Fuckyoushima – Die Erfolgsstory!

Mit freudiger Erregung vernehme ich die Meldungen des Betreibers Tepco üder die Fortschritte auf dem Weg zur Stilllegung der havarierten Reaktoren in Fukushima! Man ist bereit alles zu geben! Und wenn es das Leben und die Gesundheit hunderter und tausender von Arbeitern sein sollte! Das ist Enthusiasmus! Aber was ist geschehen? Was ist die Ursache für den Freundentaumel? Hat man den Schalter gefunden, mit dem man die Anlagen stilllegen kann? Die Radioaktivität abschalten? Endlich können wir wieder eines mit Gewissheit sagen:“Atomkraft ist sicher!“

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Vier Jahre Fuckyoushima!

Juhuu! Wir feiern vier Jahre „totsichere“ Atomkraft! Wie wir nun wissen, sind die Risiken tatsächlich beherrschbar und die Chance auf einen Super-GAU liegen nahezu bei Null. Da erübrigt es sich natürlich auch, dass irgend jemand Vorkehrungen für den Fall der Fälle trifft. Womöglich sogar von Seiten des Betreibers? Also bitte, das ist doch wohl an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. Wenn das Risiko so gering ist, wie bei der „sauberen“, „billigen“ und „sicheren“ Atomenergie, braucht man ich garnicht auf den Ernstfall vorbereiten. In keinster Weise! Es genügt, sich als Tepco-Manager Asche auf´s gramgebeugte Haupt zu streuen, sich mehrfach in die Fernsehkameras zu verneigen und die magische Formel „Das tut uns aber leid!“ zu sprechen! Anschliessend holt man sich den Kaiser, der mit zittrigem Stimmchen sein Bedauern in die Mikrophone haucht und es unerträglich findet, dass man heute noch nicht weiss, wann die vor der radioaktiven Verseuchung geflüchteten Menschen, insbesondere die Alten, wieder in ihre Häuser zurück kehren können, und gut ist es. Wieder können vier Jahre ins Land gehen, bis zum nächsten großen Super-GAU-Jubiläum!
Aber wer denkt, bei uns würde es auch nur eine Spur anders zugehen, wenn denn die Meiler um unsere Ohren flögen, der hat das beschissene Prinzip des Kapitalismus noch immer nicht verstanden. Oder er will es nicht verstehen – vielleicht, weil er einer der wenigen Profiteure ist?

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Atomkraft ist sicher und umweltfreundlich…

Und dann war da  noch der sichere Atommeiler von Fokuhila/Japan, den man nach Erdbeben und Tsunami am 11. März 2011 praktisch sofort wieder unter Kontrolle bekam! Einige unwesentliche Zwischenfälle, ohne jede Bedeutung natürlich und absolut unproblematisch für Mensch und Umwelt, sind der Erwähnung nicht wert! Wir heften den Vorfall unter der Rubrik „Atomkraft ist absolut sicher und beherrschbar“ ab…

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Fukushima 2.0

Fukushima! Die furchtbare atomare Katastrophe im Anschluß an den durch das desaströse Erdbeben verursachten Tsunami, ist nun genau ein Jahr her. Zeit zum Innehalten und mal wieder darüber nachdenken, wie wir mit unserem Planeten umgehen, wie wir ihn ausbeuten, ausplündern, wie wir Profite erzielen und dabei weder Rücksicht auf die Menschen, noch auf die Umwelt nehmen!

Als am 11. März vor einem Jahr die Wasser, die der Tsunami in dieser nie erwarteten Höhe gegen die Küsten nördlich Tokio warf, versanken sämtliche Reaktoren des Atommeilers Fukushima in den Fluten, Städte, komplette Dörfer wurden vernichtet und die Reste ins Meer gerissen, zehntausende Menschen ersäuft, die nicht rechtzeitig gewarnt wurden und darum in den Fluten umgekommen waren.

Niemand hatte (angeblich) „nach menschlichem Ermessen“ mit einer solchen Katastrophe rechnen können. Die Regierung nicht, die Behörden nicht und erst recht nicht die Betreiber des Atomkraftwerkes, Tepco. Die Verantwortlichen verschwiegen nicht nur das wahre Ausmaß der Katastrophe. Im Gegenteil, sie verschwiegen auch noch die schrecklichen Folgen, als diese schon nicht mehr zu verheimlichen und die Reaktoren schon lange nicht mehr unter Kontrolle waren. Man verschleppte Informationen, verhinderte die Warnung der betroffenen Bevölkerung und tat alles, um nur nicht die Verantwortung für die Folgen tragen zu müssen. Unfähige, überforderte und womöglich korrupte Politiker trafen auf ebenso korrupte und unfähige Manager und gemeinsam beschloß man den Rest der Welt für dumm zu verkaufen.

