Sack Reis???

Nun tagen sie mal wieder. Diesmal in Warschau! Die größten Umweltschweine und Klimaverschmutzer und heulen Krokodilstränen um die armen abertausende Opfer des Taifuns Haiyan, der über die Philippinen herein brach wie eine…nein, nicht wie eine Naturgewalt, eher wie ein menschengemachtes Schwerverbrechen, für das weder jemand die Verantwortung übernehmen, noch für die verursachten Schäden und das unsägliche Leid zahlen will!

Ausgerechnet Polen, dass einer der größten Bremser des Klimaschutzes in Europa ist, weil es seine Kohlekraftwerke weiter mit dem fossilen Dreck befeuern will, um „sauberen“ Strom zu gewinnen, darf der Ausrichter dieses politischen Großereignisses sein, auf dem sich Kohle-, Erdöl- und Atomlobby vermutlich gegenseitig die Klinken zu den Hoteltüren der versammelten Politprominenz in die Hand geben, um ihre Interessen zu vertreten und auch nur halbherzige Klimaschutzziele bereits im Vorfeld zu verhindern!

Und Deutschland, einst Vorreiter in Sachen regenerativer Energien und (damals, vor langer, langer Zeit, so schien es) regiert von Angela der KlimakanzlerIn, schickt sich heute an, in K(l)oalionsgesprächen zwischen Union und SPD, den Schutz der Umwelt und des Klimas auszuhebeln und die billigste und sauberste regenerative Energieform, die Windenergie nämlich, zur Technologie non grata zu erklären und ihr künftig die staatliche Föderung zu versagen.

Eine beeindruckende Wandlung vom Saulus zum Paulus und wieder zurück, ganz genauso, wie das schon einmal mit dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomenergie praktiziert wurde. Beispielhaft für alle Länder dieser Welt, die mit staunenden Augen und offenen Mündern der Energiewende der Deutschen folgten! Ein solches Hickhack wirkt sicher sehr vertrauenerweckend und besonders vorbildlich und ladet, nicht nur nicht zum Bade, sondern auch nicht zur Nachahmung ein!

Und während in Deutschland ganz allein die braven Bürger die Kosten der Energiewende zu tragen haben, die so wunderbare Mechanismen hervor gebracht hat, wie die Tatsache, dass auf Grund stark sinkender Preise an der Strombörse in Leipzig, die Preise für die Verbraucher (auf Grund der EEG-Umlage und der garantierten Einspeisevergütung) genauso stark steigen, während in der Wirtschaft Hinz und Kunz von der EEG-Umlage befreit werden, um ihnen keine Nachteile im internationalen Wettbewerb zumuten zu müssen!

Aber, den Göttern und den künftigen Großk(lo)alitionären sei dank, hat man auch dafür eine patente Lösung präsentiert! Tataaaa – die Prepaidkarte für Strom! Kunden mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten sollen nun ihrem Strom vorab bezahlen, damit er ihnen nicht mangels Masse abgestellt wird und, man höre und staune, ihnen die Möglichkeit gegeben werde, ihren Stromverbrauch besser zu kontrollieren! Da stehen wir nur noch still und fassungslos vor unserem ebenfalls still stehenden Stromzähler, bei so viel unfassbarer Weisheit!

Und weiter geht die wilde Fahrt durch das Jammertal der Wirtschaft, die erst mit Zusammenbruch droht, dann mit Arbeitsplatzverlust und schließlich, um ihren Wünschen noch ein kleines bisschen mehr Wucht zu verleihen, oftmals gleich ganz mit der Abwanderung ins Ausland, wenn man ihre frommen Wünsche nach weniger Kosten und mehr Profit nicht erhören möge!

Und wer wäre ich, wenn ich nicht auch einen passenden Vorschlag parat hätte?

Verlegt Eure Unternehmen doch einfach auf die Philippinen! Die Menschen dort sind arbeitslos und willig, die Löhne auf einem Niveau, dass es jedem Unternehmer die Freundentränen in die Augen treibt und wenn man es genau betrachtet, sollten auch die oft vorherrschenden Windgeschwindigkeiten einen profitablen Einsatz von Windrädern ermöglichen, um kostengünstig den beötigten Strom ins unternehmenseigene Netz einzuspeisen! Der nächste Taifun kommt bestimmt!

