Zum 160. Geburtstag von Sigmund Freud

Am 6.5. wäre er 160 Jahre alt geworden. Unser Sigmund Freud. Könnt er sich heute anschauen, was da so in der Politik und der Wirtschaft umeinander rennt und sich für wichtig hält, ihm würde sofort klar werden, dass die Arbeit ihm niemals ausgegangen wäre! Allenthalben nur noch Idioten, die ihre unmaßgebliche Meinung ungefragt in die Welt hinaus posaunen. Überall Rassisten und Hetzer mit unbewältigten sexuellen Problemen, die wahrscheinlich darauf hinaus laufen, dass sie in ihrer Kindheit nicht genug geliebt worden sind. Vermutlich lassen sie deshalb jedes kleinste Maß an Menschlichkeit vermissen, schlagen Flüchtlingen vor der Nase die Türen zu, finden nichts weiter dabei, wenn Kinder, Frauen, Männer und Alte auf der Flucht im Meer ersaufen! Die Prämisse in der globalisierten Welt des Konsums und der Peinlichkeit lautet: „Ich, ich selbst und nur ich!“
Nein, man könnte meinen, es habe auf der Welt noch nicht genug Kriege, Tote, Folter, Hunger und Elend gegeben. Man kann immer noch eine Schippe drauf legen. Kaum 70 Jahre nach dem Ende des letzten Weltkrieges, den die Deutschen zu verantworten haben, stehen sie wieder da, wie Phönix aus der Asche und singen sirenengleich ihr Lied von der Rassereinheit und dem Wert und Unwert von Religionen, vom Wert und vom Lebensrecht von Flüchtlingen, deren Fluchtgründe man ja gut verstehen könne, aber sie sollen doch bitte schön dort bleiben, wo sie herkommen. Denn hier können wir sie nicht gebrauchen. Sie nützen der Wirtschaft nichts, weil ihnen Bildung fehlt und die Sprachkenntnis. Schaut man sich aber das rechte Pack an, das solche Thesen hierzulande verbreitet, dann weiss man ganz genau, wo die Bildung wirklich fehlt. Aber, ich habe das gelegentlich schon das ein oder andere Mal erwähnt: „Mit der Dummheit ist es so: Selber merkt ma nix davo!“ Und ausgerechnet an der Bildung spart das rechte Gesindel, denn nur wer dumm ist, der wählt auch rechts!

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Von einem Tief zum nächsten Tief – SPD ganz unten!

So, liebe Freunde von der SPD, oder auch nicht. Nu sagt mir doch mal bitte, woran kann das jetzt liegen, hm? Sind´s die dämlichen Wähler, die nicht erkennen, wie hervorragend die Politik der SPD ist, die sich vor allem durch Pragmatismus, gepaart mit den üblichen Sachzwängen und dem Wunsch an den Fleischtöpfen der Macht zu bleiben, die für den Wählerschwund verantwortlich sind? Oder ist es Muddi, die wie ein Schwamm jede Eigeninitiative aufsaugt und der SPD die Sozialdemokratie gestohlen hat? Ist es vielleicht die Unfähigkeit der SPD-Führung, die sich für den Mittelpunkt des Universums hält und den Eindruck erweckt, ihr scheine die Sonne aus dem Arsch? Oder könnte es daran liegen, dass die SPD seit mehreren Jahrzehnten weder ein Profil hat, noch irgendwelche sozialdemokratischen Positionen vertritt, derentwegen sie früher gewählt wurde? Wie konnte aus der Partei der kleinen Leute die Partei der Genossen der Bosse werden? Wer ist dafür verantwortlich und warum sind die Positionen der SPD heute noch weiter von der Sozialdemokratie entfernt, als die jeder anderen Partei im Bundestag? Hat die SPD überhaupt noch eine Zukunft und wenn ja welche eigentlich? Als eine weitere – und logischerweise überflüssige – Partei der Besserverdienenden und Leistungsträger? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Und dennoch drängt sich wohl nicht nur mir der Eindruck auf, dass diese Form der asozialen Sozialdemokratie sich längst überlebt und die SPD sich selbst überflüssig gemacht hat!

Aber wenn ihr anderer Meinung seid, dann wäre ich euch sehr dankbar, wenn ihr das hier mal kurz erläutern könnt. Wer meine Meinung aber teilt, der kann auch das kurz begründen.

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Die armen Kinder?

Wenigstens nimmt die Armut der Reichen und Superreichen nicht mehr zu, sondern ab! Das ist der einzige Trost bei dieser Meldung. Wen kümmern auch schon die ungezählten Bälger, die nur deswegen in die Welt gesetzt werden, damit die Eltern das Kindergeld kassieren und versaufen/verrauchen können? Und jetzt soll auch noch zum Jahreswechsel der Regelsatz für Hartz IV-Empfänger um 8 € IM MONAT erhöht werden? Ja hat denn niemand daran gedacht, dass dieses Geld auch nur wieder in Bier und Zigaretten umgesetzt werden wird? Denkt denn überhaupt keiner an die Kinder? Ist schon irgendwie bemittleidenswert, wie diese Journaille sich in gewissen Zeitabständen in Betroffenheitslyrik ergeht, bevor man sich dann wieder so wichtigen Themen, wie dem abstürzenden Börsenkurs von Zalando und von der Leyens Frisur zuwendet, den einzigen wirklich wichtigen Dingen im Leben des deutschen Bürgers…

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Der ungläubige Bosbach!

