Fukushima 2.0

Fukushima! Die furchtbare atomare Katastrophe im Anschluß an den durch das desaströse Erdbeben verursachten Tsunami, ist nun genau ein Jahr her. Zeit zum Innehalten und mal wieder darüber nachdenken, wie wir mit unserem Planeten umgehen, wie wir ihn ausbeuten, ausplündern, wie wir Profite erzielen und dabei weder Rücksicht auf die Menschen, noch auf die Umwelt nehmen!

Als am 11. März vor einem Jahr die Wasser, die der Tsunami in dieser nie erwarteten Höhe gegen die Küsten nördlich Tokio warf, versanken sämtliche Reaktoren des Atommeilers Fukushima in den Fluten, Städte, komplette Dörfer wurden vernichtet und die Reste ins Meer gerissen, zehntausende Menschen ersäuft, die nicht rechtzeitig gewarnt wurden und darum in den Fluten umgekommen waren.

Niemand hatte (angeblich) „nach menschlichem Ermessen“ mit einer solchen Katastrophe rechnen können. Die Regierung nicht, die Behörden nicht und erst recht nicht die Betreiber des Atomkraftwerkes, Tepco. Die Verantwortlichen verschwiegen nicht nur das wahre Ausmaß der Katastrophe. Im Gegenteil, sie verschwiegen auch noch die schrecklichen Folgen, als diese schon nicht mehr zu verheimlichen und die Reaktoren schon lange nicht mehr unter Kontrolle waren. Man verschleppte Informationen, verhinderte die Warnung der betroffenen Bevölkerung und tat alles, um nur nicht die Verantwortung für die Folgen tragen zu müssen. Unfähige, überforderte und womöglich korrupte Politiker trafen auf ebenso korrupte und unfähige Manager und gemeinsam beschloß man den Rest der Welt für dumm zu verkaufen.

Abb. 1: Atomkraftwerk Fukushima/Japan nach dem Beben mit anschließendem Tsunami

Quelle:Wikipedia

Und tut es bis heute. Während die Regierung und die örtlichen Behörden erstmal verharmlosten, meldete sich der Konzerchef von Tepco erstmal krank, bevor er Monate später erschöpft das Handtuch warf. Und gleich nach der Katastrophe und den absehbar unabsehbaren Folgen vor allem finanzieller Art für den Betreiberkonzern, begann man laut nach staatlicher Hilfe zu schreien, da solche nicht beherrschbaren atomaren Zwischenfälle natürlich immer eine Sache des „wer-soll-das-bezahlens“ sind und so kam es bald, wie es kommen musste – der Staat sozialisierte die Kosten genauso, wie die Folgen der Finanzkrise in Europa sozialisiert werden, um den systemrelevanten Banken, wie auch dem systemrelevanten Energielieferanten Tepco das Überleben zu ermöglichen!

Um gefährliche Strahlungswerte zu marginalisieren, wurden einfach die Grenzwerte herauf gesetzt. Den Betroffenen in den radioaktiv verseuchten Gebieten stellt man erst gar keine Geigerzähler zur Verfügung. Und erst als es sich garnicht mehr vermeiden ließ, begann man die am schlimmsten von radioaktiver Verseuchung betroffenen Gebiete zu evakuieren. Dabei war man freilich längst nicht so hyperaktiv wie weiland in Tschernobyl. Man tat, was sich nicht vermeiden ließ, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Mehr als ein haklbes Jahr nach der Katastrophe begann die japanische Regierung in vollmundigen Berichten und Statments zu behaupten, die durchgegangenen Reaktoren in Fukushima seien wieder unter Kontrolle, wobei die Meinungen darüber, was das wohl heißen mochte, zwischen der regierung und Umweltschützern (beispielsweise von Greenpeace) weit auseinander gingen. Zwar behauptet die japanische Regierung auch heute noch, sie habe nun alles unter Kontrolle, aber wie es in den havarierten Reaktoren und den leckgeschlagenen Abklingbecken aussieht, entzieht sich wegen der enormen Raioaktivität, die dort emitiert wird, jeder unabhängigen Einschätzung.

Und während sich die Regierung in Japan darüber streitet, ob die verseuchten Gebiete schon in 50, oder erst in ein paar hundert Jahren wieder besiedelt werde können, beginnt man mit Hochdruckreinigern die radioaktiv verunreinigten Häuser in den Sperrzonen zu „dekontaminieren“, damit die Bewohner bald wieder zurück kehren können! Die verseuchte Schutt auf der anlage des Atommeilers, das veseuchte Wasser, das in solchen Mengen anfällt, dass man es nicht „reinigen“ und/oder zwischenlagern kann, weil es keine Kapazitäten dafür gibt und die Maschinen nicht funktionieren, wie sie funktionieren sollen.

Auch heute noch wird nur die halbe Wahrheit erzählt. Es kommt ans Licht, dass von Anfang an gelogen und betrogen wurde und auch die ständig verbreitete Behauptung, die ganze atomare Katastrophe habe bislang nicht ein einziges, auf Radioaktivität zurück zu führendes Todesopfer gefordert, gewinnt nicht dadurch an Glaubwürdigkeit, dass sie ständig wiederholt wird! Und selbst, wenn de wirklich so wäre, so wird die Zukunft weisen, welche Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung und welche Folgen für die Mortalität die Strahlung nach dem atomaren Desaster haben wird! Denken wir nur an die Menschen, die erst garnicht evakuiert, oder die, welche man schon wieder in ihre Heimat hat ziehen lassen. Denken wir an die Männer, die man als atomare Sklavenarbeiter in die verseuchten Reaktorgebäude schickte, damit sie NOCH schlimmeres verhüteten und deren einzig Qualifikation oft ihr fortgeschrittenes Alter, oder ihre Obdachlosigkeit gewesen ist! Sie alle werden noch dafür bezahlen, dass Tepco über Jahrzehnte exorbitant hohe Gewinne einfahren konnte, mit ihrer Gesundheit und letztlich ihrem Leben!

Das ist das wahre Gesicht des Kapitalismus! Unmenschlich, berechnend, ausbeuterisch und ohne jede Rücksicht!

weiterführende Links:

Nachricht aus Japan!

Einer meine Freunde hat heute diese E-Mail von seiner Frau erhalten, die derzeit in Japan ist! Er gab mir die Erlaubnis, diese hier zu veröffentlichen, was ich gern tue. Gleichzeitig möchte auch eine dringende Bitte an meine Leser richten, dem Spendenaufruf zu folgen und die notleidenden Menschen in Japan zu unterstützen!

Die Opfer dieser furchtbaren Katastrophe benötigen dringend unsere Hilfe und Unterstützung!

 

Diese Mail habe ich Heute von meiner Frau erhalten. Sie ist zur Zeit in Japan.

Von: miyazaki toshiko [mailto:toshikomd@yahoo.co.jp]

Gesendet: Montag, 21. März 2011 13:18

An: Genpo

Betreff: message

Liebe Mitglieder und Freunde der Hakuin-Zen-Gemeinschaft,

Sehr geehrte Damen und Herren,

Von Ihrer Anteilnahme für die Opfer der Katastrophe in Japan und von Ihren Sorgen um die Gefahren des Reaktorunfalls habe ich erfahren und bin dankbar für Ihre Solidarität.

In Japan haben derzeit viele Bürger begonnen, sich in den Krisengebieten zu engagieren. Während die Lage des Reaktors weiterhin ungeklärt ist, beteiligen sich sogar die vom Erdbeben betroffenen Menschen mit vollem Einsatz an Hilfsprojekten um auch für jene, die ihr Leben angesichts der Katastrophe verloren haben, ein Stück weit weiterzuleben.

Der Reaktorunfall hat die ganze Welt beeinflusst. Die tatsächlich betroffenen Japaner befinden sich in einer äußerst kritischen Lage, doch geben sie nicht auf und tun alles, um die Gefahr zu bannen. Die Selbstverteidigungsstreitkräfte, die Feuerwehr und auch die Mitarbeiter von Tepco haben lebensgefährliche Anweisungen erhalten, denen sie mit Tränen in den Augen und Worten wie „ich habe eine Familie, und wenn man verschiedenes bedenkt, so muss ich es einfach tun“ nachkommen.

Durch das Erdbeben sind 6 der ursprünglich 9 Ölraffinerien in der Krisenregion zerstört, wodurch es zu Benzinknappheit kommt. Dadurch können Hilfsgüter derzeit, obwohl sie zu genüge vorhanden sind, nicht geliefert werden. Auch das Telefon- und Mobilfunknetz sind teilweise nicht in Betrieb, sodass auch Menschen, die zur Hilfeleistung in die Krisengebiete gegangen sind, sich kaum untereinander verständigen können, was viele Probleme bereitet.

Für die Betroffenen in den Krisengebieten ist, in dieser Situation ohne Strom, Telefon und ohne ausreichende Wasser-, Lebensmittel- sowie medizinische Versorgung, die Vorstellung, zumindest als Gemeinschaft sich in Sicherheit bringen zu können, eine starke seelische Stütze. Diese Schwierigkeiten, von denen auszugehen ist, dass sie noch sehr lange anhalten werden, versuchen sie zu überwinden und ihr Leben wieder aufzubauen.

Das was Japan derzeit wirklich braucht, ist Unterstützung in Form von Geldspenden.

