Schwachsinn auf Rädern!

Wer gemeint hat, die Automobilkonzerne hätten endlich den Zug der Zeit erkannt und gäben nun in der nahen Zukunft vernünftigen Autos, mit vernünftiger Motorisierung (am besten schon bald mit umweltfreundlichen Hybrid-, Wasserstoff- oder sogar Elektroantrieben) den Vorzug, der muss sich angesichts dieses Monsters von Brabus eines Besseren belehren lassen. Ist der Mercedes Geländewagen der G-Klasse schon ein echter Anachronismus, was sowohl seinen cw-Wert, als auch sein gesamtes Konstruktionsprinzip betrifft und erst recht die sowieso schon üppige Motorisierung, dem verschlägt es bei den veröffentlichten Daten des Brabus G V12 S Biturbo (Artikel bei n-tv.de am 18.2.2009, in dem der Tuner diese Kiste als stärksten Geländewagen der Welt bezeichnet) wirklich die Sprache:

  • V12 Motor mit einem auf 6,3 Litern erweiterten Hubraum aus dem Mercedes S600! – Schade, dass nix größeres am Lager ist?
  • 515 kw/700 PS Leistung! –  Wer braucht das wann und wozu?
  • maximales Drehmoment von 1.320 Nm, das gnädigerweise auf 1.100 Nm abgeregelt wird – warum denn das? Vermutlich damit es einem beim Beschleunigen nicht den gesamten Antriebsstrang in Fetzen reisst?
  • Die Beschleunigung von 0 – 100 km/h soll in 4,3 Sekunden gelaufen sein –  ist das  im Gelände wirklich von großer Bedeutung? Ach ich habe vergessen, in Deutschland ist das Herumheizen im Gelände ja verboten und wer so ein Teil besitzt, der wird sicher damit die Düsseldofer „Kö“ auf und ab fahren?
  • Bei der Höchstgeschwindigkeit soll schon bei nur 240 km/h Schluß sein! – Warum redet hier keiner über den Spritverbrauch?

Möchtet Ihr ein solches Teil hinter Euch im Rückspiegel auftauchen sehen?

Möchtet Ihr ein solches Teil hinter Euch im Rückspiegel auftauchen sehen?

Was soll man dazu sagen? Dagegen sieht der Porsche Cayenne turbo S, den ich schon bei diversen Gelegenheiten als automobilen Hirnriss bezeichnet habe, fast schon aus, wie ein Trabant mit Allradantrieb!

Aber da die Idioten nicht aussterben, finden sich betimmt genug Käufer, die den noch nicht genannten Preis berappen werden, um sich so ein Teil in die Wohngarage zu stellen. Vermutlich werden es aber nicht die sein, die auf die Auszahlung ihres Bausparvertrags warten müssen, oder die welche ihr sauer verdientes Geld bei der Kaupthing-Bank in Island zur wundersamen Vermehrung geparkt haben!

weiterführende Links:

  • Brabus (Unternehmens-Homepage)

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Merkel ohne Maske – na endlich!

Nachdem Angela Merkel, unsere ehrenwerte Bundeskanzlerin, vor nicht allzu langer Zeit, mit Engelszungen und mitteldeutschem Akzent das Lied des Umweltschutzes sang, mit der Begründung, die Mehrkosten für den Bürger kämen schließlich dem Klima zugute, hat sie nun endlich die Maske fallen lassen!

Klimaschutz? Nee, Leute, das gefährdet „unsere“ Jobs in der Automobil- und Schwerindustrie, tönt es heute aus dem Kanzleramt! Dies berichten unisono Focus-Online, Spiegel-Online und die Netzeitung. Angela Merkel ist gegen „zuviel Klimaschutz“! Aber gibt es das überhaupt? Zuviel Klimaschutz? Haben wir wirklich so viel Zeit, dass wir warten können, bis es der deutschen Industrie und den Banken und der Bundesregierung (nach den nächsten Wahlen!) besser geht? oder wird es dann einen anderen grund geben, der uns erfolgreich daran hindert, endlich wirklichen Klimaschutz zu betreiben?

