Die stille Invasion!

In einem Artikel auf n-tv vom 13.7.2009 (WWF: Gefahr für heimische Arten: Einwanderer setzen sich durch) wird einmal mehr auf die Bedrohung einheimischer Tierarten durch Invasoren aus fremden Gefilden aufmerksam gemacht. Dieser Bedrohung hat man den Namen „stille Invasion“ gegeben, da sie lautlos, aber nichts desto weniger tödlich für viele einheimische Arten verläuft. In den Ballastwassertanks großer Ozeanriesen überqueren unzählige Lebewesen die Meere und werden am Zielort der Schiffe mit dem abgepumpten Ballastwasser in die Freiheit entlassen. Hier treffen diese fremden Wesen auf einheimische Arten, die nicht im geringsten auf diese Eindringlinge vorbereitet sind und sich darum auch meist nicht zur Wehr setzen können. Ein Beispiel dafür ist die chinesische Wollhandkrabbe, die in Konkurrenz zu einheimischen Fischarten trat und durch ihre ungehemmte Ausbreitung (sie hat so gut wie keine natürlichen Feinde) die Flora und Fauna fließender Gewässer bedroht. Aber sie ist bei weitem nicht die einzige Art, die im Rahmen einer groß angelegten, selbstverständlich vom Menschen zu verantwortende biologische Invasion fremde Lebensräume erobert.

Da sich diese Invasion unter Wasser abspielt, entgeht sie meist dem Auge des aufmerksamen Beobachters. Ganz im Gegensatz zu der nicht minder erfolgreichen Pflanzeninvasion sogenannter Neophyten. Die meisten kennen z. B. die mächtige Herkulesstaude oder Riesenbärenklau, deren gefährliches Gift die menschliche Haut verätzen und gegen Sonnenlicht extrem empfindlich macht. Schwerste Verbrennungen sind die Folge, die sehr langsam heilen und gräßliche Narben hinterlassen. Oder das indische Springkraut, dass immer mehr Flussufer überwuchert und alle anderen einheimischen Pflanzen verdrängt. Dazu kommt, das dieser Eindringling den Boden durch sein Wurzelwerk lockert, was bei hohem Wasserstand zu einer enormen Erosion führt.

Der WWF und andere Umweltschutzorganisationen weisen seit längerer Zeit auf dieses Problem der Verschleppung fremder Arten hin. Technische Möglichkeiten dies zu verhindern, sind entwickelt worden und einsatzbereit. Allerdings fehlt sowohl der politische Willen, als auch die Möglichkeit die Reedereien zum Handeln zu zwingen, die ihre Schiffe unter Billigflaggen fahren lassen. Aber es wäre absolut ausreichend, solchen Schiffen die Einfahrt in die Gewässer der Europäischen Union zu untersagen, die nicht mit Anlagen ausgerüstet sind, die beim Ablassen des Ballastwasser die darin befindlichen Lebewesen zu töten. Aber wir ahnen alle, dass hier mal wieder andere, pekuniäre Interessen vorrangig sind. Sonst wäre eine Lösung dieses Problems bereits ernsthaft angegangen worden.

Betrachten wir diese Invasionen einmal als einen Hinweis darauf was passiert, wenn Tier- und Pflanzenarten in eine Umgebung gelangen, in der sie von Natur aus nicht hingehören, so müssten wir eigentlich sofort hellhörig werden, wenn von Gentechnik die Rede ist! Pflanzen und Tiere, erst einmal eingeschleppt, können nicht mehr zurückgeholt, oder vernichtet werden. Sie verbreiten sich explosionsartig und verdrängen die einheimischen Arten und können uns auf diese Weise sogar im schlimmsten Fall die Lebensgrundlagen entziehen. Kleines Beispiel? Bitte sehr – Mnemiopsis leidyi, eine Rippenquallenart, wurde in den 80er Jahren in den Ballastwassertanks von Frachtschiffen ins Schwarze Meer eingeschleppt. Binnen weniger Jahre vermehrte sie sich derartig (es gab logischerweise keine natürlichen Fressfeinde), dass die Fischerei im Schwarzen Meer nahezu zusammenbrach!

