Mit der Dummheit ist es so: selber merkt man nix davo(n)!

Heute fand ich diesen Artikel in den Greenpeace-News, der mich (aber offensichtlich nicht nur mich allein) so langsam am Verstand einiger führender Wissenschaftler unseres Landes verzweifeln lässt. Wie kann man die Realität derart negieren oder ignorieren? Oder steckt dahinter ein ordentliches Sümmchen der Atomindustrie, die die betreffenden Wissenschaftler die Asse durch eine extrem rosa gefärbte Brille betrachten lässt? Und allen voran stimmt Michael Glos wieder einmal das Loblied auf die Atomenergie und die beispielhafte Sicherheit unserer wunderbaren Reaktoren und der (in Salzlauge absaufenden) Endlagerstätten an. Dabei waren die Mängel in der Asse schon vor der Genehmigung als Atommüllendlager 1956 bekannt, aber die Zeit heilt offenbar alle Wunden, sogar die von undichten Salzstöcken!

Stellt sich nur die Frage, warum der Glos so in die Posaune stösst, dass es einem übel wird? Nun gut, hier ist ein Link zu Abgeordnetenwatch.de. Hier kann man sich einen Überblick über die von Michael Glos besetzten Posten (z.B. bei der DENA, der Deutschen Energie Agentur GmbH, an der die Bundesrepublik zu 50% beteiligt ist und der KfW) verschaffen. Die bekleidet er, obwohl er bei seinem Amtsantritt geschworen hat, den „Nutzen des deutschen Volkes zu mehren und Schaden von ihm abzuwenden“. Fragen, die über abgeordnetenwatch.de an ihn gestellt werden, pflegt er souverän zu übergehen. Und was den Nutzen betrifft, so scheint sein eigener Arsch ihm immer noch näher zu sein, als die unzähligen Ärsche der Wähler! Man sieht allerdings das selbst solche Kapazitäten wie Michael Glos weder in der Lage, noch offenbar willens sind, eine Kontrolle auszuüben, die geeignet ist solche Desaster wie der Fast-Zusammenbruch der IKB (die anschließend für einen Appel und ein Ei an einen Investor verscherbelt wurde) zu verhindern, oder der Atomlobby ihre Grenzen aufzuzeigen. Mein lieber Vater pflegte mir in solchen Fällen früher immer zu sagen: „Wess´ Brot ich ess´, dess´Lied ich sing!“ Was soll man dazu noch sagen?

Wenigstens haut Greenpeace nun wieder in der Asse-Sache ordentlich auf die Kacke. Das ist wichtig, damit die katastrophalen Zustände nicht im Sog von Finanzkrise und Obamania, Krise der Automobilindustrie und „Konjunkturpaket“ untergeht! Und hier ist ein Link zum Greenpeace Schwarzbuch Klimaverhinderer, da stehen natürlich der Herr Minister Glos und sein Kumpel Seehofer auch mit drin, ganz klar!

Werbeanzeigen

Wo bleibt die Moral?

Mit ständig wachsendem Entsetzen verfolge ich den weltweiten Finanzcrash nun schon seit einigen Wochen im TV, den News und Zeitungen. Mit jedem neuen Tag, an dem eine weitere Bank oder Versicherung vor dem Zusammenbruch steht und mit Mrd.-Beträgen jongliert wird, dass einem schlecht werden kann, frage ich mich: „Sind Banken wirklich notwendig? Ist unser Finanzsystem wirklich das richtige und bestmögliche und so unabdingbar, wie man uns immer Glauben machen will?“

So allmählich drängt sich mir der Gedanke auf, dass wir es bei Bankern mit einer Horde raffgieriger, skrupelloser und bar jedweder Moral handelnder Idioten zu tun haben. Aber sie sind beileibe nicht die einzigen. Man könnte glatt den Eindruck gewinnen, dass den Studenten, also den zukünftigen Leistungsträgern und Unternehmensführern sämtliche moralischen Bedenken konsequent aberzogen wird nach dem Motto – jung, dynamisch, skrupellos!

