Hungern in god´s own country!

Das sind die USA, das Land der Freiheit, Segensbringer für alle unterdrückten Menschen dieser Welt. Hier kann es jeder vom Tellerwäscher zum Millionär bringen – oder auch nicht! Mächtige Pharma- und Chemiekonzerne wollen mit Gift und Gentechnik den Hunger auf der Welt bekämpfen, allen voran Monsanto und Konsorten und dann muss ich bei der Netzeitung das hier lesen: „Hunderttausende Kinder hungern in den USA“!

Sollte es vielleicht doch nicht so wunderbar sein in den Vereinigten Staaten von Amerika, die sich so gerne als Moralapostel und Vorbild für die ganze Welt sehen? Wer glaubt, dass die USA die Freiheit der Menschen überall auf diesem Planeten verteidigen, der glaubt vermutlich auch an den Weihnachtsmann! Im letzten JAhr haben 36 Millionen Menschen in den USA zeitweise Hunger leiden müssen! Das sind mehr als zehn Prozent der gesamten Bevölkerung in einem der reichsten Länder der Erde!

Aber es gibt auch Dinge, die in den USA im Überfluss vorhanden sind: z. B. CO2-Emissionen und spritfressende SUV´s, aber das ist eine ganz andere Geschichte. Möge die Macht mit Barack Obama sein. Möge er die Kraft besitzen, die notwendigen richtigen Entscheidungen zu treffen und den Menschen, die unter der Armutsgrenze vegetieren müssen eine Zukunft zu geben.

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Den Teufel mit Beelzebub austreiben?

Heute fand ich den Artikel „Lobbyismus in deutschen Ministerien – Verbotene Einblicke in Politik?“ auf tagessau.de (sorry, freudscher Versprecher!) tagesschau.de. Im ersten Bericht über den Einsatz externer Personen in der Bundesverwaltung für das Jahr 2008 listet das Bundesinnenministerium 59 Externe auf. Angeblich ist die Zahl von vormals 100 damit auf fast die Hälfte gesunken. Allerdings beruht dies offenbar auf der Tatsache, dass die Definition dessen, was als externer Mitarbeiter zu werten ist, nun ein wenig enger gefasst wird und schwupps…schon sinkt die Zahl drastisch!

Dieser so genannte Lobbyismus hat sich in der Politik verbreitet wie eine Seuche, sobald man den Konzernen die Möglichkeit eröffnete, ihre (vermutlich verdientesten und am besten geschulten Mitarbeiter) als „Leiharbeitskräfte“ in die Ministerien zu entsenden, sie dann großzügig weiter zu bezahlen und den Staat damit „finanziell zu entlasten“. Besonders kritisch ist der Lobbyismus im Gesundheitswesen, wo die Brüder vom lukrativen Orden der Pharmakonzerne seit mehr als 30 Jahren erfolgreich jede sinnvolle Veränderung torpedieren! Und die Versicherten und Patienten werden im Namen der Krankenkassen ausgenommen wie die Weihnachtsgänse!

Die Frage ist:“Sind unsere Politiker, die von uns gewählten Volksvertreter, wirklich solche Schwachköpfe, dass sie ihre Arbeit von gesponsorten Gastarbeitern erledigen lassen müssen? Oder schickt die Industrie diese Leute um sich selbst das Wasser abzugraben und Gesetze zu erarbeiten, die ihr irgendwelche Fesslen auferlegen? Oder tun diese Leute einfach nur das, wofür sie von den Konzernen bezahlt werden – nämlich deren Interessen vertreten?“ Jedenfalls scheint nicht die geringste Neigung vorhanden zu sein, diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Denn wer schön brav den Konzernen zuarbeitet und sich als Politiker nicht in die Gesetzgebung einmischt (außer bei den Abstimmungen über diese industriegerecht vorbereiteten und ausgearbeiteten Gesetze), der kann auch auf deren Dankbarkeit zählen und zwar in Form eines ordentlich bezahlten Jobs in irgendeinem  Verwaltungs- oder Aufsichtsrat.

