Der Messias von Limburg und sein Kreuzgang…

Oh ja, der Bischoff Wixxa, er hat Verständnis für seinen Bruder im Geiste, den geistlosen Dummbatz-van Elst. Während ersterer seinen Schäflein christlichen Glauben, Gehorsam und Demut in die zarten Körper zu prügeln für notwendig erachtete, wollte zweiterer sich ein Himmelreich auf Erden schaffen, wohl wissend, dass er nichts mitnehmen könnte von dem irdischen Mammon, wenn er denn einstens in die Grube würde fahren müssen! Beide, zu Unrecht verfolgt und gleich Jesus von lauterster Reinheit beseelt, müssen für die Dummheit des Kirchenvolkes und der fehlgeleiteten Fürsorglichkeit kirchlicher Fürsten, nun leider schon in diesem Leben des Ruhmes entsagen, der ihnen eigentlich ob ihrer grandiosen Leistungen gebührt! Möge Gott der Vater sie in kürze mit einem Blitz, beim Scheissen auf marmorner Schüssel, erschlagen…

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Bescheidenheit ist eine Zier…

…doch weiter kommt man ohne ihr! Es ist ja nicht so, dass ich irgendeine Sympathie für die Kirche, gleich welcher Provenienz, hege. Und doch ist dies heute schon der zweite Artikel zum Thema.

Ja, ich behaupte, dass die Kirche jeden von uns angeht und zwar nicht aus weltanschaulich-religiösen, von mir aus auch weltanschaulich-libidinösen Gründen, sondern allein aus der Tatsache heraus, dass die Kirchen – trotz der offiziellen Trennung von Kirche und Staat -zu einem Gutteil aus Steuergeldern auch jener Menschen finanziert werden, die aus der Kirche ausgetreten sind und von daher eigentlich keine Kirchensteuern zu zahlen brauchten. Wenn da nicht das Problem der Gehälter der Kirchenfürsten wäre und das der staatlichen Zuschüsse für seelsorgerische Einrichtungen und/oder den Betrieb von konfessionellen Schulen, Universitäten und Krankenhäuser, um nur einige zu nennen.

Der Staat in vorauseilendem Gehorsam, sammelt für die Kirchen die Kirchensteuern ein und zwar über das Finanzamt und mit Hilfe seiner Finanzbeamten und leitet dieses Geld an die Kirchen weiter und weil das eben nicht reicht, tut er ein paar Euro dazu, damit die Kirche damit Gutes tun und sich im Lichte der Nächstensliebe sonnen kann. Tue Gutes und rede darüber! – eigentlich ein Spruch aus dem Marketingbereich kapitalistisch organisierter Unternehmen, aber nicht kapitalistisch genug, als dass sich nicht die Kirche auch darauf berufen würde.

Wie dem auch sei. Nun, nachdem missbrauchte und misshandelte Heimkinder der Kirche das Leben schwer machten und so frech waren, auch noch Satisfaktion zu erwarten, womöglich auch Entschädigung für das erlittene Unrecht, nachdem durch unredliche Opfer kinderfickender Pfaffen, geiler Prälaten und (un)züchtigender Bischöfe noch mehr Unbill über die Kirche herein brach und nicht einfach so verschwinden wollte, sondern den ganzen Schmutz aus dem Dunkel verklemmter, lüstern-seelsorgerischer Untiefen ans helle Licht des Tages zu ziehen trachtete, folgt nun ein Bischoff, der sich das nimmt, was ihm seiner Meinung nach einfach zusteht – das Geld frommer Gläubiger der allein seeligmachenden Kirche, egal woher auch immer es stammt!

So sicher fühlen sich Ihrognaden Tebartz-van Elst, dass ihn jedwede Kritik völlig kalt lässt. Er lügt und betrügt, das sich das Gebälk des Doms zu Limburg unter der Last bis zum Boden durchbiegt, gibt falsche Versicherungen an Eides statt ab und überzieht sein Budget für den Bau seiner neuen Residenz mal eben um fast 30 Millionen Euro. Aber es trifft ja keinen Armen. Arm sind nur die, welche an die Kirche und ihre christliche Misiion der Nächstenliebe glauben, wobei nicht immer ganz klar zu sein scheint, ob die kirchlichen Würdenträger das Wort Nächstenliebe nicht einfach nur gründlich missverstanden haben.

Der Druck auf den Bischoff Dummbatz-von Limburg wächst derweil, aber noch gibt es Leute, die ihm die Stange halten. Auch der gute Franziskus in Rom gibt den gütigen heiligen Vater und wartet erst einmal ab bis geprüft, wieder geprüft und immer noch geprüft wird, ob beim Bau der bischöflichen Residenz auch wirklich alles mit rechten (oder linken) Dingen zugegangen sein mag!

