Porsche nagt am Hungertuch…

…und wir sollen jetzt Mitleid haben mit diesem arroganten Gesindel?

Das ist ein klein wenig zu viel des Guten, finde ich. Was Josef Ackermann bei der Deutschen Bank, ist Wendelin Wiedeking bei Porsche, ein großspuriges Großmaul, dass sich die eigenen Taschen derart großzügig füllte, dass jedem Normalsterblichen die Augen übergehen würden, wenn er solche Zahlen auf seinem Kontoauszug entdecken würde. Nur damit das niemand vergisst. Dieser Herr hat im Jahr 2008 das durchaus stolze Sümmchen von 100 Millionen Euronen eingesteckt (Artikel „Der Durchstarter“ vom 28.12.2008 auf tagesspiegel.de)! Porsche machte 2008 einen Gewinn von 8,7 Milliarden Euro, bei einem Umsatz von lediglich 7,5 Milliarden. Wie das geht fragt Ihr Euch? Ganz einfach. Man nehme einen als genial bezeichneten und ziemlich skrupellosen Finanzchef namens Holger Härter und lasse ihn machen. Dank der lauthals angekündigten Übernahme von VW durch Porsche, waren die VW-Aktien, von denen Porsche bereits ein sattes Kontingent besaß, plötzlich einen Wert von über 1.000 Euro – pro Stück! So einfach ist dass, reich werden durch Spekulation.

Leider ist es aber nun mal so, dass sich nicht nur die Banker in nahezu sämtlichen deutschen Geldhäusern (ein krasses Beispiel: „Finanzmarktkrise: Die HRE und das 900-Milliarden-Risiko“, Artikel auf spiegel.de vom 5.10.2008)  mit ihren hochriskanten Anlagen und Schrottpapieren verzockt und einen großen Teil der Konzern- und nach den milliardenschweren Rettungspaketen und Hilfsaktionen auch des Steuerzahlers durchgebracht haben. Auch Porsche, mit seinen hochkarätigen und über jeden Zweifel erhabenen Spezialisten an der Spitze, steht nun im neuen Jahr mit leeren Händen da. Nein, ich lüge! Porsche steht sogar mit mehr als 9 Milliarden Euro Schulden da, weil man nicht nur die Übernahme von VW gründlich vergeigt, sondern sich vollkommen überhoben hat. Für mich sieht das aus der Ferne schlicht und einfach so aus, dass die Manager jedes Maß und jede Kontrolle – vor allem über sich selbst – verloren haben. Und jetzt halten sie allen ernstes die Hand auf? Ganz so, wie Opel, BMW („Porsche und BMW – Autokonzerne spekulieren auf Staatshilfe“, Artikel auf sueddeutsche.de vom 17.5.2009), General Motors, Chrysler, sämtliche Banken, Schaeffler („Hoffen auf Staatshilfe: Schaeffler erkauft sich Stütze mit Stellenabbau“, Artikel auf WeltOnline vom 12.5.2009) und was weiss ich noch wer?

Vom Größenwahn getriebene und offenbar völlig beratungsresistente Großunternehmer und Manager versuchen die Kassen des Staates zu plündern, dessen Einmischung sie sich bis vor kurzem mit der Begründung verbeten hatten, der Staat sei nicht der bessere Unternehmer! Das ist wohl wahr. Aber besonders gut waren die Unternehmer ja auch nicht, sonst würden sie heute nicht finanziell auf dem Zahnfleisch kriechen, oder? Und, das kommt noch erschwerend hinzu, wenn der Staat schon das Geld seiner Bürger in marode Unternehmen stecken sollte, dann hat er nicht nur das verdammte Recht, sondern auch die Pflicht, Einfluss auf die Entscheidungen zu nehmen, die für die Zukunft gefällt werden müssen! Die einzigen, die – neben dem steuerzahlenden Bürger – Opfer werden bringen müssen, um den in der Scheisse steckenden Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen, sind die Beschäftigten. Leider/Gott sei dank liegen sie nach der Entlassung nicht mehr den Unternehmen auf der Tasche, sondern ebenfalls dem Staat und den Bürgern.

Es ist schon erstaunlich, wie schnell aus den eifrigsten Verfechtern des Kapitalismus und der sogenannten freien Marktwirtschaft arschkriechende und um Geld bettelnde Bittsteller werden können. Warum machen wir jetzt nicht mal richtig einen auf Kapitalismus? Porsche kann seine 9 Milliarden Schulden nicht Schultern? Pech gehabt, so ist das nun mal. Hypo Real Estate braucht nochmal 110 Milliarden frisches Geld? Na und, macht den Laden dicht! Zu viele Autokonzerne produzieren zu viele Autos, die der Kunde nicht will und die Umwelt nicht braucht? Tja Leute, das war´s dann ja wohl! Der Markt bereinigt sich schon selbst – so die Auffassung der Erzkapitalisten aus der Wirtschaft. Der Staat aber hat Angst vor noch mehr arbeitslosen Wählern. Die Manager dagegen fürchten um ihre fetten Bankkonten. Aber warum eigentlich? Wo Unternehmen kaputt gehen, entstehen gleichzeitig neue – sagt der Kapitalismus. Aber die Pfeifen aus der Wirtschaft sehen das etwas anders – Kapitalismus ja, aber nicht mit uns und nicht in diesem Fall, schließlich sind wir systemrelevant!