Wieso muss sich eine Industrie, die an den Wünschen der Menschen vorbei Jahrzehnte lang Fahrzeuge entwickelt und produziert, die nicht nur die Umwelt schädigen, sondern auch noch die wertvollen Ölvorräte verbrennen und durch den Auspuff jagen? Ein Wille, hier gegen zu steuern und umweltfreundliche Fahrzeuge zu entwickeln, die mit alternativen Antrieben ausgestattet sind, sit nicht mal im Ansatz zuerkennen. Aber wir sollen Verständnis dafür haben, dass die Bundesregierung ihnen unser gutes Steuergeld hinterher wirft und das Klima? Das kann warten – wir haben ja so viel Zeit! Warum machen wir denn dann überhaupt Umweltpolitik, wenn das doch eigentlich garnicht notwendig ist?

Bei mir – und mit dieser Vermutung stehe ich nicht alleine – drängt sich der verdacht auf, der Umwelt- und Klimaschutz wird von der regierung lediglich vorgeschoben, um dem Bürger das Geld besser aus der Tasche ziehen zu können. Um den Widerstand gegen die immer fester angezogenen Steuerschrauben zu brechen, wird dem Bürger eingeredet, er sei schuld am Klimawandel und darum müsse er dafür bezahlen. schließlich fahren wir mit dem Auto zur Arbeit, in den Urlaub, zum Bäcker (am besten mit dem dicken Geländewagen) und sogar zum Zigarettenautomaten um die Ecke. Die Industrie aber, die diese fahrenden CO2-Schleudern (Autos genannt) baut, tut das ja nur, weil die Käufer dies wünschen und darum muss sie die CO2-Emission auch nicht senken, oder gar teure CO2-Zertifikate ersteigern. Denn wenn die Autobauer ihre Arbeitsplätze verlieren, wer soll denn dann die Autos fahren, die unser Klima zerstören? Und Alternativen zu Fahrzeugen, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, gibt es ja bekanntlich nicht – oder vielleicht doch?

Eines kann ich Dir sagen, Angela, Du und Deine Konsorten, meine Stimme kriegt Ihr bei der nächsten Bundestagswahl nicht!

Wird die Menschheit die nächsten 30 Jahre überleben?

Due Umweltstiftung WWF stellt am heutigen Mittwoch in Berlin den „Living Planet Report 2008“ vor. Dies berichtet die Netzeitung. Nach diesem Bericht benötigen wir ab dem Jahre 2035 zwei Planeten, um weiter im bewährten Massstab die Ressourcen Gaias zu verschleudern und zu verbrennen.

Nachdem der Mensch über hunderttausende von Jahren hinweg als Sammler und Jäger sein Leben fristete bevor er wahrscheinlich eher zufällig zum Ackerbauern wurde, hat er es nun geschaft in einigen wenigen Jahrzehnten unsere Mutter Erde derartig auszuplündern, zu verseuchen und zu vergiften, dass seine eigene Existenz auf dem Spiel steht. Gleich den Lemmingen, die sich in manchen Jahren so rasant vermehren, dass sie ihre eigenen Lebensgrundlagen zerstören und schließlich in einem endlos scheinenden Zug im meer ihr Leben in Massen beenden, scheint auch der Mensch halt- und gedankenlos seiner eigenen Vernichtung entgegen zu taumeln. Obwohl alle wissen, dass es so wie bisher nicht weitergeht, nicht weitergehen kann, ist kaum jemand bereit sein Verhalten zu ändern. Nur die wenigsten sind bereit Verzicht zu üben, nicht nur um anderen Menschen ein Leben in würde zu ermöglichen, sondern um sich selbst vor dem drohenden Untergang zu retten.

Sehenden Auges schreiten die Industriestaaten ins Verderben und reißen alle andern mit sich. Während das Eis der Arktis dahin schmilzt und der Spiegel der Meere steigt, die Permafrostböden tauen und riesige Mengen an CO2 freisetzen, verheizen die Energiekonzerne Kohle und Gas in ihren Kraftwerken und die Menschen verbrennen das kostbare Erdöl in ihren viel zu großen, viel zu schweren und völlig übermotorisierten Geländewagen um in die Shoppingcenter auf der grünen Wiese zu fahren. Die Genkonzerne setzen ihre patentierten – und ohne ihre Dünge- und Pflanzenschutzmittel – Genplanzen rücksichtslos frei und kontrollieren den Anbau von Nahrungspflanzen. Andere Konzerne haben die Kontrolle über das Trinkwasser erlangt und verkaufen es zu ständig steigenden Preisen wie Öl und Gas, welche zum Heizen gebraucht werden. Und die Politiker schauen diesem Treiben tatenlos zu und winden sich wie der sprichwörtliche Aal, um sich nicht festlegen und keine Gesetze erlassen zu müssen, die den Konzernen schaden. Sie sind es, die letzen Endes die Verantwortung tragen für das was auf und mit dieser Welt geschieht. Aber auch wir tragen Verantwortung. Weil wir zugelassen haben, dass Versager, Ja-sager und Schwätzer in die Regierung gewählt wurden. Weil wir wussten, dass sie nichts ändern würden. Weil wir selbst nicht bereit waren uns zu beschränken und bewusst zu konsumieren und andern auch ein Leben in Würde zu ermöglichen.