Abb. 1: Atomkraftwerk Fukushima/Japan nach dem Beben mit anschließendem Tsunami

Quelle:Wikipedia

Und tut es bis heute. Während die Regierung und die örtlichen Behörden erstmal verharmlosten, meldete sich der Konzerchef von Tepco erstmal krank, bevor er Monate später erschöpft das Handtuch warf. Und gleich nach der Katastrophe und den absehbar unabsehbaren Folgen vor allem finanzieller Art für den Betreiberkonzern, begann man laut nach staatlicher Hilfe zu schreien, da solche nicht beherrschbaren atomaren Zwischenfälle natürlich immer eine Sache des „wer-soll-das-bezahlens“ sind und so kam es bald, wie es kommen musste – der Staat sozialisierte die Kosten genauso, wie die Folgen der Finanzkrise in Europa sozialisiert werden, um den systemrelevanten Banken, wie auch dem systemrelevanten Energielieferanten Tepco das Überleben zu ermöglichen!

Um gefährliche Strahlungswerte zu marginalisieren, wurden einfach die Grenzwerte herauf gesetzt. Den Betroffenen in den radioaktiv verseuchten Gebieten stellt man erst gar keine Geigerzähler zur Verfügung. Und erst als es sich garnicht mehr vermeiden ließ, begann man die am schlimmsten von radioaktiver Verseuchung betroffenen Gebiete zu evakuieren. Dabei war man freilich längst nicht so hyperaktiv wie weiland in Tschernobyl. Man tat, was sich nicht vermeiden ließ, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Mehr als ein haklbes Jahr nach der Katastrophe begann die japanische Regierung in vollmundigen Berichten und Statments zu behaupten, die durchgegangenen Reaktoren in Fukushima seien wieder unter Kontrolle, wobei die Meinungen darüber, was das wohl heißen mochte, zwischen der regierung und Umweltschützern (beispielsweise von Greenpeace) weit auseinander gingen. Zwar behauptet die japanische Regierung auch heute noch, sie habe nun alles unter Kontrolle, aber wie es in den havarierten Reaktoren und den leckgeschlagenen Abklingbecken aussieht, entzieht sich wegen der enormen Raioaktivität, die dort emitiert wird, jeder unabhängigen Einschätzung.

Und während sich die Regierung in Japan darüber streitet, ob die verseuchten Gebiete schon in 50, oder erst in ein paar hundert Jahren wieder besiedelt werde können, beginnt man mit Hochdruckreinigern die radioaktiv verunreinigten Häuser in den Sperrzonen zu „dekontaminieren“, damit die Bewohner bald wieder zurück kehren können! Die verseuchte Schutt auf der anlage des Atommeilers, das veseuchte Wasser, das in solchen Mengen anfällt, dass man es nicht „reinigen“ und/oder zwischenlagern kann, weil es keine Kapazitäten dafür gibt und die Maschinen nicht funktionieren, wie sie funktionieren sollen.

Auch heute noch wird nur die halbe Wahrheit erzählt. Es kommt ans Licht, dass von Anfang an gelogen und betrogen wurde und auch die ständig verbreitete Behauptung, die ganze atomare Katastrophe habe bislang nicht ein einziges, auf Radioaktivität zurück zu führendes Todesopfer gefordert, gewinnt nicht dadurch an Glaubwürdigkeit, dass sie ständig wiederholt wird! Und selbst, wenn de wirklich so wäre, so wird die Zukunft weisen, welche Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung und welche Folgen für die Mortalität die Strahlung nach dem atomaren Desaster haben wird! Denken wir nur an die Menschen, die erst garnicht evakuiert, oder die, welche man schon wieder in ihre Heimat hat ziehen lassen. Denken wir an die Männer, die man als atomare Sklavenarbeiter in die verseuchten Reaktorgebäude schickte, damit sie NOCH schlimmeres verhüteten und deren einzig Qualifikation oft ihr fortgeschrittenes Alter, oder ihre Obdachlosigkeit gewesen ist! Sie alle werden noch dafür bezahlen, dass Tepco über Jahrzehnte exorbitant hohe Gewinne einfahren konnte, mit ihrer Gesundheit und letztlich ihrem Leben!