Bis heute vermisse ich eine Presseerklärung vom scheinheiligen Wendelin, in der er die Rückerstattung von 100 Millionen Euro wegen eigener Unfähigkeit ankündigt. Schade! Aber da ist wohl mal wieder der Wunsch der Vater des Gedankens, wie so oft!

weiterführende Links:

  • Finanzkrise (Artikel auf Wikipedia)
  • Porsche: Wenn Luxus um Stütze bettelt (Artikel auf FAZ.NET vom 18.5.2009; Porsche stellt, umwelttechnisch gesehen, die größten Dreckschleudern in ganz Europa her. Was mit einem einzigen Porsche Cayenne in die Luft geblasen wird, reciht für einen kompletten Fuhrpark knuffiger Fiat 500 aus. Allein aus diesem Grunde haben Fahrzeuge vom Schlage eines 911er, Cayenne, oder gar dem neuen Panamera eigentlich keine Daseinsberechtigung mehr. Dienen sie doch vorzugsweise als Schwanzverlängerung für impotente Pseudodynamiker vom Typ „was-bin-ich-doch-für-ein-toller-Hengst-und-schau-mal-was-ich-mir-alles-leisten-kann“).
  • Autobauer in Not – Porsche und das Gespenst der Insolvenz (Artikel auf sueddeutsche.de vom 23.5.2009; so was nennt man wohl „an die Wand gefahren!“).

Moral und Ethik?

Gibt´s das überhaupt noch in unserer heutigen Zeit, Moral, Ethik? Man möchte daran zweifeln, wenn man betrachtet, was so vor sich geht in unserem Lande. Ich meine, stellt Euch mal vor, wie es war, als Ihr noch Kinder wart. Dabei setze ich jetzt einfach mal voraus, dass Ihr in meinem Alter seid, mehr oder weniger. Wir lebten damals – in der Kindheit – ein recht unbeschwertes und sorgloses Leben. Das waren die 60er und 70er Jahre. Kaum einer machte sich große Sorgen darum, was die Zukunft bringt. Arbeitslosigkeit gab es nur in Ansätzen und eigentlich war für jeden gesorgt. Man konnte Arbeit finden, wenn man welche wollte und wenn nicht, naja, dann gab es eben Arbeitslosengeld oder Stütze. Atomkraft war groß im Kommen und über Gentechnik machte man sich keine Gedanken. Die gab es nicht zu jener Zeit! Kiesinger war Bundeskanzler, dann Helmut Schmidt – der Macher- dann Willy Brandt, der eigentlich Herbert Frahm hieß und ich kann mich noch gut erinnern, wie ich einmal stundenlang vor der Nancyhalle in Karlsruhe stand, als er im Wahlkampf in meine Heimatstadt kam. Ich wollte ihn unbedingt sehen, den Mann, der in Warschau auf die Knie gesunken war und mit dieser Geste Geschichte geschrieben hatte.

Nach Brandt kam Kohl und der Saumagen und es zog die pfälzer Gemütlichkeit in die deutsche Politik ein. Ein behäbiges Gefühl, es könne nichts unsere gefestigte Demokratie erschüttern. In Wirklichkeit zogen der Filz und der Klüngel in unsere Rathäuser ein, in die Parlamente der Länder und den Bundestag. Man lebte und ließ leben, man prasste und baute und verschwendete das Geld, meist auf Pump, aber da kaum jemand Zweifel daran hatte, dass es „ewig“ so weiter gehen würde, gab es keinen Grund, dieses Verhalten zu ändern. Warum auch? Einige wenige nur warnten vor den Folgen dieses Verhaltens und man stellte sie darum sofort in die linke Ecke der Weltverbesserer, die uns die Segnungen der DDR und des Kommunismus bringen wollten, mitsamt dem ostdeutschen Mief der Ära Honnecker. Also waren wir dagegen. Alle! Die protestierende Studenten waren durch die Bank Anarchisten und was sie forderten hätte den Untergang der westlichen Zivilisation bedeutet, dachten wir. Der deutsche Wohlfahrtsstaat verschluckte alle Initiativen, die etwas hätten reformieren und zum Besseren hätten wenden können. Man machte es sich in der bequemen Ecke gemütlich und harrte der Dinge, die da noch kommen würden, oder auch nicht. Die Antwort darauf war die RAF, die mit Gewalt gegen die Repräsentanten des „verhassten imperialistischen BRD-Regimes“ vorging und dabei ging sie buchstäblich über Leichen!

Und sie kamen, die Krisen. Sie nannten sich Terrorismus, Ölkrise, Arbeitslosigkeit, Atomenergie, Endlager und Umweltverschmutzung. Aber bis dahin dauerte es noch eine ganze Weile.