Okay, Herr Bosbach glaubt Herrn Ziercke nicht? Und was sollen wir mit dieser bahnbrechenden Erkenntnis jetz anfangen? Hat das irgend eine Bedeutung, außer der, dass es vermutlich von genau derselben Relevanz ist, als wenn in China ein Sack Reis umfällt! Im übrigen glaube ich auch Herrn Bosbach nicht. Was auch immer. Zum Beispiel dass er womöglich doch kein Mensch, sondern ein Alien ist, den das galaktische Imperium in die CDU/CSU eingeschleust hat, um die Machtübernahme der hirnlosen Zombies aus den Abgründen des autoritären Staatskatholizismus vorzubereiten! KanzlerIn Angela Palpartine-Merkel wurde ja auch schon strategisch günstig in Amt und Unwürden geparkt…

Ach ja und wenn wir schon beim Glauben sind. Was glaubt eigentlich der Bosbach, wer er ist? Ich mein abgesehen davon, dass er ein nicht nur ein christlicher Rechtsausleger und europapolitischer Geisterfahrer ist, der in etwa dem deutschen Equivalent eines us-amerikanischen Republikaners entspricht. Auch innenpolitisch gehört dieses Schreckgespenst der demokratischen Freiheit eher zu den erzkonservativen Polit-Dinosauriern. Aber darüber brauchen wir uns schon nciht mher so sehr zu wundern, glaube ich. Das habe ich nicht anders erwartet…

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Edathy-Affäre-  Bosbach glaubt Ziercke nicht (Artikel auf faz.net vom 22.3.2014)

Wie gehts weiter, SPD?

Jetzt haben wir es schwarz auf weiss und, dafür sollte wir von ganzem Herzen und mehr als dankbar sein, erst recht nicht (mehr) schwarz auf gelb, die SPD ist eine Volkspartei ohne Volk und ohne Wähler!

Woran das liegen mag? Sicher nicht an den Wählern, oder am Volk. Die Ursache mag eher eine Sozialdemokratie sein, die nicht nur all das verraten hatte, was Sozialdemokratie noch in den 60er und 70er Jahren ausgemacht hat: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit (noch heute oft auf der traditionsreichen SPD-Fahne freudig erregt vor sich her getragen) und das Wissen um die Tatsache, dass es in Deutschland eine Arbeiterklasse gibt, die einen politischen Arm braucht, deren Interessen zu vertreten und für deren Rechte zu kämpfen, sondern die einfach negierte, dass es eine Arbeiterschaft und die Notwendigkeit, für deren Rechte zu streiten, überhaupt noch gibt!

 Damit war es spätestens mit dem „Genossen der Bosse“ vorbei. Die SPD warf all ihre Traditionen über Bord und verneinte plötzlich alles, wofür sie einst stand und einstand und damit ja niemand auf die Idee kam, man könne dorthin zurück, wo man einst hergekommen ist, sägte man die eigenen Wurzeln ab und erklärte sich forsch zur neuen Partei der Mitte, weil es ja eine Arbeiterklasse an und für sich nicht mehr gäbe – jedenfalls nicht in dem Ausmaß, dass man deren Interessen noch vertreten müsste!

Ein grober Irrtum, wie sich mittlerweile herausgestellt hat! Während die SPD mit einem ganz seicht links angehauchten Wahlprogramm und einem rechten Spitzenkandidaten in die Scheiße fuhr, schwang sich Muddi, zwar ohne irgendein Wahlprogramm, aber wenn, dann mit deutlich sozialdemokratischen Aussagen (wenn auch in völlig belangloser und nicht ernst zu nehmender Form) zu einem atemberaubenden Höhenflug startete. So veraltet können sozialdemokratische Standpunkte aus der Sicht des Wählers also doch noch nicht sein.

Und so sehen wir mit grausen, dass die Stimmen, die der SPD regelmäßig bei Wahlen fehlen, der CDU zum Sieg verhelfen. Und die Tatsache, dass die SPD sich wie ein verhaltensgestörtes Huhn ständig von der Linken distanziert, die in ihrer Mehrheit ehemals linke SPD-Anhänger sind, lachen sich die Konservativen Kräfte halbtot über die Dummheit, mit der im Willy-Brandt-Haus Politik zu machen versucht wird, manchmals sogar Wahlkampf. Der Dilletantismus feiert ein ums andere Mal fröhliche Urständ!

Und weil man einfach nicht einsehen will, dass man Fehler gemacht hat und zwar verheerende Fehler, versucht man nun halbherzig an den desaströsen Folgen der Agenda 2010 und den hartz-Gesetzen herumzudoktern und ein kleines bisschen zurück zu rudern – mit demselben „Spitzen“personal, dass genau dieses Debakel für die Arbeiterschaft und die kleinen Angestellten zu verantworten hat!

Ein Elefant bleibt ein Elefant, auch wenn man ihn rosa anstreicht. Und Peer Steinbrück ist genau dieser Elefant, der als Spitzenkandidat mit dem Charm einer vollgekackten Kloschüssel plötzlich (halb)linke Ideen propagierte, die er noch vor Kurzem vehement bekämpft hatte.

Wie wenig überzeugend er dabei war, zeigt das zweitschlechteste Wahlergebnis der SPD bei einer Bundestagswahl!

Und einen echten Wahlkampf gegen die Unionsparteien, Muddi und die Marktradikalen der FDP musste man auch lange suchen, ohne ihn jedoch zu finden. Er fand nicht statt, ganz gleich, welche Vorlage die politische Gegner von CDU/CSU, oder die gelben Sumpfdotterblumen des zur Staatsdoktrin erhobenen Wirtschaftslobbyismus auch lieferten.

Für viele, zu viele, sah das nach einem bewussten Streben nach der muffig-warmen Großen K(l)oalition aus und in der Tat scheint sich dies nun zu bewahrheiten. Wohl hat Steinbrück dies mit leicht mürrischem Gesicht stets kategorisch bestritten, aber wirklich polarisieren konnte und wollte er im Wahlkampf nicht. Zu sehr überschneiden sich doch die Programmatik der gewendeten SPD mittlerweile mit dem ebenso inhalts-, wie programmlosen „Merkeliamismus“ von Muddis Gurkentruppe!