Zeit hat er ja genug. Seine Kirche ebenfalls, denn nicht umsonst gibt es diesen Verein seit 2.000 Jahren.

Aus der Ideologie des Liebe Deinen Nächsten und der Armut, der Demut gegenüber Gott, ist einer der ersten multinationalen, weltweit operierenden Großkonzerne der Geschichte geworden. Niederlassungen in nahezu jedem Staat dieser Erde und immer dort mit opportunistischem Eifer tätig, wo dies wirtschaftlichen Gewinn verspricht, überzieht die Kirche heute die gesamte Welt mit einem engmaschigen Netzwerk, um das sie jeder andere Konzern sicher beneidet. Daz kommt ein kaum zu unterschätzender und nicht genau zu beziffernder Einfluss auf die unterschiedlichsten Regierungen und der Ruf als eine der großen moralischen Instanzen der menschlichen Zivilisation und das, obwohl sich der Weltkonzern Kirche aus einer kleinen jüdischen Sekte hin zu einer gigantischen kriminellen Organisation entwickelt hatet, die mit Feuer und Schwert ganze Kontinente unterwarf, die Menschen zwangsweise taufte und die, welche sich ihr widersetzten, oder ihrer Macht und dem Einfluss hätten gefährlich werden können, auf den Scheiterhaufen schickte, um sie mit fer reinigenden Kraft des Feuer zu läutern und neben ihren Sünden, auch gleich von ihrem Leben zu befreien.

Aber auch darüber redet man heute noch nur sehr ungern. Schließlich eignete man sich über Jahrhunderte den besitz anderer Leute und auch ganzer Staaten an, um ihn in den Schatullen des Heiligen Stuhls verschwinden zu lassen. Das ist heute freilich vergessen, niemand spricht darüber, außer ein paar ewig Gestrige, die der Kirche ihre herausragende Stellung in der Gesellschaft neiden.

Der gute Herr Tebartz-van Elst würde vermutlich lieber heute als morgen die Scheiterhaufen in seinem Bistum wieder auflodern lassen, um sich seiner böswilligen und kleingeistigen Kritiker zu entledigen. Noch nicht einmal seine reise ins Heilige Land konnte der gute Mann aus Limburg antreten, um sich dorten mit seinen Domsingknaben zu vergnügen.

Vermutlich wird er zornbebend und mit wehender Soutane durch die halbfertigen Räume seiner fürstbischöflichen Residenz rauschen und bitterlich über die Schlechtigkeit dieser Welt klagen, die sich ausgerechnet ihn, den sich hauptsächlich um sich selbst sorgenden bescheidenen Schäfer seiner Schafsherde, als Opfer einer gemeinen Intrige auserkoren hat. Wo er doch immer, weil er eben einen ganz einfachen Geschmack hat, von allem nur das Beste wollte…

 

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Auch Du brauchst Lesus…

…fuhr mir so in den Sinn, als ich einen kleinen, feinen Artikel am heutigen Freitag den 11.10.2013 in der Welt Kompakt las, passender Weise, das muss man dem Blatt lassen, unter der Rubrik „Sack Reis“!

Hier wird in knappen Worten berichtet, dass die erste offiziell Münze zum Pontifikat des ollen Franziskus wieder eingschmolzen werden muss, weil darauf das Wort „Jesus“ mit „L“ geprägt worden ist, also „Lesus“ heisst! Diese weltbewegende Nachricht ergreift den Ungläubigen (einen wie mich also) und den Gläubigen (die andern eben) gleichermaßen und lässt uns mit fragendem Gesicht zurück.

Wer ist, bzw. war dieser Lesus, von dem hier die Rede ist? Und warum hat man nicht gleich Brian auf die Münze prägen lassen, den uns Monty Python in „Das Leben des Brian“ als den wahren Sohn Gottes vorgestellt hat. Brian wurde aber das Opfer der Umstände seiner Geburt, so dass schließlich nicht nur er, sondern auch ein gewisser Jesus ans Kreuz genagelt wurde.

Bedauerlicherweise ist sein Name ganz offenbar nicht einmal mehr der Kirche geläufig. Aber das verwundert mich nicht wirklich. Schließlich hat man ja wichtigeres zu tun, als sich nach über 2.000 Jahren immer noch um diesen jüdischen Lümmel und Unruhestifter zu kümmern, der der heiligen römischen Kirche nichts weiter als Ärger eingebracht hat, weil er sich mit den Armen solidarisierte, mit Prostituierten und Gaunern umgab und dann auch noch Antimilitarist war, der die Autoritäten herausforderte und in Frage stellte.

