Sarkozy ante portas?

Da hatten die Franzosen wohl mehr Glück als Verstand und sicher ist das Wahlergebnis KEIN Verdienst dieses rachitischen Gnoms Sarkozy! Da muss man eher den Hut vor den Sozialisten ziehen, die auf eigenen Kandidaturen verzichtet haben, wo dies eh aussichtslos gewesen ist! Aber damit haben sie bewusst die Selbstzerstörung in Kauf genommen. Sowas grenzt dann fast schon wieder an Heldenmut. Wenn man vorher nicht so außerordentlich dämlich gewesen wäre!
Aber nun freuen wir uns kurz mit unseren französischen Brüdern über die Tatsache, dass diese unsägliche faschistische Gesichtsbaustelle Mandarine La Peng sich nicht durchzusetzen vermochte. Allerdings kann man sich nicht darauf verlassen, dass das jedes Mal so funktioniert und mal ehrlich, wer will diesen konservativen Wurzelzwerg wieder an der Macht? Dieser korrupte Kotzbrocken soll dahin gehen wo der Pfeffer wächst!

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Eine ehrenwerte Gesellschaft…

…ist das nicht gerade, was als selbsternannte Elite an der Spitze unserer Staaten steht und die Regierungsgeschäfte führt. Nicht genug damit, dass sie in aller Regel selbst die Höhe ihrer Diäten genehmigen und natürlich auch über die Höhe der Steuern bestimmen, die die Finanzbehörden den einfachen Leuten abzunehmen haben, um die Staatsmaschinerie am Laufen zu halten, bedienen sie sich mal hier und mal da, um die eigenen Taschen immer noch ein bisschen mehr zu füllen, als unbedingt notwendig ist.
Okay, sie argumentieren, dass ein Politiker ein ordentlichen Einkommen haben müsse, um unabhängig sein zu können und ausschließlich die Interessen des Volkes zu vertreten, ohne den Einflüsterungen irgendwelcher Lobbyisten zu erliegen. Aber obwohl sie zu einem Berufsstand gehören, der nicht dafür bekannt ist, dass seine Angehörigen am Hungertuche nagen müssen, kriegen sie offenbar den Hals nicht voll genug. Und deshalb greifen sie überall da zu, wo ihnen ein paar Scheinchen hin gehalten werden. Ich meine, man muss das verstehen. Ein Politiker muss damit rechnen, dass er wieder abgewählt wird, wenn er nicht spurt und das tut, was die Konzerne und die reichen Profitgeier von ihnen verlangen und es wäre schon eine Zumutung, wenn man ihnen abverlangte, für ihre Rente auch noch anständig zu arbeiten.

Also arbeiten sie oft (natürlich nicht alle, das möchte ich auch noch erwähnt haben, aber meistens…) unanständig, aber wen interessiert das schon, wenn er im Alter seinen Interessen nachgehen und sich sowohl artgerecht nähren und kleiden kann, wie auch in einem angemessenen Rahmen wohen? Niemanden, versteht sich, außer den üblichen Neidern, die es im Leben zu nichts weiter gebracht haben als 45 Beitragsjahren für die Rente (wenn alles glatt geht, aber meistens ist das nicht der Fall) und das auf dem Lohnniveau eines einfachen Arbeiters, bestenfalls eines Facharbeiters.

Um aber endlich auf den Punkt zu kommen, man muss wirklich froh sein, wenn überaus kompetente Leute in den Regierungen sitzen, in allen Staaten der sog. „westlichen Wertegemeinschaft“, die die freiheitlichen Werte hoch halten und ihren eigenen moralischen Ansprüchen mehr als gerecht werden.

Wir können mit Stolz auf diese strahlenden Vorbilder blicken und voller Freude werden dereinst unsere Kinder und Enkel die Loblieder ihrer hehren Taten singen.

Es ist aber auch eine wahre Pracht, wenn man sieht, wie dieses kapitalistische System funktioniert, obwohl es eigentlich durch und durch korrupt ist, genauso wie seine Protagonisten. Ein entzückendes Beispiel kann man nun in Spanien betrachten, wo es den Anschein hat, dass die gesamte politische „Elite“, einschließlich des „wertkonservativen“ Ministerpräsidenten Rajoy, möglicherweise aus schwarzen Kassen der konservativen Regierungspartei PP geschmiert worden ist. Das Volk ist, sicher nicht zu Unrecht, empört.

In solchen Situationen ist es immer fein, wenn man Ablenkungsmanöver zelebrieren kann und ein paar Nebelkerzen zündet. Kriegseinsätze sind hier ein sehr probates Mittel, aber auch Demonstrationen, die man niederknüppeln lassen kann, weil die Teilnehmer die Demokratie gefährden mit ihren Forderungen nach einer Bestrafung der korrupten Politiker. Sie stehen mit ihrer Neigung, sich an den Fleischtöpfen des Staates zu bedienen, freilich nicht alleine. Die Wirtschaft redet ein gewichtiges Wörtchen mit, wenn es darum geht, die Gewinne zu maximieren und (mit der gütigen Hilfe der Regierungen) die arbeitenden Massen auszubeuten, bis ihnen das Wasser in den Augens teht. Kartelle, Preisabsprachen, Monopole, Lug und Betrug, gepaart mit dem Kasinokapitalismus der Bankster, schaffen ein Klima, in dem Korruption, Vorteilsgewährung und Vorteilsnahme als geradezu lächerlich unbedeutende Kavaliersdelikte anmuten!

