Andere Länder, andere Sitten!

Ein Land, wie der Iran, nicht gerade bekannt dafür, ein Musterbeispiel für die Wahrung von Menschenrechten zu sein, dass Menschen ganz nach Gutdünken zum Tode verurteilt und an Autokränen aufhängt, in aller Öffentlichkeit und selbst für belanglose Lappalien, regt sich über ein anderes Land auf, dass Menschen wegen Lappalien zum Tode verurteilt und ihnen die Köpfe abschneiden lässt?
Der Unterschied dürfte für die Opfer einer solchen Lynchmordjustiz wohl nur marginal sein. Und der Iran ist da, wie gesagt, um keinen Deut besser als die Saudis.
Und Herr Seehofer, Sigmar Gabriel und der Herr der Misere finden, dieses Land Saudi-Arabien nämlich, sei ein Land, dem Waffen in jeder Menge und Größe zu verscherbeln, dessen Position als „Stabilitätsanker“ in dieser Region stärke! Das ist schon starker Tobak, würde ich meinen. Und daneben ist Saudi-Arabien derzeit bei der UNO in Genf  Vorsitzender des UN-Menschenrechtsrats. Da weiss man unsere Rechte doch wirklich in den besten Händen!
Würde irgend ein Hahn nach diesen islamistischen Idioten krähen, wenn es keine Ölquellen in diesem Lande gebe? Ich möchte das bezweifeln, aber was weiss ich schon…

…schließlich richten auch die Amerikaner Menschen in recht großer Zahl hin. Allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit und das macht das Ganze natürlich deutlich menschlicher. Deswegen sind sie auch unsere engsten Verbündeten?

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Und täglich grüßt das Murmeltier!

Jeder neue Bericht darüber, dass der Iran (mal wieder) seine Zustimmung gegeben hat, über sein Atomprogramm zu reden, erinnert mich an diesen Film, indem ein Mann dazu verdammt ist, einen bestimmten Tag seines Lebens wieder und wieder durchleben zu müssen. Wenn ich mich recht entsinne, gelingt es ihm eines schönen (immer noch desselben) Tages, diesen nervenden Kreislauf zu durchbrechen und das Leben geht weiter. Er ist geläutert, jedenfalls nach außen hin, und alles ist gut! Und täglich grüßt das Mumeltier ist eine Kommödie und damit ganz anders, als das reale, grausame Leben unserer Zeit. In dem Film liefert Bill Murray eine Glanzleistung der Schauspielkunst ab und man hat den Eindruck, er braucht sich dabei nicht groß anzustrengen, denn der arrogante und egomanische TV-Moderator Phil Connors erweckt den Eindruck, als sei er Bill Murray auf den Leib geschrieben.

Aber wie gesagt, der Film findet ein gutes Ende, weil sich der Protagonist ändert! Bedauerlicherweise ist das in der Realität, im Real Life also, nicht ganz so einfach wie in den Filmen der Traumwelt Hollywoods. Denn Bill Murray ist kein iranischer Präsident, der sein zu kurz geratenes Ego mit größenwahnsinnigen Verbalattacken auf Israel, die Juden und natürlich den arroganten Westen zu kompensieren sucht, wobei der Teufel nicht etwa im Detail steckt, sondern in der Haut des jeweiligen US-amerikanischen Präsidenten.

Ein ums andere Mal bietet der Iran dem Westen Gespräche über sein (selbstverständlich absolut friedliches) Atomprogramm an und ein ums andere Mal werden die Experten an der Nase und im ganzen Land herum geführt, für dumm verkauft und anschließend hinaus geworfen. Natürlich möchte der Westen gern wissen, was in den verborgenen unterirdischen Atomanlagen des Iran so alles fabriziert wird. Aber niemand kann allen Ernstes glauben, dass dem Iran tatsächlich etwas daran liege, dem Westen diese Erkenntnisse frei Haus zu liefern. Da brauchen wir uns nichts vormachen. Ein Grund dafür dürfte sein, dass auch Israel über Atomwaffen verfügt (dies aber bis heute nicht offiziell bestätigt hat) und einen Teufel tun würde, um irgendwelche Außenstehenden (und erst recht keine Iraner) in ihre bestgehüteten Geheimnisse einzuweihen und Besichtigungstouren durch ihre eigenen Atomforschungsanlagen zu veranstalten – mit anschließendem Barbecue und fröhlichem Beisammensein.

Warum also lässt man sich (und uns) ein ums andere Mal für dumm verkaufen (obwohl, man hält uns natürlich für dumm, sonst würde man uns das nicht dauernd zumuten!), anstatt einen Punkt zu machen? Wahrscheinlich, weil man tatsächlich nur einen Kriegsgrund sucht. Aber das Affentheater nervt mittlerweile schon gewaltig!

 

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10. Dezember – Tag der Menschenrechte!

Genau heute vor 60 Jahren wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris ein bislang in der Menschheitsgeschichte einzigartiges Dokument verabschiedet. Die Resolution 217 A III, besser bekannt als die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte!

Insgesamt 145 Staaten dieser Welt haben die Menschenrechtsresolution ratifiziert (das berichtet die Netzeitung in ihrem heutigen Artikel) und – richtig geraten – nicht ein einziges Land hält sich in allen Punkten daran! Selbst in vielen westlichen Demokratien, allen voran den USA, werden schwerste Menschenrechtsverletzungen begangen. Folter und Diskriminierung sind hier an der Tagesordnung. Das Recht auf freie Meinungsäußerung? Nur schöner Schein! Das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Arbeit (ja, auch Arbeit ist ein Menschenrecht!), nimmt auch in Deutschland niemand wirklich ernst. Wenn ich nur an die Hartz IV-Regelsätze denke, von denen sich die Menschen gesund ernähren sollen, wird mir speiübel!

Dabei sind die Zustände in den westlichen Demokratien noch relativ erträglich. Den Göttern sei dank, gibt es hier immer irgendwelche Menschen und Gruppen, die sich vehement für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen. Zu diesen Menschen gehören aber üblicherweise meist nicht die Politiker – die verlieren sofort den Kontakt sowohl zum Boden, als auch zum „gemeinen“ Volk! Der eigene Arsch ist einem sowieso immer noch am nächsten und da bilden unsere Politiker leider keine Ausnahme. So wird sich am Stand der Menschenrechte in der näheren und ferneren Zukunft nicht allzu viel ändern.

Zumal die Auslegung der Menschenrechte zu einem nicht unwesentlichen Teil von der jeweiligen Kultur eines Staates abhängig ist. Betrachtet man China (nur eines von vielen Beispielen) könnte man den Eindruck gewinnen, der Tod durch die Genickschußkommandos der Armee sei ein Menschenrecht, auf das jeder Chinese einen „rechtlich verbrieften“ Anspruch hat! Die Islamischen Länder wiederum sehen die Menschenrechte mit anderen Augen. besonders das Recht auf freie Ausübung der Religion kann hier schnell zu einem besonders schmerzhaften und dadurch unangenehmen Tod durch einen wütenden Mob oder eine religiös motivierte Justiz (Iran zum Beispiel) führen. Auch hat die körperliche Unversehrtheit da ihre Grenzen, wo die Scharia das abhacken einer oder beider Hände als Strafe für Diebstahl vorsieht!

Wir sollten bei allem Respekt vor den Religionen und Kulturen anderer Menschen nie vergessen, welche gesellschaftlichen Vorzüge und Freiheiten wir hierzulande geniessen dürfen. Aber die Freiheit muss jeden Tag auf´s neue errungen werden. Darum sollten wir jedweden Kampf um mehr und für den Erhalt der Menschenrechte unterstützen. Und wir dürfen nie vergessen, dass die eigenen Freiheit da endet, wo die Freiheit der anderen Menschen beginnt!

Weiterführende Links:

  • Anti-Slavery-International (Organisation gegen die Sklaverei, die es entgegen weitverbreiteter Meinung auch heute noch in vielen Staaten der Welt gibt – sie ist die älteste Menschenrechtsorganisation der Welt!).
  • Terre Des Femmes e.V. (kämpft für die Rechte von Frauen weltweit, denn weltweit werden Frauen diskriminiert, gefoltert, vergewaltigt und misshandelt!).
  • Amnesty International (1961 in London gegründet, setzt Amnesty sich für politische Gefangene überall auf der Welt ein!).
  • Gesellschaft für bedrohte Völker (kämpft weltweit für die Rechte religiöser, sprachlicher und ethnischer Minderheiten!).

Wenn Ihr etwas Geld entbehren könnt, dann lasst diesen Organisationen bitte eine kleine Spende zukommen. Denkt daran…die Weihnachtsfeiertage nahen mit großen Schritten und es gibt überall auf der Welt Menschen, die unter einem Unrechts-Regime zu leiden haben. Nahezu überall auf der Welt wird gefoltert und misshandelt, werden die Menschenrechte mit Füßen getreten. Wir in den reichen Ländern des Westens, sind moralisch zur Hilfe für die Unterdrückten dieser Welt verpflichtet und das können wir am Besten dadurch, dass wir die Arbeit der Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO) finanziell unterstützen!

Mit der Dummheit ist es so – selber merkt ma nix davo!