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Nicht nur die Meere sind sauer, Muddi auch…

…wenn man sie mit solchen Lappalien wie dem Klimaschutz belästigt. Sie hat Besseres zu tun und Wichtigeres, wie z. B. die CO2-Grenzwerte für die dicken, fetten Bonzenkarren deutscher Premiumhersteller nach oben zu korrigieren. Dabei stören Todeszonen in den Ozeanen nur die Geschäfte der Automobilindustrie.

Die weltweiten Todeszonen haben sich freilich schon derart ausgebreitet, dass sie bis ins Kanzleramt in Berlin reichen! Seit jenem Tag sitzt dort ein Zombie am Schreibtisch der KanzlerIn. Muddi lautet der Name und in früheren Zeiten nannte man sie die KlimakanzlerIn. Aber das ist lange her und nur ein paar Legenden erinnern heute noch an diese Ära! Vom Klima will Muddi nämlich längst nichts mehr wissen. Wie auch, das Klima in Deutschland ist schon so sehr vergiftet, dass man kaum noch atmen kann. Politische Stagnation und die fauligen Auswirkungen des Lobbyismus stinken zum Himmel. Die Reichen fläzen sich dekadent in ihren Penthäusern und überlegen den lieben langen Tag, wie sie ihr Geld a.) vor dem Zugriff des Staates verstecken und b.) wie sie es so ausgeben können, dass außer ihnen niemand davon profitieren kann! Harte Zeiten für arme Schlucker und das Klima, aber wen interessiert das schon? Richtig, keine Sau…

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Scheiß auf das Klima!

Irgendeine Form der Glaubwürdigkeit hat die deutsche Umwelt- und Klimapolitik eigentlich noch nie gehabt. Dafür hat spätestens Frau Merkel, die einst recht vollmundig „KlimakanzlerIn“ genannt wurde, gesorgt. Sie, der man mit gutem Recht vorwerfen kann, ja vorwerfen muss, dass sie ihren Hosenanzug stets in den Wind hängt, der ihr am günstigsten deucht, besitzt weder umweltpolitisches Rückgrat, noch irgendeine Art von Masterplan zur Rettung des Klimas. Aber das braucht man auch garnicht, wenn man sowieso nicht gewillt ist, die Zukunft der Menschen zu sichern, sondern lediglich darauf bedacht, was der Wirtschaft nützt!

Der fette Herr Altmaier kippt die Klimarettung und die KanzlerIn findet es gut! Das der Handel mit CO2-Zertifikaten nix weiter is als gequirrlte Scheiße, wussten informierte und interessierte Kritiker schon seit langem. Die Bundesregierung, die sowieso nie hinter der Klimarettung stand, verabschiedet sich nun, step by step von den Programmen, die Geld kosten – und das sind so ziemlich alle!

Elektromobilität? Gestern noch einer der Eckpfeiler von Merkels ´Zukunftsmobilität, heute schon ein Auslaufmodell! Energiewende? Vor einem Jahr noch der Massstab für die Geschwindigkeit des Atomausstiegs, heute nur noch lästige Fußangel für die Energiekonzerne und deren Gewinninteressen! Und wenn sich der Herr Altmaier schon mal zu einer Aktion hinreissen lässt, die der Umwelt nützen könnte (wenn man es denn nur richtig machte), dann ist auch schon der unglaubliche Hulk der FDP da, Philipp Rösler, der nach seiner Amtszeit als Wirtschaftsminiter in dieser Katastrophenkloalition, mit dem Segen des allein selig machenden DIHK zum Schutzpatron aller Berufslobbyisten erhoben werden soll!

Wenn man die Umwelt schützen will, die Natur erhalten und das Klima retten, dann kann man das nicht auf Basis „freiwilliger Selbstverpflichtungen“ der global agierenden Großkonzerne tun, sondern nur durch scharfe gesetzliche Vorgaben, an die sich alle Marktteilnehmer zu halten haben!

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Die sogenannte Klimakonferenz in Doha

Man kann es kaum fassen! Die Wissenschaft sammelt jedes Jahr Daten, die immer alarmierender sind, als die des Vorjahres. Die extremen Wetterereignisse nehmen ständig zu. Es gibt einen allgemeinen Konsens darüber, dass der Mensch durch die permanent steigenden Emissionen des Treibhausgases CO2 das Klima und die Atmosphäre dauerhaft und unumkehrbar schädigt, dass man die Erhöhung des Temperaturanstiegs auf höchstens 2° Celsius begrenzen müsste und – nichts geschieht!