Die SPD braucht eine Erneuerung, programmatisch und erst recht personell! Und sie braucht eine Rückkehr zu ihren Wurzeln als Partei des kleinen Mannes, bzw. der kleinen Frau! Das erfordert eine innerparteiliche Auseinandersetzung bis aufs Messer, eine Abrechnung mit der Ära Schröder und den Seeheimern, die viel zu lange die Richtung der Partei bestimmt haben!

Jetzt ist die Zeit gekommen, um abzurechnen mit Marktradikalismus, staatlich verordneter Armut, unzulänglicher Gesundheitsfürsorge und Zwei-Klassen-Medizin, Bildungschancen, die abhängig sind vom Umfang des elterlichen Geldbeutels. Es muss Schluss sein mit unbezahlbaren Mieten, Massenarbeitslosigkeit und Kriegseinsätzen im Ausland, deren Ziel es ist, die strategischen Interessen der USA zu schützen. Es kann nicht sein, dass Menschen sich Energie nicht leisten können, dass ihnen ihr Lohn nach einem Monat Arbeit nicht reicht um sich und ihre Familien damit zu ernähren und zu kleiden! Es muss Schluss sein mit den Tafeln, bei denen sich Arme und Kranke mit dem Müll ernähren müssen, der von den Wohlhabenden und/oder Unternehmen weggeschmissen wird!

Und endlich muss der Primat der Wirtschaft über die Politik gebrochen werden! Politik muss für diejenigen gemacht werden, die die Regierungen wählen und nicht von Unternehmen, die unsere Mandatsträger kaufen, bestechen und beeinflussen!

Aber vermutlich wird das mein, unser Wunschdenken bleiben. Bislang sieht es nicht wirklich danach aus, dass der Wille zur Veränderung innerhalb der SPD nun Raum greifen könnte. Das Gesindel an der Spitze der FDP hat den Bettel schin hingeschmissen. die sind sowieso so überflüssig, wie ein Kropf, oder wie dem Papst seine Eier. Die Führungsriege der Grünen hat ebenfalls das Handtuch geworfen und wird sich wohl nun in der Hauptsache mit ihren innerparteilichen Erfahrungen zum Thema Pädophilie auseinandersetzen. Und Du, alte Tante SPD? Wo willst Du hin? Wie geht es mit Dir weiter?

Der Ausverkauf der Menschenrechte?

Heute ist der 22. März. Genauer gesagt, der 22. März 2013, wobei die Jahreszahl eher von untergeordneter Bedeutung ist, in diesem Fall immerhin. Warum dieses Datum von Bedeutung ist? Ganz einfach, es ist der Tag des Wassers!

Wasser, sauberes Trinkwasser, ist ein Menschenrecht! Sagen die UN – allerdings auch erst seit drei Jahren! Wasser ist überlebenswichtig für alle Menschen, für die Tiere auch und nicht zuletzt, für nahezu die gesamte belebte Natur! Trotzdem hat ein großer Teil der Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser!

Tausende Kinder sterben jeden Tag an Durchfallerkrankungen, Millionen Menschen leiden weltweit an Infektionserkrankungen, die durch verschmutztes Trinkwasser übertragen werden. Sogar bei uns in den „zivilisierten“ westlichen Ländern Europas und Nordamerikas wird sauberes Wasser immer knapper, weil die Menschen es vergeuden, verschleudern, verdrecken und verschmutzen! Drogen, Medikamente, Psychopharmaka, Chemikalien, Schmutz und Unrat, all das findet sich in immer größeren Mengen in unseren Trinkwasserreservoiren und was noch an sauberen Quellen vorhanden ist, das wird, weltweit versteht sich, zur profitorientierten Ausbeutung einigen wenigen Großkonzernen überlassen!

Wasser ist ein Menschenrecht, so heisst es, trotzdem muss ein Großteil der Menschheit auf sauberes Wasser zum Trinken und zum Waschen verzichten, weil sich die wichtigsten Quellen bereits in den Händen großer Konzerne befinden. Und wie wir wissen, haben große Konzerne sicherlich sehr viel. Sehr viel Geld zum Beispiel, daraus folgernd noch mehr politischen Einfluss und einen unaufhörlich steigenden Profit aus dem sich verknappenden Gut Wasser!

Wer kein oder nicht genug Geld hat, um sich Wasser in Plastikflaschen von den Konzernen zu kaufen, der muss saufen, was so herum schwimmt, in den verdreckten Flüssen und Seen. Der kann sich am verschmutzten, salzigen Meerwasser laben, oder die Brühe aus Abwässern, Kläranlagen und Fäkalgruben trinken. Darin sehen viele Politiker, besonders wenn sie konservativ oder liberal sind, keinerlei Widerspruch. Für sie geht das wunderbar zusammen – Wasser als Menschenrecht, dass man sich kaufen muss, oder eben darauf verzichten!

Der Konzern, der sich neben sogenannten „Lebensmitteln“ auf die Kontrolle von Trinkwasserquellen und den Verkauf des abgefüllten Trinkwassers spezialisiert hat, ist das schweizerische Unternehmen Nestlé! Seine Strategie zielt eindeutig auf die Kontrolle sämtlicher verfügbarer Trinkwasserreserven ab! Und tatsächlich finden sich immer wieder genug Politiker, die nicht das Geringste dabei finden, die Trinkwasservorräte zu „privatisieren“ und sie der Gier der Konzernmanager zu opfern!

Wird das Trinkwasser priovatisiert, wird es immer und zwangsläufig teurer. Gleichzeitig sinken Qualität und Reinheit, denn Investitionen in das Leitungsnetz schmälern den Profit! Konzerne übernehmen also in der Regel Leitungsnetze, die mit dem Geld der Allgemeinheit durch den Staat gebaut wurden und verdienen sich damit dumm und dämlich! Die Politiker, die dies zulassen sind auch dumm und dämlich, weil sie behaupten zu glauben, Wasser würde erst dann maßvoll und sinnvoll konsumiert, wenn es einen kostendeckenden Preis habe!

