Bankster – sie wollen doch nur unser Bestes!

Es ist sicher viel angenehmer für die über den Tisch gezogenen Kunden, wenn man sich in außergewöhnlich gewähltem Ton über ihre mangelnde Intelligenz lustig macht! Sicher ändert sich sofort das asoziale Zockermilljö, in dem die Bankster sich zuhause fühlen, wie ein Raubtier in seiner Höhle voller verwesender Kadaver, wenn sich nur die Sprache ändert! Liebe Freunde in den Banksterinstituten, Ihr seid der stinkende Schaum auf der Scheisse der kapitalistischen Gesellschaftssysteme! Ihr seid so überflüssig wie meiner Omma ihr Kropf!

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Wer zahlt für Krisenstaaten? Die mit den schlechten Karten…

…und zwar Steuerkarten! Ja natürlich weiß ich, dass es keine Steuerkarten mehr gibt. Aber Du und ich, er und sie, Hinz und Kunz, sind die Deppen, die ihre Staaten mit den mehr oder weniger freiwillig gezahlten Steuern am Laufen halten, fragt niemand, ob sie es schick finden, wenn mit ihren Steuergroschen Pleitegeier über Irland, Portugal, Spanien, und nicht zuletzt Griechenland oder auch Zypern abgefüttert werden.

Man setzt das Einverständnis des Steuerzahlers einfach voraus und zwar als selbstverständlich, während man jene, die für gewöhnlich jede sich nur bietende Gelegenheit zur Verringerung ihrer Steuer“last“ nutzen und, wenn irgend möglich, ihre Einkünfte am liebsten vor dem Finanzamt verschleiern und enorme Summen an Steuern einfach hinterziehen, mit solchen Lappalien, wie der Rettung von Krisenstaaten in übergroßer Herzensgüte bislang verschont hat!

Da traf mich heute morgen die bahnbrechende Erkenntnis der Bundesbank fast wie ein Hammer, als ich, gerade im Autos sitzend einen leckeren Apfel vor mich hin kauend, im Radio hörte, eben jene Bundesbank habe vorgeschlagen, vor der Rettung von Krisenstaaten doch erst einmal in die Taschen der reichen zu greifen, bevor man dann die EU, mithin also uns, zur Kasse zu bitten!

Woher die Bankster diese bahnbrechende Erkenntnis nehmen, entzieht sich zwar meiner Kenntnis, lässt aber doch tief blicken – zumindest, wenn man davon ausgeht, dass auch unsere Politiker diese Idee schon mal ins trübe Auge gefasst haben könnten. Äußert die (meist linke) Opposition den Wunsch, das Vermögen der Reichen wenigstens ein kleines bisschen zu versteuern und davon z. B. die Bildungsrepublik Deutschland zu finanzieren, bekommt man meistens die lapidare Auskunft, die Einnahmen würden bei weitem nicht die Kosten decken, die durch das Eintreiben der Steuern entstünden! Wer´s glaubt wird selig…

Wer aber glaubt, der Staat und seine Politiker würden sich um ein bisschen mehr Steuergerechtigkeit bemühen, einfach weil dieses System so ungerecht ist und die Leute schröpft, die fleissig jeden Tag zu einer oder mehreren Arbeitsstellen gehen, um ihr Leben zu fristen, der irrt gewaltig. Eher friert die von den christlichen Politikern so oft und gern beschworene Hölle zu, eh in Deutschland ein Steuersystem eingeführt wird, das sowohl leicht verständlich,. als auch gerecht ist!

Ach ja, ist das Eintreiben von Steuern nicht eigentlich per se schon eine Zwangsenteignung? Und wenn der einfache, ehrliche, Steuerbürger rechtmäßig zwangsenteignet wird, warum dann der reiche, unehrliche, Steuerbetrüger nicht?

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Neues vom Armutsbericht 2012…

…normalerweise soll man ja davon ausgehen, dass gewisse Dinge mit der Zeit besser werden, zumindest aber nicht schlimmer. Auf Wein trifft das oft zu, auf eine echte Liebe vielleicht auch, bei Regierungen sieht das meist anders aus. Bei dieser Regierung im Besonderen wird nicht, aber auch garnichts besser und die Zeit heilt auch keine Wunden, im Gegenteil, sie reisst immer neue und tiefere Wunden. Wie zum Beispiel in unserer Gesellschaft.

In einer solchen Position mag man natürlich nur ungern, oder besser überhaupt nicht, zur Kenntnis nehmen, dass die Reichen immer reicher, die Armen immer ärmer werden und sowohl die privaten Vermögen ungleich verteilt sind (und zwar extrem ungleich), als auch die Schere den gut und den beschissen verdienenden Menschen immer weiter auseinander klafft.

So klar und ungeschönt hat das der Armutsbericht 2012 formuliert, was freilich dem guten Philipp Rösler nu überhaupt nicht in sein nicht vorhandenes Konzept passte. Deswegen regte er sich schon bei den ersten Zitaten und Veröffentlichungen von Auszügen des Berichtes mächtig auf. Das sei mit seinem Ministerium nicht abgesprochen gewesen. Natürlich nicht, sonst wäre diese Wahrheit erst garnicht ans Licht der Öffentlichkeit gekommen, obwohl wir es alle schon immer irgendwie geahnt haben. Ich meine, wir brauchen nur auf unsere eigenen Lohnabrechnungen zu schauen und wissen, woher der Wind weht, wenn wir am Ende des Geldes immer noch so viel Monat übrig haben.