Inzwischen wurden die Flächen unseres Landes versiegelt, die Natur platt gewalzt und zubetoniert. Die Landwirtschaft, zu meiner Jugendzeit noch mit kleinen Traktoren und manchmal sogar noch mit vom Pferdegespann gezogenem Pflug erledigt, verwandelte sich in die industrielle Landwirtschaft, mit immer größeren Maschinen und immer mehr Kunstdünger, Schädlingsbekämpfungsmitteln und Unkrautvernichter. Keine Sau kümmerte sich darum, ob der Dünger vom Regen und der künstlichen Bewässerung in die Bäche, dann die Flüsse und schließlich ins Meer geschwemmt wurde, zusammen mit der fortgewaschenen fruchtbaren Erde der Ackerböden. Überdüngung und das Umkippen ganzer Gewässer durch Sauerstoffmangel und Algenpest, brachten niemanden zum Nachdenken, ob dies der richtige Weg sei. Es war einfach der Preis des Fortschritts. Atomkraftwerke entstanden und man freute sich über die „billige und saubere“ Energie. Dass der radioaktive Mist irgendwann entsorgt und endgelagert werden musste, beunruhigte damals kaum jemanden. Heute nennt man diese Zeit die Zeit des Wohlfahrtsstaates und irgendwann ging den Menschen auf, dass alles seine Grenzen hat, sogar der Fortschritt und die Umweltverschmutzung.

Die Menschen wurden sensibler für die Veränderungen, die sie in ihrem unmittelbaren Umfeld bemerkten und die ihnen zeigten, dass man nicht einfach endlos so weiter machen konnte, wie bisher. Es gab die ersten Umweltgesetze, Blei wurde aus dem Benzin verbannt und in Ansätzen über die Folgen der Luftverschmutzung nachgedacht. Man fürchtete sich vor einer neuen Eiszeit und wusste noch nicht, was ein Ozonloch ist, geschweige denn, was für Folgen für die Menschheit und deren Gesundheit, oder die gesamte Natur dies haben könnte.

Plötzlich fand der Staat, dass es nicht seine Aufgabe sein könnte, Unternehmen zu führen wie z. B. die „Bundespost“, die „Bundesbahn“, oder was sonst noch so in staatlichem Besitz oder unter staatlicher Kontrolle stand. Man erkannte, dass der Staat kein guter Unternehmer sei und beschloss, das „Tafelsiber“ zu verscherbeln, um einen Teil der horrenden Schulden des Wohlfahrtsstaates zu tilgen und den Staatshaushalt zu konsolidieren. Aber die zunehmende Arbeitslosigkeit und die wegbrechenden Einnahmen des Staates führten dazu, dass die Schulden immer weiter wuchsen. Die privatisierten Unternehmen nahmen auch weiterhin gerne das Geld des Staates in Anspruch, denn der Staat hatte beim Privatisierungsvorgang die Risiken übernommen, aber es versäumt, im Gegenzug seine Hand auf die zu erwarteten Gewinne zu legen. Die flossen von nun an in die Taschen der Aktionäre, während die Schulden und Investitionen vom Staat und damit vom Steuerzahler getragen werden. So ist das bis heute geblieben und nun sehen wir, wohin uns das geführt hat.

Der Staat ist wirklich nicht der bessere Unternehmer, das hatte ich schon erwähnt. Das liegt nicht unbedingt am fehlenden Sachverstand, sondern eher am Fehlen eines Leistungsgedankens, mit dem sich staatlich besoldete, bzw. verbeamtete Menschen noch nie so recht anfreunden konnten und zwar bis heute nicht. Aber wie sich heraus stellt, sind die Privatunternehmer genauso schlechte oder sogar noch Unternehmer, wie der Staat dies von sich behauptete, um die Privatisierung der Staatsunternehmen vorantreiben zu können. Und so kam es, wie es kommen musste. Banken, deren Manager sich mit größter krimineller Energie als spielsüchtige Zocker engagiert hatten und rund um die Welt ein großes Bankhaus nach dem anderen in den Ruin getrieben hatten, kamen nun heulend zu Kreuze gekrochen und verlangten vom Staat Geld, um den Zusammenbruch zu verhindern. Plötzlich war nahezu jedes, vorher noch so unbedeutende Bankhaus systemrelevant und konnte die Hand aufhalten, um am warmen Geldregen teil zu haben. Besonders herausragend stellt sich dem unbefangenen Betrachter  in diesem Zusammenhang die Hypo Real Estate dar, in deren unergründlichen Tiefen bereits mehr als 102 Milliarden Euro versickert sind und in deren Bilanzen noch immer Unwägbarkeiten in der zehnfachen Höhe verborgen sein sollen. Aber damit nicht genug. Die Autoindustrie brach fast zusammen, weil die Leute erkannten, das es zu riskant sei, heute ein neues Auto zu kaufen, wenn man nicht sicher sein konnte, morgen noch einen Arbeitsplatz zu besitzen. Mal abgesehen davon, dass die Spritpreise derart in die Höhe schossen, dass es einem beim Betrachten der astronomischen Preisentwicklung auf dem Rohölmarkt schwindlig werden konnte. Also, begannen auch hier die Manager zu jammern und um Staatshilfe nachzusuchen, die Mitarbeiter rauszuschmeissen um die Rentabilität zu erhöhen. dass der Einbruch der Verkaufszahlen möglicherweise daran liegen könnte, dass die von ihnen angebotenen Fahrzeuge nicht dem entsprechen könnten, was der Kunde eigentlich erwartete, der Gedanke kam ihnen nicht. Also schnürte die Bundesregierung flugs ein Hilfspaket für die Autoindustrie. Es sieht vor, den Menschen, die ein ein mindestens 9 Jahre altes Auto besitzen, 2.500,- Euro zu geben, wenn sie dieses Altfahrzeug verschrotten und ein neues Fahrzeug kaufen würden. Das ganze nannte man „Umweltprämie“, kam aber nicht auf den Gedanken, diese an bestimmte umweltrelevante Auflagen beim Neuwagenkauf zu knüpfen. Natürlich hatte das einen einfachen Grund: die deutschen Automobilhersteller, besonders aus dem sogenannten Premiumsegment, stellen überwiegend Autos her, die mitnichten als umweltfreundlich zu bezeichnen sind. Also erhielte auch ein Neuwagenkäufer die 2.500,- Euro „Umweltprämie“, wenn er beispielsweise seinen 9 Jahre alten VW Polo verschrotten und einen Porsche Cayenne, oder Audi Q7 kaufen würde. Was das zum Schutz der Umwelt bewirken soll, entzieht sich dem normalen Menschenverstand. Aber den kann man ja auch bei unseren Politikern nicht als selbstverständlich voraussetzen. Und während der Staat so Milliarden um Milliarden in die Industrie und Finanzinstitute pumpt, ohne die geringste Aussicht dieses Geld jemals wieder zu sehen, geschweige denn die daraus entstehenden Zins- und Zinseszinsbelastungen jemals tilgen zu können, haben die Mitarbeiter eben jener Banken, die die Wirtschaft in das absolute Chaos gestürzt haben, die Stirn, auf der Bezahlung ihrer millionenschweren Boni zu bestehen. So dreist muss man erst mal sein!