Das ist das wahre Gesicht des Kapitalismus! Unmenschlich, berechnend, ausbeuterisch und ohne jede Rücksicht!

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Nachricht aus Japan!

Einer meine Freunde hat heute diese E-Mail von seiner Frau erhalten, die derzeit in Japan ist! Er gab mir die Erlaubnis, diese hier zu veröffentlichen, was ich gern tue. Gleichzeitig möchte auch eine dringende Bitte an meine Leser richten, dem Spendenaufruf zu folgen und die notleidenden Menschen in Japan zu unterstützen!

Die Opfer dieser furchtbaren Katastrophe benötigen dringend unsere Hilfe und Unterstützung!

 

Diese Mail habe ich Heute von meiner Frau erhalten. Sie ist zur Zeit in Japan.

Von: miyazaki toshiko [mailto:toshikomd@yahoo.co.jp]

Gesendet: Montag, 21. März 2011 13:18

An: Genpo

Betreff: message

Liebe Mitglieder und Freunde der Hakuin-Zen-Gemeinschaft,

Sehr geehrte Damen und Herren,

Von Ihrer Anteilnahme für die Opfer der Katastrophe in Japan und von Ihren Sorgen um die Gefahren des Reaktorunfalls habe ich erfahren und bin dankbar für Ihre Solidarität.

In Japan haben derzeit viele Bürger begonnen, sich in den Krisengebieten zu engagieren. Während die Lage des Reaktors weiterhin ungeklärt ist, beteiligen sich sogar die vom Erdbeben betroffenen Menschen mit vollem Einsatz an Hilfsprojekten um auch für jene, die ihr Leben angesichts der Katastrophe verloren haben, ein Stück weit weiterzuleben.

Der Reaktorunfall hat die ganze Welt beeinflusst. Die tatsächlich betroffenen Japaner befinden sich in einer äußerst kritischen Lage, doch geben sie nicht auf und tun alles, um die Gefahr zu bannen. Die Selbstverteidigungsstreitkräfte, die Feuerwehr und auch die Mitarbeiter von Tepco haben lebensgefährliche Anweisungen erhalten, denen sie mit Tränen in den Augen und Worten wie „ich habe eine Familie, und wenn man verschiedenes bedenkt, so muss ich es einfach tun“ nachkommen.

Durch das Erdbeben sind 6 der ursprünglich 9 Ölraffinerien in der Krisenregion zerstört, wodurch es zu Benzinknappheit kommt. Dadurch können Hilfsgüter derzeit, obwohl sie zu genüge vorhanden sind, nicht geliefert werden. Auch das Telefon- und Mobilfunknetz sind teilweise nicht in Betrieb, sodass auch Menschen, die zur Hilfeleistung in die Krisengebiete gegangen sind, sich kaum untereinander verständigen können, was viele Probleme bereitet.

Für die Betroffenen in den Krisengebieten ist, in dieser Situation ohne Strom, Telefon und ohne ausreichende Wasser-, Lebensmittel- sowie medizinische Versorgung, die Vorstellung, zumindest als Gemeinschaft sich in Sicherheit bringen zu können, eine starke seelische Stütze. Diese Schwierigkeiten, von denen auszugehen ist, dass sie noch sehr lange anhalten werden, versuchen sie zu überwinden und ihr Leben wieder aufzubauen.

Das was Japan derzeit wirklich braucht, ist Unterstützung in Form von Geldspenden.

Damit die betroffenen Gemeinden wieder aufgebaut werden können ist es unerlässlich, dass ihre Bürgerinnen und Bürger wieder zu Kräften kommen. Dafür müssen die Hilfsgüterverteilung, Infrastruktur und das Telefonnetz schnellstmöglich wieder hergestellt werden.

In den Krisengebieten engagieren sich unverletzt gebliebene Mittel- und Oberschüler in den Katastrophensammelstellen. Sie reinigen die Toiletten, transportieren Waren und helfen wo sie können. In einer Grundschule haben die Kinder zusammen mit ihren Lehrern und anderen Erwachsenen, ihr eigene Schule von Schlamm und Schutt gesäubert, um diese wieder besuchen zu können.