Genauso wie Politiker, die für die Privatisierung sind, haben Konzerne und ihre Manager keinerlei Gewissen. Sie sind profitorientiert und belasten scih nicht mit so überflüssigen Dingen, wie sozialer Verantwortung.

Trinkwasser zu gewinnen und der Gesellschaft in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen, ist eine DER wichtigen Aufgaben des Staates. ebenso wie die Kontrolle von Infrastruktur zur Versorgung der Menschen mit Energie, die Verkehrsinfrastruktur und dergleichen unverzichtbarer Dinge. Dies sind Aufgaben, die der Staat nie privatisieren und Profitinteressen opfern darf!

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Hunger!

Hunger! Was ist eigentlich der Unterschied – von den weltanschaulichen Differenzen einmal ganz abgesehen – zwischen den Menschen, die in Nordkorea wegen der Ernährungslage (im Rahmen des Versagens des Sozialismus/Stalinismus) verhungert sind und auch heute noch verrecken, weil sie keine Nahrung haben und den Menschen, die in Afrika, z.B. Somalia, Äthiopien, im Südsudan, oder wo auch immer verhungern, weil sie sich die (reichlich) vorhandenen Nahrungsmittel mangels finanzieller Möglichkeiten (quasi als Opfer des „freien“ Marktes und den von ihm diktierten Preisen), nicht kaufen können?
Sind die Hungertoten in Nordkorea anders zu bewerten, als die Opfer der kapitalistischen Profitgier? Ist es angemessen, Menschen verhungern zu lassen, nur weil sie nicht genug Geld besitzen? Hat das vielleicht etwas mit Menschlichkeit, mit Menschenwürde zu tun? Was also ist der Unterschied zwischen der Verhungerten in Nordkorea und denen in der „freien“ Welt? Sind sie glücklicher gestorben? War der Tod weniger schmerz- und qualvoll, weil er den Betreffenden in einem Teil der Welt ereilte, den man als „frei“ bezeichnete?
Warum verhungern Menschen überhaupt in einem Land der „freien“ Welt? Nun, natürlich sind es weit mehr Menschen in diesen Weltgegenden, die an verschmutztem Wasser verrecken und den dadurch hervor gerufenen Krankheiten. Und sie sterben in dem Bewusstsein, dass sie eigentlich problemlos überleben könnten, wenn sie nur über ein ausreichendes Einkommen verfügten und – das ist man ständig bemüht, zu verbreiten – dass er prinzipiell auch hätte, wenn er sich nur genug darum bemühte! So gibt man also denen die Schuld an ihrem Tod, die ihn erleiden müssen, nicht jenen, die so viel Geld besitzen, dass sie es zu Lebzeiten gar nicht ausgeben können!
Ich gehe sicher nicht fehl ind er Annahme, dass diese Erkenntnis kein großer Trost für einen Menschen ist, der sterben muss, weil er zu arm ist, um zu überleben.
Wer kann sich schon vorstellen, was im Herzen einer Mutter vor sich geht, die ihr Neugeborenes nicht stillen kann, weil sie keine Milch hat? Die ihr an Durchfall und Austrocknung gestorbenes Baby in der verdorrten Wüste begraben muss und ihm nicht mehr mitgeben kann, als das zerrissene T-Shirt, in das sie den kleinen Leichnam voller Schmerz und Liebe eingehüllt hat…
Und wir alle wissen, dass große Unternehmen vor allem in Afrika die besten Ackerflächen kaufen oder pachten (das sog. Land Grabbing), dass sog. Investoren mit Land und Lebensmitteln spekulieren und die Preise so in die Höhe treiben, dass die von ihrem Land vertrieben Kleinbauern nicht mehr existieren können. Gerade in den ärmsten Ländern werden tausende und abertausende von Hektar Ackerflächen an ausländische Unternehmen verkauft (natürlich meist mit tatkräftiger Unterstützung völlig korrupter Regierungsvertreter!). Und weil weder die Regierungen, noch die Kleinbauern beweisen können, dass sie die Landrechte besitzen, die Regierungen aber die Gewehre und Bajonette haben, vertreibt man die Kleinbauern und verscherbelt das wertvollste, was ein Volk sein Eigen nennen kann – sein Ackerland!
Ob dabei ein paar Unschuldige getötet werden, interessiert keine Sau! Das Land muss enteignet und den Konzernen übergeben werden, die mit riesigen Maschinen und ungeheuren Energiemengen im Rahmen industrieller Landwirtschaft Nahrungsmittel erzeugen, die sie für teures Geld in den entwickelten Ländern auf den Markt bringen. Die Märkte in den Erzeugerländern aber bleiben leer, weil die Einheimischen die geforderten Preise nicht bezahlen können.
Auf die schlechtesten Flächen vertrieben, an denen die Konzerne kein Interesse haben, sofern nicht unter dem Boden wertvolle Rohstoffe vermutet werden, und in die Wüsten verdrängt, vegetieren die nun landlosen Kleinbauern ohne jede Hoffnung auf Hilfe. Bleibt der Regen aus, oder regnet es zu viel, wird die Situation sofort Existenz bedrohend und wenn die Trockenheit kommt und überhaupt kein Regen mehr fällt, wenn das Land zur Wüste wird und das Vieh verreckt, sterben die Menschen. Und niemand weint den manchmal nicht mal mehr verscharrten Toten der Gier des Kapitalismus, der sich hier zu einem Neoimperialismus entwickelt hat, auch nur eine müde Träne nach!

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Kinder brauchen jetzt einen Reisepass…

Unbestätichten Gerüchten zufolge müssen Kinder ab sofort nicht nur mit eigenem Reisepass bzw. Personalausweis ausgestattet sein, Kinder dürfen nur noch dann die Grenze überschreiten, wenn sie gechipt, entwurmt und tätowiert, sowie im Besitz gültiger Cites-Papiere sind! Artgerechte Haltung von Kindern ist jedoch auf Betreiben von CDU und FDP nicht verpflichtend…

Mit unfreundlichen Grüßen,

Ihre FamilienMinistrantIn

7 Milliarden?

Seit vorgestern sind wir 7 Milliarden Menschen auf diesem Planeten! Was will uns diese Zahl eigentlich sagen? Was wollen uns diejenigen, die uns auf dieses Ereignis, dass ja eigentlich keineswegs etwas besonderes ist, sagen? Ich meine, warum flattert diese Meldung durch diverse Pressemitteilungen, teils gar als Horrormeldung, verbunden mit der Frage, wieviele Menschen die Erde überhaupt vertrage und wie man die alle ernähren könne?
Eigentlich ist es müssig, überhaupt ein Wort darüber zu verlieren, angesichts der Tatsache, dass wenige Tage zuvor und in (un)schöner wiederkehrender Regelmäßigkeit über die schwindende Zahl der Deutschen, oder anderer europäischer Völker, ausgiebig lamentiert wird! Und genau in diesem Zusammenhang drängt sich mir die Frage nach dem „Warum“ und „Wieso“ auf!
Ich meine, 7 Milliarden Menschen, das sind 7.000 Millionen hungrige Mäuler, die ein Recht darauf haben, gestopft zu werden und zwar mit guter, biologisch einwandfreier und nachhaltig erzeugter Nahrung, nicht mit Fastfood-Scheiße nach dem Muster Big Mac und/oder Whopper zum Zwecke der Gewinnmaximierung amerikanischer (und auch nichtamerikanischer anderer) Großkonzerne!
7.000 Millionen Menschen haben ein verdammtes Recht darauf, gekleidet zu werden und zwar nicht in den Müll und die weggeworfenen alten Klamotten exaltierter Disco-Tussis oder Homeboyhosen tragender Möchtegern-HipHopper aus den Großstädten der westlichen Industrie- und Wegwerfgesellschaft, die von Konzernen in Containern gesammelt und dann teuer in die Länder der Dritten Welt weiter verkauft werden!
Es gibt 7 Milliarden Menschen, die ein Menschenrecht auf Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, nicht zu einer Brühe, die man in unseren Breiten nicht einmal in die Kläranlagen einleiten dürfte, weil sie durch eine Gebirgslandschaft aus hunderte Metern hohen Müllbergen geflossen und mit Gift, Bakterien und Viren kontaminiert ist, die dafür verantwortlich sind, dass diejenigen, die auf Grund ihrer Armut dazu gezwungen sind, diese Brühe zu trinken, sich die Seele aus dem ausgemergelten Leib scheissen müssen!
7 Milliarden Menschen, die ein Recht auf eine menschenwürdige Behandlung durch ihre Regierungen haben und auf ebenso menschenwürdige Behausungen und die doch nichts anderes bekommen, als Not, Hass, Gewalt und Elend! Kinder, die elend verrecken, weil ihre Mütter so verhungert sind, dass sie ihnen keine Milch geben können! Kinder, die von skrupellosen Machthabern und Warlords zu Mördern abgerichtet und in sinnlosen Kriegen ebenso sinnlos verheizt werden! Kinder, Männer und Frauen, die unter erbärmlichsten Bedingungen wie Sklaven gehalten und ausgebeutet werden in Bergwerken, Steinbrüchen und Fabriken, die sexuell misshandelt, vergewaltigt, benutzt und zur Prostitution gezwungen werden, weil sie sonst nicht die geringste Chance haben, in dieser Welt zu überleben!
7.000 Millionen Schicksale, deren größter Teil in Verhältnissen leben muss, die für uns hier unvorstellbar sind! Und doch macht man sich hierzulande „Sorgen“ um die Tatsache, dass es „nur“ noch 80 Millionen Deutsche gibt und ihre Zahl weiter abnimmt, (während es gleichzeitig immer mehr Menschen in anderen Teilen der Welt gibt)!
Man hört deutlich aus den Berichten – und dem, was zwischen den Zeilen zu lesen steht für den, der es sehen will – heraus, dass die Deutschen (die aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen so ungeheuer wertvoll für diesen Planeten zu sein scheinen, vielleicht aber auch nur in den verschrumpelten, wertkonservativen Gehirnen hiesiger Politiker) sich vermehren sollten, die übrige Menschheit ihren Paarungstrieb aber gefälligst zu zügeln habe, da nicht alle Menschen in dem gleichen „Wohlstand“ leben könnten, wie wir es hier, in Europa und Amerika (zumindest in dessen nördlichem Teil) zu tun pflegen! Aber ist es überhaupt „Wohlstand“, wenn der einzige Massstab, mit dem man ihn vermeintlich messen kann, die Menge der verbrauchten und weggeworfenen Erzeugnisse ist?
Mit welchem Recht wird eigentlich von anderen Menschen gefordert, dass sie sich nicht vermehren dürften, damit wir unseren „Wohlstand“ sichern können? Sind wir eigentlich noch zu retten, ob solcher Arroganz? Ist das nicht eine ganz besonders perfide Art von Rassismus?
Nicht nur jeder Einzelne ist gefragt, sich selbst zu beschränken und zu lernen, in Bescheidenheit, Demut und auch Dankbarkeit für den „Wohlstand“, den wir als selbstverständlich betrachten zu leben! Und wir sind in der Pflicht, intensiv nach Möglichkeiten zu suchen, wie wir diese Welt so gestalten können, dass alle Menschen, die dieser Planet beherbergt, in menschenwürdigen Verhältnissen leben können!
Die Zeiten, in denen wir uns das Ziel setzen, den Hunger zu besiegen (womöglich mit Hilfe einer unkontrollierbaren Gentechnik und einer sich selbst völlig überschätzenden Chemieindustrie), oder die Zahl der Hungernden zu halbieren (indem man letztlich an diesem kapitalistischen System nichts verändert und die Hungernden sich selbst überlässt, bis sie sich selbst durch Verhungern halbiert haben), sind vorbei! Wir müssen das System grundlegend ändern, für eine gerechte Verteilung der vorhandenen Lebensmittel sorgen und allen Menschen Zugang zu sauberem Wasser gewähren! Das gebietet allein die Menschlichkeit, von der es auf dieser Welt und vor allem in diesem kapitalistischen System nicht mehr allzu viel zu geben scheint!
Es ist die Aufgabe von Staaten, nach diesem System zu suchen und zu streben, nicht die Aufgabe von Konzernen und weltweit operierenden Großunternehmen. Deren Aufgabe ist es nämlich Gewinne zu erwirtschaften, um die Gier ihrer Inhaber und Aktionäre zu befriedigen. Es ist nicht ihre Aufgabe dafür zu sorgen, dass alle Menschen gleiche, angemessene Chancen bekommen und sich nach ihren Fähigkeiten zu entwickeln!
Banken sind viel wichtiger als Menschen geworden. Sie sind systemrelevant. Menschen dagegen nicht, davon gibt es genug, vor allem genug Hungerleider!
Die Politik scheint völlig verdrängt und vergessen zu haben, warum es sie gibt und was ihre Aufgaben sind. Es ist nicht primär die Schaffung günstiger Bedingungen für die Wirtschaft und eine Entfesselung der Märkte, oder die Hilfe zur Gewinnmaximierung, bei gleichzeitiger Sicherung eigener, persönlicher Bedürfnisse (früher nannte man das etwas unschön Käuflichkeit). Die Aufgabe der Politik ist die Sicherung der Lebensgrundlagen der Menschen, die in ihrem Verantwortungsbereich leben (meist leben müssen, weil sie niemand nach ihrer Meinung gefragt hat!). Dazu gehören die Versorgung mit ausreichender und gesunder Nahrung, Zugang zu sauberem Wasser, Schutz der Umwelt, Befriedigung kulturelle Bedürfnisse, die Absicherung im Krankheitsfall, bei Arbeitslosigkeit, die Versorgung im Alter und dergleichen Dinge mehr! Um das zu tun, ist eine stabile und verlässliche Infrastruktur notwendig, nicht das Verschleudern des Gemeineigentums an private Unternehmen zum Zwecke der Gewinnerzielung! Auch kann ein Staat nicht wie ein Unternehmen organisiert und geführt werden, aber das scheinen nur die wenigsten bisher begriffen zu haben! Unternehmen schmeissen unproduktive, für den Profit unwichtige Mitarbeiter raus und erwartet, dass die Gesellschaft deren Versorgung und Alimentierung auf ihre Kosten übernimmt. Staaten können das (eigentlich) nicht machen (uneigentlich tun sie´s aber doch), auch wenn einige sozial-darwinistische und markthörige Politiker dies glauben. Und doch versucht man „unproduktive“ Menschen aus der Alimentation der Gesellschaft hinaus zu drängen und ihnen die Schuld an ihrer Situation in die ausgelatschten Schuhe zu schieben. Dabei klagt man lauthals über die sich öffnende Schere zwischen arm und reich, während man ohne mit der Wimper zu zucken, die Reichen entlastet, den ärmeren (und bedeutend größern) Rest der Bevölkerung aber, der sich vielleicht 20% des Volkseinkommens teilen muss, für alle Kosten dieses Systems haftbar macht!
7.000 Millionen Menschen leben also jetzt auf diesem Planeten, die ein Recht darauf haben, wie wir zu leben…Halleluja, kann ich da nur sagen!