Und weil man das alles weiss, nämlich dass wir etwas tun müssen und man sich trotzdem nicht einig werden kann (all das ist bekannt und wird einfach so hingenommen, weil es eben so ist und niemand die Verantwortung zu übernehmen bereit ist und voran gehen will), trifft man sich zu hunderten und tausenden, Politiker und Wissenschaftler, Bekannte und Unbekannte, vor allem aber Unwichtige, Nervtötende und Überflüssige, nicht zu vergessen die Nervensägen mit immer dem gleichen Geschwafel und immer den gleichen Ausflüchten, warum man nun doch nichts tun kann…

Es ist für Normalbürger wirklich nur schwer zu ertragen, wenn man darüber nachsinnt. Brüstete sich die Politik vor garnicht allzu langer Zeit als Vorreiter in Sachen Klimaschutz und erhob die BundeskanzlerIn gar zur KlimakanzlerIn, stilisierte sie zur VorkämpferIn für die Rettung des Weltklimas, aber nur solange, wie ihr dies opportun erschien und schon waren ihr das Klima und dessen Rettung wieder ebenso scheißegal, wie vorher schon.

Man kann eben nicht beides gleichzeitig machen, die Energiewende, hin zu erneuerbaren Energien die  (wir nun von Bundeswirtschaftsministranten Philipp Rösler erfahren durften) leider nicht zum Nulltarif zu haben ist und die man deshalb auch gleich den Verbrauchern aufhalste, und die Rettung des Klimas! Man erfuhr dabei gleich, dass die Energiewende zwar teuer ist, aber dies nur die Verbraucher belasten dürfe. Eingegangene Risiken auf den schmalen Schultern der Betreiber von Netzen und Energieanlagen lasten zu lassen und damit womöglich die Profite zu rasieren, war der Industrie nicht zuzumuten und also verschonte man sie mit derlei Banalitäten, entsprechend den hehren und ewigen Gesetzen des Marktes, dass jeder schauen muss, wo er bleibt! Dabei ist es immer gut, wenn man einen „Freund“ im Ministerium sitzen hat (auch wenn er nur gekauft ist!), der genau weiss, wo´s warm raus kommt. Und ein solcher ist der kleine Herr Rösler von der FDP, der eine ganz eigene Vorstellung davon hat, was gerecht ist und was nicht!

Machen wir uns nichts vor, aber „Umwelt“politik wird in unserer Regierung im Wirtschaftsministerium gemacht. Wichtig ist, was der Wirtschaft und den Konzernen frommt, nicht, was das Klima schützt. Die Bedeutung des Bundesumweltministers Peter Altmaier für den Schutz der Umwelt steht dagegen im umgekehrten Verhältnis zu seinem Körperumfang und er prodiziert genau das, was unser Klima am allerwenigsten gebrauchen kann – viel heisse Luft!

Wundert es einen unter solchen Umständen, wenn´s der Umwelt und vor allem dem Klima dreckig geht? Aber keineswegs! Umwelt ist ein Kostenfaktor. Umweltschutz erst Recht. Wollen die Menschen eine saubere und lebenswerte Umwelt, dann sollen sie dafür bezahlen. Umweltschutz zu Lasten der Wirtschaft? davon träumen allenfalls ein paar sozialistische oder gar kommunistische Utopisten! Wirtschaft braucht Profite um profitabel zu sein, das erfordern die Gesetze des Marktes! Alles andere kostet Geld und zwar das Geld der Verbraucher, dafür sorgt schon die Regierung!

Aber ich schweife ab. Wenn interessiert schon das Absaufen einiger unbedeutender Inselstaaten? Keine Sau, möchte man da ausrufen und sich mit Grausen abwenden, denn die freie Marktwirtschaft ist nur so frei, wie die Konzerne dies zulassen. Also muss der empörte Insulaner sich damit abfinden, das ihm in Zukunft das salzige Meerwasser irgendwann bis zur Oberkante Unterlippe steht und also kann man ihm wenigstens den Tipp geben, den Kopf nicht hängen zu lassen, denn sonst schluckt er die Brühe…