Unsereiner würde sich vermutlich in Grund und Boden schämen, wenn auf Grund seiner Fehlleistungen das Unternehmen, für das er arbeitet, an den Rand des Zusammenbruchs getrieben würde. Nicht so die Banker, denen fehlt jegliches Unrechtsbewußtsein. Und was soll´s, es war ja schließlich nicht ihr eigenes Geld, sondern das ihrer Kunden! Und Du oder ich, wir wären ob solcher Leistungen von unserem Arbeitgeber sicher schnellst möglich wieder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt worden – mit allen Konsequenzen!

Wenn es aber nicht die Aufgabe des Staates ist, wirtschaftlich tätig zu sein, sondern nur die dafür nötigen günstigen politischen Rahmenbedingungen zu schaffen (und das sagt der Staat ja selber), dann frage ich mich schon, wie es sein kann, dass er (und damit wir alle) mit unseren Steuergeldern dafür gerade stehen soll, wenn Unternehmen oder ganze Branchen, die durch Fehleinschätzungen und Spekulationen auf den Abgrund zu taumeln. Solange es den Unternehmen gut ging, hauten sie mit allem, was ihnen zur Verfügung stand auf den Staat ein und verwahrten sich gegen jede Einmischung. Die ungeheuren Gewinne wurden im Rahmen weltweit verzweigter Firmenkonglomerate so lange hin und her geschoben, bis unterm Strich keine oder nur noch geringe Steuern gezahlt werden mussten. Und heute rettet der Steuerzahler mit seinem Geld die Unternehmen, die in der Zukunft, wenn sie denn so lange durchhalten, sich vermutlich wieder auf ihre bewährte Position zurückziehen, dass sich niemand in ihre Geschäfte einzumischen habe!

Und dann muss man sich als einfacher Bürger von der Regierung sagen lassen: „Wir haben über Jahrzehnte über unsere Verhältnisse gelebt und darum muss der Bürger mehr Eigenverantwortung übernehmen“ (- d. h. private Altersvorsorge, wenn er im Alter nicht Not leiden will…oder…private Krankenzusatzversicherungen abschließen, wenn er später nicht ohne Zähne herumlaufen, oder sich gar eine lebensnotwendige Operation leisten können will!). Woher der Bürger bitte schön das Geld dafür nehmen soll (bei dauerhaft sinkenden Reallöhnen), das bleibt das unergründliche Geheimnis der Politik. Nicht jeder kann sich eine zusätzliche private Altersabsicherung leisten und noch eine zusätzliche Krankenversicherung (für die Zähne z. B. und /oder für den Pflegefall im Alter), wenn am Ende seines Geldes immer noch so viel Monat übrig ist! Ich/wir habe/n nicht über meine/unsere Verhältnisse gelebt, das war die Regierung, die jahrzehntelang den Bürgern etwas vorgemacht hat und nun daher kommt mit dem guten Rat, den Gürtel etwas enger zu schnallen. Davon kann allerdings auf Seiten der Regierung keine Rede sein. Hier wird nach wie vor aus dem Vollen geschöpft, Diäten erhöht (schließlich hat man sich das ja verdient und unabhängige Politiker müssen gut bezahlt werden, damit sie nicht von den Interessengruppen der Industrie gekauft werden können – was für ein lächerliches Argument, wo doch nahezu jeder Politiker – zumindest von den großen Volksparteien – in irgendeinem Aufsichtsrat sitzt, oder sonst einen gut dotierten Verwaltungsratsposten in der Wirtschaft hat), Privilegien geschaffen, dicke Dienstwagen aus dem Premiumbereich gefahren werden. Wie gesagt, schließlich hat man sich das ja verdient!