Das gleiche passiert, wenn ein gentechnisch veränderter Organismus, ein sogenannter GVO, freigesetzt wird. Man kann ihn nicht mehr zurück holen. Handelt es sich dann um einen Organismus, der eigenes Gift produziert um Schädlinge abwehren zu können, wie z. B. der Genmais MON810 von Monsanto (der sein eigenes Gift gegen den Maiszünsler produziert), breitet auch der sich in der Umwelt aus. Niemand kann garantieren, dass sich daraus im Rahmen von Mutationen durch Einkreuzung anderer Sorten nicht irgendwann ein giftiges Monster entsteht, dass beisüielösweise dem Riesenbärenklau ähnelt? Aber die Politiker und vor allem die Manager der Genkonzerne sehen überhaupt nicht die geringste Gefahr dabei. Das macht nicht nur mir Angst!

weiterführende Links:

  • WWF – Deutschland (Umweltschutzorganisation – Am 11.September 1961 in der Schweiz gegründet).
  • BUND für Umwelt und Naturschutz (Umweltschutzorganisation – Zitat: Am 20. Juli 1975 gründen Horst Stern, Prof. Bernhard Grzimek, Dr. Herbert Gruhl und 19 weitere Natur- und Umweltschützer in Marktheidenfeld den Bund für Natur- und Umweltschutz Deutschland. Zum Vorsitzenden wird Bodo Manstein gewählt. 1977 erfolgt die Umbenennung des Verbandes in Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND).
  • Nabu – Naturschutzbund Deutschland e. V. (Umweltschutzorganisation – Zitat: Der NABU wurde 1899 in Stuttgart von Lina Hähnle (1851-1941) als „Bund für Vogelschutz“ (BfV) gegründet).
  • Greenpeace (Umweltschutzorganisation – Zitat: Seit 1971 setzt sich Greenpeace für den Schutz der Lebensgrundlagen ein. Gewaltfreiheit ist dabei das oberste Prinzip. Die Organisation ist unabhängig von Regierungen, politischen Parteien und wirtschaftlichen Interessengruppen. Greenpeace arbeitet international, denn Naturzerstörung kennt keine Grenzen).
  • Natur: Das Fremde in unserem Garten (Artikel auf FocusOnline 4.5.2009).
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Monsanto auf dem Holzweg?

Es freut mich außerordentlich, mal einen Post ganz nach meinem Geschmack veröffentlichen zu können. Mag sein, dass es nur ein Etappensieg war und es ist nicht anzunehmen, dass Monsanto sich so einfach geschlagen gibt.  Aber ja, es ist so, Monsanto hat seine Klage vor einem Gericht gegen das Verbot der Aussaat  seines Genmais MON810 verloren. Zurecht jubiliert Greenpeace („Gericht bestätigt Gen-Mais-Verbot“, Artikel vom 5.5.09) ob der erstaunlichen Tatsache, dass endlich mal ein Gericht es wagte,

die Umwelt- und Verbraucheranliegen über die Interessen von Industriekonzernen gestellt. Die Entscheidung ist auch ein Erfolg für die Mehrheit der Verbraucher, die den Anbau von Gen-Pflanzen ablehnt!

Auch FAZNET (Niederlage für Monsanto: Gericht bestätigt Genmais-Verbot, Artikel vom 5.5.09) erkennt an, das…

…nach Auffassung der Richter sind jene Gefahren für die Umwelt vorhanden, wie sie das Gentechnikgesetz für ein solches Verbot verlangt. Dazu müssten keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse vorliegen, aus denen diese Gefahren zweifelsfrei herzuleiten seien. Es genüge, so heißt es in dem Beschluss, wenn sich aus neuen oder zusätzlichen Informationen Anhaltspunkte dafür ergäben, dass Menschen oder Tiere geschädigt werden könnten.

Und die unvermeidliche bayrische Wasserpfeife Horst Seehofer, erkennt ein…

„…unübersehbares Signal an den Agrokonzern Monsanto, der ohne Rücksicht auf Interessen der Bevölkerung handelt.“

Das weiss natürlich jeder, der sich ein wenig mit der Materie beschäftigt. Monsanto, die Konzernkrake aus den USA, der seine gierigen Fangarme nach allen landwirtschaftlichen Flächen dieser Erde ausstreckt, hat nicht das geringste Interesse am Wohlergehen der Menschheit und erst recht nicht an der Gesundheit seiner Mitarbeiter. Das haben diese Verbrecher oft genug bewiesen.

Gleichzeitig lobt Seehofer seine Parteifreundin Aigner über den grünen Klee für ihre mutige Entscheidung, wobei er verheimlicht, dass genau diese Ministerin den Anbau der genveränderten Kartoffel Amflora gestattet hat. Warum auch immer. Vielleicht liegts ja daran, dass Amflora das Lieblingskind von BASF ist und die haben ihren Sitz in Deutschland.  Wer ein klein wenig tiefer in die Wunder der bayrischen Logopädie (Artikel auf FAZNET vom 3.5.2009) einsteigen und die wundersame Wandlung des Seehofer Horst vom Saulus (als Landwirtschaftsminister war er ein glühender Verfechter der Gentechnik) zum Paulus (als bayrischer Ministerpräsident kämpft er nun – dank vergeigter Zweidrittelmehrheit – mit messianischem Eifer gegen die Macht der Genkonzerne, die Gentechnik im allgemeinen und den drohenden Machtverlust) in knappen Worten nachvollziehen will, der lese sich den Artikel durch. Man muss schmunzeln, obgleich man kotzen könnte. Hier sieht man, wie „wandlungsfähig“ Politiker doch sind.

Und wieder muss ich den ollen Konrad Adenauer zitieren, denn sein berühmt-berüchtigter Ausspruch ist heute aktueller denn je…

…“wat schert mich mein Jeschwätz von Jestern!“

Was dann dazu führt, dass Aigner ungerührt erst dem Genmais den Halm durchschneidet um keine zwei Wochen später ein Halleluja auf die Genkartoffel Amflora zu singen. Was tut man nicht alles, um die Macht zu behalten? Richtig, alles!

weiterführende Links:

Die Interessen der Genkonzerne!

Fakt ist in Europa, dass die Mehrheit der Menschen (sowohl Verbraucher, als auch Landwirte) keine Gentechnik wünscht, weder als Nutzpflanzen auf dem Acker, noch in Form von Genfrass auf dem Teller.

Mal abgesehen davon, dass dies trotzdem hin und wieder der Fall ist und man durchaus das Zeug konsumiert, obwohl man es nicht will, weil man es auf Grund der unklaren Gesetzeslage zur Kennzeichnungspflicht garnicht oder nur sehr schlecht von gentechnikfreien Nahrungsmitteln unterscheiden kann, scheint es überhaupt jemanden zu interessieren, was der Verbraucher (also der Kunde und damit angeblich der König!) will und was nicht! Die Industrie, die ihren Reibach mit dem Verkauf der gentechnisch veränderten Saat machen und ebenso mit den sogenannten „Pflanzenschutzmitteln“, die in Wahrheit ja nichts anderes sind als gefährliche Giftstoffe, nimmt für sich das Recht in Anspruch, Gewinne einzufahren, auf Teufel komm raus. Ob der Landwirt oder der Verbraucher das wollen, interessiert sie nicht die genveränderte Bohne.

