer geartete Rechenschaft schuldig, hat der Konzern, bzw. seine Manager und die Techniker nicht den Hauch einer Ahnung, wie sie das bewerkstelligen sollen. Man zeigt sich ja (wie bereits weiter oben erwähnt) schon völlig damit überfordert, die Gasfackel zu löschen, um die Explosionsgefahr zu verringern. Aber man versuchte heute, sich selbst dadurch Mut zu machen, dass man vollmundig verkündete, die Flamme sei schon kleiner geworden und vielleicht, ja, vielleicht verlösche sie von ganz alleine.

Es ist wahrlich beeindruckend, dass ein so großes Unternehmen die von ihm zu verantwortenden Unfälle, Havarien und die sich daraus ergebenden Folgen für Menschen und Umwelt, mit dem Prinzip Hoffnung zu bekämpfen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt und vor allem…sie kostet nix!

weitere Links zum Thema: