Allaaf und Helau – die Narren gehen in die Bütt!

Ohooo! Das Dreigestirn des politischen Karnevals, Doofspinndt, Gröhöhee und Nahles,  tritt gemeinsam auf und verkündet die frohe Botschaft der GroKo! Jungfrau, Bauer und König. Wobei man sich noch nicht ganz im Klaren darüber ist, wer denn nun die Jungfrau mimt und warum es einen Bauern gibt, obwohl Drehhofer nicht dabei is.

Aber man kann ja bekanntlich nicht alles haben, selbst wenn man noch so heftig will und darum muss man sich mit Nichts begnügen – keine Steuererhöhungen, vielleicht einen bundesweiten staatlich festgesetzten Mindestlohn, der aber nicht überall gleich hoch sein und auch nicht für alle gelten soll. Keine Energiewende, dafür aber einen Tritt vor´s Schienbein der erneuerbaren Energien und unbezahlbare Strompreise als Ausgleich – die mit Hilfe von Prepaidkarten für den Stromzähler den armen Verbrauchern in diesem Lande deutlich machen sollen, dass Energiesparen sinnvoll ist, besonders, wenn man sich Energie nicht leisten kann!

Auch sonst bleibt alles beim Alten und Neues wird erst garnicht angepackt, denn der Finanzierungsvorbehalt (mein ganz persönliches Lieblingsunwort des Jahres 2013) wird schon dafür sorgen, dass alles so kommt, wie es nach Ansicht von Angela Merkel und ihrer Leyenspieltruppe wohl auch kommen muss – die Rechnung für alles zahlen immer die anderen und zwar die, denen sowieso keiner mehr helfen kann, weil sie nicht genug verdienen. Wozu Menschenwürde, oder gesellschaftliche Teilhabe in einem Land, in dem man nur lange und heftig genug arbeiten muss, um als geringverdienender Leistungsträger zu gelten. Drei oder vier Jobs á 450 Euro und schon hat man fast ausgesorgt, weil man bei einem Tag, der bedauerlicherweise (oder zum Glück) nur 24 Stunden dauert, keine Zeit mehr hat um auch nur einen müden Euro auszugeben, wenn man 20 Stunden davon arbeitet, oder sich auf dem Weg zu einer seiner zahlreichen Arbeitsstellen befindet!

Wohl dem, der keine Hilfe nötig hat, denn ihm wird, ganz nach den christlichen Grundsätzen wertkonservativer Klientelpolitik geholfen werden! Steuernachlässe zu Hauf, Herdprämie, Amnestie für Steuerhinterziehung und trotzdem unbescholtener Ehrenmann/Ehrenfrau bleiben? Das ist der Stoff aus dem politische Träume sind!

Umweltpolitik zu Nutz und Frommen der Energiekonzerne, die es erstaunlicherweise (und auch wieder nicht) geschafft haben, eine ihrer Bauchrednerpuppen unter dem Decknamen Peter Altmaier in Muddis christlich-demokratischem Affentheater unter zu bringen, wo er auf der Klimakonferenz in Warschau plötzlich auftaucht wie ein lange verschollenes U-Boot, die USA und China an ihre heilklimatische Verantwortung zu erinnern, die Kohle als segensbringende Brückentechnologie zu verkünden und alsbald wieder in den unruhigen, dunklen Abgründen und Untiefen des gewaltigen Ozeans scheindemokratischer Politik zu entschwinden!

Die Gestalt eines gestrandeten Wals bringt Altmaier ja passenderweise mit, schade nur, dass er nicht auf ein Riff aufläuft, um dort jämmerlich zugrunde zu gehen, erdrückt vom Gewicht der eigenen Unzulänglichkeiten!

Und durch all das Jammern hindurch hören wir zu allem Überfluss auch noch die anhaltenden Sirenengesänge des neuen Arbeitgeberpräsidenten Ingo Kramer, der ungefragt zum Besten gibt, dass die Unverschämtheit eines bundesweiten Mindestlohns den Verlust von Abermillionen (freilich beschissen bezahlter) Arbeitsplätze zur Folge hätte. Und da geht er völlig d´Accord mit demdauerhaft  dummschwätzenden Herrn Sinn vom Ifo-Institut, dem jeder Sinn fehlt für angemessene Wortwahl und wohlüberlegte Argumentation. Aber das, was er von sich gibt, ist so sinnfrei, wie der Zusammenhang seines Namens mit irgendetwas tiefergehendem, als beispielsweise einem kräftigen Tritt unter die Gürtellinie eines jeden arbeitenden Menschen!

aber wir haben es ja alle schon bemerkelt. Die deutsche Wirtschaft ist vor allem dadurch so leistungsfähig, weil der Staat (d. h. die Bürger, die zur Zahlung von Steuern befähigt gehalten und entsprechend geschröpft werden) die Niedriglöhne die in der deutschen Industrie und auf dem Dienstleistungssektor bezahlt werden aufstockt und damit (meiner bescheidenen Meinung nach) ganz offen die Wirtschaft mit Steuergeldern subventioniert und sich noch nicht einmal die Mühe macht, dies zu verschleiern! Die EU stürzt sich jedoch auf angeblich ungerechtfertigte Zahlungen der Bundesregierung an die Post und den DB-Konzern, die diesen ungerechtfertigte Vorteile gegenüber ihrer Konkurrenz verschafft hätten…

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Herr Altmaier steht auf viel Kohle!

Nun ja, für die Union, in Gestalt des Peter Altmaier, mag der Umweltschutz einen hohen Stellenwert besitzen. Irgendeine Bedeutung, oder gar einen nennenswerten Einfluss auf die Politik hat sie nicht!

Und ja, es kostet alles Geld! Die Wirtschaft, in Gestalt hungernder und darbender Konzerne, die selbstverständlich im internationalen Wettbewerb stehen, wollen nichts dafür zahlen, also greift man mit Vervé in die ziemlich ausleierten Hosentaschen des einfachen Steuerbürgers. Der hat nämlich keine Lobby und im internationalen Wettbewerb steht er auch nicht – vielleicht im Konkurrenzkampf um den Job, aber nicht im internationalen Wettbewerb!

Und also greift man beherzt zu und nimmt, was fleissige ArbeiterInnen von ihren überaus gro´zügigen Arbeitgebern auf den Lohnzettel geschrieben bekommen und wenn denn tatsächlich noch ein bisschen was übrig bleibt, nach all der privaten Vorsorge fürs Alter, schlechte Zeiten und zusätzliche Policen für Gesundheitsleistungen, die die gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr zahlen wollen, das greift man einfach bei den Energiekosten ab – EEG-Umlage für den Ausbau der Netze, den sich private Investoren teuer bezahlen lassen, weil sie weder ein Risiko eingehen wollen, noch Geld organisieren können, um den Ausbau selber zu finanzieren, aber gern und mit Freude die zu erwartenden Gewinne einstreichen wollen!

Die Preise für den Strom, die zwar an der Strombörse in Leipzig ständig sinken, aber a.) nicht an die Endverbraucher weiter gegeben werden und b.) der Grund dafür sind, warum die EEG-Umlage immer höher wird!

Natürlich wusste man das vorher, als man die EEG-Umlage und die Ausnahmen davon erfand! Aber man nahm es einfach in kauf, weil man diejenigen, die viel verdienen und nur ungern Steuern zahlen, nicht über Gebühr belasten wollte.

Und so erzählt man zwar viel von Reformen, die man anstrebe, aber sicher nie verwirklichen wird, weil man sich diese wunderbar sprudelnde Quelle Geldes nicht verschliessen will! Und also erfand Peter Altmaier, der fleischgewordene Doppelwhopper, die Strompreisbremse, von der nicht einmal er weiss, wie sie funktionieren soll, gefolgt von einer der grandiosesten Ideen, die mir in meiner ganzen Zeit als politisch interessierter und bisweilen auch aktiver Mensch jemals untergekommen ist – die Prepaidkarte für Menschen mit geringem Einkommen! Man soll also, wenn man nur über ein niedriges Einkommen verfügt und die Sperrung der Stromversorgung droht, den Strom vorab bezahlen und kriegt ihn dann automatisch abgestellt, wenn das Guthaben aufgebraucht ist! Ein wahrhaft genialer, vor allem aber sozialer Plan!

