Ein Wunder der Natur – der Regenwurm!

Gestern fand ich einen Artikel („Respekt vor dem Regenwurm“ Artikel von ddp auf Yahoo-Nachrichten) über ein eigentlich recht einfaches Geschöpf aus dem Garten Gaias – dem Regenwurm, Lumbricidae (Artikel auf Wikipedia)! Ich meine physiologisch einfach, also einfach gebaut. Im Gegensatz dazu ist die Aufgabe, die er in der Natur erfüllt, eine derart wichtige, dass ohne ihn wahrscheinlich bald die Lichter ausgeheh würden (für die Menschheit). Dass, was sie tun, für den Boden, die gesamte Flora und Fauna und nicht zuletzt für die Menschen dar, die einen Großteil ihrer Nahrung auf Äckern anbauen.

Eine Binsenweisheit behauptet, je mehr Regenwürmer sich im Boden tummeln, desto besser sei die Qualität desselben. Und was soll man dazu sagen? Es stimmt. Regenwürmer sind die reinsten Wunder der Natur. Sie ernähren sich von Pflanzenresten, die sie auf der Erdoberfläche finden und in ihre Wurmlöcher (tolles Wortspiel, nicht wahr) ziehen und fressen. Zurück bleibt bester Humus, der aber eigentlich nichts anderes ist, als die Scheisse der Regenwürmer. Sie sind also ein wichtiges Element im Kreislauf der Natur. Sie erfüllen einen wichtigen Zweck und trotzdem, weil sie so unscheinbar sind, weil man sie und ihre wunderbare, wertvolle Arbeit meist nicht direkt sehen kann, werden sie sträflich unterschätzt und vernachlässigt. Was man nicht sehen kann, kann ja wohl auch nicht nützlich sein, denken viele! Allerdings sehen das nicht viele so. Besonders unsere Landwirte, die nach industriell-chemisch-gentechnisch veränderten Methoden den B0den bewirtschaften, haben oft nicht die Spur einer Ahnung, wem sie die Fruchtbarkeit ihres Bodens in erster Linie eigentlich zu verdanken haben – dem Regenwurm und nicht Monsanto, Bayer oder BASF, die den Kunstdünger liefern! Und sie machen dem kleinen und seinen unzähligen Brüdern das Leben in unserer Erde auch nicht leicht. Oder wie würdet Ihr Euch fühlen, wenn man Euren Leib mit einem Pflug in Stücke schneiden, die Reste dann mit der Egge in der Gegend verteilen und das, was noch übrig ist im Anschluss mit Chemikalien zu traktieren? Genau, Ihr würdet Euch genauso beschissen fühlen, wie es die Regenwürmer tun. Anstatt ihre Arbeit zu würdigen und zu fördern, ihre Lebensbedingungen zu verbessern und danach zu streben, möglichst viel dieser kostenlosen Düngemaschinen und Bodenlockerungsgeräte auf seinem Land anzusiedeln, wird der Boden mit schweren Bearbeitungs- und Erntemaschinen derart verdichtet, dass kaum noch ein Wurm da drin überleben kann. Und dann braucht man natürlich Unmengen von Dünger!

Ein Regenwurm in der Erde

Ein Regenwurm in der Erde

Die lieben Tierchen können sogar noch mehr. Setzt sie in den Komposthaufen in Eurem Garten und sie versorgen Euch mit kostbarem, nährstoffreichem Humus für Eure Beete, während sie Eure organischen Abfälle vertilgen. Die müsst Ihr dann schon nicht mehr in die Biotonne werfen, wo sie im Sommer anfangen erbärmlich zu stinken udnd unzähligen Fliegenmaden eine traumhafte Heimstatt bieten. Es gibt auch Möglichkeiten, die possierlichen Würmer in einer Kompostkiste (die man auch selber bauen kann) auf dem Balkon oder sogar in der Küche werkeln lassen. Sorgt man für ordentliche Belüftung und ausreichende Feuchtigkeit, geschieht das Wunder des Kompostierens absolut ohne störende Gerüche und Ihr habt immer Dünger und Humus für Eure Topfpflanzen. Über´s Kompostieren findet ihr Informationen auf Wikipedia.

Für die unter Euch, die nicht gerade zwei linke Hände haben (für die Linkshänder hier die andere Version: Für die unter Euch, die nicht gerade zwei rechte Hände haben…) oder fünf Daumen an jeder Hand, gibt es die Möglichkeit mit sehr wenig Aufwand einen Wurmkomposter für die Wohnung selbst herzustellen. Hier mal ein Video dazu, das ich bei YouTube gefunden habe:

Ihr seht also, die kleinen fleissigen Kerlchen sind unentbehrlich für eine gesunde Umwelt und gesunden, nährstoffreichen Boden. Und wenn schon nicht in jeder Wohnung oder auf jedem Balkon eine Wurmkiste zum kompostieren von Küchenabfällen steht, sollte doch wenigstens jeder Garten, egal ob groß oder klein, über einen solchen verfügen. Darum sollten wir dem Regenwurm dankbar sein, dass es ihn gibt und Gaia, die den Kerl erfunden hat, natürlich auch. Und wie jedem anderen Lebewesen auch, das seinen Platz in dem riesigen Ökosystem unserer Mutter Erde hat, sollten wir ihm unseren Respekt zollen – außer vielleicht den Moskitos und anderem stechenden und blutsaugenden Gesocks o.O

Man sieht, unsere Mutter Erde hat für jedes nur denkbare Problem eine perfekte Lösung parat, um das Gleichgewicht in der Natur nicht nur zu halten, sondern auch wieder herzustellen, wenn der Mensch so dumm vermessen war, es zu zerstören!

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Die Möglichkeiten der Permakultur! (4.Teil)

Ja, ich weiss, ich will jetzt langsam mal auf den Punkt kommen. Wo liegen denn nun die Möglichkeiten, sich mit Hilfe der Permakultur eine lebenswerte Zukunft für sich, seine Familie und auch andere Menschen zu schaffen?
Nicht jeder hat die finanziellen Mittel, sich einfach einen Bauernhof zu kaufen, sein Gemüse und Obst selbst zu ziehen und Fleisch von glücklichen Kühen auf eigener Weide zu essen. Aber sicher hat fast jeder die Möglichkeit einen kleinen Garten oder sogar einen Acker zu pachten. Man muss nur ein wenig suchen, nachfragen, seine nähere Umgebung in Augenschein zu nehmen und nach verwahrlosten Grundstücken zu suchen. Wenn man dann Anwohner fragt, wem die gehören, oder beim Katasteramt Auskünfte einholt, sollte es nicht allzu schwer sein, ein geeignetes Gelände zu finden, auf dem man seinen Traum vom naturnahen Leben verwirklichen kann.
Schon in der Vorbereitungsphase kann man sich mal ganz grob damit beschäftigen, was man überhaupt machen will. Soll es der komplette Selbstversorgerhof sein oder doch lieber nur der Erholungs- und Relaxgarten, den man auch nebenbei zur Erzeugung von gesundem, ungespritzten Obst und Gemüse nutzen möchte? Dazu ist es von Vorteil, wenn man sich die schon in anderen Artikeln erwähnten Bücher von Bill Mollison, David Holmgren, John Seymour und Masanobu Fukuoka kauft und von ihren Schilderungen faszinieren und zum Träumen bringen lässt. Es ist nicht unbedingt ein Nachteil, wenn man der englischen Sprache mächtig ist, wenn ich das mal so salopp formulieren darf. Denn die allermeiste Literatur zum Thema ist in Englisch geschrieben und oftmals nicht in deutscher Übersetzung erhältlich.
Dann heisst es eigentlich nur noch: Grundstück her, Planung machen und loslegen!
Die Möglichkeiten sind nahezu unerschöpflich, am Größten natürlich, wenn man das unglaubliche Glück hat, günstig einen kleinen Bauernhof zu erstehen oder zu pachten. Dem naturnahen Glück steht dann nichts mehr entgegen, als ein Haufen Arbeit und die tiefe Befriedigung, sich und Gaia etwas gutes zu tun.
Stellen Sie sich vor, wie Sie nach ökologischen Grundsätzen Ihr Grundstück bewirtschaften und wie wunderbar die Früchte Gaias Ihnen munden können. Wenn Sie sich vorstellen, dass sie ohne Verwendung von Kunstdünger, Schädlingsbekämpfungsmitteln und vielleicht sogar ohne viel Arbeit und Umgraben beispielsweise nach der Methode des Masanobu Fukuoka witschaften und die Natur die Arbeit machen lassen, ist das doch eine sehr verlockende Aussicht, oder nicht?
Machen Sie Gaia zu Ihrer Verbündeten. Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen die intensive Beobachtung der Naturvorgänge und Zusammenhänge bieten. Bekämpfen Sie vermeintliche „Plagen“ nicht unter Einsatz chemischer Mittel. Führen Sie keinen Vernichtungsfeldzug mit ABC-Waffen gegen Mutter Erde. Im Krieg sind solche Kampfstoffe verboten, in der Landwirtschaft werden sie ohne Bedenken ständig eingesetzt und wir alle nehmen sie mit der täglichen Nahrung aus dem Supermarkt zu uns!
Es gibt nichts, was nicht mit natürlichen Mitteln geregelt werden könnte. sind Insekten oder anderes Getier, wie z. B. Schnecken, zu einer Plage geworden, liegen die Ursachen sicher in einem Fehler, den der Mensch begangen hat.Darum ist es sinnlos, die chemische Keule auszupacken und den „Schädling“ zu vernichten. Er wird wieder kommen, weil die Ursachen nicht beseitigt sind, die sein Erscheinen heraufbeschworen haben. Tauchen Schnecken auf und fressen alles kahl, so liegt das daran, dass deren natürliche Fressfeinde fehlen, weil sie keinen Unterschlupf mehr in „Gärten“ finden, die nur aus kurz geschorenem Zierrasen und schnurgeraden Blumenbeete bestehen. Säen Sie Wildblumensamen in den Rasen hinein, lassen sie ihn verwildern und leasen Sie sich ein paar Indische Laufenten. Die nehmen es locker mit jeder Schneckenplage auf. Auch Igel helfen Ihnen dabei die Früchte Ihres Gartens selber zu genießen und sie nicht zwangsweise den nimmersatten Schnecken zu überlassen.
Gegen eine Insekteninvasion können Sie auch etwas unternehmen. praktizieren Sie Mischkultur. Das heißt, pflanzen Sie verschiedene alte Gemüse– und Obstsorten in direkter Nachbarschaft nebeneinander, so dass diese sich mit ihren individuellen Eigenheiten ergänzen und gegenseitig schützen können. Monokulturen sind der Tod der Fruchtbarkeit unserer Äcker! Es gibt unzählige Fachbücher, die sich mit dem Thema Mischkultur befassen und Ihnen ausführlich erläutern, welche Pflanzen sie kombinieren können und welche sich besser nicht ins Gehege kommen sollten.
Wer einmal den Unterschied geschmeckt hat zwischen einer gentechnisch veränderten, wässrigen Tomate aus dem Treibhaus, und einem sonnengereiften, selbstgepflückten und taubedeckten „Liebesapfel“, der wird nichts anderes mehr essen wollen. Probiert es am Besten selbst aus!