Das die Initiative zu dieser Invasion der Konzerne in den Ministerien nicht ausschließlich von den Konzernen, sondern auch und vor allem von den Behörden selbst ausgeht, zeigt der Bericht „Einsatz externer Mitarbeiter beim Bund – Auf die Großzügigkeit der Unternehmen angewiesen“. Und da erwartet wirklich jemand, die Regierung sei unabhängig? Nicht wirklich, oder?

Welchen Einfluss auf die Regierung die Konzerne mitlerweile erlangt haben, sollte das Beispiel von Monsanto zeigen, einem weltweit aktiven Genkonzern, der seine Finger in nahezu jedem schmutzigen Geschäft drin hat, das man sich vorstellen kann. Schaut Euch das Video von YouTube an, dann wisst Ihr was ich meine.

Zur Information, Monsanto (hier die Unternehmens-Homepage, die Euch die schöne, neue, gleichgeschaltete und genveränderte Zukunft zeigt! Übrigens wird diese Homepage von WOT, dem Mozilla Firefox-addon als nicht besonders vertrauenswürdig eingestuft) stellte für die US-Streitkräfte im Vietnamkrieg das Entlaubungsmittel Agent Orange her, ein furchtbares Gift, dass auch Jahrzehnte nach seinem großflächigen Einsatz über Vietnam immer noch Fehlgeburten bei Menschen verursacht, die damals von dem Giftnebel getroffen wurden, oder die in den betroffenen Gebieten heute leben. Die Opfer, amerikanische GI´s und vietnamesische Bauern haben bis heute keinen Cent Entschädigung erhalten, weil Monsanto keinen Zusammenhang zwischen dem Einsatz dieses Umweltgiftes und den Todes- und Krankheitfällen bei den Betroffenen sehen will. Wie man sieht, hat Monsanto viel Dreck am Stecken und was das ganze noch perverser macht, der Konzern spielt sich nun als Retter der Menschheit auf, weil er mit seinem genveränderten Saatgut das Ernährungsproblem lösen will – gegen Bares versteht sich. Man lässt sich Lebewesen und Pflanzen patentieren, und zwingt Bauern, die sich auf den Anbau von z. b. transgenem Mais (MON810) einlassen dazu Dünge- und Pflanzenschutzmittel bei Monsanto zu kaufen, die dieser braucht um zu gedeihen. Tut man das nicht, geht die Ernte kaputt und die Bauern sind pleite. Ob jetzt der Mais für Lebewesen ungefährlich ist oder nicht, interessiert offenbar niemanden (der begründete Verdacht besteht dass Vieh, welches mit dem Mais gefüttert wurde, unfruchtbar und anfällig für Krankheiten wird – warum also sollte das Genzeug ausgerechnet beim Menschen keine gefährlichen Folgen zeitigen?).

Aber während hierzulande Herr Seehofer, der Landwirtschaftsminister und designierte bayrische Ministerpräsident die Meinung vertritt, der Genmais sei harmlos und man könne ihn ruhig hier kommerziell anbauen, geht Monsanto bereits einen Schritt weiter. Der Konzern kaufte das Unternehmen Delta & Pine Land, das seit etwa 1983 in Zusammenarbeit mit dem US-Landwirtschaftsministerium (das muss man sich mal ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen!) an einer Methode gearbeitet hat, um gentechnisch verändertes Saatgut zu gewinnen, das nicht für eine Wiederaussaat genutzt werden kann, weil die Samen unfruchtbar sind – das heisst in dürren Worten: wird gentechnisch verändertes Saatgut von Monsanto gekauft, kann man zwar die Samen nach der Ernte sammeln, aber sie sind durch Manipulation nicht fruchtbar und können nicht wieder ausgesät werden. Der Landwirt muss also wieder Saatgut von Monsanto kaufen, oder spezielle Chemikalien, die die Samen wieder aktivieren! Schöne neue Gentech-Welt!