Aber die FDP war schon immer gut darin nur das zu sehen, was ihr gefiel, was sie irgendwie marktwirtschaftlich ausschlachten konnte und was ihrer Klientel frommt. Die Uniion steht ihr in Gestalt des finanzpolitischen Geisterfahrers Wolfgang Sch(r)äuble in nichts nach!

Was Philipp nicht mag, lässt die Union promt aus dem Bericht streichen. Wen interessieren schon Leute, die zu Hungerlöhnen unter 7,- €/Std. arbeiten müssen, wenn die eigenen Wähler und Parteigänger nicht nur die atavistische Meinung vertreten, jeder sei sowohl seines Glückes Schmied, als auch selber Schuld, wenn er so wenig verdient, in der Lage sind, sämtlichen Steuersparmodi zu nutzen und die Freibeträge auszuschöpfen?

Wen interessiert es schon, ob ein paar Reiche  50% des privaten Vermögens in den Taschen und auf den Konten haben und sich dieses im Rahmen der Finanzkrise auch noch vergrößert, weil die Banken mit dem Steuergeld der Niedriglöhner, der einfachen Arbeiter und Angestellten gerettet wurden, wenn es sich dabei um die eigene erlauchte Wählerschaft handelt?

Hier zitiere ich immer gern und ausdrücklich Christian Morgenstern, der angesichts dieses politischen Affentheaters und dem Tanz um das offensichtliche Armutszeugnis namens Armutsbericht 2012 sicher über den geistigen Dünnschiss sowohl des Philipp Rösler, als auch des Herrn Sch(r)äuble und sämtlicher, an der verlogenen „Überarbeitung“ Beteiligten, gesagt hätte…

Und er kommt zu dem Ergebnis:
„Nur ein Traum war das Erlebnis.
Weil“, so schließt er messerscharf,
„nicht sein kann, was nicht sein darf.“

Und wir wissen ja aus Erfahrung, wie die Regierungs-Kloalition sich angesichts unerwünschter Tatsachen und Ergebnisse sich die Realität zurecht biegt, leugnet, oder einfach ignoriert, nur um sie nicht zur Kenntnis nehmen zu müssen.

Ein besonders prachtvolles Beispiel dafür ist die sogenannte „Sanierung“ Griechenlands, aber das ist eine ganz andere Geschichte…

 

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Der Armutsbericht 2012…

…ein echtes Armutszeugnis für diese Bundesregierung und ihre VorgängerInnen! Nun ist es ja nicht nur nichts Neues, dass einige wenige Prozent einer Bevölkerung über einen Großteil des gesellschaftlichen Reichtums verfügen, über das Vermögen einer jeden Gesellschaft also, aber es ist in dieser deutlichen Ausprägung durchaus neu.

Selbst in Krisenzeiten, wie jetzt der Finanz- und Eurokrise, gibt es unter den Reichen etliche, die ihr Vermlögen noch dramatisch vergrößern konnten, während die Mehrheit der Menschen, die sich am unteren ende der sozialen Leiter befinden, immer größere Einbußen an Einkommen und erst recht an Vermögen hinnehmen müssen (sofern sie überhaupt in einem nennenswerten Maß darüber verfügen!).

Das aber der Staat zugleich über immer weniger Vermögen verfügt, zeigt deutlich die Richtung des Wohlstandstransfers an. Der gesellschaftliche Reichtum wandert (mit dem Willen und der ausdrücklichen Unterstützung des Staates) in die Taschen der Reichen. Das, was also der Staat den unteren Schichten der Bevölkerung abverlangt, wird in Form von Steuersenkungen und Steuerbefreiungen (siehe z. B. Erbschaftssteuer und Vermögenssteuer) gleichzeitig an die Reichen weitergeleitet. Der unverschämte Wohlstand, die Dekadenz und der Überfluss, werden also von den steuerzahlenden Schichten der Gesellschaft subventioniert.

Da drängt sich einem schon die Frage auf, ob das richtig ist? Betrachtet man das Problem der vielen sehr Armen und der wenigen sehr Reichen, so muss man zu dem Schluss kommen, dass das System des Kapitalismus (und huier möchte ich beispielhaft die Finanzmärkte nennen) die Politik gekauft haben und durch die gezielte Vergabe von lukrativen Beraterverträgen, Vortragsreisen, sowie direkter und indirekter Bestechung, dafür Sorge tragen, dass die Gesetze zu ihren Gunsten geändert wurden und noch immer geändert werden. Treten Verluste auf, so werden diese nach Möglichkeit sozialisiert, d. h. alle müssen dafür in die Tasche greifen. Gibt es Gewinne zu vermelden, wandern diese ungehindert und ohne mit der Wimper zu zucken in die Taschen der Reichen. Dieses Prinzip kann nur der Kapitalismus als gerecht empfinden! Aber er hat natürlich seine Protagonisten und die setzen sich für eine „freie“ Marktwirtschaft ein (obwohl dies ein Begriff ist, der in sich widersprüchlich ist), die man aber gemeinhin als „soziale“ Marktwirtschaft bezeichnet, um den menschen das Gefühl zu geben, hier würde etwas für jeden abfallen vom Kuchen und jeder hätte die Möglichkeit, sich durch seiner Hände Arbeit ein bisschen bescheidenen Wohlstand zu erarbeiten.

Aber das Gegenteil ist der Fall. Durch ehrliche Arbeit ist noch niemand reich geworden und eine Marktwirtschaft kann weder frei noch sozial sein, da die Unternehmen, Konzerne und Betriebe stets danach streben die viel gepriesenen Marktmechanismen außer Karaft zu setzen. Warum? Ganz einfach! Eine funktionierende Marktwirtschaft würde bedeuten, dass durch den Wettbewerb der konkurrierenden Unternehmen einer Branche die Preise sinken müssten. Das aber würde zur Folge haben, dass die Profite in gleichem Maße sinken, wie die Preise. Daher strebt jedes Unternehmen nach einer Position, in der es in der Lage ist, die Preise zu diktieren, versucht also ein Monopol zu erlangen und/oder einKartell mit den vermeintlichen Konkurrenten zu bilden, wobei die Märkte untereinander aufgeteilt, die Preise willkürlich und unter Ausschluß des Wettbewerbs festgelegt und die Profite garantiert werden.

Um aber beim eigentlichen Thema zu bleiben, dies ist natürlich nicht der erste Armutsbericht. Es ist bereits der Vierte. Und aus den dort abzulesenden Daten, lässt sich eine Entwicklung herleiten, die jeder Bundesregierung seit dem ersten Armutsbericht, aber auch den vorhergehenden, denn die stelleten die entsprechenden Weichen, das oben erwähnte Armutszeugnis ausstellt. Die Regierungen haben ganz bewusst und in voller Kenntnis der fatalen Folgen die Massnahmen ergriffen, die zu dieser Entwicklung hinführten. Und obwohl bei jeder Veröffentlichung eines neuen Armutsberichtes ein großes Wehklagen einsetzt, weigern sich die Verantwortlichen hartnäckig, die ebenfalls durch diese Armutsberichte nahe gelegten Massnahmen einzuleiten und umzusetzen, die es einzuleiten gilt! Im Gegenteil, man weigert sich nicht nur, sondern wähnt sich offenbar auf genau dem richtigen Weg und dreht den Armen, Besitzlosen und Kinderreichen immer weiter den Hahn zu, zum Wohle des Kapitalismus und seiner Profiteure!

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Wer schützt unser Klima?

Wer schon den ein oder anderen Artikel in meinem Blog Tempel der Gaia gelesen hat, der kennt vermutlich meine Einstellung zu der neuesten Mode der Politik und der Wirtschaft, allem, aber auch wirklich allem, einen monetären Wert bei zu messen. Ganz genau, ich halte nicht das Geringste davon! Dabei will ich nicht bestreiten, dass beispielsweise die Natur an und für sich einen Wert hat. Natürlich ist sie wertvoll, sogar sehr und zwar deshalb, weil wir ohne sie nicht überleben können auf unserer wunderbaren blauen Kugel. Dieser Wert ist meiner Meinung aber ein ideeller Wert und eben nicht monetär.

Das Problem der immer mehr aufkommenden Angewohnheit nur das zu schützen oder schützenswert zu finden, das einen in Dollar oder Euro messbaren Wert besitzt, ist eben jener Geldwert. Und wie´s der Teufel will, fand ich gestern diesen Artikel bei FAZ.Net, der sich dieses Problems widmet. Allerdings in einer etwas anderen Beziehung, als ich es mir wünschte. Nun, ich will kein Geheimnis daraus machen, dass ich die FAZ mittlerweile für ein recht reaktionäres Blatt halte, das sich zwar einen objektiven Anstrich zu geben versucht, letztendlich aber wohl mehr oder weniger ein Sprachrohr der Wirtschaft und der mit ihr verklüngelten politischen Kreise ist. Aber wie dem auch sei! Die Presse ist relativ frei in unserem Lande, wenn sie überwiegend das schreibt, was die Herrschenden zu hören wünschen und so kann man der FAZ nicht wirklich einen Vorwurf machen, wenn sie die Fragen des Umweltschutzes aus der ihr eigenen, freiheitlich-christlich unterwanderten Sicht betrachtet. Wem das nicht gefällt, der braucht´s ja nicht zu lesen. Ich tat es trotzdem, natürlich nur, um mich königlich darüber aufzuregen.

Der Artikel „Klimaschutz: Wie man Milliarden für die Atmosphäre verbrennt“ (FAZ.Net vom 14.9.2009) widmet sich den Anstrengungen des Klimaschutzes. Wer sich durch den Artikel liest und ein ganz klein wenig an Umwelt- und Klimaschutz interessiert ist, wird sich verwundert  die Äuglein reiben, wenn er liest

„Die deutsche und die europäische Klimapolitik können einem die Tränen in die Augen treiben“, klagt der Umweltökonom Joachim Weimann von der Universität Magdeburg.

Dass dem wirklich so ist, hielt ich immer für eine Folge verfehlter Umwelt- und Klimapolitik. Weil eben nicht genug dafür getan, weil regenerierbare Energien nicht genug gefördert und die Forschung dieser Technologien nicht genug unterstützt werden, wird wesentlich mehr CO2 ausgestossen, als der Umwelt zuträglich ist. Die FAZ sieht das ein bisschen anders und zwar von der ökonomischen Seite her. Man vertritt den Standpunkt, CO2 könne nur auf eine Art wirklich gespart werden…

…will man verhindern, dass eine Tonne CO2 in die Atmosphäre geblasen wird, kann man an der Leipziger Energiebörse ein Zertifikat für eine Tonne CO2 kaufen und dieses sperren, so dass die Industrie und die Stromkonzerne weniger CO2 ausstoßen dürfen. Ein solches Zertifikat kostet derzeit knapp 15 Euro, in der Spitze waren es vor drei Jahren 30 Euro – also ein Bruchteil der Kosten, die eine Solaranlage zur Einsparung derselben Menge verursacht.