Von Deutschland aus betrachtet, mag Japan jetzt im Angesicht der atomaren Bedrohung als zu meidende Gefahrenzone wahrgenommen werden. Doch die Menschen in Japan müssen diese Gefahr schultern. Sie setzen darauf, dass die Gefahr gebannt werden wird und leisten den Menschen in den Krisengebieten Hilfe. Leider mussten teilweise auch Hamsterkäufe festgestellt werden, doch wer jetzt nur an sich denkt, der behindert die Hilfsaktivitäten beträchtlich.

Die Teilnahmemöglichkeiten an den Hilfsaktivitäten sind je nach Region unterschiedlich. So ist es in Osaka zum Beispiel derzeit nicht möglich, persönliche Warenspenden zu geben. Ich persönlich möchte die Situation weiterhin aufmerksam verfolgen und helfen, wie ich kann.

In diesem Sinne bitte ich Sie, bitte helfen auch Sie mit Ihrer Spende. Danke!

Toshiko Döring

z.Z. in Osaka

 

Bitte beachtet,

die Hakuin-Zen-Gemeinschaft Deutschland e.V. hat einen Sozialfond zur Unterstützung der Erdbeben- und Tsunamiopfer, sowie der Opfer der Reaktor-Katastrophe eingerichtet. Ihr könnt unter diesem Link:

Hakuin-Sozialfond

eine Überweisung veranlassen. Genpo Döring bürgt dafür, dass alle Spenden direkt, ohne Abzug, an gemeinnützige Hilfsorganisationen in Japan weitergeleitet werden!

Wann, wenn nicht jetzt?

Wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um aus der Atomkraft auszusteigen?

Eigentlich hätte man niemals diese Büchse der Pandora öffnen dürfen. Welches Leid wäre den Opfern erspart geblieben, die ungefragt der Meinung der „Experten“ vertauen mussten, die Atomkraft sei sicher? Besonnene und besorgte Menschen, die schon immer auf die Gefahren und die nicht beherrschbare Technologie hingewiesen haben, wurden jahrzehntelang als Öko´s, Spinner und Traumtänzer verunglimpft. Ihre Sorgen vor atomaren Katastrophen als Panikmache hingestellt!Viel lieber glaubte man den Beteuerungen der Wissenschaft und vor allem der Atomkonzerne, es könne nichts passieren, die Risiken seien zu vernachlässigen und ein GAU (der größte anzunehmende Unfall in einem Kernkraftwerk) derart unwahrscheinlich, dass man das sogenannte „Restrisiko“ eben einfach zu tragen habe!

Mit Wahrscheinlichkeiten ist das aber so eine Sache. Selbst wenn man beispielsweise das Auftreten eines GAU alle 10.000 oder auch 100.000 Jahre für wahrscheinlich hielte, so sagt diese Zahl nichts darüber aus, wann innerhalb dieses Zeitraumes die Katastrophe eintreten kann. Der Betrieb kann also über den gesamte Zeitraum unfallfrei ablaufen, muss er aber nicht! Genauso gut kann der Betrieb aber auch schon im ersten Jahr zur verheerenden Katastrophe führen! Der Grund dafür mag möglicherweise nicht in der Technik der atomaren Energiegewinnung liegen, aber er liegt mit Sicherheit in Bedingungen begründet, auf die der Mensch nur sehr begrenzt Einfluss auszuüben vermag!

Im Gegensatz zum Universum ist die menschliche Dummheit grenzenlos
(sehr frei nach Albert Einstein) und menschliches Versagen ist einer der Hauptgründe für das Versagen der „perfekt“ durchdachten und redundant (das heisst mehrfach) abgesicherten Technik der Atommeiler! Gleichwohl gibt es keine Möglichkeit ein Atomkraftwerk zu bauen, dass absolut sicher ist, nicht gegen Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen, Brände und erst recht nicht gegen menschliche Dummheit und Fanatismus! Und trotzdem ignoriert man geflissentlich seit Jahrzehnten die Gefahren, weil sich im Betrieb eines Atommeilers ungeheure Profitmöglichkeiten eröffnen! Bei Geld hört nicht nur die Freundschaft auf, sondern auch die Vernunft. Dafür ist die Politik der vergangenen Jahrzehnte ein Beispiel, das uns als Fanal dienen sollte, Profitinteressen niemals über die Sicherheit der Menschen zu stellen! Genau das aber wird getan!Die Risiken des Einsatzes der Atomkraft tragen nicht die Konzerne, die sich über märchenhafte Gewinne freuen, diese Risiken trägt die Gesellschaft, tragen die Menschen, besonders diejenigen, die gezwungenermaßen in unmittelbarer Umgebung atomarer Anlagen leben müssen. Keine Versicherung ist bereit, dieses Risiko zu tragen, so „undenkbar“ und statistisch unwahrscheinlich das Eintreten eines GAU oder Super-GAU angeblich ist! Die Folgen eines gravierenden Störfalles tragen nicht die Konzerne, es ist die Gesellschaft, sind die Bürger, die dafür aufkommen müssen!!!