Beim Lesen der Google-News sprang mir der Artikel „Iran: Atomprogramm wird fortgesetzt“ ins Auge. Offensichtlich gab es Gespräche zwischen dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana, Vertreter der 5 ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates und erstmalig auch mit Staatssekretär Burns ein ranghoher Diplomat der US-Regierung auf der einen Seite und dem iranischen Chefunterhändler Said Dschalili auf der Anderen. Natürlich kam man zu keiner Einigung, wie nicht anders zu erwarten war.
Während der Iran auf seinem „Recht“ besteht sein, vorgeblich zivilen Zwecken dienendes, Atomprogramm weiter zu führen, bieten ihm die Verhandlungspartner alle möglichen und unmöglichen „Hilfen“ an, wenn das Programm gestoppt wird. Die Gegner des iranischen Atomprogramms, allesamt selber in der zivilen, wie in der militärischen Nutzung der Atomkraft sehr aktiv, wollen einem anderen Staat das „Recht“ auf die Fähigkeit zur Zerstörung der Erde per Knopfdruck vorenthalten. Was für ein Schwachsinn!
Das ist genauso logisch, gerecht und sinnvoll, wie die Schwellenländer Indien und China wegen ihres ständig steigenden Hungers nach Erdöl zu verurteilen und mehr Umweltschutzmaßnahmen zu verlangen. Freilich sind die Industrienationen aber selber nicht bereit, regenerative Energien mehr zu fördern oder den Schwellenländern die gleichen Rechte zuzugestehen, wie sie sie für sich als selbstverständlich in Anspruch nehmen. Wie kann man so vermessen sein und anderen Völkern das Recht auf Entwicklung absprechen, bloß weil man selber zu arrogant und vielleicht auch zu dumm ist, um einen Weg in die Zukunft zu finden, der unsere Umwelt und Mutter Erde vor der Vernichtung durch Verschmutzung, Vergiftung und Klimawandel bewahrt?
Die größte Angst der Industrienationen besteht aber in der Einstufung des Iran als „Schurkenstaat“ und die potenzielle Gefährdung der sogenannten „freien Welt“ durch iranische/islamische Atomwaffen. Weil man weder Willens noch in der Lage ist, sich ernsthaft mit dem Islam auseinander zu setzen, geht man davon aus, dass der Iran seine zivilen Atomanlagen und die Urananreicherung konsequenterweise zur Entwicklung von Atomwaffen nutzen will. Möglicherweise ist diese Furcht vor islamischen Atombomben nicht unbegründet, wenn man den iranischen Präsidenten Ahmadinedschad so reden hört. Aber natürlich wird auch hier wieder mit zweierlei Maß gemessen, denn eine islamische Atombombe gibt es schon – und zwar in Pakistan! Dieses Land hat aber im Moment den „Vorteil“, dass es den USA nützlich erscheint. Darum gab es bei den Tests von Mittelstreckenraketen im Jahre 2005 – die sich für die Bestückung mit Atomsprengköpfen eignen – in der Wüste von Belutschistan auch nur verhaltenen Protest von Seiten der Industrienationen und vor allem der Amerikaner.

Meiner persönlichen und unmaßgeblichen Meinung nach, ist der größte Schurkenstaat der Erde allerdings die USA. Sie sehen sich als Moralapostel der gesamten Welt, nehmen sich das Recht heraus, alle irdischen Rohölreserven als ihre eigenen zu betrachten und greifen immer dort in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten ein, wo sie ihre strategischen Interessen bedroht sehen – und das ist eigentlich immer der Fall, wenn es um Rohöl geht! Wer wundert sich darüber, dass die meisten islamischen Länder die Industriestaaten hassen, ihren Einfluss begrenzen und sie mit allen Mitteln bekämpfen wollen?
Gewiss bin ich kein islamischer Fundamentalist. Mein Kampf am Keyboard und in meinem Blog gilt dem Schutz der Natur, unserer Mutter Erde, Gaia. Aber genauso wenig wie ich eine islamische Machtübernahme in Mitteleuropa hinzunehmen bereit bin, verbitte ich mir die ständigen Einmischungen der Amerikaner in die Angelegenheiten der Völker und Staaten dieser Welt. Es ist keineswegs so, dass die ganze Welt sich dem Willen der USA zu unterwerfen haben, um dem amerikanischen Konsumenten auch weiterhin ihren verschwenderischen Lebensstil zu ermöglichen! Ein Land, dass dermassen viele Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen hat und immer noch begeht, hat kein Recht, sich zum Lehrer der Welt aufzuschwingen und anderen den drohend erhobenen Zeigefinger entgegen zu halten!