Wundern brauchen wir uns nicht, wenn die Menscheit in Krieg, Hunger, Not, Naturkatastrophen und Verzweiflung untergeht. Aber noch können wir gegensteuern. Können uns wehren gegen die politischen Wendehälse, die nur an ihre Pfründen denken sobald sie erst mal die Macht in Händen halten. Wir müssen ihnen nur klar machen, dass die Klimakatastrophe nicht an den deutschen Grenzen halt macht und wir nur mit politischem Geschwafel kein Gramm CO2 binden können, sondern nur durch konsequentes Handeln. Wir müssen die Energieerzeugung zu 100% auf regenerierbare Energien umstellen und zwar so schnell es geht und nicht erst in 20 Jahren! Das ist möglich, man muss es nur wollen! Die Scheiss Atomkraftwerke müssen stillgelegt werden – ein für alle mal und endgültig! Die Automobilindustrie, das „Flaggschiff“ der deutschen Ingenieurskunst muss endlich ihren Arsch bewegen und mit dem Gejammer aufhören. Sie sollen umweltfreundliche und kleinere Autos bauen und nicht nach der Maxime handeln: größer höher, schneller, breiter weiter (bekanntermassen wird jede neue Generation eines Automodells immer größer, schwerer, stärker als die vorhergehende. Siehe VW Golf. Der Golf VI braucht trotz allem technischen Fortschritts und allem Schnickschnack immer noch soviel wie der Golf I – wo ist denn da der Fortschritt?)!

Wir müssen Wälder pflanzen wo keine mehr sind! Die genetische Vielfalt muss bewahrt und nicht Patente auf Lebewesen erteilt werden. Es gibt so viele Möglichkeiten sich zu engagieren. Tut was! Kämpft für Gaia, kämpft für Eure Zukunft und die Zukunft Eurer Kinder und Enkel! Und wenns sein muss, dann geht für eine saubere Umwelt auf die Strasse!

Eine geniale Erfindung…

…und garnicht mal so neu. Das Fahrrad! Während es heute in den industrialisierten Ländern nahezu ausschließlich als Sport- und Fitnessgerät gesehen wird, ist es in den Ländern der sogenannten Dritten Welt oft ein wichtiges, wenn nicht das einzige Massenverkehrsmittel. Der Vorteil des Fahrrades ist sein Energieverbrauch (der bei Null liegt!) und gleichzeitig im Betrieb keinerlei CO2-Emissionen verursacht. Ein Nachteil dieses, in seiner vordergründigen Einfachheit geradezu genialen Fortbewegungskonzepts mit Hilfe der Muskelkraft, ist eben dieses Konzept, sowie der fehlende Wetterschutz und die recht begrenzte Transportkapazität. Es erfordert den Einsatz von Körperkraft! Und obwohl es sagenhaft entspannend ist, mit dem Rad durch die Landschaft zu gleiten, die frische Luft zu atmen und dabei weder laute Geräusche, noch Abgase zu verursachen. Außerdem steht man mit dem Fahrrad nie im Stau! Ein geradezu unschätzbarer Vorteil.

Freilich ist es für den verwöhnten Mitteleuropäer und erst recht für den übergewichtigen Nordamerikaner (entschuldigt bitte diese platte Verallgemeinerung, aber man kanm diese Eigenschaften auch problemlos gegeneinander austauschen!) viel bequemer, zur Fortbewegung den Bleifuß zu benutzen und jeden Tag aufs Neue über die hohen Spritpreise zu jammern. Denn natürlich muss man zum Brötchenholen nicht auf ein Fahrrad steigen und seine eigene Körpermasse fort zu bewegen, sondern es ist absolut notwendig, immer mindestens 1 Tonne Auto mit wenigstens 200 kw dabei zu haben, am Besten noch in Form eines überdimensionalen Geländewagens. Schließlich muss man immer mit Regen rechnen oder damit, auf dem Grünstreifen parken zu müssen. Da ist es unerlässlich auf Allradantrieb und grobstollige Reifen zurück greifen zu können!

