Elektro-Fahrräder – Mobilität von Morgen!

Nachdem ich schon den ein oder anderen Artikel zum Thema Fahrrad und Mobilität auf diesem Blog veröffentlicht habe, will ich heute mal ein wenig über die Elektromobilität schreiben. Dabei soll es heute vor allem um elektrisch angetriebene Fahrräder gehen die entweder ganz oder teilweise den pedalierenden Fahrer bei seinem manchmal doch sehr anstregeneden Tun unterstützen. Besonders mit schwerer Beladung, heftigen Anstiegen in bergigen Gegenden und oft auch zunehmendes Alter, können einem die Lust und die Freude an der Bewegung in frischer Luft deutlich verleiden.

Freilich ist so ein Elektro-Fahrrad, besonders, wenn es gewisse Qualitätsstandards erfüllen soll, nicht gerade eine billige Anschaffung, die man mal eben so aus der Portokasse bezahlt. Und auf Qualität sollte man schon achten, wenn man sicher sein will, dass einem das Teil bei der ersten stärkeren Belastung nicht unter dem Arsch zusammen bricht! Und da bietet sich als Alternative ein Bausatz an, den man mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst installieren können sollte. Zumal, wenn einem eine komplette Einbauanleitung mitgeliefert wird. So wird man also in die Lage versetzt, aus einen bereits vorhandenen Drahtesel in ein elektrisch angetriebenes Fahrrad zu verwandeln, mit allen Vorteilen, die das im Allgemeinen bietet! Leise, schnell, weniger eigener Kraftaufwand und eine erhebliche Erweiterung des Aktionsradius. Und erheblich umweltfreundlicher als das Verbrennen fossiler Brennstoffe in einem Auto (hier nenne ich in der Regel als Hinweis auf den verbreiteten automobilen Wahnsinn besonders gern den Porsche Cayenne Turbo mit seinen 500 PS, will aber dieses eine mal ausnahmsweise darauf verzichten o.O)

Wie sieht die Zukunft der Elektromobilität aus?

Nun, ich bin ein großer Freund von Design-Ideen, die futuristische Fahrzeuge zeigen, seien es nun 2-, 3- oder 4-rädrige Gefährte. Aber für meinen Geschmack müssen sie unbedingt elektrisch sein, da ich diese Form die individuellen Mobilität nicht nur für die zukunftsträchtigste, sondern auch für die ökologisch vernünftigste halte. Klar gibt es Leute, die sind da anderer Meinung. Die vertreten den Standpunkt, elektrische Mobilität sei mindestens genauso umweltschädlich wie der Individualverkehr, der sich auf die Verbrennung von fossilen Energieträgern stützt. Schließlich müsse auch die Elektrizität in Kraftwerken erzeugt werden, die von Elektromobilen und Elektrofahrrädern verbraucht wird. Zwar ist das richtig, verschweigt aber bewusst die Tatsache, dass Elektrofahrzeuge möglichst leicht und doch stabil konstruiert werden, weil ihre Akkus in der Regel ein ganz erhebliches Gewicht besitzen, wenn eine größere Reichweite gewährleistet werden soll. Aber die Akkutechnik schreitet voran und die Akkus werden mit jeder neuen Generation leichter und lassen sich immer schneller aufladen.

Betrachtet man den Bereich der Elektro-Fahrräder und der Dreiräder, kann man einen Trend erkennen zu extremem Leichtbau, verbunden mit kleinen Elektrokomponenten und kleinen, leichten Akkus, die eine akzeptable Reichweite garantieren. Die Elektrofahrzeuge der Zukunft sind klein, leicht undbesitzen höchstens 2 Sitzpläze. Mehr werden in der Regel nicht benötigt. Und das diese Teile absolut verschärft designed werden können, zeigen die Bilder, die hier in diesem Bike-Blog zu finden sind. Klickt Euch mal durch und stellt Euch dann vor, mit so einem krassen Teil durch die Gegend zu fegen. Also mir würde das einen Heidenspass machen. Für die täglichen Erledigungen ist eine Reichweite von 50-60 km absolut ausreichend. Morgens zur Arbeit, Abends wieder heim und danach noch zum shoppen in die Stadt (wo man mit so einem kleinen Teil garantiert immer einen Parkplatz bekommt), vielleicht mit der/dem Liebsten. Und Sorgen um die „Umweltzonen“ in vielen Städten braucht man sich auch keine mehr zu machen.