Freilich finden sich heute auch Menschen, die sich gerne selbst als Atomkraftgegner bezeichnen, denen der jetzt aufflammende Kampf gegen die Atomenergie in Deutschland, Europa und weltweit nicht passt! Sie sind der Meinung, es wäre „pietätlos“, wenn man jetzt, angesichts der Katastrophe in Japan, die Abschaltung der Atommeiler in Deutschland verlange!

Aber wann, wenn nicht jetzt, soll man aus der Atomkraft aussteigen? Wie könnte man jetzt schweigen, wo doch für alle, die sehen wollen, so offensichtlich geworden ist, welch unberechenbare Risiken in der Nutzung der Atomkraft liegen? Die Folgen dieser atomaren Katastrophen sind nicht beherrschbar! Größere Gefahren birgt nur die hemmungslose Gier der Konzerne, denen die Folgen ihres Tuns völlig egal zu sein scheinen!

Ob Tepco, E.on, RWE, ENBW oder Vattenfall, die Namen sind verschieden, das Streben nach Profit ist dasselbe! Die kriminelle Energie ihrer Manager, das Kartell der gekauften Politiker, das alles zerstört die mühsam aufgebauten demokratischen Strukturen dort, wo sie noch vorhanden sind! Ein Atomstaat kann kein demokratischer Staat sein, er entwickelt sich in dem Bestreben, die Sicherheit „seiner“ Atomanlagen zu garantieren zu einer parlamentarischen Diktatur, die die Menschenrechte per Gesetz aushebelt und den Ausnahmezustand zur Normalität erklärt!

Wir müssen jetzt aussteigen, auch wenn die meisten anderen Staaten dem Einfluss und den Einflüsterungen der Atomlobby zu erliegen scheinen und lieber das Geld einstecken, dass man ihnen hinterher schmeisst, als logisch zu denken und kritisch zu urteilen! Einmal nur, wenigstens einmal, will ich es erleben, dass Deutschland das Richtige tut und zwar als erster und von mir aus auch als einziger Staat!

weiterführende Links:

und hier noch für die, welche es interessiert, die oben genannten Atomkonzerne so, wie sie sich selber sehen und natürlich auch nach außen hin präsentieren:

  • Tepco (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Chiyoda, Tokio – wer sich das zu Gemüte führen will, sollte des Japanischen mächtig sein, sonst wird es ein wenich kompliziert).
  • E.ON AG (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Düsseldorf).
  • RWE (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Essen).
  • ENBW (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Karlsruhe).
  • Vattenfall (Homepage des Unternehmens mit Sitz in Stockholm, Schweden).

Advent, Advent, ein Meiler brennt…

…erst eins, dann drei, dann zwei, dann vier, dann steht der GAU vor Eurer Tür!

Ja, natürlich ist das ein dämlicher Vers und darum möchte ich auch zu allererst mein tief empfundenes Mitgefühl für die Opfer des Mega-Bebens in Japan und der sich nun auch noch anbahnenden ungeheuren Atomkatastrophe zum Ausdruck bringen.

Wir stehen fassungslos vor der Naturgewalt, die in dem Beben entfesselt wurde und wir beobachten voller Entsetzen die mörderischen Tsunamis, die anschließend die Küsten überrollten und völlig verwüsteten! Wir müssen in diesen Tagen nicht nur mit unseren Gedanken oder Gebeten bei den Japanern sein, sondern Hilfe in jeder nur denkbaren Form leisten. Und darum möchte ich an dieser Stelle auch eindringlich bitten. Im Namen der Menschlichkeit möge jeder spenden, wozu er in der Lage ist – danke!!!

weiterführende Links zum Thema Spenden: