The Art of Monkeywrenching

Ja, es ist eine Sache, ob man Recht hat, oder ob man Recht bekommt. In aller Regel ist es in unsererkapitalistischen und vom Geld geprägten Gesellschaft so, dass meist jener Recht bekommt, der sich den besten Anwalt leisten kann und nicht derjenige, der das Recht auf seiner Seite hat.

Wir sollten uns nichts vormachen. Selbst wenn in irgendwelchen Gesetzen in wunderbaren, schön gesetzten und nahezu unverständlich formulierten Sätzen das Recht auf eine saubere Umwelt, eine saubere, geschützte Natur, gesunde Luft, reines Wasser und der Schutz vor Giften und Verschmutzung festgehalten wurde, genießen in unserem System immer wirtschaftliche Interessen den Primat über Menschenrechten. Nicht umsonst nehmen Wirtschaftsverbände mit Hilfe von hochbezahlten und eloquenten Lobbyisten besonders Ernst, um Einfluss auf alle Entscheidungen zu nehmen, die ihre Interessen irgendwie gefährden könnten.

Jeder hat schon mitbekommen, dass Ministerien sich nur allzu gerne, von der Wirtschaft bezahlte Mitarbeiter als ins Haus holen, damit diese ihnen die ungeliebtesten Arbeiten abzunehmen. Dazu gehört auch und vor allem die vermaledeite Arbeit, Gesetze zu formulieren. Der MInisterialbeamte weiß nicht nur nicht, wie der das bewerkstelligen soll, der Lobbyist befürchtet, dass die Gesetzestexte nicht den Erwartungen seines Auftraggebers entsprechen und darum formuliert man die gewünschten Texte außer Haus, um sie dann, mit treuherzigem Augenaufschlag den gestressten Ministerialen zur Verfügung zu stellen. Ganz uneigennützig und nur und ausschließlich im Interesse der Gesellschaft und getragen von der sozialen Verantwortung der Großkonzerne gegenüber dieser Gesellschaft.

Und dann kommt, was kommen muss. Ohne das nötige Verständnis und meist auch ohne die notwendige Aufmerksamkeit gegenüber möglichen Fallstricken in den juristisch ausgefeilten Texten, reicht man diese an die Minister weiter, welche sie dann in die Gesetzgebung einfließen lassen, möglichst unauffällig (und zu Zeiten, zu denen ihnen nur wenig Aufmerksamkeit sicher ist) wo sie dann meist ohne Wenn und Aber durchgewunken werden. Kommt dann dennoch mal der Verdacht auf, es könnte sich um Gesetze handeln, die nicht nur den eigentlichen Sinn und Zweck umkehren und einseitig Wirtschaftsinteressen bevorzugen, findet sich immer ein gut geschmierter Vertreter der Regierung, der sich mit Verve für die Konzerne in die Bresche schmeißt und die Interessen der Wirtschaft mit vorgefertigten, auswendig gelernten Argumenten vertritt.

Ganz genauso und besonders extrem laufen diese Verfahren dann ab, wenn es um Umwelt- und Gesundheitsschutz der Bevölkerung geht. Nehmen wir zum Beispiel das Fracking, wobei unter Einsatz jeder Menge Chemie, Energie und hohem Druck unterirdische Gas- und Ölvorkommen ausgebeutet werden sollen – natürlich mit möglichst geringen Kosten für die daran beteiligten Konzerne und mit möglichst vielen Ausnahmeregelungen, die die Rechte der Bevölkerung drastisch einschränken. Freilich hat man schon in den USA deutlich gesehen, wohin das Fracking ohne Grenzen führt, aber das interessiert hierzulande niemanden. Etwa dass das Grund- und Trinkwasser verseucht wird, weil die paar unbedeutenden Regelungen einfach nicht eingehalten und im Übrigen auch so gut wie garnicht kontrolliert werden. Weil die Betroffenen nachweisen müssen, dass und welche Unternehmen warum Schuld sein sollen. Weil Wasser aus Wasserhähnen kommt, dass man anzünden kann. Weil Menschen in den Gebieten, in denen Fracking betrieben wird, „aus unerklärlichen Gründen“ erkranken und sterben, genauso wie Vieh auf den Weiden, dass aus Bächen oder Seen Wasser trinkt!

Der Versuch, sich dagegen zu wehren, führt meist binnen kurzer Zeit zum völligen Ruin derer, die den Aufstand gegen die mächtige Lobby und die Regierungen wagen, mit denen sie um Bunde stehen. So wird also von allen Seiten verschwiegen, vertuscht und geleugnet, bis die Betroffenen tot oder fort gezogen sind und mit den Spätfolgen ihrer oft schweren Erkrankungen so zu kämpfen haben, dass sie den Widerstand aufgeben. Die Interessen der Natur, der Umwelt, der Wildtiere vertritt sowieso niemand. Ab und zu protestieren vielleicht ein paar umweltbewegte Idealisten, die man gern als Ökospinner bezeichnet, meist aber sogar als Kommunisten (denn die sind ja immer an allem Schuld) verunglimpft, weil sie die rechte der Allgemeinheit gefährdet sehen und gegen die Allmacht der Konzerne ankämpfen.

Aber was soll man tun, wenn man mit seinen beschränkten, friedlichen Mitteln einfach nicht weiter kommt? Was hat man für Möglichkeiten, sich gegen die Ungerechtigkeiten zur Wehr zu setzen und den Konzernen das Leben schwer zu machen? Zunächst einmal muss man sich organisieren, am Besten dezentral und möglichst breit aufgestellt. Graswurzelbewegung heisst das Schlagwort. Und wie Gras wächst und sich ausbreitet, unterirdisch und unbemerkt, können solche Bewegungen wachsen und am Ende werden sie zur Graswurzelrevolution – hoffentlich.

Wir können uns auch noch gut an die Anti-Atomkraft-Bewegung erinnern, die in Wackersdorf auf die Barrikaden ging, die gegen das Kernkraftwerk in Wyhl kämpften, gegen Atommülltransporte und gegen die Startbahn-West in Frankfurt. Die Menschen standen auf gegen die Stationierung von Atomraketen in Deutschland und Europa. Die Protestbewegung hat eine lange und kämpferische Geschichte! Und immer kämpfte sie nicht nur gegen das Unrecht und die Großkonzerne, die von der Willfährigkeit der Politik profitierten, sondern auch gegen die Politik selbst, die die Protestbewegung kriminalisierte, dämonisierte und mit Repression malträtierte. Immer und seit dem Anfang der Bundesrepublik standen die jeweiligen Regierungen auf Seiten und in Diensten der Wirtschaft und ihrer Interessen. Manchmal mehr, manchmal weniger. Meist aber mehr, so wie heute!

Darum muss der Kampf gegen die Profiteure der Umwelt- und Naturzerstörung auf allen Ebenen und mit fast allen Mitteln geführt werden! Guerilla Gardening in den Städten, Graffiti (am Besten mit Moos-Graffiti, das ist umweltfreundlich und lässt sich von den benutzten Oberflächen wieder ohne Probleme entfernen). Natürlich kann und will ich hier nicht der Gewalt das Wort reden, weder gegen Dinge, noch erst Recht gegen Menschen. Aber man kann sich über Aktionen informieren, mit denen man die Aktivitäten weitgehend, oder doch teilweise unterbinden kann, die Mensch und Tier gefährden, schädigen und krank machen, deren Lebensräume zerstören und Umwelt und Natur verschmutzen. Manchmal ist ein wenig Nachhilfe nötig. Ein wenig Druck. Informiert Euch hier…

Ecodefense: A Field Guide to Monkeywrenching

…was ihr alles tun könnt. Und ich betone nochmals eindringlich, sich keiner illegalen Aktivitäten zu bedienen, um unsere Ziele zu erreichen. Damit schadet man unserer Sache. Aber es gibt genug Aktionen, die man durchführen kann, um sich gegen die Konzerne zur Wehr zu setzen, die Aufmerksamkeit erregen und mehr Menschen für den Kampf gegen die totale Ökonomisierung der Welt zu mobilisieren. Wer möchte kann den Field Guide ausdrucken und an Mitstreiter verteilen. Der Link darf auch geteilt werden, um zu verhindern, dass die Informationen irgendwie verloren gehen. Besonders gefragt dürfte der Field Guide in Ländern sein, die unter einem totalitären Regime zu leiden haben. Also macht was daraus!

Der Ausverkauf der Menschenrechte?

Heute ist der 22. März. Genauer gesagt, der 22. März 2013, wobei die Jahreszahl eher von untergeordneter Bedeutung ist, in diesem Fall immerhin. Warum dieses Datum von Bedeutung ist? Ganz einfach, es ist der Tag des Wassers!

Wasser, sauberes Trinkwasser, ist ein Menschenrecht! Sagen die UN – allerdings auch erst seit drei Jahren! Wasser ist überlebenswichtig für alle Menschen, für die Tiere auch und nicht zuletzt, für nahezu die gesamte belebte Natur! Trotzdem hat ein großer Teil der Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser!

Tausende Kinder sterben jeden Tag an Durchfallerkrankungen, Millionen Menschen leiden weltweit an Infektionserkrankungen, die durch verschmutztes Trinkwasser übertragen werden. Sogar bei uns in den „zivilisierten“ westlichen Ländern Europas und Nordamerikas wird sauberes Wasser immer knapper, weil die Menschen es vergeuden, verschleudern, verdrecken und verschmutzen! Drogen, Medikamente, Psychopharmaka, Chemikalien, Schmutz und Unrat, all das findet sich in immer größeren Mengen in unseren Trinkwasserreservoiren und was noch an sauberen Quellen vorhanden ist, das wird, weltweit versteht sich, zur profitorientierten Ausbeutung einigen wenigen Großkonzernen überlassen!

Wasser ist ein Menschenrecht, so heisst es, trotzdem muss ein Großteil der Menschheit auf sauberes Wasser zum Trinken und zum Waschen verzichten, weil sich die wichtigsten Quellen bereits in den Händen großer Konzerne befinden. Und wie wir wissen, haben große Konzerne sicherlich sehr viel. Sehr viel Geld zum Beispiel, daraus folgernd noch mehr politischen Einfluss und einen unaufhörlich steigenden Profit aus dem sich verknappenden Gut Wasser!

Wer kein oder nicht genug Geld hat, um sich Wasser in Plastikflaschen von den Konzernen zu kaufen, der muss saufen, was so herum schwimmt, in den verdreckten Flüssen und Seen. Der kann sich am verschmutzten, salzigen Meerwasser laben, oder die Brühe aus Abwässern, Kläranlagen und Fäkalgruben trinken. Darin sehen viele Politiker, besonders wenn sie konservativ oder liberal sind, keinerlei Widerspruch. Für sie geht das wunderbar zusammen – Wasser als Menschenrecht, dass man sich kaufen muss, oder eben darauf verzichten!

Der Konzern, der sich neben sogenannten „Lebensmitteln“ auf die Kontrolle von Trinkwasserquellen und den Verkauf des abgefüllten Trinkwassers spezialisiert hat, ist das schweizerische Unternehmen Nestlé! Seine Strategie zielt eindeutig auf die Kontrolle sämtlicher verfügbarer Trinkwasserreserven ab! Und tatsächlich finden sich immer wieder genug Politiker, die nicht das Geringste dabei finden, die Trinkwasservorräte zu „privatisieren“ und sie der Gier der Konzernmanager zu opfern!

Wird das Trinkwasser priovatisiert, wird es immer und zwangsläufig teurer. Gleichzeitig sinken Qualität und Reinheit, denn Investitionen in das Leitungsnetz schmälern den Profit! Konzerne übernehmen also in der Regel Leitungsnetze, die mit dem Geld der Allgemeinheit durch den Staat gebaut wurden und verdienen sich damit dumm und dämlich! Die Politiker, die dies zulassen sind auch dumm und dämlich, weil sie behaupten zu glauben, Wasser würde erst dann maßvoll und sinnvoll konsumiert, wenn es einen kostendeckenden Preis habe!

Genauso wie Politiker, die für die Privatisierung sind, haben Konzerne und ihre Manager keinerlei Gewissen. Sie sind profitorientiert und belasten scih nicht mit so überflüssigen Dingen, wie sozialer Verantwortung.

Trinkwasser zu gewinnen und der Gesellschaft in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen, ist eine DER wichtigen Aufgaben des Staates. ebenso wie die Kontrolle von Infrastruktur zur Versorgung der Menschen mit Energie, die Verkehrsinfrastruktur und dergleichen unverzichtbarer Dinge. Dies sind Aufgaben, die der Staat nie privatisieren und Profitinteressen opfern darf!

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Juan Carlos abgesetzt?

Naja jedenfalls als Ehrenpräsident des WWF Spanien. Grund dafür war sein „Jagdausflug“ ins Elefantenschutzgebiet, in Begleitung seiner Jagdflinte und zum Zwecke der Großwildjagd.  Wirklich sauer war man aber ganz offensichtlich nicht, dass der adelige Tattergreis auf Elefantenpirsch ging, sondern weil dies in Zeiten, wo andere, gewöhnliche Menschen Not leiden müssten im krisengeschüttelten Spanien, er nichts besseres zu tun hatte, as seiner Jagdleidenschaft zu frönen.

Das kann man verstehen, muss man aber nicht! Um die Tiere scheint es beim WWF ja keinem zu gehen. Im Gegenteil soll diese Art Freizeitvergnügen ja sogar legal sein. Man schützt die Elefanten vor den bösen Wilderern, damit solch „hochedle“ Herren wie der spanische König sich dem zweifelhaften Vergnügen der Großwildjagd hingeben können? Pech nur, dass er sich dabei seine morsche Hüfte gebrochen hat und auf Staatskosten zwecks Notoperation in die ferne Heimat geflogen wurde. Ansonsten hätte man wohl kaum mitbekommen, mit was die Haute Voleé sich so zu vergnügen pflegt!

 

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Tempel der Gaia goes politics

Alles ist im fluss! Alles entwickelt sich weiter. Ich entwickele mich (hoffentlich) weiter, aber das mögen andere beurteilen. Ich selbst gebe mich der schwachen Hoffnung hin, dass dem so ist und bin weiter guter Dinge. Und da ich mich weiter entwickelt habe in den letzten Jahren, muss sich auch Tempel der Gaia weiter entwickeln, schließlich ist es nicht damit getan, meinem verehrten Leserkreis (dem ich an dieser Stelle auch einmal von ganzen Herzen und in tief empfundenen Mitleid für die aufgebrachte Geduld zu danken habe!) immer nur die selben, sicher sehr wichtigen und überlebenswichtigen Umweltthemen anzubieten. Nein, ich denke, es ist an der Zeit, den Tempel der Gaia ein bisschen mehr für politische Themen zu öffnen, denn die Umweltthemen sind von der Politik nicht zu trennen.

Man mag jetzt vielleicht denken:“Och nööö, ne, nich noch ein politischer Blog!“ Aber es lässt sich wohl nicht vermeiden, jedenfalls für mich nicht. Wenn der ein oder andere Leser das nicht verkraftet und mir nun voller Zorn den Rücken kehrt, dann bin ich deswegen nicht böse und erst recht nicht nachtragend. Nicht jedem kann oder muss das gefallen, was ich schreibe! Manches gefällt mir schließlich selbst nicht! Aber wer es für nötich halten sollte, mir seine Meinung zu schreiben, der kannd das gerne in Form von Kommentaren, oder direkt an meine Email-Adresse tun. Für Anregungen, Kritik und diverse Beleidigungen bin ich immer offen, wer´s übertreibt, wird schon sehen, was er davon hat 😉

Bleibt mir also gewogen oder auch nicht, bleibt aber auf jeden Fall gesund und setzt Euch auch weiter für die Rettung unserer Umwelt, der Natur und dieses wunderbaren Planeten ein, so wie ich das auch tue,

 

herzlichst

Euer andrejo 😀

Was wird aus unserem Klima?

Wer die Nachrichten aufmerksam verfolgt und die richtigen Schlüsse zieht aus dem, was die Agenturen so an nichtssagendem Geschwurbel verbreiten, dem kann, mit Blick auf den Klimawandel, nur noch Angst und Bange werden.

Das, was viele schon vorher wussten (oder wissen konnten, wenn sie sich nur dafür interessierten!), darunter auch wir, die wir die bundesdeutsche Politik kritisch begleiten und immer bestrebt sind, unsere schmutzigen Finger in die offenen Wunden des Kapitalismus und des Neoliberalismus zu legen,tritt nun ganz offen zu Tage – die Bundesregierung, allen voran die liebe Frau BundeskanzlerIn Merkel, scheren sich einen Dreck um unsere Zukunft, interessieren sich nicht die Spur für den Schutz der Umwelt und gehen in ihrem Bestreben, der Wirtschaft willfährig zu dienen und so ihre Macht und ihre Pfründen zu sichern, buchstäblich über Leichen!

Noch sind es zwar „nur“ die Leichen der Menschen in der sog. Dritten Welt, die unter dem steigenden Meeresspiegel leiden, die in Trockenheit und Wassermangel verdursten und im Kampf um die letzten schlammigen Wasserlöcher sich gegenseitig die Kehlen durchzuschneiden bereit sind. Menschen also, die schon heute unter Erosion, Ausbreitung der Wüsten, Waldbränden, Rodung des Regenwaldes, Vergiftung der Flüsse und Seen, Ausbeutung sämtlicher Ressourcen und des Verlustes der Ackerflächen zu leiden haben.

Seit den 80er Jahren ist eine Entwicklung im Gange, die schlimmer ist als die Jahrhunderte der Kolonisierung der welt durch die Völker Europas. Und es zeichnet sich ab, dass neben den Europäern, Russen und Angloamerikanern, auch die „aufstrebenden“ Schwellenländer Indien, China, Brasilien usw. sich ein Stück vom globalen Kuchen abschneiden wollen, bevor nichts mehr da ist!

Anstatt sich zu besinnen und die Weichen für eine Rettung des Klimas zu stellen, anstatt die Wirtschaft zu zwingen, die Ressourcen zu schonen (und das betrifft neben den Rohstoffen vor allem die Energie), die Belastung der Atmosphäre deutlich und nachhaltig (nicht nur während und bedingt durch die Rezession) zu senken. Aber das genaue Gegenteil ist der Fall! die Wirtschaft muss – aus welchen Gründen auch immer – beständig wachsen und expandieren und ist dabei bereit, die gesamte Welt und vor allem die Menschen auf dem Altar des Profits zu opfern!

Zwar sagte schon Martin Luther, er würde heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen, selbst wenn er wüsste, dass morgen die Welt unterginge. Ob er damit gemeint hatte, dass dies auch für die Wirtschaft gilt nach dem Motto…

...“selbst, wenn wir wissen, dass morgen die Welt durch unsere Gier untergeht, so wollen wir heut noch einen ordentlichen Profit erzielen!“…

…darf getrost bezweifelt werden. Dennoch wird nach genau dieser Prämisse gehandelt und die Regierungen, insbesondere die deutsche Regierung, tun alles in ihrer Macht stehende, um diese für uns alle tödliche Gier zu fördern!

Es ist völlig egal, ob die Menschen das wollen, noch was sie überhaupt wollen. Die Politiker sind mittlerweile soweit von den Menschen entfernt, dass sie deren Sorgen und Nöte nicht einmal im Ansatz verstehen können. Sie haben sich so weit von den Realitäten entfernt, dass sie nicht nachvollziehen können, warum sich Menschen durch diese Art der Politik bedroht fühlen! Und das zurecht!

Die Neigung der Konzerne, jede sich bietende Ressource anzueignen und hemmungslos bis zur völligen Erschöpfung auszubeuten, ist eines der Grundübel des kapitalistischen Systems. Die Konzerne sind quasi die Axt, die den Ast absägt, auf dem die Menschheit sitzt! Der Kapitalismus wird letztlich dafür verantwortlich sein, wenn die Menschheit elend zugrunde geht!

Wir können den Schutz der Atmopshäre, der Ressourcen und Rohstoffe, des Wassers und des Ackerlandes nicht dem „freien Spiel des Marktes“ überlassen. Es gibt keinen „freien Markt“ – die Konzerne sind in kapitalistischen Systemen stets darum bemüht (und zwar mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, auch hochkriminellen), Monopole und Kartelle zu bilden, um die „freien“ Märkte zu beherrschen und Preise diktieren zu können. Und sie finden in den Regierungen und deren Politikern immer willfährige Helfer!

Heute scheint sich die Auffassung durchgesetzt zu haben, dass man Staaten führen kann, wie unternehmen! Das ist ein Trugschluss! Schon Herbert Wehner hat klar erkannt, dass es in derOrganisation eines Staates Dinge gibt, die kann man einfach nicht nach dem kapitalistischen Prinzip der Kosten-Nutzen-Rechnung organisieren. Es geht einfach nicht, dass eine Regierung zu Teilen ihrer Bevölkerung sagt:“Sorry Leute, es is nix persönliches, aber ihr seid unrentabel und wenn Ihr nich in der Lage seid, Euch eigenverantwortlich (das heisst nichts anderes, als auf eigene Kosten und eigenes Risiko), dann habt Ihr eben Pech gehabt!“ Gerade im Bereich der Altersvorsorge, der Krankenversicherung, der Arbeitslosenversicherung, der Energieversorgung, wird das aber genauso gehandhabt!

Ein Staat kann nicht den „unproduktiven“ Teil seiner Bevölkerung einfach aus seinem Staatswesen entlassen, um Koste zu sparen, wie das bei Unternehmen, egal welcher Größe, gang und gäbe ist! Und doch drängt man die Menschen, die „nur“ Geld kosten (Langzeitarbeitslose, Kranke, Alte, behinderte!) und dem Staat keinen Profit in Form von Steuern bringen, aus der Gesellschaft hinaus, nimmt ihnen die Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe, reduziert die Ernährung und Gesundheitsfürsorge auf das unbedingt notwendige Minimum, ebenso wie die Bildung, Kleidung und Wohnung, nimmt ihnen alles, was sie bisher in ihrem Leben erworben haben (wenn sie je die Möglichkeit dazu hatten, was bei weitem nicht auf alle Betroffenen zutrifft) und kümmert sich nicht weiter um sie.

Obwohl, in gewisser Weise kümmert man sich schon noch um sie, wenn man den Zwang, jeden und sei er auch noch so schlecht bezahlten Job anzunehmen, den man ihnen anbietet, als „kümmern“ bezeichnen mag!

Und damit man mit dieser Art asozialer Politik auc Erfolg habe, spielt man seit einigen Jahren die unterschiedlichen Bevölkerungsschichten gegeneinander aus, so dass sie möglichst nicht auf die Idee kommen, gegen die Regierung zu rebellieren und auf die Straßen zu gehen, die die Verantwortung dafür tragen. Um das zu erreichen, schreckt man auch nicht davor zurück, die im Grundgesetz verbrieften Grundrechte systematische einzuschränken und zu beschneiden. Die jüngsten Verbote der Demonstrationen gegen das Banken- und Finanzsystem durch die Bloccupy-/Occupy-Bewegung in Frankfurt, sind ein beredtes Beispiel dafür. Kritik ist nicht erwünscht und schon garnicht wird sie geduldet!

Nachdem auch die kürzlich zu Ende gegangene Klimakonferenz in Bonn zur Vorbereitung des Klimagipfels, nicht die kleinste Hoffnung darauf gemacht hat, dass sich an der grundsätzlich nachrangigen Einstellung des Themas Klimaschutz zu ökonomischen Interessen bei den Regierungen dieser Welt irgendetwas geändert hat, sollten wir uns keinerlei Illusionen hingeben. Wenn wir, so wie heute, vor der Frage stehen:“Schützen wir die Umwelt und das Klima, um das Überleben der Menschheit zu sichern, oder sorgen wir lieber dafür, dass kurzfristigen ökonomischen Interessen rechnung getragen wird?“, so können wir sicher sein, dass die Antwort darauf lautet:“Ganz klar, ökonomische Interessen sind uns wichtiger!“

Im Angesicht dieser Tatsache, sollten wir uns innerlich darauf einstellen, dass uns der Klimawandel, obwohl seit langem bekannt mit allen Folgen und Konsequenzen, „kalt“ und natürlich „völlig überraschend“ erwischen wird.

Wir werden enorme klimatische Veränderungen erleben. Wir werden Hungerkatastrophen und Trinkwasserknappheit bisher unbekannten Ausmaßes erleben. Es wird Kriege um Wasser, Nahrung und Ackerboden geben, Millionen von Menschen werden dadurch sterben! Aber die Konzerne werden gleichzeitig Rekordergebnisse einfahren (vielleicht mit Ausnahme der Versicherungskonzerne) und die Regierungen werden Unruhen und Aufbegehren gegen die Ungerechtigkeit mit Gewalt und einer konsequenten Entwicklung hin zu autokratisch-faschistischen Politstrukturen beantworten!

Dem gilt es entgegen zu treten. Widerstand ist unsere verdammte Pflicht! Es ist unsere Pflicht, die Regierungen in ihre Schranken zu weisen und die Weichen zu stellen, solange das noch möglich ist! Und es ist nie zu spät, um Veränderungen zu bewirken, und wenn es das Letzte ist, was wir tun können, denn das Einzige, was unsere BundesmerklerIn für die Menschen und den Klimaschutz tut ist, dass sie uns mit ruhiger Hand dem Abgrund entgegen regiert!!

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Guerilla Gardening – die Offensive gegen den Beton!

Als ich heute morgen aus dem Fenster sah und mir die Sonne direkt ins Gesicht schien, da dachte ich so bei mir:“Wieso stehen nicht überall Blumen an den Wegen? Und wieso wächst nicht überall Gemüse und Obst, dass sich jeder, der möchte, einfach kostenlos mitnehmen kann?“

Die Antwort war mir auch sofort klar! Weil niemand das anpflanzt und schon war ich wieder mal beim Thema Guerilla Gardening. Und die überall aus zarten Knospen hervor brechende Natur, die saftig grünen Blätter der Bäume und Sträucher, sie rufen uns zu, dass es wieder Zeit ist, für Guerilla Gardening! In den Städten und ihren Betonwüsten, in Baulücken, auf verkommenen Baumscheiben, Verkehrsinseln, grasbestandenen und von verratztem Grünzeug umsäumten sogenannten Parkanlagen, aber auch außerhalb der Städte auf brachliegendem Land, kann man Gemüse säen, Blumen, und sogar Bäumchen setzen.

Wenn man es genau nimmt, könnte man sogar Martin Luther als den ersten Guerilla Gärtner bezeichnen. Denn er war es, der da sagte:

 „Wenn ich wüsste, daß morgen die Welt unterginge, würde ich doch heute ein Apfelbäumchen pflanzen.

Und das ist ja mal eine klare ansage, auch für jemanden, der mit der Kirche nicht wirklich was am Hut hat!

Freilich wird das von den Verwaltungen der Städte nicht gern gesehen, aber mal ehrlich, wem gefallen schon die „Parkanlagen“, die sich durch nichts anderes auszeichnen, als durch ungepflegte Rasenflächen. Auf denen keine Blume gedeihen mag und Sträucher, die zwar billig in der Anschaffung sind, aber ansonsten lediglich Ratten als Unterschlupf dienen? Sie dienen bestenfalls als halbnatürliches Hundeklo für fußkranke Städter, denen der Zustand der öffentlichen Grünanlagen so sehr am Herzen liegt, wie anderen Leuten ihre Hämorrhoiden, Hauptsache der tiefergelegte Dackel Wastl kann sein Geschäft halbwegs ungestört erledigen.

Niemand, dem die Bedeutung der Natur, grüner Pflanzen und gesunder, natürlicher Nahrung, von leckerem Obst und feinem Gemüse, Beeren, bewusst ist, kann der Zustand unserer Städte egal sein und jeder ist aufgerufen, daran etwas zu ändern! Wer darauf wartet, dass sich die Stadtverwaltung bewegt, der sitzt in dreihundert Jahren immer noch da. Was wir nicht selber in die Hand nehmen, wird nie gemacht!

Wer im Internet unterwegs ist, der findet unendlich viele Informationen zum Thema Guerilla Gardening. Es gibt viele gute Seiten mit Rezepten für die notwendigen Zutaten, um den Grauschleier in unseren Innenstädten zu bekämpfen. Seedballs, Samentütchen, Moosgraffiti, der Möglichkeiten sind gar viele und die Zutaten sind billig, das Angreifen des Betons macht überaus viel Spass, besonders in Aktionen, die man mit Freunden des nachts, bei Dunkelheit und vermummt generalstabsmäßig geplant durchführt!

Macht unsere Städte schöner! Greift den Beton an!

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Mundraub? Aber sicher doch!

Beim Stöbern im Netz habe ich die tolle Seite von mundraub.org gefunden, die eine Karte veröffentlicht, der man die Standorte von Obstbäumen entnehmen kann, die frei zugänglich sind und in aller Regel nicht abgeerntet werden. Also kann man sich dort hin verfügen und sich ein paar leckere und gesunde Snacks pflücken, für lau!
Wer in seiner Gegend solche Bäume selber weiss und sie gerne mit Gleichgesinnten teilen mag, kann sie bei mundraub.org melden. Sie werden dann in die Karte aufgenommen.
Man kann übrigens die angezeigten Bäume und das von ihnen gespendete Obst kommentieren und bewerten. Schaut einfach mal rein und sucht Euch was in Eurer Gegend aus. Aber lasst den anderen hungrigen Mäulern noch ein bisschen was übrich. Das gebieten Fairness und Höflichkeit! Es gibt auf der Seite auch einen interessanten newsletter zu abonnieren.