Für meine Begriffe ist noch nicht einmal relevant, ob gentechnisch veränderte Pflanzen und die daraus erzeugte Nahrung nun schädlich für die Organismen oder die Natur und die Artenvielfalt sind. Massgeblich kann doch nur der Wunsch der Menschen sein, ob sie das Zeug fressen wollen oder lieber nicht. Niemand hat das Recht, jemanden zum Konsum solcher Nahrungsmittel zu zwingen, allein aus dem Grund heraus, weil die Herkunft gezielt verschleiert und die Menschen in Unwissenheit gehalten und desinformiert werden. Jeder muss das Recht haben, die Entscheidung bewusst zu treffen, ob er gentechnisch veränderte Nahrung zu sich nehmen will oder nicht.

Klar, dass die Genkonzerne das anders sehn. Die wollen Umsätze machen und darum wollen sie die Menschen bewusst im Unklaren lassen. Steigt dann der Absatz gentechnisch veränderter Nahrungsmittel, wird dies als Zustimmung und steigende Akzeptanz gewertet und dementsprechend ausgeschlachtet. Aber auch die Wissenschaftler stossen in das selbe Horn. So wie dieser Herr hier (Interview mit dem Phytomediziner und Pflanzenbiologen Andreas Schier in „Forscher zu Gentechnik – Es gibt keine neuen Erkenntnisse, die ein Verbot rechtfertigen“; Artikel vom 2.3.2009 auf Spiegel Online), der absolut kein Verständnis für die Bedenken der Menschen aufbringen kann und empört darüber ist, dass Gentechnikgegner Felder von den gentechnisch veränderten Monsterpflanzen „befreien“. Dies sei…

…keine Notwehr (wie Gentechnikgegner behaupten), sondern Willkür!

Man kann es aber auch durchaus anders herum sehen, nicht wahr? Monsanto, aber auch andere Genkonzerne, sind für ihre Willkür und die eigenwillige Auslegung von rechtlichen Vorschriften und Gesetzen, bekannt! Man denke hier beispielsweise an den Umgang von Monsanto mit PCB, dessen Schädlichkeit zwar schon längst bekannt war, aber für diesen Monsterkonzern kein Grund war, die Produktion einzustellen, oder gar Schutzmaßnahmen für die Menschen zu ergreifen. Und weiter fabuliert Schier…

Die Angst vor dem Unbekannten ist ein bekanntes und auch nachvollziehbares Phänomen, vor allem, wenn diese Angst noch geschürt wird. Neutrale und sachliche Aufklärungsarbeit tut Not, das zeigt schon die Tatsache, dass immer noch fast 40 Prozent der Deutschen meinen, nur gentechnisch veränderte Tomaten hätten Gene.

Oder…

…es gab und gibt keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse, die ein solches Verbot (des Genmais MON810) rechtfertigen würden. Die weltweiten Anbauzahlen gentechnisch veränderter Pflanzen steigen beständig. Die Technik hat sich längst bewährt. Angesichts der großen Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenverknappung und Bevölkerungswachstum wird sie sich weiter durchsetzen.

Will wohl auf Deutsch heissen: Gegner der Gentechnik sind einfach zu doof, um die überragenden Vorteile dieser „Zukunftstechnologie“ zu erkennen. Manche wissen noch nicht einmal, dass auch gentechnisch nicht veränderte Tomaten aus Genen bestehen. Warum das allerdings ein Argument dafür sein soll, dass man an den Genen nach belieben herumfummeln können soll, erschliesst sich mir in diesem Zusammenhang leider nicht. Wer hätte gedacht, dass Kinder in Afrika oder den USA mit offenem Rücken (Spina bifida, Artikel auf Wikipedia) geboren werden, nur weil deren Eltern keinen Genmais gegessen haben (so jedenfalls Andreas Schier)?

Aber vermutlich bin ich dazu ebenfalls zu dämlich. Macht aber nix, macht garnix.!Ich will keinen Genmais und auch keine andere genveränderte Pflanze. Nicht als Tierfutter und schon garnicht als Nahrung für Menschen.

weiterführende Links:

Monsantos Gen-(Scheiß)Mais Mon810 auf der Kippe!

