kundenservice@unitymedia.de

Betreff: Störungen der Internetverbindung

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit geraumer Zeit, sicher aber deutlich länger als seit einem Jahr, bin ich mit den von Ihrem Unternehmen angebotenen Dienstleistungen sehr unzufrieden.
Traten seit Beginn des Jahres 2014 gelegentlich sporadische Ausfälle bei der Internetverbindung auf, häuften sich diese Vorfälle etwa seit Beginn des Jahres 2015 deutlich.
Auch wurden die Störungen immer häufiger und dauerten immer länger, bis sie seit etwa drei, vier Monaten mehrfach wöchentlich, bisweilen sogar täglich und dann teilweise über Stunden hinweg auftraten.
Das ist natürlich sowohl für mich, als auch meine Gattin, wir sind beide passionierte Online-Gamer, sehr ärgerlich. Aber auch mein Sohn ist davon betroffen, der über das Internet Studien betreibt. Daneben besitzt meine Frau eine kleine Firma, die eine eigene Homepage betreibt und während der Zeit der Ausfälle des Internet für Kunden bedauerlicherweise ebenfalls nicht zu erreichen ist! Mittlerweile wurde die Homepage vom Netz genommen…
Natürlich haben wir versucht, über den Service Kontakt mit Unitymedia aufzunehmen und nach der Ursache für die Ausfälle geforscht. Eine brauchbare Antwort erhielten wir nie! Gelegentlich stellte man uns jedoch zu allem Uberfluss als zu dumm zur Nutzung sowohl des Internet, als auch des Modems und dergleichen mehr hin.
Was aber immer und ohne Probleme funktioniert, ist Ihre Rechnungsstellung! Bewundernswerter Weise haben wir noch nicht ein einziges Mal auf eine der mtl. Abrechnungen warten müssen. Das erstaunt um so mehr, als sie dabei ja auch für nicht erbrachte Leistungen Kosten berechnen, ohne mit der Wimper zu zucken!
Es hätte uns durchaus gefreut und wäre möglicherweise auch im Sinne anderer geschädigter und unzufriedener Kunden gewesen, wenn von Ihrer Seite aus, nach den massiven Beschwerden, zumindest auf Teile der Rechnung verzichtet worden wäre, oder eventuell auch ganz auf einen oder mehrere Monatsbeiträge. Aber das ist wohl zuviel verlangt?
Ich bin nicht gewillt, diese Störungen, die ja recht weit verbreitet zu sein scheinen, längerfristig zu akzeptieren. Zumal eine Besserung bislang nicht eingetreten ist und die Störungen unvermindert andauern.
Da Sie ja angeblich selbst nicht wissen, wo die Ursachen der massiven Störungen liegen, scheint es mir in jedem Falle angebracht, wenn Sie Ihren Kunden finanziell entgegen kommen und so lange auf den Einzug der vollständigen Rechnungen verzichten, bis sie die bei Ihnen bestellten, jedoch nicht gelieferten Dienstleistungen im vereinbarten Umfang sicher stellen können!
By the way, merkwürdigerweise sind die genannten Probleme erst ab dem Zeitpunkt aufgetreten, als die frühere Kabel BW von Unitymedia einverleibt worden ist! Ein Schelm, der Böses dabei denkt?
Ich würde mich sehr freuen, wenn mein Schreiben zu mehr taugt als lediglich zur Erheiterung Ihrer Service-Mitarbeiter, die sich darüber amüsieren, wie dämlich und gutgläubig Ihre Kunden doch sind! Ansonsten sehe ich mich wohl doch gezwungen, mich nach einem neuen, einem zuverlässigen Dienstleister umzusehen!

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für eine erfolgreiche Fehlersuche,

Ihr Andrej Ohlmeyer

Anhänge:

allestörungen.de (Karte von Unitymedia-Störungen)
Störung bei Unitymedia
Internet-Totalausfall bei Unitymedia (Artikel auf fr-online.de vom 20.8.2015)

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Die Bundesrichter sind Schuld…

…wenn das mit der Politik nicht funktioniert?

