Na bitte!

Geschichte mit dem „neuen“Weltklimavertrag geschrieben? Wie ich schon sagte. Nichts Konkretes. „Deutlich unter zwei Grad“ soll die Erderwärmung bleiben? Und das Ganze soll erreicht werden durch „keine bindenden Ziele“ zur reduktion der CO2-Emission, „freiwillige Selbstverpflichtung“ zum Klimaschutz. Industriestaaten sollen ebenfalls „konkrete, quantifizierbare Selbstverpflichtungen zur CO2-Reduktion“ vorlegen und andere Staaten dazu „ermutigen“? Wie auch immer. Das man dazu zwei Wochen Gesabbel benötigte und etliche Bordellbesuche (auf Kosten der Steuerzahler) in Paris, sei hier nur kurz am Rande angerissen.
Alle 5 Jahre sollen die Klimaschutz-Pläne der Regierungen überprüft werden – und sogar verschärft? Na warten wir´s mal ab, wie ernst man die freiwilligen Selbstverpflichtungen zu Nichts und wieder Nichts nehmen wird! Wieso angesichts dieser belanglosen Klimabeliebigkeiten der WWF in solch euphorischen Jubel ausbricht, mag sich mir nicht so ganz erschließen. Aber ich bin ja auch nur ein dummer kleiner Blogger, der an allem herum mäkelt, sogar an solch bahnbrechenden Erklärungen zum Schutz des Klimas. Hauptsache ist doch, das Klima auf dem Klimagipfel war nicht allzu aufgeheizt! Aber vielleicht sollte ich solch klimatische Bonmots angesichts dieses Gipfeldesasters doch besser unterlassen.
Bis man diese (und ich wiederhole es mit großer Leidenschaft und innigster Hingabe) „freiwillige Selbstverpflichtung“ zum erstenmal überprüfen wird, ist es sowieso viel zu spät, um im Zweifelsfall noch irgend etwas sinnvolles zu unternehmen, das die Klimaaerwärmung auf „deutlich“ unter zwei Grad begrenzen könnte!
In meinen Augen ist diese Vdereinbarung nichts weniger als historisch. Ich würde sie eher als hysterisch bezeichnen, wenn man mich denn früge. Aber mich frägt ja keiner! Vielleicht kann ja auch VW mit seiner erprobten Abgassoftware beim Überprüfen der Klimaziele helfen? Dann sind die freiwilligen Ziele sicher schon bald deutlich unterschritten…

weiterführende Links:

Weltklimavertrag angenommen „Wir haben heute alle zusammen Geschichte geschrieben“ (Artikel auf faz.net vom 12.12.2015)

Werbeanzeigen

Die Traumtänzer von Paris

Na da sind wir aber mal echt gespannt! Eine „rechtlich bindende“ Klimavereinbarung von 195 oder 196 Staaten, die nicht verbindlich sein soll, sondern getragen vom lauwarmen Versprechen der freiwilligen Selbstverpflichtung? Dann brauchen wir uns wirklich keine Sorgen mehr um unser Klima und die Zukunft der Menschheit machen. Das Thema ist dann nämlich gelaufen! Ein für alle mal! Aber wen juckts?
Übrigens macht Brasilien tatsächlich große Fortschritte beim Schutz des Amazonasregenwaldes. Nach Schätzungen nichtstaatlicher Umweltschutzorganisationen kann die Abholzung dieser einst unerschöpflichen Quelle pflanzlichen und tierischen Genmaterials, aber auch edler Hölzern in rauhen Mengen, in spätestens zehn Jahren quasi gegen Null gefahren werden! Allerdings braucht man den Regenwald dann garnicht mehr schützen, weil er unwiederbringlich verschwunden ist!
Um die Finanzierung sicher zu stellen, mit der die Folgen des Klimawandels für die Schwellen- und Entwicklungsländer abgefedert werden sollen, soll ein Fonds gegründet werden, der sich der notleidenden Eliten in eben jenen Ländern widmet und deren wirtschaftliche Interessen an oberste Stelle setzt. Damit will man die unkontrollierbare Korruption bekämpfen und so dafür sorgen, dass die Herrlichkeiten und Milliardenzahlungen der Industrieländer gleichmäßig auf alle anspruchsberechtigten Diktatoren, „Präsidenten“ nebst Entourage, sowie an weitere Ausbeuter und ihre Helfershelfer verteilt werden und sicher zu stellen, dass keine Gelder unberechtigterweise für die notleidende Bevölkerung abgezweigt werden!

weiterführende Links:

Klimakonferenz in Kopenhagen – absehbares Desaster!

Dieser Gipfel, war der Gipfel. Der Gipfel der Unverfrorenheit und die Sternstunde der Wirtschaftslobbyisten. US-Präsident Obama formulierte – rhetorisch brillant wie immer – nichts! Heiße Luft, keine neuen Grenzwerte, keinen Plan zu Senkung des CO2-Ausstoßes, nichts!