Damit die betroffenen Gemeinden wieder aufgebaut werden können ist es unerlässlich, dass ihre Bürgerinnen und Bürger wieder zu Kräften kommen. Dafür müssen die Hilfsgüterverteilung, Infrastruktur und das Telefonnetz schnellstmöglich wieder hergestellt werden.

In den Krisengebieten engagieren sich unverletzt gebliebene Mittel- und Oberschüler in den Katastrophensammelstellen. Sie reinigen die Toiletten, transportieren Waren und helfen wo sie können. In einer Grundschule haben die Kinder zusammen mit ihren Lehrern und anderen Erwachsenen, ihr eigene Schule von Schlamm und Schutt gesäubert, um diese wieder besuchen zu können.

Von Deutschland aus betrachtet, mag Japan jetzt im Angesicht der atomaren Bedrohung als zu meidende Gefahrenzone wahrgenommen werden. Doch die Menschen in Japan müssen diese Gefahr schultern. Sie setzen darauf, dass die Gefahr gebannt werden wird und leisten den Menschen in den Krisengebieten Hilfe. Leider mussten teilweise auch Hamsterkäufe festgestellt werden, doch wer jetzt nur an sich denkt, der behindert die Hilfsaktivitäten beträchtlich.

Die Teilnahmemöglichkeiten an den Hilfsaktivitäten sind je nach Region unterschiedlich. So ist es in Osaka zum Beispiel derzeit nicht möglich, persönliche Warenspenden zu geben. Ich persönlich möchte die Situation weiterhin aufmerksam verfolgen und helfen, wie ich kann.

In diesem Sinne bitte ich Sie, bitte helfen auch Sie mit Ihrer Spende. Danke!

Toshiko Döring

z.Z. in Osaka

 

Bitte beachtet,

die Hakuin-Zen-Gemeinschaft Deutschland e.V. hat einen Sozialfond zur Unterstützung der Erdbeben- und Tsunamiopfer, sowie der Opfer der Reaktor-Katastrophe eingerichtet. Ihr könnt unter diesem Link:

Hakuin-Sozialfond

eine Überweisung veranlassen. Genpo Döring bürgt dafür, dass alle Spenden direkt, ohne Abzug, an gemeinnützige Hilfsorganisationen in Japan weitergeleitet werden!

Advent, Advent, ein Meiler brennt…

…erst eins, dann drei, dann zwei, dann vier, dann steht der GAU vor Eurer Tür!

Ja, natürlich ist das ein dämlicher Vers und darum möchte ich auch zu allererst mein tief empfundenes Mitgefühl für die Opfer des Mega-Bebens in Japan und der sich nun auch noch anbahnenden ungeheuren Atomkatastrophe zum Ausdruck bringen.

Wir stehen fassungslos vor der Naturgewalt, die in dem Beben entfesselt wurde und wir beobachten voller Entsetzen die mörderischen Tsunamis, die anschließend die Küsten überrollten und völlig verwüsteten! Wir müssen in diesen Tagen nicht nur mit unseren Gedanken oder Gebeten bei den Japanern sein, sondern Hilfe in jeder nur denkbaren Form leisten. Und darum möchte ich an dieser Stelle auch eindringlich bitten. Im Namen der Menschlichkeit möge jeder spenden, wozu er in der Lage ist – danke!!!

weiterführende Links zum Thema Spenden:

Zwischenfall in japanischem Atomkraftwerk!

Mit Datum vom 10.10.2008 meldet Greenpeace einen Zwischenfall in einer japanischen Atomanlage mit Rauchentwicklung. Die Informationen stammen von der Nachrichtenagentur AFP. Die Betreiberfirma Japan Atomic Power Co. behauptet, es sei in einer Sammelstelle für radioaktiv belasteten Müll, wie Schutzanzüge und Handschuhe, zu einer Rauchentwicklung gekommen. Japan ist einer der Vorreiter beim Einsatz von Atomenergie und baut nahezu ausschließlich auf die Energieerzeugung durch Atomkraft. Auch sueddeutsche.de schreibt eine kurze Meldung zu dem Vorfall („Rauch in Atomkraftwerk“).

Na endlich! Chile tut was für die Wale!

Greenpeace meldet am 12.9.2008, die Regierung des südamerikanischen Staates Chile hat für ihrer 5.000 km langen Küste ein Schutzgebiet für Wale eingerichtet. Chile ist damit ein echtes Vorbild für andere Nationen. Besonders Norwegen und Japan konterkarieren mit ihren Waljagden seit Jahren und Jahrzehnten die Bemühungen zum Schutz der Wale vor der Ausrottung.

Japan versucht seit Jahren unter dem Vorwand der Forschung, die Japaner auf den Geschmack von Walfleisch zu bringen, das merkwürdigerweise immer dann auf den Fischmärkten auftaucht, wenn die Walfangflotte von ihren „Forschungsreisen“ zurückkehrt. Als Greenpeace-Aktivisten auf den Schmuggel von Walfleisch aufmerksam machten und die Behörden informierten, wurden sie prompt verhaftet!