Herr Lammert, wer auch immer das sein mag, möchte die Rechte des Bundesverfassungsgerichts beschnitten sehen, denn er ist mit ihren Entscheidungen nicht einverstanden? Da muss ich die Frage stellen: „Wer entscheidet denn nun in unserem Lande, was Recht und Gesetz ist? Das Bundesverfassungsgericht, oder Herr Lammert und seine unsäglich bescheuerten Unionsfreunde? Wer bitte soll denn die Politik kontrollieren, wenn nicht die obersten Verfassungsrichter, die die Parteien ja selbst nominiert haben für dieses Amt? Hat sich eine Frau Hasselfeldt anzumaßen, an unseren höchsten richtern Kritik zu üben, nur weil sie und ihre Kollegen nicht in der Lage sind (oder sollte ich besser sagen, nicht Willens sind) verfassungsgemäße Gesetze zu formulieren und zu beschließen? Und den aller Unehren werten Herrn Brok möchte ich gerne frägen, ob und warum er sich eigentlich darüber wundert, dass die Bundesrichter der Politik Verachtung entgegen bringen? Das sollte jeder tun, der zur Wahl geht, wenn er dieses Schachern und Schieben vor und hinter den Kulissen des politischen Betriebs mit der nötigen Aufmerksamkeit betrachtet!“

weiterführende Links:

Einfach mal die Fresse halten…

Nun, wenn Karlsruhe nicht der bessere Gesetzgeber ist, wer ist es dann? Etwa die CDU/CSU, Frau Hasselfeldt, Die Gesetze beschliessen, die gegen Recht und Gesetz verstossen und nichts weiter berücksichtigen, als die Interessen der Konzerne, der Reichen und Besitzenden? Oder maßt sich die Union wirklich an allein zu entscheiden, was gesetzeskonform ist und was nicht, gleichwohl sie auf einem prähistorischen Rechstverständnis fußt, das nachgerade neandertalesk anmutet? Halten Sie am besten (zusammen mit ihren lobbygesteuerten Politkollegen), gnä´ Frau, die Fresse, denn das kann nur von Vorteil für Deutschland, Europa und auch die Menschen sein!

Natürlich habe ich vollstes Verständnis dafür, dass gewisse Interessenvertreter eben die Interessen derer vertreten, die sie vertreten! Ja, ich weiss, das klingt genauso bescheuert, wie es eigentlich auch ist. Aber dass sich die Interessenvertreter, die wir hier kurz als Lobbyisten bezeichnen wollen, auf die Politiker stürzen und sie von morgens bis abends kneten, bestechen und korrumpieren, ohne dass ein ihnen ebenbürtiger Gegenspieler dasselbe im Interesse der Bürger, mithin also der Wähler tut, ist bedrückend genug! Aber es zeigt deutlich auf, wie im Kapitalismus die Spielregeln sind – wer das Geld hat (und das haben nun mal die Konzerne und die von ihnen bezahlten Interessenvertretungen) der bekommt auch die Gesetze, für die er bezahlt!

Das ist selbst dann so, wenn die Union, genauso wie die SPD und die Grünen behaupten, es gäbe nicht den Hauch von Interessenkonflikten bei den Entscheidungen zu Gesetzesvorhaben, selbst wenn man sich von jenen für Vorträge bezahlen lässt, die ein bestimmtes Interesse an einer bestimmten Formulierung der Gesetzestexte haben, die dann anschliessen dim Bundestag zum Beschluss auftauchen.

Bedauerlicherweise hat der Wähler keine Lobby. Er hat wohl eine Stimme und gelegentlich wählt er diejenigen, die im Bundestag sitzen ja auch tatsächlich selbst. Aber wenn die Wahl vorüber ist, sind auch die Versprechungen vergessen und es dreht sich nur noch alles darum a.) bei den näcshten Wahlen wiedergewählt zu werden und b.) für den Fall der Fälle ein Netzwerk zu bilden, mit dessen Hilfe man nach einer Abwahl finanziell und beruflich gut abgesichert und möglichst wenig Arbeit möglichst viel Ertrag zu erzielen sind!