Weiterführende Links:

Und dies sind die anderen Global Player, die mit Monsanto zusammen den elitären Club (andere  würden dies weniger vornehm als Kartell bezeichnen) der Genkonzerne bilden, die die Macht über die Nahrungsmittelerzeugung der gesamten Welt zu erringen trachten:

  • Bayer CropScience Homepage des Unternehmens (ein echter Werbeprospekt des chemischen Grauens in Hochglanzbildern)
  • DuPont Homepage des Unternehmens (hier zum Vergleich der Artikel zu DuPont auf Wikipedia)
  • Syngenta Homepage des Unternehmens (auch hier wieder der Artikel zu Syngenta auf Wikipedia um einen etwas unabhängigeren Eindruck zu gewinnen. Wenn man diese deutsche Syngenta-Seite betrachtet, bleibt einem allerdings die Spucke weg. Denn hier bezeichnet sich Syngenta als – Zitat: weltweit führendes Agribusiness-Unternehmen, das sich durch innovative Forschung und Technologie für eine nachhaltige Landwirtschaft einsetzt – da gehört schon einiges an Dreistigkeit dazu, nicht wahr?).

Monsanto – die schöne neue Welt!

Das fuereinebesserewelt-blog berichtet über eine sehr interessante DVD unter dem Titel „Monsanto, mit Gift und Genen, die die Machenschaften des weltgrössten Genkonzern, Monsanto, der nach der unmaßgeblichen Meinung vieler kritischer Menschen eine Gefahr für die gesamte Menschheit darstellt. Auf arte.tv findet Ihr ein aufschlussreiches Interview mit der Regisseurin Marie-Monique Robin, die den Film „Monsanto, mit Gift und Genen“ gedreht hat.

Gegen Gentechnik!