Manchmal glaube ich wirklich wieder an die Demokratie, besonders, wenn ich das Gefühl habe, dass Protest irgend etwas bewirken kann und gerade ist mir danach zu Mute. Greenpeace meldet heute unter der Headline „Wird der Anbau von Gen-Mais endlich verboten? Landwirtschaftsministerin Aigner kündigt Überprüfung an„, dass möglicher weise bald mit einem Aus für die „Gen-Scheiße“ Mon810 von Monsanto in Deutschland zu rechnen sei!. Und der Grund seine Mängel im vorgeschriebenen Überwachungsprogramm. außerdem habe die Ministerin nach Medienberichten erkannt, man höre und staune, dass…

…Gentechnik von den Verbrauchern und auch von vielen Landwirten nicht gewollt wird…

…das hört sich zumindest erstaunlich an, jedenfalls für mich!

Wie (mehr oder eher weniger) genau es Monsanto mit Kontrollen der Auswirkungen seiner zumeist umweltschädlichen Produkte nimmt, zeigen die Vorgänge um den PCB-Skandal oder die Verseuchung weiter Landstriche mit dem hochtoxischen Gift Dioxin (dieses Gift war Bestandteil des Entlaubungsgiftes Agent Orange, das von den US-Truppen im Vietnam-Krieg gegen Nordvietnam und den Vietcong eingesetzt wurde. Noch heute leiden unzählige Menschen an den Auswirkungen des Gifteinsatzes. Die Zahl der Kinder in Vietnam, die auch Jahrzehnte nach dem Einsatz des Giftes mit schwersten Behinderungen geboren werden ist nach wie vor sehr hoch! Viele ehemalige US-Soldaten, die in Gebieten eingesetzt wurde, über denen man das Gift versprüht hatte, leiden heute an Krebs und anderen Krankheiten, oder sind bereits daran gestorben!) aber auch die laufende unkontrollierte Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen überall auf unserem Planeten.

Diesem mächtigen Konzern, der außerdem geradezu kriminell-konspirativ versucht die Kontrolle über die Nahrungsmittelproduktion der Erde zu erlangen (schließlich stammen 90% des gentechnisch veränderten Saatgutes und die dazu gehörenden Pesti- und Herbizide aus seiner Produktion) darf man ruhig zutrauen, dass er mit Hilfe von Korruption, Verleumdung und massivstem politischem Druck (die Mitarbeiter von Monsanto wechseln von dem Konzern in die US-Landwirtschaftsbehörde und wieder zurück, als wären sie ein und dasselbe – und vielleicht ist es das ja auch!) versucht seine Interessen durch zu setzen und zwar nur seine.

Es ist hohe Zeit, dass Monsanto die Grenzen aufgezeigt werden und wenn dies ausgerechnet durch unsere Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner geschieht, umso besser! Allerdings kann und darf das kein Grund für uns sein, in unseren Bemühungen nach zu lassen über die Gefahren der Gentechnik aufzuklären und gegen ihren Einsatz in unserer Landwirtschaft zu kämpfen.

Wir müssen auch darauf bedacht sein, nicht nur gegen Monsanto zu kämpfen und darüber vergessen, dass zwei ebenfalls weltweit engagierte Chemie- und Genmultis – Bayer und BASF – direkt in unserer Mitte sitzen und die gleichen Ziele haben wie der US-Konzern – Macht, Kontrolle und Profit!

weiterführende Links:

Den Teufel mit Beelzebub austreiben?

Heute fand ich den Artikel „Lobbyismus in deutschen Ministerien – Verbotene Einblicke in Politik?“ auf tagessau.de (sorry, freudscher Versprecher!) tagesschau.de. Im ersten Bericht über den Einsatz externer Personen in der Bundesverwaltung für das Jahr 2008 listet das Bundesinnenministerium 59 Externe auf. Angeblich ist die Zahl von vormals 100 damit auf fast die Hälfte gesunken. Allerdings beruht dies offenbar auf der Tatsache, dass die Definition dessen, was als externer Mitarbeiter zu werten ist, nun ein wenig enger gefasst wird und schwupps…schon sinkt die Zahl drastisch!