Aber ganz so einfach ist es mit der Elektrifizierung von 2-Rädern nun auch nicht. Es gibt da, wie in unseren Gefilden nun mal üblich, die üblichen bürokratischen Hürden. Zwar sind wir hier angeblich das Land der Dichter und Denker, aber wer hier dichten und denken (und vor allem erfinden und konstruieren will) der sollte dabei tunlichst die einschlägigen Vorschriften und Gesetze beachten. Sonst zieht er am Ende die Aufmerksamkeit der Staatsmacht auf sich und die kennen mit Leuten, die sich ohne Fahrerlaubnis und/oder Zulassung oder was auch immer auf öffentlichen Straßen bewegen kein Pardon – da kann man so umweltfreundlich fahren wie man will. Es gibt die sogenannten Pedelec (das sind Teile, die den Radler mit elektrischer Unterstützung entlasten und nur dann Power geben, wenn gleichzeitig in die Pedale getreten wird). Die sind führerscheinfrei, wenn der Motor bis max. 25 km/h unterstützt. Sogenannte E-Bikes, deren elektrische Antrieb auch ohne die Unterstützung durch einen kräftigen Tritt in die Pedale abgerufen werden kann, sind versicherungspflichtig und es wird ein Mofa-Führerschein aber kein Helm benötigt! Wer´s genauer wissen möchte, sollte sich durch die einschlägigen Publikationen lesen oder bei einem Verein erkundigen, die sich mit der MAterie befassen. Denn Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!

weiterführende Links:

  • Akku Bike.de (Seite, die Umrüstsätze für Fahrräder anbietet, zu relativ moderaten Preisen. Ein Ladengeschäft gibt es nicht, dafür ist die Homepage sehr informativ und man kann auch Probefahrten vereinbaren. Die Einbausätze bewegen sich preislich zwischen 240,- und 255,- €).
  • Energie Technik Silz ETS (Das ETS- Elektro-Bike wird in verschiedenen Versionen als komplettes Rad geliefert und die Preis ebewegen sich zwischen 1.348,- € für ein Klapprad und bis zu 2.398,- € für ein komplettes Dreirad).
  • PDA-Tech (Seite mit Umbausätzen in verschiedenen Preisklassen, z.T. gebraucht, scheint recht günstig zu sein)
  • ExtraEnergy e. V. (Verein für Elektro-Leichtfahrzeuge).
  • akkurad.com Lohmeyer Leichtfahrzeuge (3-rädrige Leichtfahrzeuge und Umrüstsätze für alle möglichen Fahrzeuge)
  • eROCKIT (von mir immer wieder gern präsentierte Homepage zu einem elektrisch betriebenen Zweirad, dass in seiner Konzeption schlicht einmalig sein dürfte. Ich persönlich empfinde dieses Teil als eine der ästhetischsten Fahrmaschinen der neueren Zeit. Aber das ist meine ganz persönliche Einstellung. Einziges wirkliches Manko dürfte der zu erwartende astronomische Preis von um die 10.000,- € sein!).
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Grenzenlose Freiheit!

Nachdem ich bereits einige Ausflüge in die wunderbare Welt des Fahrrades gemacht habe, jene wunderbare Welt, die völlig frei ist von klimaschädlichen Abgasen – außer vielleicht Euren Blähungen, wenn Ihr die zum Betrieb des Fahrrades notwendigen Kohlenhydrate in Form eines Tellers Bohnen oder Hülsenfrüchten gönnt – keinen Motorenlärm verursacht und noch dazu sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich mich noch ein wenig im Netz umgesehen. Ich habe bereits erwähnt, dass es sich beim Fahrrad um die wohl genialste Erfindung handelt, seit der Mensch erkannt hat, was man mit einem Rad alles anfangen kann! Auch die Wissenschaft hat erkannt, welches Potenzial im Fahrrad steckt und macht sich daran, es zu verbessern. Wobei man anerkennen muss, dass sich am Grundprinzip wenig bis garnichts geändert hat. 2 Räder, stabiler Rahmen (meist in „Diamantform“, neuerdings aber auch in vielfältigen anderen Formen), Tretkurbelantrieb und meist mit einer Gangschaltung (wobei diese nicht unbedingt notwendig, aber in bergigem Gelände doch recht nützlich ist).

In der letzten Zeit beginnt sich auch das Design zu verändern, wird zunehmend futuristischer und man experimentiert mit den verschiedensten Stoffen ud Materialien. Kohlefaser, Carbon, Leichtmetalle, es gibt nichts, was nicht in den Fahrradbau Einzug gehalten hätte. Das absolut eleganteste Material ist meiner Meinung nach aber Holz, welches hin und wieder für ganz besonders exquisite Modelle Verwendung findet. Die Fotografin Susan Downey hat ein paar fantastische Bilder eines Bikes gemacht, das einen Rahmen aus Birkenholz besitzt (das Projekt heisst Birch Bike und ist ein Eigenbau von Alan Downey). Schaut Euch das Teil mal an und urteilt selbst. Freilich sind die Einsatzmöglichkeiten dieses schicken Teils arg beschränkt, aber ein Augenschmaus ist es allemal. Aufmerksam wurde ich auf dieses wunderschöne Rad durch den Bike-Blog, auf das ich bei meinen Segelflügen durch das Netz gestossen bin. Hier gibt es eine Liste über 12 englischsprachige Bike-Blogs, die mit allerlei krassen Aktivitäten, Ideen und Bikes aufwarten können. Das Thema Fahrrad ist allerdings in jeder Beziehung nahezu unerschöpflich. Es gibt fast nichts, was man mit dem Fahrrad nicht machen könnte.