Die Fahrradtechnik ist trotz ihrer scheinbaren Primitivität sehr ausgeklügelt. Dazu kommt ein Wirkungsgrad, der zwischen 70 und über 90% liegt – für ein technisches Gerät ist das geradezu unglaublich. Und selbst der Mensch kweist nur einen Wirkungsgrad von 25% auf. Wenn das mal nicht die idealen Voraussetzungen für eine sonnige Zukunft des Fahrrades sind?

Fahrräder gibt es in den verschiedensten Ausführungen, speziell abgestimmt auf den jeweiligen Einsatzzweck. Hier gibt es eine Sammlung von unterschiedlichen Fahrradtypen mit interessanten Bildern. Schaut Euch das mal an und lasst Euch inspirieren. Besonders im Kommen sind in unseren Breiten die sogenannten Liegeräder. Nicht jedermanns Ding – zugegeben – aber damit kann man so richtig Speed machen und unbestätigten Gerüchten zufolge machen Liegeräder regelrecht süchtig. Probiert es einfach mal aus! Auf www.Liegerad-Fernweh.de gibt es einen humorvoll geschriebenen Artikel, wie das Liegerad erfunden wurde. Außerdem gibt es ein Liegeradmagazin, dass interessanten Meldungen rund um das Thema veröffentlicht (mit etlichen Links zu Liegeradseiten).

Ziemlich unangenehm, neben der schon erwähnten Wetterabhängigkeit, kann das Fahrradfahren in bergigen Gegenden werden, wenn es mal so richtig steil zur Sache geht. Da bleibt unsereinem (und damit meine ich durchaus mich selbst!) schon mal die Luft weg und kurz danach werden dann die Waden „sauer“. In dem Fall ist ein Rad mit Unterstützung durch einen kleinen aber leistungsfähigen Elektromotor, gespeist durch einen nicht allzu schweren Akku, nicht zu unterschätzen! Aber auch hier bieten die Hersteller schon ein breites Spektrum an Produkten an und für fast jeden Geldbeutel erschwinglich.

Weitere Links (diese Liste erhebt bei weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit):

Liegeräder (Artikel bei Wikipedia):

Liegedreirad

Liegedreirad gefunden auf http://www.liegeraeder.de/

konventionelle Fahrräder:

Lastenfahrräder:

Elektrobikes und -fahrzeuge:

Rex Elektrofahrrad

Rex Elektrofahrrad

Velomobile:

Go-One Velomobile

Go-One Velomobile gesehen auf: http://www.ecofriend.org/

Wenn man die Menschen dazu bringen kann, sich aufs Fahrrad zu setzen, kann sehr viel mehr für Gaia getan werden, als mit den sparsamsten Autos mit Verbrennungsmotor. Die einzigen, die darunter zu leiden hätten, wären die Ölkonzerne und das ist denen vermutlich nicht zuzumuten. So zahlen wir alle fleissig weiter und jammern lieber, anstatt den Energiemultis eine lange Nase zu drehen und uns auf einen Drahtesel zu setzen.

Ich persönlich könnte mir durchaus vorstellen, meine tägliche geschäftliche Fahrerei mit einem pedal- und/oder elektrogetriebenen Fahrzeug zu erledigen. Dabei stelle ich mir so eine Art Tretauto vor, wie es Kinder haben. Natürlich erwarte ich Hitech. Vielleicht Carbon-Rahmen und Leichtmetallfelgen. Das ganze mit vier Rädern, das versteht sich von selbst und außerdem einer gut abgestuften Kettenschaltung. Bedauerlicherweise hab ich sowas noch nirgends gesehen und um mir das selber zu bauen bin ich vermutlich ein wenig zu doof. Aber vielleicht geschehen noch Zeichen und Wunder und irgendein einfallsreicher Mensch bringt ein solches Teil doch noch auf den Markt. Oder hat von Euch jemand schon so was in der Art gesehen und kann mir einen Link senden? Herzlichen Dank dafür im Voraus!

Hier habe ich eine besondere Spezialität für diejenigen unter uns gefunden, die gern etwas mehr investieren möchten. Ein ganz außergewöhnlicher Fahrradrahmen aus Bambus wird auf der Website von Calfee Design angeboten. Sieht nicht nur schick aus, ist auch ne ganz neue Erfahrung würde ich meinen. Nicht ganz billig aber ökologisch mal was anderes!

Mountainbike mit Bambusrahmen gefunden bei CalfeeDesign

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