Die Selbstverständlichkeit, mit der man die Bedenken der Bürger hinwegwischt, ist schon beeindruckend. Es entsteht – wenigstens bei mir – immer mehr der Eindruck, alles drehe sich alles nur darum, Sorge dafür zu tragen, dass die Großkonzerne, die Industrie, in aller Ruhe und ungestört ihre Geschäfte machen können und dicke Gewinne einfahren. Die Folgen für die Umwelt interessieren dabei niemanden. Wie nicht anders zu erwarten, wurden die hehren Ziele zum Schutz unseres Klimas (die unserer Bundeskanzlerin Frau Merkel sogar kurzzeitg den Spitznamen die „Klimakanzlerin“ einbrachten), sofort und ohne mit der Wimper zu zucken fallen gelassen, als die ersten Banken zu wanken begannen (oh, das hätte sich fast gereimt – „Banken…wanken“, hihi!). Nachdem monatelang die Bürger auf die kommenden harten Zeiten und die damit verbundenen horrenden Kosten des Klimaschutzes und die katastrophalen Folgen des Klimawandels eingeschworen wurden, nachdem man uns wieder und wieder erklärt hat, wie zwingend notwendig umweltbewußtes Handeln und wie ungeheuer groß die Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Enkeln und aller folgenden Generationen ist, spielt das alles von heute auf morgen nicht mehr die geringste Rolle. Alles, was an Geld vorhanden ist und was für andere wichtige Dinge vorgesehen war, wird nun der Industrie hinterher geworfen, damit sie ungestört weiter das machen kann, was sie…

1. erst in die Krise getrieben

und

2. die Umwelt in den verheerenden Zustand gebracht hat, in dem sie sich heute befindet!

So einfach ist das für die Politik! Die Zukunft unserer Kinder und aller Nachkommen, wird einfach den Interessen der Industrie geopfert. Nicht der Schutz der Umwelt und der Natur, also der Ressourcen, ohne die wir überhaupt nicht überlebensfähig sind, ist wichtig, sondern nur die Gewinne der Industrie und die Profite der Konzerne und Aktionäre. Was die Menschen wollen, spielt keine Rolle. Fast kann man den Eindruck gewinnen, die Konzerne kauften sich jeweils das Wohlwollen der Regierungen (ein wichtiger Hinweis darauf ist die Präsenz des unsäglichen Lobbyismus mit seinen prall gefüllten Geldsäckeln und dicken Scheckbüchern überall da, wo Politik gemacht wird). Beispiel gefällig? Na gut, wie wär´s mit unserem Exkanzler Schröder, von dem man nicht behaupten darf, er hätte sein schütteres Haupthaar lackiert? Glaubt wirklich im ernst einer, der hätte den Job bei Gasprom bekommen, weil er so ein fähiger Geschäftsmann ist, oder doch eher, weil er während seiner politischen Karriere rechtzeitig die Weichen in Richtung dieses weich gepolsterten Chefsessels gestellt hat? Mag wirklich jemand ernsthaft behaupten, der ehemalige Bundeskanzler hätte die Interessen des Volkes gegen die Interessen der Gasprom vertreten, als er den Bau der Ostsee-Pipeline anleierte, um die er sich jetzt kümmert? Immerhin sichert uns diese Gasleitung unsicheres (wie schnell die Russen den Gashahn zudrehen, haben sie im Winter 2008/09 einmal mehr bewiesen) Gas aus Rußland. Womöglich ist das besser als das unsichere Öl aus Arabien, oder woher auch immer

Es kann ja durchaus sein, dass ich die Begriffe Moral und Ethik gar nicht verstanden habe. Dass sie in Wahrheit eine ganz andere Bedeutung haben, als ich mir das in meinen kleinbürgerlichen Träumen immer vorstellte. Aber ich bin drauf und dran, mich zu einem Menschen zu entwickeln, der sich fragt, mit welchem Recht der Staat dem Bürger Steuern in einer Höhe abpresst, die an Enteignung grenzt, wenn ein spürbarer Gegenwert dafür nicht geboten wird. Ich meine, die Steuern steigen (vor allem für diejenigen, die sowieso nicht viel verdienen), die Renten sinken und die Generation, der ich auch angehöre, kann später sehen wo sie bleibt und wie sie überlebt. Die Gebühren, beispielsweise für das Ausstellen eines stinknormalen Personalausweisses liegen im Bereich von 50,- Euro, die Krankenversicherung steht auf wackligen Beinen und als Kassenpatient fühlt man sich durchaus als Patient zweiter oder sogar dritter Klasse und wenn man das unbeschreibliche Glück hat, dass der Arbeitsplatz wegrationalisiert wurde, dann kann man sich auf einen wahren Spießrutenlauf bei der Arbeitsagentur und/oder dem Sozialamt gefasst machen, dass einem übel wird. Und wenn man dann abneds in seinem Bett leigt und sich Gedanken darüber macht, wie das alles nur weitergehen soll, dann findet man keine Antwort. Es überkommt einen das Gefühl, man würde ausgepresst wie eine Zitrone und dann in den Müll geworfen. Für jeden nur eine Last! Für den Staat (obwohl man jahrzehntelang Sozialabgaben bezahlt hat, die der Staat zweckentfremdet und verplempert hat), für die Gesellschaft (die einen kranken oder arbeitslosen Menschen schnell zum Schmarotzer stempelt, weil er der Allgemeinheit „zur Last fällt“) und bei den Ämtern und Behörden ist man lediglich ein Störfaktor, der den eigentlichen Betrieb stört, weil er auf irgendetwas Ansprüche erhebt und die Mitarbeiter so von dem abhält, was sie am besten machen können – sich selbst verwalten!