War man sich noch halbwegs einig, die CO2-Emissionen merklich zu drosseln, als man sich auf das Kyoto-Protokoll einigte (und da waren schon die größten CO2-Produzenten wie USA, China und Russland, garnicht mit von der Partie), so ist man heute noch weiter von einer akzeptablen Nachfolgeregelung entfernt als jemals zuvor. Nicht ganz zu Unrecht argumentieren die Entwicklungsländer nämlich, warum sie sich nicht ebenso wie die Industriestaaten entwickeln können sollen, nur weilo diese durch ihren CO2-Ausstoss das Klima so nachhaltig geschädigt haben, dass eine Umkehr der Veränderungen schon nicht mehr zu erreichen ist, während die Industriestaaten selbst nicht bereit sind, ihre Energieerzeugung auf ein nachhaltiges und für die Umwelt akzeptables Level zu senken. Zwar haben die Industrieländer das technische Knowhow und auch das Geld, aber keine Lust es in eine Energieerzeugung zu investieren, die den Energiekonzernen den Zugriff auf ihre Gelddruckmaschinen (abgeschriebene Atommeiler und Kohlekraftwerke zum Beispiel) nehmen will!

Schließlich hat auch noch nie jemanden interessiert, ob Menschen ind er Nähe von Atommeilern einem höheren Krankheitsrisiko ausgesetzt sind, oder wer im Fall eines Super-GAU die Kosten für die Schäden trägt, oder gar wo man den Restmüll endlagern soll – allenfalls ist man sich in Wirtschaftskreisen einig darüber, dass diese Kosten nicht auf die Konzerne abgewälzt werden dürfen. Die sind nämlich schon zur Genüge damit beschäftigt, die Gewinne einzustecken! Und die schwarzgelbe Bundesregierung, die ich angesichts des hohen Anteils an Scheiße, die sie in ihrer Amtszeit schon verzapft hat, gerne die Kloalition nenne, stimmt dieser Auffassung natürlich voll und ganz zu!

Kein Mensch muss sich deshalb darüber wundern, dass in Doha nichts passieren wird, was die Interessen der Wirtschaft auch nur annähernd nachteilig beeinflussen könnte. Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise ist dabei ein sehr willkommenes Argument, dass überall da herhalten muss, wo die Regierungen auf Grund der engen Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Politik überhaupt nicht in der Lage sind Entscheidungen zu treffen, die nicht die einfachen Bürger, sondern die Industrie belasten sollen und die der Umwelt dienen und das Klima retten sollen!

Die Klimakonferenz in Doha wird – wie so viele andere auch – eine überflüssige Konferenz sein. Eine Konferenz, deren Teilnehmer durch ihre Anreise das Klima in einer Weise geschädigt haben, die man sich auch hätte sparen können. Denn es war schon klar, dass man keine Ergebnisse erzielen wird, bevor die Konferenz begonnen hatte. Und nur um festzustellen, dass es keine Ziele gibt, auf die man sich einigen kann und darum eine nichtssagende Erklärung verabschiedet, braucht man sich nicht nach Doha zu begeben, eine Stadt in einem Zwergstaat, der nur deshalb eine minimale Bedeutung hat, weil er ausgerechnet Erdöl udn Erdgas fördert und verkauft und weltweit den höchsten Ausstoss an Treibhausgasen pro Kopf und Einwohner hat. Als ob das irgendeine Qualifikation wäre?

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Das Zwei-Grad-Ziel…

…wurde uns allen von der Politik als anzustrebend dafür vor Augen gehalten, um die Auswirkungen des Klimawandels in einem für den Menschen gerade noch beherrschbaren Rahmen zu halten. Jedenfalls für die Menschen hier in den Industrieländern, die über ausreichende pekuniäre Ressourcen verfügen.

Man setzte sich auf dem Weg bisweilen auf äußerst ambitionierte Zwischenschritte, wollte den CO2-Ausstoß merklich mindern und auch die anderen europäischen Industrienationen, aber auch die ewig blockierenden USA, aber auch China und Rußland mit ins Boot holen, um diesen Planeten als einen lebenswerten Ort im Universum zu erhalten.

Das ging sogar so weit, dass man aus der ewig mäkelnden KanzlerInnen-Nervensäge Merkel eine KlimakanzlerIn machte, ja sie zur einzigen Retterin des Klimas überhaupt stilisierte bis, ja bis sie die Lust verlor und sowohl die Ziele zur CO2-Reduktion, als auch alle anderen Massnahmen zum Schutz und zur Rettung des Klimas als unnützen Ballast von sich warf und – wohl unter dem Eindurck effektiver Lobbyarbeit zu Gunsten der Automobil-, Schwer- und Chemieindustrie, aber auch der großen Energiekonzerne – beschloß, die Kosten für die Energiewende den einfachen Verbrauchern aufzubürden.