Vertical Farming – Nahrung für die Zukunft der Menschheit?

Am Horn von Afrika herrscht Dürre! Somalia ist eines der am heftigsten von der verheerenden Trockenheit betroffenen Gebiete, in dem mehrere Regenzeiten hintereinander ausgeblieben sind. Täglich verhungern Menschen, fliehen zehntausende Hungernde in die ebenfalls nicht von üppigen Ernten gesegneten armen Nachbarstaaten Äthiopien und Kenia.

Die Lage in den Flüchtlingslagern wird immer dramatischer, auch dort leiden die Menschen unter Mangelernährung, den unsäglichen hygienischen Zuständen und den Folgen des Hungers. die Industrienationen haben seit mehreren Jahren die Mittel gekürzt, mit denen die notleidenden Menschen unterstützt werden könnten und heute dürfen wir uns aus berufenem Politikermund anhören, es sei 5 vor 12!

Aktionismus ist angesagt und so erhöht die Bundesregierung prompt ihre „Hilfe“ auf 30 Mio. Euro, die EU insgesamt auf „satte“ 160 Mio. Euro. Angesichts der von der UN veranschlagten 1,6 Mrd. $ (Hungerkrise: „Horn von Afrika braucht 1,6 Mrd. $ Hilfe“ – Artikel auf FAZ.NET vom 25.7.2011) ist dieser Betrag nachgerade lächerlich und entspricht von daher genau der Einstellung kapitalistisch geprägter Staaten wie dem unseren, die eher hunderte von Mrd. Euro als Rettungsschirm über die gebeutelten systemrelevanten Banken aufzuspannen bereit sind, als das Hungerproblem der Welt schnell, effektiv und vor allem nachhaltig zu lösen!
Denn eines scheint klar – Nahrung ist genug vorhanden, aber nicht so verteilt und vor allem nicht so preiswert, dass jeder Mensch sich das kaufen kann, was er zum Leben benötigt. Nahrung ist, dank des kapitalistischen Wirtschaftssystems, zum Spekulationsobjekt geworden. Wer sich die Preise nicht leisten kann, der hat eben, nach kapitalistischer Lesart, Pech gehabt!