Für was zahlt man Steuern? Was erhält man als Gegenleistung für die horrende Belastung des Abreitslohns mit Abgaben und Steuern?

Sicherheit? – geht mal zur Polizei und zeigt jemanden an, weil er Euer Auto verkratzt hat. Wenn Ihr nicht den exakten Namen und die Adresse nennen könnt, lacht man sich dort tot, wie ein Mensch so dämlich sein kann und solch eine Bagatelle zur Anzeige bringen!

Rente? – wer heute noch glaubt, die Altersversorgung würde ihm einen Ruhestand in Würde und ohne Not ermöglichen, der tickt nicht richtig und wer nicht selber vorsorgt oder vorsorgen kann, der hat eben Pech gehabt. Wohl dem, der schon heute unter Existenzängsten (wegen des unsicheren Arbeitsmarktes beispielsweise) leidet, der dürfte sich bis zum Eintritt des Rentenalters so daran gewöhnt haben, dass ihm das dann auch nichts mehr ausmacht!

Recht? – wer Geld hat, der hat Recht!

Frieden? – wohl gibt es eine große und gut ausgerüstete Armee in unserem Land. Aber die verheizt man lieber im Hindukusch oder sonstwo auf der Welt. Im Inneren darf sie nicht eingesetzt werden, ausser um Dämme aus Sandsäcken zu bauen, wenn auf Grund des Klimawandels die Flüsse immer häufiger über die Ufer treten. Schützen können die Soldaten den Bürger im eigenen Land nicht und auch nicht die unterbezalhten und überlasteten Polizisten, denn der Terror ist eine Gefahr, auf die man sich eben einstellen muss. 100% Sicherheit kann es nicht geben, 80% auch nicht und vermutlich auch keine 70%. Aber wenigstens erhalten die Polizisten schicke neue blaue Uniformen für zig Millionen Euro, damit sie den Staat besser repräsentieren können.

Gesundheit? – Hey Leute, lebt gesund, raucht nicht, fresst nicht so viel, dann kriegt Ihr keinen Diabetes oder Herzkrankheiten und Ihr kostet die Krankenkassen kein Geld. Wenn die Kassen nämlich Eure Beiträge zum kurieren Eurer Krankheiten ausgeben sollen, wovon bitte schön sollen sie dann leben? Und denkt daran: der Hartz IV-Regelsatz ist vermutlich nur darum so niedrig (und für Kinder noch viel niedriger), damit Ihr nicht so viel fresst und sauft. Schließlich ist das gesund und damit gut für Euch und was gut ist, das weiss der Staat am Besten, „merkelt“ euch das!

Saubere Umwelt, gesunde Natur? – also bitte. Zuerst kommen die Interesen der Konzerne, dann die der Politik, oder umgekehrt, aber das kommt eh auf´s Gleiche raus, dann kommt lang, lang nichts und dann, wenn noch was übrig bleibt, kommen vielleicht die Bürger und dann die Umwelt und zuletzt die Natur. Aber es bleibt nichts übrig. Und weil dem so ist, muss dem Bürger noch mehr Geld abgenommen werden. Schließlich haben wir alle über unsere Verhältnisse gelebt (ich kann´s nicht mehr hören!).

Was das alles jetzt mit Moral und Ethik zu tun hat? Keine Ahnung, macht Euch selbst einen Reim drauf! Aber warum ich Steuern zahlen soll für einen Staat, der nichts für das Klima, die Umwelt und die Natur und erst recht nicht für seine Menschen tut, das ist mir unbegreiflich! Dabei fällt mir ein, wir sollten nicht vergessen, dass der Kampf um die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens (unternimm die Zukunft) gerade erst begonnen hat. Wir müssen der Politik Feuer unter dem Arsch machen. Jetzt sind die Interessen der Menschen dran, die hier leben. Die Konzerne haben mehr als genug verdient!

weiterführende Links:

Hartz IV-Empfänger – fett, faul, versoffen!

Den Eindruck könnte man gewinnen, wenn man die Meldungen liest, die derzeit in den Medien veröffentlicht werden.

Herr Mißfelder, seines Zeichens Chef der Jungen Union, hat sich mit seiner Behauptung, die Erhöhung der Hartz IV-Sätze sei eine Anschubfinanzierung für die Alkohol- und Tabakindustrie (Artikel auf der Netzeitung vom 20.2.2009 „Alkohol und Zigaretten – JU-Chef Mißfelder diffamiert Arbeitslose“) gewesen, ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt. Den Berichten zufolge ist dies nicht das erste Mal, dass dem Herrn das Maul entgleist ist. Und weil es ja so einfach ist, auf die drauf zu hauen, die sowieso ganz unten stehen und darum auch keine Lobby haben, reiht er sich ein in die Liste derer, die da meinen, mit der Verleumdung Arbeitsloser könne man  ganz leicht politisches Kapital schlagen. Da unterscheidet er sich nicht von seinem Kollegen von der FDP, Henner Schmidt (hier seine Homepage), der die Empfänger von Hartz IV als Rattenfänger in Berlin (nicht in Hameln) zwangsverpflichtet wissen wollte (Artikel auf stern.de am 16.2.2009 „Arme sollen Ratten jagen“).