Eine feine Idee, jedenfalls für die Konzerne, die immer mit der Drohung von Arbeitsplatzverlusten, Rezession und Krisentheater landauf, landab durch alle greifbaren Medien geisterten und so lange ihre gut gefüllten Portokässlein zum Markte (bzw. zu den Abgeordneten) trugen, bis diese nicht mehr in der Lage waren, zwischen Schein und Wirklichkeit zu unterscheiden. Besonders hervor getan haben sich bei diesem schmutzigen Geschäft die Abgeordneten von Union (also CDU/CSU) und FDP, aber auch der ein oder andere Sozialdemokrat trug sicher mit Stolz und Würde die Last der Lobbyzuwendungen nach Hause und auf das Bankkonto.

Kein Wunder, dass die Parlamentarier von Union und Liberalen nach dem Affentheater um Steinbrücks satte Vorstragseinnahmen, plötzlich garnicht mehr so erpicht darauf waren, ihre eigenen Nebenjobs und zusätzlichen Einnahmen offen zu legen. Zu deutlich wären vermutlich die engen Verbindungen zwischen Industrie und Politik zu erkennen und wer hat das schon gerne, wenn er selber von seinen guten Kontakten zu den Geldsäcken der Wirtschaft profitiert?

Aber wir schweifen vom Thema ab! Alle Schritte, die man eingeleitet hat, vorgeblich um das Klima zu retten, führen nun dazu, dass die Verbraucher belastet werden, während die Profiteure der Energiewende, weder die Kosten, noch die Risiken ihrer Investitionen zu tragen haben. Hier zeichnet sich deutlich ab, dass die Praxis der Sozialisierung von Verlusten und die Privatisierung von Gewinnen im Massstab 1:1 von der Rettung „notleidender Banken“ auf die Energiewende übertragen werden. Konzerne wie Tenet, die die Anbindung von Offshore-Windparks im Meer sicher stellen sollten und neben den einkalkulierten Risiken auch Gewinnaussichten mit den übernommenen Aufträgen an Land zogen. Nun stellt sich heraus, dass sie sich nicht nur verkalkuliert haben, sondern auch garnicht über die finanziellen Ressource verfügen, um die Anbindung zu gewährleisten. Und ergo muss der Verbraucher dafür haften, dass die Anbindungen termingerecht fertig gestellt werden und die Gewinne sprudeln können – in die Taschen von Tenet, nicht die der Verbraucher.

Dies ist die perfideste und abartigste Entgleisung, die der Kapitalismus bislang zu bieten hatte. Konzerne beteiligen sich an Ausschreibungen, verkalkulieren sich (und ich unterstelle hier, dass sie sich ganz bewusst verkalkulieren, weil sie davon ausgehen dürfen, dass die Risiken nicht getragen werden müssen, wenn die Aufträge erst einmal vergeben sind und die Zeit knapp wird) in der Gewissheit, der Staat und damit die Allgemeinheit übernehmen diese Risiken schon, denn sie sind von der Energiewende abhängig. Und sie haben Recht damit!

Aber neben dem Geld, dass es bei der Energiewende und der Verringerung des CO2-Fussabdrucks abzuschöpfen gilt, wird ganz bewusst auf Zeit gespielt, um den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Druck zu erhöhen und so die Margen noch ein Stückchen weiter nach oben zu schrauben. Denn wo Ressourcen knapp werden, oder einem die Zeit davon läuft, der steigen die Preise. das ist ein ehernes Naturgesetz im Kapitalismus.

Und die Regierung macht da munter mit! Kein Geld für die Investitionen? Kein Problem, wozu gibt es Verbraucher, dann schröpfen wir einfach die, denn jeder muss wissen – die Energiewende ist nicht zum Nulltarif zu haben (vielleicht für die Energiekonzerne, aber sicher nicht für die Verbraucher!).