Und das Beste dabei ist vermutlich die Tatsache, dass die Energieversorger in diesem Falle nicht einmal mehr einen Mitarbeiter vorbei schicken müssen, der den Strom abschaltet, nein, das passiert vollkommen vollautomatisch und spart damit lästige Personalkosten!

Das ist natürlich auch eine Art Strompreisbremse, freilich von der Sorte, mit der sich schlaue Autofahrer gegen hohe Benzinpreise wehren:“Mir ist scheißegal, wie hoch der Benzinpreis noch klettert, ich tank sowieso immer nur für zwanzig Euro!“

Natürlich hat Minister Altmaier nichts für die Umwelt übrig und verhält sich auch dementsprechend. Sonst wäre er ja nicht in der CDU! Da stellt er sich doch lieber nuschelnd vor die Mikrophone und fabuliert von der Rettung des Klimas mit Hilfe von Braunkohlekraftwerken, die niemanden belasten sollen. Naja, nicht wirklich wichtige Leute halt. Die paar Verbraucher, die unter den Strompreisen zusammenbrechen, oder unter der Dunstglocke, die sich mit sanft-schwefeligem Gestank in die Atmosphäre mischt und dafür sorgt, dass saurer Regen sich um die letzten Baumbestände dieser Welt kümmert, sind unbedeutende Kollateralschäden einer prosperierenden Wirtschaft, die für beschissen bezahlte Arbeitsplätze für alle sorgt! Wenn das mal kein Fortschritt ist?

Was gibt es sonst noch über die Klimakonferenz in Warschau zu sagen? Nichts! Ach nein, das wäre gelogen. Nahezu zeitgleich findet eine Weltkonferenz der Kohle statt, ebenfalls in Warschau und schon wiossen wir Bescheid, wes´ Liedchen hier gepfoffen wird! Schließlich geht es um Profit, also Kohle, und nicht um Umweltschutz, weder bei der Klima-, noch bei der Kohlekonferenz und nun wissen wir zumindest auch, warum die Kohlekonferenz Kohlekonferenz heisst!

Herr Altmaier aber zieht einsanm seine Bahn durch die Niederungen des Politgeschäfts, taucht mal hier auf, mal dort, wie ein entfesselter Fesselballon und verkündet frohen Mutes sein Glaubensbekenntnis, „Die Energiewende könnte für mich eine Lebensaufgabe sein.“

Man kann es glaube, oder auch nicht! Jedenfalls wäre in diesem Fall ein recht kurzes Leben dieses braven Ministers ein wahrer Segen für die Umwelt! Die Hoffnung, dass er bald platzen möge trägt nicht unwesentlich zu diesem Wunsch bei…

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Sack Reis???

Nun tagen sie mal wieder. Diesmal in Warschau! Die größten Umweltschweine und Klimaverschmutzer und heulen Krokodilstränen um die armen abertausende Opfer des Taifuns Haiyan, der über die Philippinen herein brach wie eine…nein, nicht wie eine Naturgewalt, eher wie ein menschengemachtes Schwerverbrechen, für das weder jemand die Verantwortung übernehmen, noch für die verursachten Schäden und das unsägliche Leid zahlen will!

Ausgerechnet Polen, dass einer der größten Bremser des Klimaschutzes in Europa ist, weil es seine Kohlekraftwerke weiter mit dem fossilen Dreck befeuern will, um „sauberen“ Strom zu gewinnen, darf der Ausrichter dieses politischen Großereignisses sein, auf dem sich Kohle-, Erdöl- und Atomlobby vermutlich gegenseitig die Klinken zu den Hoteltüren der versammelten Politprominenz in die Hand geben, um ihre Interessen zu vertreten und auch nur halbherzige Klimaschutzziele bereits im Vorfeld zu verhindern!

Und Deutschland, einst Vorreiter in Sachen regenerativer Energien und (damals, vor langer, langer Zeit, so schien es) regiert von Angela der KlimakanzlerIn, schickt sich heute an, in K(l)oalionsgesprächen zwischen Union und SPD, den Schutz der Umwelt und des Klimas auszuhebeln und die billigste und sauberste regenerative Energieform, die Windenergie nämlich, zur Technologie non grata zu erklären und ihr künftig die staatliche Föderung zu versagen.

