Die Profiteure!

Ach es ist zum Heulen. Politik und Wirtschaft sind durch Drehtüren miteinander verbunden, dass man sich nicht wundern braucht, warum die EU (und alle übrigen Regierungen ebenfalls) allem Anschein nach nur das tun, was der Wirtschaft nutzt und frommt! Klagt die Wirtschaft, handelt die EU. Jammert die Versicherungsbranche, entsteht plötzlich die Rentenlücke und die Regierung in Deutschland unterstützt die „private Altersvorsorge“ (auf eigenes Risiko versteht sich). Klagt die Autoindustrie, holt die Regierung in Deutschland die Kaufprämie für Elektroautos aus dem Hut. Heulen die Energiekonzerne, dreht die Bundesregierung den regenerativen Energien den Hahn ab, weil man nicht weiss, wie der Netzausbau zu stemmen, zu finanzieren, oder was auch immer sei. Das Personal wechselt zwischen Politik und Wirtschaft so beliebig und vor allem schnell hin und her, dass man beim zur-Kenntnis-nehmen einfach nur noch abkotzen möchte. Barroso wandert zu Goldman Sex. Mario Draghi, Chef der EZB kam von denen und hat nun seine Pfoten auf dem Geld der EU-Bürger, willens es nicht nur mit vollen Händen, sondern mit der Schaufel aus den Fenstern seines Palastes zu schmeissen, egal wieviel und egal ob notwendig oder gar nützlich oder nicht. Und da gibt es doch tatsächlich Leute, die die Meinung vertreten, das eigentliche Problem sei die zwar verfassungsrechtlich fest geschriebene, aber nie praktizierte, Trennung von Kirche und Staat! Was wirklich fehlt ist die Trennung von Politik und Wirtschaft, nicht mehr und nicht weniger!

Diese Typen, die aus der Wirtschaft in die Politik und aus der Politik in die Wirtschaft wechseln, wollen und können nicht das tun, für was sie in ihre Ämter gehievt wurden. Oder vielleicht doch? Sie haben ausschließlich die Interessen der Wirtschaft im Blick. Alles andere ist von untergeordneter Bedeutung und nur dann von Belang, wenn es sich zufälligerweise einmal mit Wirtschaftsinteressen deckt. Was selten genug der Fall ist. Um nicht zu sagen garnicht! -.-

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Das Märchen von den Märkten!

Nun, alles scheint sich darauf vorzubereiten, in Kürze wieder einmal ein paar hundert Milliarden Euro zu verbrennen. So ganz auf die Schnelle! Und dann muss wieder irgend jemand gerettet werden, weil er/sie/es systemrelevant ist oder so? Die Insider werden natürlich abkassieren, wie wir aus Erfahrung wissen und so geht der Kapitalismus weiter seinen Weg über Leichen die, wie immer, die Leichen der einfachen Leute sein werden und das Geld, das verbrennt, wird deren Altersvorsorge sein! Aber das macht ja nichts. Der Markt wird es schon richten, nicht wahr?

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Die Sünden des Herrn Varoufakis

Ja das war ja auch mal ein Ding, was? Da sitzt der griechische Finanzminister mit seiner Frau am Tisch, in trauter Zweisamkeit, bei leicht angegammeltem Fisch (könnte auch gegrillt gewesen sein, wie auch immer), einer Schüssel Salat und einem Zahnputzbecher voll Wein und gibt sich der Völlerei hin? Während Millionen Griechen hungern! Hätte er statt dessen seine Gattin so lange verprügelt, bis sie ihm die lauwarme Armensuppe á la EZB von der Suppenküche geholt hätte, ja das hätte Stil gehabt! Und die frommen Christenmenschen hätten gesehn:“Ja, er muss seine Frau wahrlich lieben, denn er schlägt sie ja schließlich!“ Der Papst Franz in Rom hätte ihm sicher seinen Segen erteilt und gleich noch die Absolution oben drauf und alle andern auch – vorausgesetzt, er hätte dabei die Würde der Frau gewahrt. Ganz so wie es sich gehört! Aber er ist ein Linker! Er ist aus Griechenland! Und er kann Sch(r)äuble nicht leiden (was vermutlich auf Gegenseitigkeit beruht) und er spricht Dinge aus, die niemand in der EU hören will. Das geht natürlich nicht! Armer Sünder…