Vielleicht aber hat man den Namen auch nur falsch in die Matrizen graviert, weil man den Auftrag zur Herstellung derselben in ein Billiglohnland wie beispielsweise Nordkorea ausgelagert hatte? Outsourcing mit „gravierenden“ Folgen, wie man meinen möchte! Aber dem armen Fremdarbeiter kann man noch nicht einmal einen Vorwurf machen. Wer des Lateinischen Alphabets nicht mächtig ist, der kann schon mal ein „J“ mit einem „L“ verwechseln, oder sich ein „X“ für ein „U“ vormachen lassen, darin ist die alleinselignmachende Kirche ja ganz groß?

Pisse zu Wasser!

Wer schon mal die Bibel gelesen hat, der weiss vermutlich auch, warum Jesus bei seinen Leuten so überaus beliebt war. Nun, wenn Ihr jetzt passen müsst, dann helfe ich euch ein bisschen auf die Sprünge. Es lag nicht nur daran, dass er durch Handauflegen Krankheiten heilen konnte. Er konnte aus Wasser Wein machen – angeblich. Und das grenzt schon an ein Wunder, denn der Mensch ist für gewöhnlich nur in der Lage, Wein in Wasser zuverwandeln. Damals wie heute war also die Fähigkeit des Jesus für viele Leute sicher eine Eigenschaft, die dafür sorgte, dass er mehr Freunde hatte, als ihm vielleicht lieb war.

Bei Treehugger habe ich jetzt gelesen, dass es offenbar eine Möglichkeit gibt, aus der eigenen Pisse Wasser zu machen. Vermutlich heisst es deshalb, man müsste Wasser lassen, wenn einen der Druck überkommt und man eine Stange an den Baum stellen muss, oder seinen Namen in den Schnee pinkeln. Der Artikel „Pee-to-Water Converter is Neat and Kinda Gross“ (vom 26.5.2009 auf Treehugger). Mein Englisch ist zwar nicht so berauschend, aber das dürfte soviel bedeuten wie:“Der Pisse-zu-Wasser Umwandler is ne tolle Sache“ (wer´s genauer weiss, der kann mir gern ne Email schreiben!). Angesichts der Tatsache, dass trinkbares, sauberes Wasser in Zukunft nicht nur immer knapper, sondern auf Grund der zunehmenden Monopolisierung der kostbaren Ressource, unter der Herrschaft einiger weniger großer Konzerne, auch immer teurer werden dürfte, scheint dies eine Möglichkeit zu sein, das Überleben der Menschheit zu sichern. Warum nicht auf dem Planeten nutzen, was in der Raumstation ISS schon praktiziert wird (Green Your Pee, NASA-Style, Artikel auf GreenPlanet vom 18.211.2008)?
Mal abgesehen davon, dass man im Allgemeinen eine gewisse Abneigung gegen den eigenen Urin hat, besonders wenn es darum geht, ihn zu trinken, ist dies an sich aber eine Flüssigkeit, die neben den weniger edel duftenden Beimengungen einen ganzen Haufen wertvoller Mineralien und Salze enthält, die gewöhnlich in der Toilette verschwinden. Mit jeder Menge Trinkwasser verdünnt, führt man sie in der Kanalisation der Kläranlage zu – oder auch nicht, je nachdem in welcher Gegend der Welt man zu Hause ist – und versucht die Brühe dann mit Hilfe von Hochtechnologie und Bakterien unschädlich zu machen. Anschließend wird sie dann dem Wasserkreislauf wieder zugeführt. Da der Mensch aber nach spätestens 3 Tagen dermaßen ausgetrocknet ist, dass er vor dem Exitus steht, muss er seinen Flüssigkeitsanteil im Körper immer relativ konstant halten und so verwandelt jeder von uns täglich 3 – 5 Liter Wasser in Urin. Ein niemals versiegender Strom, den man ungenutzt im Orkus verschwinden lässt. Sollte sich diese Idee durchsetzen, könnte man sehr viel Trinkwasser sparen – denn in der Toilette wird in den allermeisten Fällen reinstes Trinkwasser zum Spülen verwendet! Angeblich soll das Endprodukt sehr wohlschmeckend sein, wobei nicht ganz klar zu sein scheint, ob das Gerät auch in der Lage ist, das zarte und doch unvergleichliche Aroma nach dem Genuss von 2 kg Spargel zu neutralisieren.
Es gibt aber noch eine weitere Möglichkeit den Urin, sei er nun menschlichen oder tierischen Ursprungs, sinnvoll zu nutzen. Britta & Rebecca, die schon die Idee des Window Garden aus meinem letzten Artikel entwickelt haben, bieten in Seminaren das KnowHow an, das man braucht, um aus seinem eigenen Urin Dünger zu gewinnen. drink.pee.drink.pee nennen sie das Ganze passenderweise und auch das heisst nicht mehr und nicht weniger als:“Trink.Pisse.Trink.Pisse!“ Naja, wenn´s denn so sein soll!

und noch eins