Eins zeigt uns dieses unsäglich dämliche Geschwafel aber auf jeden Fall. Nämlich wie weit man in der Politik mittlerweile bereits vom Bodensatz Boden der Tatsachen entfernt ist. Klar, wenn ich meinen Arsch jeden Tag in einen bequemen Sessel platt drücke in irgend einem Parlament, auf irgend einem wohldotierten Parteiposten, oder beim hin und her gefahren werden zwischen diesen beiden im edel ledrig riechenden Fauteuil im Fond eines Audi A6 oder 8, da kann man schon den Blick für die Realität verlieren. Und wenn man sich hin und wieder durch die Niederungen der Städte kutschieren lässt, dann sieht man eben nur Besoffene herumtaumeln, Penner auf den Parkbänken liegen und Asoziale, die alte Flaschen einsammeln. Muss man da nicht zwangsläufig auf solch glorreiche Ideen kommen? Schließlich sind ja alle Hartz IV-Empfänger asozial, oder etwa nicht? Ich meine, wer sich Kunst und Kultur so konsequent verweigert, wie das Hartz IV-Empfänger tun, der ist asozial! Das weiss man ja!

Aber das eigentliche Problem ist, dass diese Menschen asozial werden/wurden, weil sie zu Hartz IV-Empfängern geworden sind. Das verdrängt man gelonnt! Und mit diesen gnadenvollen Zahlungen ist einem einen Teilhabe am normalen Leben nicht mehr möglich – es fehlet den Menschen am nötigen Geld! Fett werden sie ebenfalls nur dann, wenn sie sich über einen längeren Zeitraum mit der Sarrazin-Hartz IV-Diät ernähren müssen. Und Flaschen sammelt man vielleicht nur deshalb, weil Weihnachten vor der Tür steht und man sich etwas mehr gönnen können möchte, als die gewohnte tägliche Bratwurst mit Brot? Genauso wenig ist zu erwarten, dass Menschen, die rauchen (und da gibt es auch genügend Politiker die das tun) nicht plötzlich mit Eintritt der Arbeitslosigkeit zu Nichtrauchern werden.

Wie gut, dass es solche Menschen wie Mißfelder gibt, die einem klar machen, wo man in Wahrheit steht. Am unteren Ende der sozialen Leiter. Zwar besteht theoretisch die Möglichkeit, nach oben zu steigen, aber da stehen schon eine Menge Leute, z. B. unsere Politiker und an denen ist kein Vorbeikommen.

Aber einen Vorteil hat die ganze Sache. Für mich jedenfalls. Wer so über andere Menschen spricht und denkt, der kann auch nicht ernsthaft darüber verärgert sein, wenn ich mir das Recht herausnehme, alle Politiker für korrupte, dumme und faule Oportunisten zu halten und dies auch genauso deutlich zu sagen!

Dafür sprechen die Massnahmen, die „zur Bekämpfung der Wirtschafts- und Finanzkrise“ ergriffen werden. Für mich ist es purer Aktionismus, wenn man der Hypo Real Estate mehr als 100 Milliarden Euro hinterherschmeisst, nur um dann festzustellen, dass in der Bilanz womöglich noch Riskien versteckt (man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lass: versteckt!) sind, die in den Bereich von 1 Billionen Euro reichen könnten! Und da macht sich noch ernsthaft jemand Gedanken darüber, wie der Markt oder der Großaktionär  J.C. Flowers, oder von mir aus auch die FDP auf eine Verstaatlichung reagieren wird! angesichts solcher Summen darf man als Steuerzahler schon mal höflich nachfragen, mit welchem Recht die Regierung unser Geld mit Schaufeln zum Fenster hinaus wirft und sich bei ein paar Euro mehr für die bedürftigen Hartz IV-Empfänger förmlich in die Hosen scheisst!

weiterführende Links:

Hilfe für „notleidende Banken“ und kein Ende!

Focus-Online schreibt am 23.1.2009 unter „Schutzschirm: Regierung will Hilfe für Banken verlängern“, unser Bundesbeutelschneiderfinanzminister Peer Steinbrück wolle die Frist für Garantien des staatlichen Banken-Rettungsfonds SoFFin (was für eine blöde Abkürzung, wer die erfunden hat, der gehört mit einer nassen Socke verprügelt!) von 3 auf 5 Jahre verlängern. So weit so gut – oder auch nicht gut. Weiter offen sei aber, wie Banken von „faulen Wertpapieren entlastet werden“. Es geht – mal wieder – um mehrere hundert Milliarden Euronen.

