Radioaktivität ist (h)armlos?

Na is das nich toll? Vögel können nich nur nich lesen, dass der Luftraum über Tschernobyl gesperrt is, sie sind (dank der Radioaktivität) auch noch größér und gesünder als ihre Artgenossen, die ohne die segensbringende radioaktive Strahlung auskommen müssen! Wir warten gespannt auf den ersten Siedlertreck schwerkranker Menschen die, gesponsort von der ukrainischen Regierung, zur Genesung und zum Wiederaufbau in die einstens viel zu vorschnell verlassene vermeintliche Todeszone turückkehren! Radioakivität ist harmlos! Atomenergie ist sauber und sicher! Weg mit dem Ausstieg aus dem Ausstieg, aus dem Ausstieg…

Dank der freien und unabhängigen Presse wissen wir ja auch schon, dass die atomare Katastrophe in Fokuhila/Japan keinen Anstieg der Krebserkrankungen zur Folge hat. Kein Grund also, die sowieso schon arg gebeutelten Kraftwerksbetreiber auch noch mit den horrenden und völlig überflüssigen Kosten für die Stilllegung, Sanierung und den Rückbau der Atomruinen zu belasten!

Und während man in Japan die übrigen stillgelegten Meiler wieder ans Netz nehmen will, sorgt man sich schon garnicht mehr über die radioaktive Verseuchung des Pazifik, des Grundwassers und der ständig woanders leckenden Sammelbecken für die strahlende Brühe in Fukushima! In Tschernobyl hingegen freut man sich über gesunde, wenn auch leicht überdimensionierte Vögel am Himmel! Wir sind ja so bescheiden geworden. Oder war das richtige Wort doch „bescheuert“?

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Atomkraft und kein Ende…

…aus gegebenem Anlass möchte ich wieder einmal darauf hinweisen – ich weiss schon noch, dass meine letzten lästerlichen Meldungen zu diesem Thema noch nicht all zu lange her sind – wie sicher die Atomkraft ist.
Bei einer Havarie auf dem russischen Atom-Uboot „Nerpa“ (FocusOnline vom 9.11.2008) im Japanischen Meer haben bedauerlicherweise 20 Menschen ihr Leben verloren (tagesschau.de vom 9.11.2008. An Bord hatte sich in mehreren Sektionen des Schiffsrumpfes die Feuerlöscheinrichtung aktiviert und die betreffenden Bereiche mit Freon geflutet. Diese Chemikalie, eigentlich heisst sie Difluordichlormethan, soll bei einem Feuer an Bord den Sauerstoff entziehen und die Flammen löschen. Das Uboot war noch nicht einmal in Dienst gestellt und befand sich auf einer Testfahrt.
Aus diesem Grunde hier ein Link zu einem Artikel auf FocusOnline vom 9.11.2008, der eine Chronik ähnlicher Vorfälle in der Vergangenheit enthält.
Nun hilft es weder den ums Leben gekommenen Menschen, noch deren verzweifelten Angehörigen, dass keine Radioaktivität ausgetreten zu sein scheint. Angeblich wurde auch keine erhöhte Strahlung gemessen. Aber Fakt ist: Wenn ein konventionelles Uboot mit ebenso konventioneller Bewaffnung brennt und/oder anschliessend im Meer versinkt, geht von diesem nur eine „relativ“ geringe Gefahr für die Umwelt aus. Was aber passiert, wenn ein mit einem oder zwei Atomreaktoren bestücktes Uboot havariert, kann sich jeder halbwegs vernünftige Mensch selbst ausmalen. Eine Katastrohe für die Umwelt unabhängig davon, ob der Reaktor nun birst oder nicht!

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CSU fordert Verlängerung der Reaktorlaufzeiten!

Während in Frankreich ein atomarer Zwischenfall den andern ablöst – bei einer Havarie in einer Fabrik für Kernbrennstäbe im südfranzösischen Romans-sur-Isère wurden 800 Gramm Uran freigesetzt – versucht sich die CSU vor den Landtagswahlen in Bayern bei der Atomindustrie beliebt zu machen, indem sie sich für eine Verlängerung der Restlaufzeiten alter Atomreaktoren stark macht! Selbstverständlich haben die letzten Atomunfälle in Frankreich, wie üblich, keinerlei Gefahr für die Bevölkerung verursacht und in Deutschland könnte so etwas ja überhaupt nicht passieren, denn die Atomkraft ist sicher! Verzeiht mir bitte meinen sarkastischen Unterton, aber bei so viel politischer Dummheit und vorauseilendem Gehorsam gegenüber den Energiekonzernen und ihren Geldmaschinen (auch Atommeiler genannt!), kann ich einfach nicht anders!

Sicher, sicherer, Atomkraftwerk, heisst die Steigerung nach Meinung der deutschen Politiker und deshalb ist ja auch die Liste der Havarien in deutschen Atomanlagen so lang wie meine Einkaufsliste am Ende eines jeden Monats, nämlich etwa eineinhalb Meter!
Neben der CSU, der vor den Landtagswahlen in ihrem schwarzen Reich bereits der Arsch mit Grundeis geht, tutet die Union in das selbe Horn und bereitet sich darauf vor, die Bundesrepublik mit „Öko“-Atomenergie für die nächsten zwanzig oder gar dreissig Jahre zu beglücken. Das Rezept dafür lautet:

  1. Mache zuerst richtig Panik in der Bevölkerung, damit du sie ordentlich weich kochst („Die Energieversorgung für die Zukunft ist nicht gesichert, die Preise schiessen in ungeahnte Höhen, der Klimawandel muss gestoppt werden!)
  2. Ignoriere gekonnt die Sorgen in der Bevölkerung was die Sicherheit der Atomanlagen angeht, indem du die eingetretenden Atomunfälle entweder verschweigst, ignorierst oder – wenn es sich überhaupt nicht vermeiden lässt – herunterspielst und kleinredest (eine Gefahr für die Bevölkerung besteht selbstverständlich nie und zu keiner Zeit!)
  3. Rede nicht über den „unumkehrbaren“ und „unwiderruflichen“ Atomausstieg, sondern versuche die Bevölkerung mit volksverdummenden Äusserungen und Kommentaren und dem Geld der Energiekonzerne so zu verunsichern und zu verblöden, dass sie nach der nächsten Bundestagswahl den Ausstieg aus dem Ausstieg schweigend hinnehmen, weil sie denken, die Politik wisse schon was sie tue…

..das weiss sie aber keineswegs! Jedenfalls nicht, wenn sie der Atomkraft das Wort redet.
Sie bedient sich nur eines bewährten und probaten Mittels, um demokratische Entscheidungen, die nicht das gewünschte Ergebnis erbringen dadurch zu korrigieren, dass man so lange darüber diskutiert und abstimmen lässt, bis das gewünschte Resultat eintritt! Steter Tropfen höhlt den Stein so zu sagen!
Also unternehmt etwas dagegen. Erhebt Eure Stimme gegen den atomaren Wahnsinn und sagt hinterher nicht, Ihr hättet von nichts gewusst, wenn eines unserer sicheren Atomkraftwerke nach dem Muster von Tschernobyl durchgeht und radioaktiver Fallout unser Land verseucht und die Menschen ins Verderben reisst!
Hier noch ein Link für alle, die glauben, Atommüll könne auf Dauer sicher „endgelagert“werden. Unter der Überschrift „Bundesweite Demonstration gegen Gorleben; Atomdeponien saufen ab“, berichtet die Internetzeitung NGO-Online über die Zustände in den beiden „Endlagern“ Asse II und Morsleben und die sind verheerend schlecht!