Die SPD hat ein Rad ab!

Ach was? Der SPD fehlt also das Schröder-Gen? Soll diese Partei noch asozialer und marktkonformer, bzw. marktorientierter werden als sie es schon ist? Dieser Typ hat die SPD an den Rand des Abgrunds geführt und wenn es so weiter geht, ist sie Morgen sicher schon einen Schritt weiter! Er und seine Ziehsöhne und -töchter haben die Sozialdemokratie auf dem Gewissen und zu einer Spezialdemokratie gemacht. Nachdem ein guter Teil der SPD-Führung noch vor nicht allzu langer Zeit gegen ihn und seine Agenda 2010 wetterte, um Stimmen zu bekommen, stehen sie nun alle Schlange, um ihm, dem neoliberalen Asozialdemokraten zu huldigen und ihm ihren Dank dafür auszudrücken, dass er den Sozialstaat quasi abgeschafft hat? Nicht nur der SPD scheint das Schröder-Gen zu fehlen – mir fehlt es auch und darum hab ich keinerlei Verständnis für diese arschkriechrischen Geburtstagsorgien mit dem Bastafari aus Niedersachsen! Von mir aus kann er gern Asyl bei seinem Gas-Wasser-Scheiße-Kapo Putin erbitten! Auf nimmerwiedersehn, Herr Schröder, gehen sie mir gefälligst aus den Augen und zwar dauerhaft…

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Total verarscht…

…fühlt man sich ob des Geschwafels, mit dem sich der Energiekonzern Total zu dem Gasdesaster in der Nordsee äußert! Nachdem man erst nicht wusste, wo es denn her kam, das Gas, konnte man heute die frohe Botschaft vernehmen:“Wir ham´s gefunden, das Leck! Es is unten…ähm…4.000 m unter dem Meeresboden.“Nun ja, vor soviel Weit- und Druchblick kann man nur den Hut ziehen und darauf vertrauen, dass diese Leute wissen was sie tun. Genau das aber darf man getrost bezweifeln. Man sieht sich nicht einmal in der Lage, die blakende Gasfackel über der evakuierten Bohrplattform Elgin abzuschalten, um bei einem eventuellen Drehen des Windes keine Explosion auszulösen.
Die dürfte gewaltig sein, angesichts der ausströmenden Mengen an Gas. Wieviel es allerdings genau ist, vermag (oder will) man nicht zu sagen. Wo genau das Gas ausströmt, weiss man auch nicht, denn 4.000 m unter dem Meeresboden, ist eine nicht sehr exakte Verortung, wie ich meine!Aber damit nicht genug. Man hat auch nicht den Hauch einer ahnung, wie man das Gasleck stopfen soll! Angeblich gibt es mehrere Optionen.

  1. Zum einen wäre da die Möglichkeit, die Leckage mit Schlamm zu verschließen.Wie gut das funktioniert, zeigte sich bei den monatelangen vergeblichen Versuchen von BP, das Leck bei der untergegangenen Ölplattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko zu schließen. Außerdem ist es riskant!
  2. Man könnte auch versuchen, mehrere Entlastungsbohrungen nieder zu bringen. Das dauert aber nach Aussagen von Experten bis zu 6 Monaten. 6 Monate, in denen fröhlich weiter Gas aus dem Leck ausströmt (übrigens besteht das Gas zum Teil aus Methan, das noch viel gefährlicher für die Atmosphäre ist als CO2 und schwefeligen Bestandteilen, die extrem giftig sind!) und die Umwelt verseucht, tierisches Leben abtötet und auch Menschen gefährdet, denn solange das Gas entströmt, solange besteht auch höchste Explosionsgefahr!
  3. Eine weitere Option wäre ein Wunder. Das Gas hat einfach keine Lust mehr weiter auszutreten und mühsam an die Oberflöche empor zu steigen und hört einfach auf zu strömen…

Total hat keine Ahnung, was zu tun ist! Der EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat schon mal wissen lassen, das man den Versicherungsschutz von Energiekonzernen verbessern müsse, damit auch kleine „Companies“ solche Desaster finanziell überleben könnten und redete sowohl das Risiko, als auch die Folgen für die Umwelt klein. Schließlich sei es ja nur Gas und kein Öl, was da austrete…

Man hält es aber nicht für nötig, die Vorgänge transparent zu kommunizieren, oder gar eine Pressekonferenz zu veranstalten, bei der man hätte womöglich nachfragen können. Zuletzt, also heute am Donnerstag den 29.3.2012, liess der französische Konzern verlauten, das Leck sei zwar nicht unter Kontrolle, aber die Lage stabil! Na wenn das mal kein Trost ist?

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Update vom 30.3.2012:

Heute morgen meldet N24, das Leck befände sich nicht unter dem Meeresboden in 4.000 m Tiefe, sondern 25 m über dem Meeresspiegel! Naja, dazwischen liegen ja auch nur etwas mehr als 4 km, da kann man sich schon mal irren! Wer nun aber meint, dann sei das Abdichten des Lecks ja kein Problem, der irrt gewaltig. Total erweist sich einmal mehr als Totalversager. Neben einer nicht vorhandenen Kommunikation und dem Glauben, man sei weder der Politik, noch den Menschen eine wie auch immer geartete Rechenschaft schuldig, hat der Konzern, bzw. seine Manager und die Techniker nicht den Hauch einer Ahnung, wie sie das bewerkstelligen sollen. Man zeigt sich ja (wie bereits weiter oben erwähnt) schon völlig damit überfordert, die Gasfackel zu löschen, um die Explosionsgefahr zu verringern. Aber man versuchte heute, sich selbst dadurch Mut zu machen, dass man vollmundig verkündete, die Flamme sei schon kleiner geworden und vielleicht, ja, vielleicht verlösche sie von ganz alleine.

Es ist wahrlich beeindruckend, dass ein so großes Unternehmen die von ihm zu verantwortenden Unfälle, Havarien und die sich daraus ergebenden Folgen für Menschen und Umwelt, mit dem Prinzip Hoffnung zu bekämpfen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt und vor allem…sie kostet nix!

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Wieso wird alles immer schlimmer?

Ich muss jetzt mal philosophisch werden. Geht es eigentlich nur mir so, oder liegt es einfach nur in der Natur der Dinge, dass sich das Leben so anfühlt, als würden die Zustände immer schlimmer, anstatt sich zu bessern?
Wenn ich so die letzten Jahre und Monate Revue passieren lasse, gewinne ich den Eindruck, die Dinge werden nicht besser, sondern immer schlechter. Woran liegt das? Mit der Einführung des Euro hatte ich das unbestimmte Gefühl, die Preise seien über Nacht in den Himmel geschossen, sozusagen Verdoppelung der Preise im Zuge der Euroeinführung. Die Politiker behaupten zwar, dies sei lediglich eine „gefühlte“ Verteuerung und versuchen mit Hilfe von Statistiken zu beweisen, dass dieses Gefühl trügt. (Bei dieser Gelegenheit möchte ich an einen Ausspruch von Winston Churchill erinnern, der da passenderweise sagte: „Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selber gefälscht habe!“)
Oder die rasante Steigerung der Energiepreise? Ist das nur eine Einbildung, oder steigt der Preis von Gas, Strom, Heizöl und Benzin bzw. Diesel nicht tatsächlich unverhältnismäßig an? Wie kann es sein, dass die Bürger bei ihren Einkommen unter Berücksichtigung auf die wirtschaftliche Lage des Staates und der Wirtschaft auf Zuwächse verzichten sollen, um die Konjunktur nicht abzuwürgen und gleichzeitig die Preise für die lebensnotwendige Energie in astronomische Höhen steigen?
Ist es wirklich so, dass früher Unternehmer mehr Verantwortung für die bei ihnen beschäftigten Mitarbeiter hatten und diese auch in wirtschaftlich schlechteren Zeiten weiter beschäftigten, während heute die Manager großer Konzerne (ich nenne sie hier jetzt der Einfachheit halber Nieten in „Nadelstreifen“) ausschließlich um der schnellen Gewinnmaximierung auf dem Wege des Costcutting immer weniger Mitarbeiter immer mehr arbeiten zu lassen?
Ist die Arbeitslosigkeit, nach ihrem Höchststand von über 4 Mio. wirklich gesunken, oder wurde die Zahl nur durch statistische Tricks und Gesetzesänderungen auf etwas über 3 Mio. „gesenkt“ (schöngerechnet also!)? Menschen, die aus irgendeinem Grunde keine Zuwendungen mehr vom Arbeitsamt erhalten, werden auch nicht mehr als arbeitslos geführt. So brauchte man von Staats wegen nur dafür zu sorgen, dass die Ehepartner und Lebensgefährten der Empfänger von Arbeitslosengeld mit ihren Einkommen plötzlich über der Bemessungsgrenze lagen und schon konnten die Zahlungen an die Arbeitslosen eingestellt werden! So kann man die Arbeitslosigkeit natürlich auch senken. Von den Arbeitslosen in Weiterbildungsmaßnahmen, die deshalb nicht mehr in der Statistik auftauchen, will ich gar nicht erst reden.
Und wieso um alles in der Welt habe ich den Eindruck, die Politiker lügen das sich die Balken biegen? Bin ich wirklich der Einzige, dem das so geht oder ist es nicht doch Realität?
Vielleicht liegt es, wie gesagt, in der Natur der Sache. Vielleicht kommt mir das als Bürger auch einfach nur so vor, dass es schlechter wird und in Wahrheit wird es tatsächlich alles besser, wie die Regierung das behauptet!
Bisher hielt ich mich für einen im Grundsatz optimistischen Menschen. Aber möglicherweise entspricht das nicht der Wirklichkeit. Oder ist es so, dass es zwei oder auch noch mehr Wirklichkeiten gibt? Anders ist es doch nicht zu erklären, dass z. B. Politiker grundsätzlich der Meinung sind, sie hätten die Wahlen gewonnen, unabhängig von den tatsächlichen Stimmverlusten. Wer nach einer Wahl davon ausgeht, Stimmverluste und „Niederlagen“ seien nur darauf zurückzuführen, dass die Wähler nicht erkannt hätten, was für eine „hervorragende Arbeit“ die jeweilige Regierung geleistet habe, der glaubt vermutlich auch, dass die vom Wähler als sich verschlechternd empfundene wirtschaftliche Lage nur eine „gefühlte“ Verschlechterung ist! Ein Schelm, der böses dabei denkt!