Wir sollten die Hoffnung nicht aufgeben, dass die Menschen irgendwann doch noch von der Vernunft überwältigt werden und dann erkennen, dass die Natur locker ohne den Menschen leben kann, der Mensch ohne die Natur aber nicht!

Erfreuliche News – Zahl der Wale nimmt zu!

Beim Stöbern im Netz habe ich auf der Homepage des Tagesspiegel eine zwar etwas ältere, nichts desto weniger aber erfreuliche Meldung gefunden. Sie stammt vom 23.5.2008 und besagt, das die Zahl der Buckelwale im nördlichen Pazifik deutlich zugenommen hat.
Gab es 1966 nur noch 1.400 dieser sanften Riesen, sollen es heute bereits wieder um die 20.000 sein. Sicher werden unsere japanischen Freunde dies zum Anlass nehmen, noch mehr Wale zu „Forschungszwecken“ zu ermorden und anschließend die Überreste als Delikatesse in Spezialitätenrestaurants zu verkaufen. Hoffentlich bleibt Greenpeace weiterhin wachsam, was die „Forschungen“ der Japaner angeht.
Greenpeace meldet übrigens heute, dass die beiden japanischen Aktivisten, die den Schmuggel von Walfleisch in Japan aufgedeckt hatten, gestern gegen Kaution freigelassen worden seien. Die Ermittlungen gegen die Walfänger, die das Walfleisch illegal an Land geschmuggelt hatten, um es illegal zu verkaufen, wurden mittlerweile eingestellt – nicht so das Verfahren gegen die beiden Umweltaktivisten Junichi Sato und Toru Suzuki!

Walschützer am Pranger japanischer Staatswillkür!

Zwei Greenpeace-Aktivisten, die im Zuge der Aufdeckung der Machenschaften des sogenannten „Walfangs zu Forschungszwecken“ in Japan inhaftiert worden sind, wurden wegen Einbruchs und Diebstahls angeklagt. Greenpeace berichtet darüber ebenso wie Spiegel-Online berichtet am 11.7.2008 unter der Überschrift „Walfleisch-Skandal: Japan klagt Greenpeace-Aktivisten an“ über den Fall. Hier gibt es einige Fotos zu sehen, die die Walmörder aus Japan life bei ihrem blutigen und schmutzigen Handwerk zeigen. Wem allein beim Gedanken an die Walkiller noch nicht schlecht geworden ist, dem dreht sich der Magen spätestens bei diesen Bildern um, die eine getötete Walkuh mit ihrem Jungen zeigen, wie sie in den unersättlichen Bauch eines japanischen Walfangschiffes gezerrt werden!
Bitte unterstützt den Kampf von Greenpeace um die Freiheit der beiden Aktivisten Junichi Sato und Toru Suzuki, die in einem japanischen Gefängnis schmoren, weil sie den Schmuggel von Walfleisch aufgedeckt haben. Füllt einfach dieses Formular aus! Die beiden können jede Unterstützung gebrauchen die sie nur kriegen können!
Wen es übrigens in diesem Sommer in die schöne Stadt Stralsund verschlägt, der sollte sich mal die Greenpeace-Ausstellung Riesen der Meere anschauen, die seit Freitag den 11.7.2008 im neu eröffneten Ozeaneum zu bestaunen ist. Hier werden Wale im Maßstab 1:1 gezeigt. Eine ziemlich beeindruckende Schau, glaubt mir!

Weiterführende Informationen:
Walfang (die Geschichte des schrecklichen, Jahrhunderte währenden Blutbades an den gewaltigsten Geschöpfen unserer Mutter Erde, den Walen!).
Sea Shepherd Conservation Society (militante Umweltschutzorganisation, die sich besonders dem Schutz der Wale verschrieben hat und sehr aktiv gegen die Schiffe der Walfangnationen vorgeht).
YouTube – Ocean Warrior part 1 „Sea Shepherd – Paul Watson“ (wer Sea Shepherd mal voll in Aktion erleben will, der sollte sich mal diese beeindruckenden Videos reintun. Nachdrücklicher Einsatz ist wohl die einzige Sprache, die von diesen Walmördern verstanden wird!).
YouTube – Ocean Warrior part 2 „Sea Shepherd – Paul Watson“
YouTube – Ocean Warrior part 3 „Sea Shepherd – Paul Watson“
YouTube – Ocean Warrior part 4 „Sea Shepherd – Paul Watson“
YouTube – Ocean Warrior part 5 „Sea Shepherd – Paul Watson“
YouTube – Ocean Warrior part 6 „Sea Shepherd – Paul Watson“