Unsere Gesundheit? Längst verkauft!

Jo, das ist genau der richtige Weg! „Unabhängige“ Patientenberatung fürderhin durch ein gewinnorientiertes Unternehmen „sicherstellen“ zu wollen, ist garantiert ein zukunftsweisender Weg. Jedenfalls wenn man die wirtschaftlichen Interessen der Pharmaindustrie, der Kassen und der Ärzteverbände betrachtet. Wie unabhängig kann so jemand schon sein? Mindestens so unabhängig wie ein Politiker, der im Aufsichtsrat eines Großkonzerns sitzt und in seiner Eigenschaft als Amtsträger einer Regierung über die gesetzlichen Vorgaben für eben diesen Großkonzern mit entscheiden soll. Natürlich, selbstverständlich, und absolut sicher, kann es da niemals zu Interessenkonflikten kommen. So eine Vermutung ist ja an sich schon unerhört genug! Interessenkonflikt? Tststs…sowas…

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Herrn Gröhes Kampf gegen Ebola!

Herr GesundheitsministerIn Gröhe ruft nach noch mehr Freiwilligen, die sich für Ebola opfern wollen? Dabei würde ich ihn, der sich so vehement für die Gesundheit einsetzt, dass er vermutlich sogar schon einmal nach „Ebola“ gegoogelt hat, gern an vorderster Front bei der Hilfe sehen! Gröhe, das fleischgewordene Grauen der Union! Als nächstes erwarte ich den Aufruf des Herrn BundesgesundheitsministerIn, die Freiwilligen mögen doch bitte selbst und auf eingene Kosten dafür sorgen, an ihre künftigen Einsatzorte in Afrika zu gelangen. Schließlich ist die Bundeswehr derzeit mit anderen Dingen beschäftigt – mit Reformen zum Beispiel, oder der Annahme von Bestechungsgeldern in Rahmen von Auftragsvergaben an Rüstungsunternehmen.

Der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung für den Einsatzzeitraum dürfte auch recht sinnvoll sein, ebenso wie der Erwerb eines Heimflugtickets vorab bei einer der großen Fluggesellschaften, denn auf die Einsatzfähigkeit der wenigen, noch vorhandenen Bundeswehrflieger und der von der Leyens versprochener „Rettungskette“, oder eines *hust* gleichwertigen Ersatzes, sollte man sich besser nicht verlassen…

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Erst in der Politik die Weichen stellen und dann in der Wirtschaft Bahr Kasse machen?

Wir können nicht glauben, was wir da gerade wieder gelesen haben. Daniel Bahr, seines Zeichens erfolglose GesundheitsministerIn von 2011 – 13 und in dieser ertragreichen Funktion eifrig damit beschäftigt, die Geschäftsmöglichkeiten der privaten Krankenkassen zu erweitern, sowie deren Pfründen zu sichern, wechselt nun, me nothing you nothing zur Allianz, um dort die Geschäfte weiter zu treiben, die er von Amts wegen angebahnt zu haben scheint. Vermutlich zum Schaden der gesetzlichen Krankenkassen, weniger zu seinem eigenen. Bahr Kasse machen könnte man das nennen!

Bestürzt uns solches Vorgehen, durch die Drehtüren der Ministerien hinaus und die Drehtüren der Konzerne hinein ins Geschäftsleben, wenn es von den üblichen Verdächtigen aus den Volksparteien, so haben wir dies von einem marktliberalen eigentlich erwartet, damit er seiner Funktion als schlechtes Beispiel gerecht werde. Aber dann waren wir doch ein wenig indigniert, wenn wir ehrlich sind.

Wie gut, dass wir zwischen Mitarbeitern von Großkonzernen und denen in den Ministerien schon garnicht mehr unterscheiden können. Wirtschaft und Politik, Politik und Wirtschaft sind mittlerweile eins undmanch einer wundert sich tatsächlich noch, warum die Politik ihre Entscheidungen ausschließlich nach pekuniären Gesichtspunkten trifft und die Interessen der einfachen leute hintan stellt! Das ist Kapitalismus. hier hat der Wähler nichts mehr zu melden. Und so verstehen wir auch die weisen Worte, die man der Anarchistin Emma Goldman zuschreibt „Würden Wahlen etwas ändern, so wären sie verboten!“

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Herr Gröhe überwindet sich selbst!

Herrmann Gröhe, der Speckweck der Bundesregierung, im Range eines Gesundheitsministers und erfolgLooser Fatfighter, versucht sich als Trommler für Freiwillige, die sich für Ebola uns ihre Folgen begeistern können! Zwar weiss kein Schwein, was der dicke Hermann in diesem Amt eigentlich zu suchen hat und bislang hat er auch noch nichts erwähnenswertes auf die Reihe gekriegt, aber das, man muss es neidlos anerkennen, tat er mit vollster Hingabe.
Ja klar, an eigenen Ideen mangelt es ihm schon länger. Aber im kopieren ist er offenbar garnicht mal so schlecht! Und so hat er eine Copy-and-Paste-Aktion angeleyert und seiner KollegIn aus dem Kriegsministerium die Idee geklaut, einfach nichts vernünftiges zu tun, dazu nichts auf die Beine zu stellen, dies aber von Freiwilligen erledigen zu lassen. Mit der bekannt guten Seuchenschutzausrüstung aus Mundschutz und Gummihandschuhen lernt man schnell umzugehen und so kann man die Freiwilligen sicher in Kürze in das Seuchengebiet fliegen. Sorgen braucht sich darob jedoch niemand zu machen. Da die Bundeswehr versprochen hat die Luftbrücke zu organisieren, geht niemand davon aus, dass der erste Transport nach Liberia vor November gestartet werden könnte – 2016…

Frau von der Leyen ist vom beispiellosen Ansturm der Freiwilligen so überwältigt, dass sie, den Tränen nahe, vor lauter Rührung zusagte, eine Lieferung von 5 Tonnen Handschuhen und Gummistiefel nach Afrika fliegen zu lassen. In einem Anflug von Mitleid soll sie außerdem versprochen haben, Hermann Gröhe zur Koordination der Hilfslieferung über dem Zielgebiet abwerfen zu lassen, sofern man dieses überhaupt erreiche…

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