Aber mal ehrlich, wenn man in Amt und Unwürden derart fett geworden ist wie der Großteil der politischen Nomenklatura, dann sollte man einfach wissen, wann es Zeit für den Ausstieg aus dem Politgeschäft ist. Das jedoch ist die Krux des Kapitalismus – wer viel hat, will immer noch mehr und da geöten für die Gier nach Macht, Geld und Einfluss keine Schränken und erst Recht keine Hemmungen mehr. Wir können es jeden Tag auf´s Neue erleben! Leider!

weiterführende Links: 

Wie die Stadt Karlsruhe die WWF Earth Hour 2009 sieht!

Nachdem ich hier auf meinem Blog für die WWF Earth Hour 2009 getrommelt habe, schrieb ich einen vorbereiteten Brief an unseren verehrten Herrn Oberbürgermeister Fenrich. Natürlich habe ich nicht ernsthaft damit gerechnet, er würde mir selber antworten, noch sich überhaupt für mein Geschreibsel interessieren. Nun habe ich aber heute doch – ich fasse es nicht – eine Antwort-Mail erhalten und zwar von einer Frau Ulrike Sattler vom Stadtmarketing, Messen und Kongresse, KVVH, Stadtwerke, vom berühmt-berüchtigte Dezernat 4. Diese Email will ich Euch nicht vorenthalten, darum hier der Wortlaut im Original:

Sehr geehrter Herr O.,

vielen Dank für Ihre Mail an Herrn Oberbürgermeister Fenrich vom 20. März,

in dem Sie auf eine Beteiligung an der Aktion Earth Hour ansprechen.

Wir haben eine Beteiligung in der Vergangenheit diskutiert, aber die Idee
letztlich nicht aufgegriffen. Diese Aktion und die damit verbundene
Öffentlichkeitsarbeit des WWF ist sicherlich geeignet, der Diskussion über
den Klimaschutz auf breiter gesellschaftlicher Ebene  Impulse zu geben.
Insbesondere auch, weil die Aktion als solche bei Fachleuten in ihrer
Sinnhaftigkeit umstritten ist (siehe auch aktuellen Artikel bei
Spiegel-Online).

Karlsruhe setzt jedoch auf pragmatischere Ansätze wie eine fundierte
Energieberatung durch die Stadtwerke oder die Energie-Sparlampen Aktion,
ganz im Sinne der von zahlreichen Umweltschutzinitiativen artikulierten
Antwort auf die Earth Hour : „Licht an – aber richtig!“

Wir sind der Überzeugung, hiermit die Karlsruher Bürgerinnen und Bürger in

ihrem Bestreben, sich für den Klimaschutz zu engagieren, nach Kräften und

vor allem auch dauerhaft zu untersützen.

Mit  freundlichem Gruß

Ulrike Sattler

______________________________

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Stadt Karlsruhe
Dezernat 4

Ulrike Sattler
Stadtmarketing,
Messen und Kongresse,
KVVH, Stadtwerke
Tel. 00 49 (0) 721 133 1043
Fax 00 49 (0) 721 133 1049
__________________________________