Ehrlich gesagt, ich habe immer noch Verständnisprobleme mit dem ganzen Zeug, dass da Tag für Tag auf uns ein prasselt. Wenn ich das mal kurz und schmerzhaft zusammenfassen darf, so wie ich das sehe:

  1. Banken in den USA vergeben Kredite an nicht kreditwürdige Kreditnehmer, damit Menschen die es sich nicht leisten können, sich Häuser (oder auch schicke SUV als Zweit- oder Drittwagen für Frau und Kinder) kaufen können, die eine oder auch zwei Nummern zu groß für ihre Verhältnisse sind!
  2. Da sie dafür einen Haufen Zinsen nehmen, lohnt sich das Geschäft offenbar, selbst wenn einige der mit dem geliehenen Geld „beglückten“ Menschen die Kredite nicht mehr bedienen können (aus welchem Grund auch immer). Die auf Pump gekauften Häuser und Autos werden dann eben wieder eingesammelt und an den nächst besten Deppen Kunden zu den gleichen Konditionen weiterverkauft.
  3. Weil die US-Banken aber auch andere Institute rund um den Erdball an dieser wunderbaren, sich selbst erhaltenden Geldmaschine teilhaben lassen wollen, verkaufen sie die „faulen“ Kredite, wie das so üblich ist, einfach an andere Banken weiter, freilich ohne denen zu sagen, dass mit einem kurzfristigen Ausfall der Kredite zu rechnen ist – und es hat wohl auch niemand so genau danach gefragt.
  4. Banken in Europa ud anderswo auf der Welt kaufen sich also großzügig ein, weil die US-Wirtschaft brummt und ein Ende „absolut nicht abzusehen“ ist! Und weil das alles noch nicht genügt, deckt man sich mit hochspekulativen Wertpapieren oder – was auch immer – ein, dass einem normalen Menschen die Augen tränen, emmitiert selber Finanzprodukte, über deren Folgeverpflichtungen nicht einmal mehr die Erfinder einen genauen Überblick haben und hofft…oder betet vielleicht auch, dass das ewig so weitergehen wird wie bisher!
  5. Es geht nicht so weiter! Der US-Immobilienmarkt bricht wegen der ungezählten „faulen“ Kredite zusammen, als die Wirtschaft eben nicht mehr so brummt wie bisher und ruckzuck hat jede, aber wirklich jede Bank ein paar Milliarden abzuschreiben!
  6. Während jetzt die hochbezahlten Banker, die Spezialisten unseres Geldes, die von Wirtschaft und vom Bankwesen verstehen, was es zu verstehen gibt, die bestens, ja vorzüglicvh ausgebildet und hochbezahlt sind, merken, dass sie in der Realität ankommen,  erhebt sich ein Geschrei nach der Hilfe des Staates, dass mir echt übel wird. Ausgerechnet jene Banker, allen voran der liebe Herr Ackermann, die sich schämen würden, wenn sie staatliche Hilfen in Anspruch nehmen müssten, schreien am lautesten nach dem Staat und damit dem Geld des Steuerzahlers, obwohl sie sich noch kurz vorher vehement jede staatliche Einmischung in ihre Geschäfte auf´s heftigste verbeten hatten. Aber man kann seine Meinung ja auch mal ändern besonders, wenn´s darum geht, den eigenen Arsch zu retten!
  7. Und der Staat gibt, ohne wenn und aber. Ohne mit der Wimper zu zucken werden mal eben zig Milliarden hingeblättert, die dann niemand haben will, weil mit einigen Auflagen verbunden. Nur die Hypo Real Estate (toller Name für ´ne Geldverbrennungsmaschine) und langt ein um´s andere mal in den Topf ´rein um sich zu bedienen! Ich will´s mit meiner Aufzählung mal hier bewenden lassen. Sicher liege ich völlig falsch mit meinen Vermutungen. Sicher konnte niemand in den Vorstandsetagen der Banken auch nur ahnen, was sich da anbahnte. Sicher hat es nie und nirgends kriminelle Energien beim verzocken der Kundengelder gegeben. Alle taten alles nur aus lautersten Motiven und das die böse Weltwirtschaft den „notleidenden Banken“ (übrigens zum Unwort des Jahres 2008 gewählt) einen solch üblen Streich spielen würde, wer hätte das gedacht? Die Banker jedenfalls nicht!

Sind bisher Köpfe gerollt? Ich meine das jetzt nicht im Wortsinn! Aber hat schon einer der Banker seinen Job wegen Unfähigkeit verloren? Musste einer gehen, weil er das Geld der Bankkunden mit hochspekulativen Wertpapiergeschäften verzockt und verscheudert hat? Ist mir nicht bekannt! Jedem Menschen, der – unverschuldet oder nicht – in eine finanzielle Schieflage gerät, wird in die Schuldknechtschaft getrieben und von Inkassounternehmen bis auf´s Mark ausgesaugt und wenn´s gut geht kann er nach beantragter Privatinsolvenz innerhalb von 7 Jahren schuldenfrei werden (in diesen 7 Jahren muss er allerdings Monat für Monat den pfändbaren Teil seines Einkommens zur symbolischen Schuldentilgung abführen, denn die Zinsbelastung wächst meist schneller als die Schulden abbezahlt werden können!). Die Banken kriegen Milliardenbeträge in die breiten Ärsche geschoben und machen gerade so weiter wie bisher!

Das ist jetzt meine eigene Sichtweise der Dinge! So stellt sich mir das ganze Desaster der Finanzkrise dar. Und wenn von euch mir jemand erklären kann, ob und warum das gerecht ist, was da passiert, der möge mir das bitte erklären!

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