Ein weiterer Aspekt in diesem System der knappen, aber teuren Nahrungsressourcen ist, dass die reichen Industriestaaten ihre eigenen Ackerflächen mehr und mehr für den Anbau hochprofitabler Energiepflanzen (für sog. Biosprit und Bioenergie) nutzen, um die angestrebten Ziele für die CO2-Einsparungen zum Schutze der Umwelt zu erreichen.

Um aber die Nahrungsversorgung sicher zu stellen, kaufen die reichen Länder gleichzeitig die Nahrungsproduktion in den Ländern der Dritten Welt auf, während große Agrarkonzerne überall in den armen und ärmsten Ländern dieser Erde die besten Ackerflächen auf Jahrzehnte hinaus pachten, oder gar kaufen (nachdem korrupte Regierungen die einheimischen Kleinbauern enteignet und vertrieben und so die gewachsene landwirtschaftliche Kultur zerstört haben) und diese Flächen so der Nahrungsproduktion für die armen Einheimischen entziehen (Geschäfte mit Ackerland: Investoren haben Landlust – Artikel auf FAZ.NET vom 18.7.2011). Hier werden Produkte angebaut, die sich teuer in den Industriestaaten vermarkten lassen, die sich die einheimischen Hilfsarbeiter aber nicht leisten können!

Ist das fruchtbare Land erst weg, verloren an die ausländischen Konzerne, roden die hungernden einheimischen Bauern die letzten verbliebenen Reste des tropischen Regenwaldes, um ein bisschen Ackerland zu gewinnen. Auslaugung und Erosion lassen die Erträge aber rasch sinken und nach wenigen Jahren müssen die Menschen weiter ziehen, noch tiefer in den sterbenden Urwald hinein. Und je mehr sie die Bäume fällen oder abbrennen und neuerdings mit Agent Orange vergiften, desto weniger Regen fällt und lässt das Land verdorren!

Was übrig bleibt eignet sich kaum noch als Weide und doch nutzen große Fleischkonzerne die dürren Halme um Rindviecher für WurgerKing und McDoof zu züchten. Wir fressen nicht nur unsere eigenen Haare vom Kopf, sondern auch die der Menschen in den Ländern der Dritten Welt. Und was übrig bleibt, verheizen wir in unseren Porsche Cayennes, wenn wir sonntags morgens zum Brötchenholen zu Backshop um die Ecke brettern – da ist Allradantrieb auf Extrembreitreifen und 560 PS unbedingt „state of the art“.

Somalia ist bei alledem aber sowieso außen vor. Zerrissen von einem furchtbaren Bürgerkrieg, der seit nahezu dreißig Jahren in dem Land tobt und der den gesamten Staat unregierbar gemacht hat, in dem Terror, Folter, religiöser Extremismus und Fanatismus an der Tagesordnung sind, in dem Warlords und dutzende fanatisierte Milizen (Horn von Afrika: Tödliche Konsequenzen – Artikel auf FAZ.NET vom 25.7.2011) gegeneinander und gegen alles kämpfen, was vermeintlich westlich ist, wo Kinder zu Mördern abgerichtet werden und das islamische Gesetz der Scharia mit seinen furchtbaren Körperstrafen selbst für die geringsten Vergehen herrscht, müssen die Menschen verhungern, weil sie selbst dann keine Nahrung anbauen könnten, wenn sie die Möglichkeiten dazu hätten!

Nahrungsmangel und extrem gestiegene Preise für Grundnahrungsmittel führten in den letzten Jahren schon häufiger zu Hungerrevolten und bürgerkriegsähnlichen Unruhen fast überall im Tropengürtel unseres Planeten!

Wie aber kann dieser verzweifelten Situation sinnvoll begegnet werden?

Ist der Plan der großen Agrarkonzerne eine tragfähige Lösung für die künftige Ernährung der Menschheit, der eine durch und durch industrialisierte Landwirtschaft unter Verwendung gentechnisch veränderten Saatguts (selbstverständlich patentrechtlich geschützt und für jede Aussaat neu beim Gentechnikkonzern ihres Vertrauens für teures Geld zu erstehen!), schwerer landwirtschaftlicher Maschinen (die natürlich jede Menge Energie benötigen und extrem teuer sind), Unmengen von Düngemitteln, Wasser (mit Hilfe von gigantischen Bewässerungsanlagen bis zur restlosen Versalzung der Böden in heißem Klima über den Ackerflächen versprüht!) und, weil sie so empfindlich sind, mit jeder Menge Herbi-, Fungi- und Pestiziden (bevorzugt dem von Monsanto hergestellten Unkrautvernichtungsmittel Roundup (ein wichtiger Bestandteil von Roundup ist Glyphosat), gegen das praktischerweise die von Monsanto gelieferten GVO-Saaten resistent sind!).

Dass bei dieser Art der „Landwirtschaft“ nicht nur die Ressourcen an Grundwasser geplündert werden und weitere Teile des Landes deshalb von Trockenheit heimgesucht werden und die ehemaligen Landbesitzer nun als billige Hilfskräfte für die Ernte der Agrarerzeugnisse missbraucht und ausgebeutet werden, oder (weil plötzlich landlos geworden) auf der Suche nach Arbeit und Auskommen für ihre Familien in die großen Städte ziehen und dort in gigantischen Slums in Dreck und Unrat, Not und Elend vegetieren müssen, sei hier nur am Rande erwähnt!

Ist das wirklich die „schöne neue Welt“, die wir uns erträumen? Oder ist es nicht vielmehr so, dass die Gentech- und Agrarkonzerne weder die Ernährung noch die Gesundheit der Menschheit im Focus haben, sondern ihre (und nur ihre) Profitinteressen?