Die erneuerbaren Energien sind teurer als die Energie aus fossilen Trägern (weil man die Folgeschäden und die Umweltbelastungen nicht mit einkalkuliert, denn die gehen ja zu Lasten der Gesellschaft!)? Kein Thema, dann schröpfen wir die Verbraucher mit der EEG-Umlage und wer sich Energie dann nicht mehr leisten kann, weil er nicht genug verdient, nun, der hat dann eben Pech gehabt, nicht wahr?

Energieintensive Unternehmen können sich wegen des globalen Wettbewerbs auf den „Märkten“ keine teure Energie aus erneuerbaren Quellen leisten? Wer wird sich sorgen? Das hauen wir auf die Preise der Verbraucher drauf, die zahlen das dann einfach mit (merkelt ja eh keiner, weil das Tarifgefüge so unübersichtlich ist, dass sowieso niemand durchsteigt, der keinen akademischen Grad besitzt.

Die Kosten für die „sichere“ Endlagerung von Atommüll? Keine Sorge! Die brauchen doch die Betreiber der Atommeiler nicht zu bezahlen. Das ist Sache der Verbraucher und der Steuerzahler, denn die haben jahrzehntelang von der billigen Atomenergie (auch hier gilt, die Umweltschäden und die Kosten für die Risiken des Betriebs und für die Endlagerung wurden erst garnicht einkalkuliert, sonst wäre die „umweltfreundliche“ und saubere Atomenergie nämlich nicht mehr so „umweltfreundlich“ und „sauber“ gewesen!) profitiert (ob sie das wollten oder nicht! Und, wie gesagt, die Energiewende ist nicht zum Nulltarif zu haben!

Wir sehen hier also mit wachsendem Unbehagen, wie eine Regierung (die schwarzgelbe nämlich!) nicht nur erst den Klimaschutz zerredet und ihn dann fast völlig ignoriert, nachdem sie sich zuvor zum Vorreiter des Klimaschutzes gemacht hatte und dann sämtliche Kosten mit dem argument, man könne den Klimaschutz und deíe Energiewende eben nicht umsonst haben, auf die Schultern der Verbraucher packt! Sowas nennt man fair und sozial verträglich, ich weiss, jedenfalls wenn man liberal oder konservativ ist!

Und jetzt haben wir beides, die Energiewende (zum Fast-Null-Tarif für die Investoren und die Großverbraucher von Energien) und den Klimawandel (mit deutlich mehr als 2 Grad, soviel ist schon mal sicher!). Aber es hätte ja auch alles noch schlimmer kommen können, oder nicht???

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Alles nich so schlimm…

Wer jemals geglaubt hat, der Bundesregierung liege womöglich doch etwas am Schutz und der Rettung unseres Klimas, der sieht sich nun eines Besseren belehrt. Peter Altmeier, seines Zeichens Bundesumweltminister und Nachfolger des höchst ahnungslos und laienhaft agierenden Norbert Röttgen, zeigt nun allen, wo´s längs geht, frei nach dem Motto…

 …vorwärts, wir müssen zurück!

Nach dem dreifachen Doppelaxel der ehemaligen KlimakanzlerIn nun der personifizierte Wirtschaftslobbyist in der Rolle des Weltenretters, der aber allen besorgten Fachleuten widerspricht, indem er die Energiewende zunächst auf Eis und anschließend wohl auf´s Abstellgleis des immer noch nich gefundenen atomaren Endlagers schiebt!

Wer´s immer noch nicht glauben mag, erfährt nun aus berufenem Munde, dass alles nun doch irgendwie keine so große Eile hat. Nicht, weil man nich will, eher, weil man´s eh nicht hinkriegt!

Da fällt mir ein…an ihren Taten sollt ihr sie erkennen – und siehe da, wir haben sie erkannt als das, was sie sind. Versager und Egomanen!

 

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Sind wir noch zu retten? (eine Glosse? Wer weiss!)