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Griechenland und kein Ende

Ja, es scheint Fakt zu sein. Politik in Griechenland wird derzeit nicht nur von und in der EU gemacht und zwar unter Aufsicht und Befehl der Troika der EZB, sondern auch und besonders in Berlin. Von Muddi! Und von Schäuble! Und von ihren Spiessgesellen und Erfüllungsgehilfen in den Vorstandsetagen der großen Bank- und Versicherungskonzerne und natürlich auch von den Großkoalitionären, die sich zur Zeit allerdings als Griechenlandversteher präsentieren.

Aber jeder weiss, dass sie es in Wirklichkeit garnicht so meinen! Genauso, wie sie es mit der Wahrheit nicht so ernst meinen und schon gar nicht mit der Realität! Denn selbst die früher mal „linke“ SPD mag kein Linksbündnis Syriza unter Tsipras, weil ihnen das zu ähm links wäre. Womöglich steckt dahinter ja so etwas wie Sozialismus, oder gar Kommunismus im Tarnanzug und von Ersterem hat sich die Sozialdemokratie schon vor langer, langer Zeit verabschiedet.

Ebenso von den Idealen des Klassenkampfes. Spätestens seit Gerhard Schröder Bundeskanzler und „Genosse der Bosse“ in Personalunion wurde, gibt es den einst propagierten Klassenkampf nicht mehr als Ziel der SPD.

Bestenfalls in Gestalt des umgekehrten Klassenkampfes, wenn man das unter der Umverteilung des Volksvermögens von unten nach oben verstehen will.

Es wird sogar so sehr klassengekämpft, das es auch dem schon reichlich neoliberalen Nuschelorakel der SPD, Altkanzler Helmuth Schmidt, zu bunt wird und er sich genötigt sieht, den moralischen Zeigefinger zu erheben und auf die drohende Spaltung der Gesellschaft hinzuweisen. Und das will dann schon mal etwas heissen!

Derweilen bewegt sich Muddi mit der Grazie einer Tunnelfräsmaschine und dem Charme einer oft benutzten Klobürste durch das lästige Dickicht der politischen EU-Kleinstaaterei und beschwört den finanziellen Untergang des Abendlandes herauf, wenn Griechenland den Euro verlässt! Nach aussen jedenfalls.

Hinter vorgehaltener Hand mauschelt man freilich schon, wie man den Schaden für die Konzerne, im Fall der Fälle, möglichst gering halten könnte. Im Zweifel stehen ja die deutschen und europäischen Steuerzahler für die Ausfälle gerade und voilá! Gerettet! Die Konzerne und ihre Profite jedenfalls!

Natürlich muss man dann im Gegenzug an der ein oder anderen Stelle ein paar Einsparungen vornehmen und. Ein, zwei Kürzungen vielleicht. Aber das liegt dann daran, dass „wir“ eben viel zu lange über „unsere“ Verhältnisse gelebt haben!

Meanwhile sind die Bürger, besorgt und verunsichert, wie das so ihre Art ist, erst einmal mit Pegida und der AfD beschäftigt und abgelenkt, so dass man sich eher darum zu sorgen scheint, ob man seinen Regenschirm zur montagabendlichen Patridiotendemo gegen die Islamisierung des Abendlandes mitnehmen sollte, oder eine Taschenlanpe, um sich selbst heim zu leuchten, wenn die Semperoper, das Brandenburger Tor, oder der Kölner Dom durch Abschalten der Beleuchtung in ein Dunkel getaucht werden, wie es dunkler selbst in den dunkelsten Analkanälen der ebenfalls sehr besorgten konservativen Politprominenz nicht sein könnte!

Die CSU versucht die AfD rechts außen zu überholen. Die CDU rauscht links an der SPD vorbei, die darob leicht indigniert darüber nachzusinnen scheint, wo sie nun eigentlich in diesem wirren Spektrum verwirrter Schwachköpfe überhaupt genau steht. Und die FDP präsentiert sich in der Zwischenzeit als Alternative zur Alternative für Deutschland zu etablieren. Obgleich sie das nicht nur ohne Sinn und Verstand, sondern auch ohne Gesicht und Profil versucht.

