Marie, da liegt n toter Fisch im Wasser, den mach ma hie…

Nun, es scheint so, als sei es mit dem Müll in den Meeren genauso wie beim Rennen zwischen Hase und Igel! Wenn die Forscher hinkommen, is der Dreck schon da – genau wie in der Politik! Aber machen wir uns nichts vor. Natürlich is nicht nur die Politik Schuld an diesem Desaster, sondern vor allem der Mensch. Einmal als Unternehmer, der diesen Plastikscheiss herstellt und verscherbelt, um Profit zu machen und dann als rücksichts- und gedankenloser Verbraucher, der seinen Müll in der gegend verteilt, ohne Rücksicht auf Verluste.
Nun wissen wir ja nicht erst seit gestern, dass unsere Meere immer mehr verdrecken und dass die darin lebenden Tiere unter dem Dreck nicht nur leiden, sondern daran verrecken, weil sie nicht in der Lage sind, ihre Nahrung von dem Dreck drumherum zu unterscheiden! Bei allem respekt vor Eurer Forschertätigkeit, was habt Ihr denn gedacht, wo der ganze Kunststoffmüll bleibt?

Daneben nehmen die Fischbestände immer mehr ab, weil rausgeholt wird, was die Netze aufnehmen und das von allen, die sich dazu berufen fühlen und weils so schön ist, subventionieren die Staaten das Treiben mit Abermmillionen Euronen – wegen der Arbeitsplätze und so und weil man Angst vor dem Zorn der Wähler hat.
Und was macht man, wenn nichts mehr drin is in den Meeren? Höert man dann auf zu subventionieren? Verzichtet man dann auf die Wähler? Warum, zum Geier subventioniert man die Fischereiflotten nicht, damit sie hinaus fahren und den Dreck einsammeln??? Das wäre mal eine sinnvolle Subventionierung zum Nutzen von Mensch und Umwelt. Die Fischbestände hätten etwas Zeit, sich zu erholen und zwischenweitlich könnte man sich in vernünftigen Diskussionen einigen, wie man die Fangquoten so festlegt, dass ein gewisses Mass an Nachhaltigkeit berücksichtigt wird?
Und was macht die EU? Die überlegen lieber, wie man die Plastiktüten verteuern kann, damit die Verbraucher sie nicht mehr kaufen, oder sie versuchen den Mist zu verbieten, vielleicht, wenn die Lobby nicht mal wieder wie so oft zu mächtig ist und der Dreck, der in den Meeren drinne ist, der kann drinne bleiben, weil der kommt ja nicht von uns (wenn man so die Kommentare unter dem Artikel aus (un)berufenem Munde so liest und die einem den Brechreiz ins Gesicht treiben können. Heiliger Sankt Florian, verschone meinen Ozean, denn die in Asien und Afrika sind Schuld!
Und wer machts ihnen vor? Na wir, die Menschen aus den reichen westlichen Ländern, die sich die Erde untertan gemacht haben und mit ihrer „Geiz-ist-geil-Mentalität“ und „bei-uns-gibts-sowas-nicht-aber-die anderen-sind-die-Bösen-Einstellung“ die Nachbarschaft auf dieser Erde beglücken…

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Fischer´s Fritz fischt frische Fische…wenn er welche findet!

Greenpeace berichtet am 19.12.2008, bei der Festlegung der Fangquoten für das Jahr 2009, seien mal wieder über die Köpfe von Wissenschaftlern und vor allem Umweltschützern hinweg, die Interessen der Fischindustrie einseitig begünstigt worden. Im nächsten Jahr darf 1/3 mehr Dorsch und Kabeljau gefangen werden als 2008. Damit hat man sich einmal mehr über die Bedenken der EU-Kommission hinweg, die erklärt hat, dass in Europa 88% der Fischbestände überfischt seien. Weltweit trifft dies auf 25% der Fischbestände zu!
Damit hat der europaweite Lobbyismus ein weiteres mal einen glorreichen Sieg über die Vernunft, den Umweltschutz und die nachhaltige Fischerei errungen – zu Gunsten kurzfristiger Gewinne! Mal sehen, wie groß dass Geschrei der Fischindustrie in der Zukunft sein wird. Denn irgendwann wird man feststellen, dass die Netze trotz immer höherer Fangquoten immer leerer bleiben werden, weil einfach nix mehr da ist, um es aus dem Meer zu fangen!
Da sich die Politik – wie immer eigentlich – schwer tut, wenn es um den Umweltschutz und damit die Zukunft der Bürger und deren Ernährung geht, sollte der Verbraucher durch sein Kaufverhalten Einfluss auf die Supermärkte nehmen! Wie das geht, zeigt Greenpeace mit dem Artikel „Supermarktranking Fisch 2008: Der Handel bewegt sich“ (vom 16.12.2008). Hier auch gleich der Link zum Hintergrundpapier „Infoblatt Supermärkte im Vergleich“ (Hier gibt es Informationen welche Supermarktketten sich, der Vernunft beugend, in richtung nachhaltiger Fischerei bewegt haben – seit 2007 – und welche eben nicht. Besonders beschissen schneiden in dem Ranking die Ketten Netto, Kaiser´s/Tengelmann, Bünting, Aldi Nord und natürlich die Metro-Gruppe ab. Deren Angebote haben sich im Gegensatz zu ihren Konkurrenten von Norma, Kaufland, Aldi Süd, Rewe und Lidl verschlechtert. bei Edeka hat sich überhaupt nichts bewegt, hier wird sogar noch immer Dornhai verkauft!
Also! zeigt den Händlern, wer in ihren Läden wirklich das Sagen hat – der Kunde und das seid Ihr! Lasst den Mist in den Kühlregalen liegen, den sie Euch anzudrehen versuchen und greift auf Produkte aus nachhaltiger Fischerei zurück. Dass die auch kostengünstig sein können, zeigt ja eben Aldi Süd, oder auch Lidl.

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