Kaum an den Schalthebeln der Konzerne angelangt, wird geplündert, betrogen, erpresst und bestochen, was das Zeug hält. Es werden Steuern hinterzogen und die Bürger ebenso wie die Regierung für dumm verkauft. Es gibt keinerlei Skrupel mehr, wenn es darum geht die Gewinne zu maximieren und das Shareholdervalue zu „optimieren“.

Der Staat hilft auch noch dabei mit, die Bürger und die Ressourcen auszuplündern und zu Geld zu machen.

Bisher war ich, als guter Staatsbürger, immer davon ausgegangen, dass der Staat zu Recht Steuern erhebt und eintreibt, weil er seinen Bürgern gegenüber zu gewissen hoheitlichen Aufgaben verpflichtet ist. Er schützt sie vor fremden Mächten und verteidigt sie gegen gewaltsame Übergriff. Gerät ein Mensch unverschuldet in Not, durch Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Unfall, greift er mit Hilfe von staatlichen Versicherungen ein und unterstützt ihn. Erreicht der Bürger das Rentenalter, hat er Anspruch auf eine staatliche Rente. So weit so gut – oder vielmehr nicht gut! Es scheint so, als habe ich mich geirrt! („Moral ist das Rückgrat der Schwachsinnigen“, wie schon Francis Picabia sagte.

Rente? Nicht mehr sicher! Der Bürger soll privat vorsorgen, schließlich hat jeder genug Geld dafür übrig und die Banken und Versicherungskonzerne wollen nur unser Bestes (eben unser Geld!). Geht die Bank pleite, hat man eben Pech gehabt, das ist der Lauf der Welt. Dass dieses Szenario nicht gar so weit her geholt ist, sieht man an der derzeitigen weltweiten Finanzkatastrophe.

Schutz vor Verbrechen, Drogenhandel und Gewalt? Die Polizei arbeitet unter unwürdigen Bedingungen und ist total unterbesetzt. Dafür wird unsere demokratische Freiheit neuerdings am Hindukusch verteidigt! Unsere jungen Soldaten sterben „im Kampf gegen den internationalen Terrorismus“ in Afghanistan und wer weiß wo noch auf dieser Welt!

Der Staat, offenbar unfähig, seinen Bürgern irgendeinen Gegenwert für ihre sauer erarbeiteten und dann abgepressten Steuergelder zu gewähren, hat vor der Wirtschaft, allen voran der Atom- und Energieindustrie, aber auch der Genkonzerne, der Automobil- und Chemieindustrie kapituliert und verkauft alles, was nicht niet und nagelfest ist und sich irgendwie zu Geld machen lässt.

Die Müllabfuhr wird privatisiert und die Preise steigen!

Die Wasserversorgung wird privatisiert und die Preise steigen!

Energie wird sowieso immer teurer, genauso wie die Post und Bahn!

Und jetzt also auch die Banken. Spekulationen treiben die Aktienpreise in ungeahnte Höhen. Schwunghafter Handel mit faulen Krediten und Hypotheken stürzt eine Bank nach der anderen ins Chaos. So lange Gewinne realisiert werden, verschwinden sie in den Taschen der Banker und ihrer Aktionäre. Stehen die Institute durch ihre Gier plötzlich vor dem Ruin, geht das Schreien nach dem starken Staat los (in diesem Beispiel fängt zwar die US-Regierung die strauchelnden Bankkonzerne auf, indem sie faule Hypotheken im „Wert“ von 700 Mrd. $ vom Markt holt, aber in Deutschland läuft das ja genauso, wenn man bedenkt, dass die KfW die pleite gegangene IKB mit mehr als 10 Mrd. Euro unterstützt hat, bevor die dann für einen Spottpreis verschleudert wurde)! Um „Arbeitsplätze zu sichern“, werden die Verluste dem Steuerzahler aufs Auge gedrückt, die Regierung spielt sich als Retter auf und der Bürger zahlt – wie immer – die Zeche!

