Grenze zu, Flüchtling tot?

Damit man der „Asylantenflut“ Herr wird, kommt man nicht umhin, in den Herkunftsländern Maßnahmen zu ergreifen, hat man sich vermutlich sowohl in Berlin, als auch in der EU gedacht und will nun zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen. ausgerechnet zwei der schlimmsten Regierungen, denen Menschenrechte mindestens ebenso egal sind, wie bei uns der SPD die soziale Gerechtigkeit, hoffen auf intensive Unterstützung bei der Schließung und Überwachung der grenzen. Natürlich kann man das dafür benötigte Equipment auch zur Unterdrückung der eigenen Bevölkerung einsetzen, aber wer wird da schon so genau hinschauen wollen?

Dass die Schließung von Grenzen an sich schon ein Akt der Unterdrückung ist, sei hier nur am Rande erwähnt. Aber weil man so gern schicke Grenzzäune baut und auch deren Nutzen irgendwie erprobt werden muss, engagiert man sich in Sudan und Eritrea. Für den Einsatz an der Grenze sind schicke und leistungsstarke Autos vorgesehen, Scanner, Server, GPS, und selbstverständlich sollen auch die Grenztruppen geschult werden. Außerdem werden Auffanglager benötigt, die über Hafträume verfügen. Ziel ist es, die dort „untergebrachten“ Personen am Verlassen der Lager zu hindern. Sonst kämen sie womöglich auf die bescheuerte Idee, sich auf den Weg nach Europa zu machen. Und wer aus diesen, vermutlich von Herrn de Misere schon auf die Liste der sicheren Herkunftsländer 2.0 gesetzten, Staaten schon nach Europa gelangt ist, der wird in diese Lager  zurück gebracht werden!

Ich kann mich undeutlich an eine nicht sehr erfreuliche Zeit erinnern, da hat Deutschland schon einmal Lager gebaut um dort Menschen „unterzubringen“, ja sie durften dort sogar, ganz genau, wie das in Afrika geplant wird, an Projekten teilnehmen, die extra für sie genereirt wurden. Allerdings nannte man das damals „Vernichtung durch Arbeit“.

Wie wir sehen, ist nicht nur den Deutschen die Menschenrechtslage, egal wo auf dieser Welt, so scheißegal, dass man sich dafür nur noch schämen kann. Die EU sieht das ganz genauso! Während man sich hier den Anschein gibt, als ließe einen das Elend nicht völlig kalt, treibt man dieses grausame Spiel in den Herkunftsländern der Flüchtlinge auf die Spitze, unterstützt die verbrecherischen Regime und ist ihnen ein willfähriger Komplize bei der Unterdrückung der Freiheit!

Und hierzulande stellen sich Leute wie der Innenminister vor die Mikrofone und erzählen, ohne mit der Wimper zu zucken:“Wir tun alles, um die Lebensbedingungen in den Herkunftsländern der Asylanten zu verbessern!“ Das mag wohl für die Regime dort stimmen. Denn mit so viel großzügige Hilfe beim bau von Konzentrationslagern haben sie sicher nicht gerechnet!

weiterführende Links: 

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Die scheinheilige Jule aus der Ukraine

Hmm, um die jammernde Jule aus der Ukraine reisst sich das bundespolitische Deutschland, als scheine ihr die Sonne aus dem parfümierten Arsch. Aber halb verhungerte und vor den Küsten Europas absaufende Flüchtlinge aus Eritrea oder Somalia, Syrien und woher sonst noch, die kriegen einen saftigen Tritt in den schwarzen Arsch! Das ist dann also Gerechtigkeit???

Bei allem Respekt muss ich zu diesem Thema anmerkeln, dass es sich bei Julija Timoschenko nicht um irgendeine arme verfolgte politische Aktivistin handelt, sondern um eine schwerreiche Oligarchin, die ihr Vermögen mit Praktiken erworben hat, die man gelinde gesagt als durchaus zweifelhaft bezeichnen kann. Auch ihre politische Arbeit als stellv. Ministerpräsidentin und später als Ministerpräsidentin ist nicht ganz frei von Kritik.

Aus irgendeinem für mich nicht nachvollziehbaren Grunde, machte man sie nach ihrer Festnahme und Verurteilung wegen Korruption, Bestechung, Amtsmissbrauch während ihrer Amtszeit plötzlich zur Märtyrerin der demokratischen Bewegung der Ukraine! Das Bemühen um ihre Freilassung aus der Haft und das Drängen auf ihre Ausreise zur Behandlung ihrer Rückenbeschwerden in Deutschland, gerieten zu einer regelrechten Farce, als die EU ein Freihandelsabkommen mit der Ukraine nicht unterzeichnete, was u. a. mit der Inhaftierung Timoschenkos begründet wurde!

Nun ja, der Einsatz westlicher Demokratien für politisch Verfolgte überall in der Welt ist sicher zu begrüßen. Eine Frage ist jedoch, ob das ausgerechnet bei denjenigen der Fall sein muss, die a.) ein ungeheures Vermögen besitzen, das sie auf mehr oder weniger zweifelhafte Weise erworben haben und b.) unter Bedingungen inhaftiert sind, die in keiner Weise mit denen zu vergleichen sind, denen nicht prominente Widerstandkämpfer ausgesetzt sind?

Was verspricht man sich von einer Frau Timoschenko in bundesrepublikanischen Exil? Sicher kann sie sich aus den ihr immer noch verbliebenen Vermögenswerten durchaus selbst unterhalten. Aber ich habe keine Zweifel, dass sich hier, im Güldenen Westen, genug gönnerhafte Sponsoren finden lassen, die ihr das Leben noch weiter versüßen möchten.

Hingegen ist es schon ziemlich lästig, wenn man diese asylsuchenden Wirtschaftsflüchtlinge aus aller Herren Länder erst von den vor unseren Küsten absaufenden Seelenverkäufern retten und dann auch noch medizinisch versorgen und unterhalten muss!  Da ist so ein zerbrechliches blondes Muttchen schon sehr viel angenehmer, von dem man sich vielleicht später einmal ein gewisses Maß an Dankbarkeit erhoffen kann, wenn es (unter geänderten Vorzeichen) irgendwann einmal wieder in ihre Heimat zurück kehren kann…oder auch nicht!

weiterführende Links: 

Inhaftierte Oppositionspolitikerin: Ukraine will Timoschenko ausreisen lassen (Artikel auf Spiegel Online vom 17.10.2013)