Dieser so genannte Lobbyismus hat sich in der Politik verbreitet wie eine Seuche, sobald man den Konzernen die Möglichkeit eröffnete, ihre (vermutlich verdientesten und am besten geschulten Mitarbeiter) als „Leiharbeitskräfte“ in die Ministerien zu entsenden, sie dann großzügig weiter zu bezahlen und den Staat damit „finanziell zu entlasten“. Besonders kritisch ist der Lobbyismus im Gesundheitswesen, wo die Brüder vom lukrativen Orden der Pharmakonzerne seit mehr als 30 Jahren erfolgreich jede sinnvolle Veränderung torpedieren! Und die Versicherten und Patienten werden im Namen der Krankenkassen ausgenommen wie die Weihnachtsgänse!

Die Frage ist:“Sind unsere Politiker, die von uns gewählten Volksvertreter, wirklich solche Schwachköpfe, dass sie ihre Arbeit von gesponsorten Gastarbeitern erledigen lassen müssen? Oder schickt die Industrie diese Leute um sich selbst das Wasser abzugraben und Gesetze zu erarbeiten, die ihr irgendwelche Fesslen auferlegen? Oder tun diese Leute einfach nur das, wofür sie von den Konzernen bezahlt werden – nämlich deren Interessen vertreten?“ Jedenfalls scheint nicht die geringste Neigung vorhanden zu sein, diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Denn wer schön brav den Konzernen zuarbeitet und sich als Politiker nicht in die Gesetzgebung einmischt (außer bei den Abstimmungen über diese industriegerecht vorbereiteten und ausgearbeiteten Gesetze), der kann auch auf deren Dankbarkeit zählen und zwar in Form eines ordentlich bezahlten Jobs in irgendeinem  Verwaltungs- oder Aufsichtsrat.

Das die Initiative zu dieser Invasion der Konzerne in den Ministerien nicht ausschließlich von den Konzernen, sondern auch und vor allem von den Behörden selbst ausgeht, zeigt der Bericht „Einsatz externer Mitarbeiter beim Bund – Auf die Großzügigkeit der Unternehmen angewiesen“. Und da erwartet wirklich jemand, die Regierung sei unabhängig? Nicht wirklich, oder?

Welchen Einfluss auf die Regierung die Konzerne mitlerweile erlangt haben, sollte das Beispiel von Monsanto zeigen, einem weltweit aktiven Genkonzern, der seine Finger in nahezu jedem schmutzigen Geschäft drin hat, das man sich vorstellen kann. Schaut Euch das Video von YouTube an, dann wisst Ihr was ich meine.

Zur Information, Monsanto (hier die Unternehmens-Homepage, die Euch die schöne, neue, gleichgeschaltete und genveränderte Zukunft zeigt! Übrigens wird diese Homepage von WOT, dem Mozilla Firefox-addon als nicht besonders vertrauenswürdig eingestuft) stellte für die US-Streitkräfte im Vietnamkrieg das Entlaubungsmittel Agent Orange her, ein furchtbares Gift, dass auch Jahrzehnte nach seinem großflächigen Einsatz über Vietnam immer noch Fehlgeburten bei Menschen verursacht, die damals von dem Giftnebel getroffen wurden, oder die in den betroffenen Gebieten heute leben. Die Opfer, amerikanische GI´s und vietnamesische Bauern haben bis heute keinen Cent Entschädigung erhalten, weil Monsanto keinen Zusammenhang zwischen dem Einsatz dieses Umweltgiftes und den Todes- und Krankheitfällen bei den Betroffenen sehen will. Wie man sieht, hat Monsanto viel Dreck am Stecken und was das ganze noch perverser macht, der Konzern spielt sich nun als Retter der Menschheit auf, weil er mit seinem genveränderten Saatgut das Ernährungsproblem lösen will – gegen Bares versteht sich. Man lässt sich Lebewesen und Pflanzen patentieren, und zwingt Bauern, die sich auf den Anbau von z. b. transgenem Mais (MON810) einlassen dazu Dünge- und Pflanzenschutzmittel bei Monsanto zu kaufen, die dieser braucht um zu gedeihen. Tut man das nicht, geht die Ernte kaputt und die Bauern sind pleite. Ob jetzt der Mais für Lebewesen ungefährlich ist oder nicht, interessiert offenbar niemanden (der begründete Verdacht besteht dass Vieh, welches mit dem Mais gefüttert wurde, unfruchtbar und anfällig für Krankheiten wird – warum also sollte das Genzeug ausgerechnet beim Menschen keine gefährlichen Folgen zeitigen?).