Den genannten Artikel auf Spiegel-Online findet Ihr hier unter „Earth Hour: Mensch, mach das Licht aus!“, erschienen am 24.3.2009. Da wird über die Earth Hour abgelästert, sie sei lediglich Aktionismus, um ein bisschen was für das Klima zu tun – zumindest ein wenig guten Willen zu zeigen. Möglicherweise speilt bei der Ablehnung der Aktion durch den Spiegel auch eine gewisse Animosität gegen die Bild-Zeitung eine Rolle, die sich im Jahre 2007, als die Earth Hour das erste Mal veranstaltet wurde, sehr stark dafür engagierte. Nun ja, folgt man der Email, steht die Stadt Karlsruhe auf dem Standpunkt, dass solche symbolischen Aktionen der reine Schwachsinn sind und man daher lieber „Taten“, also harte Fakten sprechen lässt.
Das diese sich dann leider in einer Energieberatung durch die Stadtwerke erschöpfen (an der die Stadt selber wohl niemals teilgenommen hat. Denn sonst sollte wenigstens auf einigen wenigen öffentlichen Gebäuden mit Dächern in Südlage, eine Solaranlage installiert sein. Aber ich will ja nicht ungerecht sein, schließlich gibt es auf dem Müllberg der Stadt am Rheinhafen eine kleine Solaranlage und immerhin 3 Windkraftanlagen, die zwar nur sehr selten laufen, aber das hat wohl andere Gründe) und in einer Energie-Sparlampen-Aktion , zeigt wenigstens, welchen Stellenwert das Thema Klima in unserer Stadt genießt! Bezeichnend ist aber auch, dass diese „Aktionen zur Rettung des Klimas“ nur Privatleute und Uternehmen betrifft. Welche Sparpotenziale in den maroden Gemäuern der Stadtverwaltung steckt, ist eine andere Sache. Das genug Dachflächen vorhanden sind, um darauf  Solaranlagen zu installieren, dürfte außer Frage stehen. Aber schließlich sitzt ja die EnBW in Karlsruhe (übrigens ein überzeugter Betreiber von Kernkraftwerken) und mit denen will man es sich wohl nicht verderben. Die müssen ja auch von irgendwas leben, damit sie dann ihre Dankbarkeit der Politik gegenüber zeigen können. Ein Schelm, der Böses dabei denkt!
Sonst noch Fragen? Dann schreibt doch der Dame vom Dezernat 4 und teilt Ihr mit, wie überwältigt Ihr von den Aktionen der Stadt Karlsruhe zum Schutz des Klimas seid! Sicher freut sie sich über Eure Zuschriften.

Die Natur er-leben, auch in der Stadt?

Was mich kolossal stört in unseren Städten, ist die Betonwüste, die sich überall ausbreitet, sind die blassgrünen Rasenflächen und die nichtssagenden Hecken, Sträucher und Bäume. Was den Menschen in der Stadt so als „grüne Lunge“ oder „Naherholungsräume“ und Parks zugemutet wird, ist ja unter aller Kanone. Da könnt Ihr hinschauen wo Ihr wollt. Nicht jeder kann es sich leisten und auf dem Lande wohnen, wo er ein Häuschen mit Garten abstottern und an der zunehmenden Zersiedelung der Landschaft und der Versiegelung der Flächen mitwirkt. Aber hat man deshalb keinen Anspruch auf Natur, überhaupt keinen Anspruch?

Ich weiss natürlich, dass es Städte gibt, in denen sieht es noch viel grausamer aus, was die Natur und Pflanzen angeht, als dies zum Beispiel hier in Karlsruhe der Fall ist. Aber auch wenn man die Stadt hier als grün und freundlich ansieht – jedenfalls von Seiten der Stadtverwaltung – kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier Grünanlagen nur angelegt werden, wenn sie ausgesprochen „pflegeleicht“ sind. Und darunter versteht man eben dieses bodendeckende Gesträuch, unter dem sich die Ratten heimisch fühlen, die aber sonst keinen für den Menschen erkenntlichen Nutzen zu haben scheinen. Rasenflächen mit grünem Einheitsborstenschnitt, den man alle 3-4 Wochen mit dem Mäher überfährt, reisst es jetzt nun wirklich nicht raus. Die Sträucher und Gebüsche scheinen nur deswegen in der Stadt verteilt worden zu sein, damit man im Sommer zwei oder dreimal die Hartz -IV-Empfänger zum „Unkraut“ jäten und zum einsammeln von Müll und Leergut durch jagen kann. Was soll das also?

