Die Hetzer!

Ach mir ist so zum Kotzen zumute! Die SPD, jene Partei also, die sich bis vor nicht allzu langer Zeit noch für die Partei der kleinen Leute hielt, hat sich jetzt auch noch vom allerletzten Rest Sozialdemokratie verabschiedet und tutet nun in dasselbe rassistische Nebelhorn, wie AfD, NPD, der rechte Flügel der Union und sogar der Hoast Drehhofer, der sich in einer „Notwehr-Situation“ wähnt (neben diversen anderen Wahnideen, aber lassen wir das jetzt). Weil´s wohl gerade opportun erscheint, warnen jetzt auch Steinmeier und sein Genosse Gabriel vor unbegrenzter Zuwanderung und nehmen, man höre und staune, die „Sorgen und Ängste“ der Menschen ernst, mithin also jener „besorgten Bürger“, die Sichmar noch vor garnicht langer Zeit als rechtes Pack zu bezeichnen beliebte! Womit einmal mehr die unbedingte Wahrheit der weisen Worte des großen alten Konrad Adenauer (den ich wegen seiner klerikal-faschistischen Neigungen in etwa so sehr verabscheue, wie die Syphillis) bewiesen wäre, der da einstmals verlautbarte:“Wat kümmert mich mein Jeschwätz von jestern?“

weiterführende Links: 

Werbeanzeigen

Monsanto auf dem Holzweg?

Es freut mich außerordentlich, mal einen Post ganz nach meinem Geschmack veröffentlichen zu können. Mag sein, dass es nur ein Etappensieg war und es ist nicht anzunehmen, dass Monsanto sich so einfach geschlagen gibt.  Aber ja, es ist so, Monsanto hat seine Klage vor einem Gericht gegen das Verbot der Aussaat  seines Genmais MON810 verloren. Zurecht jubiliert Greenpeace („Gericht bestätigt Gen-Mais-Verbot“, Artikel vom 5.5.09) ob der erstaunlichen Tatsache, dass endlich mal ein Gericht es wagte,

die Umwelt- und Verbraucheranliegen über die Interessen von Industriekonzernen gestellt. Die Entscheidung ist auch ein Erfolg für die Mehrheit der Verbraucher, die den Anbau von Gen-Pflanzen ablehnt!

Auch FAZNET (Niederlage für Monsanto: Gericht bestätigt Genmais-Verbot, Artikel vom 5.5.09) erkennt an, das…

…nach Auffassung der Richter sind jene Gefahren für die Umwelt vorhanden, wie sie das Gentechnikgesetz für ein solches Verbot verlangt. Dazu müssten keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse vorliegen, aus denen diese Gefahren zweifelsfrei herzuleiten seien. Es genüge, so heißt es in dem Beschluss, wenn sich aus neuen oder zusätzlichen Informationen Anhaltspunkte dafür ergäben, dass Menschen oder Tiere geschädigt werden könnten.

Und die unvermeidliche bayrische Wasserpfeife Horst Seehofer, erkennt ein…

„…unübersehbares Signal an den Agrokonzern Monsanto, der ohne Rücksicht auf Interessen der Bevölkerung handelt.“

Das weiss natürlich jeder, der sich ein wenig mit der Materie beschäftigt. Monsanto, die Konzernkrake aus den USA, der seine gierigen Fangarme nach allen landwirtschaftlichen Flächen dieser Erde ausstreckt, hat nicht das geringste Interesse am Wohlergehen der Menschheit und erst recht nicht an der Gesundheit seiner Mitarbeiter. Das haben diese Verbrecher oft genug bewiesen.

Gleichzeitig lobt Seehofer seine Parteifreundin Aigner über den grünen Klee für ihre mutige Entscheidung, wobei er verheimlicht, dass genau diese Ministerin den Anbau der genveränderten Kartoffel Amflora gestattet hat. Warum auch immer. Vielleicht liegts ja daran, dass Amflora das Lieblingskind von BASF ist und die haben ihren Sitz in Deutschland.  Wer ein klein wenig tiefer in die Wunder der bayrischen Logopädie (Artikel auf FAZNET vom 3.5.2009) einsteigen und die wundersame Wandlung des Seehofer Horst vom Saulus (als Landwirtschaftsminister war er ein glühender Verfechter der Gentechnik) zum Paulus (als bayrischer Ministerpräsident kämpft er nun – dank vergeigter Zweidrittelmehrheit – mit messianischem Eifer gegen die Macht der Genkonzerne, die Gentechnik im allgemeinen und den drohenden Machtverlust) in knappen Worten nachvollziehen will, der lese sich den Artikel durch. Man muss schmunzeln, obgleich man kotzen könnte. Hier sieht man, wie „wandlungsfähig“ Politiker doch sind.