56 Gegner gentechnisch veränderter Nutzpflanzen sind bei einer Aktion nahe Kitzingen festgenommen worden, als sie einen viertel Hektar Mais zertrampelt und Pflanzen herausgerissen haben. Mit ihren gesetzwidrigen, moralisch aber durchaus zu akzeptierenden Handlungen, wollten die Gegner der Gentechnik auf die Umweltgefahren aufmerksam zu machen, die durch solche Freilandfelder drohen.
Wer will denn verhindern, dass der Pollen von Genmais durch Insekten oder den Wind auf andere, gentechnikfreie Pflanzen übertragen wird und diese so verseuchen? Wer weiß, was geschieht, wenn sich Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen ungehindert in der Natur verbreitet? Kann irgendjemand ruhigen Gewissens behaupten, genveränderte Pflanzen hätten absolut keine negativen Auswirkungen auf Mensch und Tier, die sich von ihnen ernähren müssen? Nur weil man noch keine Beweise dafür hat, heißt das noch lange nicht,dass es sie nicht gibt.
Man muss schon danach suchen wollen, um so etwas heraus zu finden. Aber das liegt natürlich keinesfalls im Interesse der großen Gentech-Unternehmen, die mit ihren Produkten nicht nur richtig viel Geld verdienen, sondern auch die Ernährung der Menschen und die Bauern kontrollieren. Schließlich sind die Genpflanzen bewusst darauf hin gezüchtet worden, dass sie nur degenerierten Samen hervorbringen, um es den Bauern unmöglich zu machen, selbst Saatgut zu gewinnen. So müssen sie jedes Jahr aufs Neue das Saatgut bei den Gentech-Unternehmen für teures Geld kaufen.
Die oben genannte Aktion ist nicht die einzige, die in der letzten Zeit abgelaufen ist. Bereits am 22.6.2008 hatten Umweltaktivisten ein Versuchsfeld der BASF bei Ludwigshafen zerstört.
Wie unbefangen Mitarbeiter von BASF Plant Science über genveränderte Pflanzen denken. und reden könnt Ihr diesem Interview entnehmen, dass in der TAZ unter dem Titel „Ich würde reinbeißen“ (ich übrigens nicht!) erschienen ist. Ob der Verbraucher solche Produkte will oder nicht, interessiert nur am Rande. Wenn nicht hier, dann eben woanders und wenn Pflanzen durch ihre gentechnisch veränderten Artgenossen (kann man das überhaupt so sagen?) verseucht werden, dann ist das für diese Leute genauso wenig ein Problem, denn man ist „ziemlich sicher, das keine Gefahren bestehen“. Ebenso unbeschwert gibt man zu, dass Gentechnik das Ernährungsproblem nicht wird lösen können! Also muss ich mich schon fragen: „Was soll der Scheiß dann?“ Und ich kann auch gleich die Antwort darauf geben: „Der Zweck (in diesem Fall der Gewinn!) heiligt die Mittel!“
Wer also auch in Zukunft nicht mit Gentechnikfrass gemästet werden will, womöglich ohne es zu wissen, der soll, der muss heute etwas dagegen tun! Macht Euren Mund auf und sagt der Industrie was Ihr wollt und was Ihr nicht wollt! Informiert Euch und informiert Andere! Niemand soll sagen können, er habe von nichts gewusst!
Woher der Wind weht, konnte man schon 1999 dem Spiegel-Artikel „Monsantos Vietnam“ entnehmen. Damals waren 25% der Maisernte aus gentechnisch verändertem Saatgut entstanden, sowie 36% der Sojabohnen- und 45% der Baumwollernte in den USA. Monsanto ist übrigens eines der großen Gentech-Unternehmen und wem bei dem verlinkten Wikipedia-Artikel noch nicht übel genug geworden ist, dem sei die Homepage von Monsanto Deutschland ans Herz gelegt.
Ein weiterer Gentech-Spezie ist DuPont, einer der größten Chemiekonzerne weltweit, dessen breitgefächerte Angebotspalette an Giften für die Landwirtschaft Ihr unter der Website der deutschen Niederlassung verlinkt findet. wer sich die US-Homepage mal genauer ansieht, wird unschwer erkennen, dass DuPont eigentlich nur das „Wohl der Menschheit“ (Vorsicht Sarkasmus!) im Auge hat und vermutlich auf Grund seiner „äußerst sozialen Einstellung gegenüber den Bedürftigen dieser Welt“ (Achtung hier wird gerade Häme ausgeschüttet!) bald den Friedensnobelpreis verliehen bekommt!
Aber weiter im Text.
Wer mal sehen möchte, was Bayer CropScience unter Pflanzenschutz versteht, wird sehr erstaunt sein, dass die Lösung der Probleme der Menschheit eigentlich so einfach, so banal ist. Man braucht nur die Gifte dieses Unternehmens einzusetzen und schon muss keiner mehr hungern und frieren auf dieser Welt! Zu Eurer Information sei noch angemerkt, Bayer CropScience wird für das Absterben mehrerer Tausend Bienenvölker in Süddeutschland gemacht. Zwar hat das Unternehmen sich bereit erklärt Schadenersatz zu leisten, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass man mit schädlichen Einflüssen auf die Umwelt in jeder Beziehung eher lax umgeht!
Wer heute noch der Meinung ist, Gentechnik ist ja zumindest für die Lebensmittel in unseren Breiten kennzeichnungspflichtig oder gar verboten, der sollte sich mal die Artikel „Gentechnik aus dem Regal“ und „Gentechnik in tierischen Produkten“ auf GEO.de durchlesen. Man kaum glauben, wie egal den Konzernen die Meinung und die Wünsche der Verbraucher sind!
Hiermit möchte ich es erst einmal bewenden lassen. Macht Euch selbst ein Bild von der „schönen neuen Welt“, welche die Pharma-, Chemie- und Gentech-Unternehmen für uns erschaffen wollen, wenn wir bereit und in der Lage sind dafür zu bezahlen. Sonst……….naja, Pech gehabt eben, wie man in weiten Teilen der sogenannten Dritten Welt sieht!