Jetzt warte ich eigentlich nur noch darauf, dass die Bundeswehr privatisiert wird. Der Staat spart dadurch das Geld für den Unterhalt der Streitkräfte und die Unternehmen, die unsere „Verteidigung“ privatwirtschaftlich organisieren, finanzieren sich dann vielleicht durch groß angelegte Plünderungszüge „im Namen der Demokratie“ überall auf der Welt, oder vermieten die Truppen an den meist Bietenden! (natürlich weiß ich, dass wir davon nicht mehr so weit entfernt sind, wie es scheint. In den USA ist es durchaus schon üblich, private Unternehmen in den Krieg zu schicken. Als schlechtes Beispiel will ich hier nur den Irak anführen!). Um die „Sicherheitsinteressen“ Deutschlands weltweit zu vertreten, sind bestimmt erprobte Partner zu finden, z.B. Blackwater Worldwide, (Unternehmens-Homepage), die durch ihr rücksichtsloses Vorgehen im Irak Aufmerksamkeit erregt haben!

Um auf meine anfangs gestellt Frage zurück zu kommen:“Wo bleibt die Moral?“ Sie bleibt auf der Strecke. Menschen wie Du und ich, sind in diesem Staat die Dummen. Wir werden ausgenutzt und ausgepresst, sowohl vom Staat, als auch den großen Konzernen. Erst wenn nichts mehr zu holen ist, werden sie zufrieden sein! Erst wenn Mutter Erde ein lebloser, verdorrter Felsen ist, der durch die endlosen Weiten des Alls treibt, ohne Leben, ohne Zukunft, werden sie zufrieden sein! Aber ein Trost bleibt – wenn wir verrecken, weil alles vergiftet und verseucht ist, werden auch die, die das zu verantworten haben, in die Grube fahren!

Aber bis dahin wird es noch ein Weilchen dauern, Zeit die wir nutzen können, um den Verantwortlichen deutlich zu sagen und zu zeigen, dass wir nicht mit ihrem Handeln einverstanden sind, dass wir nicht bereit sind darauf zu warten, das sie unsere Welt, unsere Gaia zu Grunde richten!

Engagiert Euch gegen die bedingungslose Kommerzialisierung unserer Mutter Erde, gegen Ausbeutung und Ungerechtigkeit!

Nieten in Nadelstreifen!

Warum die Manager die deutsche Wirtschaft zu Grunde richten.