Ende diesen Jahres soll in Kopenhagen eine große UN-Klimakonferenz stattfinden. So weit so gut! Oder doch eher schlecht. Denn es ist damit zu rechnen, dass die hochedlen Herrschaften aus Politik und Wissenschaft, die sich ihre dicken Hintern auf dem kommoden Konferenzgestühl platt drücken werden, vermutlich nicht mit dem Elektromobil oder gar Fahrrad umwelt- und vor allem klimafreundlich anreisen werden, sondern nach altbewährtem Muster mit dem Düsenjet! Nunja, in Vorbereitung dieses politischen Massenereignisses, haben sich Forscher zu einer 3-tägigen Vorbereitungskonferenz getroffen, die am heutigen Dienstag begonnen hat. Dies berichtet heute.de am 10.3.2009 unter „Klimaforscher: Meeresspiegel steigt bis 2100 um einen Meter – Prognose alarmierender als bisherige Vorhersagen“. 2.000 Forscher aus 80 Ländern treffen sich, um (nach Meinung vieler Politiker und vor allem der Wirtschaft) Panik zu verbreiten. Dabei gehen sie mit ihren Prognosen deutlich über die bis dato prophezeiten 18 – 59 cm Anstieg bis 2100 hinaus. Dann steht uns das Wasser quasi bis zur Oberkante Unterlippe.

Besonders unangenehm dürfte sich dieser Anstieg des Meeresspiegels für einige unbedeutende Inselrepubliken im Pazifik auswirken, deren Namen sowieso niemand hierzulande kennt, aber auch für Bangladesh, Vietnam und die Niederlande. Aber das ist alles so weit weg von uns, dass es uns nicht weiter zu interessieren braucht, Frau Merkel. Hauptsache Ihr Wandel vom Saulus zum Paulus, oder von der ehemaligen Klimakanzlerin  – mit überaus ehrgeizigen Klimaschutzzielen – zur Steigbügelhalterin einer umweltzerstörenden Energie- und Automobilindustrie „rettet“ ein paar tausend Arbeitsplätze (wenigstens bis nach den Wahlen im September, nicht wahr?). Natürlich darf man auch nicht übersehen, dass diese Art von Klimawandel auch eine Menge Arbeitsplätze schafft (wenn man es genau betrachtet!), zumindest für Hartz-IV-Empfänger. Die können wir dann nämlich in langen Kolonnen und mit geschulterter Schaufel ins Moor auf die Deiche schicken, zum Sandsack füllen! Keine Sorge, dann wird es endlich wieder Vollbeschäftigung geben. Und zwar zu Sklavenlöhnen, denn die Menschen, die Hartz IV „empfangen“ sind ja alle faul und ungebildet und darum brauchen sie auch nicht viel für ihren Lebensunterhalt (nach Ansicht vieler Politiker versaufen sie die Stütze eh nur, oder kaufen sich Zigaretten zum selber zusammenstecken und so enthalten sie dem Staat, der sie so hervorragend unterstützt, liebevoll nährt und mit gebrauchten Klamotten kleidet, dadurch auch noch Steuern vor). Falls das aber alles noch nicht reicht, können wir diese Leute, die ja nur unseren Staatshaushalt belasten, nach Holland verschieben oder als Wellenbrecher an Bangladesh abtreten. Dann haben sie wenigstens eine sinnvolle Aufgabe!

Ich bin wirklich gespannt, wie groß am Ende des Jahres die erstaunten Augen der Politiker sind, wenn sie sich auf dieser Klima-Konferenz treffen werden, die eine Art Nachfolger der Kyoto-Konferenz sein soll und für die sich außer den Umweltschützern keine Sau interessiert hat. Denn ein Teil (und zwar der, der den meisten Dreck in die Atmosphäre bläst!) hat erst gar nicht unterschrieben und der andere Teil, hat seine Klimaziele erst gar nicht erreicht. Gut, wenn man ein klein wenig Geschick beim hin- und herrechnen hat und ein paar andere Zahlen als Grundlage für die Berechnung nimmt, als bei der Konferenz, kommt man mit dem ein oder anderen Ziel schon klar. Es sind ja sowieso immer nur die Idioten von den Umweltschutzgruppen und die Menschen, denen die Natur und der Klimaschutz über die hemmungslose Profitgeilheit der Konzerne geht. Diejenigen also, denen man ohnehin nichts recht machen kann. Solche Leute wie Du und ich? Ja genau, solche Leute wie ich und Du! Aber was machen wir uns sorgen? Bis es soweit ist, sind wir, die wir hier sitzen und uns aufregen, hoffentlich alle schon in die Grube gefahren. Denn dann brauchen „wir“ uns nicht zu schämen, wenn unsere Enkel das Fiasko erkennen, dass „wir“ ihnen in unserer Überheblichkeit und Dummheit hinterlassen haben, ohne uns wirklich darüber Gedanken zu machen – sie werden uns verfluchen, soviel steht fest!

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