Bürgerdialog oder doch KanzlerInnenmonolog?

Prima Idee? Muddi und Qualle Junior wollen wissen wo „die Bürger“ der Schuh drückt? Das ist ja mal ganz was Neues! Und ich geb Euch Brief und Siegel, mit „die Bürger“ oder „das Volk“ sind diejenigen gemeint, die sich für die Mitte der Gesellschaft und mithin für den Nabel des Universums halten und sich alljährlich darum sorgen, ob sie nun zwei- oder dreimal im Jahr in Urlaub fahren können müssen, um jemand zu sein! Die Leute, die am Ende des Geldes immer noch ziemlich viel Monat übrig haben, die frägt mal wieder keine Sau. Denn das, was die zu sagen haben, will eh keiner hören!

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Keiner hat ihn lieb – Sigmar allein zu Haus!

Von allen guten Geistern ist Gabriel ja schon seit Längerem verlassen. Und nun lassen ihn auch noch „seine“ Genossen sitzen? Verwunderlich ist es allerdings nicht. Schließlich ist Siggi Pop bekannt dafür, bislang noch jedem ans Bein gepinkelt zu haben, wenn es ihm in den Kram passte! Und das wird weder vergessen, noch vergeben! Erschwehrend kopmmt noch hinzu, dass der SPD-Chef – außer sich selbst – keinerlei politische Botschaften, oder gar Inhalte zu vermitteln hat und damit wiederum kann man nur schwer den wankelmütigen Wähler überzeugen, seine Stimme ausgerechnet der Partei zu geben, die erst den Sozialstaat zertrümmerte und nun, nachdem sie versucht, wenigstens ein paar kleinere und unbedeutende Bruchstücke wieder zusammenzusetzen damit nicht die gesamte Gesellschaft kollabiert. Natürlich versucht man zeitgleich, dies als fundamentale sozialdemokratische Politik zu verkaufen, auf die selbst Willy Brandt stolz gewesen wäre. Dabei überhört man geflissentlich dieses penetrante und ohrenbetäubende Geräusch, welches entsteht, wenn ein echter Sozialdemokrat mit Namen Willy Brandt in seiner Gruft rotiert, wie ein Hilti Bohrhammer!
Mittlerweile müsste jedem Wähler in Deutschland klar geworden sein, dass Sigmar Gabriel nicht viel mehr ist als eine Phrasendreschmaschine! Muddi wird sich freuen, denn die sagt, nach alt bewährter Manier, mal wieder nichts und wird deswegen über den grünen Klee gelobt ob ihrer Weitsicht! Es reicht eben nicht aus, mit dem Profil eines Bierfasses durch die deutsche Politik zu stolpern. Es kommt nämlich auf den Inhalt an!

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Versucht mal Euer Geld zu zählen, während Ihr die Luft anhaltet…

Jahrzehntelang hat man bei RWE jedes Jahr hunderte Millionen und Milliarden von DM, später Euro eingesackt und sie nachhaltig in die Vorstandsgehälter und Managerboni investiert und nun sollen die Zeiten des Überflusses ein für alle mal vorbei sein?

Auf Atomkraft gesetzt und Kohle verstromt, ohne Rücksicht auf die Umwelt und zu Lasten der Gesellschaft, den Ökostromboom verpennt und noch immer keinen Plan, wie man auch weiterhin den Energiemarkt beherrschen kann? Tja, ein fossiler Ideenträger (auch ich mag solche Wortspiele einfach) wie Peter Terium wird nie verstehen und akzeptieren, dass die sinnvollste und ökologischste Art der Energieerzeugung die dezentrale Energieerzeugung ist. Da muss er in Zukunft wohl kleinere Brötchen backen, denn irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass dieser Saftladen systemrelevant ist und deswegen von Staats wegen gerettet werden muss. Obwohl, was ist schon sicher in diesem Land? Die Vernunft wohl nicht!

Dennoch finde ich es immer wieder allerliebst, wenn Herr Terium mit feuchten Augen und tränenerstickter Stimme die „Planwirtschaft“ der Bundesregierungen geißelt und zugleich den Untergang des marktliberalen Abendlandes heraufbeschwört. Ein deutliches Zeichen dafür, dass er nicht einmal im Ansatz verstanden hat, um was es geht und nicht einsehen will, dass auch Marktwirtschaft planen muss. Aber das ist natürlich etwas gaaanz anderes als Planwirtschaft?

Nun ja, wir können nun darüber rätseln, wie wir uns zu diesem Gejammer stellen wollen. Sind es tatsächlich die armen, von welcher Planwirtschaft auch immer, in ihren Entfaltungs-, Innovations- und Profitmöglichkeiten geknebelten und brutal eingeschränkten, ausschließlich auf soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit in Gesellschaft und Umwelt fokussierten Kapitalisten, die unter so unglücklichen Umständen ihre Konzerne durch die rauhe See der Zeitläuften steuern müssen? Oder sind es einfach nur Versager, die mit den eigenen, als ultima ratio gepriesenen, kapitalistischen Regeln nicht klar kommen und ganz offensichtlich zu doof sind, sich auf verändernde Märkte und Bedingungen zu reagieren und lieber andere für ihre Dummheit und Unfähigkeit verantwortlich machen? Denn schließlich ist ja der Staat noch ihrer Lesart nicht der bessere Unternehmer. Sie aber schon? Meine Fresse, wenn das stimmt…ich sag nur:“Nieten in Nadelstreifen!“

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Milliardenverlust: RWE meldet schlechtestes Ergebnis der Nachkriegszeit (Artikel auf Spiegel Online vom 4.3.2014)

Presst den letzten Cent aus diesen faulen Lümmeln heraus…

Das ist schon toll, wie die griechische Regierung um die Anerkennung „ihrer“ Leistungen kämpft, um noch ein paar Milliarden in den Arsch gesteckt zu kriegen und nochmal und nochmal! Während die Reichen nach wie vor tun und lassen können, was sie wollen, ohne dass sie irgend jemand mit solchen Banalitäten wie dem Steuerzahlen behellast, presst man die einfachen Leute aus, wie die sprichwörtlichen Zitronen – Sozialleistungen weg, Steuern rauf, bis einem die Pisse in den Augen steht und am Besten gleich den Job auch noch weg. Alles, was noch irgend einen Wert hat, weit unter diesem an sog. Investoren verscherbeln, ja verschleudern und dann ein kleines „Wirtschaftswachstum“ ankündigen! Die armen Griechen wirds sicher freuen!
Ich denke, hier probt man den „Sozialstaat“ der Zukunft! Hier testet man aus, wie weit man gehen kann, bevor die Gesellschaft implodiert! Denn seien wir mal ehrlich. Auf genau diesem Wege sind wir doch auch schon lange, seit die globalisierte Wirtschaft und die Global Player die Politik und erst Recht die Wirtschaft dominieren!
Gelobt sei, was reich macht – zwar nur wenige, das aber richtig! So schön kann Kapitalismus sein!

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Korrupt! Korrupt! Korrupt!

Wie wird man eigentlich so ein richtiges Schwein in der Politik? Korrupt, käuflich, bestechlich? Beginnt das schon, wenn man in die Politik einsteigt? Beginnt es, wenn man das Studium beginnt, oder seine Berufsausbildung? Ist es eine Frage der Werte, die keiner mahr hat, von denen aber alle reden? Ist Korrumpierbarkeit abhängig von politischer Gesinnung? Gibt es politische Einstellungen, die der Korruption weniger ablehnend gegenüber stehen und wenn ja, warum dürfen die dann in der Politik überhaupt aktiv sein? Warum, so frage ich mich, wundert sich sich Politik, edel und gut, wie sie nun mal ist, über die Politikverdrossenheit und ist es nicht doch mal Zeit für eine Revolution und einen kompletten Neuanfang???

Oder gibt es die Möglichkeit, dass sich Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, ja auch und besonders die Wirtschaft, aus sich selbst heraus erneuern können?

Zwei Herzen schlage, ach, in meiner Hühnerbrust! Das eine ist dankbar für die Freiheit, die uns nach dem Zweiten Weltkrieg geschenkt wurde, für eine Kindheit im Wirtschaftswunder in einer Fanilie, die von einer liebevollen, manchmal etwas überforderten, Mutter versorgt und zusammen gehalten wurde. Für einen treusorgenden, wenn auch bisweilen recht strengen, Vater, der alles tat, weas in seinen Kräften stand, um seiner Familie ein relativ sorgenfreies Leben zu ermöglichen.

Meine lieben Eltern haben mir beigebracht, was es heisst, ehrlich zu sein, zu seinem Wort zu stehen, niemanden zu betrügen und keine Gewalt auszuüben (obwohl letzteres in der Pubertät nicht immer einfach war und zwischendurch vergessen wurde!).

Gibt es das heute nicht mehr? Werden die Werte, auf die sich die Politik bezieht heutzutage durch das Privatfernsehen bestimmt? Heissen die Werte heute konsumieren um jeden Preis, Fast-Food-Fressen, soviel wie reingeht und schau immer dort zuerst, wo´s warm raus kommt, und sei es nur ein warmer Mastdarm?

Das Geld regiert nicht nur die einzelnen Länder, es regiert die ganze Welt! Wer kein Geld hat, ist nichts wert in diesem kapitalistischen System! Aber niemand unternimmt ernsthaft etwas gegen diese Entwicklungen – weil die gesamte Gesellschaft mittlerweile so korrupt und käuflich ist, dass sich überhaupt kein Mensch darüber noch Gedanken macht.

Aber weiterhin beherrschren hehre, warme Worte das politische Tagesgeschäft, obwohl jeder, der sich dafür interessiert, weiss, dass hinter den Kulissen ein Hauen und Stechen um die Fleischtöpfe der Macht stattfindet. Und weil es damit noch lange nicht genug ist, wechseln die Politiker nach ihrer Karriere in Amt und „Würden“ schneller in eine üppig dotierte Position in der Privatwirtschaft, als ein gewöhnlicher Sterblicher seine Unterhosen zu wechseln vermag!

Und dann will man uns allen Ernstes einreden, dies sei nur den ausgezeichneten Qualifikationen des Politikers zu verdanken und nicht seinen Kontakten, seinen Netzwerken und seinem Einfluss, den er zgunsten seines neuen Jobs geltend machen könnte? Sehen wir wirklich so dämlich aus?

Es gibt nicht den Willen in unserem Land, sich gegen diese Entwicklungen ernsthaft einzusetzen. Von keiner Seite! Aber was soll man auch erwarten von einer Politik, bei der alle Parteien vom Kapitalis- und Lobbyismus profitieren, die also aus naheliegenden Gründen kein Interesse daran haben können, dieses System abzuschaffen? Und was soll man erwarten von einer Bevölkerung, die ihren geistigen Horizont am Niveau der Sendungen privater Fernsehsender ausrichten und die Bedeutung ihrer unscheinbaren Existenz nicht daran gemessen sehen wollen, welchen Wert sie für die Gesellschaft haben (und sei es auch nur ein ideeller Wert!), als vielmehr am „Erfolg“ ihrer nuttig aufgemachten Kids bei DSDS.

Berücksichtigt man all diese Aspekte, bleibt einem wohl nicht wirklich viel mehr übrig, als einfach zu verzweifeln…

 

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Die Schere zwischen arm und reich – ein gottgegebenes Recht im kapitalistischen Heilssystem?

Für die meisten Menschen, vor allem, wenn sie „liberal“ und „konservativ“ sind, ist es ja ein geradezu unerhörter Vorgang, wenn man von den Reichen verlangte, sich in irgendeiner Form (womöglich sogar mit Geld) an der Finanzierung des Staates und der Gesellschaft zu beteiligen. Ich meine, Solidargemeinschaft? Das war doch gestern, oder vielleicht sogar vorgestern. Heute gibt es die Ellenbogengesellschaft, die sich bewährt hat und diejenigen bevorzugt, die sich selbst helfen (können, weil sie genug Geld haben). Alle andern gehören zum Pöbel, sind wertloses „Humankapital“, Kostenfaktoren, die es zu verringern, am Besten auszumerzen gilt – wer nichts leistet, baucht nix fressen, lass uns Herr, das nie vergessen. Det ham wa doch ooch schon ma irgendwo gehöert?

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