Aber während hierzulande Herr Seehofer, der Landwirtschaftsminister und designierte bayrische Ministerpräsident die Meinung vertritt, der Genmais sei harmlos und man könne ihn ruhig hier kommerziell anbauen, geht Monsanto bereits einen Schritt weiter. Der Konzern kaufte das Unternehmen Delta & Pine Land, das seit etwa 1983 in Zusammenarbeit mit dem US-Landwirtschaftsministerium (das muss man sich mal ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen!) an einer Methode gearbeitet hat, um gentechnisch verändertes Saatgut zu gewinnen, das nicht für eine Wiederaussaat genutzt werden kann, weil die Samen unfruchtbar sind – das heisst in dürren Worten: wird gentechnisch verändertes Saatgut von Monsanto gekauft, kann man zwar die Samen nach der Ernte sammeln, aber sie sind durch Manipulation nicht fruchtbar und können nicht wieder ausgesät werden. Der Landwirt muss also wieder Saatgut von Monsanto kaufen, oder spezielle Chemikalien, die die Samen wieder aktivieren! Schöne neue Gentech-Welt!

Weiterführende Links:

Und dies sind die anderen Global Player, die mit Monsanto zusammen den elitären Club (andere  würden dies weniger vornehm als Kartell bezeichnen) der Genkonzerne bilden, die die Macht über die Nahrungsmittelerzeugung der gesamten Welt zu erringen trachten:

  • Bayer CropScience Homepage des Unternehmens (ein echter Werbeprospekt des chemischen Grauens in Hochglanzbildern)
  • DuPont Homepage des Unternehmens (hier zum Vergleich der Artikel zu DuPont auf Wikipedia)
  • Syngenta Homepage des Unternehmens (auch hier wieder der Artikel zu Syngenta auf Wikipedia um einen etwas unabhängigeren Eindruck zu gewinnen. Wenn man diese deutsche Syngenta-Seite betrachtet, bleibt einem allerdings die Spucke weg. Denn hier bezeichnet sich Syngenta als – Zitat: weltweit führendes Agribusiness-Unternehmen, das sich durch innovative Forschung und Technologie für eine nachhaltige Landwirtschaft einsetzt – da gehört schon einiges an Dreistigkeit dazu, nicht wahr?).

Jede Krise hat auch ihre Gewinner

Irgendein schlauer Kopf hat einmal gesagt, dass jede noch so große Krise immer auch Potenzial für neue Chancen in sich birgt und dass immer dann, wenn viele Unternehmen und Personen herbe Verluste zu beklagen haben, auch ein paar Gewinner zu finden sind.