Aber immerhin sprach er zum Ende der Konferenz, bevor er in seinen Flieger stieg, die weisen Worte:”Wir haben noch einen weiten Weg vor uns.” Toll, wirklich toll. Nur schade, dass wir vermutlich nicht mehr die Zeit haben, ihn zu gehen, den langen Weg zur Einigung bei der Rettung unseres Klimas! Interessieren wird das vermutlich niemanden, außer den besorgten Bürgern und den Klima- und Umwelt-Aktivisten. Die Energiekonzerne, die Autoindustrie, die Chemiegiganten, die Pharmakonzerne, die Totengräber des Regenwaldes, sie alle werden sich die Hände reiben und weiter unkontrolliert die Erde ausplündern, verseuchen und verschmutzen. Hauptsache der Gewinn stimmt!

Nun, es stimmt nicht ganz, was ich sagte. Es gab doch einen “Erfolg”. Jedenfalls wird man uns das als einen solchen zu verkaufen versuchen. Man “einigte” sich auf eine Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 2°! Wohl wissend, dass dieser Wert schon vor Beginn der Klimakonferenz gar nicht mehr ein zu halten gewesen ist. Dazu sind die Emissionen an Treibhausgasen viel zu groß und die Bereitschaft, diese zu reduzieren, viel zu klein! Bedauerlich nur, dass diese Einigung lediglich unter den 22 wichtigsten Staaten (was auch immer man darunter verstehen mag) ein halbseidener Konsens ist. Die restlichen Staaten und dass sind immerhin mehr als 170, empfinden diesen Konsens zu Recht als eine Zumutung, der über ihre Köpfe hinweg und ohne jede Rücksicht auf ihre Ängste, Nöte und Bedürfnisse beschlossen wurde!

Was kann man außerdem noch zu diesem Gipfel in Kopenhagen anmerken? Eine riesige Chance wurde verpasst. Mehr als 20.000 Teilnehmer wurden mit Flugzeugen hin geflogen und fliegen auch wieder zurück in ihre Heimatländer. Was dabei an CO2 in die Luft geblasen wurde, spottet jeder Beschreibung. Diesen “Erfolg” hätte man auch mit einer Videokonferenz erzielen können.

Dänemark hat uns immerhin gezeigt, dass ein so kleiner Staat mit der Ausrichtung einer Konferenz solchen Umfangs hoffnungslos überfordert ist. Demonstranten waren nicht erwünscht und wurden dementsprechend von den herbei gekarrten Polizeikräften kräftig verprügelt und anschließend gefesselt stundenlang auf eisig kaltem Boden sitzen gelassen (sicher wollte man den Demonstranten zu einem dauerhaften Andenken in Form einer Blasen- und Nierenentzündung verhelfen). Journalisten wurden gleich mit verhaftet und akkreditierte Berichterstatter erst gar nicht auf´s Konferenzgelände vorgelassen! So was nennt man Demokratie, wo jeder frei und ohne Angst vor Verfolgung seine Meinung äußern darf. Ich bin zwar tief beeindruckt, aber mir ist nicht ganz klar, worin der Unterschied zu gewaltsam auseinander geprügelten Demonstrationen anderswo auf der Welt besteht.

weiterführende Links:

Das schöne Leben der Klimaschwafler!

Das habe ich mir auch schon gelegentlich gedacht, warum zighundert oder sogar tausende Politiker aus allen Teilen der Erde sich irgendwo in einem anderen, am besten tropischen und mit üppigen First-Class-Hotels ausgestattenten Ferienziel treffen müssen, um über den Klimawandel und was man dagegen tun kann zu schwafeln! Die Netzeitung schreibt in ihrem Artikel „Virtuelles Reden übers Klima“ vom 4.11.2008, dass der Klimagipfel 2007, der bekanntlich auf Bali stattfand, CO2-Emissionen in einem Umfang von ca. 15.000 Tonnen verursacht hat. Nicht schlecht für einen solchen „Betriebsausflug“ zum Schutze des Klimas.

Seit Montag findet nun (vernünftigerweise) die erste  Online-Klimakonferenz statt. Offensichtlich aber ist der Online-Diskussionsbedarf eher gering. Kommentare und Beiträge sind Mangelware. Das deutet wohl darauf hin, dass das eigentliche Ziel der Bali-Konferenz wohl doch eher die sandigen Badestrände waren und nicht die klimatisierten Konferenzräume! Und Online, merkt sowieso keine Sau, ob man wirklich die ganze Zeit vor dem Rechner sitzt, oder seinen Hintern gerade aufs Klo im Raum nebenan gesetzt hat!

Als weiteren negativen Aspekt der Online-Konferenz wird kritisiert, dass NGO nicht in einem angemessenen Rahmen dagegen demonstrieren könnten. Allerdings bezweifle ich, dass diese Konferenzen aus diesem Grunde abgehalten werden. Natürlich ist ein gutes Gespräch in einer Arbeitsgruppe (vermutlich mit anschliessendem gemeinsamem Bordellbesuch in einer fremden Stadt!) durch nichts zu ersetzen! Das Ergebnis wird aber in beiden Fällen ähnlich sein: wenig bis garnichts, hurra!