So weit so gut, oder auch nicht. Man hört den weinerlichen Unterton, der lauthals darüber klagt, dass der „Wert“ dieser Zertifikate immer weiter fällt. Und weil es so schön ist, behauptet man gleich – natürlich untermauert von den Theorien der Ökonomen – die Förderung von umweltfreundlichen Technologien zur Energieerzeugung spare nicht nur keine einzige Tonne CO2, nein sie sei wegen der Subventionen dafür verantwortlich, dass der Preis der Zertifikate immer mehr sinke! Der Umweltökonom Christoph Böhringer von der Uni Oldenburg behauptet sogar…

Der Umweltökonom Christoph Böhringer von der Universität Oldenburg geht noch einen Schritt weiter: …“wenn wir die Erneuerbaren Energien zu viel subventionieren, sinkt der CO2-Preis so stark, dass davon die schmutzigsten Technologien profitieren.“

Das genau das möglicherweise auch der Knackpunkt des Zetifikatehandels ist, scheint dabei niemanden zu interessieren!

Naja! Das die Politik, aus welchen Gründen auch immer, nicht die Politik macht, die unserer Umwelt am meisten zugute kommt, mag daran liegen, dass die Wirtschaft durch die allgegenwärtigen Lobbyisten mit ihren prall gefüllten Geldsäcken, einen größeren Einfluss haben, als absaufende Eisbären, schmelzende Gletscher oder steigende Meeresspiegel. Die Wirtschaft ist an einem umfassenden Umweltschutz aus naheliegenden Gründen wenig bis garnicht interessiert. Erstens kostet er Geld, das dann eben beim Gewinn fehlt und zweitens sorgt er angeblich dafür, dass die davon betroffenen Unternehmen nicht mehr konkurrenzfähig sind. Und spo kommt man zu dem Schluss…

…“die Klimapolitik ist im Würgegriff der Bürokraten“, kritisierte Böhringer. Er plädierte dafür, den Markt stärker zu nutzen. Der Emissionshandel sei das richtige Instrument. Dabei entsteht der geringste Wohlstandsverlust, weil genau jene Unternehmen und Wirtschaftsbereiche ihre Produktion verringern, die hohe Emissionen und hohe Vermeidungskosten haben. Der Zwang zum Kauf von CO2-Zertifikaten treibt den technischen Fortschritt an und fördert Investitionen, um Emissionen zu reduzieren.

Für mich persönlich stellt sich dieses Problem ein wenig anders dar. Ich glaube, dass alles, was man nach einem Wert in Dollar oder Euro bewerten und beurteilen kann, auch gehandelt werden kann. Soweit würde mir wahrscheinlich sogar die FAZ zustimmen. Was aber einen pekuniären Wert hat, das wird auch auf dei ein oder andere Weise verkauft, wird zum Ziel von Spekulation und kurzfristigen Gewinnmitnahmen. Länder in finanzieller Not könnten sich gezwungen sehen, oder vielleicht auch gezwungen werden, ihre Anteile beispielsweise am Regenwald, CO2-Emissionen, die Meere, Rohstoffe und was auch immer an Spekulanten und/oder Konzerne zu verkaufen. Und was geschieht dann? Holzkonzerne zum Beispiel könnten Regenwald billig erwerben (wie sie es heute schon mit den Lizenzen zum Holzeinschlag tun, indem sie korrupte Beamten bestechen und Regierungsstellen schmieren) um diesen dann abzuholzen und zu Gartenmöbeln verarbeiten. Wer will sie daran hindern, wenn sie Eigentümer des Waldes sind? Alles was gehandelt wird, lädt zu Spekulation und zum Betrug ein. Die Finanzkrise, die wir angeblich bereits überwunden haben, ist ein „wunderschönes“ Beispiel. Glaubt wirklich jemand, die von Gier zerfressenen Bankster, die das gesamte Bankensystem mit ihrer Zockerei fast in den Ruin getrieben haben, würden vor der Umwelt oder dem Schutz der Atmosphäre haltmachen? Sobald die Preise für Zertifikate steigen, sobald der regenwald einen wirklichen Wert darstellt, wird er zum Ziel von hemmungsloser Spekulation werden. Die Atmosphäre interessiert nur, wenn man an den CO2-Zertifikaten Gewinn machen kann und zwar je mehr desto besser!

Sind wir bereit oder besser, sind wir in der Lage, diese Spekulationen zu verhindern und notfalls aberhunderte von Milliarden Dollars und Euros in ein marodes Zertifikatshandelssystem zu pumpen, wenn das Klima umkippt? sicher nicht! Aber den Spekulanten schmeissen wir es gern hinterher, damit sie – kaum ein Jahr nach dem Beinahezusammenbruch (oder der Fast-Kernschmelze, wie Steinbrück es formulierte), kennt die Gier des kapitalistischen System keinerlei Grenzen mehr. Nichts gelernt aus den Fehlern, oder sie bewusst ignoriert, frei nach dem Motto, wir fressen jetzt Kreide, bis die Krise vorbei ist und dann schneiden wir uns wieder ein Stück aus dem Kuchen heraus? Die andeutungsweise eingeführte Kontrolle durch den Staat, die in den Industrieländern mit den milliardenschweren Staatshilfen verbunden war, wir rasch wieder abgeschüttelt (schließlich ist sie nicht nur lästig, sondern hindert die Bankmanager auch daran das zu tun, was sie ihrer Meinung nach am besten tun können – Geld machen!).