Haben die städtischen Anlagen überhaupt irgend eine Aufgabe? Es kann doch nicht sein, dass sie einfach nur nach dem Kriterium:“kost wenig oder nix – dann ist es gut gerade gut genug für unsere städtischen Anlagen!“ ausgewählt werden. Den Eindruck gewinnt man aber. Ich frage mich, warum in den Anlagen nicht Obst- und Nussbäume stehen, Beerensträucher und dazwischen Wildblumenwiesen, die auf Grund ihrer spezifischen Eigenheiten an das Leben im Beton-Dschungel angepasst sind? Wieso werden irgendwelche Osterglocken und Vergißmeinicht gepflanzt, die aussehen, als wucherten sie auf einem Friedhof? Warum schafft man nicht gezielt in den Städten kleine Wildnisse, die kleineren Tieren eine Heimat geben könnten?

Wie würde sich die Stadt verändern, wenn in den Anlagen Bienen von Blüte zu Blüte summten und den Pollen sammeln, wenn Hummeln ihre dicken, pelzigen Hintern durch die Lüfte bewegen würden? Herabfallendes Obst und Früchte locken Ratten an? Die sind sowieso schon da, mitten in der Stadt. Man braucht nur mal im Sommer sehr früh durch die Straßen zu streifen, dann kann man sie durch die Rinnsteine huschen sehen – und die Teile sind fett wie Karnickel, echt! Wäe die Luft in unseren Städten nicht um Klassen besser, wenn es mehr Vegetation gäbe? Oder hält man es wirklich für ausreichend, wenn sich die Flora in einigen wenigen Arten erschöpft, die um Gottes Willen keine Früchte tragen dürfen, denn wenn die runterfallen, muss sie die Stadtreinigung ja wegräumen!

Ich bin fest davon überzeugt, dass es auch anders gehen würde. Man müsste nur wollen. Vielleicht sollte man eine Guerilla-Gardening-Group hier in Karlsruhe ins Leben rufen und mit gezielten, straff durchorganisierten Aktionen den „Krieg der Natur in die Städte tragen“, damit wieder etwas Leben dorthin zurück kehrt. Wer die Betonwüsten bekämpfen will, der braucht keinen Presslufthammer, der braucht auch keinen Sprengstoff, der braucht nur eine Schaufel und Samen oder einige Seedballs im Täschchen, die er immer bei sich hat und überall dort fallen lässt, wo Brache, freie Flächen, vollgeschissene Baumscheiben oder eben nur graugrüne Rasenwüste ist!

So allmählich sollte es auch dem dümmsten Menschen dämmern, dass es kein gegen, sondern nur ein „mit der Natur“ geben kann, wenn die Menschheit überleben will. Gehen wir zurück zu unseren Ursprüngen, gehen wir zurück zur Natur. Jeder Baum den wir pflanzen, bindet CO2 und gerade in unseren Städten ist das dringend notwendig! Aber nicht nur da. Wir müssen den Wäldern wieder das geben, was wir ihnen seit Jahrtausenden streitig machen – den Platz, den sie benötigen, um ihre von der Natur vorgesehene Aufgabe zu erfüllen. Nein, es ist nicht ihre Aufgabe uns mit köstlichen und gesunden Früchten zu versorgen, obwohl sie das natürlich auch können, vorausgesetzt man verändert sie nicht mit Hilfe der Gentechnik und manipuliert an ihren Eigenschaften herum. Ihre Rolle in der Natur ist es CO2 zu binden, indem sie Holzmasse bilden und mit ihren Blättern die Luft zu filtern. Daneben halten sie mit ihrem weitreichenden Wurzelsystem die Erde fest und sorgen dafür dass der Grundwasserspiegel stabil bleibt- Was will man mehr? Diese Geschöpfe Gaias sind wahre Wunderwerke der Natur und niemand hat das Recht, ihnen die Lebensgrundlage zu entziehen. Wohl kann man sie nutzen, wenn sie ausgewachsen sind, aber nie darf man sie fällen, ohne für ausreichend Ersatz zu sorgen.