Eine beeindruckende Wandlung vom Saulus zum Paulus und wieder zurück, ganz genauso, wie das schon einmal mit dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomenergie praktiziert wurde. Beispielhaft für alle Länder dieser Welt, die mit staunenden Augen und offenen Mündern der Energiewende der Deutschen folgten! Ein solches Hickhack wirkt sicher sehr vertrauenerweckend und besonders vorbildlich und ladet, nicht nur nicht zum Bade, sondern auch nicht zur Nachahmung ein!

Und während in Deutschland ganz allein die braven Bürger die Kosten der Energiewende zu tragen haben, die so wunderbare Mechanismen hervor gebracht hat, wie die Tatsache, dass auf Grund stark sinkender Preise an der Strombörse in Leipzig, die Preise für die Verbraucher (auf Grund der EEG-Umlage und der garantierten Einspeisevergütung) genauso stark steigen, während in der Wirtschaft Hinz und Kunz von der EEG-Umlage befreit werden, um ihnen keine Nachteile im internationalen Wettbewerb zumuten zu müssen!

Aber, den Göttern und den künftigen Großk(lo)alitionären sei dank, hat man auch dafür eine patente Lösung präsentiert! Tataaaa – die Prepaidkarte für Strom! Kunden mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten sollen nun ihrem Strom vorab bezahlen, damit er ihnen nicht mangels Masse abgestellt wird und, man höre und staune, ihnen die Möglichkeit gegeben werde, ihren Stromverbrauch besser zu kontrollieren! Da stehen wir nur noch still und fassungslos vor unserem ebenfalls still stehenden Stromzähler, bei so viel unfassbarer Weisheit!

Und weiter geht die wilde Fahrt durch das Jammertal der Wirtschaft, die erst mit Zusammenbruch droht, dann mit Arbeitsplatzverlust und schließlich, um ihren Wünschen noch ein kleines bisschen mehr Wucht zu verleihen, oftmals gleich ganz mit der Abwanderung ins Ausland, wenn man ihre frommen Wünsche nach weniger Kosten und mehr Profit nicht erhören möge!

Und wer wäre ich, wenn ich nicht auch einen passenden Vorschlag parat hätte?

Verlegt Eure Unternehmen doch einfach auf die Philippinen! Die Menschen dort sind arbeitslos und willig, die Löhne auf einem Niveau, dass es jedem Unternehmer die Freundentränen in die Augen treibt und wenn man es genau betrachtet, sollten auch die oft vorherrschenden Windgeschwindigkeiten einen profitablen Einsatz von Windrädern ermöglichen, um kostengünstig den beötigten Strom ins unternehmenseigene Netz einzuspeisen! Der nächste Taifun kommt bestimmt!

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Die sogenannte Klimakonferenz in Doha

Man kann es kaum fassen! Die Wissenschaft sammelt jedes Jahr Daten, die immer alarmierender sind, als die des Vorjahres. Die extremen Wetterereignisse nehmen ständig zu. Es gibt einen allgemeinen Konsens darüber, dass der Mensch durch die permanent steigenden Emissionen des Treibhausgases CO2 das Klima und die Atmosphäre dauerhaft und unumkehrbar schädigt, dass man die Erhöhung des Temperaturanstiegs auf höchstens 2° Celsius begrenzen müsste und – nichts geschieht!

Und weil man das alles weiss, nämlich dass wir etwas tun müssen und man sich trotzdem nicht einig werden kann (all das ist bekannt und wird einfach so hingenommen, weil es eben so ist und niemand die Verantwortung zu übernehmen bereit ist und voran gehen will), trifft man sich zu hunderten und tausenden, Politiker und Wissenschaftler, Bekannte und Unbekannte, vor allem aber Unwichtige, Nervtötende und Überflüssige, nicht zu vergessen die Nervensägen mit immer dem gleichen Geschwafel und immer den gleichen Ausflüchten, warum man nun doch nichts tun kann…

Es ist für Normalbürger wirklich nur schwer zu ertragen, wenn man darüber nachsinnt. Brüstete sich die Politik vor garnicht allzu langer Zeit als Vorreiter in Sachen Klimaschutz und erhob die BundeskanzlerIn gar zur KlimakanzlerIn, stilisierte sie zur VorkämpferIn für die Rettung des Weltklimas, aber nur solange, wie ihr dies opportun erschien und schon waren ihr das Klima und dessen Rettung wieder ebenso scheißegal, wie vorher schon.

Man kann eben nicht beides gleichzeitig machen, die Energiewende, hin zu erneuerbaren Energien die  (wir nun von Bundeswirtschaftsministranten Philipp Rösler erfahren durften) leider nicht zum Nulltarif zu haben ist und die man deshalb auch gleich den Verbrauchern aufhalste, und die Rettung des Klimas! Man erfuhr dabei gleich, dass die Energiewende zwar teuer ist, aber dies nur die Verbraucher belasten dürfe. Eingegangene Risiken auf den schmalen Schultern der Betreiber von Netzen und Energieanlagen lasten zu lassen und damit womöglich die Profite zu rasieren, war der Industrie nicht zuzumuten und also verschonte man sie mit derlei Banalitäten, entsprechend den hehren und ewigen Gesetzen des Marktes, dass jeder schauen muss, wo er bleibt! Dabei ist es immer gut, wenn man einen „Freund“ im Ministerium sitzen hat (auch wenn er nur gekauft ist!), der genau weiss, wo´s warm raus kommt. Und ein solcher ist der kleine Herr Rösler von der FDP, der eine ganz eigene Vorstellung davon hat, was gerecht ist und was nicht!

Machen wir uns nichts vor, aber „Umwelt“politik wird in unserer Regierung im Wirtschaftsministerium gemacht. Wichtig ist, was der Wirtschaft und den Konzernen frommt, nicht, was das Klima schützt. Die Bedeutung des Bundesumweltministers Peter Altmaier für den Schutz der Umwelt steht dagegen im umgekehrten Verhältnis zu seinem Körperumfang und er prodiziert genau das, was unser Klima am allerwenigsten gebrauchen kann – viel heisse Luft!

Wundert es einen unter solchen Umständen, wenn´s der Umwelt und vor allem dem Klima dreckig geht? Aber keineswegs! Umwelt ist ein Kostenfaktor. Umweltschutz erst Recht. Wollen die Menschen eine saubere und lebenswerte Umwelt, dann sollen sie dafür bezahlen. Umweltschutz zu Lasten der Wirtschaft? davon träumen allenfalls ein paar sozialistische oder gar kommunistische Utopisten! Wirtschaft braucht Profite um profitabel zu sein, das erfordern die Gesetze des Marktes! Alles andere kostet Geld und zwar das Geld der Verbraucher, dafür sorgt schon die Regierung!

Aber ich schweife ab. Wenn interessiert schon das Absaufen einiger unbedeutender Inselstaaten? Keine Sau, möchte man da ausrufen und sich mit Grausen abwenden, denn die freie Marktwirtschaft ist nur so frei, wie die Konzerne dies zulassen. Also muss der empörte Insulaner sich damit abfinden, das ihm in Zukunft das salzige Meerwasser irgendwann bis zur Oberkante Unterlippe steht und also kann man ihm wenigstens den Tipp geben, den Kopf nicht hängen zu lassen, denn sonst schluckt er die Brühe…

War man sich noch halbwegs einig, die CO2-Emissionen merklich zu drosseln, als man sich auf das Kyoto-Protokoll einigte (und da waren schon die größten CO2-Produzenten wie USA, China und Russland, garnicht mit von der Partie), so ist man heute noch weiter von einer akzeptablen Nachfolgeregelung entfernt als jemals zuvor. Nicht ganz zu Unrecht argumentieren die Entwicklungsländer nämlich, warum sie sich nicht ebenso wie die Industriestaaten entwickeln können sollen, nur weilo diese durch ihren CO2-Ausstoss das Klima so nachhaltig geschädigt haben, dass eine Umkehr der Veränderungen schon nicht mehr zu erreichen ist, während die Industriestaaten selbst nicht bereit sind, ihre Energieerzeugung auf ein nachhaltiges und für die Umwelt akzeptables Level zu senken. Zwar haben die Industrieländer das technische Knowhow und auch das Geld, aber keine Lust es in eine Energieerzeugung zu investieren, die den Energiekonzernen den Zugriff auf ihre Gelddruckmaschinen (abgeschriebene Atommeiler und Kohlekraftwerke zum Beispiel) nehmen will!

Schließlich hat auch noch nie jemanden interessiert, ob Menschen ind er Nähe von Atommeilern einem höheren Krankheitsrisiko ausgesetzt sind, oder wer im Fall eines Super-GAU die Kosten für die Schäden trägt, oder gar wo man den Restmüll endlagern soll – allenfalls ist man sich in Wirtschaftskreisen einig darüber, dass diese Kosten nicht auf die Konzerne abgewälzt werden dürfen. Die sind nämlich schon zur Genüge damit beschäftigt, die Gewinne einzustecken! Und die schwarzgelbe Bundesregierung, die ich angesichts des hohen Anteils an Scheiße, die sie in ihrer Amtszeit schon verzapft hat, gerne die Kloalition nenne, stimmt dieser Auffassung natürlich voll und ganz zu!

Kein Mensch muss sich deshalb darüber wundern, dass in Doha nichts passieren wird, was die Interessen der Wirtschaft auch nur annähernd nachteilig beeinflussen könnte. Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise ist dabei ein sehr willkommenes Argument, dass überall da herhalten muss, wo die Regierungen auf Grund der engen Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Politik überhaupt nicht in der Lage sind Entscheidungen zu treffen, die nicht die einfachen Bürger, sondern die Industrie belasten sollen und die der Umwelt dienen und das Klima retten sollen!

Die Klimakonferenz in Doha wird – wie so viele andere auch – eine überflüssige Konferenz sein. Eine Konferenz, deren Teilnehmer durch ihre Anreise das Klima in einer Weise geschädigt haben, die man sich auch hätte sparen können. Denn es war schon klar, dass man keine Ergebnisse erzielen wird, bevor die Konferenz begonnen hatte. Und nur um festzustellen, dass es keine Ziele gibt, auf die man sich einigen kann und darum eine nichtssagende Erklärung verabschiedet, braucht man sich nicht nach Doha zu begeben, eine Stadt in einem Zwergstaat, der nur deshalb eine minimale Bedeutung hat, weil er ausgerechnet Erdöl udn Erdgas fördert und verkauft und weltweit den höchsten Ausstoss an Treibhausgasen pro Kopf und Einwohner hat. Als ob das irgendeine Qualifikation wäre?

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Der Untergang…

Wenn schon ein Zwergstaat als Ausrichter der Klimakonferenz, warum dann nich gleich Kiribati? Da hätten die affektierten Damen und Herren dann aus erster Hand erleben können, was Klimawandel heisst – und den Insulanern dann auch gleich von Angesicht zu Angesicht erklären, wieso es kein Schwein interessiert, dass ihre paar Inseln wegen des Anstiegs des Meeresspiegels bald im Meer verschwunden sein werden! Obwohl, wenn ich mir´s Recht überlege, wenn der Altmaier seinen wuchtigen Schritt auf die Kaimauer des Hafens setzte, würde das Südseeparadies vermutlich sofort im blauen Meer unter gehen… o.O

Natürlich wissen „wir“ alle, dass wir sofort noch mehr tun könnten, aber genauso wissen „wir“ auch, dass mal wieder nichts passieren wird, außer ein paar unverbindlichen, weil freiwilligen Selbstverpflichtungen, die sich die Politik genausogut dahin stecken könnte, wo die Sonne nich hin scheint…

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Wer rettet unser Klima?

 

Betrachtet man Peter Altmaier in seiner ganzen übergewichtigen Pracht, so könnte man den Eindruck gewinnen, er sei auch ein politische Schwergewicht in seinem Amt als Bundesumweltminister. Hört man dann, wie er seine Schnauze aufreisst, mag man diesen Eindruck glatt bestätigen. Dem widerspricht allerdings das, was er bisher erreicht hat und es lässt genauso wenig Gutes für die Zukunft ahnen. Seine bislang noch recht überschaubare Amtszeit lässt sich wie folgt charakterisieren und zusammen fassen: Schwach angefangen und dann gleich stark nachgelassen!

Mittlerweile fällt es nicht einmal mehr dem politischen und geistigen Spargeltarzan Philipp Rösler schwer, das Trumm auf zwei Beinen problemlos zur Seite zu schieben.

Und so wächst in uns der Argwohn, Altmaier sei mit Absicht auf diesen Posten gehoben worden, um nichts zu erreichen und niemandem im Wege zu stehen, schon garnicht der Wirtschaft und dem ihr hörigen Minister! Man wendet sich mit Grausen und stellt sich die bange Frage, wie es um unser Klima bestellt ist, wenn wir uns darauf verlassen sollen, dass Altmaier des schwafelnden Quasselkaspers spielt, den weder irgendein Manager, noch seine eigene Bundesregierungsbande ernst nimmt?

Mögen uns die Wettergötter gnädig sein…

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Satz mit „X“, war wohl nix…

…könnte das kurz und knappe Fazit der Klimakonferenz in Bonn lauten. Der WWF befindet in seinem Artikel vom 12.6.2009 unter „Klimaverhandlungen in Bonn: Zwei Wochen ergebnisloses Taktieren“ und in der Subline können wir lesen, dass…

…die Staatengemeinschaft kaum vorangekommen sei!

So kann man es, wenn man es milde sagen und sich nicht mit allen Teilnehmern verscherzen will, auch ausdrücken. Aber es ist auch deutlich genug formuliert, um zwischen den Zeilen zu lesen, dass es sich hierbei mal wieder um einen recht teuren Betriebsausflug für Politiker und Wissenschaftler gehandelt haben dürfte, der außer heißer Luft (und davon haben wir in Folge des ungebremsten CO2-Ausstosses wohl mehr als genug!) absolut nichts gebracht hat. Eigentlich war vorgesehen, auf dieser Konferenz ein Papier zu erarbeiten, das die Basis für die am Ende des Jahres in Kopenhagen stattfindende Weltklimakonferenz bilden sollte. Mehr als ein paar belanglose Floskeln kamen aber mal wieder nicht zustande. Wer wirklich Fortschritte erwartet hatte, sieht sich enttäuscht. Bewegung war von vornherein nicht drin. Man saß zusammen und spielte das, was man üblicherweise als Beamten-Mikado bezeichnet – wer sich zuerst bewegt, hat verloren!

FAZ.NET textet derweil launig „Bonner Klimakonferenz: Das große Pokern bis Kopenhagen“, um weiter unten etwas deutlicher zu werden…

Die dänische Umweltministerin Connie Hedegaard, die dann in der zweiten und dritten Dezemberwoche nicht weniger als fünfzehn tausend Teilnehmer in ihrer Heimat erwartet, gehört zu den Enttäuschten von Bonn: „Kein Zweifel, die Sache geht zu langsam voran.“ Statt über den schon konkreten Textvorschlag zu verhandeln, habe man ihn einmal gelesen und dann auf mehr als zweihundert Seiten aufgeblasen. „Das ist eine Schande“, kommentierte Hedegaard das Ergebnis.

Wer weiss, welche gewaltigen Fortschritte uns im Dezember in Kopenhagen zum Schutz unseres Klimas präsentiert werden? Schließlich geht dieses Thema uns alle an. Jeder jammert rum, aber tun will keiner was. Es könnte ja Geld kosten und womöglich das eigene. Da kommt die Finanz- und Wirtschaftkrise gerade recht. So hat man wenigstens einen Vorwand, warum man kein oder nur sehr wenig Geld zu Verfügung hat. Und jeder hofft wohl insgeheim, dass es so schlimm schon nicht kommen wird!

Welch ein Geschrei wird sich erheben, wenn der Meeresspiegel erst soweit angestiegen ist, dass er Oberkante Unterlippe steht? Wenn´s den Bangladeshis, oder den Birmanen ins Maul läuft, wird das vermutlich noch keinen jucken. Aber wenn der Hamburger Fischmarkt, oder Amsterdam ganzjährig unter Wasser stehen, das ist allerdings eine furchtbare Vision!

Es ist allerhöchste Zeit, der Politik gehörig Feuer unter dem Arsch zu machen! Es muß etwas geschehen und zwar rasch. Denn es ist unsere Zukunft, die die Politik da gerade vergeigt und die Zukunft unserer Kinder!

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