Wer das Klima retten will, wer dafür sorgen will, dass es auch in 50 Jahren noch so etwas wie Regenwald auf diesem Planeten gibt, wer unseren Kindern und Enkeln eine lebenswerte Umwelt hinterlassen will, der darf eines nicht tun – die Natur, das Klima, den Regenwald dem Zugriff der Spekulanten ausliefern! Der sogenannte freie Marktwirtschaft – andere sagen schlicht und einfach der Kapitalismus – lässt sich nicht nur nicht kontrollieren und versucht von daher sich jeder staatlichen oder sonstwie gearteten Kontrolle zu entziehen, er will auch alles zu Geld machen und Gewinn erzielen. Liegt der meiste Gewin darin die Luft zu verschmutzen, dann wird es getan. Liegt der vermeintliche Gewinn in der Abholzung des Regenwaldes, dann wird er diesem Streben geopfert ohne Gnade, ohne jede Rücksicht! Das Kapital, der Markt und die Konzerne wirtschaften nur im Eigeninteresse, nie zu Gunsten der Allgemeinheit. Wer sich der Hoffnung hingibt, der Markt reguliere das mit dem Umwelt- und Klimaschutz schon, nur weil ein paar CO2-Zertifikate auf den Markt geworfen werden, der gibt sich einem verhängnisvollen Trugschluss hin. Schließlich hat die Einführung der Strombörse in Leipzig auch sehr rasch dazu geführt, dass die Preise manipuliert und die Strommengen künstlich verknappt wurden, um den Preis hoch zu treiben!

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Porsche nagt am Hungertuch…

…und wir sollen jetzt Mitleid haben mit diesem arroganten Gesindel?

Das ist ein klein wenig zu viel des Guten, finde ich. Was Josef Ackermann bei der Deutschen Bank, ist Wendelin Wiedeking bei Porsche, ein großspuriges Großmaul, dass sich die eigenen Taschen derart großzügig füllte, dass jedem Normalsterblichen die Augen übergehen würden, wenn er solche Zahlen auf seinem Kontoauszug entdecken würde. Nur damit das niemand vergisst. Dieser Herr hat im Jahr 2008 das durchaus stolze Sümmchen von 100 Millionen Euronen eingesteckt (Artikel „Der Durchstarter“ vom 28.12.2008 auf tagesspiegel.de)! Porsche machte 2008 einen Gewinn von 8,7 Milliarden Euro, bei einem Umsatz von lediglich 7,5 Milliarden. Wie das geht fragt Ihr Euch? Ganz einfach. Man nehme einen als genial bezeichneten und ziemlich skrupellosen Finanzchef namens Holger Härter und lasse ihn machen. Dank der lauthals angekündigten Übernahme von VW durch Porsche, waren die VW-Aktien, von denen Porsche bereits ein sattes Kontingent besaß, plötzlich einen Wert von über 1.000 Euro – pro Stück! So einfach ist dass, reich werden durch Spekulation.

Leider ist es aber nun mal so, dass sich nicht nur die Banker in nahezu sämtlichen deutschen Geldhäusern (ein krasses Beispiel: „Finanzmarktkrise: Die HRE und das 900-Milliarden-Risiko“, Artikel auf spiegel.de vom 5.10.2008)  mit ihren hochriskanten Anlagen und Schrottpapieren verzockt und einen großen Teil der Konzern- und nach den milliardenschweren Rettungspaketen und Hilfsaktionen auch des Steuerzahlers durchgebracht haben. Auch Porsche, mit seinen hochkarätigen und über jeden Zweifel erhabenen Spezialisten an der Spitze, steht nun im neuen Jahr mit leeren Händen da. Nein, ich lüge! Porsche steht sogar mit mehr als 9 Milliarden Euro Schulden da, weil man nicht nur die Übernahme von VW gründlich vergeigt, sondern sich vollkommen überhoben hat. Für mich sieht das aus der Ferne schlicht und einfach so aus, dass die Manager jedes Maß und jede Kontrolle – vor allem über sich selbst – verloren haben. Und jetzt halten sie allen ernstes die Hand auf? Ganz so, wie Opel, BMW („Porsche und BMW – Autokonzerne spekulieren auf Staatshilfe“, Artikel auf sueddeutsche.de vom 17.5.2009), General Motors, Chrysler, sämtliche Banken, Schaeffler („Hoffen auf Staatshilfe: Schaeffler erkauft sich Stütze mit Stellenabbau“, Artikel auf WeltOnline vom 12.5.2009) und was weiss ich noch wer?

Vom Größenwahn getriebene und offenbar völlig beratungsresistente Großunternehmer und Manager versuchen die Kassen des Staates zu plündern, dessen Einmischung sie sich bis vor kurzem mit der Begründung verbeten hatten, der Staat sei nicht der bessere Unternehmer! Das ist wohl wahr. Aber besonders gut waren die Unternehmer ja auch nicht, sonst würden sie heute nicht finanziell auf dem Zahnfleisch kriechen, oder? Und, das kommt noch erschwerend hinzu, wenn der Staat schon das Geld seiner Bürger in marode Unternehmen stecken sollte, dann hat er nicht nur das verdammte Recht, sondern auch die Pflicht, Einfluss auf die Entscheidungen zu nehmen, die für die Zukunft gefällt werden müssen! Die einzigen, die – neben dem steuerzahlenden Bürger – Opfer werden bringen müssen, um den in der Scheisse steckenden Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen, sind die Beschäftigten. Leider/Gott sei dank liegen sie nach der Entlassung nicht mehr den Unternehmen auf der Tasche, sondern ebenfalls dem Staat und den Bürgern.