Niemand wird sich darüber mehr mokieren, wenn dann erst einmal ein paar Köpfe „gerollt“ sind, ein paar Bauernopfer, deren Rücktritt (unter Beibehaltung der sehr üppigen Pensionsansprüche selbstverständlich) dem Pöbel das Gefühl gibt, wenigsten ein bisschen was erreicht zu haben, obwohl das verrottete System weder verändert, noch gar abgeschafft wurde und am Ende die gleichen „Eliten“ wie vorher auch die Richtlinien der Politik bestimmen.

Menschen sind eben einfach nur Menschen, mit all ihren Stärken und Schwächen und es scheint fast ein Grundgesetz allen menschlichen Handelns zu sein, dass jeder käuflich ist. Es ist eben nur eine Frage des Preises!

weiterführende Links:

Skandal in Spanien: Premier im Sumpf der Gürtel-Affäre (Artikel auf Spiegel Online vom 1.2.2013).

Politikskandal um Rajoys konservative Partei – Spaniens Regierungschef unter Korruptionsverdacht (Artikel auf tagesschau.de vom 1.2.2013).

Abschreibungen und Kirch-Urteil – Deutsche Bank: Und jetzt ein Milliardenverlust (tagesschau.de vom 31.1.2013).

Nach Ermittlungen des Bundeskartellamts – Millionenbuße für Süßwarenfirmen wegen Absprachen (Artikel auf tagesschau.de vom 31.1.2013).

Nicht genug unbelastete Leute in Griechenland, um eine Regierung zu bilden?

Aha, der neue griechische Finanzministrant, Ioannis Stournaras, hat damals den Beitritt seines Landes zur EU mitbverhandelt? Soll ich jetz lachen, oder doch besser losheueln wie ein Schloßhund? Wenn der Typ mitverhandelt hat, dann muss er auch in die landesweiten Betrügereien und Trixereien eingeweiht gewesen sein, mit denen sich Griechenland den Beitritt erschlichen hat – und nu soll ausgerechnet er die Fianzen retten?

Es ist schon erstaunlich. Nachdem die EU und allen voran die deutsche BundeskanzlerIn Frau Mäkel den „tapferen“ Griechen aufrichtig und von ganzem herzen zur Wahl einer konservativen Regierung gratuliert hatte, stellt sich nun heraus, dass es in diesem ganzen schönen Land offenbar nicht genug unbelastete und vor allem ehrliche Leute gibt, um eine Regierung zu bilden. Der Regierungschef, bis vor kurzem noch aus machtpolitischen Gründen ein strikter Gegner der EU-Sparauflagen und nun, zwar (schein)geläutert, aber dennoch nicht bereit wirklich zu sparen, erblindet vermutlich beim Anblick des griechischen Haushaltsdefizit (bezw. erlitt eine Netzhautablösung) und muss operiert werden. Das führte dazu, dass er die Troika nicht empfangen konnte, die ihm wohl ob seiner Unwillichkeit mal eben kräftig in den Arsch treten wollte, um ihn endlich auf Linie zu bringen…

Anschließend fällt sein designierter Fianzministrant, einer „der profiliertesten Finanzexperten seines Landes“ und ehemaliger Chef der größten Privatbank Griechenlands, vor der Vereidigung in Ohnmacht und muss ins Krankenhaus gebracht werden, wo er noch vom Krankenbett aus auf sein künftiges Amt verzichtet und dann stellt sich heraus, dass der stellvertretende Wirtschaftsminister zu jenen vornehmen und reichen Griechen gehöert, die lieber gar keine Steuern auf den Marshallinseln bezahlen, als Einkommenssteuern in der Heimat! Und weil er sich darob kompromittiert sieht (natürlich völlich zu Unrecht!), tritt er erschüttert zurück.

Wüsste man in griechischen Wirtschafts- und Politikerkreisen, was es mit Sepukku und Ehre auf sich hat, würden dort zu Hauf selbstgemeuchelte Politstrategen herum liegen, den Steuerbetrügern zur deutlichen Mahnung. Aber das wäre sicher zuviel verlangt. Eher hängen sich Rentner an den Straßenlaternen auf, weil sie von ihrer gekürzten Rente nich mehr leben können…

Es ist wirklich ein Bild des Jammers, dass die „neue“ griechische Regierung der Welt bietet und doch sind in Europa alle so froh, dass die linke Syriza keine Mehrheit bekommen hat, denn die hätte sowohl der EU, als auch dem korrupten Pack in Griechenland vermutlich die Ärsche aufgerissen und das hat ja wohl niemand ernsthaft gehofft!

Aber nun zeigt man es der EU erst richtich, indem man den Mann zum Finanzministranten macht, der den Beitritt Griechenlandes mit Lug und Trug, mit Beschiss und falschen Zahlen mit verhandelt hat! Darf ich sagen, dass ich zutiefst beeindruckt bin, von soviel Chuzpe?

 

weiterführende Links: