Ein Ausflug in den Hessenpark

Am Sonntag zog es uns ins schöne Hessen., ein paar Kilometer hinter Frankfurt – von Karlsruhe aus gesehen. Nahe dem Städtchen Neu-Anspach, liegt malerisch in ländlicher Idylle der Hessenpark, ein Freilichtmuseum mit vielen Fachwerk- und Bauernhäusern, die aus allen Teilen Hessens quasi zusammengetragen wurden.
Große Teile befinden sich aber noch im Aufbau. Etliche der Häuser liegen noch als ein Haufen alter Fachwerkbalken unter dem Schutz von Blechdächern und harren des Wiederaufbaus, jeweils ein gigantisches Puzzle bildend.
Gut angelegte Wege führen von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten und auch für die Unterhaltung von Kindern ist gesorgt. Direkt vor dem Eingang in den Park befindet sich ein typischer hessischer Marktplatz, eingerahmt von schönen alten Häusern, in denen kleine Läden untergebracht sind. Hier kann man Souvenirs erwerben, aber auch hausgemachte hessische Wurst (die berühmte „Ahle Wurscht“, leckere Blutwurst, oder auch Dosenwurst. Ein anderes Lädchen hat zig verschiedenen Käsesorten zu bieten, die nicht nur verführerisch duften, sondern auch genauso schmecken. Ein netter Herr hinter der Theke berät umfassend und kompetent, damit man genau das bekommt, was man wünscht.
Direkt daneben ist eine alte Bäckerei, in der in historischem Ambiente knusprige Brote, Kuchen und Brötchen über den uralten Ladentisch wandern. Man fühlt sich wie in den Sechzigern, als es auf dem Dorf noch solche alten Lädchen gab. Einfach urig das ganze! Natürlich kann man sich auch in einem der Gasthäuser niederlassen und nach der anstrengenden Wanderung durch den Park ein kühles Helles zischen und sich ein ordentliches Vesper gönnen.
Der Marktplatz ist übrigens ganzjährig geöffnet und immer einen Ausflug wert. Wer in den Park hinein will, muss je Erwachsenem 5,- € berappen. Das scheint bei dem was geboten wird zwar ein wenig viel, zumal wie schon erwähnt recht viele Gebäude eingerüstet und z. T. mit Planen gegen das Wetter geschützt sind, aber wenn man bedenkt, wie viel Arbeit in einem solchen Museum stecken, darf man nicht so knauserig sein.

Man sollte recht früh zu seinem Besuch in den Park antreten, um die zahlreichen Handwerke begutachten zu können. Wir hatten es leider versäumt früh los zu fahren und so konnten wir nur den freundlichen Schmied beim Nagel machen beobachten. Alle andren hatten sich bereits in eine recht ausgedehnte Mittagspause verabschiedet.
Auf einigen Feldern werden Getreidesorten angebaut, die in der industriell betriebenen Landwirtschaft nicht mehr ganz so gefragt sind, wie z. B. Dinkel. Auch Tiere werden gehalten, wie dies früher in dieser Gegend üblich war – Schafe, Ziegen (mein Gott, die muffeln vielleicht!), zwei Esel, Schweine und etliches an Geflügel.
Eine wundervolle alte Windmühle demonstriert, dass die Windkraft eine Energiequelle ist, die der Mensch schon seit Jahrhunderten zu nutzen versteht.

Besonders für Kinder ist der Park eine echte Erfahrung. Aber auch die Erwachsenen denken – manchmal wehmütig – an Früher zurück und mach ältere Dame, oder würdevoller alter Herr, gerät ins Träumen und erzählt den Umstehenden von ihrer Jugend, als sie genau in einem solchen Bauernhaus aufgewachsen oder solche Schafe und Ziegen im eigenen Stall hatten.

weiterführende Links:
Hessenpark
Käsehaus im Hessenpark

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Die Möglichkeiten der Permakultur! (3.Teil)

Gemeinhin ist es ja so, dass man einen Menschen, der sich zum Thema Permakultur, oder nachhaltiges Wirtschaften äußert, gerne als einen Träumer (im günstigsten Fall) oder aber als einen Öko-Spinner (im ungünstigsten Fall) hinstellt. Mir persönlich ist das allerdings völlig egal, um in diesem Zusammenhang nicht das Wort sch..ßegal zu verwenden. Obwohl das „Sch..ß“wort ein ziemlich hartes für eine so weiche Masse ist, passt es doch eigentlich auch wieder hervorragend zum Thema Ökologie und Nachhaltigkeit. Aber lassen wir das.
Wie gesagt. Vertritt man die Meinung, das Umweltschutz und Nachhaltigkeit nicht wirklich ernst genommen werden und das man nicht nur mehr tun könnte, sondern mehr tun muss, wird man ruckzug diffamiert und in eine Ecke gestellt, aus der herauszukommen nicht ganz einfach ist. Da stehe ich nun, in besagter Ecke und muss zugeben, dass ich mich da selber hingestellt habe, bevor ich von anderen dort hineingedrängt wurde!
Um ein bekanntes Wort in etwas abgewandelter Form zu gebrauchen: „Hier steh‘ ich nun, ich armer Tor, doch bin ich schlauer als zuvor!“ Dabei frage ich mich aber auch ,ob ich der Einzige bin der nachdenkt und zu dem Schluss kommt, dass es so nicht weitergehen kann wie bisher? Ich bin bei weitem nicht der Meinung, ich sei eine „Intelligenzbestie“. Nein, im Gegenteil, ich bin nur ein Durchschnittsmensch. Aber ich habe aufgehört mich von dem Gesülze der Politiker einlullen und von der täglichen Werbe- und Medienflut überschwemmen zu lassen. Ich habe beschlossen, eine eigene Meinung zu haben und diese auch nach außen hin zu vertreten.
Das Gaia, unsere Mutter Erde ein lebendiger Organismus ist, mag man glauben oder auch nicht. Aber es gibt nichts darüber zu diskutieren, dass Gaia unter den Menschen und ihrer grenzenlosen Gier leidet! Als ich gesehen habe, wie Rinder, infiziert mit BSE, zusammengebrochen und elend verendet sind, habe ich aufgehört Rindfleisch zu essen. Die Schweinepest hat mir den Appetit auf Schinken, Kotelets und schweinerne Würste verdorben, der H5N1-Vogelgrippevirus den Genuß von Geflügel. Natürlich ist mir klar, wenn ich so weiter mache, kann ich in Kürze garnichts mehr essen und sterbe dann an Unterernährung. Das möchte ich nicht. Möglicherweise würde mich der ein oder andere aus meiner Familie vermissen. Andere, über die ich im Rahmen meines Blog herziehe, wären vielleicht froh darüber, aber denen tue ich diesen Gefallen sicher nicht!
Nein, ich werde so lange schreiben gegen die Zustände in der Massentierhaltung, die perverse Haltung von Lebewesen in viel zu engen, verdreckten Ställen und unter unwürdigen Umständen, bis sich etwas daran ändert! Ich werde hart arbeiten, bis ich mir und meiner lieben Frau unseren Traum von einem kleinen Bauernhof erfüllen kann, auf dem wir dann Permakultur praktizieren und im Einklang mit Gaia leben können. Bis dahin dauert es noch einige Jahre, dass ist mir klar, aber solange ich eine Stimme habe, werde ich sie erheben!
Jeder, der an den hier behandelten Themen zu einer nachhaltigen Lebensweise und zur Permakultur interessiert ist, kann ich nur empfehlen, sich mit der entsprechenden Literatur einzudecken. Fangt an zu lesen, zu schmökern und zu träumen. Macht Pläne und lebt eure Träume. Nur so verändern wir die Welt.
Es sind immer einge wenige, die mit einer Veränderung in ihrem Verhalten beginnen. Sie ändern ihr Konsumverhalten, fahren kleinere, spritsparendere Autos, legen Wert auf Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren und Nahrungsmittel aus kontrolliert ökologischem Anbau. Sie setzen sich für die Armen, Kranken und Schwachen ein, die es nicht nur bei uns, sondern auch und gerade in den Entwicklungsländern. Jeder Mensch hat das Recht auf Freiheit, nicht nur in Deutschland, auch in Tibet, oder in Darfur, in Kurdistan oder wo auch immer! Das Recht auf Freiheit ist nicht relativ, es ist überall gleich und Unrecht wird nicht dadurch zu Recht, weil es in China stattfindet!
Freiheit muss jeden Tag neu errungen werden. Freiheit von Beeinflussung durch die Medien. Freiheit von Krankheit durch gesunde Nahrung, die nachhaltig erzeugt wurde. Kinder die in einer intakten Umgebung aufwachsen können sind nicht nur glücklich, sondern auch gesund!