Aber so etwas ist in unserer heutigen Zeit sowieso nur überflüssiger Ballast und Eigenschaften wie Stromlinienförmigkeit, Gleitfähigkeit und Widerstandslosigkeit sind eindeutig mehr gefragt denn je. So kann man nämlich leichter da eindringen, wo´s warm (und braun) rauskommt, bei den Reichen und Mächtigen.

Widerstandsloses gleiten ist auf dem politischen Karrieresprungbrett zur alternativlosen Alternative für den dynamischen Egomanen und damit zur wichtigsten Disziplin geworden! Viel Spass dabei!

Der Euro – eine Draghikomödie in drei Akten?

Der gute Mario Draghi ist ein Bankenlobbyist, der nach der Pfeife von Goldman Sex tanzt. Wie kann man so einen Idioten zum Chef der EZB machen? Aber das Muster kennen wir schon. Gut vernetzt in der Wirtschaft? Steckt immer tief in einem fetten Arsch? Behauptet rotzfrech, er kenne keine Interessenkonflikte? Dann bist Du ein Mann/Weib für einen Spitzenposten in der EU! Beispiele gibts genug in diesem Saftladen…

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Vollhorsts gesammelter Schwachsinn!

Haben wir denn wirklich keine andern Probleme, als uns mit dem zweitklassigen Verbalejakulat der geistigen Masturbation des Föhrerrrs aus Bayern zu befassen? So allmählich kann ich mich des Eindrucks nicht mehr erwehren, dass man den ministerpräsidialen Dorfdeppen dafür bezahlt, dieses Affentheater zu veranstalten, um die Leute von den wirklichen Problemen abzulenken. Irgendwann nächstes Jahr werden wir womöglich aufwachen, TTIP ist unterzeichnet und die US-Konzerne ziehen uns die Hosen über die Ohren, die EZB erhebt Strafzinsen auf Sparguthaben und die Bundesregierung treibt Zwangsanleihen zur Kriegsfinanzierung, sowie zur Unterstützung notleidender Bankster bei all jenen ein, deren Jahreseinkommen 30.000 Euro nicht überschreitet!

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Geld allein macht nicht glücklich? Dummes Geschwätz aber auch nicht!

Mein Gott, dieser Mann ist ein Heiliger – verzichtet auf 150.000 Euro jährlich und muss nun von nur noch 18.000 mageren Euronen im Monat sein kärglich Dasein fristen! Unter diesen bescheidenen Umständen kann man keiner anderen Philosophie mehr folgen, als der vom Gelde, das allein nicht glücklich machet! Schön, dass es noch solche Menschen gibt!

Da fühlen wir uns doch gleich politisch besser vertreten und vor allem können wir sicher sein, dass solche Leute wie er, Entscheidungen vollkommen unabhängig von wirtschaftlichen Interessen und ausschließlich im Sinne von Dir und mir, als den Vertretern des Durchschnittsbürgers in diesem Lande. Wer derart enthoben von allen wirtschaftlichen Sorgen auf seinem ledernen Fauteuill zu thronen pflget, kann sicher sein, den Kontakt zum Volke nie zu verlieren! Zwar pflegt man den Pöbel von ihnen fern zu halten, aber jene, denen er sein Ohr leiht, gehören gleichwohl auch irgendwie zum Volk. Jedenfalls dann mit vollster Hingabe, wenn es nicht um das Zahlen von Steuern betrifft!

Man muss schließlich willige Rosse nicht übertreiben und Steuern sind nur was für das Proletariat. Denen muss man ja auch erstmal beibringen, dass es beim Sparen immer unten anzufangen gilt. Denn wenn die Wirtschaft prosperiert, dann prosperiert auch der Geldadel und das ist ja auch gut so! Irgendjemand muss ja von Aufschwung und „neuem Wirtschaftswunder“ profitieren und das sollten sicher nicht Hinz und Kunz sein, vielleicht noch die Geissens, aber ansonsten…

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