  • Urlaub und Fernfahrten? Geht alles. Naturgemäß schränkt man sich mit dem Gepäck etwas ein, aber es geht alles. Notfalls hängt man eben einen Trailer ans Rad, um zusätzlichen Stauraum zu schaffen. So lernt man wenigstens, sich auf das wesentliche zu beschränken.
  • Sport? Klar, geht alles. Leider ist der Radsport durch die unsäglichen Dopingvorfälle in Verruf geraten und kämpft nun um seine Reputation. Aber für den Durchschnittssportler ist Radsport eine gute Möglichkeit, die Ausdauer und den Kreislauf zu trainieren!
  • Logistik und Transport? Aber immer doch. Es gibt in unseren Innenstädten kaum ein Fahrzeug, oder besser überhaupt kein Fahrzeug, dass schneller wäre, als das Fahrrad. Es ist ideal um die Ballungsräume von schädlichen Emissionen zu entlasten, insbesondere CO2, sowie den Lärm zu reduzieren.

Besonders der Sektor der Logistik, eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Denn im Gegensatz zur landläufigen Meinung, dass logistische Lösungen, die auf dem Einsatz von Fahrrädern und anderen mit Muskelkraft betriebenen Fahrzeugen basieren, seien rückständig, ist genau das Gegenteil der Fall. In einer Welt schrumpfender Ölreserven, wird es allerhöchste Zeit, sich nach brauchbaren Alternativen zum motorisierten Individual- und Transportverkehr um zu sehen. Ich habe schon in einem anderen Artikel auf die Vorteile dieser Art von Logistik hingewiesen und kann Euch hier noch einige Links anbieten, die sich zu dem Thema ausführlich äußern und viele Links zu Herstellern von Transporträdern anbieten. Gefunden habe ich sie unter Work Bikes for a Low-Energy Future und More Work Bikes auf dem Blog Permaculture & Regenerative Design News. Wie gesagt, es gibt für dieses universelle Transportgerät kaum irgendwelche Grenzen. Und für die Leute, die es besonders krass mögen, sei hier auch einmal auf Atomic Zombie verwiesen. Die bieten Baupläne zum Download für alle möglichen und unmöglichen Arten von muskelbetriebenen Fahrzeugen an. Kostet zwar die Kleinigkeit von jeweils 16,95 $, aber in Zeiten von Paypal sollte das kein größeres oder gar unlösbares Problem darstellen!

Eine geniale Erfindung! Teil2

Nachdem ich mich nun mal im Internet schlau gemacht und etwas recherchiert habe, kann ich nun einige Links liefern, die sich mit ganz speziellen „Fahrrädern“ befassen. Dabei fand ich einige sehr interessante Seiten, die mir richtig Lust gemacht haben, meine verschütteten technischen Talente freizulegen und eventuell mal zu versuchen, mir genau das zu bauen, was das Kind im Manne schon immer haben wollte – ein „Tretauto“ für Erwachsene eben. Und zwar eines, mit dem man die täglichen Wege zurücklegen kann. Zum Einkaufen, zum Sightseeing, zur Fitness und einfach nur zum Spass! Natürlich ohne die Umwelt mit Abgasen zu versauen (es sei denn die Linsensuppe vom Nachmittag entschließt sich, während des Ausfahrens, den Körper in gasförmigem Aggregatzustand durch den Hinterausgang wieder zu verlassen!). Methangas soll ja ein noch schlimmeres Treibhausgas sein als CO2, hab ich gehört.

Streetfighter Fourwheeler, den man sich mit Hilfe eines Bauplanes selbst bauen kann

Streetfighter Fourwheeler, den man sich mit Hilfe eines Bauplanes selbst bauen kann

Den Bauplan zu diesem beeindruckenden Fahrzeug findet ihr hier unter diesem Link, wo Ihr ihn kaufen könnt. Allerdings müsst Ihr hier Dollar anlegen, wenn Ihr euch das Teil in Eure Garage stellen wollt und Englisch solltet Ihr auch können. Wer mehr Informationen zu außergewöhnlichen drei- und vierrädrigen Fahrzeugen mit Muskelantrieb haben will, sollte unter dieser Homepage hier mal etwas stöbern.

Und weils so schön ist, hier noch ein paar Bilder umweltfreundlicher Fortbewegungsmittel.

Quad Bike von Rhoades Cars aus den USA

Quad Bike von Rhoades Cars aus den USA

goboy von Rhodes Cars

goboy von Rhodes Cars

Hier der Link zur Homepage von Rhoades Cars.