Und wieder muss ich den ollen Konrad Adenauer zitieren, denn sein berühmt-berüchtigter Ausspruch ist heute aktueller denn je…

…“wat schert mich mein Jeschwätz von Jestern!“

Was dann dazu führt, dass Aigner ungerührt erst dem Genmais den Halm durchschneidet um keine zwei Wochen später ein Halleluja auf die Genkartoffel Amflora zu singen. Was tut man nicht alles, um die Macht zu behalten? Richtig, alles!

weiterführende Links:

Angriff auf die Unantastbarkeit des Lebens!

Greenpeace teilt mit Datum vom 16.7.2008 mit, dass das EPA (Europäische Patentamt) ein umfassendes Patent auf Schweine erteilt hat. Auch die Homepage von no patents on seeds beschäftigt sich sehr ausführlich mit dem Thema Patentierung von Saatgut und Lebewesen und hat eine Aktion gegen diese neue Unsitte, mit der sich internationale Saatgut- und Gentechnikkonzerne gerade versuchen die Kontrolle über den Genpool von Mutter Erde zu erlangen.
Dagegen müssen wir eindeutig Stellung beziehen, sonst gehört bald niemandem mehr das, was in seinem Garten wächst,oder auf seinem eigenen Land. Ja möglicherweise gilt dann sogar selbst gewonnenes Saatgut als Eigentum eines Großkonzerns und man muss Lizenzgebühren dafür berappen. Oder, was auch recht unangenehm sein kann, man züchtet mit patentierten Tierrassen, wie z. B. Schweinen Nachwuchs und der gehört womöglich einem Konzern wie Monsanto! Das Monsanto beim Rennen um die Genreserven von Mutter Erde natürlich nicht fehlen darf, war klar. Hier wie überall ist das Böse in Form eines internationalen Genkonzerns immer vertreten, wenn es darum geht seine Finger auf Dinge zu legen, die eigentlich der gesamten Menschheit gehören!
Mach Eurem Unmut über solches Verhalten Luft und unterschreibt die Petition gegen Patente auf Saatgut und Tiere aus konventioneller Züchtung. Natürliches Saatgut und Tiere sind die Grundlage für die Ernährung der Menschheit und sie sollten auch Eigentum der gesamten Menschheit sein!
Eine Liste von Patenten, die bereits von der EPA erteilt worden sind, könnt Ihr unter diesem Link einsehen. Mit am eifrigsten war, wen wunderts, natürlich Monsanto! Denen wurde auch das Patent auf Schweine erteilt, obwohl Patente auf

„im wesentlichen biologische Verfahren zur Züchtung von Pflanzen und Tieren“

eigentlich verboten sind! Aber das Europäische Patentamt scheint es da mit dem alten Konrad Adenauer zu halten, der da sagte: „Wat schert mich mein Jeschwätz von jestern!“

Was ist das Wort eines Politikers wert?

Nachdem die Landtagswahl in Hessen nun endlich abgewickelt schien, geht das Gezerre um den Job des Ministerpräsidenten munter weiter. Andrea Ypsilanti will nicht mehr kandidieren oder vielleicht doch, Roland Koch aber will weiterhin regieren, kann aber keine Mehrheit finden. Kurt Beck, der Oberfuzzi der SPD, hat nun eingesehen, das seine Öffnung nach links vielleicht doch ein ganz klein wenig „ungefickt eingeschädelt“ (hach dieser Freud´sche Versprecher musste sein, er passte einfach zu gut!) ungeschickt eingefädelt war.
Natürlich gab es, wie üblich, bei dieser Wahl nur Sieger. Der einzige Verlierer scheint – wie so oft – der dumme Wähler zu sein, der einmal mehr dem Geschwätz der Politiker auf den Leim gekrochen ist! Und um das Mass voll zu machen, tönt jetzt Beck vor der Presse, er schließe eine Zusammenarbeit mit den Linken auf Bundesebene kategorisch aus. Nun ja, wer´s glaubt! Um an die Macht zu gelangen ist wohl jeder Politiker bereit seine Prinzipien, so er denn überhaupt welche hat und seine Wähler zu verraten. Aber das ist in dem Geschäft ja nix neues. Schon der olle Konrad Adenauer hat seinerzeit lauthals verkündet:
„Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“
Wer´s glaubt – wenn die Macht der SPD davon abhinge, wäre dieser kategorische Ausschluss genauso schnell im Orkus verschwunden, wie jeder andere bisher auch.