Der Planet kann eine solche Art der Landwirtschaft nicht lange verkraften. Monokulturen fördern Pflanzenkrankheiten, der Einsatz der riesigen Maschinen die Bodenverdichtung, was wiederum den Einsatz noch größerer Maschinen bedingt und noch tieferes Pflügen. Diese Art der Landwirtschaft geht auf Kosten des Planeten und der gesamten Menschheit! das Prinzip lautet dabei:

Den Profit für die Konzerne, die Folgen für die gesamte Menschheit! (das altbekannte kapitalistische Prinzip der Privatisierung von Gewinnen und Sozialisierung von Verlusten, mithin also dasselbe Prinzip wie das der Rettung der Banken in der weltweiten Finanzkrise!)

Wie aber sehen die Möglichkeiten aus, die Erzeugung von Nahrung für die stetig wachsende Zahl der Menschen auf der Erde in allen klimatischen Zonen sicher zu stellen? Kann man die Ernährung mit Vertical Farms sichern?

Vertical Farm

Was ist überhaupt Vertical Farming? Kurz gesagt handelt es sich dabei um eine Technik, Landwirtschaft in Gebäuden zu betreiben, wobei man die Umweltbedingungen mit Hilfe technischer Anlagen kontrollieren und sich damit von den klimatischen Bedingungen der Gebiete, in denen die Vertical Farms errichtet werden, unabhängig machen kann! entwickelt hat diese Idee der US-Professor Dickson Despommier von der Columbia Universität in New York City im Jahre 1999 mit einigen seiner Studenten. Und die Idee an sich ist einfach bestechend, finde ich!

Vertical Farming Energiegewinnung

Die Kontrolle der Bedingungen in Vertical Farms bezieht sich sowohl auf die Temperatur, als auch Luftfeuchtigkeit, Lichtverhältnisse usw. und lässt sich auch auf andere Bereiche ausweiten wie z. B. Kontrolle und Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten, Ungezieferbefall. Dünge- und Pflanzenschutzmittel lassen sich effektiv nutzen und dosieren, Umweltkatastrophen bleiben weitestgehend ohne Einfluss auf die Nahrungserzeugung in den Vertical Farms.

Natürlich kommt auch hier Technik zum Einsatz und es werden auch große Mengen an Energie benötigt (die aber zumindest zum Teil in und mit der Vertical Farm gewonnen werden kann, indem man Sonnenkollektoren, Windkraftanlagen und aus Biomasse erzeugtes Biogas zur Stromgewinnung nutzt). Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Möglichkeit, Pflanzen ohne Erde (also in Hydrokultur, in einem Substrat wachsend) anzubauen und damit die Umwelt zu schonen. Die Technik ist theoretisch bereits weitgehend zur Nahrungserzeugung nutzbar. Weiterer Forschungsbedarf ist dennoch erforderlich um die Vertical Farms effektiver und energieeffizienter zu gestalten.

Vertical Farming

In solchen Vertical Farms könnten auch, wenn sie als aquaponisches System ausgelegt sind, neben der Erzeugung pflanzlicher Nahrungsmittel, Fische gezüchtet und für die menschlichen Ernährung genutzt werden. Theoretisch kann eine Vertical Farm auch als Zuchtbetrieb für die Massentierhaltung genutzt werden. Aber nach meinen Vorstellungen widerspricht das dem Prinzip einer ausgewogenen und gesunden menschlichen Ernährung, sowie den Prinzipien des Tierschutzes, artgerechter Haltung und einem Leben ohne Leid für die Tiere, die der Ernährung der Menschen dienen sollen. Auch Tiere haben Rechte und dazu gehört ein Leben in Würde, in freier Natur und eben ihrer Art und ihrem Wesen gerecht. Das aber kann eine Haltung in Gefangenschaft niemals sein!

Wir können die monokulturelle Landwirtschaft in den Industriestaaten einschränken und die frei werdenden Flächen sinnvoll nutzen, beispielsweise um Wälder zu pflanzen, die dem Klimaschutz dienen. Wir können uns aus der Fläche zurück ziehen und der Natur mehr Raum geben. Aber wir müssen den Boden und die Nahrung der Spekulation entziehen. Das gelingt uns, wenn wir den Großteil der Nahrung in Vertical Farms anbauen, die wir so konzipieren, dass sie weitgehend geschlossene Systeme bilden, die die Umwelt nicht belasten und in denen die Ressourcen sparsam und schonend eingesetzt werden!

Vertical Farms sind teuer. Sie erfordern große Investitionen. Sie sind geeignet für reiche Länder, die über die entsprechende technische Infrastruktur und eine gesicherte Energieversorgung verfügen. Man kann sie mitten in den Ballungszentren der Städte errichten und erpart sich und der Umwelt so Transportwege über hunderte und tausende von Kilometern oder gar mit dem Flugzeug um die halbe Welt. aber genau da, wo sie am dringendsten benötigt würden, in den Hungergebieten der Erde, wo die größte Not, Dürre und Hunger herrschen, kann sie niemand finanzieren, nutzen oder unterhalten!

Um Menschen zu retten, die in Ländern wie Somalia (als Staat kann man dieses Gebilde aus rivalisierenden islamischen Milizen, Privatarmeen und religiöse Fundamentalisten wohl nicht mehr bezeichnen) dem Hungertod entgegendämmern, ist zunächst die Versorgung mit Nahrung und sauberem Trinkwasser gefragt. Die herrschenden Gruppen wollen westliche Hilfe nicht ins Land lassen, weil sie vermutlich gern selber als Retter in der Not dastehen wollen. Gibt man ihnen aber Geld um die Menschen zu versorgen, kaufen sie sicher Waffen damit ein! Tausende werden die rettenden Flüchtlingslager nicht mehr erreichen, elend verreckt auf der Flucht vor Hunger und Verzweiflung! Wie lange wollen wir dem Sterben noch zusehen? Bis es zu spät ist, so scheint es, denn es ist nicht 5 vor 12, nein, es ist bereits 5 NACH 12 und die Politik ist Schuld!!!

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