Holt die Natur, holt den Wald in die Städte und die Bäume werden Euch mit ihren Früchten belohnen und mit sauberer Luft, mit dem wunderbaren Summen der Bienen und Hummeln und nicht mit den trippelnden Schritten umher rennender Ratten unter den „pflegeleichten“ Bodendeckern! Also tut was und gestaltet die Städte mit Hilfe der Natur zu Orten der Erholung und zwar mit einheimischen Gehölzen, denn aggressive und invasive Exotenpflanzen gibt es hierzulande bereits genug! Und viele Menschen verstehen unter dem Guerilla Gardening auch einen Protest gegen Gentechnik, die Profitgier der Agrarkonzerne und die industrielle Landwirtschaft.

  • The Guerilla Gardening Homepage (Guerilla Gardening ist mittlerweile weltweit eine Bewegung von Menschen mit politischem Hintergrund, die einen gewissen Anarchismus zum Ausdruck bringen wollen, oder sich einfach als eine Art Protestbewegung verstehen. Und wie kann man besser seinen Protest gegen die bestehenden Verhältnisse zum Ausdruck bringen, als mit dem stiften von ein wenig Chaos, durch das „wild“ und unkontrollierte säen von Pflanzensamen? Die Städte gehören den Menschen, die darin wohnen. Darum heisst eine der Parolen, die im Guerilla Gardening häufiger gebraucht wird: It´s your city – dig it! – die Stadt gehört Euch – grabt sie um!)
  • Grünt Mit! (deutsche Version des Guerilla Gardening. Homepage mit guten Tips für Aktionen)

Radfahren in Berlin – Traum oder Alptraum?

Nachdem ich diesen Artikel gelesen habe, bin ich mir nicht mehr ganz so sicher, ob die Zustände bezüglich des Radwegenetzes in meiner geliebten Heimatstadt Karlsruhe wirklich so schlimm sind, wie ich immer dachte. Frei nach dem Motto „Schlimmer geht´s immer“, muss der ambitionierte Radfahrer in Berlin wohl täglich, auf seiner Tour durch das Verkehrsgewühl der Metropole an seine Grenzen gehen, wenn nicht um sein Leben kämpfen.
Sehr schön hat es der Blog Studium generale auf den Punkt gebracht in dem Artikel „Berlin, die fahrrad-unfreundlichste Stadt Deutschlands?“ vom 2.2.2009. Was bin ich froh, dass ich nicht dort, sondern hier bin!

Kanada tut was für seinen Wald!

Der Waldblog schreibt in seinem neuesten Artikel, dass Kanada beschlossen hat, 225.000 qkm Wald vor Bergbau und Holzindustrie zu schützen. Wer nur ein ganz klein wenig im Geographieunterricht in der Schule aufgepasst hat weiß, dass Kanada nahezu 10.000.000 qkm groß ist! Für alle dies nicht mehr so genau wissen, oder die während des Unterrichts dauernd gepennt haben, dem empfehle ich den o. g. Link zu Wikipedia.
Natürlich sind das nur mal eben 2,25% der Landfläche Kanadas, aber wie der Waldblog schon sagt, allemal besser als gar nichts! Dem ist wohl nichts hinzu zu fügen.
Das Bild links zeigt übrigens ein Stückchen Auwald am Rhein in der Nähe von Leopoldshafen bei Karlsruhe. Dem Wald hier gehts nicht anders als dem in Kanada. Da es immer weniger Auwälder gibt (diese wichtigen Feuchtgebiete entlang der großen und kleinen Flüsse, haben eine äußerst wichtige Bedeutung für den Schutz vor Hochwasser), nehmen auch die Überflutungen bei starkem Niederschlag immer mehr zu und weil die Menschen immer näher an den Flüssen bauen, gibt es keine Flächen mehr, die die Wasserfluten aufzunehmen im Stande sind. Die Folge sind Jahr um Jahr verheerendere Hochwasser (jedes Jahr ein neues Jahrhunderthochwasser!). Insgesamt gibt es in Mitteleuropa nur noch ca. 600 qkm Auwald, davon sind etwa 60 qkm naturnah. Erbärmlich!