Es ist schon erstaunlich, wie schnell aus den eifrigsten Verfechtern des Kapitalismus und der sogenannten freien Marktwirtschaft arschkriechende und um Geld bettelnde Bittsteller werden können. Warum machen wir jetzt nicht mal richtig einen auf Kapitalismus? Porsche kann seine 9 Milliarden Schulden nicht Schultern? Pech gehabt, so ist das nun mal. Hypo Real Estate braucht nochmal 110 Milliarden frisches Geld? Na und, macht den Laden dicht! Zu viele Autokonzerne produzieren zu viele Autos, die der Kunde nicht will und die Umwelt nicht braucht? Tja Leute, das war´s dann ja wohl! Der Markt bereinigt sich schon selbst – so die Auffassung der Erzkapitalisten aus der Wirtschaft. Der Staat aber hat Angst vor noch mehr arbeitslosen Wählern. Die Manager dagegen fürchten um ihre fetten Bankkonten. Aber warum eigentlich? Wo Unternehmen kaputt gehen, entstehen gleichzeitig neue – sagt der Kapitalismus. Aber die Pfeifen aus der Wirtschaft sehen das etwas anders – Kapitalismus ja, aber nicht mit uns und nicht in diesem Fall, schließlich sind wir systemrelevant!

Bis heute vermisse ich eine Presseerklärung vom scheinheiligen Wendelin, in der er die Rückerstattung von 100 Millionen Euro wegen eigener Unfähigkeit ankündigt. Schade! Aber da ist wohl mal wieder der Wunsch der Vater des Gedankens, wie so oft!

weiterführende Links:

  • Finanzkrise (Artikel auf Wikipedia)
  • Porsche: Wenn Luxus um Stütze bettelt (Artikel auf FAZ.NET vom 18.5.2009; Porsche stellt, umwelttechnisch gesehen, die größten Dreckschleudern in ganz Europa her. Was mit einem einzigen Porsche Cayenne in die Luft geblasen wird, reciht für einen kompletten Fuhrpark knuffiger Fiat 500 aus. Allein aus diesem Grunde haben Fahrzeuge vom Schlage eines 911er, Cayenne, oder gar dem neuen Panamera eigentlich keine Daseinsberechtigung mehr. Dienen sie doch vorzugsweise als Schwanzverlängerung für impotente Pseudodynamiker vom Typ „was-bin-ich-doch-für-ein-toller-Hengst-und-schau-mal-was-ich-mir-alles-leisten-kann“).
  • Autobauer in Not – Porsche und das Gespenst der Insolvenz (Artikel auf sueddeutsche.de vom 23.5.2009; so was nennt man wohl „an die Wand gefahren!“).

Dauerhaftes Wachstum, gibt´s das überhaupt?

Das, was sich mancher insgeheim selber schon gedacht hat, wird jetzt in einem Artikel auf taz.de (vom 1.2.2009) unter der Überschrift „Wuppertal-Institut-Forscher über Finanzkrise – Stetes Wachstum ist nicht möglich“ offenbar bestätigt: Dauerndes Wachstum ohne Grenzen ist nicht möglich! Ist eigentlich logisch. Jeder Markt, auf dem man seine Geschäfte tätigt, gleich welcher Art sie auch sein mögen, ist irgendwann gesättigt! Und dann? Ein kleiner Krieg vielleicht, um die Nachfrage zuerst nach Waffen und dann beim Wiederaufbau nach allen anderen Waren und Produkten zu steigern? Lest Euch mal diesen Artikel durch. Aufmerksam gemacht hat mich Offenbacher auf Twitter, der sehr auf Nachhaltigkeit bedacht ist. Seine Tweeds und Links sind sehr lesenswert!

Hilfe für „notleidende Banken“ und kein Ende!

Focus-Online schreibt am 23.1.2009 unter „Schutzschirm: Regierung will Hilfe für Banken verlängern“, unser Bundesbeutelschneiderfinanzminister Peer Steinbrück wolle die Frist für Garantien des staatlichen Banken-Rettungsfonds SoFFin (was für eine blöde Abkürzung, wer die erfunden hat, der gehört mit einer nassen Socke verprügelt!) von 3 auf 5 Jahre verlängern. So weit so gut – oder auch nicht gut. Weiter offen sei aber, wie Banken von „faulen Wertpapieren entlastet werden“. Es geht – mal wieder – um mehrere hundert Milliarden Euronen.

Ehrlich gesagt, ich habe immer noch Verständnisprobleme mit dem ganzen Zeug, dass da Tag für Tag auf uns ein prasselt. Wenn ich das mal kurz und schmerzhaft zusammenfassen darf, so wie ich das sehe:

  1. Banken in den USA vergeben Kredite an nicht kreditwürdige Kreditnehmer, damit Menschen die es sich nicht leisten können, sich Häuser (oder auch schicke SUV als Zweit- oder Drittwagen für Frau und Kinder) kaufen können, die eine oder auch zwei Nummern zu groß für ihre Verhältnisse sind!
  2. Da sie dafür einen Haufen Zinsen nehmen, lohnt sich das Geschäft offenbar, selbst wenn einige der mit dem geliehenen Geld „beglückten“ Menschen die Kredite nicht mehr bedienen können (aus welchem Grund auch immer). Die auf Pump gekauften Häuser und Autos werden dann eben wieder eingesammelt und an den nächst besten Deppen Kunden zu den gleichen Konditionen weiterverkauft.
  3. Weil die US-Banken aber auch andere Institute rund um den Erdball an dieser wunderbaren, sich selbst erhaltenden Geldmaschine teilhaben lassen wollen, verkaufen sie die „faulen“ Kredite, wie das so üblich ist, einfach an andere Banken weiter, freilich ohne denen zu sagen, dass mit einem kurzfristigen Ausfall der Kredite zu rechnen ist – und es hat wohl auch niemand so genau danach gefragt.
  4. Banken in Europa ud anderswo auf der Welt kaufen sich also großzügig ein, weil die US-Wirtschaft brummt und ein Ende „absolut nicht abzusehen“ ist! Und weil das alles noch nicht genügt, deckt man sich mit hochspekulativen Wertpapieren oder – was auch immer – ein, dass einem normalen Menschen die Augen tränen, emmitiert selber Finanzprodukte, über deren Folgeverpflichtungen nicht einmal mehr die Erfinder einen genauen Überblick haben und hofft…oder betet vielleicht auch, dass das ewig so weitergehen wird wie bisher!
  5. Es geht nicht so weiter! Der US-Immobilienmarkt bricht wegen der ungezählten „faulen“ Kredite zusammen, als die Wirtschaft eben nicht mehr so brummt wie bisher und ruckzuck hat jede, aber wirklich jede Bank ein paar Milliarden abzuschreiben!
  6. Während jetzt die hochbezahlten Banker, die Spezialisten unseres Geldes, die von Wirtschaft und vom Bankwesen verstehen, was es zu verstehen gibt, die bestens, ja vorzüglicvh ausgebildet und hochbezahlt sind, merken, dass sie in der Realität ankommen,  erhebt sich ein Geschrei nach der Hilfe des Staates, dass mir echt übel wird. Ausgerechnet jene Banker, allen voran der liebe Herr Ackermann, die sich schämen würden, wenn sie staatliche Hilfen in Anspruch nehmen müssten, schreien am lautesten nach dem Staat und damit dem Geld des Steuerzahlers, obwohl sie sich noch kurz vorher vehement jede staatliche Einmischung in ihre Geschäfte auf´s heftigste verbeten hatten. Aber man kann seine Meinung ja auch mal ändern besonders, wenn´s darum geht, den eigenen Arsch zu retten!
  7. Und der Staat gibt, ohne wenn und aber. Ohne mit der Wimper zu zucken werden mal eben zig Milliarden hingeblättert, die dann niemand haben will, weil mit einigen Auflagen verbunden. Nur die Hypo Real Estate (toller Name für ´ne Geldverbrennungsmaschine) und langt ein um´s andere mal in den Topf ´rein um sich zu bedienen! Ich will´s mit meiner Aufzählung mal hier bewenden lassen. Sicher liege ich völlig falsch mit meinen Vermutungen. Sicher konnte niemand in den Vorstandsetagen der Banken auch nur ahnen, was sich da anbahnte. Sicher hat es nie und nirgends kriminelle Energien beim verzocken der Kundengelder gegeben. Alle taten alles nur aus lautersten Motiven und das die böse Weltwirtschaft den „notleidenden Banken“ (übrigens zum Unwort des Jahres 2008 gewählt) einen solch üblen Streich spielen würde, wer hätte das gedacht? Die Banker jedenfalls nicht!

Sind bisher Köpfe gerollt? Ich meine das jetzt nicht im Wortsinn! Aber hat schon einer der Banker seinen Job wegen Unfähigkeit verloren? Musste einer gehen, weil er das Geld der Bankkunden mit hochspekulativen Wertpapiergeschäften verzockt und verscheudert hat? Ist mir nicht bekannt! Jedem Menschen, der – unverschuldet oder nicht – in eine finanzielle Schieflage gerät, wird in die Schuldknechtschaft getrieben und von Inkassounternehmen bis auf´s Mark ausgesaugt und wenn´s gut geht kann er nach beantragter Privatinsolvenz innerhalb von 7 Jahren schuldenfrei werden (in diesen 7 Jahren muss er allerdings Monat für Monat den pfändbaren Teil seines Einkommens zur symbolischen Schuldentilgung abführen, denn die Zinsbelastung wächst meist schneller als die Schulden abbezahlt werden können!). Die Banken kriegen Milliardenbeträge in die breiten Ärsche geschoben und machen gerade so weiter wie bisher!

Das ist jetzt meine eigene Sichtweise der Dinge! So stellt sich mir das ganze Desaster der Finanzkrise dar. Und wenn von euch mir jemand erklären kann, ob und warum das gerecht ist, was da passiert, der möge mir das bitte erklären!

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Die Banken- oder Finanzkrise!

Was Ihr und ich schon immer insgeheim vermutet haben, dieses Video von attac, das ich bei Earthship Austria gefunden habe, bestätigt es:

nicht erst seit gestern versuchen die Banken uns über den Tisch zu ziehen. Das Prinzip funktioniert schon so lange, wie es überhaupt Banken gibt. Sie machen aus Dingen, die ihnen nicht gehören Geld (in Form von Zinsen!) und wenn sie sich – wie erlebt – so richtig verzocken, weil sie in ihrer Gier jede Hemmung verlieren, dann muss eben der Steuerzahler in die Tasche greifen um den „Nieten in Nadelstreifen“ aus der Scheiße zu helfen! Und die Politik, mit ihren „honorigsten“ Vertretern in den Aufsichtsräten und Vorständen der Banken präsent und mit deren Überwachung betraut, findet dies absolut richtig!