Bei Kriegen sind das in der Regel diejenigen – auf beiden Seiten der Front – die die Waffen herstellen. In dieser Finanzkrise, die unsere Welt der Globalisierung zur Zeit bis in die Grundfesten des kapitalistischen Systems erschüttert, heisst der Gewinner Monsanto. nt-v.de berichtet am 08.10.2008 in einem Artikel wie gut es dem Konzern geht, der wegen seiner Umweltschweinereien (Gentechnisch verändertes Saatgut wie der berüchtigte Genmais MON810, Unkrautvernichtungsmittel und sonst noch so allerlei, was zwar gut für die Konzernkassen, aber keinesfalls gut für unsere Mutter Erde ist!) überall bekämpft und kritisiert wird.

Überall, wo mit beispielloser Ignoranz versucht wird, die Interessen der Genkonzerne durchzusetzen, hat Monsanto seine schmutzigen Finger im Spiel. Seit einiger Zeit ist der Konzern sogar eine strategische Partnerschaft mit dem deutschen Chemieriesen BASF eingegangen. Bis 2012 will man gemeinsam einen besonders zähen und gegen Trockenheit immunen Genmais auf den Markt bringen. Da werden die Umweltaktivisten einiges zu tun bekommen, wenn dieses verseuchte Saatgut – nur zu unserem Besten versteht sich – auf deutschen Ackerflächen freigesetzt wird. Jetzt, da sich aller Augen auf die einander überschlagenden Meldungen aus dem Finanzsektor richten, muss besonders auf Gesetze und Verordnungen geachtet werden, die in dem Wust aus Schreckensnachrichten untergehen und so durchs Parlament gewunken werden, ohne dass die Öffentlichkeit Notiz davon nimmt.

Diesen verbrecherischen Chemiekonzernen muss das Handwerk gelegt werden, Wir dürfen nicht zulassen, dass sie diesen wunderbaren Planeten als ihr eigentum betrachten und ebenso alles, was Gaia hervorgebracht hat. Schließt Euch zusammen. Gründet Umweltgruppen, klärt die Menschen auf über die verbrecherischen Aktivitäten dieser Konzerne und bringt ihre Machenschaften ans Licht. Umweltschutz und Menschenrecht müssen immer Vorrang vor dem Kommerz und der Geldgier haben. Zeigt den Genkonzernen die rote Karte!

Neues vom Gen-Mais MON810

wer gedacht hat, mit einem Verbot von gentechnisch veränderten Pflanzen, wie z. B. MON810 von Monsanto, sei es getan, und dem Umweltschutz damit Genüge getan, der hat sich aber so was von geirrt! Greenpeace berichtet in einem Artikel vom 15.08.2008 unter der Headline „Maissaatgut von illegalem Gen-Mais verunreinigt“.
Bei den betreffenden Gen-Maissorten handelt es sich allerdings um Bt11 und Herculex (DAS-59122-7) die von den Genkonzernen Syngenta und Pioneer hergestellt werden. Wie ernst die Hersteller von Genpflanzen und die von ihnen gekauften Bauern die Anbauverbote von Regierungen in Wirklichkeit nehmen, zeigt schon die Tatsache, dass auch nbicht zugelassene Sorten sogar in Deutschland angebaut werden (natürlich müssen diese bei Entdeckung vernichtet werden, aber wer garantiert denn, dass diese in jedem Falle entdeckt werden?).
Jetzt könnte man freilich die Vermutung äußern, dass Saatgut bewusst mit solchen verbotenen Sorten angereichert wird, um deren Ausbreitung zu fördern, quasi als eine Art gigantischer Freilandversuch. Wenn dann die gentechnisch veränderten Sorten erstmal freigesetzt sind, kann man sie sowieso kaum noch eindämmen und dann gibt es auch keinenGrund mehr, die Verbote aufrecht zu erhalten.
Von 438 in Deutschland unterscuhten Mais-Proben waren 9 mit genmanipulierten Organismen verunreinigt! Ist das nicht wunderbar? Jeder macht was er will und die Umweltschützer kämpfen nicht nur gegen die Windmühlenflügel der Genkonzerne, sondern auch noch gegen die Dummheit und Leichtgläubigkeit der Behörden – in allen Ländern!