Wem ist es noch nicht aufgefallen? Deutsche Manager, top ausgebildet, beste Zeugnisse, extrem hoch bezahlt, fahren renomierte Unternehmen an die Wand und die einzige Konsequenz die sie fürchten müssen ist die, auf einen neuen gut bezahlten Posten in einem anderen Großkonzern abgeschoben zu werden. Hier trifft das geflügelte Wort „jung, dynamisch, erfolglos“ ins Schwarze. Der Verdacht liegt nahe, es würden bei den Unternehmen gerade die Uniabsolventen bevorzugt eingestellt, die über die härtesten Ellenbogen, die größte Rücksichtslosigkeit und das frechste Grinsen verfügen.
Woran liegt das? Wie kommt es, dass so talentierte junge Managertypen, ausgestattet mit Bachelor- und Masterabschlüssen diese Jobs antreten und dann so jämmerlich versagen? Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das einzige, was sie auf der Universität wirklich mit bekommen haben, das Prinzip der Gewinnmaximierung um jeden, absolut um jeden Preis ist! Dieses Prinzip lässt sich am schnellsten und vor allem einfachsten durch sogenanntes „Costcutting“ erreichen. Und wo spart man kurzfristig am meisten? Bei den Personalkosten natürlich! Und welche Mitarbeiter entlässt man als erstes? Die mit der meisten Erfahrung selbstverständlich, denn das sind in der Regel die Älteren und auf Grund ihrer langen Betriebszugehörigkeit bekommen sie die höchsten Löhne! Schmeißt man die aus dem Unternehmen, sehen die Zahlen der Einsparungen übers Jahr gerechnet relativ gut aus. Die Arbeit wird den jungen, belastbaren Mitarbeitern (ohne Erfahrung und mit niedrigem Lohn) aufgehalst, die dann völlig überfordert sind und somit die Qualität der Produkte senken.
Wenn die erfahrenen Mitarbeiter, wie man so schön sagt: dem Arbeitsmarkt zugeführt und dann „frühverrentet“ werden, entzieht man den verbleibenden Mitarbeitern und damit den Unternehmen das Knowhow, dass sie dringend brauchen, um weiter erfolgreich am Markt bestehen zu können. So werden die Unternehmen zum kurzfristigen Vorteil der Aktionäre ausgeblutet. Dabei ist nicht aus zu schließen, dass dahinter ein gewisses System steckt, um die fortschreitende Monopolisierung der einzelnen Branchen und die Konzentration in wenigen Konzernen gewollt ist um den Markt zu beherrschen und die Preise zu bestimmen.
Aber das interessiert einen echten Manager nicht wirklich. Genauso wenig, wie er sich darum kümmert, was mit den zahllosen Existenzen geschieht, die an den vernichteten Arbeitsplätzen hängen. Wen kümmert es schon, dass die meisten entlassenen Mitarbeiter Familien haben? Wen berührt es, dass viele dieser Menschen ihre Gesundheit für das Unternehmen geopfert haben? Warum deshalb ein schlechtes Gewissen haben? Unser wohl ausgebautes und engmaschig geknüpftes soziales Netz fängt doch alle auf und wer sich ernsthaft darum bemüht, der findet auch immer wieder Arbeit – oder vielleicht doch nicht?
Nun, warum sich mit solchen Nebensächlichkeiten belasten? Für die Gewinne sind die Konzerne zuständig, schließlich wollen die Taschen der Topmanager wohl gefüllt werden! Die Risiken aber soll ruhig der Staat, bzw. der Steuerzahler tragen, denn schließlich will der ja, dass wenigstens ein paar hundert Arbeitsplätze erhalten bleiben. Beispiele dafür? Bitte sehr: die Deutsche Bahn, die Groß- oder Landesbanken, die sich in der US-Immobilienkrise heftigst verspekuliert haben. Mehr in die Details will ich gar nicht gehen. Das würde hier einfach zu weit führen.
Die Nachrichten oder „news“ wie es auf Neudeutsch so schön heißt, zeigen uns täglich aufs Neue die Bilder von Unternehmen, die von Topmanagern in die Krise geführt wurden und deren Belegschaft das ausbaden muss! IKB, von „Topbankmanagern“ in den Ruin getrieben durch die grenzenlose Gier nach noch mehr Geld, verdient auf dem Rücken von Menschen, die eigentlich keine Kredite hätten bekommen dürfen – die Rechnung kriegt der Steuerzahler! Weitere Beispiele brauche ich nicht zu nennen, schaut sie euch selber an, Tag für Tag, Woche für Woche.

Die Tragik an solchen Vorgängen ist aber ein ums andere Mal, dass die Leidtragenden die Belegschaften sind, die die Fehlentscheidungen des Managements nicht zu verantworten haben, weil sie sie nicht getroffen haben. Ihre Existenzen sind zerstört. Die Manager jedoch, selbst wenn sie gehen müssen, werden a.) meist großzügigst abgefunden und b.) ob ihrer „hervorragenden Leistungen bei der Sanierung“ des Unternehmens auf einen noch besser dotierten Posten in einem anderen Konzern berufen, um auch dort mit eisernem Besen den Mief der Menschlichkeit und der sozialen Verantwortung hinauszufegen!