Verzockt Ihr mal Euer Geld in der Spielbank, oder schmeißt es gleich zum Fenster raus! Danach geht zu Eurer zuständigen Regierung und sagt ihnen: Hey Leute, wir haben keine Kohle mehr, wir haben uns eben verzockt, aber die Schuld tragen die Leute, die uns dazu verführt haben. Nun ist das Geld leider weg, aber ihr wollt doch nicht, dass wir uns andere ihre Arbeit verlieren, oder? Also gebt uns Geld, damit wir nicht pleite gehen, kauft uns die beschissenen Hypotheken und Fondpapiere ab, die nichts mehr wert sind (oder es auch noch nie waren!) und wir fangen einfacvh noch mal von vorne an. Aber bitte: „Haltet euch aus unseren Geschäften raus, denn davon habt ihr keine Ahnung!“

Was glaubt Ihr wohl wie die Euch anschauen würden? Vermutlich währet Ihr im Irrenhaus oder im Knast, bevor Ihr Euren Satz hättet beenden können! Aber in der Wirtschaft, besonders in der Finanzwelt, ist das natürlich etwas ganz anderes!

Sonntagsfrage?

Natürlich weiss sogar ich, dass heute Donnerstag ist und nicht Sonntag. Aber bei meinen Flügen durch das Netz, bin ich bei web.de auf das Politbaromenter gestossen. Eigentlich nix neues, aber doch immer wieder interessant zu lesen.

Also war die Frage, wenn Sie wählen würden, wenn am Sonntag Bundestagswahlen wären? Die Antwort erstaunt nicht wirklich.

SPD:  26% (viel schlimmer geht´s nimmer – bald gehören die Sozialdemokraten auf Grund ihrer Sinn- und Identitätskrise zu den unbedeutenden Randerscheinungen der deutschen Politik!)

CDU/CSU: 39% (eine echte Volkspartei sieht anders aus! Vorbei die Zeiten, in denen die Union – wie sie sich damals stolz zu nennen pflegte – bei Wahlen die absolute Mehrheit erringen konnte. Noch Anfang des Jahres lag die CDU/CSU deutlich über 40%. Heute ist die Partei der Schwarzkittel auf jeden Fall auf einen oder gar mehrere Koalitionspartner angewiesen und die Macht zu teilen, das fiel den Damen und Herren noch nie leicht. Aber noch schwerer ist es, der Macht zu entsagen und den breiten, lederpolsterverwöhnten Arsch auf die harte Oppositionsbank zu drücken!)

Grüne: 9% (die Kämpfer für eine ökologische Zukunft dümpeln seit geraumer Zeit unter der 10% Marke. Irgendwie scheinen die Konzepte, so sie denn überhaupt vorhanden sind, nicht sehr überzeugend zu sein! Und dann noch die Koalition mit der CDU in Hamburg? Wenn das mal nicht nach hinten losgeht.)

FDP: 11% (Phönix aus der Asche? Zu Beginn des Jahres bei 8%, jetzt schon bei 11%. Man traut der FDP offenbar einiges zu, besonders in wirtschaftlich schweren Zeiten wie diesen, mit Finanzkrise und Rezession! Die Frage ist nur: wird die FDP bei den nächsten Wahlen lediglich ein Anhängsel der CDU/CSU sein oder ein eigenständiges Profil  besitzen?)

Linke: 10% (es gibt offenbar immer noch Menschen, die die SED-Diktatur für eine gute Sache halten, z. B. Oskar Lafontain mit seinem unsäglichen Geschwafel, dass ihn schon seinen Job bei der SPD gekostet hat. Aber die Roten als Auffangbecken abgewatschter Dummschwätzer, tut was sie tun kann und bietet wirklich jedem Sozialromantiker ein Forum für seine idiotischen Visionen!)

Wen soll man also wählen bei den nächsten Bundestagswahlen, die ja 2009 anstehen? Das weiss ich doch nicht! Und ich werd auch keine Empfehlungen abgeben!

Aber eines hab ich noch, was Euch vielleicht interessieren wird. Ich will das jetzt hier nur erwähnen, um zu verdeutlichen, wie die Politik, insbesondere die Regierung zu den drängenden Problemen der Zeit steht. Und das drängendste Problem derzeit, dürfte der sich unaufhaltsam anbahnende Klimawandel sein. Auf die Frage, „ob angesichts der Wirtschaftskrise die Klimaschutzziele aufgegeben werden sollten, gab es folgende Antworten:

Ja, Korrekturen sind sinnvoll: 24% (dabei dürfte es sich um die sozialen Schichten handeln, die bis gestern noch mit Oberklasselimousinen durch die Gegend rauschten und sich nun um die „Früchte ihrer Arbeit gebracht“ sehen!).

NEIN: 72% (wohl die Menschen, die erkannt haben, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann, denen der Wandel sicher nicht leicht fällt, aber die vernünftigerweise verstanden haben, dass wir etwas tun müssen, wenn wir eine Zukunft auf dieser Erde haben wollen).

Weiß nicht: 4% (da sag ich jetzt mal nix zu. Wer bis heute noch keine Position bezogen hat, der lebt wohl seit geraumer Zeit hinter dem Mond oder wo auch immer. Vielleicht ist es aber auch nur ein Manager in einem Großkonzern der Schwerindustrie oder Energieversorgung, der seinen offensichtlichen Widerspruch zu den Klimaschutzplänen nicht allzu offen zu zeigen wagt!)

Das Handeln der Regierung steht diesem Wünschen ziemlich genau auf der anderen Seite gegenüber. Die Wahlen im nächsten Jahr werfen offenbar ihre Schatten sehr weit voraus. Und die Regierungsparteien wollen sich die sprudelnden Geldquellen für Parteispenden vor dem Urnengang nicht selbst zuschütten so scheint es. Also macht man der spendablen Industrie in vorauseilendem Gehorsam haufenweise Zugeständnisse! schließlich soll man nicht auf die Hand scheißen (oder wie hieß der Spruch doch gleich?), die einen füttert, nicht wahr?